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Zeugen Jehovas


Spongebob
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Hi,

 

Manche halten die Zeugen Jehovas für aufdringliche Hausfriedensstörer, und wiederrum manche freuen sich über ihren Besuch. Ich habe mir mal eine der Brochüren die, die Zeugen J. verteilen durchgelesen. Ich fand es sehr informativ und lehrreich. Wie kommt es aber, dass man in der Kirche nichts über die Zeugen Jehovas erfährt? Ich höre Leute nur schlecht über sie reden. Ich wollte jetzt wissen was ihr von den Zeugen Jehovas haltet.

 

euer Sp0ngeb0b

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ora-et-labora

Unser Pfarrer führt seit einiger Zeit einen theologischen Disput mit den Gemeindeleitern und hat sich im Rahmen dessen auch mit der Bibelausgabe, die Jehovas Zeugen verwenden, befasst. Er meint, sie strotze vor Übersetzungsfehlern bzw. erscheint ihm z.T. als bewusste Verfälschung.

 

Bei Bedarf kann ich konkrete Beispiele in Erfahrung bringen.

 

-- Markus

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Peter Esser

Hallo Spongebob.

 

Ich habe ja nun mehrere Male in meinem Leben einen Wachturm in der Hand gehalten – und nicht nur einmal einem Zeugen Jehovas gegenübergesessen. Das erste Mal übrigens, als ich noch nicht gläubig war.

 

Ich kann mir nicht so recht vorstellen, was du am «Wachturm» oder an den Broschüren der Zeugen Jehovas lehrreich und informativ finden konntest. Kannst du das kurz beschreiben?

 

Und dann … ich habe eigentlich in der Kirche noch nie viel «Schlechtes» über einzelne Zeugen Jehovas reden hören. Was meinst du, was wird «schlecht über sie» geredet?

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Hallo Bob,

 

die Zeugen Jehovas sind eine Sekte, die nicht als christlich im engeren Sinn gilt.

 

Alle christlichen Kirchen, seien es Katholiken, Orthodoxe, Lutheraner, Anglikaner, Methodisten, Presbyterianer usw. haben eine kleinsten gemeinsamen Nenner, und das ist das gemeinsame Glaubensbekenntnis, das vom Konzil von Nizäa in Jahr 325 festgelegt wurde.

 

Du kennst das ja sicher, und mit diesem Glaubensbekenntnis bekennen sich letzlich alle Christen zu ihrem gemeinsamen Ursprung in der Urkirche, die Jesus durch die Apostel gegründet hat.

 

Die Zeugen Jehovas (und z. B. auch die Mormonen) erkennen das nicht an. Sie glauben zwar in irgendeiner Weise an Jesus und an Gott, sind aber keine Christen im eigentlichen Sinn, weil sie das christliche Glaubensbekenntnis ablehnen.

 

Werner

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Hallo Sp0ngeb0b,

 

was mich an der Religion der "Zeugen Jehovas" stört:

 

1. Das religiös ummandelte Vertriebssystem = sprudelnte Geldquelle für die Oberen der Zeugen.

Die Zeugen hier vor Ort müssen den Wachturm kaufen!, den sie dann kostenlos verteilen dürfen.

 

2. Das nur die Oberen Herrscher werden und zu den auserwählten 144000 gehören;

und sie es sich schon heute daher recht gut gehen lassen.

 

3. Der unterschwellige latente Antisemitismus.

(Komm mal mit den Zeugen zu einem Gespräch und bringe sie auf die Jesus-Mörder zu sprechen. Das dauert zwar ein paar Gespräche, aber dann werden Deine Ohren warm)

 

4. Die Ablehnung der Nicht-Zeugen.

(Als Nicht-Zeuge-Jehovas bin ich für die schon in der Hölle;

ihr übrigens als Nicht-Zeugen-Jehovas auch. Nur mal so am Rand ;-)))

 

5. Das sie ihren Kindern hier und heute schon jetzt ihr Leben vermiesen.

(kein Kindergeburtstag feiern, abgrenzung von Nicht-Zeugen etc.)

