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Ist der Mensch nichts weiter als ein Tier, wenn


Magdalene
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Ein Import aus den Glaubensgesprächen:

 

Ist der Mensch nichts weiter als ein Tier, wenn man sagt, es gäbe Gott nicht?

 

Der Mensch ist eindeutig ein Tier, Säugetier nämlich, biologisch gesehen. Aber erklär mir doch mal, was soll das mit Gottes Existenz oder Nicht-Existenz zu tun haben?

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Ist es in der christlichen Religion nicht so, dass der ganze jenseitige Anteil einschließlich des ewigen Lebens ausschließlich für Menschen bestimmt ist? Das macht doch schon einmal einen erheblichen Unterschied aus.

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Ein Import aus den Glaubensgesprächen:
Ist der Mensch nichts weiter als ein Tier, wenn man sagt, es gäbe Gott nicht?

 

Der Mensch ist eindeutig ein Tier, Säugetier nämlich, biologisch gesehen. Aber erklär mir doch mal, was soll das mit Gottes Existenz oder Nicht-Existenz zu tun haben?

Liebe Lucia,

 

wenn der Mensch nur ein Tier ist - und man achte auf die Ausschließlichkeit - also nicht "Person" ist, darf er dann genauso wie ein Kalb geschlachtet werden? Worin siehst Du denn den Unterschied zwischen Mensch und Tier, wenn also der Mensch nicht auch "Person", d.h. ein mit Würde behaftetes Lebewesen ist, einzigartig und unbezahlbar überhaupt?

 

Wenn ich also nun eine Blume als Pflanze erfaßt habe, habe ich sie als Ganzes (totum) recht im Blick. Wenn die Blume aber zugleich ein "Geschenk" ist, dann habe ich die Blume tiefer, besser im Blick (totaliter). Genauso ließe sich sagen, der Mensch sei einerseits ein Tier, d.h. er gehört zur Erde, darüberhinaus ist der Mensch unendlich mehr, er ist Person - theologisch ausgedrückt - nach dem Bilde Gottes erschaffen. Dann habe ich ihn besser im Blick.

 

Und was das mit Gottes Existenz zu tun hat, müßte Dir klar werden, wenn Du die verschiedensten (atheistischen) Evolutionstheorien kennst, die nicht nur die Tatsächlichkeit der Evolution behaupten - das tue ich auch - sondern obendrauf das Ganze Werden erklären wollen, einschließlich die Freiheit des Menschen.

 

Mir scheint es, Du hast meinen Beitrag zu schnell gelesen....

 

Grüße, Carlos

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Und was das mit Gottes Existenz zu tun hat, müßte Dir klar werden, wenn Du die verschiedensten (atheistischen) Evolutionstheorien kennst, die nicht nur die Tatsächlichkeit der Evolution behaupten - das tue ich auch - sondern obendrauf das Ganze Werden erklären wollen, einschließlich die Freiheit des Menschen.

Das riecht nach einem naturalistischen Fehlschluss.

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Das riecht nach einem naturalistischen Fehlschluss.

Willst Du denn das Sollen vollkommen von der Welt loslösen? Tiere darf man, insofern sie genießbar und die Art nicht bedroht ist, schlachten und essen. Menschen nicht. Wenn nun das Sollen nichts mehr mit dem Sein zu tun hat - und man achte auf die Einseitigkeit -, dann schwebt man ausschließlich in der Wolke des siebten Himmels.

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Ich tu mich immer schwer mit Sätzen, die ein "ist nichts als" oder "ist nur" beinhalten. Diese Sätze verkennen die Vieldeutigkeit der Realität und bieten meist vereinfachte Röhrenblicke als umfassende Wahrheit an.

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Ich tu mich immer schwer mit Sätzen, die ein "ist nichts als" oder "ist nur" beinhalten. Diese Sätze verkennen die Vieldeutigkeit der Realität und bieten meist vereinfachte Röhrenblicke als umfassende Wahrheit an.

Ich auch....

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Tiere darf man, insofern sie genießbar und die Art nicht bedroht ist, schlachten und essen. Menschen nicht.

Das ist keine Seins-Aussage.

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Ein Import aus den Glaubensgesprächen:
Ist der Mensch nichts weiter als ein Tier, wenn man sagt, es gäbe Gott nicht?

 

Der Mensch ist eindeutig ein Tier, Säugetier nämlich, biologisch gesehen. Aber erklär mir doch mal, was soll das mit Gottes Existenz oder Nicht-Existenz zu tun haben?

Liebe Lucia,

 

wenn der Mensch nur ein Tier ist - und man achte auf die Ausschließlichkeit - also nicht "Person" ist, darf er dann genauso wie ein Kalb geschlachtet werden?

