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Mariamante

Gewalt in der Bibel

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Mariamante

Gelobt sei Jesus Christus

 

In Diskussionen in verschiedenen religiösen Foren tauchen von manchen Usern immer wieer Zitate aus der Bibel (AT) vor allem aus dem 3.Buch Mose (Leviticus) auf, die von Gewalt sprechen.

 

Nachdem das Thema " Gewalt in der Bibel" für manche ein Stein des Anstosses ist, wäre ich dankbar, wenn es dazu Stellungnahmen gäbe oder Gedankenanregungen zu einem besseren Verständnis des AT.

 

Mit herzlichen Segensgrüßen

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matze1980

Jo, hallo

 

es gibt in der Tat so einiige Stellen im AT bei denen man nicht wirklich den Gott, den Jesus verkündet erkennen will.

 

Mein Pastor hat mir mal gesagt, daß zwar die alles von Gott inspiriert ist, aber die Menschen Gott damals anders verstanden haben.

 

Der Argumentation kann ich mich allerdings nicht wirklich anschließen, denn Feindesliebe muss für Gott im AT schon genauso viel gezählt haben, wie dann durch Jesus im NT.

 

Ich bin noch hin und hergerissen, aber ein paar Gedanken

- Gott hat das AT nicht verfasst, sondern die Menschen haben es verfälscht und Jesus hat mal kurz den Rotstift angesetzt --> unwahrscheinlich, Gott ist zu jedem Zeitpunkt Herr der Geschichte

 

- Gott hat die Menschheit erst langsam an seine wahre Lehre herangeführt.

Das wäre noch einigermassen tragbar, da die Offenbarung ja auch schrittweise ist.

Aber es ist schon seltsam, daß Juden andre locker mal abmetzeln können und Gott das gut heisst, aber wir Christen bringen uns damit schon gleich ausserhalb des Himmels

Bei dem AT habe ich oft den Eindruck, dass da sehr viel gemenschelt ist, wenn man sich den "Mördergott" wie er ja manchmal tituliert wird anguckt.

Manchmal denke ich, daß wurde als rechtfertigung nachträglich von den Leuten reingeschrieben, aber dann wären die Schriften wirklich verfälscht, wie die Moslems ja auch behaupten.

 

Von daher, bin ich noch nicht zu einem vernünftigen Punkt gekommen

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Believer

Einer der Hauptpunkte der mich an der katholischen Kirche stört, ist dass das AT so in den Vordergrund gerückt wird. Ich sehe absolut keinen Grund, dies zu tun; vielmehr sehe ich in den teilweise blutrünstigen Aufrufen zu Völkermord/Versklavung usw. einen ganz massiven Grund, es *nicht* zu tun! Das NT bietet so unendlich viel mehr als dieser teilweise steinzeitliche und menschenverachtende Kram, und wie matze1980 schon bemerkt hat kann man den liebenden, vergebenden Gott des NT's wirklich nicht - egal welche theologischen Verrenkungen man auch anstellt - mit dem Rache- und Mordgott des ATs gleichmachen. Da sind einfach Welten dazwischen, und der wesentliche Kern des NT's - die Liebesbotschaft, dass Gott sich für seine Geschöpfe opfert - läßt sich einfach nicht "kompatibel" mit solchen Stellen des ATs machen.

 

Ich hab leider keine Ahnung, wie solche Geschichten ihren Weg ins AT gefunden haben, aber ich bin überzeugt es waren keine göttlichen Offenbarungen.

 

Die Kirche verschwendet aus meiner Sicht nicht nur wertvolle Zeit, die man besser damit verbringen könnte den unendlich tiefen Gehalt des NTs zu erfassen und den Menschen zu predigen, sondern richtet sich selbst auch noch erheblichen Schaden an. Wie schon bemerkt wurde, zitieren Atheisten mit Vorliebe die abschreckenden Stellen aus dem AT, und sagen dann: "Seht her, das also ist das liebevolle Christentum!"