 

6. U. a.: Ihre Bibelinterpretation zu: Blut soll nicht gegessen werden =>

Ablehnung von Bluttransfusionen. Meine Meinung dazu: Arrgggh !!!!

 

gruss

peter

 

PS:

Das ihr Name Gottes "Jehova" aus einer Fehlinterpretation entstand,

(Jahwe + Elohim(vokale) =der Herr => JeHoWim => Jehova)

sein nur mal am Rande erwähnt.

 

[ironie an]

Es ist ja so Geil, als einzige den richtigen Gottesnamen zu kennen,

und daher schon heute zu den Auserwählten zu gehören ....

[ironie aus]

 

PPS:

Wenn ich in einer Computersimulation wäre,

einem Holodeck wie auf der Enterprise,

würde ich aufgrund meiner Kenntnisse der Zeugen Jehovas sagen:

 

Computer: Ausgang !

 

 

 

PPPS:

Uppsh

Ich habe meine Antwort auf Deine Frage vergessen:

 

Was haltet ihr von den Zeugen Jehovas?

Ich halte nichts davon.

Edited by pmn
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4. Die Ablehnung der Nicht-Zeugen.

(Als Nicht-Zeuge-Jehovas bin ich für die schon in der Hölle;

ihr übrigens als Nicht-Zeugen-Jehovas auch. Nur mal so am Rand ;-)))

 

5. Das sie ihren Kindern hier und heute schon jetzt ihr Leben vermiesen.

(kein Kindergeburtstag feiern, abgrenzung von Nicht-Zeugen etc.)

Naja, die bilden halt klassische geschlossene Gesellschaften mit all dem Üblen, was die Gruppendynamik bei abschottung nach Aussen im Innern so mit sich bringt. Eigentlich bemitleidenswert.

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Baumfaeller

Wenn ich mir die 6 Punkte, die pmn aufgelistet hat, mal ansehe, ...

 

Wenn ich wirklich gehaessig sein wollte (oder Deschner waere), koennte ich fuer jeden Punkt ein aehnliches Verhalten der katholischen Kirche danebenschreiben. Das waere aber sehr sehr unfair, weil es eine furchtbare Uebertreibung waere. Aber ein ganz klein wenig hat auch die katholische Kirche auch Anfaelligkeiten in dem meisten dieser 6 Kritikpunkte (Kirchensteuer; Unterhalt fuer den obersten Teile in der Hierarchie; ein bisschen Antisemitismus kommt manchmal noch zum Vorschein obwohl er offiziell ueberwunden ist; andere Religionen werden nicht immer durchgaengig als gleichwertig akzeptiert; den Kindern zumindest geht's bei Katholiken recht gut; Ablehunung der chemischen Geburtenkontrolle und der Feuerbestattung). Der Unterschied ist natuerlich wie Tag und Nacht.

 

Hier mal folgender Diskussions-Ansatz: Koennte es sein, dass die Zeugen Jehovahs eine Religion in Reinkultur und im Fruehstadium sind? Bei ihnen ist manches Verhalten noch im ungeschliffenen Rohzustand zu sehen. Bei der katholischen Kirche sind andererseits vielleicht mehrere Dinge geschehen: Erstens sind viele Auswuechse ueber Jahrtausende korrigiert worden; der missionarische Eifer (und damit verbundene Herabsetzung anderer) einer jungen Kirche ist nicht mehr da; und die Gesellschaft hat sich ueber Jahrtausende hinweg den katholischen Wertvorstellungen angepasst.

 

Ich waere an der folgenden Diskussion interessiert: Nehmen wir spasseshalber mal an, dass die Zeugen Jehovahs in den naechsten paar Tausend Jahren so erfolgreich sind, wie es die katholische Kirche historisch war. Wuerde der obige Vergleich sich dann aehnlich zugunsten der Zeugen veraendern?

 

Ausser dem Ansatz zu dieser Meta-Diskussion habe ich keine Meinung (pro oder contra) Zeugen Jehovahs, da ich ihnen so gut wie nie ueber den Weg laufe.

