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Das Sakrament der Ehe


lh17
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Christus liebt seine Kirche. Er gibt sich für sie hin und ist ihr in bleibender Liebe verbunden. Der Bund zwischen Christus und Kirche ist unlösbar.

Die Ehe ist Abbild dieses Bundes zwischen Christus und der Kirche. Mann und Frau geben sich einander hin. Durch ihr Jawort und ihre Liebe treten sie in die unauflösbare Gemeinschaft. Ihren Bund heiligt und stärkt der Herr durch seine Gnade. Wir nennen den Bund christlicher Eheleute das Sakrament der Ehe. Die Kirche verherrlicht Gott und sucht Wachstum und Vollendung ihrer Gemeinschaft durch Christus. Auch die Eheleute sollen in der Gnade Christi Gott loben und preisen, einander partnerschaftlich dienen und sich ergänzen. Durch die Kinder, die Gott schenkt und welche die Eheleute wünschen, wird die Ehe zur Familie, in der Glaube, Hoffnung und Liebe zur Vollendung gelangen sollen. Christliches Leben in der Familie zeigt sich im täglichen Gebet, im gemeinsamen Gottesdienstbesuch und im helfenden Dienen; es bewährt sich in der Treue zu Gottes Gebot und im gläubigen Ertragen der Nöte und Sorgen des Alltags.Das Ja zueinander sprechen christliche Eheleute darum in der Gemeinschaft des lebendigen Christus, in der Kirche. Für gewöhnlich wird die Trauung in der Messe gehalten, in der Feier des Bundes, den Christus am Kreuz mit uns geschlossen hat. Der gemeinsame Empfang der Kommunion stärkt in den Brautleuten und in der ganzen Gemeinde die Liebe und Gemeinschaft mit Christus und untereinander.

 

73 Die Feier der Trauung

Die Trauung wird gewöhnlich in Verbindung mit der Messe gefeiert, außerhalb der Messe in Verbindung mit einem Wortgottesdienst. Die Trauung findet im Anschluß an die Homilie statt.

 

1 DIE FRAGE NACH DER BEREITSCHAFT ZU EINER CHRISTLICHEN EHE

Die folgenden Fragen richtet der Priester zunächst an den Bräutigam; dann richtet er die gleichen Fragen an die Braut.

(N. = Vornamen von Bräutigam bezw. Braut; P = Priester)

P N., ich frage Sie: Sind Sie hierhergekommen, um nach reiflicher Überlegung aus freiem Entschluß mit Ihrer Braut N. / Ihrem Bräutigam N. den Bund der Ehe zu schließen? Antwort: Ja.

P Wollen Sie Ihre Frau / Ihren Mann lieben und achten und ihr / ihm die Treue halten alle Tage ihres Lebens, bis der Tod sie scheidet? Antwort: Ja.

P Sind Sie bereit, die Kinder, die Gott Ihnen schenken will, anzunehmen und sie im Geiste Christi und seiner Kirche zu erziehen? Antwort: Ja.

P an beide gemeinsam: Sind Sie bereit, als christliche Eheleute Ihre Aufgabe in Ehe und Familie, in Kirche und Welt zu erfüllen?

Beide antworten: Ja.

 

2 DIE SEGNUNG DER RINGE

Wenn die Ringe nicht bereits gesegnet sind, geschieht das jetzt. Sie werden auf einem Tablett vor den Priester gebracht. Dieser spricht darüber ein Segensgebet.

 

DIE VERMÄHLUNG

3 Kleiner Vermählungsspruch

P Da Sie also beide zu einer christlichen Ehe entschlossen sind, so schließen Sie jetzt vor Gott und der Kirche den Bund der Ehe, indem Sie das Vermählungswort sprechen. Dann stecken Sie einander den Ring der Treue an.

Der Bräutigam nimmt den Ring der Braut und spricht: N. vor Gottes Angesicht nehme ich Dich an als meine Frau.

Er steckt ihr den Ring an und fährt fort:

Trag diesen Ring als Zeichen der Liebe und Treue. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Danach nimmt die Braut den Ring des Bräutigams und spricht ebenso:

N., vor Gottes Angesicht nehme ich Dich an als meinen Mann.

Sie steckt ihm den Ring an und fährt fort:

Trag diesen Ring als Zeichen der Liebe und Treue. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

4 Großer Vermählungsspruch

(Hierbei ändert sich jeweils nur der Text vor dem Anstecken der Ringes:

N., ich nehme Dich an als meine Frau / meinen Mann und verspreche Dir die Treue in guten und bösen Tagen, in Gesundheit und Krankheit. Ich will Dich lieben, achten und ehren, solange ich lebe.

 

6 DIE BESTÄTIGUNG DER VERMÄHLUNG IM NAMEN DER KIRCHE

P Nun reichen Sie einander die Hand.

