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Krise


Olli
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Hi Leute,

 

seit langer Zeit mache ich mal wieder ein Thema auf, und zwar aus gegebenem persönlichen Anlaß. Seit einigen Monaten fühle ich eine ziemliche innere Leere, die ich mir gar nicht so recht erklären kann.

"Eigentlich" habe ich alles, was man so braucht, eine Ehefrau, mit der ich mich gut verstehe, einen guten Job, keine gesundheitlichen Probleme, Freunde, eine gute Gemeinde... und doch scheint es mir, als ob mir die persönlichen Ziele abhandengekommen sind.

 

Kennt ihr eine ähnliche Situation und wie seid ihr damit umgegangen?

 

viele Grüße

 

Olli

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Hi Leute,

 

seit langer Zeit mache ich mal wieder ein Thema auf, und zwar aus gegebenem persönlichen Anlaß. Seit einigen Monaten fühle ich eine ziemliche innere Leere, die ich mir gar nicht so recht erklären kann.

"Eigentlich" habe ich alles, was man so braucht, eine Ehefrau, mit der ich mich gut verstehe, einen guten Job, keine gesundheitlichen Probleme, Freunde, eine gute Gemeinde... und doch scheint es mir, als ob mir die persönlichen Ziele abhandengekommen sind.

 

Kennt ihr eine ähnliche Situation und wie seid ihr damit umgegangen?

 

viele Grüße

 

Olli

Hallo Olli,

 

ich kenne solche Zustände immer dann, wenn ich einen persönlichen Entwicklungsschub durchmache.

Wie gehe ich damit um? Ich rede viel mit meiner Frau und warte ab. Irgendwie findet sich immer ein Auslöser, der etwas in Gang setzt und dann geht es weiter. Es kann ein Buch, ein Gespräch oder ein Seminar sein. Oder auch etwas Kreatives. Vielleicht könntest Du Deine Situation in ein Bild fassen. (Aber das sind natürlich nur ganz allgemeine Ratschläge),

 

viele Grüße,

 

Matthias

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Guest Claudia

Hi Olli,

 

das ist ja mutig, sowas sehr Persönliches hier anzufangen... :blink:

 

Ich kann da nur persönlich drauf antworten...schicke Dir das lieber als PM.

 

Grüße,

Claudia

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Hallo, Olli,

 

ich kenne solche Phasen auch. Ich glaube, an dem was Mat von den Entwicklungsschüben schreibt, ist 'was dran. Bei mir war die innere Leere oft - wenn ich mir's im Nachhinein angeschaut habe - ein Ergebnis davon, dass ich an etwas festgehalten und mich der Entwicklung nicht geöffnet habe.

 

An ein Mal kann ich mich sehr genau erinnern, da war alles so wie du beschreibst: Alles in Ordnung, und da dachte ich: Genau so sollte es jetzt für immer bleiben. Und in dem Moment fing das mit der Leere an, wie ich im Nachhinein rekonstruiert habe.

 

Vielleicht lohnt es sich für dich also, dir die Frage zu stellen: Welche Veränderung steht an, der ich mich nicht stellen möchte? Gibt es Risiken, denen ich mich bisher nicht gestellt habe, für die ich aber inzwischen reif wäre?

 

Vielleicht ist es gerade deine Gottesbeziehung, die zum Stillstand gekomnmen ist? Ich erinnere mich, dass du kürzlich in einem anderen thread in diese Richtung geschrieben hat. Leben ist Veränderung, Gott ist Leben, also ist Gott Veränderung (au Mann, wenn das Volker läse ...).

 

Liebe Grüße - Inge

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Guest Claudia

Hi Inge,

 

merkwürdig - gerade bei dem Gefühl *so soll es bitte bleiben* sind bei mir immer irgendwelche Probleme mit im Paket drin und so gar nicht ALLES in Ordnung... Schon erstaunlich, wie verschieden die Leute sind....:blink:

 

Viele Grüße (auch wenn ich Deinen letzten Absatz so gar nicht teilen kann... was Dich nicht wirklich wundern wird...:P)

Claudia

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Hallo Olli,

 

meine erste Antwort ist leider mit dem Rechnerabsturz ins Nirvana gewandert.

