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Mystik und Freiheit


overkott

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Mystik ist ein Begriff, der in vielen Emotionen weckt und häufig missverstanden wird.

 

Gerne wird er historisch eingeengt auf mittelalterliche Mystik und ebenso gerne wird er psychologisch reduziert auf weibliche oder homosexuelle Religiosität. Dafür gibt es sicherlich Gründe.

 

Doch in Distanz dazu definiert ein neueres Verständnis von Mystik diese als rationale Reflektion von Liebe und Gewissen.

 

Theologisch wird dies biblisch-systematisch begründet mit johanneisch-paulinischen Aussagen über Gott und Liebe sowie über das Herrenwort zum Doppelgebot, dogmatisch mit der Dreifaltigkeitslehre und im Hinblick auf die Tradition ebenso belegt mit Beispielen aus der Spiritualitätsgeschichte und Zeugnissen der großen Heiligen und Kirchenlehrer.

 

Praktisch wird Glaube durch Mystik nach neuerem Verständnis persönlicher, subjektiver und freier und eröffnet bei aller Verwurzelung in der katholischen Tradition Ansätze für einen ökumenischen und interreligiösen Dialog.

 

Freilich wird eine solche Spiritualität vom Lehramt argwöhnisch beäugt: Führt diese Frömmigkeit auf den rechten Weg? Wahrt sie das personale Gottesbild? Stiftet sie Frieden?

 

Doch darauf gibt es keine fertige Antworten. Schließlich ist eine solche Frömmigkeit kein geschlossenes Lehrgebäude. Mystik nach neuerem Verständnis ist ein immer wieder zu erneuerndes Beten und Bemühen um Gottes- und Nächstenliebe.

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Was ist bitte die Frage? Ist es die, von der Du selbst sagst, es gebe keine Antworten darauf? Dann hast Du Dich vielleicht im Board vertan, Christoph.

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Die Frage lautet:

 

Wozu befreit Mystik?

 

Spiritualität der Liebe statt Theologie der Befreiung.

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Es ist doch schon oft gesagt worden, daß der Christ des 3. Jahrtausends Mystiker sein muß. Ich kann das nur bejahen, wenn man Mystik als persönliche Beziehung zu Jesus, dem Hl. Geist, Gottvater versteht. Ich verstehe aber immer noch nicht, wieso diese freundschaftliche Beziehung homosexuell sein soll...die Deutschordensritter hatten auch einen ausgeprägten Marienkult, den ich auch nicht unbedingt als heterosexuell bezeichnen möchte, schon allein wegen der fehlenden Körperlichkeit.

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Über eine Mystik nach neuerem Verständnis hinaus geht der Wunsch in Jesus seinen Geliebten zu sehen. Demgegenüber lebt Jesus im Geist personaler Liebe eine familiale Beziehung zum Vater. Schließlich macht er die familiale Liebe zum Maßstab für das menschliche Zusammenleben.

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Wer das Verhältnis von Mystik und Freiheit neu durchdenkt,

fragt auch nach dem Verhältnis von

Spiritualität der Liebe und Liberalismus.

 

Zunächst einmal muss man dazu feststellen,

dass Spiritualität der Liebe im Gegensatz zum Liberalismus

keine politische Ideologie ist.

 

Dennoch hat eine Spiritualität der Liebe auch politische Konsequenzen.

Dabei ist sie mit Christlicher Soziallehre nicht gleichzusetzen,

sondern liegt dieser gewissermaßen zugrunde, schwingt in ihr mit.

 

In den politischen Konsequenzen steht eine Spiritualität der Liebe

dem Liberalismus näher als der Theologie der Befreiung.

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eine familiale Beziehung

die familiale Liebe

Ich versteh nix. Kann mir das mal einer übersetzen???

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Familial bedeutet: die Familie als soziale Gruppe betreffend. Im Kontext der Beziehung Jesu zum Vater ist damit gemeint, was Johannes Paul II. mehrfach über die Dreifaltigkeit gesagt und geschrieben hat: "Gott ist in sich Familie." In diese familiale Beziehung schließt Jesus im Vaterunser die Jünger mit ein. Letztlich dehnt er diesen Gedanken auf die ganze Menschheitsfamilie aus.

