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Glauben- ganz oder gar nicht?


MaryPoppins
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MaryPoppins

Hallo zusammen,

 

ich bin neu hier und habe mich jetzt erst mal eine Weile interessiert durch Eure Beiträge gewurschtelt :blink:

 

Und heute habe ich auch mal eine Frage auf dem Herzen.

 

Ich hatte heute mittag ein Gespräch mit einer Frmkatechetin und der Mutter einer Firmbewerberin.

 

Die Vorbereitnung auf die Firmung läuft bei uns so ab, daß die Jugendlichen erst einen Glaubenskurs besuchen und danach kommt die "normale" Firmvorbereitung.

Dieser Glaubenskurs ist eigentlich die Vorbereitung auf die Neukatechumenalen Gemeinschaften (von einem hier habe ich gelesen, daß er auch in einer Gemeinschaft ist)

Am Wochenende hatten sie nun ihren Abschluß und einer der Katecheten hat die Jugendlichen wohl so unter Druck gesetzt, daß ALLE aus Angst gesagt haben, sie wollten den NK Weg weitergehen.

 

Die oben erwähnte Mutter war nun völlig fertig, weil sie nciht wollte, daß ihre Tochter das macht und weil die Kinder dort so unter Druck gesetzt wurden. Und sie hat gedroht, daß ihre Tochter dann eben gar nicht zur Firmung geht, und das obwohl ihr eigentlich schon sehr viel daran liegt und ich sie als eine der wenigen einschätze, die das ernst nimmt.

 

Grundsätzlich bin ich schon der Meinung, daß man ein Sakrament schon mit der nötigen Gesinnung angehen sollte. Und wer es nicht ernst meint "fliegt raus" , aber bei Jugendlichen in dem Alter (15/16 JAhre) nach dem Motto "ganz oder gar nicht" vorzugehen halte ich doch für sehr übertrieben und weltfremd.

 

Ist es denn gar nicht mehr wichtig, die Menschen wieder zur Kirche zu führen?

Kann "die Kirche" denn mit einem vorsichtigen Annähern nichts anfangen?

Ist das denn gar nichts wert?

 

Liebe Grüße

Mary

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Justin Cognito
Ist es denn gar nicht mehr wichtig, die Menschen wieder zur Kirche zu führen?

Kann "die Kirche" denn mit einem vorsichtigen Annähern nichts anfangen?

Ist das denn gar nichts wert?

Vor allem halte ich es für sehr bedenklich wenn ein bestimmter spiritueller Zugang mit der Einlasspforte zur Kirche verwechselt wird. Hier sitzt das Problem tiefer. Denn ohne den neokatechumenalen Weg verurteilen zu wollen, er ist doch ein Weg unter vielen. Ich bin überzeugt davon, dass es eine gute Möglichkeit ist ihn für Mitglieder einer Pfarrgemeinde anzubieten, aber als Teil der Fimvorbereitung halte ich ihn für äusserst daneben. Ich würde hier dringend zu einem Gespräch mit dem Pfarrer anraten.

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Die Vorbereitnung auf die Firmung läuft bei uns so ab, daß die Jugendlichen erst einen Glaubenskurs besuchen und danach kommt die "normale" Firmvorbereitung.

Dieser Glaubenskurs ist eigentlich die Vorbereitung auf die Neukatechumenalen Gemeinschaften (von einem hier habe ich gelesen, daß er auch in einer Gemeinschaft ist)

Liebe Mary,

erst einmal herzlich willkommen hier.

 

Prinzipiell finde ich die Idee mit dem Glaubenskurs ganz hervorragend - denn an anderer Stelle gibt es auch die Diskussion, ob man denn ohne jegliches Glaubenswissen zur Firmung zugelassen werden könne. Sprich: ob man dem Glaubensbekenntnis zusimmen sollte, ohne zu wissen, was drin steht.