 

Ich muß ihnen da sogar Recht geben; da ist ein eklatanter Widerspruch und eine Inkonsequenz drin.

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Mariamante

Laudetur Jesus Christus

 

Zuerst herzlichen Dank, Vergelts Gott für die Antworten.

Ich werde unten einige Bibelstellenaus dem AT anführen, die Gewalt in besonderer Weise ausdrücken.

 

Von einigen Gedanken dazu kurz ein Ausschnit:

 

1.Die Bibel schildert Gewaltszenen, weil die Menschen das seit dem Sündenfall ausübten (realistisch, wahrheitsgetreues Sittenbild

 

2.Da die Menschen selbst gewalttätig warne, projizierten sie das auf Gott .

 

3. So wie der Glaube eines Menschen wächst, und man als Kind Gott anders sieht wie nach vielen Jahren einer persön. Beziehung, so stellt auch die Bibel, das At einen "Fortschritt" im Glaubensverständnis dar

 

4.Gott reagiert gegenüber dem Unrecht und der menschl. Gewalt mit Gegenmaßnahmen, verteidigt die Schwachen -und dies wirkt (Sodom und Gomorrha, Sintflut, Flut die über dei verfolgenden Ägypter kam) wie Gewalt

 

... bei diesen Gedanken wäre es doch interessant Stellungnahmen zu lesen die ein wenig aufhellen wie man dazu stehen soll, dass Gott selbst gleichsam Gewalt gegenüber anderen Menschen anordnet wie in den Zitaten angedeutet ist:

 

Und wenn sie der Herr, dein Gott, dir in die Hand gibt, so sollst du alles, was männlich darin ist, mit der Schärfe des Schwerts erschlagen.

Moses 5, 20.13

 

Wenn dich der Herr, dein Gott, ins Land bringt, in das du kommen wirst, es einzunehmen, und er ausrottet viele Völker vor dir her, die Hetiter, Girgaschiter, Amoriter, Kanaaniter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter, sieben Völker, die größer und stärker sind als du, und wenn sie der Herr, dein Gott, vor dir dahingibt, daß du sie schlägst, so sollst du an ihnen den Bann vollstrecken. Du sollst keinen Bund mit ihnen schließen und keine Gnade gegen sie üben

5. Moses 7.1

 

Dazu wird der Herr, dein Gott, Angst und Schrecken unter sie senden, bis umgebracht sein wird, was übrig ist und sich verbirgt vor dir.

 

5. Moses 7.20

 

Wer da gefunden wird, wird erstochen, und wen man aufgreift, wird durchs Schwert fallen

 

Jesaja 13.15

 

Du wirst alle Völker vertilgen, die der Herr, dein Gott, dir geben wird. Du sollst sie nicht schonen und ihren Göttern nicht dienen; denn das würde dir zum Fallstrick werden.

 

5. Moses 7.16

 

Es sollen auch ihre Kinder vor ihren Augen zerschmettert, ihre Häuser geplündert und ihre Frauen geschändet werden.

 

Jesaja 13.16

 

Wohl dem, der deine jungen Kinder nimmt und sie am Felsen zerschmettert !

 

Psalmen 137.9

 

Werdet ihr mir aber auch dann noch nicht gehorchen und mir zuwiderhandeln, so will auch ich euch im Grimm zuwiderhandeln und will euch siebenfältig mehr strafen um eurer Sünden willen, daß ihr sollt eurer Söhne und Töchter Fleisch essen

 

