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Verfluchung des Feigenbaums


Einsteinchen

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Einsteinchen

Was bedeutet diese Geschichte?

Ist da Jesus nicht ungerecht gegenüber dem Feigenbaum, denn es war nicht die Zeit der Feigen.

Wen meint er mit dem Feigenbaum? Doch wohl nicht die Juden? Oder doch?

Wieso soll der Feigenbaum außerhalb seiner Zeit Frucht bringen?

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Bei Mt. 21.18-22 wirds deutlicher.

Der Feigenbaum ist ein Bild für das Volk Gottes, das den Glauben verweigert - so die Anmerkung.

Bezug nimmt das auch auf Lk. 13,6-9 und auf das AT Jer. 8.13

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ich versteh nur nicht, warum Gott sich darüber wundert....er tut doch alles um es schwer zu machen an ihn zu glauben....also manchmal frag ich mich auch, warum der sich über den Unglauben aufregt, dann soll er eben deutlicher werden...ist doch einfach :blink:

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Bei Mt. 21.18-22 wirds deutlicher.

18 Des Morgens früh aber, als er in die Stadt zurückkehrte, hungerte ihn.

19 Und als er einen Feigenbaum an dem Weg sah, ging er auf ihn zu und fand nichts an ihm als nur Blätter. Und er spricht zu ihm: Nimmermehr komme Frucht von dir in Ewigkeit! Und sogleich verdorrte der Feigenbaum.

20 Und als die Jünger es sahen, verwunderten sie sich und sprachen: Wie ist der Feigenbaum sogleich verdorrt?

21 Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr Glauben habt und nicht zweifelt, so werdet ihr nicht allein das mit dem Feigenbaum Geschehene tun, sondern wenn ihr auch zu diesem Berg sagen werdet: Hebe dich empor und wirf dich ins Meer! so wird es geschehen.

22 Und alles, was immer ihr im Gebet glaubend begehrt, werdet ihr empfangen.

 

Finde ich nicht.

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Finde ich nicht.

 

Schlag mal ein Buch aus Papier auf :blink: (Einheitsübersetzung)

Da steht besagte Anmerkung drunter.

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Finde ich nicht.

 

Schlag mal ein Buch aus Papier auf :blink: (Einheitsübersetzung)

Da steht besagte Anmerkung drunter.

Und von wem stammt die Anmerkung?

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Finde ich nicht.

 

Schlag mal ein Buch aus Papier auf :blink: (Einheitsübersetzung)

Da steht besagte Anmerkung drunter.

Und von wem stammt die Anmerkung?

von Leuten, mit Latein-, Griechisch- und Hebräischkenntnissen. Historikern und zT. auch Geologen und Archäologen.

Der Name steht nicht unter jeder einzelnen Anmerkung drunter....

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Finde ich nicht.

 

Schlag mal ein Buch aus Papier auf :blink: (Einheitsübersetzung)

Da steht besagte Anmerkung drunter.

Mich würde der Wortlaut der Anmerkung interessieren - ich habe nur die Elberfelder Bibel, keine Einheitsübersetzung. Oder gibt es irgendwo eine Online-Ressource, wo man den Text samt Anmerkungen lesen kann?

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Keine Ahnung, aber ich schreibe dir den Satz gern ab:

 

Der unfruchtbare Feigenbaum ist Bild für das Volk Gottes, das den Glauben verweigert.

 

Grüße

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Der unfruchtbare Feigenbaum ist Bild für das Volk Gottes, das den Glauben verweigert.

Diese Deutung halte ich für völlig daneben.

 

Sie ist auch durch Text nicht gedeckt.

 

Bei Markus steht das Ding isoliert - von Verdorren ist nicht die Rede.

 

Bei Matthäus wird eher die Kraft des Glaubens thematisiert.

 

Die Anmerkung die Du zitierst, liebe Karo, scheint mir aus der vorkonzilaren exegetischen Mottenkiste zu stammen und hat einen unschönen, antijudaistischen Beigeschmack.

