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Kommunionhelfer


lonesome
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Ich finde, die Praxis der Einsetzung von Kommunionhelfern ist nicht ganz ehrlich.

 

Warum?

 

Das Kircherecht sieht vor, dass dort Kommunionhelfer eingesetzt werden, wo der Zelebrant einfach überfordert ist und es alleine nicht schafft.

 

In Wirklichkeit werden Kommunionhelfer an den zentralen Festen (so auch heute) nicht eingesetzt. Das laäuft also nach dem Motto: Bei den weniger wichtigen Messen dürfen die Laien ja mal helfen, aber wenn es wirklich wichtig wird, bleibt es doch den Priestern vorbehalten.

 

Somit gibt es also einen paradoxen Effekt: Die Hierarchie wird durch diese Praxis nur noch mehr verdeutlicht.

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Wo hast du denn dein Problem in deiner Aussage? Ich nehme die Kommunion vom Priester entgegen und habe damit keine Probleme.

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Justin Cognito
In Wirklichkeit werden Kommunionhelfer an den zentralen Festen (so auch heute) nicht eingesetzt. Das laäuft also nach dem Motto: Bei den weniger wichtigen Messen dürfen die Laien ja mal helfen, aber wenn es wirklich wichtig wird, bleibt es doch den Priestern vorbehalten.

Hab ich so noch nie beobachtet. Liegt wahrscheinlich auch an der jeweiligen Pfarre .....

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Franciscus non papa
jo ich nimm die kommunion auch nur vom Pfarrer entgegen... hmMM :blink:

der herr ist in brot und wein gegenwärtig und da ist es völlig unbedeutend, ob du nun die kommunion vom papst oder von einem kommunionhelfer gereicht bekommst.

Edited by Martin
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Ich finde, die Praxis der Einsetzung von Kommunionhelfern ist nicht ganz ehrlich.

 

Warum?

 

Das Kircherecht sieht vor, dass dort Kommunionhelfer eingesetzt werden, wo der Zelebrant einfach überfordert ist und es alleine nicht schafft.

 

In Wirklichkeit werden Kommunionhelfer an den zentralen Festen (so auch heute) nicht eingesetzt. Das laäuft also nach dem Motto: Bei den weniger wichtigen Messen dürfen die Laien ja mal helfen, aber wenn es wirklich wichtig wird, bleibt es doch den Priestern vorbehalten.

 

Somit gibt es also einen paradoxen Effekt: Die Hierarchie wird durch diese Praxis nur noch mehr verdeutlicht.

Diese Praxis ist mir so auch unbekannt.

 

ME. ist das ganze eigentlich so gedacht, dass Laien als Kommunionhelfer nur dann eingesetzt werden, wenn Priester bzw. Diakone allein dazu nicht in der Lage sind. Das dürfte in festlichen Messen allerdings eher der Fall sein als in 'normalen'. Insofern bleibt mir diese Praxis eion wenig rätselhaft.

 

Viele Grüße,

 

Matthias

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Justin Cognito

Mich würde von Hallo, Poliven & Dr. Esperanto interessieren was ihr für Gründe habt die Kommunion lieber / nur vom Priester entgegenzunehmen ?

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Wenn ich im Dom von Limburg bin und Bischof Kamphaus teilt die Kommuion aus, dann mache ich auch schon mal einen Schlenker in seine Richtung.

 

Grins. Klappt aber nicht immer.

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Wenn ich im Dom von Limburg bin und Bischof Kamphaus teilt die Kommuion aus, dann mache ich auch schon mal einen Schlenker in seine Richtung.

 

Grins. Klappt aber nicht immer.

Wieso klappt das nicht immer? Der wechselt doch nicht die Position.

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Naja ich würde auch lieber den Finanzbescheid von nem Beamten persönlich oder gar vom Finanzminister kriegen, steht zwar nix anderes drinnen aber schaut cooler aus.

 

LG

Fiore

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Wir haben einen Kommunionhelfer, den ich persönlich ablehne, weil ich ihn für falsch halte. Ich habe ihn mal von seiner wahren Seite kennen gelernt, als unsere Kinder in einem Club waren. Die Hostie aus seiner Hand würde mir quer im Hals stecken bleiben. Da wechsel ich auch die Seite, wenn es möglich ist. Ansonsten habe ich kein Problem damit, von einem Laien die Kommunion zu nehmen.

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Wieso sollte es nicht möglich sein die Seite zu wechseln? Man stellt sich doch in die Reihe in die man sich anstellen will.

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Hallo!

Also ich mach in 2 wochen einen kommunionhelfer-kurs. Hab unserem priester allerdings gebeten, mich nicht inflationär einzusetzen, was er zugesagt hat. Ob die gläubigen dann im konkreten fall einen unterschied machen, werd ich sehen. Sollte ich die erfahrung machen, dass niemand von mir die kommunion erhalten will, dann lass ich es wieder bleiben. Denn letztlich mach ich es um damit der pfarre zu helfen, und nicht, um mich wichtig machen. Ich persönlich hab allerdings kein problem die kommunion von einem laien gereicht zu bekommen.

