Jump to content

Wer ist unter euch ...


Torsten
 Share

Recommended Posts

Rein interessehalber und in der Hoffnung, nicht der Einzige zu sein, stelle ich diese Frage an die Community.

 

Torsten

Link to comment
Share on other sites

Darf ich dich fragen, was deine Intention bei dieser Frage ist? (mich haben sie übrigens getauft, als ich mich noch nicht wehren konnte)

Link to comment
Share on other sites

Du bist nicht der einzige, Torsten.

 

Endlich mal eine Hoffung, die ich positiv ausfüllen kann

(Und dann noch so billig )

Link to comment
Share on other sites

Also bin ich doch nicht allein. Wer jetzt dabei an ein Problem denkt, ist wahrscheinlich getauft.

 

Liebe Ute, ich hab die Frage nur so gestellt, ohne große Hintergedanken. Dass die meisten Vertreter der A&A Fraktion hier eine religiöse Vergangenheit haben, ist allgemein bekannt.

Link to comment
Share on other sites

Da die meisten ja nichts dafür können, daß sie getauft sind oder nicht, fände ich die Frage interessanter, wer bewußt seine Kinder nicht taufen ließ. (Ich weiß, Ute, hiermit beleuchten wir ein gaaaanz düsteres Kapitel Deiner Vergangenheit ;) )

Link to comment
Share on other sites

*rot werd*... *schäm...*

Link to comment
Share on other sites

Gut, man könnte vielleicht stolz darauf sein, nicht getauft zu sein.

 

Aber das wäre dann vielleicht ein ebensolcher Stolz wie auf eine körperliche Eigenschaft, die man nicht selbst erzeugt hat. Vielleicht wäre das eher eine narzistische Spielerei ...

 

Berechtigter Weise ist man eher stolz auf eine Leistung, umso mehr, wenn man sie entgegen äußerer Widerstände erbracht hat. Was sind schon 100 ml Wasser, die jemandem irgendwann einmal über den Kopf gegossen wurden, gegen zig Jahre fleißiger Arbeit und klarem Verstand? Jeder Christ erhält seinen Glauben durch die Erziehung und jeder Atheist seine Ansichten durch mühevolle Kleinarbeit durch den Wust der vielfältiger, einander widersprechden Ansichten ... Wasser hin oder her.

 

Trilo

Link to comment
Share on other sites

Hallo,

 

mich würde interessieren, ob es unter den A&As jemanden gibt, der als Erwachsener gläubig war und dann seinen Glauben verloren hat.

 

Liebe Grüße

Angelika

Link to comment
Share on other sites

Liebe Angelika,

 

kommt darauf an, wann du das Erwachsenenalter ansetzt. Ist es nicht so, dass Katholen mit der Firmung als religionserwachsen gelten und Evangelen mit der Konfirmation?

 

Wenn ja, dann könnte ich damit dienen. Allerdings habe ich meinen Glauben nicht "verloren", sondern geprüft und dann entsorgt.

Link to comment
Share on other sites

Wie ist das überhaupt bei den Katholen?

 

Erst Taufung, dann Firmung. Dann gibts doch noch Kommunion oder Exkommunizieren - im schlimmsten Falle.

 

Und wie geht die Rangfolge bei Geistlichen?

 

Priesterweihe

Pastorenweihe

Bischofsweihe

Erzbischofsweihe

Kardinalsweihe

Erzkardinalsweihe

Papstwahl??

 

Und was sind Diakone? Und worin besteht der Unterschied zwischen normalem und Erz-Dienstgrad?

Link to comment
Share on other sites

Lieber Trilobit,

erst wird man getauft, meist als Baby oder Kleinkind. Mit 8 oder 9 Jahren gehen die Kinder normalerweise zum ersten Mal zur Kommunion, nach entsprechender Vorbereitung. Bei der Firmung (üblicherweise im Alter von 12 bis 16) wird das Taufversprechen erneuert, die Zugehörigkeit zur Kirche bestätigt.

Die Priesterweihe ist sozusagen 3-geteilt; Diakonatsweihe als niedrigste Stufe (ständige Diakone dürfen auch verheiratet sein); Aufgaben: Liturgie (Mitgestaltung bei der Feier der Messe, verkündigen des Evangeliums) und Caritas; d. h. z. B. Krankenhaus-  Gefängnis- oder Obdachlosenseelsorge. Die nächsthöhere Stufe ist die Priesterweihe, hier ist Ehelosigkeit Voraussetzung. Aufgabenbereich: Spenden der Sakramente, Meßfeier. Die meisten Priester betreuen eine Pfarrgemeinde und heißen dann Pfarrer (oder lassen sich Pastor="Hirte" nennen, nach Belieben); mehrere Gemeinden werden zum Dekanat zusammengefaßt, wo die beteiligten Geistlichen dann den Dechanten wählen.  Die höchste Stufe der Priesterweihe ist die Bischofsweihe. Der Bischof wird gewählt oder eingesetzt, das ist regional verschieden. Der Erzbischof kann mehreren anderen Bischöfen übergeordnet sein, der Titel des Erzbischofs kann aber auch mit dem jeweiligen Sitz verbunden sein, so ist der Kölner Bischof z. B. immer ein Erzbischof, oder es kann ein personengebundener Titel sein, der keine Machtbefugnisse mit sich bringt, wie es z. B. beim (verstorbenen) Fuldaer Bischof Dyba der Fall war. ein Kardinal wird vom Papst ernannt, hier erfolgt keine weitere Weihe. Von Erzkardinälen habe ich noch nie was gehört oder gelesen. Der Papst wird von den Kardinälen, die noch nicht 80 sind, gewählt. Wählbar als Papst ist jeder rechtgläubige, mündige, männliche Katholik, allerdings wurden seit 1389 nur noch Kardinäle zum Papst gewählt.

