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Auge um Auge Zahn um Zahn


Poliven

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mit diesem Satz hab ich mich länger beschäftigt weil er ja von vielen als gegenstück zum neuen testament steht.

 

So ich bin zu dem entschluss gekommen das dieser satz nichts weiter bedeutet als folgendes -->

 

Alles was du auf dieser Welt schelchtes tust für das wirst du eines tages zahln. Wenn nicht auf dieser Welt dann im Fegefeuer/Hölle.

 

Der Satz sagt also nicht--> wenn dich einer schlägt das du ihn zurückschlagen sollst !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Also Quasi.. der Satz --> Auge um Auge Zahn um Zahn stellt die Gerechtigkeit dar die durch Gott gegeben ist .

 

 

 

 

 

was sagt ihr dazu ?

Edited by Poliven
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Der Satz sagt also nicht--> wenn dich einer schlägt das du ihn zurückschlagen sollst !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

So sehe ich das auch.

 

Dieser Satz im AT war - soweit ich weiß - als Aufruf zur Mäßigung an die damals doch noch sehr hitzigen Menschen gemeint: Nur Aug um Auge, nicht gleich den ganzen Menschen erschlagen.

 

Die christliche Botschaft ist m.E. eindeutig: Liebe deinen Nächsten (wie dich selbst), halte die andere Wange hin, wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert umkommen.

 

Gruß - Inge

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ja aber meiner Meinung nach hat das gar nix mit Augen zu tun *g* ^^ sondern einfach nur mit der Gerechtigkeit

 

Das was du einem deiner nächsten tust das wird auch dir getan. Sozusagen mit der selben "bosheit" .........................................

 

Ich sprech diesen Satz speziell deswegen an weil dieser ja von sehr vielen menschen falsch verstanden wird. Sozusagen wenn dir einer ein Messer ins auge sticht stich ihm auch eins aus ! ... so ists auf keinem fall.

 

Es ist einfach nur so das dieser Mensch dann die gleich "qual" erleidet . Die das mit dem ausgestochenen auge gleichsetzt .

 

Bissl kompliziert aber ich hoff jeda weiss was ich mein =)

 

Meiner Meinung nach wurde dieser satz also völlig falsch ausgelegt !

Edited by Poliven
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Meines Wissens muss die Stelle richtig übersetzt heißen: " Auge für Auge, Zahn für Zahn." Sie soll sich auf Schadensersatzforderungen beziehen. Wenn jemand einem einen Zahn ausgeschlagen hat, durfte dieser keinen so hohen Schadenersatz fordern, als ob er sein Leben lang arbeitsunfähig geworden wäre.

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Meines Wissens muss die Stelle richtig übersetzt heißen: " Auge für Auge, Zahn für Zahn." Sie soll sich auf Schadensersatzforderungen beziehen. Wenn jemand einem einen Zahn ausgeschlagen hat, durfte dieser keinen so hohen Schadenersatz fordern, als ob er sein Leben lang arbeitsunfähig geworden wäre.

 

Genau, das hat nix mit irgendwelchen eschatologischen Folgen zu tun und ist genausowenig ein Gegensatz zum NT. Ganz im Gegenteil ist es für die damalige Zeit ein Fortschritt: Gott beschränkt durch dieses Gesetz eine vollkommen unangemessene Lynchjustiz!

 

Oh, hab ich ja ganz übersehen, dass Du das auch schon geschrieben hast, Inge :blink:

Edited by Simone
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ja aber meiner Meinung nach hat das gar nix mit Augen zu tun *g* ^^ sondern einfach nur mit der Gerechtigkeit

 

Das was du einem deiner nächsten tust das wird auch dir getan. Sozusagen mit der selben "bosheit" .........................................

 

Ich sprech diesen Satz speziell deswegen an weil dieser ja von sehr vielen menschen falsch verstanden wird. Sozusagen wenn dir einer ein Messer ins auge sticht stich ihm auch eins aus ! ... so ists auf keinem fall.

 

Es ist einfach nur so das dieser Mensch dann die gleich "qual" erleidet . Die das mit dem ausgestochenen auge gleichsetzt .

 

Bissl kompliziert aber ich hoff jeda weiss was ich mein =)

 

Meiner Meinung nach wurde dieser satz also völlig falsch ausgelegt !

