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Warum katholisch?


angie
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Im Thread "katholisch" durften wir mit fünf Adjektiven den/unseren katholischen Glauben beschreiben. Jetzt würde mich mal interessieren, ob ihr mit einem satz(der ruhig etwas länger sein darf) sagen könnt, warum ihr katholisch seid - wenn ihr es seid.

Für "warum nicht katholisch" könnte man ja dann noch einen dritten Thread eröffnen, da gäbe es bestimmt auch interessante Postings.

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Ich bin zum Katholizismus gekommen wie ein Chinese zu seinen Schlitzaugen. Alle meine Vorfahren (soweit zurückverfolgbar) waren katholisch.

 

Was mich vom Chinesen unterscheidet: ich wurde das Merkmal "katholisch" wieder los.

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weil ich was gegen Hungerdiäten habe. Alle anderen christlichen Konfessionen haben nur "Not-Kost" anzubieten.

 

Allein in der katholischen Kirche gibt es den "über-vollen Tisch" (Eucharistie, Sakramente etc. )

 

Lieben Gruß

Erich

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Ich habe keinen Grund.

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Ähm, da hast du was falsch verstanden, Cano: ich habe keinen Grund katholisch zu sein. Deshalb bin ich es nicht.

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Hi Ute,

 

>>ich habe keinen Grund katholisch zu sein. Deshalb bin ich es nicht.<<

 

toll, toll, toll

 

Rat an alle: geht mal ins E-mail-Adressbuch bei kath.de

 

Da steht laut und deutlich:

 

----------------------

Hier können Sie zur Zeit 1384 E-Mail-Adressen und URLs von Katholiken finden,

die aktiv am Aufbau einer benutzerfreundlichen Online-Kirche beteiligt sind.

-----------------

 

dann sucht dort mal nach einer "Ute"

 

Also Katholen gibt es.........xyxthumbs.gif

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Wenn die Frage lautet "Warum katholisch?", gehe ich davon aus, daß hier Begründungen abgegeben werden, warum jemand katholisch ist, war oder wurde.

 

Du hast das Mißverständnis (das in Wirklichkeit keines war) provoziert, Ute.

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Hi Ute,

 

>>ich habe keinen Grund katholisch zu sein. Deshalb bin ich es nicht.<<

 

toll, toll, toll

 

Rat an alle: geht mal ins E-mail-Adressbuch bei kath.de

 

Da steht laut und deutlich:

 

----------------------

Hier können Sie zur Zeit 1384 E-Mail-Adressen und URLs von Katholiken finden,

die aktiv am Aufbau einer benutzerfreundlichen Online-Kirche beteiligt sind.

-----------------

 

dann sucht dort mal nach einer "Ute"

 

Also Katholen gibt es.........  ylsuper.gif

 

lachende Grüße

Erich xyxthumbs.gif

 

 

 

 

(Geändert von Erich um 15:05 - 25.Oktober.2001)

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Wie heißt es in der MTV-Werbung? "You better belief!". Und für mich ist das Christentum und der Katholizimus "the best belief".

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Lieber Erich,

 

>Rat an alle: geht mal ins E-mail-Adressbuch bei kath.de

 

Da steht laut und deutlich:

 

----------------------

Hier können Sie zur Zeit 1384 E-Mail-Adressen und URLs von Katholiken finden,

die aktiv am Aufbau einer benutzerfreundlichen Online-Kirche beteiligt sind.

-----------------

 

dann sucht dort mal nach einer "Ute" <

 

Ich bin das Kuckucksei.  peepwall.gif

 

Und meine Homepage steht auf Seite 25 der URL-Tauschbörse: "Das Forum für neue oder interessante katholische Seiten im Internet.

Machen Sie Propaganda für Ihr nicht-kommerzielles Angebot." Dieser Aufforderung konnte ich mich auch nicht verschließen........  faga7.gif

 

 

 

(Geändert von Ute um 16:31 - 25.Oktober.2001)

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Ich bin katholisch weil ich an die katholische Lehre glaube.

 

Paz Y Bien,

Ralf

 

 

P.S.: Und es macht SPASS & ist SCHÖN

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Liebe Ute,

 

>>Ich bin das Kuckucksei<<

 

und wir brüten und brüten hier ..... und kommt kein Kathole raus. Ach was sind wir blöd!