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Die Anmerkung die Du zitierst, liebe Karo, scheint mir aus der vorkonzilaren exegetischen Mottenkiste zu stammen und hat einen unschönen, antijudaistischen Beigeschmack.

 

Ich hab nochmal nachgeschlagen: Das stammt von 1979. Steht aber auf jeden Fall noch in der 9. Auflage von 1993 :blink:

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Ich zweifele nicht daran, daß sowas noch heute durch die Kommentare geistert. Und ich habe den verdacht, daß die theologischen Wurzeln älter sind als 1979.

 

Schön wäre, wenn wir hier ein paar exegetische Ansätze zusammentragen könnten, wie diese Stelle zu lesen ist. Ich bin bei dieser Passage schon immer etwas ratlos gewesen. Die sagt mir nicht viel.

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Ich bin bei dieser Passage schon immer etwas ratlos gewesen. Die sagt mir nicht viel.

 

Ja, dem kann ich mich anschließen.

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Hallo!

 

Bei Rudolf Pesch ist u.a. zu lesen:

„Die symbolische Deutung der Verfluchung des Feigenbaumes durch Jesus sollte, da sie exegetisch nicht verantwortbar ist, aufgegeben werden, zumal sie antijudaistische Tendenzen in das NT einträgt, von denen abzurücken christliche Theologie mehr denn je verpflichtet ist.“

Quelle:

Pesch, Rudolf:

Das Markusevangelium II. Teil Kommentar zu Kap. 8,27 - 16,20

Freiburg Basel Wien 4. Auflage 1991

(Herders Theologischer Kommentar zum Neuen Testament

Herausgegeben von Alfred Wikenhauser / Anton Vögtle / Rudolf Schnackenburg

Band II / Teil 2 S. 195

Dem Inhaltsverzeichnis (a.a.O.: S. VII) entnimmt man u.a. hier folgende Einteilung (bzw. Einbettung der Perikope):

"Fünfter Hauptteil

  Jesu Mesianische Demonstration und Lehre im Tempel (11,1- 12,44)

 

  I. Jesu Einzug in Jerusalem und die prophetische Tempeldemosntation (11,1-25)

 

  1. Jesu Einzug in Jerusalem (11,1 - 11) ...

  2. Die Verfluchung eines Feigenbaums und Jesu prophetische Demonstration im Tempel (11,12-21) ...

  3. Die Spüche vom Glauben und vom Gebet ...

 

  II. Die Vollmachtsfrage und Jesu Antwort im Gleichnis von der Tötung des Sohnes (11,27 - 12,12)

  4. ...

  5. ...

 

  III. Jesu messianische Lehre im Tempel (12,13-44)

  6. ...

  7. ...

  8. ...

  9. ...

10. ...

11. ...

 

Mk 13:

Die Eschatologische Rede (13,1-37)

..."

Oben angeführtes Zitat findet sich in den Ausführungen von R. Pesch zu Mk 11,12 - 14,20-21 in folgendem Kontext:

„Die Verfluchung des Feigenbaumes wird in der Auslegungsgeschichte unseres Jahrhunderts überwiegend auf das Gericht über Israel, Jerusalem und den Tempel gedeutet*. Jedoch ist der Feigenbaum sonst nie selbstständiges Symbol für Israel bzw. das Land,  und um schlechte, ungenießbare Feigen (wie Jer 24; 29,17) geht es in unserem Text nicht. Mich 7,1 kommt als inspirierender Text kaum in Frage, ...(a.a.O.: S. 195

Pesch merkt weiters an, daß auch Hos 9,10-16 / Jer 8,13 / TargJon zu Hos 9,10-16 die Situation  von Mk 11,12 -14.20-23 nicht treffen (vgl. a.a.O.: S. 195).

Pesch führt auch an:

„Verwüstung und Verdorren des Feigenbaums ist zwar überliefertes Symbol für Gottes Strafgericht (vgl. Jes 34,4; Hos 2,14; Joel 1,7-12; Am 4,9; Hab 3,17-19; Ps 105,33), doch deutet nichts im mk Text auf eine prophetische Zeichenhandlung Jesu* hin, zumal nicht einmal Feigenzeit ist, also „Frucht“ erwartbar gewesen wäre. - Die symbolische Deutung der Verfluchung des Feigenbaumes durch Jesus sollte, da sie exegetisch nicht verantwortbar ist, aufgegeben werden, zumal sie antijudaistische Tendenzen in das NT einträgt, von denen abzurücken christliche Theologie mehr denn je verpflichtet ist.