3. Moses 26.27

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dr-esperanto
Einer der Hauptpunkte der mich an der katholischen Kirche stört, ist dass das AT so in den Vordergrund gerückt wird. Ich sehe absolut keinen Grund, dies zu tun; vielmehr sehe ich in den teilweise blutrünstigen Aufrufen zu Völkermord/Versklavung usw. einen ganz massiven Grund, es *nicht* zu tun! Das NT bietet so unendlich viel mehr als dieser teilweise steinzeitliche und menschenverachtende Kram, und wie matze1980 schon bemerkt hat kann man den liebenden, vergebenden Gott des NT's wirklich nicht - egal welche theologischen Verrenkungen man auch anstellt - mit dem Rache- und Mordgott des ATs gleichmachen. Da sind einfach Welten dazwischen, und der wesentliche Kern des NT's - die Liebesbotschaft, dass Gott sich für seine Geschöpfe opfert - läßt sich einfach nicht "kompatibel" mit solchen Stellen des ATs machen.

 

Ich hab leider keine Ahnung, wie solche Geschichten ihren Weg ins AT gefunden haben, aber ich bin überzeugt es waren keine göttlichen Offenbarungen.

 

Die Kirche verschwendet aus meiner Sicht nicht nur wertvolle Zeit, die man besser damit verbringen könnte den unendlich tiefen Gehalt des NTs zu erfassen und den Menschen zu predigen, sondern richtet sich selbst auch noch erheblichen Schaden an. Wie schon bemerkt wurde, zitieren Atheisten mit Vorliebe die abschreckenden Stellen aus dem AT, und sagen dann: "Seht her, das also ist das liebevolle Christentum!"

 

Ich muß ihnen da sogar Recht geben; da ist ein eklatanter Widerspruch und eine Inkonsequenz drin.

Lieber Believer, ich finde überhaupt nicht, daß die kath. Kirche das AT in den Mittelpunkt der Verkündigung rückt, im Gegenteil war immer mein Eindruck, daß in der evangel. Kirche viel mehr aus dem AT geschöpft wird; man sieht das auch an der Namengebung: alttestamentliche Namen sind bei Katholiken sehr ungewöhnlich, ganz im Gegensatz zu den Protestanten, besonders den Amerikanisch-Evangelikalen, da wimmelt es doch nur so vor Davids, Jonathans und Joshuas, wir Katholiken wissen doch noch nicht einmal, wer diese Gestalten des AT waren!

Das Argument, das AT habe einen blutrünstigen Gott, der nicht der Gott Jesu sein könne, hatte auch schon der große Erzketzer und Theologe Marcion um 150n.Chr. vertreten, der eine große Sonderkirche in der Türkei gegründet hatte und von dem sich die ordentliche ("katholische") Kirche distanziert hat; dabei ist wohl das Hauptargument, daß man Jesus nicht ohne das AT versteht, vor allem wegen der Danielapokalypse (Menschensohn) und Jesaja (Leidensknecht). In neuester Zeit haben natürlich die "deutschen Christen" versucht zu beweisen, daß der jüdische Gott nie und nimmer der christliche sein könne. Paß auf, das sind alles schlimmste Häresien!

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Erich

Die Frage, die sich stellt ist doch: Kann ich nur einen pflegeleichten und durchsichtigen Kuschelgott lieben oder auch einen Gott der anscheinend manchmal ein richtiger Bösewicht sein kann.

 

Ich frage allerdings auch, ob aus der "menschlichen" Sicht und im Abstand von Jahrtausenden die Einschätzung schlimmer Taten Gottes möglich und gerecht ist oder ob es damals vielleicht "nicht anders ging".

 

Ich erinnere weiter an die Kreuzigung Christi. War sie nur ein "Unfall" - wie Kuschelchristen mir einreden wollen - oder gezieltes Handeln Gottes, wie ich es glaube.

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Gabriele
Ich erinnere weiter an die Kreuzigung Christi. War sie nur ein "Unfall" - wie Kuschelchristen mir einreden wollen - oder gezieltes Handeln Gottes, wie ich es glaube.

:PWer will Dir das einreden, Erich??? :blink:

 

Wenn das Deine Definition von Kuschelchrist ist, muß ich diese Schublade für mich entschieden ablehnen.