 

Was kann man gegen solche "Leerkrisen" ausrichten? Man kann sich entsinnen, dass bei den schlauen Griechen die Worte für "Krise" und "Chance" dasselbe war. Wenn eine Krise nicht lebensbedrohlich ist, dann handelt es sich um eine neue Chance.

 

Es gibt mehrer Gründe für eine solche Krise, und ich kann Dir natürlich keine Antwort auf die Frage geben, woher Deine Krise kommt, ich kann Dir nur Andeutungen geben, was davon zutrifft kannst nur Du herausfinden. Folglich wird einiges, was ich hier schreibe, nicht auf Dich passen.

 

Eine der möglichen Ursachen besteht darin, dass man nach einiger Zeit anfängt, zuviel im Leben als zu selbstverständlich hinzunehmen. Erinnere Dich mal daran, wie das bei Deinem ersten Auto war: Du hast Dich ein paar Wochen lang irrsinnig darauf gefreut. Heute hast Du seit Jahren ein Auto, und es ist nicht nur völlig selbstverständlich, es ist eher eine Quelle der Nerverei. Denn es fällt Dir nur dann auf, wenn es mal nicht funktioniert. So ist das mit vielen Dingen.

 

Und weil es so gut passt, erlaube ich mir, hier eine Liste der Selbstverständlichkeiten einfach noch einmal zu posten, weil sie hier viel besser aufgehoben ist als im Geburtstagsthread (und weil es auch nichts macht, die Liste zweimal zu lesen):

 

 

Wofür wir dankbar sein sollten, es oft aber nicht mal registrieren:

 

den Partner, der Dir jede Nacht die Decke wegzieht - weil es bedeutet, dass er mit niemand anderem unterwegs ist,

 

das Kind, das nicht sein Zimmer aufräumt und lieber fern sieht - weil es bedeutet, dass es zu Hause ist und nicht auf der Straße,

 

die Steuern, die ich zahlen muss - weil es bedeutet, dass ich eine Beschäftigung habe,

 

die riesige Unordnung, die ich nach der gefeierten Party aufräumen muss - weil es bedeutet, dass ich von Freunden umgeben war,

 

die Kleidung, die mal wieder zu eng geworden ist - weil es bedeutet, dass ich genug zu essen habe,

 

den Schatten, der mich bei meiner Arbeit "verfolgt" - weil es bedeutet, dass ich mich im Sonnenschein befinde,

 

den Teppich, den ich saugen muss und die Fenster, die geputzt werden müssen - weil es bedeutet, dass ich ein Zuhause habe,

 

die vielen Beschwerden, die ich über die Regierung höre - weil es bedeutet, dass wir die Redefreiheit besitzen,

 

die Straßenbeleuchtung, die so endlos weit von meinem Parkplatz weg ist - weil es bedeutet, dass ich laufen kann und ein Beförderungsmittel besitze,

 

die hohe Heizkostenrechung - weil es bedeutet, dass ich's warm habe,

 

die Frau hinter mir in der Kirche, die so falsch singt - weil es bedeutet, dass ich hören kann,

 

den Wäscheberg zum Waschen und Bügeln - weil es bedeutet, dass ich Kleider besitze,

 

die schmerzenden Muskeln am Ende eines harten Arbeitstages - weil es bedeutet, dass es mir möglich ist, hart zu arbeiten,

 

den Wecker, der mich morgens unsanft aus meinen Träumen reißt - weil es bedeutet, dass ich am Leben bin,

 

und schließlich:

 

die vielen nervenden E-Mails - weil es bedeutet, dass ich Freunde habe und es genügend Menschen gibt, die an mich denken.

 

...und solltest du glauben, Dein Leben wäre "beschissen", dann lies dies nochmal!

 

Es ist uns oft nicht bewusst, was wir am Leben haben, weil wir es als so selbstverständlich hinnehmen. Das ist einer der Gründe, warum die Menschen in Bangladesh (einem der ärmsten Staaten der Erde) glücklicher sind als die Menschen in Deutschland. Eigentlich beschämend ...

 

Vielleicht fängst Du einfach mal an, setzt Dich hin, und schreibst für Dich eine ähnliche Liste auf. Was nervt Dich alles, und was ist eigentlich das Gute daran?

 

(Fortsetzung folgt)

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Kennt ihr eine ähnliche Situation und wie seid ihr damit umgegangen?