 

Grüße,

Lucia

Link to comment
Share on other sites

>> Bei der Firmung (üblicherweise im Alter von 12 bis 16) wird das Taufversprechen erneuert, die Zugehörigkeit zur Kirche bestätigt. << (Lichtlein)

 

Im Gegensatz zum Täufling im Babyalter ist der pubertäre Firmling schon einigermaßen bei Sinnen. Da er keine Einwilligung zu seiner Taufe mehr abgeben kann, stellt die Firmung in gewisser Weise die Genehmigung der seinerzeit von vollmachtlosen Vertretern (Eltern) erklärten Einwilligung in die Taufe dar.

 

Bei meiner Taufe kam ich nicht umhin, dabei zu sein. Als meine Firmung anstand, gelang es mir jedoch, durch Abwesenheit zu glänzen. Ich bin einfach nicht hingegangen.

Link to comment
Share on other sites

Liebe Lucia,

 

>Wählbar als Papst ist jeder rechtgläubige, mündige, männliche Katholik, <

 

bist du dir da sicher ?

 

Herzliche Grüße

Martin

Link to comment
Share on other sites

Danke, Lichtlein.

 

Ich habe gelesen, daß jeder kirchliche Dienstgrad/Rang (?) eine Diözese (Gemeinde?) voraussetzt. Aber ist es so, daß beispielsweise die Diözese eines Bischofs aus den Gemeinden seiner Pfarrer zusammen gesetzt ist oder hat jeder Bischof noch zusätzlich seine eigene Gemeinde - ist also Bischof für seine Pfarrer, und selber noch Pfarrer zugleich?

 

Oder anders gefragt: Ist ein Bischof ein Pfarrer, der zusätzlich anderen Pfarrer vorsteht, oder ist er einer, der nur die Pfarrer beaufsichtig(?).

 

Und ist es so, daß es im Vatikanstaat Ausnahmen gibt, d.h. daß es Bischöfe gibt, die keinerlei Gemeinde haben (weder eine aus Gläubigen noch eine aus Pfarrern zusammen gefaßte), weil sie etwa so wie Minister fungieren.

 

Wenn es so ist, wie kommt das?

 

Dann noch eine Frage: Angenommen, jemand ist Pfarrer und will Bischof werden. Wonach richtet sich, ob er dazu geweiht werden kann? Rechtgläubig sind sie doch alle. Geht das nach Erfolg oder nach Dienstjahren oder nach Größe / Bedeutung der Gemeinde?

 

(Oder nach Anzahl derjenigen, die er getauft hat, um aufs Anfangsthema zu kommen, Torsten. :-) )

 

Trilo

 

(Geändert von Trilobit um 18:58 - 7.Dezember..2001)

Link to comment
Share on other sites

Cano: >Bei meiner Taufe kam ich nicht umhin, dabei zu sein. Als meine Firmung anstand, gelang es mir jedoch, durch Abwesenheit zu glänzen. Ich bin einfach nicht hingegangen. <

 

 

Hat das dann quasi die Taufe ausgehebelt? Ich habe mich adäquat bei meiner Konfirmation verhalten, ich bin auch nicht hingegangen.

Link to comment
Share on other sites


Zitat von Martin am 18:50 - 7.Dezember..2001

Liebe Lucia,

 

>Wählbar als Papst ist jeder rechtgläubige, mündige, männliche Katholik, <

 

bist du dir da sicher ?

 


 

Ja, Martin, DU kämst also auch in Frage. ;)

Link to comment
Share on other sites


Zitat von Martin am 18:50 - 7.Dezember..2001

Liebe Lucia,

 

>Wählbar als Papst ist jeder rechtgläubige, mündige, männliche Katholik, <

 

bist du dir da sicher ?

 

Herzliche Grüße

Martin


LIeber Martin,

meine Quelle: "Herders neues Volkslexikon" von 1974. Nicht auszuschließen, daß sich da inzwischen was geändert hat, JoPa 2 hat ja auch das Papstwahlverfahren von 2/3-Mehrheit auf absolute Mehrheit geändert (wenn ich mich nicht vertu' - das war jetzt aus dem Gedächtnis).

 

Lieber Trilo,

da muß ich erst mal nachlesen. Frühestens am Montag - bin erst mal weg.