 

Aber zurück zur Frage:

Die Frage, die sich stellt ist doch: Kann ich nur einen pflegeleichten und durchsichtigen Kuschelgott lieben oder auch einen Gott der anscheinend manchmal ein richtiger Bösewicht sein kann.

Interessanter Ansatz!

Da denke ich spontan an meine Kids, die auf alle möglichen und unmöglichen Weisen bei mir anfragen: Hast Du mich lieb? Hast Du mich wirklich lieb? Hast Du mich auch dann noch lieb, wenn ich garstig bin?

Ja, meine Liebe zu meinen Kindern hält 'ne Menge aus.

Und meine Liebe zum HErrn ebenso; das ist keine Liebe nur zu "einem pflegeleichten und durchsichtigen Kuschelgott", beileibe nicht!

Und noch einen Gedanken weiter:

Gott ist für mich keineswegs jemand, der meine Liebe durch Garstigkeit auf die Probe stellt.

ER ist groß, unerforschlich, ich bewerte seine Taten nicht. Weder sehe ich IHN als "richtiger Bösewicht" noch als "pflegeleichten Kuschelgott". Das geht einfach an meiner Beziehung zu Gott vorbei.

Ähnlich wie ich meine Kinder als meine Kinder sehe, nicht als kleine Monster und nicht als süße Knuddelbabys. Einfach nur meine Kinder. Punkt.

 

Einfach GOTT. Punkt.

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Werner001
Die Frage, die sich stellt ist doch: Kann ich nur einen pflegeleichten und durchsichtigen Kuschelgott lieben oder auch einen Gott der anscheinend manchmal ein richtiger Bösewicht sein kann.

Einen "richtigen Bösewicht" kann jemand, der Jesus Christus Ernst nimmt, nicht lieben.

 

Er kann ihn vielleicht lieben nach dem Motto "liebet eure Feinde" aber er kann ihn nicht als seinen Herrn und Gott lieben.

 

Fürchten, ja, und über weite Strecken spricht das AT auch davon, daß Gott gefürchtet werden will.

 

Da fällt mir der Wahlspruch Calligulas ein "oderint dum metuant" ("sollen sie mich ruhig hassen, solange sie mich fürchten").

 

Vor einem solchen Gott könnte ich mich zwar fürchten, aber "mein" Gott wäre das nicht, und ist es nicht

 

Werner

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Erich

Einen "richtigen Bösewicht" kann jemand, der Jesus Christus Ernst nimmt, nicht lieben.

 

Bei diesen Worten kräuseln sich mir die Nackenhaare. Was soll das für eine Liebe sein, die Bösewichter ausnimmt??

 

 

Er kann ihn vielleicht lieben nach dem Motto "liebet eure Feinde" aber er kann ihn nicht als seinen Herrn und Gott lieben.

 

Genau das ist der Punkt den ich meine. Wenn ich einen Gott habe, der alles genau so macht wie ich es will oder es mir einsichtig ist – ja dann liebe ich ihn auch. Aber wenn er sich meinen Vorstellungen verquer verhält, dann suche ich mir lieber einen Baal als Gott aus, der nach meiner Pfeife tanzt.

 

 

Fürchten, ja, und über weite Strecken spricht das AT auch davon, daß Gott gefürchtet werden will.

 

Gottesbegegnung ist im AT immer mit Furcht verbunden. Anscheinend ruft Gott Furcht und Schrecken hervor – siehe Gen 15,12

 

 

Vor einem solchen Gott könnte ich mich zwar fürchten, aber "mein" Gott wäre das nicht, und ist es nicht

 

Hast Du denn eine Wahl?? Gott ist so wie er ist – entweder liebst Du ihn so, wie er ist oder Du lässt es.

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Erich

Wenn das Deine Definition von Kuschelchrist ist, muß ich diese Schublade für mich entschieden ablehnen.

 

Kennst Du nicht die Aussage: "Ein Gott der die Liebe ist würde von seinem Sohn nie verlangen sich kreuzigen zu lassen....."