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ora-et-labora
Nehmen wir spasseshalber mal an, dass die Zeugen Jehovahs in den naechsten paar Tausend Jahren so erfolgreich sind, wie es die katholische Kirche historisch war. Wuerde der obige Vergleich sich dann aehnlich zugunsten der Zeugen veraendern?

Natürlich würde in diesem Fall der Vergleich anders ausfallen, schon alleine, weil man sich implizit an gewisse Grenzen halten würde... Es ist ja auch etwas anrüchrig, eine andere Weltreligion in ihrer Substanz zu kritisieren, wegen Religionsfreiheit und so...

 

Eine andere Frage wäre, ob die Zeugen Jehovas eine Chance auf die Erreichung dieses Status haben.

 

Es gibt ja viele Sekten und Grüppchen, die auf eine charismatische Gründungspersönlichkeit hin zusammen finden, und die nach dem Tod des Gründers - oder ein, zwei Generationen später - zerfallen. Dann sind zum einen Leute notwendig, die selbst eine Führung übernehmen können ohne den Gründungs-"Grund" zu verwässern / erheblich zu verändern. Und es ist notwendig, dass die religiöse Aussage soviel Substanz hat, dass sie auch nach dem Ableben des Gründers nachwirkt. Das frühe Christentum ist da ein interessantes, weil recht gut dokumentiertes Beispiel für das "Wachsen" einer Religion.

 

-- Markus

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Hallo Bob,

 

die Zeugen Jehovas sind eine Sekte, die nicht als christlich im engeren Sinn gilt.

 

Alle christlichen Kirchen, seien es Katholiken, Orthodoxe, Lutheraner, Anglikaner, Methodisten, Presbyterianer usw. haben eine kleinsten gemeinsamen Nenner, und das ist das gemeinsame Glaubensbekenntnis, das vom Konzil von Nizäa in Jahr 325 festgelegt wurde.

 

Du kennst das ja sicher, und mit diesem Glaubensbekenntnis bekennen sich letzlich alle Christen zu ihrem gemeinsamen Ursprung in der Urkirche, die Jesus durch die Apostel gegründet hat.

 

Die Zeugen Jehovas (und z. B. auch die Mormonen) erkennen das nicht an. Sie glauben zwar in irgendeiner Weise an Jesus und an Gott, sind aber keine Christen im eigentlichen Sinn, weil sie das christliche Glaubensbekenntnis ablehnen.

 

Werner

Hallo!

 

Christlich sind sie insofern, weil sie an das "Loskaufopfer" Christi glauben.

Aber sonst?

 

Jesus Christus ist für sie identisch mit dem Erzengel Michael!

 

Sie taufen auch NICHT auf dem Namen des Vaters, und des Sohnes und des Hl. Geistes, sondern auf Jehova und auf die WTG!

 

Und was ich als das Schlimmste empfinde:

Obwohl es zur Zeit der Apostel mit Sicherheit keine Bluttransfusion gegeben hat, weiten sie das Blutverbot aus der Apg auch darauf aus. Natürlich wissen die Verantwortlichen um das Lebenrettende der Bluttransfusion, und die meisten Blutbestandteile dürfen auch genommen werden. Aber eben kein vollständiges Blut. Wie sollen sie dies auch jetzt genehmigen, wo doch Unzählige deswegen ihr Leben lassen mussten, bzw. ihre Kinder sterben gelassen haben?

 

"Abtrünnige!" werden für Tod erklärt!

Der Vater darf nicht mehr seinen Sohn, der ausgetreten ist, grüßen!

 

Wer nicht genauenstens hinter den Regeln der WTG, sprich Wachtturm, steht, wird rausgeworfen und wird nicht mehr beachtet.