 

Am Wochenende hatten sie nun ihren Abschluß und einer der Katecheten hat die Jugendlichen wohl so unter Druck gesetzt, daß ALLE aus Angst gesagt haben, sie wollten den NK Weg weitergehen.

 

Die oben erwähnte Mutter war nun völlig fertig, weil sie nciht wollte, daß ihre Tochter das macht und weil die Kinder dort so unter Druck gesetzt wurden. Und sie hat gedroht, daß ihre Tochter dann eben gar nicht zur Firmung geht, und das obwohl ihr eigentlich schon sehr viel daran liegt und ich sie als eine der wenigen einschätze, die das ernst nimmt.

 

Den Druck, bei einer bestimmten Gruppe mitzumachen und deren Weg zu gehen, halte ich allerdings für völlig verkehrt - das geht in der Regel nach hinten los. Kirche lebt vom Geist - das heißt BeGEISTerung - und nicht von Angst. An der Stelle dieser Mutter hätte ich auch so gehandelt.

 

Grundsätzlich bin ich schon der Meinung, daß man ein Sakrament schon mit der nötigen Gesinnung angehen sollte. Und wer es nicht ernst meint "fliegt raus" , aber bei Jugendlichen in dem Alter (15/16 JAhre) nach dem Motto "ganz oder gar nicht" vorzugehen halte ich doch für sehr übertrieben und weltfremd.

Volle Zustimmung.

 

Ist es denn gar nicht mehr wichtig, die Menschen wieder zur Kirche zu führen?

Kann "die Kirche" denn mit einem vorsichtigen Annähern nichts  anfangen?

Ist das denn gar nichts wert?

Verwechsle nicht das dumme Verhalten eines Einzelnen mit "die Kirche"! Im Gegenteil: Du bist hier - mit Deiner Einstellung - genauso "die Kirche" wie dieser Katechet. Sprich mit ihm - oder besser noch - wie Kryztow rät - mit dem Pfarrer und ihm. Nur über ihn zu reden und nicht mit ihm, halte ich allerdings für falsch. Denn vielleicht gibt es ja auch einfach Missverständnisse bei den Firmbewerbern.

 

Gruß,

Lucia

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Peter Esser

Liebe Mary Poppins – Ihnen wollte ich immer schon mal schreiben! :blink:

 

Aber zu der Frage; der Teilnehmer aus der Neukatechumenalen Bewegung war, soweit ich weiß, Robert Ketelhohn. Am besten erreicht man ihn wohl über seine Homepage http://www.domus-ecclesiae.de, denn er hat sich aus dem Forum abgemeldet.

 

Ich begleite zur Zeit selber einen Firmkurs und denke, dass es wichtig ist, den Jugendlichen die Entscheidung zu ermöglichen, ja oder nein zur Firmung zu sagen. Keinesfalls darf die Entscheidung zur Firmung jedoch an einen bestimmten geistlichen Weg geknüpft werden oder gar mit Druck verbunden sein. Es wird wohl immer schwierig sein, den Jugendlichen einerseits keinen Druck zu machen, ihnen aber auch auf der anderen Seite zu sagen, dass Christsein ewas «kostet».

 

Ich finde, dass da etwas falsch läuft –und das kann auch nicht im Sinne der Neukatechumenalen Bewegung sein. Ein Gespräch mit dem Pfarrer und den Firmkatecheten über Erwartungen und Ansprüche wäre wohl dringend nötig.

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Ich kann mich den Vorschreibern und -innen nur anschließen, Mary Poppins (herzlich willkommen! Bist Du wirklich mit dem Regenschirm ins Forum geflogen?)

 

Firmung ist Bekenntnis zum katholischen Glauben - und die una sancta catholica ist viiiieeeel größer als der neokatechumenale Weg. Also: mit dem Katecheten reden - das würde ich zuerst tun, vielleicht klärt sich dann manches auf. Wenn der wirklich so stur ist, wie es den Anschein hat, mit dem Pfarrer, und wenn der auch so stur ist, mit dem Bischof, der firmt.