Der Priester umwindet die beiden ineinandergelegten Hände mit der Stola, legt darüber seine rechte Hand und spricht ein Bestätigungswort, das mit folgenden Worten abgeschlossen wird: P Sie alle aber, die Sie zugegen sind, nehme ich zu Zeugen dieses heiligen Bundes. "Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen."

 

7 DIE SEGNUNG DER NEUVERMÄHLTEN UND DIE FÜRBITTEN

Die Brautleute knien nieder. Der Priester spricht über sie ein Segensgebet (Brautsegen). Es folgen die Fürbitten, bei denen sich Eltern, Verwandte und Freunde der Brautleute beteiligen können.

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Vielleicht will er Dich heiraten, Gabriele. :ph34r:

Thomas, *kopfschüttel* Du hast aber wirklich ein schlechtes Gedächtnis. :)

Ich bin doch schon verheiratet! Ludwig übrigens auch.

Wie soll denn das gehen, dass er mich heiratet? :blink: (Wollen vielleicht schon ...)

 

Aber wenn ich schon hier bin, hätte ich da gerne noch eine Frage:

 

Muß man gefirmt sein, wenn man kirchlich getraut werden will?

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Vielleicht will er Dich heiraten, Gabriele.  :ph34r:

Thomas, *kopfschüttel* Du hast aber wirklich ein schlechtes Gedächtnis. :)

Ich bin doch schon verheiratet! Ludwig übrigens auch.

Wie soll denn das gehen, dass er mich heiratet? :blink: (Wollen vielleicht schon ...)

 

Aber wenn ich schon hier bin, hätte ich da gerne noch eine Frage:

 

Muß man gefirmt sein, wenn man kirchlich getraut werden will?

Nein, Du musst noch nichteinmal getauft sein. Ob eine kirchliche Trauung zwischen zwei Ungetauften sinnvoll wäre, ist eine andere Sache.

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Ich bin doch schon verheiratet! Ludwig übrigens auch.

Wie soll denn das gehen, dass er mich heiratet? :blink: (Wollen vielleicht schon ...)

Richtig, jeder ist doch schon (mehr oder weniger streng) verheiratet - da sind ja alle weiteren Überlegungen fehl am Platz!

 

Ich bin mir gar nicht sicher, ob ich (wenn die Voraussetzungen gegeben wären) Gabriele wirklich heiraten würde, - wo ich noch nicht einmal ein Bild von ihr habe! (Das Engelsbild nehme ich ihr nicht so ganz ab - mit oder ohne Flügel!)

 

Übrigens, den Beitrag habe ich in die GG gesetzt, um ihn aus anderen Threads heraus zitieren zu können - deswegen sollten wir hier nicht zu viel "blödeln"!)

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Übrigens, den Beitrag habe ich in die GG gesetzt, um ihn aus anderen Threads heraus zitieren zu können - deswegen sollten wir hier nicht zu viel "blödeln"!)

Ich hab doch nicht geblödelt, ich doch nicht!

Das mache ich so gut wie fast gar nicht, und schon gar nicht hier!

Also, wenn ich hier Moderator wäre, dann ... ähm, .... (ich werde nachher ein bisschen aufräumen.)

 

Zum Thema Eheschließung:

Schon klar, dass auch ungetaufte sich trauen lassen können, aber da denke ich in erster Linie an Christ/Ungetauft, zwei Ungetaufte bei einer kirchlichen Trauung? Das dürfte doch recht ungewöhnlich sein.

 

Zum Thema Firmung:

Es handelt sich "nur" darum, wo die Unterlagen zur Firmung liegen. Aber da kam mir eben die Frage, ob eine Firmung für einen kath. Getauften notwendig ist für eine kirchliche Trauung. Ist es so klarer?

 

Liebe Grüße, Gabriele

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(ich werde nachher ein bisschen aufräumen.)

... von mir aus darfst´ es schon stehen lassen - war doch nicht Ungehöriges dabei!

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Die Ehe ist Abbild dieses Bundes zwischen Christus und der Kirche.

Ja?

... kein Zweifel, lieber Mecky,

Der Weg ist das Ziel!

Edited by lh17
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Und was sagt Dir dieser Vergleich von Christus mit der Ehe?

... na, Mann und Frau werden doch in der Ehe ein Fleisch, genau wie wir an dem einen Leib Christi teilhaben!

 

(nun, ich gebe zu, wir rankeln oft darum, ob ich mehr zu Ihrem "Fleisch" gehöre, oder sie zu meinem - blieb bis jetzt unentschieden - jeder hat noch sein ICH behalten!)

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Und was sagt Dir dieser Vergleich von Christus mit der Ehe?

... na, Mann und Frau werden doch in der Ehe ein Fleisch, genau wie wir an dem einen Leib Christi teilhaben!

 

(nun, ich gebe zu, wir rankeln oft darum, ob ich mehr zu Ihrem "Fleisch" gehöre, oder sie zu meinem - blieb bis jetzt unentschieden - jeder hat noch sein ICH behalten!)