Doch, doch! Das ist das mosaische Gesetz: Wenn du Rache übst, dann zahle nur soviel heim, wie der andere dir angetan hat! Das ist doch immerhin schon ein wesentlicher Fortschritt in der Menschheitsgeschichte gewesen, denn vorher hat man aus Wut über das Ziel geschossen und dem anderen noch schlimmeres Leid zugefügt. Es ist also ein Gebot zur Mäßigung und Gerechtigkeit, das auch in den Islam übernommen worden ist und das auch heute noch im Judentum gilt. Jesus war dies aber zu unvollkommen; ein Christ darf sich nicht rächen, er überläßt die Rache dem Herrn (dies allerdings auch schon jüdisch). Das hat den ganz wesentlichen Vorteil, daß der Teufelskreis der Gewalt durchbrochen wird, aber auch den Nachteil, daß dann oft das Recht des Stärkeren gilt (aber nur auf Erden).

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den Nachteil, daß dann oft das Recht des Stärkeren gilt (aber nur auf Erden).

Dies scheint nur so zu sein, denn ich Wirklichkeit sind grade diese die Verlierer.

 

Grüsse

 

Oli :blink:

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hab nur das gefunden.

 

"Lech Walesa, Präsident von Polen,

 

verfiel in einem Interview mit der niederländischen Wochenzeitung ´Elsevier´ in die Sprache früherer Peiniger seines Landes. Er meinte der französischen Zeitung ´Le Figaro´zufolge, daß im Falle einer Destabislisierung Europas durch Deutschland man ,,Deutschland von der Landkarte ausradieren " sollte. Er habe allen Grund, sich wegen der Wiedervereinigung Deutschlands Sorgen zu machen. Walesa: ,,Ich schrecke selbst nicht vor einer Erklärung zurück, die mich in Deutschland unpopulär macht. Wenn die Deutschen erneut Europa in der einen oder anderen art destabilisieren, sollte man nicht mehr zu einer Aufteilung Zuflucht nehmen, sondern dieses Land einfach von der Landkarte ausradieren. Der Osten und der Westen besitzen die notwendige fortgeschrittene Technologie, um diesen Urteilsspruch durchzuführen." [2.18] [4.10] "http://home.arcor.de/laird/dsde03nw.htm

 

aber deutschland ist schon seit jahren die wirtschaftsbremse europas.

Edited by Hallo
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mit diesem Satz hab ich mich länger beschäftigt weil er ja von vielen als gegenstück zum neuen testament steht.

 

So ich bin zu dem entschluss gekommen das dieser satz nichts weiter bedeutet als folgendes -->

 

Alles was du auf dieser Welt schelchtes tust für das wirst du eines tages zahln. Wenn nicht auf dieser Welt dann im Fegefeuer/Hölle.

 

Der Satz sagt also nicht--> wenn dich einer schlägt das du ihn zurückschlagen sollst !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Also Quasi.. der Satz --> Auge um Auge Zahn um Zahn stellt die Gerechtigkeit dar die durch Gott gegeben ist .

 

 

 

 

 

was sagt ihr dazu ?

Das interessante ist, dass diese Regel eine Begrenzung der Strafe fordert.

 

Es war damals durchaus ueblich, dass man fuer ein Auge, dem anderen nicht nur das Auge ausgerissen hatte, sondern die ganzen naechsten Generationen derselben Familie niedergemetzelt hat.

 

Auge um Aug, Zahn um Zahn sollte heissen: Verlange nicht mehr Wiedergutmachung von einem anderen als Du erlitten hast. Ein Auge fuer ein Auge, ok, aber nicht zwei Augen fuer ein Auge.

 

Jesus radikalisert das ganz dann noch. "Ich aber sage Euch, wer seinem Bruder alleine zuernt!"

 

Von Rache zu gerechter Strafe zu Vergebung.-..

 

max

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Der Satz sagt also nicht--> wenn dich einer schlägt das du ihn zurückschlagen sollst !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

So sehe ich das auch.

 

Dieser Satz im AT war - soweit ich weiß - als Aufruf zur Mäßigung an die damals doch noch sehr hitzigen Menschen gemeint: Nur Aug um Auge, nicht gleich den ganzen Menschen erschlagen.