 

Einfach wegbleiben fände ich nicht richtig.

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Peter Esser

(Solange sie nicht den Regenschirm aufspannt und wieder davonsegelt, scheint mir alles im grünen Bereich zu sein …)

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Ich habe persönliche Erfahrungen mit dem Neokatechumenat. Eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte, auch wenn ich erkannt habe, daß es für mich nicht das richtige war.

Ich denke, schaden kann es nicht, was mir an der Gruppe zusagte, ist daß sie das AT und das NT mit den Augen der Erwachsenen lesen und das ist bei Jugendlichen, die gefirmt werden sicher sinnvoller als ein Kinderglauben.

Es wurde allerdings nie Druck ausgeübt, weiterzumachen, höchstens daß man sich unbewußt mitreißen läßt.

Ich denke, du solltest mit den zuständigen reden, denn auch die Neokatechumenalen haben kein Interesse daran, daß einer bei Ihnen aus Angst ist.

:blink:

Willkommen an Bord :P

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(Solange sie nicht den Regenschirm aufspannt und wieder davonsegelt, scheint mir alles im grünen Bereich zu sein …)

Wenn der Wind dreht, isse wech...

 

Das wäre aber schade!

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Hallo Mary,

 

ich selber habe auch schon mehrere Firmkurse begleitet und möchte dazu aus einem anderen Blickwinkel berichten. Es ist nicht leicht, qualifizierte Firmkatecheten zu finden, die es auf sich nehmen, den Weg der Jugendlichen zu begleiten. Bei den Kommunionkatecheten machen das oft die Mütter, un wenn es gelingt, dann auch angemessen.

 

Nun ist das bei den Jugendlichen nicht ganz so einfach, vor allen Dingen habe ich bisher noch keinen Jugendlichen gesehen, der seine Mutter oder seinen Vater als Katechet akzeptiert hätte. Wenn man da nicht ganz sicher und fest steht, dann kann es leicht sein, dass man nicht nur von den Fragen, sondern auch vom Umgangton innerhalb der Gruppen weggepustet wird.

 

Wenn dann jemand aus einer der Neugen Geistlichen Gemeinschaften kommt und sagt, er mache das, wird da wohl niemand nein sagen können. Ich habe es in der Nachbargemeide genau geobachtet, denn dort ist das Opus Dei recht aktiv und hat sich auch in die Firmkatechese eingeklinkt. Ich habe aber nicht eine einzige Klage gehört.

 

Ich selber halte mich aus diesen Gemeinschaften raus und wäre grundsätzlich überaus aufmerksam, wenn ich wüßte, das einer meiner Söhne in solch einer Gruppe wäre - sobald Druck aufkäme, würde ich sofort aktiv. Aber bevor man die Pferde ganz scheu macht, sollte man vielleicht ganz in Ruhe mit dem Katecheten reden. Wie ist das bei ihm angekommen, dass die Jugendlichen unisono "dabei" waren. War er irritiert, oder hat er es als Erfolg gefeiert. Ist er auf die Idee gekommmen, dass die Jugendlichen das als Druck empfunden haben? Oder waren sie tatsächlich begeistert und die Mutter hat nur einen Schreck bekommen und hat Bedenken - könnte ja auch sein?

 

Ein altes Thema ist die Frage - wie geht man um mit der Lauheit? Mit den Befindlichkeiten der Eltern und Großeltern? Welches Bekenntnis fordert man den Jugendlichen ab? Das ist ein schwieriges Thema und wird sehr kontrovers diskutiert. Was wissen wir schon, wie jemand reagiert, der sich zurückgestoßen fühlt? Die Verantwortung ist hoch.

