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Selbsttötung


Poliven
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Ein weniger guter Freund von mir. ( sprich ich kannte ihn kaum ) hat sich vor 3 wochen das Leben genommen . Hat sich also aufgehängt.

 

Meine Frage nun an euch

 

Gibt es keinerlei Hoffnung mehr für Seelen die in der Hölle sind ?

 

Falls doch ... was kann man tun ?

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Justin Cognito

Selbstmord ist ja meistens keine freie Willensentscheidung, sondern geschieht in psychisch schwierigen Situationen als vermeintlich letzter Ausweg. Und insofern ist er wohl in den meisten Fällen auch keine Sünde. Denn Sünde setzt ja eine bewusste Handlung voraus.

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Das seh ich jedoch ganz und gar nicht so.

 

Wer sich dsa leben nimmt ...... wirft das schönste und wunderbarste geschenk dsa ihm gegeben wurde weg ............

 

 

Selbstmord ist also eine Totsünde.

 

Du sollst nicht töten. Und schon gar nicht dich selbst aus deinem freien willen. !

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Justin Cognito

Aber Sünde setzt immer Verschuldensfähigkeit voraus. Ich arbeite in einer Wohngruppe mit Behinderten. Neulich hat mir einer von ihnen kochendes Wasser über die Hand gegossen. Nicht aus Unachtsamkeit sondern absichtlich. Trotzdem ist das für mich keine schuldhaftes Verhalten, weil ihm völlig die Einsicht in die Zusammenhänge fehlte. Genauso ist es wohl bei vielen SelbstmörderInnen - ihnen fehlt im Tatzeitpunkt völlig die Einsicht in die Zusammenhänge, daher sind sie nicht verschuldensfähig, daher laden sie mit dieser Tat auch keine Schuld auf sich.

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Der freiwillige, bewußte Selbstmord ist eine Todsünde. Man muß ihn aber aber unterscheiden von der Verzweiflungstat eines psychisch kranken oder von unerträglichen Schmerzen geplagten Menschen, der nicht mehr vollständig seine Handlungen kontrollieren kann. Das ist übrigens so auch Lehre der Kirche.

 

Das Urteil darüber steht niemand zu als Gott allein.

 

Was Du für Deinen Bekannten tun kannst (oder besser gesagt: wir alle)?

 

Beten natürlich. Was sonst?

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@ Poliven

 

Das seh ich jedoch ganz und gar nicht so.

 

Wer sich dsa leben nimmt ...... wirft das schönste und wunderbarste geschenk dsa ihm gegeben wurde weg ............

 

 

Selbstmord ist also eine Totsünde.

 

Du sollst nicht töten. Und schon gar nicht dich selbst  aus deinem freien willen. !

Als prominentes Beispiel für den Umgang mit Selbstmördern kann der Tod von Hannelore Kohl, die sich bekanntermaßen in einer ausweglosen gesundheitlichen Situation befand, gelten.

 

Die Kirche weiß sehr wohl von Fall zu Fall zu unterscheiden, wobei Hannelore Kohl noch nicht einmal psychisch erkrankt, sondern - nach allem was man als Außenstehdner wissen kann - sehr verzweifelt war.

 

GsJC

Raphael

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Lieber Poliven! Ich bin ehrenamtlicher Mitarbeiter einer oekumenischen Telefonseelsorge und doch ziemlich verwundert, mit welcher Schärfe Du Deine einmal gestellte Frage in einer zweiten Runde gleich selber beantwortest. Kirchenrechtlich magst Du vielleicht irgendwie recht haben. Zum Glück gibt es aber auch noch andere Kriterien mit denen wir unseren Mitmenschen begegnen können. Wer nun im Himmel oder in der Hölle landet, muss zum Glück auch von uns nicht auf Erden entschieden werden. Ich hoffe und wünsche mir für dieses Thema in diesem Forum etwas mehr Sensibilität. Es könnte ja wohl sein, dass sich auch einmal ein Mitmensch hier einklinkt, der sein Leben nicht nur als das "schönste und wunderbarste Geschenk" erlebt.

schertu

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Frage: Was geschieht denn nun mit einem Selbstmörder, der sich wirklich ganz freiwillig und bewußt getötet hat?