Ob der Evangelist Markus die Verfluchung des Feigenbaumes als Symbol der Tempelzerstörung, auf die er zurückblickt, verstanden hat, kann erwogen, aber kaum sicher entschieden werden (...).

(a.a.O.: S. 195; Hervorhebung von mir)

 

Für die entsprechende Mt-Perikope habe ich lediglich Die Neue Echterbibel vor mir.

(Schnackenburg, Rudolf: Matthäusevangelium 16,21 - 28,20

Die Neue Echterbibel: Kommentar zum Neuen Testament mit der Einheitübersetzung; Bd. 1 / Teil 2

Würzburg 1987)

 

Mit freundlichen Grüßen (in der Hoffnung auf möglichst wenig Tippfehler)

 

michl

Edited by michl
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Danke, Michl. Sagt Pesch zufälligerweise auch irgendwo, wie die Perikope verstanden werden könnte?

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Ich zweifele nicht daran, daß sowas noch heute durch die Kommentare geistert. Und ich habe den verdacht, daß die theologischen Wurzeln älter sind als 1979.

 

Schön wäre, wenn wir hier ein paar exegetische Ansätze zusammentragen könnten, wie diese Stelle zu lesen ist. Ich bin bei dieser Passage schon immer etwas ratlos gewesen. Die sagt mir nicht viel.

Wobei wir ja nicht vergessen wollen, daß viele theologische Ansätze ein früheres Geburtsalter als 1965 haben. :blink:

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Danke, Michl. Sagt Pesch zufälligerweise auch irgendwo, wie die Perikope verstanden werden könnte?

Hallo, Thomas -

 

da muß ich noch suchen, aber wenn ich etwas gefunden habe, werde ich es als Nachtrag hier posten (mein Scanner ist leider kaputt).

 

Bislang kann ich nur dies zitieren:

"Am ehesten bietet sich - auch zur Festigung des traditionskritischen Urteils - ein Vergleich mit Fluch- und Stafwundergeschichten an. (a.a.O. S. 195)

(Mir geht es momentan wie jenem kleinen Bub:

"jo mei", sagt der kleine Bub "... mir hat einer erklärt, warum der Himmel blau ist ..."

" ... Und was hast Du kapiert? ..."

"Der Himmel ist blau - aber das habe ich vorher auch schon gewußt.")

 

Nachtrag:

 

S. 197 verweist R. Pesch auf heutige Oasenbewohner in El Golea, welche " ... ihre Palmen anreden und bedrohen: ..." damit sie besseren Ertrag bringen (andernfalls werde man sie töten).

Ebd. meint der R. Pesch:

"Sofern VV 22f ein genuines Jesuswort vorliegt, das angesichts des verdorrten Feigenbaumes gesprochen wurde, hat Jesus die Macht seines Wortes als Macht des Glaubens gedeutet (...).

Die Deutung auf eine symbolische Strafverheißung an Israel ist dann eindeutig ausgeschlossen. Ob der Formulierung des Verwünschungswortes (welche die Intention symbolischer Gerichtsdrohung auch ausschließt) entnommen werden darf, Jesus unterstelle, der Baum hätte für den Messias Frucht tragen müssen und, weil er dies nicht tat, dürfe niemand mehr von ihm Frucht genießen, ist zweifelhaft. Über VV 22f hinausgehende Spekulationen zu Jesu Verantwortung seiner Tat überfordern den Text."

(a.a.O.: S. 197)

 

Mit freundlichen Grüßen

 

michl

Edited by michl
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Das einzige Zerstörungswunder Christi, das Verdorrenlassen des Feigenbaums, wird von manchem als störend empfunden; ich meine jedoch, daß seine Bedeutung offensichtlich ist:

 

Dieses Wunder ist ein in die Tat umgesetztes Gleichnis, ein Symbol für den Urteilsspruch Gottes über alles, was „unfruchtbar“ ist und zweifellos insbesondere über das Judentum jener Zeit.