Edited by overkott
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Inwieweit aber ist die Beziehung Jesu zum Vater familiär, d.h. zwanglos, vertraut oder vertraulich?

 

Was sagt das über die Gottesliebe aus?

 

Was hat das mit Nächstenliebe und Freiheit zu tun?

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Über die Zwiespältigkeit der Mystik

 

 

 

Lieber overkott,

 

 

 

" Mystik nach neuerem Verständnis ist ein immer wieder zu erneuerndes Beten und Bemühen um Gottes- und Nächstenliebe. "

 

Edith Stein hat mal gesagt:

"Es ist ein weiter Weg von einem "guten Christen", der eine "gute" Zeitung liest und "richtig" wählt, hin zu einem Leben an der Hand Gottes, in der Einfalt des Kindes und der Demut des Zöllners."

Meiner Meinung nach eine gelungene Zusammenfassung der christlichen Existenz.

 

Nach Deiner Mystikdefinition wäre wohl auch "der gute Christ" Mystiker, weil er für die Gottes- und Nächstenliebe eintritt usw.

Nein, Mystik ist unmittelbare Erfahrung des Jenseitigen, erhoben- und enthobensein.

Daher hat Mystik als universales religionsübergreifendes Phänomen auch immer das Problem Weltabkehr - Gottesausschließlichkeit zum Thema.

Der Mystiker strebt die unio an und lebt für sie. Die Gefahr ist klar:

Es ist die Gefahr der reinen Innerlichkeit, der Weltabkehr (deren Verklärung ist der Buddhismus: nichts ist), der Kontemplation (deren Verklärung der Neuplatonismus ist: Betrachtung als höchstes Ziel; das Leibliche/Weltliche ist schlecht und hindert nur den göttlichen Funken).

Im Christentum ist klar, daß Gott uns am jüngsten Tag nicht nach dem Maß unserer religiösen Erfahrung, sondern nach unserer Liebe fragt.

Christus hat keine Meditationsanweisungen hinterlassen.

Der mystische Christ erlebt nicht einfach das Enthobensein, sondern er erlebt in seinem Enthobensein, daß Christus Weg, Wahrheit und Leben ist. In seinem Enthobensein erfaßt er also , daß die wahre Einheit eine Einheit der Tat ist, weil Gott selbst letzten Endes dynamisch ist, Liebe ist und daher höchste unio hineingezogenwerden in eine Liebesbewegung und Entdeckung iner tieferen und neuen Dimension der Liebe sein muß.

Das unterscheidet die christliche Mystik von anderen Mystiken, das ist der tiefe Grund, warum unser Handeln unserem Sein in Christus zu folgen hat.

Und weil solche Erfahrung Gnade ist, sind alle Versuche, sie in den Alltag hinein zu verlängern (verschiedene Konstruktionen zur Heiligung der Arbeit usw) zum Scheitern verurteilt.

Alltag besteht nicht daran, daß das Gefühl des Heiligen übertragen wird in alle Lebensbereiche (was Überforderung bedeutet), sondern Leben in den Sakramenten, also im Bewußtsein, daß wir schon jetzt dort sind, wo wir hinwollen: in Christus.

 

 

Meiner Meinung nach ist all das auch der Grund, warum die Kirche immer auch ein Auge auf die Mystiker wirft:

die einerseits durch ihre Erfahrung auch an deren Grenzen und damit in die Richtung der objektiven Wirkung der Sakramente gedrängt werden und vielleicht die einzigen sind, die deren Wirken und Bedeutung voll verstehen;

die andererseits aber auch einen Hang zur universalen Mystik mit ihrer Gefahr der Passivität haben, daß bei ihnen also das Erlebnis und dessen Schönheit und der Wunsch nach dessen Wiederkehr sich zulasten der Erkentnis Christi und seiner Demut, also des Inhalts der Erfahrung, überbewertet werden.

 

All das ist der Grund, warum ich Edith Steins Zusammenfassung der christlichen Existenz hervorragend finde: personal, schlicht,demütig, alltagstauglich.

Edited by Steffen
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Nach Deiner Mystikdefinition wäre wohl auch "der gute Christ" Mystiker, weil er für die Gottes- und Nächstenliebe eintritt usw.