 

Seit neuestem finden sich versteckte Hinweise seitens der WTG darauf, dass der nächste Endzeittermin 2034 sein "könnte": Noah ist laut AT 120 Jahre alt gewesen, als die Sintflut hereinbrach. Und da ja 1914 Jesus seine Herrschaft im Himmel angetreten hat, und ab diesem Datum "diese Generation nicht vergehen wird" (1975 war ja nix), wird eben eine Generation auf 120 Jahre verlängert. Und bis dahin ist ja noch Zeit.

:blink:

 

Lass lieber die Finger davon!

 

Liebe Grüße

Klemens

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Wenn ich mir die 6 Punkte, die pmn aufgelistet hat, mal ansehe, ...

 

Wenn ich wirklich gehaessig sein wollte (oder Deschner waere), koennte ich fuer jeden Punkt ein aehnliches Verhalten der katholischen Kirche danebenschreiben. Das waere aber sehr sehr unfair, weil es eine furchtbare Uebertreibung waere. Aber ein ganz klein wenig hat auch die katholische Kirche auch Anfaelligkeiten in dem meisten dieser 6 Kritikpunkte (Kirchensteuer; Unterhalt fuer den obersten Teile in der Hierarchie; ein bisschen Antisemitismus kommt manchmal noch zum Vorschein obwohl er offiziell ueberwunden ist; andere Religionen werden nicht immer durchgaengig als gleichwertig akzeptiert; den Kindern zumindest geht's bei Katholiken recht gut; Ablehunung der chemischen Geburtenkontrolle und der Feuerbestattung). Der Unterschied ist natuerlich wie Tag und Nacht.

 

Hier mal folgender Diskussions-Ansatz: Koennte es sein, dass die Zeugen Jehovahs eine Religion in Reinkultur und im Fruehstadium sind? Bei ihnen ist manches Verhalten noch im ungeschliffenen Rohzustand zu sehen. Bei der katholischen Kirche sind andererseits vielleicht mehrere Dinge geschehen: Erstens sind viele Auswuechse ueber Jahrtausende korrigiert worden; der missionarische Eifer (und damit verbundene Herabsetzung anderer) einer jungen Kirche ist nicht mehr da; und die Gesellschaft hat sich ueber Jahrtausende hinweg den katholischen Wertvorstellungen angepasst.

 

Ich waere an der folgenden Diskussion interessiert: Nehmen wir spasseshalber mal an, dass die Zeugen Jehovahs in den naechsten paar Tausend Jahren so erfolgreich sind, wie es die katholische Kirche historisch war. Wuerde der obige Vergleich sich dann aehnlich zugunsten der Zeugen veraendern?

 

Ausser dem Ansatz zu dieser Meta-Diskussion habe ich keine Meinung (pro oder contra) Zeugen Jehovahs, da ich ihnen so gut wie nie ueber den Weg laufe.

Nur ein paar kurze Anmerkungen:

 

die Wichtigste:

- keine Religion ist der katholischen gleichwertig, sie ist die wahre Religion, wer das leugnet - Anathema

 

 

- Feuerbestattung ist in der katholischen kirche nicht verboten, eher sollte man sagen nicht geboten, es wird aber keiner dran gehindert, wenn er damit nicht zum Ausdruck bringen will, dass er nicht auferstehen will.

ergo --> kein Verbot

 

- Kirchensteuer: eine Kirche baut sich nicht von alleine und wenn ich Pfarrer will die Fulltime für die Gemeinde da sind, dann muss die Gemeinde diese unterstützen, von daher ist keine Gemeinschaft abzulehnen, die ihre Mitglieder dazu auffordert für das Gesamtwohl mitzuhelfen

 

- Geburtenkontrolle: sachlich unscharf, die Kirche lehnt jede künstliche Geburtenplanung ab! ich wusste nämlich nicht, dass Gummis als chemische Mittel gelten

Ausserdem ist das kein Punkt, an dem man eine Sekte ausmacht

 

- Mission: Geht hin zu allen völkern --> das ist Grundaufgabe des Christentums, das Evgl zu verkünden

 

 

 

jetzt wieder zum Thema, ZJ sind spinner, die ihre Mitglieder in eine Abhängigkeit führen, die die katholische Kirche nie so gekannt hat, auch wenn sie natürlich der Archetyp der bösen "organisierten" Religion überhaupt ist.