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Einsteinchen

Es wird wohl das Judentum seiner Zeit gemeint sein, so unbehaglich wir uns auch angesichts unserer Vergangenheit fühlen mögen.

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Das einzige Zerstörungswunder Christi, das Verdorrenlassen des Feigenbaums, wird von manchem als störend empfunden; ich meine jedoch, daß seine Bedeutung offensichtlich ist:

 

Dieses Wunder ist ein in die Tat umgesetztes Gleichnis, ein Symbol für den Urteilsspruch Gottes über alles, was „unfruchtbar“ ist und zweifellos insbesondere über das Judentum jener Zeit.

Ich weiss nicht. Wenn ich mir die Stelle insgesamt anschaue

 

12  Und als sie am folgenden Tag von Bethanien weggegangen waren, hungerte ihn.

13  Und er sah von weitem einen Feigenbaum, der Blätter hatte, und er ging hin, ob er wohl etwas an ihm fände, und als er zu ihm kam, fand er nichts als Blätter, denn es war nicht die Zeit der Feigen.

14  Und er begann und sprach zu ihm: Nimmermehr in Ewigkeit soll jemand Frucht von dir essen! Und seine Jünger hörten es.

15  Und sie kommen nach Jerusalem. Und er trat in den Tempel und begann die hinauszutreiben, die im Tempel verkauften und kauften; und die Tische der Wechsler und die Sitze der Taubenverkäufer stieß er um.

16  Und er erlaubte nicht, daß jemand ein Gerät durch den Tempel trug.

17  Und er lehrte und sprach zu ihnen: Steht nicht geschrieben: `Mein Haus wird ein Bethaus genannt werden für alle Nationen? Ihr aber habt es zu einer `Räuberhöhle gemacht.

18  Und die Hohenpriester und die Schriftgelehrten hörten es und suchten, wie sie ihn umbringen könnten; sie fürchteten ihn nämlich, denn die ganze Volksmenge geriet außer sich über seine Lehre.

19  Und wenn es Abend wurde, gingen sie zur Stadt hinaus.

20  Und als sie frühmorgens vorbeigingen, sahen sie den Feigenbaum verdorrt von den Wurzeln an.

21  Und Petrus erinnerte sich und spricht zu ihm: Rabbi, siehe, der Feigenbaum, den du verflucht hast, ist verdorrt.

22  Und Jesus antwortete und spricht zu ihnen: Habt Glauben an Gott!

23  Wahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem Berg sagen wird: Hebe dich empor und wirf dich ins Meer! und nicht zweifeln wird in seinem Herzen, sondern glauben, daß geschieht, was er sagt, dem wird es werden.

 

kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Jesus an dem Tag wohl einfach nur ziemlich miese Laune gehabt hat.

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dr-esperanto
Das einzige Zerstörungswunder Christi, das Verdorrenlassen des Feigenbaums, wird von manchem als störend empfunden; ich meine jedoch, daß seine Bedeutung offensichtlich ist:

 

Dieses Wunder ist ein in die Tat umgesetztes Gleichnis, ein Symbol für den Urteilsspruch Gottes über alles, was „unfruchtbar“ ist und zweifellos insbesondere über das Judentum jener Zeit.

Ich weiss nicht. Wenn ich mir die Stelle insgesamt anschaue

 

12   Und als sie am folgenden Tag von Bethanien weggegangen waren, hungerte ihn.

13   Und er sah von weitem einen Feigenbaum, der Blätter hatte, und er ging hin, ob er wohl etwas an ihm fände, und als er zu ihm kam, fand er nichts als Blätter, denn es war nicht die Zeit der Feigen.

14   Und er begann und sprach zu ihm: Nimmermehr in Ewigkeit soll jemand Frucht von dir essen! Und seine Jünger hörten es.