Er wird bestattet.

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Frage: Was geschieht denn nun mit einem Selbstmörder, der sich wirklich ganz freiwillig und bewußt getötet hat?

Ich denke, wir sollten da dem Gericht Gottes nicht vorgreifen.

 

 

gelöschte Zitate entfernt. Lucia.

Edited by Lucia Hünermann
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Ich könnte ja.... aber ich tu es nicht damit Lucia Dich schimpfen kann, Peter!

 

:blink:

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Frage: Was geschieht denn nun mit einem Selbstmörder, der sich wirklich ganz freiwillig und bewußt getötet hat?

Wenn er's in vollem Bewusstsein, mit all der beachtung der Konsequenzen, gemacht hat, dann sieht's nicht so gut aus...

 

Das sagen im uebrigen auch diejenigen mit Nahtoderfahrungen, Selbstmord ist, wenn bewusst begangen, ganz und gar nicht gut. Ich hab immer mal wieder gehoert, dass Verzweiflung ein Problem ist, weil der so verzweifelte trotz aller Versuche jede Hilfe Gottes nicht an sich ran lasse.

 

Allerdings, einem Grossteil der Selbstmoerder duerfte die Einsicht fehlen, weil da gerade die Klarheit des Geistes fehlt. Und von daher moechte ich ueber keinen einzigen ein Urteil faellen.

 

Da ist halt die Einstellung problematisch die dahinter liegt. Genauso ueberheblich wie es ist zu entscheiden, dass ein anderer Mensch nicht mehr weiterleben soll, genauso ueberheblich ist es zu entscheiden wann mein eigenes Leben enden soll.

 

 

Gibt es keinerlei Hoffnung mehr für Seelen die in der Hölle sind ?

 

Nach katholischer Lehre nicht, wenn einer in der Hoelle ist. Aber wer weiss wer in der Hoelle ist? Das kann keiner sagen. Fegfeuer ist was anderes, fuer die kann man beten.

 

Aber wo wer nun grad ist, wer will das beurteilen?

 

Gruss

 

Max

Edited by Max
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Aber ich denke, wir sollten da dem Gericht Lucias nicht vorgreifen.

Tortelloni mit Gorgonzolasoße.

 

Ist auch off-topic.

 

Und wozu braucht Ihr das?

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An dieser Stelle darf ich mal wieder daraufhinweisen daß der Begriff "Selbstmord" schwachsinnig ist. Es gibt Selbsttötung. Jemandem der sich umbringt, einen Mord vorzuwerfen, führt mit wesentlich höherer Wahrscheinlichkeit in die Hölle.

 

Und darüber zu urteilen warum sich jemand umbringt, ob er dazu berechtigt war oder ausreichend Gründe hatte, möge man tunlichst unterlassen. Die Besserwisser die sich darüber das Maul zerreißen, sind nämlich eigentlich nur sensationsgeil. Und sowas ist dem Herrn ein Greuel.

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Genauso ueberheblich wie es ist zu entscheiden, dass ein anderer Mensch nicht mehr weiterleben soll, genauso ueberheblich ist es zu entscheiden wann mein eigenes Leben enden soll.

Also unter diesen Umständen bin ich wirklich gerne "überheblich". (Natürlich möchte ich dabei die Entscheidung treffen, daß mein Leben möglichst erst in 100 Jahren und 2,23 Stunden enden soll. :blink: )

Edited by lissie
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Frage: Was geschieht denn nun mit einem Selbstmörder, der sich wirklich ganz freiwillig und bewußt getötet hat?

Wenn er's in vollem Bewusstsein, mit all der beachtung der Konsequenzen, gemacht hat, dann sieht's nicht so gut aus...

 

Das sagen im uebrigen auch diejenigen mit Nahtoderfahrungen, Selbstmord ist, wenn bewusst begangen, ganz und gar nicht gut. Ich hab immer mal wieder gehoert, dass Verzweiflung ein Problem ist, weil der so verzweifelte trotz aller Versuche jede Hilfe Gottes nicht an sich ran lasse.

 

Allerdings, einem Grossteil der Selbstmoerder duerfte die Einsicht fehlen, weil da gerade die Klarheit des Geistes fehlt. Und von daher moechte ich ueber keinen einzigen ein Urteil faellen.