 

Ich habe eine ZJ im Kurs, die hat sich in Jahren mal erkämpft, eine Abschlussfeier bei uns mitmachen zu können, und Geburtstag darf sie auch nie feiern(dazu kann man aber stehen wie man will)

 

Jedenfalls sagt Paulus, dass man nicht aus dieser Welt auswandern kann. Das tun sie aber zum grossen Teil.

Überdieshinaus, fand ich es interessant, daß ich bei einer Diskussion mit einem ZJ und einem Moslem mich auf einmal in der Minderheit sah, als es um Jesus = Gott ging.

 

Soviel zu den "Christen" der ZJ

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Nur ein paar kurze Anmerkungen:

 

die Wichtigste:

- keine Religion ist der katholischen gleichwertig, sie ist die wahre Religion, wer das leugnet - Anathema

Glauben Katholiken wirklich, sowas wäre ein überzeugendes Argument? Das ist doch so platt wie: "Keine Band ist so gut wie Modern Talking, wer das leugnet hat halt keine Ahnung."

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@matze

 

Na da bin ich aber froh, dass ich katholisch bin! Oder doch nicht? Neee - bei solchen "Glaubensbrüdern" kocht mir die Galle hoch und das ist ungesund!

 

Grrrrrrrrrrrr - Blödsinn in Reinkultur!

 

Aber wenn Du meinst... (ich empfehle eigentlich immer Denken vor dem Posten....)

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Baumfaeller
...

ZJ sind spinner

...

:blink:

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Das erste Mal, daß ich einen ZJ traf, war als junge Schuelerin, als wir einer Gerichtsverhandlung beiwohnten, wo ein ZJ am Ende in Gefämgnis kam, weil er nicht nur den Kriegsdienst, sondern auch den Ersatzdienst verweigerte. Auch wenn ich nicht einer Meinung mit ihm war, was beeindruckend war, war die Ruhe, mit der er seine Sache vortrug.

Eigentlich waren alle ZJ, die ich ueber die Jahre kennenlernte nicht aufdringlich sondern sehr nett.

Ich finde es nicht in Ordnung, herablassend über andere Religionen zu reden. Als kleines Kind hatte ich eine Vorstellung von den "armen Heiden' (geprägt durch den Religionsunterricht) die ich später bei Südafrikanern wiederfand "die armen Schwarzen" ,womit man sich selbst als was besseres sieht.

Für mich persönlich gilt, daß ich jedem Menschen seinen Glauben und seine Überzeugungen lasse, ohne Witze oder blöde Bemerkungen.

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Das erste Mal, daß ich einen ZJ traf, war als junge Schuelerin, als wir einer Gerichtsverhandlung beiwohnten, wo ein ZJ am Ende in Gefämgnis kam, weil er nicht nur  den Kriegsdienst, sondern auch den Ersatzdienst verweigerte. Auch wenn ich nicht einer Meinung mit ihm war, was beeindruckend war, war die Ruhe, mit der er seine Sache vortrug.

Eigentlich waren alle ZJ, die ich ueber die Jahre kennenlernte nicht aufdringlich sondern sehr nett.

Ich finde es nicht in Ordnung, herablassend über andere Religionen zu reden. Als kleines Kind hatte ich eine Vorstellung von den "armen Heiden' (geprägt durch den Religionsunterricht) die ich später bei Südafrikanern wiederfand  "die armen Schwarzen" ,womit man sich selbst als was besseres sieht.

Für mich persönlich gilt, daß ich jedem Menschen seinen Glauben und seine Überzeugungen lasse, ohne Witze oder blöde Bemerkungen.

Klar, die ZJ verurteile ich auch nicht. Aber die WTG!

Wie die mit ihren Mitgliedern umspringt.

Z.B. Ersatzdienst: Jahrelang sind ZJ deswegen ins Gefängnis gegangen, bis auf einmal "Helleres Licht" kam, und Ersatzdienst erlaubt war. Aber kein Wort der Entschuldigung.