 

Ist jetzt klar warum - der Ansatz (das Ei) ist verkehrt. Also verrat uns mal, wer Dich "gelegt" hat. chicken.gif

 

Lieben Gruß

Erich

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Ha ha, wir sind wirklich gute Werbung für's katholische AZZANGEL.gif: wir streiten ums Ei, ums Huhn und was zuerst da war... poke.gif

 

Weiter so... ylsuper.gif

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>Also verrat uns mal, wer Dich "gelegt" hat.  <

 

Der Kuckuck. Aber das verriet ich bereits.

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Zitat von Erich am 9:54 - 25.Oktober.2001

Allein in der katholischen Kirche gibt es den "über-vollen Tisch" (Eucharistie, Sakramente etc. )

 

Und was hast du davon?

 

Außer der Einbildung NICHTS, NICHTS, NICHTS.

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>> Und was hast du davon?

Außer der Einbildung NICHTS, NICHTS, NICHTS. << (Pedrino)

 

 

Aber das wäre doch auch schon mehr als nichts.

 

Wie sagt der Volksmund so treffend? "Einbildung ist auch 'ne Bildung".

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Warum ich katholisch bin?

 

Nun, auch für mich trifft wohl erst mal zu: Weil meine Eltern es sind und sie mich katholisch taufen ließen.

 

Dieser Grund trägt allerdings nicht weit. Es gibt viele Kinder katholischer Eltern, die inzwischen nichtkatholisch oder sogar antikatholisch (womöglich aus sehr verstehbaren Motiven heraus) sind.

 

So sehe ich men "katholisch SEIN" immer vor allem als ein "katholisch WERDEN". Es gab mein ganzes Leben über immer wieder Punkte, die mir die Richtung gezeigt haben.

 

Als Kind war es unsere wunderschöne, faszinierende Barockkirche, wo es viel zu sehen gab. Und zu riechen: Ich liebte den Geruch von Weihrauch. Es hatte etwas Außergewöhnliches, Feierliches an sich, in eine weihrauchduftende Kirche zu gehen.

 

Meine Oma hat mich oft mitgenommen in die Kirche und ich musste dort still sein. Bei meinen Eltern war das eher Zwang. Aber bei meiner Oma, da war es etwas Mystisches, ein geheimnisgeschwängertes Erlebnis (was ja zum magischen Denken eines Kindes gut passt).

 

Oft sind wir nach der Messe in der Kirche geblieben. Dann war es ganz still. Meine Oma hat eine Kerze angezündet und gebetet. Manchmal konnte ich die Stille genießen, manchmal ging es mir einfach zu lange und ich hab rebelliert. Sie hat einfach weitergebetet und sich nicht davon abbringen lassen. Es musste was Wichtiges sein, dass sie es mir vorgezogen hat.

 

In meiner Jugend wuchs meine Kritikfähigkeit enorm. Platte Antworten im Religionsunterricht gab es in Hülle und Fülle. Aber in der 9. Klasse hatte ich einen Religionslehrer, der tatsächlich Antworten hatte. Ein Selbstdenker, der uns an seinen Gedanken teilnehmen ließ. Zur gleichen Zeit hatte ich einen Physiklehrer mit philosophischen Interessen. Beides verband sich in mir. Ich fing an, im religiösen Sinne zu denken.

 

Jahre später kam ich dann in Kontakt mit den Denkern des Christentums - sowohl den vergangenen, alsauch mit lebenden. Endlich Antworten auf meine Fragen. Und natürlich neue Fragen, gereiftere.

 

Bis ich etwa 25 Jahre alt war, war die Kirche - auch wenn ich einige Jahre weit, weit weg von allem Religiösen war - meine alternativlose Heimat. Dann begann ich, mich im Buddhismus umzuschauen, der gewissermaßen das Gegenstück zum Christentum ist (und zugleich eine tiefgreifende Analyse des Leidens). Ich war fasziniert - ähnlich wie in der Schulzeit von der Stoa. Aber Karma, Dharma, Samsara und Nirwana waren mir allzu offenkundig nicht die Lösung. (Ganz kurz: Buddhismus zielt auf völlige Gleichmütigkeit. Christentum auf leidenschaftliches Engagement. Die Wahl fiel mir nicht schwer, trotz Hochachtung des Buddhismus).

 

Dann kam ich in München in Kontakt mit freikirchlich-calvinistischen Sekten. Da sträubten sich mir die Haare. Ich befasste mich mit dem Protestantismus. Auch hier schien mir Luther (trotz aller Cholerik) als leuchtender Stern. Aber der Moralismus der Protestanten ist prinzipieller als der der Katholiken. Es strahlt von ihm eine Kälte aus, die System hat. Das hat mich von jeglicher weiteren Bestrebung abgehalten. (Ganz kurz: Die grundlegende Vorstellung von der radikalen Gefallenheit des Menschen führt im Protestantismus ironischerweise zu einem Moralismus, der sich mit einem gewissen Masochismus verbindet). Letztlich war es die Kälte, die mich abschreckte.