Hallo Oli,

 

ich bin mittendrin in dieser Krisis.

 

Wenn ich danach für Dich eine Antwort habe,

schreibe ich sie für Dich gerne.

 

gruss

peter

 

 

PS:

Zwar freudig über die Antwortmöglichkeiten der Welt um mich herum,

aber genervt fragend:

 

Soll das alles gewesen sein ???

 

 

 

Und ein Gedanke, mein Gebet, mein Schrei an Gottes Ohr:

 

Gott, du willst Menschen schaffen.

Ist OK, Nur ?

WARUM nimmst und schaffst Du mich jetzt hier und heute.

Edited by pmn
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Ich finde deine Liste gut, Volker - aber (auch wenn es streng genommen nicht hierhergehört) mich bewegt die Frage: WEM willst Du eigentlich dankbar sein?

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Ich finde deine Liste gut, Volker - aber (auch wenn es streng genommen nicht hierhergehört) mich bewegt die Frage: WEM willst Du eigentlich dankbar sein?

Nachtigall, ick hör dir trappsen... :blink:

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Guest Claudia

@Thomas: allen, die dazu beitragen, diese Liste zu erstellen natürlich. Also Frau, Kinder, Freundin, Freunde, Cheffe, ...

 

Is doch klar, oder... :blink: ?

Edited by Claudia
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@Thomas: allen, die dazu beitragen, diese Liste zu erstellen natürlich. Also Frau, Kinder, Freundin, Freunde, Cheffe, ...

Teils auch sich selbst, teils dem Glück, das man gehabt hat.

 

Aber man muss nicht einmal dankbar sein, man kann sich auch so schlicht darüber freuen. :blink:

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Hallo Olli,

 

ich kenne dieses Gefühl immer dann, wenn ich im Alltag festgefahren bin. Da ich ein sehr kreativer Mensch bin, brauche ich auch immer neue Herausforderungen. Wenn ich dieses Gefühl der inneren Leere habe, dann suche ich mir eine neue Aufgabe. Es ist nicht, dass ich nicht genug um die Ohren hätte, darum geht es nicht. Sondern es ist die Herausforderung an sich. Da hilft auch die liebevollste Familie oder die besten Freunde nichts. Manchmal bete ich den Rosenkranz um die Leere in mir zu füllen, aber meistens endet es damit, dass ich was ganz neues mache. So was wie der "Kick" im Alltag.

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Der nächste Punkt, der oft zu Krisen führt, ist in der Tat das Fehlen von Zielen. Wenn man schon "alles" erreicht hat, was soll man dann noch tun? Hier hilft nur, sich eine Liste von dem zu machen, was man im Leben noch erreichen möchte. Wenn diese Liste leer ist, dann ist es auch kein Wunder, wenn man sich leer fühlt. Dasselbe, wenn auf der Liste nur unerreichbare Dinge stehen oder Dinge, die man aus eigener Kraft nicht schaffen kann.

 

Aus dieser Krise findet man nur heraus, wenn man sich selbst neue Ziele setzt. Das ist nicht so einfach, wie es sich anhört (bei Bedarf erzähle ich gerne mehr darüber).

 

(Fortsetzung folgt - sonst kriege ich meine Bahn nicht).

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Teils auch sich selbst, teils dem Glück, das man gehabt hat.

Homo homini deus est :blink:

 

 

was schon Feuerbach als seinen obersten praktischen Grundsatz erklärte und damit wieder bei einer - wenn auch anderen Form - der Religion landete... :P

 

Grüße

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Hi Leute,

 

seit langer Zeit mache ich mal wieder ein Thema auf, und zwar aus gegebenem persönlichen Anlaß. Seit einigen Monaten fühle ich eine ziemliche innere Leere, die ich mir gar nicht so  recht erklären kann.

"Eigentlich" habe ich alles, was man so braucht, eine Ehefrau, mit der ich mich gut verstehe, einen guten Job, keine gesundheitlichen Probleme, Freunde, eine gute Gemeinde... und doch scheint es mir, als ob mir die persönlichen Ziele abhandengekommen sind.

 

Kennt ihr eine ähnliche Situation und wie seid ihr damit umgegangen?

 

viele Grüße

 

Olli

Hallo Olli,

 

ich kenne solche Zustände immer dann, wenn ich einen persönlichen Entwicklungsschub durchmache.