Wußtet ihr, dass ein ZJ keinen Bart tragen darf?

Anfang des 20 Jahrh., als Rutherford Prasident der WTG wurde, war es ihm ein Dorn im Auge, dass so viele Älteste einen Bart trugen, als Zeichen ihres Ehrürdigen Amtes. Er hat es umgehend verboten. Wer weiterhin einen Bart trug, wurde rausgeschmissen. Heute wird er schief angesehen.

 

Na ja, das sind alte Kamellen.

 

Was meiner Ansicht aber sehr bedenklich ist:

Sie spielen nicht mit offenen Karten: Einem Interessiertern wird wesentliches verschwiegen, um ihn nicht kopfscheu zu machen. Er muss erst langsam an den Glauben herangeführt werden, damit er später die ganze Wahrheit verträgt. Sie nennen das "Theokratische Kriegslist". Ich nenne das, der Zweck heiligt die Mittel. Auch wird dem Neuen ans Herz gelegt, ja nichts seiner Familie, bzw Bekanntenkreis zu sagen. Die könnten ja dagegen sein.

 

Viele bunte Eier wünscht Euch

Klemens

 

 

:blink:

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Hier ein interessantes Buch zum Thema:

 

Christian Weis

Zeugen Jehovas - Zeugen Gottes?

 

Eine Hilfe zur kritischen Auseinandersetzung mit der Lehre der Wachtturm-Gesellschaft

 

Verlag St. Peter Salzburg

 

"Dieses Buch will die Auseinadersetzung mit den Zeugen Jehovas im Bereich der Glaubensinhalte führen. Es soll an einigen zentralen Punkten deutlich werden, dass die Lehre der Zeugen Jehovas der biblischen Botschaft widerspricht. Diese Kritik wird vom Standpunkt der katholischen Kirche aus geübt."

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Nur ein paar kurze Anmerkungen:

 

die Wichtigste:

- keine Religion ist der katholischen gleichwertig, sie ist die wahre Religion, wer das leugnet - Anathema

Glauben Katholiken wirklich, sowas wäre ein überzeugendes Argument? Das ist doch so platt wie: "Keine Band ist so gut wie Modern Talking, wer das leugnet hat halt keine Ahnung."

Du glaubst doch wohl nicht im Ernst, daß man einem Gott folgt, von dem man nicht sicher ist, daß er der Einzig Wahre ist und die Kirche nicht die echte ist, oder?

 

Daher, kann ich mit aller Bestimmtheit sagen, daß die katholische Religion die einzig wahre ist.

 

Was leider dann immer impliziert wird (von der Gegenseite) das ich mit einem brennenden Scheit hinter Ungläubigen stehe.

 

Ich bin sehr wohl in der Lage hier zu differenzieren. Ich sage zum Beispiel Moslems in Diskussionen immer, daß ich Mohammed nie anerkennen würde, sie aber in ihrem Glaubensleben aktzeptiere.

 

Oder soll ich als Katholik etwa sagen, Mohammed ist der echte Prophet, oder vielleicht sogar Shiva, oder Buddha (obwohl der ja schon im Nirvana ist)

 

Wie auch immer, einem Menschen der einer Religionsgemeinschaft und nicht sagen kann, dass er sie für die einzig richtige hält, dem kann man in seiner Orthopraxie nicht ernst nehmen, wohl respektieren, aber dieser Glaube ist doch auf Sand gebaut.

 

Gruß

 

Matthias

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@matze

 

Na da bin ich aber froh, dass ich katholisch bin! Oder doch nicht? Neee - bei solchen "Glaubensbrüdern" kocht mir die Galle hoch und das ist ungesund!

 

Grrrrrrrrrrrr - Blödsinn in Reinkultur!

 

Aber wenn Du meinst... (ich empfehle eigentlich immer Denken vor dem Posten....)

Auch Mods, scheinen nicht von Vorurteilen befreit zu sein.