 

Die christliche Botschaft ist m.E. eindeutig: Liebe deinen Nächsten (wie dich selbst), halte die andere Wange hin, wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert umkommen.

 

Gruß - Inge

die deutsche praxis sieht inzwischen so aus, dass man den mörder betreut und die angehörigern des/der toten bestraft.

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Inge, Elima und Simone haben ja bereits darauf hingewiesen.

 

Hier noch ein Link zum Internet-Angebot von Jörg Sieger, in dem er auf die betreffende Levitikus-Stelle eingeht.

 

«Bruch um Bruch, Auge um Auge, Zahn um Zahn. Der Schaden, den er einem Menschen zugefügt hat, soll ihm zugefügt werden» (Lev 24,20).

 

«Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Auge für Auge und Zahn für Zahn. Ich aber sage euch: Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin» (Mt. 5,38f).

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<<und die angehörigern des/der toten bestraft. >>

 

müssen die wirklich ins gefängnis? oder nur geldstrafe?

 

<<dass man den mörder betreut >>

 

wo? ist es da schön, von frauen betreut? nicht schlecht, wußte ich nicht, bin dagegen.

 

gruss helmut

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Oh, bleibt beim Thema. Sollte sich ein Unterthema zur Praxis des Strafvollzugs in Deutschland entwickeln, muss jeder Diskutant damit rechnen, dieses als Split in der Arena wiederzufinden.

 

Aber Hallo.

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Der Satz sagt also nicht--> wenn dich einer schlägt das du ihn zurückschlagen sollst !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

So sehe ich das auch.

 

Dieser Satz im AT war - soweit ich weiß - als Aufruf zur Mäßigung an die damals doch noch sehr hitzigen Menschen gemeint: Nur Aug um Auge, nicht gleich den ganzen Menschen erschlagen.

 

Die christliche Botschaft ist m.E. eindeutig: Liebe deinen Nächsten (wie dich selbst), halte die andere Wange hin, wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert umkommen.

 

Gruß - Inge

die deutsche praxis sieht inzwischen so aus, dass man den mörder betreut und die angehörigern des/der toten bestraft.

Das alttestamentliche "Auge um Auge" benennt eine Maximalgrenze der Strafe und wendet sich gegen endlose Blutfehden, bei denen es sicherlich nicht immer um Gerechtigkeit gegangen ist, sondern um den vergeblichen Versuch, seinen Blutdurst zu stillen ... oder ganz und gar andere (finanzielle, machtpolitische) Interessen zu rechtfertigen.

 

Das alttestamentliche ius talionis verbleibt im Rahmen einer gesetzlichen Fassbarkeit. Das ist zwar ein Fortschritt gewesen auf dem Weg zu einer Gerechtigkeit, die Leben ermöglicht.

 

In der Bergpredigt rechnet Jesus mit einer bestimmten Form der Gerechtigkeitsauffassung ab: Mit der Meinung, dass man schon am Ziel wäre, wenn man nur den Rahmen der Gesetze nicht sprengt.

So kann man sich prima in Selbstgerechtigkeit zurückziehen: Ich habe keinen umgebracht, ich halte mich an die rechtliche Zinsregelung, wenn ich etwas verleihe, ich schwöre keine Meineide, ich schlafe mit keines fremden Mannes Frau ... guck mal, wie toll ich bin.

 

Genau diesen Rückzug via Gesetzlichkeit bekämpft Jesus in seinen Antithesen energisch. "ICH ABER SAGE EUCH".

 

Das, was das Gesetz schützen will, kann seiner Ansicht nach nicht durch gesetzlichkeit zum Ziel gelangen. So greift Jesus tief in das hinein, was Gott von dem Menschen will, um es zu heilen: Jesus greift in die Innerlichkeit des Menschen ein. Und er greift sogar dorthin, wo der Mensch sich selbst hilflos gegenüber steht. Eine neue, klarere Zielansage heißt: Und Gott will von Euch nicht Gerechtigkeit im Sinne von Gesetzlichkeit, sondern er will EUCH selbst.