Wie gehe ich damit um? Ich rede viel mit meiner Frau und warte ab. Irgendwie findet sich immer ein Auslöser, der etwas in Gang setzt und dann geht es weiter. Es kann ein Buch, ein Gespräch oder ein Seminar sein. Oder auch etwas Kreatives. Vielleicht könntest Du Deine Situation in ein Bild fassen. (Aber das sind natürlich nur ganz allgemeine Ratschläge),

 

viele Grüße,

 

Matthias

Hi Matthias,

 

was genau meinst du mit "Entwicklungsschub"?

Natürlich geht es immer irgendwie weiter, aber irgendwie merke ich, daß etwas anders als früher ist. Dinge, die mir früher Spaß gemacht haben, machen mir heute z. B. weniger Spaß.

 

Ok, du hast nach einem Bild gefragt, hmm, laß mich überlegen. Wie wenn bei einem Farbfernseher die Farbe ausfällt, und alles schwarz-weiß ist. Man kann noch alles genauso scharf erkennen, das Bild ist scharf und ok, aber eben ohne Farbe.

 

viele Grüße

 

Olli

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Hallo, Olli,

 

ich kenne solche Phasen auch. Ich glaube, an dem was Mat von den Entwicklungsschüben schreibt, ist 'was dran. Bei mir war die innere Leere oft - wenn ich mir's im Nachhinein angeschaut habe - ein Ergebnis davon, dass ich an etwas festgehalten und mich der Entwicklung nicht geöffnet habe.

 

An ein Mal kann ich mich sehr genau erinnern, da war alles so wie du beschreibst: Alles in Ordnung, und da dachte ich: Genau so sollte es jetzt für immer bleiben. Und in dem Moment fing das mit der Leere an, wie ich im Nachhinein rekonstruiert habe.

 

Vielleicht lohnt es sich für dich also, dir die Frage zu stellen: Welche Veränderung steht an, der ich mich nicht stellen möchte? Gibt es Risiken, denen ich mich bisher nicht gestellt habe, für die ich aber inzwischen reif wäre?

 

Vielleicht ist es gerade deine Gottesbeziehung, die zum Stillstand gekomnmen ist? Ich erinnere mich, dass du kürzlich in einem anderen thread in diese Richtung geschrieben hat. Leben ist Veränderung, Gott ist Leben, also ist Gott Veränderung (au Mann, wenn das Volker läse ...).

 

Liebe Grüße - Inge

Hallo Inge,

 

ja, könnte sein, daß eine Veränderung bei uns ansteht - ein Kinderwunsch, der aber aufgrund der gesundheitlichen Lage meiner Frau nicht so ganz einfach ist (sie muß erst bestimmte Medikamente absetzen - das alles liest sich leichter, als es ist).

 

viele Grüße

 

Olli

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Hallo Olli,

 

meine erste Antwort ist leider mit dem Rechnerabsturz ins Nirvana gewandert.

 

Was kann man gegen solche "Leerkrisen" ausrichten? Man kann sich entsinnen, dass bei den schlauen Griechen die Worte für "Krise" und "Chance" dasselbe war. Wenn eine Krise nicht lebensbedrohlich ist, dann handelt es sich um eine neue Chance.

 

Es gibt mehrer Gründe für eine solche Krise, und ich kann Dir natürlich keine Antwort auf die Frage geben, woher Deine Krise kommt, ich kann Dir nur Andeutungen geben, was davon zutrifft kannst nur Du herausfinden. Folglich wird einiges, was ich hier schreibe, nicht auf Dich passen.

 

Eine der möglichen Ursachen besteht darin, dass man nach einiger Zeit anfängt, zuviel im Leben als zu selbstverständlich hinzunehmen. Erinnere Dich mal daran, wie das bei Deinem ersten Auto war: Du hast Dich ein paar Wochen lang irrsinnig darauf gefreut. Heute hast Du seit Jahren ein Auto, und es ist nicht nur völlig selbstverständlich, es ist eher eine Quelle der Nerverei. Denn es fällt Dir nur dann auf, wenn es mal nicht funktioniert. So ist das mit vielen Dingen.