Nein, Mystik ist unmittelbare Erfahrung des Jenseitigen, erhoben- und enthobensein.

Die >unmittelbare< Erfahrung des Jenseitigen ist in der Tat aus christlicher Perspektive erst im Jenseits möglich.

 

In der Gottes- und Nächstenliebe - sakra-mental, mental und real - aber begegnet dem Christen Christus.

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Nein, Mystik ist unmittelbare Erfahrung des Jenseitigen, erhoben- und enthobensein.

Lieber Steffen,

 

Mystik allein auf unmittelbare Erfahrung des Jenseitigen, erhoben- und enthobensein zu verstehen kommt dem zu kurz, wo sich das Jenseitige in der schlichten Erfahrung des Diesseits verbirgt. Ich weiß es nicht, ob ich Dich recht verstanden habe, wollte aber nur dies hier betonen. Ein bloßes Fallen eines Blattes aus einem Baum, das Dasein des Steines dort, warum ist es, anstatt nicht zu sein? Wenn Gott in allen Dingen ist, ist die Alltagserfahrung, wenn man sie tiefer meditiert, dann wird man erkennen müssen, daß alles Wunder ist.

 

Mystik wäre sozusagen beides, sowohl die Erfahrung des Jenseitigem in der religösen Erfahrung, als auch die Erfahrung des Alltags als Heilige Gegenwart Gottes. Wenn Du also das gemeint hast, dann ist das vollkommen richtig und wichtig. Das Wunder Gottes in allen Dingen zu suchen und zu finden, das ist in jedem Falle nur durch die Einübung im Gebet möglich, im Betrachten und Verkosten. Das ist gewissermaßen doch eine Abkehr aus der Welt, aber von der Welt ausgehend und zur Welt zurückkehrend.

 

Jetzt wäre also nur die Frage, ob nicht der mehr von der Welt hat, der die Welt ins Gebet führt und das Gebet ins Leben? Tut man das nicht, dann lebt man eigentlich mehr unbewußt von einem Tag auf den anderen, d.h. man vegetiert dahin. Wer aber betet, erkennt im Anblick Gottes in allen Dingen sich selbst als geschaffenes Wesen, und damit sein eigentliches Dasein. Nur wer Gott im Blick hat, erkennt sich selbst als Geschöpf, und hat damit das wahre eigene Wesen, die eigene Ohnmacht und die Grenzen vor Augen. Das ist eine ganz natürliche Gegebenheit, die sich automatisch ergibt, wenn man betet. Klar betet man nicht, um sich selbst zu finden, aber wer Gott anbetet, hat sich, den Bruder und Gott besser im Blick. Von daher ist die Einübung in die Betrachtung, in die Verkostung eine gute Sache; und manchesmal schenkt Gott so eine geistige Erfahrung dazu - wenn er will.

 

Grüße, Carlos

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Die >unmittelbare< Erfahrung des Jenseitigen ist in der Tat aus christlicher Perspektive erst im Jenseits möglich.

Hallo Christoph,

 

das ist richtig. Die "unmittelbare" Erfahrung des Jenseitigem ist nur im Jenseits möglich, ander ist es aber bei "mittelbaren" Erfahrungen. Wir sagen, das Göttliche braucht ein gewisses Medium, über das es den Hörer erreicht. Wie sollte denn das göttliche Wort den Menschen denn sonst erreichen, als durch das Wort des Menschen? Man sagt, die Schrift sei Gottes Wort im Menschenwort, also vermittelt für uns da, wenn er den Propheten inspiriert oder auch wenn Gott eine geistige Erfahrung schenkt.

 

Und auch ganz besondere geistige Erfahrungen, solche die man gar nicht oder kaum in Worte fassen kann, können den Menschen erreichen. Saulus begegnet den Auferstandenen und wird solange blind, bis er mit der Kraft aus dem Heiligen Geiste erfüllt wird. Wir sagen, er wurde nicht nur blind, sondern auch stumm, denn wie sollte er denn von dem reden, was ihm noch nicht aufgeschlossen worden war? Und trifft es nicht auch zu, daß man von geistigen Dingen überzeugt sein kann, die man andere nicht beizubringen weißt?