15   Und sie kommen nach Jerusalem. Und er trat in den Tempel und begann die hinauszutreiben, die im Tempel verkauften und kauften; und die Tische der Wechsler und die Sitze der Taubenverkäufer stieß er um.

16   Und er erlaubte nicht, daß jemand ein Gerät durch den Tempel trug.

17   Und er lehrte und sprach zu ihnen: Steht nicht geschrieben: `Mein Haus wird ein Bethaus genannt werden für alle Nationen? Ihr aber habt es zu einer `Räuberhöhle gemacht.

18   Und die Hohenpriester und die Schriftgelehrten hörten es und suchten, wie sie ihn umbringen könnten; sie fürchteten ihn nämlich, denn die ganze Volksmenge geriet außer sich über seine Lehre.

19   Und wenn es Abend wurde, gingen sie zur Stadt hinaus.

20   Und als sie frühmorgens vorbeigingen, sahen sie den Feigenbaum verdorrt von den Wurzeln an.

21   Und Petrus erinnerte sich und spricht zu ihm: Rabbi, siehe, der Feigenbaum, den du verflucht hast, ist verdorrt.

22   Und Jesus antwortete und spricht zu ihnen: Habt Glauben an Gott!

23   Wahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem Berg sagen wird: Hebe dich empor und wirf dich ins Meer! und nicht zweifeln wird in seinem Herzen, sondern glauben, daß geschieht, was er sagt, dem wird es werden.

 

kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Jesus an dem Tag wohl einfach nur ziemlich miese Laune gehabt hat.

Ja, das habe ich bisher auch immer geglaubt (es hat schon etwas Komisches, sich vorzustellen, dass Jesus einfach ein verdorrten Feigenbaum verflucht, bloß weil er gerade eine Feige essen möchte!), aber seit ein paar Monaten weiß ich, daß Olivenbaum und Feigenbaum im semitischen Bereich für das fruchtbare Land Kanaan stehen (eben weil dort diese Bäume überhaupt nur gedeihen können). Im Koran gibt es übrigens auch eine Sure Al-TIn ("die Feigen") (Nr.95, ganz hinten im Koran): "Bei der FEIGE und dem ÖLBAUM und bei dem Berg SINAI und bei dieser Stadt des Friedens (JERUSALEM!)...."

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Der unfruchtbare Feigenbaum ist Bild für das Volk Gottes, das den Glauben verweigert.

Diese Deutung halte ich für völlig daneben.

 

Sie ist auch durch Text nicht gedeckt.

 

Bei Markus steht das Ding isoliert - von Verdorren ist nicht die Rede.

 

Bei Matthäus wird eher die Kraft des Glaubens thematisiert.

 

Die Anmerkung die Du zitierst, liebe Karo, scheint mir aus der vorkonzilaren exegetischen Mottenkiste zu stammen und hat einen unschönen, antijudaistischen Beigeschmack.

Ich weiß nicht, Thomas. Es geht doch auch um die Verbindungen zum Vor- und Nachgeschehen. Der Bezug zu seinem Handeln im Tempel kann wohl kein Zufall sein.

 

Interessant finde ich den Punkt, auf den du die Aufmersamkeit gelenkt has. Die Verbindung zur Kraft des Glaubens. Einem Berg zu befehlen, sich zu erheben. Das ist einerseits etwas, auf der anderen Seite aber auch nicht viel sinnvoller, als einen Feigenbaum verdorren zu lassen. Wozu sollte beides - rein praktisch gedacht - gut sein? Kranke heilen ist praktisch und nützlich, aber Bäume verdorren lassen und Berge versetzen eher nicht (naja, getrocknetes Holz und freie Verkehrswege haben schon etwas :blink: ).

 

Herzliche Grüße

Martin

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aber seit ein paar Monaten weiß ich, daß Olivenbaum und Feigenbaum im semitischen Bereich für das fruchtbare Land Kanaan stehen (eben weil dort diese Bäume überhaupt nur gedeihen können).

Häääää? Bei mir trägt der Feigenbaum im Wintergarten Früchte!

 

PS: ach sooo, der dockter eschperanto ... na dann.

Edited by Franziska
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