 

Wenn Du katholisch bist, und nicht davon ausgehst, daß die unsere Religion die einzig richtige ist, dann hast Du einen wichtigen Aspekt des Glaubens ausser acht gelassen.

 

1. der Weg, die Wahrheit und das Leben ist Christus

 

2. die Kirche die er gegründet hat ist die katholische Kirche

 

 

ergo, wir sind bei der einzig richtigen.

 

Aber ich habe in der Antwort auf Stephans Post schon geschrieben, wie man das differenzieren sollte.

In der Tat hat man somit als Katholik ja auch die größte Herausforderung, die Wahrheit dieses Glaubens überzeugend zu leben und zu verkünden.

Allerdings schließt das nicht die eindeutige Aussage aus, was die Einzigartigkeit unseres Glaubens betrifft.

 

Dominus Iesus bringt es gut zum Ausdruck.

 

 

Man darf die andren Menschen selbstverständlich nicht abwerten, denn unser Ziel ist es, sie wieder durch unsere Kirche zu Christus zu führen, aus dem allein alles Heil ausfließt.

Dafür müssen wir die Menschen um ihrer selbst willen annehmen wie sie sind.

Sie werden uns aber nicht glauben, dass wir das Ultimative Heil für sie anbieten können, wenn wir das nicht selbst auch so vertreten.

 

So und damit sollte der Off-Topic auch beendet sein.

 

 

Gruss

 

Matthias

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Was meiner Ansicht aber sehr bedenklich ist:

Sie spielen nicht mit offenen Karten: Einem Interessiertern wird wesentliches verschwiegen, um ihn nicht kopfscheu zu machen. Er muss erst langsam an den Glauben herangeführt werden, damit er später die ganze Wahrheit verträgt. Sie nennen das "Theokratische Kriegslist". Ich nenne das, der Zweck heiligt die Mittel.

 

 

:blink:

Das gleiche wir dem Neukatechumenalen Weg aber auch nachgesagt!!!!!!und die sind ja nicht nur Christen sondern Katholiken. :ph34r:

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Peter Esser
ergo, wir sind bei der einzig richtigen.

 

Nein. Sondern besser gesagt: Wir werden von Gott bei der Stange gehalten.

 

Aber Vorsicht, Matze: Es ist die Stange des Kreuzes.

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Was meiner Ansicht aber sehr bedenklich ist:

Sie spielen nicht mit offenen Karten: Einem Interessiertern wird wesentliches verschwiegen, um ihn nicht kopfscheu zu machen. Er muss erst langsam an den Glauben herangeführt werden, damit er später die ganze Wahrheit verträgt. Sie nennen das "Theokratische Kriegslist". Ich nenne das, der Zweck heiligt die Mittel.

 

 

:blink:

Das gleiche wir dem Neukatechumenalen Weg aber auch nachgesagt!!!!!!und die sind ja nicht nur Christen sondern Katholiken. :ph34r:

Ist dort wie hier gleich falsch!

 

Ich meine, wenn jemand eine starke Führung braucht, um sein Leben zu meistern, ist solch eine Gemeinschaft vielleicht angebracht.

 

Aber zuerst einen Menschen so zu verändern, dass er diese starke Führung braucht, dass er so unselbstständig wird,........

 

Mein Schwager hatte eine Firma aufgebaut und stand sozusagen mit beiden Füssen auf der Erde und hätte sich auf keinen Fall auf die ZJ eingelassen. Aber das sind Profis und nicht zu unterschätzen! Sie haben ihn umgkrempelt.

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Was meiner Ansicht aber sehr bedenklich ist:

Sie spielen nicht mit offenen Karten: Einem Interessiertern wird wesentliches verschwiegen, um ihn nicht kopfscheu zu machen. Er muss erst langsam an den Glauben herangeführt werden, damit er später die ganze Wahrheit verträgt. Sie nennen das "Theokratische Kriegslist". Ich nenne das, der Zweck heiligt die Mittel. Auch wird dem Neuen ans Herz gelegt, ja nichts seiner Familie, bzw Bekanntenkreis zu sagen. Die könnten ja dagegen sein.