 

Herzliche Grüße

Martin

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Hallo,

 

ich finde es bedenklich, wenn jemand einen geistlichen Weg als den einzig richtigen Weg propagiert. Ich kann mir gut vorstellen, dass jemand, der in einer geistlichen Gemeinschaft gute Erfahrungen gemacht hat, diese auch Anderen weitergeben möchte und dass er Schwierigkeiten damit haben kann, wenn Andere diesen Weg für sich nicht gehen wollen.

Leider, so meine Erfahrungen, neigen viele neue geistliche Gemeinschaften ein wenig zu dieser Vereinnahmung. Ich habe so etwas bei drei verschiedenen Gelegenheiten erlebt, bei Leuten aus der Charismatischen Bewegung, bei Fokularen und bei Leuten von San Egidio. Ich sage nicht, dass dies im Sinne dieser Gemeinschaft war, aber es gibt doch anscheinen genug Leute, die gerne Macht über Andere ausüben und dies dann in einem solchen Kontext missbrauchen.

 

Aber: Kirche ist keine Gehirnwäsche und keine Zwangsveranstaltung sondern die Zusammenkunft von Gläubigen, die sich freiwillig für diesen Glauben entschieden haben.

 

Viele Grüße,

 

Matthias

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Hallo Matthias,

 

so recht du im Einzelfall auch hast - Jesus war auch fordernd, was die Klarheit und Konsequenz der Entscheidung angeht. Wer nicht mit mir sammelt, zerstreut.

 

Wie eindeutig ist unser "ja"?

 

Und wo beginnt und endet die Freiheit einer Entscheidung, ab wann ist es nur ein Druck, dem man sich beugt?

 

Herzliche Grüße

Martin

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MaryPoppins
(Solange sie nicht den Regenschirm aufspannt und wieder davonsegelt, scheint mir alles im grünen Bereich zu sein …)

Wenn der Wind dreht, isse wech...

 

Das wäre aber schade!

Neee, neee, so leicht werdet Ihr mich nicht los :lol: Ich habe meinen Schirm festgebunden :blink:

 

Also erst mal Danke für Euer Willkommen und Eure Antworten.

 

Ich denke auch, daß es in diesem FAll zuerst ein Problem mit diesem speziellen KAtecheten ist, oder vielleicht doch auch mit dieser Mutter?

 

Sie hat sich nämlich jetzt mal mit anderen Eltern unterhalten und es scheinen wohl doch nicht alle Firmbewerber das als so schlimm empfunden zu haben.

Aber natürlich können solche gemeinsamen Erfahrungen auch recht euphorisch machen und man läßt sich von der Gruppe mitreißen.

 

Auf jeden Fall hat sie heute abend ein Gespräch mit dem Pastor. ich bin mal gespannt, was dabei raus kommt.

 

ICh persönlich halte den neukatechumenalen Weg eigentlich für sehr gut.

Aber mit Zwang funktioniert natürlich gar nichts.

 

LG

Mary

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Hallo Matthias,

 

so recht du im Einzelfall auch hast - Jesus war auch fordernd, was die Klarheit und Konsequenz der Entscheidung angeht. Wer nicht mit mir sammelt, zerstreut.

 

Wie eindeutig ist unser "ja"?

 

Und wo beginnt und endet die Freiheit einer Entscheidung, ab wann ist es nur ein Druck, dem man sich beugt?

 

Herzliche Grüße

Martin

Hallo Martin,

 

Paulus sagte, dass Christus das Fundament ist, und nicht eine theologische oder spirituelle Richtung oder eine bestimmte Tradition. Und ich kann nicht miene Richtung zu allein seligmachenden erklären.

 

Woher weißt Du, ob der Pfarrgemeinderatsvorsitzende ein klares Ja zu Christus ausspricht und ein renbellierender Firmling nicht?