 

Auch die Esoterik des New Age konnte mich faszinieren (Capra, Ferguson, Ken Wilber...), erschien mir aber zu versponnen. Außerdem war ich inzwischen so weit, dass ich selbst genügend philosophische Wissen hatte, um die Dünnbodigkeit wesentlicher New-Age-Gedanken zu erkennen.

 

Vermengt wurden diese Zeiten auch mit Wut über die Kirche. Teile davon finden sich heute noch. Sollte diese Wut je verschwinden, weiß ich übrigens, dass ich völlig versackt bin. Wut über den Umgang mit Andersgläubigen. Wut über Unbelehrbarkeit. Wut über Einseitigkeit. Letztlich war es aber die eine wesentliche Wut, die ich seit meiner Jugend mit mir trage: Die Wut auf eine Kirche, die keine Antworten geben kann. Oder noch schlimmer: Die mit dem Anspruch unendlich tiefer Antworten doch nur Plattitüden von sich gibt.

 

Gegen diese Wut hatte ich allerdings inzwischen zwei Gegengewichte: Die Gedanken großer Christen. Und auch meine eigenen Gedanken. Hier gab und gibt es Antworten. Vielleicht nicht immer perfekte, aber ehrliche und vor dem eigenen Leben verantwortete. Ich sah und sehe mich als Kind der Katholischen Kirche, nicht als ihr dümmlich-höriger Sklave. Die Phrasen mancher "Geistlichen" machen mir nicht mehr so viel aus, weil ich selbst was habe und nicht allein auf sie angewiesen bin.

 

Ein entscheidender Punkt ist heutzutage für mich die heilige Messe. Hier kommt alles zusammen. Mag der Zelebrant noch so schnoddern: Die Form der Messe kann auch in sich wirken. Wenn der Priester das 2. Hochgebet betet, wird in mir - unabhängig vom Reden des Priesters - der Geist des hl. Hippolyth lebendig, der es verfasst hat. Und wenn der Priester Hostie und Kelch hochhebt, dann spüre ich das Atemberaubende des Entschlusses Jesu in Getsemani: Nicht zu flüchten, sondern zu bleiben, um die eigene Botschaft nicht zu sabotieren. Lieber den Weg in den Tod.

Und wenn ich die Hostie empfange, dann will ich Jesus in mich aufnehmen.

In all diesen Teilen bin ich unabhängig vom Zelebranten. Ich bin hier an der Wurzel des Katholischen, die Kirche (in diesem Fall: Kirche als Verbreiterin des Anliegens Jesu) wirkt hier an sich.

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Die Frage war nicht, wie bist Du zum "Glauben" gekommen, denn dann gehört auch eine Krisenzeit da hinein, wo ich sehr "gezweifelt" habe. Und das gestehe ich auch ehrlich ein, im Gegensatz zu den Herrschaften, die über sich und ihren "Glauben" neutralen Vorzeichens über jeden "Zweifel" erhaben sein wollen....

 

Katholisch von Kind an

Katholisch bin ich ich dadurch geworden von Kleinkind an, und da gab es sicher eine "Entwicklung". Höhepunkt meines katholischen Glaubens ist für mich die "Eucharistie". Alles Drumherum hat diese eine Mitte(!).

 

Im Glauben wachsen

Entdecken durfte ich an meiner Konfessionsgemeinschaft, daß sie die Fülle an Reichtum in sich birgt, wie der Name das schon sagt: kat holes tes ges (=über die ganze Erde hin; aus dem Griech.). Dort darf ich eine lebendige Vielfalt in Einheit erleben, wobei sich mein Kirchenbild sehr stark von der Kirchengeschichte insbesonders von der alten Kirchengeschichte geprägt ist. Bezogenheit zum Symboldenken, zu einer (pragmatisch orientierten) Mystik des Alltags und gleichzeitig die Bejahung zur Schärfe des Begriffs in der Philosophie sind nur einige Elemente, die für mich wichtig sind. Und schließlich spielt die charismatische Erneuerung in der katholischen Kirche eine große Rolle, bei der ich schon als Kind einige Berührungspunkte hatte, der ich diese meine Gebetspraxis vor allem verdanke, daß Gott "da" ist, wenn wir gemeinsam beten.