Darf ein Kalb geschlachtet werden? Zeig mir das Rind, das sein Kalb schlachtet, dann kannst Du an der Stelle weiter machen. :P
Worin siehst Du denn den Unterschied zwischen Mensch und Tier, wenn also der Mensch nicht auch "Person", d.h. ein mit Würde behaftetes Lebewesen ist, einzigartig und unbezahlbar überhaupt?
Woher nimmst Du die Dreistigkeit, dem Tier und der Pflanze die Würde abzusprechen? :blink:

 

Wenn ich also nun eine Blume als Pflanze erfaßt habe, habe ich sie als Ganzes  (totum) recht im Blick. Wenn die Blume aber zugleich ein "Geschenk" ist, dann habe ich die Blume tiefer, besser im Blick (totaliter).
Wenn es in Deine Argumentation passt, ist die Blume dann doch etwas besonderes, einzigartiges. Ziemlich inkonsistene Argumentation, findest Du nicht?
Genauso ließe sich sagen, der Mensch sei einerseits ein Tier, d.h. er gehört zur Erde, darüberhinaus ist der Mensch unendlich mehr, er ist Person - theologisch ausgedrückt - nach dem Bilde Gottes erschaffen. Dann habe ich ihn besser im Blick.
Welche Anmaßung, Deinen Blick zum Maß der Dinge zu machen. Frage jeden Haustier-Halter, jeden Landwirt, auch er wird Dir über die unverwechselbaren Eigenheiten und die "unendlichen mehrs" berichten können. Keine zwei Getreide-Ähren sind gleich.

 

Und was das mit Gottes Existenz zu tun hat, müßte Dir klar werden,
Also keine Antwort von Dir. Ich muss mir selber aus Deinem inkonsistenten Reden was raussuchen. Super. :P
wenn Du die verschiedensten (atheistischen) Evolutionstheorien kennst, die nicht nur die Tatsächlichkeit der Evolution behaupten - das tue ich auch - sondern obendrauf das Ganze Werden erklären wollen, einschließlich die Freiheit des Menschen.
Deine Fiktion. Genau wie Dein Bild von der Ehe auch. Die Evolutionstheorien sind naturwissenschaftliche Gedankengebäude, die mit "Freiheit" oder "atheistisch" nichts zu tun haben. "Freiheit" und "atheistisch" sind Begriffe, die in der Naturwissenschaft nichts zu suchen haben.

 

Mir scheint es, Du hast meinen Beitrag zu schnell gelesen....

Nein. Nur ist es für einen logisch denkenden Mitteleuropäer eine ziemliche Zumutung, das Wirrsal Deiner Gedanken zu entzwirbeln. :P

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Tiere darf man, insofern sie genießbar und die Art nicht bedroht ist, schlachten und essen. Menschen nicht.
Da fehlt jegliche Begründung.
Wenn nun das Sollen nichts mehr mit dem Sein zu tun hat - und man achte auf die Einseitigkeit -, dann schwebt man ausschließlich in der Wolke des siebten Himmels.

Und was soll das sein? :blink:

Edited by Lucia Hünermann
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Hallo Stefan,

 

im übrigen kommt der Vorwurf des naturalistischen Schlusses meistens von solchen Autoren aus der linguistischen Wende, d.h. dahinter verbirgt sich nichts anderes als reine Prädikatenlogik. Das muß man klar vor Augen haben, da wird die Onto-logie durch die Prädikaten-Logik ersetzt, Denkmuster in der Art der Mathematik also auf die Sprache angewandt.

 

Himmelschreiende Oberflächlichkeit, die sich im Agnostizismus bis zum geht nicht mehr verliert. Mehr ist das nicht. Wenn aber nun eine hübsche (junge) Frau zu Dir kommt, und was von Dir will, sagtst Du dann zuerst: "Moment mal, ich muß zuerst meine Schlußfolgerungen anstellen, ehe ich Dir glauben schenke!"? Sie backt Dir einen Kuchen, schreibt Dir einen Brief, und dann....? Wie erkennst Du ihre Liebe?

 

Grüße, Carlos

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Ein Import aus den Glaubensgesprächen:

 

Ist der Mensch nichts weiter als ein Tier, wenn man sagt, es gäbe Gott nicht?

Nein, das ist er auch dann, wenn man sagt, es gäbe Gott.

 

Nur: was heißt hier "nichts weiter" - das ist doch schon eine ganze Menge!

 

 

Carlos, willst Du Gott sein? :blink:

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Hallo Stefan,

 

im übrigen kommt der Vorwurf des naturalistischen Schlusses meistens von solchen Autoren aus der linguistischen Wende, d.h. dahinter verbirgt sich nichts anderes als reine Prädikatenlogik. Das muß man klar vor Augen haben, da wird die Onto-logie durch die Prädikaten-Logik ersetzt, Denkmuster in der Art der Mathematik also auf die Sprache angewandt.

 

Himmelschreiende Oberflächlichkeit, die sich im Agnostizismus bis zum geht nicht mehr verliert. Mehr ist das nicht. Wenn aber nun eine hübsche (junge) Frau zu Dir kommt, und was von Dir will, sagtst Du dann zuerst: "Moment mal, ich muß zuerst meine Schlußfolgerungen anstellen, ehe ich Dir glauben schenke!"? Sie backt Dir einen Kuchen, schreibt Dir einen Brief, und dann....? Wie erkennst Du ihre Liebe?