Icd frage mich dann aber, wer in meiner Ehe Christus und wer die Kirche ist,

 

viele Grüße,

 

Matthias

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Das Sakrament der EHE ist etwas sehr schönes, das Paaren, die sich lieben, öfter in unserer Gesellschaft zuteil werden sollte.

 

Schön wenn sich Paare finden, die sich für ein Leben binden wolllen und einander in guten und schlechten Zeiten zur Seite stehen.

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Aber inwiefern sind sie ein Abbild der Liebe Christi zu seiner Kirche?

Und es wird auch darum gebetet, dass sie sich gegenseitig "seine Liebe bezeugen". Warum seine Liebe und nicht ihre Liebe?

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Weil die nicht ausreicht.

Wirklich?

 

1. Dann müssten alle Ehen zwischen Ungläubigen scheitern. Oder?

2. Ist das nicht ein komisches Gefühl, wenn es noch einen "Kitt" von außen braucht?

3. Wie macht man das überhaupt, nicht seine eigene Liebe, sondern die eines anderen bezeugen?

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Den ersten Punkt würde ich gerne etwas umstellen, Mecky. Würden weniger Ehen scheitern, wenn die Ehepartner auch in der Liebe Chrsti leben würden?

 

Schadet Hilfe von außen? Wer kommt schon ohne Hilfe aus?

 

Bezeugen meine Kinder meine Liebe zu meiner Frau?

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Lieber Martin!

 

Geht es wirklich um eine Teilhabe an der Liebe Jesu, so wie Du meine Worte umformuliert hast?

 

Es geht ja in der kirchlichen Formulierung darum, dass Ehemann und Ehefrau ein Abbild von Christi Liebe zur Kirche sind. Und ich frage mich, was das in der Realität bedeutet.

 

Mir ist nicht klar: Was ist gemeint mit der Liebe Jesu zu seiner Kirche?

Und: Inwiefern ist die Ehe davon ein Abbild?

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Lieber Mecky,

 

oder direkt gefragt:

 

Ist es eine Bürde, die die Eheleute tragen sollen?

Oder sind es Flügel, mit denen sie fliegen?

 

Herzliche Grüße

Martin

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Lieber Martin!

 

Geht es wirklich um eine Teilhabe an der Liebe Jesu, so wie Du meine Worte umformuliert hast?

 

Es geht ja in der kirchlichen Formulierung darum, dass Ehemann und Ehefrau ein Abbild von Christi Liebe zur Kirche sind. Und ich frage mich, was das in der Realität bedeutet.

Ich denke, das heißt vor allem, daß die Liebe nicht aufhört und keine Bedingungen stellt.

 

Daß sie nicht davon abhängt, ob man etwas zurückbekommt.

 

Daß diese Liebe auch da wieder aufersteht, wo sie am Kreuz der Lieblosigkeit, der Gleichgültigkeit, des Egoismus gestorben ist.

 

Das bedeutet nicht, daß die Ehen von A+As scheitern müssen. Wenn die Liebe, die sie zusammengeführt hat, bleibt - prima, dann ist ja alles gut.

 

Aber welchen Grund sollten sie haben, ein Kreuz auf sich zu nehmen? Und welche Hoffnung, daß daraus etwas Gutes wächst?

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Ist es eine Bürde, die die Eheleute tragen sollen?

Oder sind es Flügel, mit denen sie fliegen?

Beides, Martin.

 

Kreuz und Auferstehung, Karfreitag und Ostersonntag.

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PS: Ein Aspekt, um den es geht, ist wohl die Zusage der unverbrüchlichen Treue.

 

 

unverbrücklich - beständig, bleibend, dauerhaft, dauernd, ewig, fest, gleichmäßig, haltbar, krisenfest, tadellos, unauflösbar, unauflöslich, unvergänglich, unverrückbar, unveränderlich, unwandelbar, unzerstörbar, vortrefflich, vorzüglich, wertbeständig, wertvoll, zeitlebens

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Geht es wirklich um eine Teilhabe an der Liebe Jesu, so wie Du meine Worte umformuliert hast?

 

Es geht ja in der kirchlichen Formulierung darum, dass Ehemann und Ehefrau ein Abbild von Christi Liebe zur Kirche sind. Und ich frage mich, was das in der Realität bedeutet.

 

Mir ist nicht klar: Was ist gemeint mit der Liebe Jesu zu seiner Kirche?

Und: Inwiefern ist die Ehe davon ein Abbild?

... jetzt muß ich aber mal klarstellen: es gibt nur eine Liebe!

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... jetzt muß ich aber mal klarstellen: es gibt nur eine Liebe!

 

Nein!!

 

Ich liebe meine Frau - aber nicht mit der gleichen Liebe wie ich meine Kinder liebe. Ich liebe meine Kinder aber nicht alle gleich. Also gibt es bei mir also mindestens schon 4 verschiedene Lieben.

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