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Werner001
Genau das ist der Punkt den ich meine. Wenn ich einen Gott habe, der alles genau so macht wie ich es will oder es mir einsichtig ist – ja dann liebe ich ihn auch. Aber wenn er sich meinen Vorstellungen verquer verhält, dann suche ich mir lieber einen Baal als Gott aus, der nach meiner Pfeife tanzt.

Das ist ja Unsinn. Meine Mutter oder mein Vater haben auch nicht immer alles so gemacht wie ich wollte, geliebt habe ich sie trotzdem.

Sie waren aber auch keine "Bösewichte", nur weil mir nicht alles gefiel was sie machten.

Der Gott den du da aufzeichnest, macht nicht nur Dinge, die ich nicht verstehe, sondern er tut Böses. Das ist nicht mein Gott.

 

Werner

Edited by Werner001

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Erich

Der Gott den du da aufzeichnest, macht nicht nur Dinge, die ich nicht verstehe, sondern er tut Böses. Das ist nicht mein Gott.

 

ja, Dein Möchte-gerne-Gott hat eben nicht die Erstgeborenen der Ägypter getötet. Wer war es dann?

 

Mein Gott natürlich, der Vater meines Herrn Jesus Christus. Ich wüßte auch nicht, wo sich Jesus je von den Taten dieses Gottes distanziert hat.

 

Vielleicht beim Abendmahl, als er den Auszug aus Ägypten feierte und Gott dafür lobte, dass er die Erstgeborenen .....??????

Edited by Erich

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Mariamante

Morgenstern war es glaube ich der schrieb: einGott, den ich begreifen könnte, an einen solchen Gott könnte ich nicht glauben.

 

Da wäre das Wort von Nietzsche oder Feuerbach zutreffend:"Der Mensch schuf Gott" d.h. erschuf sich einen Götzen,macht sich ein Bild von Gott.

 

Jemand hat in Bezug auf "befremdliche" Gotteserfahrungen einmal geschrieben: Gott ist so groß, so erhaben über uns Menschen, dass er eben verschieden erfahren wird. Und wenn in der Bibel z.B. von Abraham, Hiob u.a. Gott auch als "gewaltiger" Gott erfahren wird, dann sind das für manchen befremdliche Erfahrungen, die man aber nicht gleich vom Tisch wischen kann.

 

Ich finde die Aussagen trefflich, dass man auch Gottes "befremdliche" Seiten akzeptieren sollte, wenn man nicht einem selbstgemachten Bild von Gott anhängen will.

 

Aber vielleicht ist auch dieser Gedanke nicht ganz abwegig: So wie der Mensch ist, so erfährt er auch Gott. so viel erfaßt er von dem immer größeren Gott. Und wenn die Menschen (nicht nur zur Zeit des AT) gewaltgeneigt waren, haben sie auch Gott so erfahren, gesehen- sozusagen ein wenig "projezierend".

 

Interessieren würde mich, was ihr zur Aussage mancher scharfer Bibelkritiker meint, die Gott einen Mördergott nennen

 

Ich gehe von dem Ansatz aus, dass Gott nicht "morden" kann da er

 

1. Herr über Leben und Tod ist

und

 

2. Gott jene Menschen die er von dieser Welt abberuft in eine andere Welt (Jenseits) abberuft- sobei hier sicher jeder ernten wird, was er gesägt hat.

 

Laudetur Jesus Christus

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Erich

sobei hier sicher jeder ernten wird, was er gesägt hat.

 

sich sägen bringt Rägen

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Werner001

Die herzergreifende Geschichte von dem Engel, der herumläuft und Erstgeborene abmurkst und dann, mangels Türschildern, am Blut am Türpfosten erkennt, wen er nicht abmurksen darf, das zeigt also deinen Gott?

Wenn jetzt ein Unschuldiger nicht die Tür markiert hätte, wäre sein Erstgeborener trotzdem abgemurkst worden?