 

Katholisch (Die Fülle der Vielfalt)

In der katholischen Kirche haben wir die Fülle schlechthin, im Gegensatz zu den Freikirchlern, die zwar eine persönliche Beziehung zu Jesus pflegen, aber keine Sakramenten kennen. Die Orthodoxen haben sehr viel an "Mystik" (ein leider zu oft mißbrauchter Begriff) aber keine Philosophie, womit die Bezogenheit des Glaubens zur "Wahrheit" - mag man sie mehr schlecht als recht erreichen -  etwas fehlt. Die evangelischen Lutheraner empfinde ich als zu "trocken", kennen aber wenigstens die Philosophie und eine Bezogenheit des Pragmatischen zum Himmlischen.

 

Und doch zertrennte Christenheit (=Kirche als mystischer Leib Jesu ist leider geteilt)

Letztlich aber hat keine Konfession den Heiligen Geist für sich "gepachtet", und dieser wirkt in allen Kirchen mit, wobei wir alle voneinander etwas lernen können. Wie eine Einheit aller Christen werden könnte, weiß ich nicht, nach der ich mich sehr stark sehne, aber an der Eucharistie vorbei wird es mit mir nicht gehen, dann konvertiere ich lieber zu einer Konfession, wo das Sakrament noch gilt.

 

 

(Geändert von platon um 21:25 - 28.Oktober.2001)

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Zitat von pedrino am 21:39 - 26.Oktober.2001


Zitat von Erich am 9:54 - 25.Oktober.2001

Allein in der katholischen Kirche gibt es den "über-vollen Tisch" (Eucharistie, Sakramente etc. )

 

Und was hast du davon?

 

Außer der Einbildung NICHTS, NICHTS, NICHTS.


 

Lieber Pedrino,

 

du wirst es nie verstehen, was wir davon haben!

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hi leute

 

von geistlosen Kommentaren deinerseits Pedrino haben wir auch nischt..aber dennoch verspürst du denn Drang sie hier kund zu tun!

Aber die Tatsache, dass zB ich es nicht verstehe, heist ja nicht, dass du kein Grund hättest.  ti ponjemaju?

 

 

Bog Ilija  :)

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Zitat von Ilijas am 20:05 - 29.Oktober.2001

hi leute

 

von geistlosen Kommentaren deinerseits Pedrino haben wir auch nischt..aber dennoch verspürst du denn Drang sie hier kund zu tun!

Aber die Tatsache, dass zB ich es nicht verstehe, heist ja nicht, dass du kein Grund hättest.  ti ponjemaju?

 

 

Bog Ilija  

Wolltest Du nicht lieber meinen, wir freuen uns, daß wir Pedrino haben? Laß ihn doch...

 

Grüße, Platon        

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hi leute

 

hi platon

 

 

doch das ist auch richtig...es ist auch gut dass wir ih hier haben.

Ich finde seine Kommentare manchmal auch gut!

oft sind sie aber einfach nur daneben

was solls

kommt das Alter kommt die Reife

 

Bog Ilija

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Hallo,

wenn ich mir die Antworten so anschaue, dann ist hier fast jeder Ute katholisch, weil er eben katholisch ist.

Mecky ausgenommen weil er sich offensichtlich Gedanken darüber gemacht hat und Ute, weil sich sie auch Gedanken darüber gemacht hat, aber leider zu einem anderen Ergebnis gekommen ist.

Das ist bedauerlich, denn man sollte ja katholisch aus Überzeugung sein, und nicht weil man es eben schon immer war. Das ist meiner Meinung nach bedenklich und gefährlich. Zu leicht kann man ansonsten schon bei ein paar Fragen die speziell katholisch sind, ins Straucheln kommen.

 

Ein paar Fragen als Beispiel:

- warum werden Heilige und Maria verehrt und teilweise angebetet? Dabei sollte außer Gott niemand angebetet werden (siehe zehn Gebote)! Wenn man sich darüber keine Gedanken macht kann man schnell in einen Irrglauben abtauchen.

 

- warum nimmt man in der (kath.) Kirche beim Betreten und Verlassen Weihwasser? Weil es immer schon so war, oder warum?

 

- Warum gibt es die Kindestaufe? Nur aus Tradition? Ist ein Kind verloren, wenn es nicht getauft wurde? Wenn nicht, warum wird es dann getauft? (in anderen Kirchen gibt es nur die Erwachsenentaufe als bewußte Entscheidung)

 

Keine Angst :-), ich bin katholisch, aber da ich für mich z.B. die obigen Fragen noch nicht endgültig beantwortet habe, denke ich sollte man aufpassen, was die christliche Basis ist und was eventuell Tradition ist.

 

Gruß Mark

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