LG

Max

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Bei allen persönlichen Vorbehalten bzw. Vorlieben: ein Sakrament wirkt unabhängig davon, wie sympathisch man den Spender findet. Insofern geht es in der Liturgie um die Rolle des Ausführenden, nicht um seine Persönlichkeit. Und sollte grundsätzlich auch so gelebt werden, bei allem Verständnis für Verletzungen.

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Justin Cognito
Bei allen persönlichen Vorbehalten bzw. Vorlieben: ein Sakrament wirkt unabhängig davon, wie sympathisch man den Spender findet. Insofern geht es in der Liturgie um die Rolle des Ausführenden, nicht um seine Persönlichkeit. Und sollte grundsätzlich auch so gelebt werden, bei allem Verständnis für Verletzungen.

righty right !

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Mich würde von Hallo, Poliven & Dr. Esperanto interessieren was ihr für Gründe habt die Kommunion lieber / nur vom Priester entgegenzunehmen ?

Ich gehöre zwar nicht zu den fundamentalisten aus dem von Dir angesprochenen Kreis, aber ich nehme die Kommunion auch nur von Laien, wenn kein Priester da ist.

 

Es ist zum einen die recht platte Begründung der Gewohnheit.

Ich habe seit meiner Erstkommunion nur bei Priestern kommuniziert.

Sowas behält man dann auch bei :blink:

 

Ein anderer Aspekt war, dass ich bisher nicht wusste, dass die Leute darauf in Lehrgängen vorbereitet werden.

Mir fehlte also die Legitimation der Leute.

 

Dazu kommen Bedenken, die auch in Utah's Statement durchklingen, dass man bei einem Laien durchaus den Eindruck gewinnen kann, dass er eigentlich nicht geeignet ist. Rein aufgrund seiner Persönlichkeit.

Es beschleicht einen das Gefühl, als würde die Kommunion, die man aus der Hand eines "Unwürdigen" erhält von ihrer Kraft verlieren.

 

Liebe Grüße

 

Flo

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Der Leib Christi bleibt auch dann der leib Christi, wenn Du ihn auf der Straße findest, Flo.

 

Kommunionhelfer werden vom Bischof beauftragt - es ist Ungehorsam gegen den Bischof, das nicht anzuerkennen. (Gell, Kordian - immer schön brav sein.)

 

Die "Wirkung" eines Sakramentes von der Persönlichkeit des Spenders abhängig zu machen (zumal der Kommunionhelfer ja kein Spender im eigentlichen Sinne ist, sondern ein Verteiler) ist (leider) genau die Einstellung, die unsere Gemeinden so ungemütlich machen kann. Es wäre viel gewonnen, wenn sich jede und jeder über seine eigene Persönlichkeit soviel Gedanken machen würde wie über die anderer.

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Justin Cognito

Hallo Flo77!

 

Herzlichen Dank für deine Antworten - ich hab kurz darauf Bezug genommen:

 

Es ist zum einen die recht platte Begründung der Gewohnheit.

Ich habe seit meiner Erstkommunion nur bei Priestern kommuniziert.

Sowas behält man dann auch bei :blink:

 

Das kann ich nachvollziehen.

 

Ein anderer Aspekt war, dass ich bisher nicht wusste, dass die Leute darauf in Lehrgängen vorbereitet werden.

Mir fehlte also die Legitimation der Leute.

 

Naja, ein Kurs ist ja auch keine Legitimation. Diese besteht in der Beauftragung durch den Bischof gem. c. 203 § 3 bzw den Normen der Instruktion der Sakramentenkongreation vom 29.1.1973 "Immensae caritas". In der Regel gibt es dazu auch noch eigenes Diözesanrecht.

 

Dazu kommen Bedenken, die auch in Utah's Statement durchklingen, dass man bei einem Laien durchaus den Eindruck gewinnen kann, dass er eigentlich nicht geeignet ist. Rein aufgrund seiner Persönlichkeit.

 

Also wenn man rein auf die Persönlichkeit abstellt, hab ich diesen Eindruck durchaus auch von so manchen Priestern die ich kenne. Aber Eindrücke sind halt immer subjektiv und deshalb geht es bei den Sakramenten eben gerade nicht um die Persönlichkeit des Sakramentenspenders (wobei das Austeilen der Kommunion ja ohnehin nur ein Teil des Sakraments der Eucharistie ist).

 

Es beschleicht einen das Gefühl, als würde die Kommunion, die man aus der Hand eines "Unwürdigen" erhält von ihrer Kraft verlieren.

 

Dein Gefühl in allen Ehren, aber das wirkt für mich schon sehr magisch gedacht!

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Bei allen persönlichen Vorbehalten bzw. Vorlieben: ein Sakrament wirkt unabhängig davon, wie sympathisch man den Spender findet. Insofern geht es in der Liturgie um die Rolle des Ausführenden, nicht um seine Persönlichkeit. Und sollte grundsätzlich auch so gelebt werden, bei allem Verständnis für Verletzungen.