Wenn ein Ägypter mit Arglist seine Tür markiert hätte, wäre er verschont worden?

Von deinem Gott schon, denn der ist ja anscheinend nicht allwissend und braucht einen Türanstrich um die Guten von den Bösen unterscheiden zu können.

Merkst du denn nicht daß du fromme Legenden mit der Wahrheit Gottes durcheinander bringst?

 

Werner

Edited by Werner001

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Erich

Merkst du denn nicht daß du fromme Legenden mit der Wahrheit Gottes durcheinander bringst?

 

Komisch dass Jesus=die Wahrheit uns nicht über diese Legende belehrt hat, sondern sie selber zelibrierte.

 

Und damit sind wir beim Knackpunkt: Ohne das AT umzufrisieren kannst Du Dein Gottesbild nicht aufrecht erhalten.

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NoSaint
Einer der Hauptpunkte der mich an der katholischen Kirche stört, ist dass das AT so in den Vordergrund gerückt wird. Ich sehe absolut keinen Grund, dies zu tun; vielmehr sehe ich in den teilweise blutrünstigen Aufrufen zu Völkermord/Versklavung usw. einen ganz massiven Grund, es *nicht* zu tun! Das NT bietet so unendlich viel mehr als dieser teilweise steinzeitliche und menschenverachtende Kram. [...]

 

Das sowohl das Neue als auch das Alte Testament für Christen volle Gültigkeit besitzen, steht bereits in der Bergpredigt:

 

"Meint nicht, dass ich kam, aufzulösen das Gesetz oder die Propheten; nicht kam ich aufzulösen, sondern zu erfüllen. Amen, denn ich sage euch: Bis vergeht der Himmel und die Erde, nicht ein einziges Jota oder ein einziges Häkchen vergeht vom Gesetz, bis alles geschieht. Wer immer also auflöst ein einziges der geringsten Gebote und lehrt so die Menschen, (der) geringste wird er gerufen werden im Königtum der Himmel; wer aber immer (es) tut und (so) lehrt, dieser wird groß gerufen werden im Königtum der Himmel." (Matthäus 5, 17-19)

Edited by NoSaint

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Werner001
Komisch dass Jesus=die Wahrheit uns nicht über diese Legende belehrt hat, sondern sie selber zelibrierte.

 

Und damit sind wir beim Knackpunkt: Ohne das AT umzufrisieren kannst Du Dein Gottesbild nicht aufrecht erhalten.

 

Das sowohl das Neue als auch das Alte Testament für Christen volle Gültigkeit besitzen, steht bereits in der Bergpredigt:

 

Jesus hat doch selber jede Menge solche frommen Geschichten erzählt. In den Evangelien heißt es dann immer "und er erzählte ihnen ein Gleichnis".

 

Heißt das jetzt, daß die Geschichte von den Talenten wirklich passiert ist?

 

Nein, es war ein Gleichnis, um den Menschen der damaligen Zeit etwas über Gott zu erzählen. Heute würde Jesus die Geschichte anders erzählen, weil die Menschen heute ein anderes Verständnis von der Welt haben als damals.

 

Genau so sollten die Geschichten im AT den Menschen etwas über Gott erzählen.

 

Das Problem ist, sie erzählen etwas anderes, als Jesus erzählte.

 

Als Christ verlasse ich mich daher darauf was Jesus erzählt hat, denn da er selbst Gott ist, weiß er wohl besser etwas von Wesen Gottes zu berichten als ein anonymer Verfasser irgendeiner Stelle des Alten Testamentes.

 

Werner

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Erich

Als Christ verlasse ich mich daher darauf was Jesus erzählt hat

 

Jesus hat das Pessach-Fest gefeiert. Ein Ritual bei der Feier ist die Frage des Jüngsten: Was ist das besondere an dieser Nacht...