 

Und weil es so gut passt, erlaube ich mir, hier eine Liste der Selbstverständlichkeiten einfach noch einmal zu posten, weil sie hier viel besser aufgehoben ist als im Geburtstagsthread (und weil es auch nichts macht, die Liste zweimal zu lesen):

 

 

Wofür wir dankbar sein sollten, es oft aber nicht mal registrieren:

 

den Partner, der Dir jede Nacht die Decke wegzieht - weil es bedeutet, dass er mit niemand anderem unterwegs ist,

 

das Kind, das nicht sein Zimmer aufräumt und lieber fern sieht - weil es bedeutet, dass es zu Hause ist und nicht auf der Straße,

 

die Steuern, die ich zahlen muss - weil es bedeutet, dass ich eine Beschäftigung habe,

 

die riesige Unordnung, die ich nach der gefeierten Party aufräumen muss - weil es bedeutet, dass ich von Freunden umgeben war,

 

die Kleidung, die mal wieder zu eng geworden ist - weil es bedeutet, dass ich genug zu essen habe,

 

den Schatten, der mich bei meiner Arbeit "verfolgt" - weil es bedeutet, dass ich mich im Sonnenschein befinde,

 

den Teppich, den ich saugen muss und die Fenster, die geputzt werden müssen - weil es bedeutet, dass ich ein Zuhause habe,

 

die vielen Beschwerden, die ich über die Regierung höre - weil es bedeutet, dass wir die Redefreiheit besitzen,

 

die Straßenbeleuchtung, die so endlos weit von meinem Parkplatz weg ist - weil es bedeutet, dass ich laufen kann und ein Beförderungsmittel besitze,

 

die hohe Heizkostenrechung - weil es bedeutet, dass ich's warm habe,

 

die Frau hinter mir in der Kirche, die so falsch singt - weil es bedeutet, dass ich hören kann,

 

den Wäscheberg zum Waschen und Bügeln - weil es bedeutet, dass ich Kleider besitze,

 

die schmerzenden Muskeln am Ende eines harten Arbeitstages - weil es bedeutet, dass es mir möglich ist, hart zu arbeiten,

 

den Wecker, der mich morgens unsanft aus meinen Träumen reißt - weil es bedeutet, dass ich am Leben bin,

 

und schließlich:

 

die vielen nervenden E-Mails - weil es bedeutet, dass ich Freunde habe und es genügend Menschen gibt, die an mich denken.

 

...und solltest du glauben, Dein Leben wäre "beschissen", dann lies dies nochmal!

 

Es ist uns oft nicht bewusst, was wir am Leben haben, weil wir es als so selbstverständlich hinnehmen. Das ist einer der Gründe, warum die Menschen in Bangladesh (einem der ärmsten Staaten der Erde) glücklicher sind als die Menschen in Deutschland. Eigentlich beschämend ...

 

Vielleicht fängst Du einfach mal an, setzt Dich hin, und schreibst für Dich eine ähnliche Liste auf. Was nervt Dich alles, und was ist eigentlich das Gute daran?

 

(Fortsetzung folgt)

Hi Volker,

 

danke für die Antwort. Es stimmt, oftmals merken wir die vielen Dinge nicht, die unser Leben im Grunde doch recht angenehm machen - weil wir sie für selbstverständlich erachten.

 

Eine Krise ist natürlich auch eine Chance - meine letzte berufliche Krise hat letztendlich dahin geführt, daß ich nun einen Job habe, mit dem ich zufrieden bin.

 

Was mich nervt ... hmm, nun ja, meine PC-Tastatur zum Beispiel, die tut nicht so gescheit. Das gute daran: irgendwie funktioniert sie ja doch.

 

viele Grüße

 

Olli

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Kennt ihr eine ähnliche Situation und wie seid ihr damit umgegangen?

Hallo Oli,

 

ich bin mittendrin in dieser Krisis.

 

Wenn ich danach für Dich eine Antwort habe,

schreibe ich sie für Dich gerne.

 

gruss

peter

 

 

PS:

Zwar freudig über die Antwortmöglichkeiten der Welt um mich herum,

aber genervt fragend:

 

Soll das alles gewesen sein ???

 

 

 

Und ein Gedanke, mein Gebet, mein Schrei an Gottes Ohr:

 

Gott, du willst Menschen schaffen.

Ist OK, Nur ?

WARUM nimmst und schaffst Du mich jetzt hier und heute.