 

Da ist halt die Einstellung problematisch die dahinter liegt. Genauso ueberheblich wie es ist zu entscheiden, dass ein anderer Mensch nicht mehr weiterleben soll, genauso ueberheblich ist es zu entscheiden wann mein eigenes Leben enden soll.

 

 

Gibt es keinerlei Hoffnung mehr für Seelen die in der Hölle sind ?

 

Nach katholischer Lehre nicht, wenn einer in der Hoelle ist. Aber wer weiss wer in der Hoelle ist? Das kann keiner sagen. Fegfeuer ist was anderes, fuer die kann man beten.

 

Aber wo wer nun grad ist, wer will das beurteilen?

 

Gruss

 

Max

z.b. `?

 

was genau berichten Menschen mit Nahtoderfahrungen die sich selbstermorden wollten ?

 

kannste mir da bitte paar beispiele nennen ?

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Habe den Thread umbenannt; Grund: das StGB.

 

§ 211 Mord

 

(1) Der Mörder wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe bestraft.

 

(2) Mörder ist, wer

 

aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen,

 

heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder

 

um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken,

 

einen Menschen tötet.

 

Bei Selbsttötung von "Mord" zu reden, ist demnach Unfug.

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lol also gibts das wort "Selbstmord" erst gar net ?

Das hat keiner behauptet. Lies doch bitte noch mal nach, bevor Du soche Schlüsse ziehst.

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z.b. `?

 

was genau berichten Menschen mit Nahtoderfahrungen die sich selbstermorden wollten ?

 

kannste mir da bitte paar  beispiele nennen ?

Auf dieser Seite gibt's eine grosse Sammlung von berichten. Wie serioes weiss ich nicht, aber ein Religionswissenschaftler hatte die Seite in einem Kurs empfohlen: http://www.near-death.com

 

Was man denke ich gerade auf dieser Seite unterscheiden muss sind die Berichte und die jeweilige Interpretation. Die Leute berichten das was beschrieben ist, aber wie man das interpreitiert, in einem christlichen oder anderen Weltbild, ist eine ganz andere Frage. Man findet allerdings viel wieder, was man aus Religionen kennt. Und vor allem sind auch nicht alle Erfahrungen (aber die Mehrzahl) positiv wie es New Age Leute gerne haetten (zB die hier http://www.near-death.com/storm.html).

 

Zu Selbstmord sehe ich gerade, dass die sagen, dass lange nicht alle Erfahrungen daraus "hoellisch" sind. Aber die machen, genau wie im Katechismus, den UNterschied zwischen wirklich bewusst gewaehltem Selbstmord aus Rache, Hass oder jemand zu verletzen damit (und das ist wohl selten), und Selbstmord aus Verwirrung, Krankheit etc.

 

Hier zum Beispiel ein negatives Erlebnis:

 

Where was I? I was immersed in darkness. My eyes seemed to adjust, and I could see clearly even though there was no light. The darkness continued in all directions and seemed to have no end, but it wasn't just blackness, it was an endless void, an absence of light. It was completely enveloping.

 

I swung my head around to explore the thick blackness and saw, to my right, standing shoulder to shoulder, a handful of others. They were all teenagers.

 

"Oh, we must be the suicides."

 

With a laugh, I opened my mouth, but before I could form the words, they came tumbling out. I wasn't sure whether I had thought the words or had attempted to say them, but they were audible without my having to move my lips. Then I wasn't sure if these other people had heard me, until the guy next to me responded.

 

He didn't say a word to me. He slowly looked down at me and turned forward again. There was absolutely no expression on his face, no warmth or intelligence in his eyes. Suspended in darkness, he and all the others stood fixed in a thoughtless stupor.

 

Second over from the other end of the line was a girl who looked to be in her late teens. I was coming to see that feeling - what some call intuition or the sixth sense - was the preferred method of transferring information here, where unvoiced ideas grew audible. As I exercised my new power of sensing/feeling, I had an inkling that I was remembering a long-forgotten, natural, familiar skill that had been supplanted or subverted by words, and I quickly grew proficient at this new way of gaining knowledge.