 

Ob Jesus dann zu seinen Jüngern gesagt hat: Hört zu, Jungs, das war alles ganz anders.... ?????

 

Und was anonyme Schreiberlinge wie Moses, David, Baruch, etc. über mich geschrieben haben ist alles Unsinn......

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NoSaint
Heißt das jetzt, daß die Geschichte von den Talenten wirklich passiert ist?

 

Nein, es war ein Gleichnis, um den Menschen der damaligen Zeit etwas über Gott zu erzählen. Heute würde Jesus die Geschichte anders erzählen, weil die Menschen heute ein anderes Verständnis von der Welt haben als damals.

Stimmt, heutzutage hätte es sich vielleich so angehört:

 

Ein Firmenchef hatte drei Manager. Als er für längere Zeit in seinem Auslandssitz gebraucht wurde, gab er jedem seiner Manager eine Million Euro, die sie für ihn verwalten sollten. Dann machte er sich auf den Weg.

 

Als er nach längerer Zeit wieder zurückkehrte, wollte er die Bilanzen seiner Manager sehen. Der erste kam zu ihm und sagte: Hier sind 10 Millionen. Ich habe Ihr Geld an der Börse angelegt und dort diesen satten Gewinn erzielt. Der zweite Manager sagte: Ich habe Ihnen 5 Millionen erwirtschaftet. Die Börse war mir zu riskant, aber ich habe in Immobilien investiert und dabei auch noch einen ganz guten Gewinn erzielt. Als der dritte Manager kam, sagte er zu seinem Chef: Hier gebe ich Ihnen Ihre Million zurück. In diesen unsicheren Zeiten erschien es mir das sicherste, Ihr Geld in den Tresor zu legen. An der Börse oder im Immobilienhandel macht man ja heutzutage so leicht Verluste.

 

Da sagte der Chef: Sie I****! Hätten Sie das Geld doch wenigstens auf ein Konto eingezahlt! Dann hätte ich jetzt wenigstens die Zinsen gehabt. Holen Sie sich Ihre Papiere ab. Das Geld gebe ich dem Manager zur Verwaltung, der mir die 10 Millionen erwirtschaftet hat. Sie jedenfalls sind gefeuert!

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Flo77
Heißt das jetzt, daß die Geschichte von den Talenten wirklich passiert ist?

 

Nein, es war ein Gleichnis, um den Menschen der damaligen Zeit etwas über Gott zu erzählen. Heute würde Jesus die Geschichte anders erzählen, weil die Menschen heute ein anderes Verständnis von der Welt haben als damals.

Stimmt, heutzutage hätte es sich vielleich so angehört:

 

Ein Firmenchef hatte drei Manager. Als er für längere Zeit in seinem Auslandssitz gebraucht wurde, gab er jedem seiner Manager eine Million Euro, die sie für ihn verwalten sollten. Dann machte er sich auf den Weg.

 

Als er nach längerer Zeit wieder zurückkehrte, wollte er die Bilanzen seiner Manager sehen. Der erste kam zu ihm und sagte: Hier sind 10 Millionen. Ich habe Ihr Geld an der Börse angelegt und dort diesen satten Gewinn erzielt. Der zweite Manager sagte: Ich habe Ihnen 5 Millionen erwirtschaftet. Die Börse war mir zu riskant, aber ich habe in Immobilien investiert und dabei auch noch einen ganz guten Gewinn erzielt. Als der dritte Manager kam, sagte er zu seinem Chef: Hier gebe ich Ihnen Ihre Million zurück. In diesen unsicheren Zeiten erschien es mir das sicherste, Ihr Geld in den Tresor zu legen. An der Börse oder im Immobilienhandel macht man ja heutzutage so leicht Verluste.

 

Da sagte der Chef: Sie I****! Hätten Sie das Geld doch wenigstens auf ein Konto eingezahlt! Dann hätte ich jetzt wenigstens die Zinsen gehabt. Holen Sie sich Ihre Papiere ab. Das Geld gebe ich dem Manager zur Verwaltung, der mir die 10 Millionen erwirtschaftet hat. Sie jedenfalls sind gefeuert!