Hi pmn,

 

da sind wir ja in einer ähnlichen Situation. :blink:

Wir können ja in einem Jahr uns nochmals hier austauschen - vielleicht ist es dann ja besser geworden? Anders aber in jedem Fall...

 

viele Grüße

 

Olli

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Hallo Olli,

 

ich kenne dieses Gefühl immer dann, wenn ich im Alltag festgefahren bin. Da ich ein sehr kreativer Mensch bin, brauche ich auch immer neue Herausforderungen. Wenn ich dieses Gefühl der inneren Leere habe, dann suche ich mir eine neue Aufgabe. Es ist nicht, dass ich nicht genug um die Ohren hätte, darum geht es nicht. Sondern es ist die Herausforderung an sich. Da hilft auch die liebevollste Familie oder die besten Freunde nichts. Manchmal bete ich den Rosenkranz um die Leere in mir zu füllen, aber meistens endet es damit, dass ich was ganz neues mache. So was wie der "Kick" im Alltag.

Hallo utah,

 

ja eine neue Herausforderung wär nicht schlecht. Im Alltag etwas neues.. ja, also in meinem Job habe ich schon recht gute Abwechslung.

 

Interessanterweise ist es so, daß ich die meisten Krisengefühle am Wochenende habe und nicht während der Woche (da bin ich ja beschäftigt). Vielleicht sollte ich wieder mehr Sport machen so wie früher - aber ehrlich gesagt mag ich dieses Wetter im Moment nicht so... :ph34r:

 

Eigentlich wollte ich mit meinen Kollegen zum Skifahren, aber meine Schwiegermutter hat an diesem Wochenende Geburtstag...

 

viele Grüße

 

Olli

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Eine Krise ist natürlich auch eine Chance - meine letzte berufliche Krise hat letztendlich dahin geführt, daß ich nun einen Job habe, mit dem ich zufrieden bin.

 

Ja, und wichtig ist, zu sehen, dass sich auch hier wieder eine neue Chance verbirgt, auch, wenn sie noch nicht offensichtlich zu sehen ist (wenn es offensichtlich wäre, wäre es keine Krise ...). Es ist genau die Art von Krise, aus der hervorgeht, einmal etwas anderes zu versuchen als bisher, aus der Routine auszubrechen.

 

Es kann natürlich auch etwas ganz Anderes sein: Eine dringend notwendige Erholungspause von Stress und Hektik.

 

Was mich nervt ... hmm,  nun ja,  meine PC-Tastatur zum Beispiel, die tut nicht so gescheit. Das gute daran: irgendwie funktioniert sie ja doch.

 

Viel besser noch - wieviele Menschen auf dieser Welt haben denn überhaupt einen Computer?

 

Außerdem lässt sich eine Tastatur auch einfach auswechseln. Das sollte also das geringste Problem sein ...

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"Eigentlich" habe ich alles, was man so braucht, eine Ehefrau, mit der ich mich gut verstehe, einen guten Job, keine gesundheitlichen Probleme, Freunde, eine gute Gemeinde... und doch scheint es mir, als ob mir die persönlichen Ziele abhandengekommen sind.

Tja, mache dir Sorgen. Dann hast du deine depressive Phase gleich hinter dir.

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Tja, mache dir Sorgen. Dann hast du deine depressive Phase gleich hinter dir.

Und bist mittendrin der Schlaflosen.

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Wir können ja in einem Jahr uns nochmals hier austauschen - vielleicht ist es dann ja besser geworden? Anders aber in jedem Fall...

Am 1. März 2005 sprechen wir darüber.

 

neugierig und bis dahin

mit Gruss

peter

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Hallo allerseits,

 

also heute morgen hatte ich ein ziemlich blödes Gefühl gehabt.

Hatte irgendwie Mikos (Minderwertigkeitskomplexe)...

Im Laufe des Tages ist es dann besser geworden - auf der Arbeit hab ich mich wohlgefühlt, und es war ganz ok. Danach heute abend ist es auch soweit ganz in Ordnung bislang...

 

Habe ein paar Beiträge geschrieben, und ein bißchen gelesen.

Hm, wahrscheinlich ist das alles ziemlich uninteressant, aber ich dachte, plauder halt mal ein bißchen.

 

viele Grüße

 

Olli

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