Ich finde, wir sollten das Bekenntnis zu Jesus nicht mit einem Bekenntnis zur eigenen Pfarrgemeinde verwechseln. Auch wenn Glauben der Gemeinschaft bedarf, gibt es viele Menschen, die glaubén, die die Messe besuchen und die sich trotzdem weder an eine bestimmte Gemeinde noch an einen ebstimmten Verein gebunden fühlen,

 

viele Grüße,

 

Matthias

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Hallo Matthias,

 

kein Einwand dagegen. Aber ich vermute einfach mal, dass diese These in vielen Fällen Theorie ist. Wir wissen beide doch, wie schwierig es ist, nicht - wie in dem Gleichnis mit der Saat, die auf unterschiedliche Bodengegebenheiten trifft - im Alltag unterzugehen wie in den Dornen.

 

Es ging mir auch weniger darum, eine allein seligmachende Sonder-Gemeinschaft zu propagieren, es ging mir und die Konsequenz gelebten Glaubens. Ja oder Nein, statt ein wachsweiches Jein.

 

Herzliche Grüße

Martin

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Hallo Matthias,

 

kein Einwand dagegen. Aber ich vermute einfach mal, dass diese These in vielen Fällen Theorie ist. Wir wissen beide doch, wie schwierig es ist, nicht - wie in dem Gleichnis mit der Saat, die auf unterschiedliche Bodengegebenheiten trifft - im Alltag unterzugehen wie in den Dornen.

 

Es ging mir auch weniger darum, eine allein seligmachende Sonder-Gemeinschaft zu propagieren, es ging mir und die Konsequenz gelebten Glaubens. Ja oder Nein, statt ein wachsweiches Jein.

 

Herzliche Grüße

Martin

O.K.

 

Meine schwierigkeit, die ich hier gerade im Umgang mit Jugendlichen habe, ist, dass wir Erwachsene die Jugendlichen gern mit unseren Maßstäben messen. Anders gesagt: woher weiß ich, dass jemand, der sich überhaupt nicht am Gemeindeleben beteiligt, kein klares Ja zu Gott sagt?

 

Ich war 'mal in einer Firmvorbereitung, da gab es so ein Punktesystem. Da mussten Jugendliche bestimmte Aktivitäten im Kontext der Gemeinde durchführen, um gefirmt zu werden. Und das fand ich ganz schlimm.

 

Viele Grüße,

 

Matthias

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Justin Cognito

Ich habe auch etwas ambivalente Gefühle gegenüber dem Hochstilisieren der Entscheidung zu einem einmaligen, entscheidenden Akt. Das kenn ich vor allem von evangelikalen Gruppen: "Anerkennst du Jesus Christus als deinen persönlichen Herren und Retter ?" Vielmehr glaube ich das die Entscheidung nicht im "Entweder-oder Modus" getroffen wird (was in einer digitalen Zeit natürlich plausibel erscheint) sondern eine im Leben und Glauben immer wieder neu zu realisierende Antwort auf die immer schon vorher gegebenen Liebe Gottes ist.

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ICh persönlich halte den neukatechumenalen Weg eigentlich für sehr gut.

Aber mit Zwang funktioniert natürlich gar nichts.

Nur kurz zum Neokatechumenat, liebe Mary:

 

Ich weiß, dass ich bei einigen hier damit nicht auf Gegenliebe stoße, aber bei Arguellos "Weg" ist, wie auch bei andere sog. Neuen Geistlichen Gemeinschaften Wachsamkeit (ich will jetzt nciht "äußerste Vorsicht" sagen) geboten.

 

Schau dir z.B. mal das hier an.

http://www.relinfo.ch/nk/info.html

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ICh persönlich halte den neukatechumenalen Weg eigentlich für sehr gut.

Aber mit Zwang funktioniert natürlich gar nichts.

Nur kurz zum Neokatechumenat, liebe Mary:

 

Ich weiß, dass ich bei einigen hier damit nicht auf Gegenliebe stoße, aber bei Arguellos "Weg" ist, wie auch bei andere sog. Neuen Geistlichen Gemeinschaften Wachsamkeit (ich will jetzt nciht "äußerste Vorsicht" sagen) geboten.