 

Nicht nur gesetzlich Fassbares spielt hier eine Rolle, nicht nur der offensichtliche Mord, Ehebruch, Meineid, Wucher stehen hier zur Rede, sondern der ganze Mensch. Bereits böse Gedanken, lüsterne Blicke, innerliche Verlogenheit und Geiz werden erfasst. Und dies innere Geschehen ist weder durch normale Gebote zu befehlbar, und schon gar nicht durch Gesetze regelbar. Hier ist der Mensch sogar sich selbst oft hilflos ausgeliefert.

 

In diesem (gesetzlich nicht mehr regelbaren) Rahmen steht das Gebot der Feindesliebe. Das Heil kommt nicht durch einen gesetzlich einwandfreien Umgang mit Feinden und Nächsten, sondern durch eine Liebe, die nicht mehr gesetzlich einforderbar ist und deren nichtmoralische Grundlage die Liebe Gottes ist, der uns die Sicherheit gibt, dass uns ungerechte Behandlung nicht zuschanden werden lässt.

Existenz geht immer vor Moral. Erst muss Sicherheit sein, bevor man moralisch etwas verlangen kann, was Sicherheit voraussetzt. So setzt die Bergpredigt (und als Teil von ihr das Gebot der Feindesliebe und Vergebung) diese Vertrauensbeziehung zum Vater voraus.

 

Durch dieses neue Verhältnis zu Gott kann Jesus dann sagen, dass "Eure" Gerechtigkeit größer sein muss, als die der Pharisäer: Nicht graduell größer, sondern durch eine qualitativ andere und überlegene Gerechtigkeit, die in einem neuen Glauben an Gott wurzelt.

 

Das alttestamentliche "Auge um Auge" wird dadurch nicht zu einer Vergeltungsmoral diffamiert, aber es wird bei weitem überboten.

Edited by Mecky
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ja aber kann man das damals nicht falshc ausgelegt haben.

 

Es muss ja nicht heissen das wenn du mir ein Auge rausschlägst ich dir eins rausschlagen soll oda ? ^^.

 

Ich glaube aber dennoch immer noch das damit die Gerechtigkeit Gottes gemeint war. So nach dem Motto :" Wenn du einem das Auge rausschlägst wirst du durch Gott geleutert werden .

 

Es muss meiner Meinung also nicht heissen das der Mensch dem geschädigt wurde sich in gleicher weise Rächen solle ....... sondern dies Gott für ihn übernehmen würde

 

oda so ^^ :blink::blink:

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Lieber Poliven.

 

Meistens hilft es ja schon, ein Zitat einmal in seinem Zusammenhang zu lesen.

 

Levitikus 24

 

Für unser Empfinden ist dieser Text kaum erträglich. Da wird jemand gesteinigt, weil er den Namen Gottes gelästert hat. Im Zusammenhang mit dieser Steinigung – und mit dem Gebot, Lästerer zu töten – stehen die Anweisungen, die der Begrenzung der Blutrache dienen. Also geht es schon um einen sehr «irdischen» Vollzug der Gerichtsbarkeit ...

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und wie wirkt der text von mecky? :blink:

wer schuld begeht, muss dafür büßen, so steht's wohl im at wie im nt.

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was sagt ihr dazu ?

Wer schwer Gottes erbarmender Liebe glauben kann, der bedenke, daß Gott droben im Himmel uns das Kleinste vergelten wird, obgleich Er uns in Wirklichkeit gar nichts zu vergelten hätte. Wie ginge es uns, wenn Gott unser Tun abwiegen wollte! Würde Er in eine Schale unsere Sünde, unser Versagen legen und in die andere, was wir gesät haben an Gutem aus Liebe zu Ihm, so würde immer die Schale mit der Sünde tief nach unten ziehen. Und doch vergilt Er uns, lohnt uns den kleinsten Becher Wasser, den wir dem Bruder dargereicht haben. Das hilft uns, zu glauben im Angesicht all unserer Sünden und unseres Versagens, daß Gott nicht handelt nach unseren Sünden, sondern nach Seiner großen Barmherzigkeit!

 

gby

 

Bernd

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Dies hat Walesa wirklich gesagt? In welchem Zusammanhang?

 

Grüsse

 

Oli :blink:

Habe ich mal im Fernsehen gesehen. Er bezog sich auf seine ständigen Kämpfe mit den Postkommunisten. Der polnische Katholizismus ist eben doch etwas anders als der deutsche ...

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