Klasse Ulrike (jetzt hatte ich Dich doch glatt mit Wattoo verwechselt - Asche auf mein Haupt)!

 

Mehr davon!!!!!!

 

Liebe Grüße

 

Flo

Edited by Flo77

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NoSaint

Es gibt in der Bibel verschiedene Teile. Auch das Alte Testament ist kein monolithischer Block. Zur Zeit Jesu unterschied man drei Teile: das Gesetz (die 5 Bücher Mose), die Schriften, und die Propheten (Jesaja, Jeremia Ezechiel, Daniel und das Zwölfprophetenbuch der kleineren Propheten).

 

In der von mir zitierten Bibelstelle nennt Jesus die Teile des Gesetzes und die Propheten als unverrückbar und voll gültig.

 

Der Teil der Schriften besteht aus verschiedenen Textsorten, aus Geschichtsbüchern, Liedern (z.B. Psalmen), Sprichwortsammlungen etc. Diese haben ganz unterschiedliche Intentionen. Beispielsweise legen sie die beiden anderen Hauptteile der Bibel aus oder sind ganz einfach Lobpreisungen Gottes (z.B. Psalmen). Alle haben sie eins gemeinsam: sie sind aus der Sicht des Volkes Israel geschrieben und betrachten aus dieser Sicht auch die Geschichte. Und diese Geschichte ist eine Geschichte von Israel und seinem Gott. Deshalb ist es ganz natürlich, dass die Feinde Israels hier nicht besonders gut wegkommen. Und wenn es Israel einmal schlecht ergangen ist, dann haben sie das mit dem Zorn Gottes erklärt. Aber diese Texte wurden auch damals nicht als unauflöslich und unverrückbar angesehen.

 

Das galt nur für das Gesetz. Und Jesus stellt dem die Propheten zur Seite. Denn diese traten zu ihrer Zeit als Mahner Gottes auf, welche die Einhaltung des Gesetzes von ihren Zeitgenossen einforderten. In dieser Hinsicht ist auch Jesus eine Art Prophet und die Frage: "Bist du Elija?" muss so verstanden werden. Dass Jesus für uns Christen mehr ist als ein Prophet ist Sache unseres Glaubens an das Evangelium. Für Juden und Moslems ist Jesus einer der Propheten und wird als solcher zumindest von den Muslimen hoch geachtet.

 

Mit dem Neuen Testament verhält es sich ähnlich. Die Magna Charta Jesu, also quasi das Grundgesetz, ist die Bergpredigt, in deren Zentrum das Vater unser steht. In ihr ist bereits seine ganze Botschaft enthalten. Alle Gleichnisse Jesu und seine weiteren Reden legen die Botschaft der Bergpredigt aus. Wenn man sich an das Doppelgebot der Liebe hält, und zwar wirklich und in aller Konsequenz, dann erfüllt man die übrigen Gebote schon von selbst. Und die Bergpredigt ist letztlich eine Weiterführung des alttestamentlichen Gesetzes, in Jesu Worten, seine Erfüllung, und zwar namentlich eine Erfüllung der Zehn Gebote.

 

Die Wunder Jesu dagegen sind als Zeichen der Gottessohnschaft Jesu und dafür zu sehen, dass das Reich Gottes schon angebrochen ist. Und die Passion ist (mit den Worten des Evangeliums) geschehen, auf dass sich die Schrift erfüllt. Beide sind jedoch letztlich für die Botschaft Jesu nur eingeschränkt relevant. Wenn Jesus mit 80 Jahren in seinem Bett gestorben wäre, dann würde dass an der Wahrheit der Bergpredigt nicht das geringste geändert haben.

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Flo77
ähh, Flo... ich nix Astrid...

Ich hab's schon korrigiert - peinlich, peinlich ...

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