 

Liebe Grüße,

Lucia

Link to comment
Share on other sites

Hallo Ute,

 

das Erwachsenenalter würde ich mit Anfang Zwanzig ansetzen.

 

Möglicherweise ist man mit der Firmung/Konfirmation im Teenager-Alter "religionserwachsen" (ich weiß es nicht genau), aber das heißt ja nicht gläubig.

 

Warst du vor der Prüfung und Entsorgung deines Glaubens eigentlich ganz bewußt und überzeugt gläubig?

 

Gruß

Angelika

Link to comment
Share on other sites

Also beim Konfirmandenunterricht und auch noch so ca. 2 Jahre nach der Konfirmation war ich eigentlich sehr gläubig. Ich habe das alles richtig Ernst genommen. Das war dann aber auch der Grund dafür, mich zunehmend kritischer damit auseinander zu setzen. Mit etwa 16, 17 Jahren wurde mir klar, dass ich nicht an diese Art von Gott glauben kann. Ich entwickelte seinerzeit ein sehr materialistisches Weltbild. Mit 18 zog ich die Konsequenz und verließ die ev. Kirche. Meine Einstellung hat sich seither weiter entwickelt, aber auch immer weiter vom Christentum weg.

Link to comment
Share on other sites

Guest Ketelhohn

Zitat von Lichtlein, 7.12.2001, 16:59 Uhr:

»Mit 8 oder 9 Jahren gehen die Kinder normalerweise zum ersten Mal zur Kommunion, nach entsprechender Vorbereitung. Bei der Firmung (üblicherweise im Alter von 12 bis 16) wird das Taufversprechen erneuert, die Zugehörigkeit zur Kirche bestätigt.«

 

Jedenfalls ist das heutzutage und hierzulande mehr oder weniger so üblich; lediglich scheint mir das Durchschnittsalter der Erstkommunikanten eher ein, zwei Jahre geringer zu sein, wenigstens in meiner Gegend.

 

Diese Alterskonventionen sind allerdings eine recht  junge Erscheinung – sogar erst unseres Jahrhunderts, meine ich. (Hat jemand genauere Angaben parat?) – Jedenfalls sind wir reichlich spät dran mit Erstkommunion und Firmung. Weshalb überhaupt muß man das auseinanderziehen? Nur weil die Protestanten so lange mit der Einsegnung ihres Nachwuchses warten? Ich schlage statt dessen vor: Bereiten wir unsere Kinder in dem Alter, da sie „zum Vernunftgebrauch kommen“ – das heißt meines Erachtens: mit vier bis fünf Jahren, hängt aber natürlich immer auch vom Kind ab – auf den Empfang dieser Sakramente vor: Erstbeichte, Firmung und Erstkommunion. In die Schule kommen sie dann schon als „vollwertige“ Christen, gestärkt mit den Gnadengaben der Sakramente.

 

Gruß

Robert

Link to comment
Share on other sites

Das ist ein sehr vernünftiger Vorschlag, Robert: sackt die Kleinen ein, solange sie noch ordentlich beeinflussbar sind!

Link to comment
Share on other sites

Lieber Robert,

zur Vorbereitung auf meine Erstkommunion hat mir meine Großmutter ein Buch geschenkt: "Der leuchtende Tag" von Wilhelm Hünermann. Darin gibt es eine Geschichte, wie Guiseppe Sarto, der spätere Papst Pius X. (bis 1914) auf die Idee kam, das Erstkommunionalter von damals 11 auf 7 Jahre zu senken. Bei entsprechender Vorbereitung und Verständnis des Kindes ist heute auch eine "Frühkommunion" mit 5 oder 6 Jahren möglich. Bei den Vierjährigen, die ich so kenne, wäre allerdings keines dabei, das schon den entsprechenden "Vernunftgebrauch" hätte - zum Teil ist in dem Alter der "Sprachgebrauch" auch noch ziemlich unzureichend.

Bei uns werden üblicherweise die Kinder nach Schuljahrgangsstufen auf die Erstkommunion vorbereitet, in der 3. Klasse. Dann übernimmt hier im Ort der Pfarrer den Religionsunterricht in der Grundschule - bei einigen Klassen ganz, bei den anderen teilweise.

 

Grüße,

Lucia

Link to comment
Share on other sites


Zitat von lissie am 13:53 - 7.Dezember..2001

..., wer bewußt seine Kinder nicht taufen ließ.

 

Meine sind ungetauft, na klar.

 

Aber ich hätte mich auch nicht daran gestört sie taufen zu lassen.

 

Der dämliche Weihnachtsmann hat mir größreres Kopfzerbrechen verursacht. Und heute will mein Großer im Ernstfall (d. h. also wenn es um Geschenke geht ) immer noch nicht vom Glauben an den Weihnachtsmann ablassen.

 

... da denke ich mir, wenn es ihm Freude bereitet.

 

Viele Grüße

Heidi

Link to comment
Share on other sites

 Share

×
×
  • Create New...