 

Grüße, Carlos

kannste das auch auf deutsch schreiben? Oder heißt das einfach, dass Du nor Logik-befreites von Dir gibst?

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Wer sagt "Es gibt keinen Gott" ist eindeutig ein Mensch. Tiere sagen sowas nämlich nicht.

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@ Lucia

 

"Freiheit" und "atheistisch" sind Begriffe, die in der Naturwissenschaft nichts zu suchen haben.

Atheismus hat mit den modernen Naturwissenschaften sehr viel zu tun, sie arbeiten/funktionieren unter der Prämisse "Etsi deus non daretur".

Mit anderen Worten postulieren sie den abwesenden (bzw. nicht vorhandenen) GOTT!

 

GsJC

Raphael

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Tiere darf man, insofern sie genießbar und die Art nicht bedroht ist, schlachten und essen. Menschen nicht.
Da fehlt jegliche Begründung.

Liebe Lucia,

 

das braucht keinerlei Begründung. Die Würde ist sich selbst Grund. Wer das nicht versteht, der braucht keine Belehrung, sondern gehört hinter Gitter, im Falle, daß er sich vergeht.

 

Wenn also eine Prämise notwendig ist, um etwas anderes zu rechtfertigen, was begründet die Prämise? Wie redest Du von der Kopie der Kopie ohne je ein Original zu haben? Fallen Blätter aus den Bäumen, dann wird Fallendes nicht durch weiteres Fallendes aufgehalten.

 

Grüße, Carlos

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Atheismus hat mit den modernen Naturwissenschaften sehr viel zu tun, sie arbeiten/funktionieren unter der Prämisse "Etsi deus non daretur".

Mit anderen Worten postulieren sie den abwesenden (bzw. nicht vorhandenen) GOTT!

Das ist eine rein methodische Notwendigkeit. Die meisten glaübigen Wissenschaftler haben damit kein Problem.

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Wer sagt "Es gibt keinen Gott" ist eindeutig ein Mensch. Tiere sagen sowas nämlich nicht.

Juhu! Volle Zustimmung! :blink:

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Wie erkennst Du ihre Liebe?

Das verrate ich Dir nicht. Das ist gefährliches Wissen, das nicht in die falschen Hände gelangen darf.

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Atheismus hat mit den modernen Naturwissenschaften sehr viel zu tun, sie arbeiten/funktionieren unter der Prämisse "Etsi deus non daretur".

Mit anderen Worten  postulieren sie den abwesenden (bzw. nicht vorhandenen) GOTT!

Das ist eine rein methodische Notwendigkeit. Die meisten glaübigen Wissenschaftler haben damit kein Problem.

Wie kann man postulieren, was man "eigentlich" nicht (so recht) weißt?

Vorurteile sind das, wenn man das so schreibt.

 

Vor allem gibt es viele Naturwissenschaftler, die an Gott glauben.

Lucia gehört dazu.

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Liebe Lucia,

 

das braucht keinerlei Begründung. Die Würde ist sich selbst Grund. Wer das nicht versteht, der braucht keine Belehrung, sondern gehört hinter Gitter, im Falle, daß er sich vergeht.

Warum?

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@ Stefan

 

Atheismus hat mit den modernen Naturwissenschaften sehr viel zu tun, sie arbeiten/funktionieren unter der Prämisse "Etsi deus non daretur".

Mit anderen Worten  postulieren sie den abwesenden (bzw. nicht vorhandenen) GOTT!

Das ist eine rein methodische Notwendigkeit. Die meisten glaübigen Wissenschaftler haben damit kein Problem.

Wenn es eine methodisch Notwendigkeit sein sollte, dann hat der Atheismus mit den modernen Naturwissenschaften sehr viel zu tun. Er wirkt sich - überspitzt formuliert - in jedem ihrer Arbeitsschritte aus!

Und diesen Zusammenhang hat Platon formuliert.

 

GsJC

Raphael

Edited by Raphael
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Wie kann man postulieren, was man "eigentlich" nicht (so recht) weißt?

Vorurteile sind das, wenn man das so schreibt.

 

Vor allem gibt es viele Naturwissenschaftler, die an Gott glauben.

Lucia gehört dazu.

Es wird nichts postuliert. Es wird methodisch so vorgegangen, als würde es Gott nicht geben. Gott als Erklärung für eine bisher ungeklärte Frage ist nicht zugelassen.

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Atheismus hat mit den modernen Naturwissenschaften sehr viel zu tun, sie arbeiten/funktionieren unter der Prämisse "Etsi deus non daretur".

Mit anderen Worten postulieren sie den abwesenden (bzw. nicht vorhandenen) GOTT!

Das ist Unfug bzw. maximal die Position von übervorgestern. Dein "modern" ist vermutlich von achtzehnhundertdigsda - aber nicht zwotausendund ...

 

Als Naturwissenschaftler sage ich zu theologischen Themen: "ist nicht meine Baustelle". Und als angehender Theologe dasselbe zu naturwissenschaftlichen Themen.

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