Das ist allerdings auch ein Einwand gegen die moderne katholische Theologie, die oft im Gegensatz zu dem steht, was im Katholizismus so geglaubt wird, aber kaum Energie aufbringt, dies zu korrigieren.

 

Wie entstand Deschners "Und abermals krähte der Hahn"? Alles, was Deschner gemacht hat, war doch nur, die modernen Erkenntnisse der Theologen zusammenzufassen und sie in eine für Laien verständliche Sprache zu bringen. Dies hat einen Professor für evangelische Theologie dazu veranlasst, sich zu der Bemerkung zu versteigen, dass ja alles, was in dem Buch stünde, gut und richtig sei, nur gehöre dieses Buch nicht in die Hände von Laien!

 

Auch im Katholiszismus wird man erst langsam an den Glauben herangeführt. Wenn das ein Argument gegen die ZJ ist, ist es auch ein Einwand gegen den Katholizismus. Wenn es aber kein Einwand gegen den Katholizismus ist, dann ist es auch kein Einwand gegen die ZJ.

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Auch im Katholiszismus wird man erst langsam an den Glauben herangeführt. Wenn das ein Argument gegen die ZJ ist, ist es auch ein Einwand gegen den Katholizismus. Wenn es aber kein Einwand gegen den Katholizismus ist, dann ist es auch kein Einwand gegen die ZJ.

Aber man wird nicht absichtlich getäuscht.

 

Die ZJ haben 2 Gesichter: Eines nach aussen und eines nach innen.

Nach aussen hin sind sie nett, freundlich, liebevoll.

Nach innen hin scheint es auch liebevoll und freundlich zu sein, in Wirklichkeit lässt die ständige Angst, etwas falsches zu tun, keine echte Liebe aufkommen. Die Mitglieder sind aufgerufen, sich gegenseitig zu bespitzeln ud zu denunzieren. Aber das wird geschickt verheimlicht.

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Um einmal zu veranschaulichen, wie geschickt die WTG die Endzeiterwartung ihrer Mitglieder nährt:

 

Aus dem Wachtturm vom 15.12.2003:

 

6 In den Tagen Noahs erklärte Jehova: „Mein Geist soll nicht auf unabsehbare Zeit dem Menschen gegenüber walten, da er ja Fleisch ist. Somit sollen sich seine Tage auf hundertzwanzig Jahre belaufen“ (1. Mose 6:3). Mit diesem göttlichen Erlass begann 2490 v.u.Z. das Ende jener gottlosen Welt. Stellen wir uns vor, was das für die damals Lebenden bedeutete! Nur noch 120 Jahre, und Jehova würde „die Sintflut der Wasser über die Erde [bringen], um alles Fleisch, in dem die Lebenskraft wirksam ist, unter den Himmeln zu verderben“ (1. Mose 6:17).

 

7 Noah wurde Jahrzehnte im voraus vor der Katastrophe gewarnt, und er nutzte die Zeit weise, indem er sich darauf vorbereitete, sie zu überleben. Der Apostel Paulus schrieb: „Durch Glauben bekundete Noah Gottesfurcht, nachdem er eine göttliche Warnung vor Dingen erhalten hatte, die noch nicht zu sehen waren, und errichtete eine Arche zur Rettung seiner Hausgemeinschaft“ (Hebräer 11:7). Wie steht es mit uns? Seit 1914 die letzten Tage des gegenwärtigen Systems der Dinge begannen, sind jetzt schon fast 90 Jahre vergangen. Wir leben unbestreitbar in der „Zeit des Endes“ (Daniel 12:4). Wie sollten wir auf Warnungen reagieren, die wir erhalten haben? „Wer ... den Willen Gottes tut, bleibt immerdar, heißt es in der Bibel (1. Johannes 2:17). Deshalb ist es höchste Zeit, den Willen Jehovas in dem deutlichen Bewusstsein zu tun, dass die Zeit drängt.

 

:blink:

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