 

Schau dir z.B. mal das hier an.

http://www.relinfo.ch/nk/info.html

Danke, dass du das jetzt sagst. Ich wollte es nicht aussprechen (auch wenn ich mir hier keinen Ketelhohn mehr einhandeln kann)

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Innerhalb der NK-Bewegung gibt es eine straffe hierarchische Organisation. Die Bewegung selbst versteht den Aufbau nicht als Hierarchie, sondern als Verteilung von Charismen und Ämtern im urchristlichen Sinn. Innerhalb der Bewegung herrscht absoluter Gehorsam, der jeweils der Stufentiefere dem Stufenhöheren entgegenbringen muss, und der besonders gegenüber den Katechisten seine Anwendung findet. Der Katechist weiss zu jeder Zeit, was für 'seine' Katechumenaten gut ist, und er ist es auch, der die Prüfungen abnimmt und darüber entscheidet, ob jemand auf dem Stufen-Weg weiter kommt oder nochmals zurück muss. Wer sich nicht genügend anpasst und gehorcht, muss allenfalls immer wieder dieselben Katechesen durchlaufen bis der Katechist eine Besserung feststellt und einen weiterlässt. Ratschläge, die der Katechist einem Katechumenaten gibt, und die der Katechumenat befolgt, auch wenn er den Sinn des Ratschlages nicht einsieht, werden als heilende Strafen angesehen.

... na, damit ist doch alles gesagt - was bleibt da von der Mündigkeit eines Christen noch übrig?

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Justin Cognito

Die Nekokatechumenaten würden das wohl nicht so sehen, wie es auf der Website beschrieben ist. Wie bei all diesen neuen Gemeinschaften ist es eben sehr schwer zu "objektiven" Informationen zu kommen.

 

Ich hab mir da schon bei so mancher Gruppe die Zähne ausgebissen. Denn entweder man befragt Mitglieder oder Ex-Mitglieder .... und je nachdem an wem man gerade kommt erhält man die unterschiedlichsten Informationen. Schriftilch gibt es für Aussenstehende meist nur unverständliche Sachen, da die Schriften so tief in der Spiritualität der Gruppe eingewuzelt sind, dass man sie ohne den entsprchenden hermeneutischen Schlüssel gar nicht lesen kann.

 

Schwierig das, gerade wenn man von Leuten um Hilfe gefragt wird sich in dem "Dschungel" von neuen geistlichen Bewegungen zurecht zu finden. Ich tus jedenfalls nur äussert ansatzweise.

Edited by Kryztow
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Peter Esser
Innerhalb der NK-Bewegung gibt es eine straffe hierarchische Organisation. Die Bewegung selbst versteht den Aufbau nicht als Hierarchie, sondern als Verteilung von Charismen und Ämtern im urchristlichen Sinn. Innerhalb der Bewegung herrscht absoluter Gehorsam, der jeweils der Stufentiefere dem Stufenhöheren entgegenbringen muss, und der besonders gegenüber den Katechisten seine Anwendung findet. Der Katechist weiss zu jeder Zeit, was für 'seine' Katechumenaten gut ist, und er ist es auch, der die Prüfungen abnimmt und darüber entscheidet, ob jemand auf dem Stufen-Weg weiter kommt oder nochmals zurück muss. Wer sich nicht genügend anpasst und gehorcht, muss allenfalls immer wieder dieselben Katechesen durchlaufen bis der Katechist eine Besserung feststellt und einen weiterlässt. Ratschläge, die der Katechist einem Katechumenaten gibt, und die der Katechumenat befolgt, auch wenn er den Sinn des Ratschlages nicht einsieht, werden als heilende Strafen angesehen.

... na, damit ist doch alles gesagt - was bleibt da von der Mündigkeit eines Christen noch übrig?