Ich stimme dir zu, Mat. Und ich habe nicht das geringste Problem damit, mich in der Reihe eines Kommunionhelfers anzustellen. Gerade bei ihnen habe ich eine Erfahrung der Nähe und des realen Geschehens gehabt, die es mir unmöglich machen, anders zu denken oder zu handeln. Einerseits dem Menschen zu begegnen und dann aber doch auch Gott. Gleichzeitig in einem Moment. Das ist mir bisher nur beim Empfang der Kommunion und bei Kommunionhelfern passiert. Das "nur" mal abgesehen von Bischof Kamphaus. :blink:

 

 

SOLLTE so gelebt werden, ist damit richtig. Letztendlich werden dann aber doch Enscheidungen getroffen, die diesem sicherlich richtigen neutralisierten-Spender-Gedanken widersprechen. Jeder sollte vor sich prüfen, ob er den Kommunionspender damit nicht mehr verletzt, als er selber dafür "bekommt".

 

Herzliche Grüße

Martin

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Es wäre viel gewonnen, wenn sich jede und jeder über seine eigene Persönlichkeit soviel Gedanken machen würde wie über die anderer.

Um davon, also vom Persönlichen, loszukommen und die Aufmerksamkeit auf die Rolle, die eine Person in der liturgischen Dramaturgie einnimmt, zu lenken, dazu gäbe es liturgische Gewänder. Deshalb sollten diese auch Laien tragen! Vieles würde dadurch einfacher und klarer.

Gruss

Ziska

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Wir haben einen Kommunionhelfer, den ich persönlich ablehne, weil ich ihn für falsch halte. Ich habe ihn mal von seiner wahren Seite kennen gelernt, als unsere Kinder in einem Club waren. Die Hostie aus seiner Hand würde mir quer im Hals stecken bleiben. Da wechsel ich auch die Seite, wenn es möglich ist. Ansonsten habe ich kein Problem damit, von einem Laien die Kommunion zu nehmen.

Hallo!

 

Ich kenne jemand, der beim Friedensgruß seinem Nachbarn nicht die Hand gibt, wenn ihm dieser nicht passt.

Ich denke, solche Leute sind keine Christen.

Sagt nicht Jesus: Wer seinem Bruder zürnt, soll sich zuerst mit ihm vertragen, und erst dann sein Opfer darbringen?

 

Hier meine Erfahrung zum Thema:

Ich bin seit 12 Jahren Kommunionhelfer und Lektor in unserer Pfarrgemeinde. Dass jemand lieber zum Pfarrer geht, kann ich verstehen und er kann ja auch diesbezüglich wählen. In unserer Pfarrgemeinde werden die Kommunionhelfer aber genauso angenommen wie der Priester. Bis vor einigen Jahren nahm unser Pfarrer immer den gleichen Platz ein beim Austeilen der Kommunion. Dies hat sich geändert, als Beschwerden laut wurden, dass der Pfarrer seinen Platz wechseln sollte, damit auch alle eimal vom Pfarrer die Kommunion erhalten können. Klappt sehr gut.

 

Vor allem Weihnachten werden wir Kommnionhelfer gefordert, dann teilen wir mit 6 Kommunionhelfer (+ Parrer) aus.

 

Am Aschermittwoch habe ich schon mal beim Austeilen des Aschekreuzes geholfen. Dies ist aber nicht die Regel.

 

Lieben Gruß

 

Klemens

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Also ich mach in 2 wochen einen kommunionhelfer-kurs. Hab unserem priester allerdings gebeten, mich nicht inflationär einzusetzen, was er zugesagt hat. Ob die gläubigen dann im konkreten fall einen unterschied machen, werd ich sehen. Sollte ich die erfahrung machen, dass niemand von mir die kommunion erhalten will, dann lass ich es wieder bleiben. LG

Max

Hey, sei doch nicht so missmutig! Im Notfall komme ich vorbei! :blink:

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Das Kircherecht sieht vor, dass dort Kommunionhelfer eingesetzt werden, wo der Zelebrant einfach überfordert ist und es alleine nicht schafft.

Wie ist das eigentlich genau geregelt?

Bei uns teilt jeden Sonntag ein Kommunionhelfer die Hl. Kommunion mit aus; egal ob da Ostern ist oder ob 10 Leute zur Kommunion gehen.

 

Ich habe jahrelang die Hl. Kommunion von einem Laien ausgeteilt bekommen und jetzt, da sich unser neuer Pfarrer auf die andere Seite stellt, gehe ich eben zu ihm. Eigentlich doch egal.

Ist es vielleicht auch irgendwo geregelt auf welcher Seite der Pfarrer stehen sollte? (Würd mich jetzt nicht wundern. :blink: )

 

LG, gimu

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Mich würde von Hallo, Poliven & Dr. Esperanto interessieren was ihr für Gründe habt die Kommunion lieber / nur vom Priester entgegenzunehmen ?

Wahrscheinlich nehme ich die Hostie lieber vom Priester, weil ich mich für Hierarchien begeistern kann, die relative Einebnung der Hierarchien in der Kirche gefällt mir eben gar nicht. Genauso wird es bei denen sein, die die Hostie bevorzugt von Laien annehmen: Sie sind gegen Hierarchien und Weihe allergisch. Was kann man da machen? Jeder hat seine Geschichte...seinen Charakter...

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