 

Dennoch bleiben auch solche ganz besondere Erfahrungen, wo die Worte fehlen, sie auszudrücken, nicht "unmittelbare" Erfahrungen Gottes, sondern auch nur "mittelbare". D.h. man soll die Erscheinung Gottes mit seinem Sein verwechseln. Er ist immer anders, als er sich uns zeigt. Darum sind auch solche Begriffe wie "Sprachrohr" ganz häretische Begriffe, die eine falsche Unmittelbarkeit zumuten. Eine eigene Gotteserfahrung zu haben ist etwas ganz anderes als unmittelbare Erfahrung. Letzteres werden wir erst im Himmel haben, wenn wir Gott von Angesicht zu Angesicht sehen.

 

Und schließlich trifft das auf Wunderheilungen zu. Gott ist dort auch nur für uns "mittelbar" da. Wir sehen ja Gott nicht an sich, sondern nur das Endergebnis; und wir "erkennen" vielleicht, daß Er auf Gebete geantwortet hat; oder wir sehen vermittelt seine eigene Initiative. Gott an sich bleibt uns verborgen, darum bleiben Wunder, wenn man sie bis aufs letzte hinterfragt, prinzipiell anfechtbar; manche Wunder können zwar einen regelrecht vom Hocker reißen, aber das tiefere Sein darin können wir nicht wie Gott erblicken, darum bleibt immer ein kleiner Rest Unsicherheit.

 

All diese Gedanken über die Offenbarung soll uns nicht verleiten zu sagen, Gott sei nur da oben; als ob er nicht gleichzeitig bei uns, in unserer Geschichte, in der Liebe, im Wort der Schrift, in der Natur, in der Ehe, in der Eucharistie wäre; und wiederum ganz anders ist er bei uns im Herzen und bei uns, wenn wir leiden. Mystik also ist da, wo man hinschaut.

 

Grüße, Carlos

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"All diese Gedanken über die Offenbarung soll uns nicht verleiten zu sagen, Gott sei nur da oben; als ob er nicht gleichzeitig bei uns, in unserer Geschichte, in der Liebe, im Wort der Schrift, in der Natur,

in der Ehe, in der Eucharistie wäre; und wiederum ganz anders ist er bei uns im Herzen und bei uns, wenn wir leiden."

 

Das gefällt mir sehr gut. Gott umarmt uns durch die gesamte Wirklichkeit. So wird die gesamte Wirklichkeit zum Gegenstand der Gottesbeziehung, kann in Dankbarkeit angenommen und Gott dargebracht werden.

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Wenn dankbare Annahme der Wirklichkeit Gott nahe bringt, ist dann der Reichtum höher zu gewichten als die Armut, der Genuß höher als der Verzicht?

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All diese Gedanken über die Offenbarung soll uns nicht verleiten zu sagen, Gott sei nur da oben; als ob er nicht gleichzeitig bei uns, in unserer Geschichte, in der Liebe, im Wort der Schrift, in der Natur, in der Ehe, in der Eucharistie wäre; und wiederum ganz anders ist er bei uns im Herzen und bei uns, wenn wir leiden. Mystik also ist da, wo man hinschaut.

Ich finde diese Überlegungen sehr ignatianisch.

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Nur welche Bedeutung kommt der Liebe zu, wenn der hl. Johannes Gott als die Liebe verkündet, Gott die Liebe zum ersten und zweiten Gebot gemacht hat und der hl. Paulus lehrt, dass Glaubenskraft ohne Liebe nichts bedeutet.

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Lieber Christoph,

 

die Gedanken sind in der Tat ignatianisch.... :blink:

 

Johannes von Gott kenne ich nur als Gründer eines charitativen Ordens. Ich kenne seine Spiritualität nicht, daher kann ich mir von ihr keine explizite und ausführliche persönliche Meinung bilden.