 

But she did not connect with me. Her empty gaze, fixed on nothing, continued uninterrupted by my thoughts about her. She was just like the rest of them, staring blankly forward, with no concern or curiosity about where we were. They were dead, and so was I.

 

Suddenly, as if we had been waiting for a kind of sorting process to take place, I was sucked further into the darkness by an unseen and undefined power, leaving the teenagers behind. I landed on the edge of a shadowy realm, suspended in the darkness, extending to the limits of my sight.

 

I knew that I was in a state of hell, but this was not the typical fire and brimstone hell that I had learned about as a young child. The word purgatory rose, whispered, into my mind.

 

Men and women of all ages, but no children, were standing or squatting or wandering about on the realm. Some were mumbling to themselves. The darkness emanated from deep within and radiated from them in an aura I could feel. They were completely self-absorbed, every one of them too caught up in his or her own misery to engage in any mental or emotional exchange. They had the ability to connect with one another, but they were incapacitated by the darkness.

 

I gradually became aware of the sounds of a kaleidoscopic flurry of voices, and I realized that in this realm, thoughts were the mode of communication. Around me I could hear the buzz of thoughts, as if I were in a crowded movie theater with lights down low, picking up the sounds of hushed exchanges.

 

Sitting next to me was a man who appeared to be about sixty years old. This man's eyes were totally without comprehension. Pathetically squatting on the ground, draped in filthy white robes, he wasn't radiating anything, not even self-pity. I felt that he had absorbed everything there was to know here and had chosen to stop thinking. He was completely drained, just waiting. I knew that his soul had been rotting here forever. In this dark prison a day might as well be a thousand days or a thousand years.

 

I was sure that this man, like the middle-aged woman, had killed himself. His clothing suggested that he might have walked the earth during Jesus Christ's earthly ministry. I wondered if he was Judas Iscariot, who had betrayed the Savior and then hung himself. I felt that I should be embarrassed that I was thinking these things in his presence, where he could hear me.

 

As my mind reached for more information, I felt tremendous disappointment. I could feel and completely know about everything around me just by posing a question in my mind or by looking in any direction. The possibilities for learning were endless, but I had no books, no television, no love, no privacy, no sleep, no friends, no light, no growth, no happiness, and no relief - no knowledge to gain and no way to use it.

 

But worse was my growing sense of complete aloneness. Even hearing the brunt of someone's anger, however unpleasant, is a form of tangible connection. But in this empty world, where no connections could be made, the solitude was terrifying.

 

Then I heard a voice of awesome power, not loud but crashing over me like a booming wave of sound; a voice that encompassed such ferocious anger that with one word it could destroy the universe, and that also encompassed such potent and unwavering love that, like the sun, it could coax life from the earth. I cowered at its force and at its excruciating words:

 

"Is this what you really want?"

http://www.near-death.com/experiences/suicide04.html

 

Ein anderer erfaehrt aehnliches:

 

..........A middle-aged woman begging a gray-haired man to forgive her.

 

"What are they so sorry for, Jesus?" I pleaded. "Why do they keep talking to people who can't hear them?"

 

Then from the light beside me came the thought:

 

"They are suicides, chained to every consequence of their act."............

http://www.near-death.com/experiences/ritchie02.html

 

 

Gruss

 

Max

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Habe den Thread umbenannt; Grund: das StGB.

 

§ 211 Mord

 

(1) Der Mörder wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe bestraft.

 

(2) Mörder ist, wer

 

aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen,

 

heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder

 

um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken,

 

einen Menschen tötet.

 

Bei Selbsttötung von "Mord" zu reden, ist demnach Unfug.

Also Punkt (2) koennte man ja gerade auf die wenigen Faelle anwenden, in denen Selbsttoetung wirklich "Todsuende" sein koennte?

 

Max

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Insbesondere Suizid aus Habgier und zur Befriedigung sexueller Gelüste halte ich für einen Mord, den ich in diesem Falle sogar mit der Todesstrafe belegen würde.

 

PS:

Ich hoffe, dass ich dieser Sünde nicht anheim falle. Bedenken habe ich, weil ich hohe Brücken und Henkerseile für hocherotisch halte.

Edited by Mecky
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