*seufz*

 

Was habe ich nicht schon alles über «meine» Geistliche Erneuerungsbewegungen, zum Beispiel die «Gemeinschaft der Seligpreisungen» zu hören bekommen? Ich erinnere mich daran, dass der DLF ein Buch eines französischen «Aussteigers» vorstellte, in dem die Rede von drakonischen Strafmaßnahmen und Nachsitzen vor dem Allerheiligsten war …

 

Das Dumme an diesen verabsolutierenden Berichten ist, dass sie die Fronten derart verhärten, so dass es für einen Außenstehenden tatsächlich schwer wird, zu unterscheiden, wo es sich um tatsächliche Fehlentwicklungen, und wo um reine Unterstellungen handelt.

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Peter Esser

Und … Fehlentwicklungen gibt es! Nur dass ich versuche, sie nach Möglichkeit vor Ort anzusprechen. Mit Leichtigkeit, und bei entsprechender Formulierung … könnte ich ein Aussteigerbuch über die Charismatische Erneuerung schreiben.

 

Wenn ich es wollte, und das für geboten hielte.

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Justin Cognito

Ich könnte so ein Aussteigerbuch über die Fokolarbewegung schreiben - aber wer würde das schon lesen wollen :blink:

 

Es ist eben bei jungen Gemeinschaften sehr schwer auseinanderzuhalten was jetzt das Typische der Gemeinschaft, das Typische der Gründerperson und das Typische der jeweilen Gruppe, des/der jeweiligen Vertreters / Vertreterin vor Ort ist.

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Hey,

 

dann lasst uns eine Trilogie machen: ich schreibe ein Aussteigerbuch über ein Benediktinerkloster.

 

Mal im Ernst: die Frage ist doch nicht, ob man Zeugen für gute oder schlechte Erfahrungen findet, sondern, ob es möglich ist, von außen einen Einblick zu gewinnen,

 

viele Grüße,

 

Matthias

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MaryPoppins
ICh persönlich halte den neukatechumenalen Weg eigentlich für sehr gut.

Aber mit Zwang funktioniert natürlich gar nichts.

Nur kurz zum Neokatechumenat, liebe Mary:

 

Ich weiß, dass ich bei einigen hier damit nicht auf Gegenliebe stoße, aber bei Arguellos "Weg" ist, wie auch bei andere sog. Neuen Geistlichen Gemeinschaften Wachsamkeit (ich will jetzt nciht "äußerste Vorsicht" sagen) geboten.

 

Schau dir z.B. mal das hier an.

http://www.relinfo.ch/nk/info.html

Holla :blink:

 

Der Artikel ist aber echt heftig.

 

Ich schätze, es ist an der Zeit, mich nun zu outen :lol: Ich war auch eine ganze Weile ein Mitglied einer NK- Gemeinschaft.

Und wenn ich meinen Teil des Weges im Nachhinein betrachte mit dem Hintergrund dieser Kritik, mmmhhh.....

 

Da scheint schon einiges Wahres dran zu sein. Ich hatte einiges von den Erfahrungen von damals schon vergessen, aber dieser Artikel hat mich wieder daran erinnert.

Einiges finde ich zwar schon etwas verzerrt dargestellt, aber im Großen und ganzen stimmt das schon.

 

Wobei ich mich aber bei meiner ersten Aussage, ich fände das NK gut, bezog, war eigentlich die Tatsache, daß man sich im Rahmen dieser Gemeinschaft sehr viel mit dem Wort Gottes beschäftigt und da steht nicht die Interpretation von Kiko oder irgendeinem Katechisten im Vordergrund, sondern die eigenen persönlichen Erfahrungen und Meinungen.

Und sich aktiv mit dem Wort Gottes zu beschäftigen und sich mal Gedanken darüber zu machen kann keinem Firmbewerber schaden :lol:

 

LG

Mary

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