 

Im allgemeinen nun folgendes: Kennen tue ich auch die claretinische Spiritualität, weil ich bei denen Novize war. Die Spiritualität ist ebenfalls durch das Ignatianische ziemlich geprägt, weil der Heilige Claret bei den Jesuiten Novize war, schwer erkrankt ist, er dieses als ein Zeichen interpretierte, daß dieser Orden nicht seine Berufung war. Er lernte aber dabei, ignatianische Exerzizien zu organisieren und durchzuführen, und er erhielt von dem Ganzen nachhaltigen Eindruck. Es gilt also das Leben ins Gebet zu führen und das Gebet ins Leben. Das Äußere gelangt zur inneren Anschauung und aus dem Gebet zieht man verbindliche Entscheidungen fürs Leben. Das hatte der Heilige Claret so praktiziert.

 

Nun, als ich damals im Noviziat war, wurde uns einiges über das geistliche Leben erzählt, worauf zu achten ist. Die Versuchung von charitativem Engagement ist das aktive Leben. Es gibt soviel Not, daß allen geholfen werden muß. Wenn dann die Überstrappazierung kommt, keine Zeit fürs Gebet da ist, das Gebet fallen gelassen wird, dann fällt auch die innere Motivation in sich zusammen. Man hat nicht nur keine Kraft mehr, sondern man fängt an sich zu fragen, warum denn die Gleichgültigkeit vieler zu Lasten einiger wenigen Idealisten ausgetragen wird. Wenn das Gebet nicht da ist, fällt auch das äußere Engagement auch zusammen. Darum also, wenn man keine Zeit fürs Gebet hat, dann soll man ruhig den Prior bitten, weniger zu tun zu geben, damit man auch genug Zeit fürs Gebet hat.

 

Sodann weiß ich auch von den "Schwestern der göttlichen Liebe", d.h. der Mutter-Teresa-Schwestern, weil ich einige kenne, daß sie betende Menschen sind. Bewußt oder unbewußt gewinnt auf diese Weise die Liebe mystische Züge an, und die Liebe als mystische Anschauung wird in die Praxis umgesetzt. Und im übrigen beten die "Johannes-von-Gott"-Ordensleute auch. Wo ist also das Problem? Die Liebe als menschliche Eigenschaft muß nicht verweltlicht werden, geschweige denn materialisiert. Damit befinden wir uns ziemlich rasch im mystischen Bereich. Die Liebe ist keine Notwendigkeit, ist aber eine geistige Bewegung der Freiheit, wobei diese Überlegungen verhelfen können, bald über das Religiöse zu sprechen.

 

Grüße, Carlos

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Die Liebe ist keine Notwendigkeit, ist aber eine geistige Bewegung der Freiheit, wobei diese Überlegungen verhelfen können, bald über das Religiöse zu sprechen.

Wenn man die Bibel ernst nimmt, gewinnt man zumindest den Eindruck als sei die Liebe die conditio sine qua non für den Weg zu Gott.

 

Christliche Mystik ohne Liebe ist nicht möglich.

 

Was aber wäre Liebe ohne Freiheit?

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Wäre das Christentum die Lehre der Liebe, Overkott, dann würde das stimmen. Das Christentum ist aber keine Lehre, sondern In-Christus-Sein. Und das bedeutet dann nicht nur am Opfer Christi teilhaben, den Geist der Fußwaschung haben, sondern auch ein schlichtes, einfaches und dankbares Leben im Bewußtsein der Taufe, also dessen, daß wir bereits dort sind, wo wir hinwollen: bei Christus. Christus ist unser Ziel, nicht die Liebe, so merkwürdig sich das auch anhören mag, da man es normalerweise immer gleichsetzt. Über die Offenbarung einer neuen Radikalität an Liebe kann man sich nur freuen, wenn diese Lehre Gnade ist, Gnade ist sie aber nur, wenn wir darin Christus begegnen. Imitatio Christi

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Die Lehre Christi, lieber Anonymus, ist sein Gebot. Und er ist nicht gekommen aufzuheben, sondern zu erfüllen. Daher ist sein neues Gebot ein altes Gebot: das Gebot der Gottes- und Nächstenliebe. Was immer, lieber Anonymus, dir andere auch erzählen mögen: Wenn du diesen Weg gehst, gehst du den Weg Christi, wirst die Erfahrung machen, dass dieser Weg das Ziel ist und dich nicht verirren.

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den Geist der Fußwaschung haben

Ich gebe mir Mühe, bei dieser Frage weder zu lächeln, noch zu schmunzeln: Was, bitte, ist der "Geist der Fußwaschung"?

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