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Das brennenste Problem


Absalom
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Hallo,

 

mich würde interessieren welche Probleme/ welches Problem innerhalb der Kirche ihr als das Brennenste anseht. Dieses Thema soll eine Gedankensammlung werden, um zu sehen, was andere momentan beschäftigt. Von daher sollten hier nicht die robleme diskutiert, sondern nur gesammelt werden.

 

Gruß

Axel

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Das schwierigste ist meiner bescheidenen Meinung nach, dass wir es nicht schaffen, den Glauben brauchbar rüberzubringen, dass am Ende mehr steht als nur ein Funke; und dass wir uns von pastoralen Mitarbeiterinnen sagen lassen müssen, es wäre nicht gut zu missionieren, weil jeder seine eigene Wahrheit finden solle... alles klar?

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Also ich würd sagen, dass die Menschen glauben, ohne Glauben bzw. Kirche auszukommen. Sie meinen, die Kirche müsse sich der Gesellschaft anpassen. Und das ist genau der Knackpunkt. Es ist unumgänglich, dass sich die Gesellschaft etwas nach der Kirche, oder ich würd eher sagen, nach den 10 Geboten richten sollte. Aber dazu haben leider die wenigsten Bock. Nur so ist ein Leben miteinander möglich.

 

Gruß JO

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Ich sehe die Frage vor mir und finde keine spontane Antwort. Ich bedauere z.Zt. in erster Linie den Priestermangel - in überschaubarer Zeit wird es auch "meine" Gemeinde treffen.

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Guten Morgen zusammen.

 

Tjy, was sind die drängenden Probleme? Priestermangel, Zölibat ja odernein, Pille ja oder nein, Frauen als Priester,ja oder nein? Manchmal glaube ich, wir beschäftigen uns mit solchen Dingen, um der wirklichen Kernfrage aus dem Weg zu gehen. Mir fällt dazu ein Buch von Kardinal Lehmann ein, das ich noch nicht gelsen habe, dessen Titel mir aber sehr gefällt: Es ist Zeit, an Gott zu denken.

 

Wo finden wir Ihn. Vertrauen wir Ihm? Wer ist Er?

 

Wenn wir uns damit beschäftigen, lösen wir die "drängenden Probleme" womöglich gleich mit.

 

Merke: Es ist Euch eine große Freude verkündet worden und kein großes Problem, wie der der niederländische Bischof Simonis mal gesagt hat.

 

Liebe Grüße

 

Thomas

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Ich denke, das brennenste Problem ist in erster Linie, daß die Kirche ihr Image verbessern muß. Ich meine damit nicht, daß es nur um ihr Image geht, aber, leider ist es so, daß in der Kirche viele Fehler und Gräueltaten begangen wurden. Es muß endlich eine menschenfreundlichere (und vor allem auch kinderfreundlichere) Kirche entstehe, damit wir wieder lebendig vom Glauben Zeugnis geben können, ohne die Schatten unserer Vergangenheit und daß der Glaube und die Kirche dann wieder attraktiv werden für die suchenden Menschen. Wir sind nämlich gar keine so schlechte Alternative... ;)

 

Liebe Grüße

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Werner agnosticus


Zitat von Ketelhohn am 23:20 - 15.Mai.2001

Meine Bekehrung.


Wie soll ich das denn als Beitrag zum Thema verstehen?

 

Stellt Deine Bekehrung das brennendste Problem der Kirche dar? Dann solltest Du vielleicht im Interesse der Kirche erwägen, zum Apostaten zu werden, um das brennendste Problem der Kirche zu lösen. laugh2.gif

 

Oder willst Du ausdrücken, daß Dich an dieser Kirche letztlich nur Deine Bekehrung interessiert und alles andere daneben zweitrangig ist? Muß wohl so sein, wenn man die lakonische Kürze Deines Statements und die Verwendung extra großer Schrift berücksichtigt. Das wäre dann eine Bestätigung des Vorwurfs, daß es den ach so nächstenliebenden Christen im Grunde nur ganz egoistisch um ihr (vermeintliches) "Seelenheil" geht. Ich habe ja gar nichts gegen solchen Egoismus, aber dem Beispiel des Paulus (Röm.9,3ff) folgst Du damit sicher nicht. wink3.gif

 

Amüsierte Grüße

Werner

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Ich muß dem lieben Werner zustimmen

 

Ich habe den Beitrag von Robert auch, sagen wir einmal, irritieren gefunden.

 

 

 

Liebe Grüße

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Zitat von Werner agnosticus am 9:15 - 16.Mai.2001

 

Das brennendste Problem in der Kirche ist, .....

 

Sollte sich dies einmal grundlegend ändern, dann würde ich ohne langes Zögern Mitglied.
;)


 

Hallo Werner,

 

"Das brennendste Problem in der Kirche ist, ....."

 

Die Kath. Kirche (wie vermutlich alle Kirchen) ist eine politische Institution mit theologischem Deckmantel.

 

"Sollte sich dies einmal ändern, ..... "

 

Sei unbesorgt, dies wird zu unseren Lebzeiten nicht eintreten.

 

Gruß Pedrino

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Wenn wir eine politische Institution wären, würde der Staat vielleicht auf das hören, worüber die Kirche in den Gestzen protestiert... ;)

 

Liebe Grüße

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Werner agnosticus

Hallo Pedrino,

 

Die Kath. Kirche (wie vermutlich alle Kirchen) ist eine politische Institution mit theologischem Deckmantel.

Klar. zumindest ist sie auch das. Mir fallen durchaus noch andere Dinge ein, die diese Kirche auch ist - und die meisten davon sind wenig schmeichelhaft.

 

"Sollte sich dies einmal ändern, ..... "

Sei unbesorgt, dies wird zu unseren Lebzeiten nicht eintreten.

Bin diesbezüglich sehr unbesorgt. ;)

Doch wenn es - nur mal hypothetisch und gegen jede vernünftige erwartung gedacht - doch geschähe, gäbe es ja auch keinen Grund mehr zur Sorge - die Kirche wäre dann ja von humanistischen Vereinigungen nicht mehr relevant verschieden. :)

 

Lieben Gruß

Werner

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Zitat von Stefan Mellentin am 10:14 - 16.Mai.2001

Wenn wir eine politische Institution wären, würde der Staat vielleicht auf das hören, worüber die Kirche in den Gestzen protestiert...


 

Lieber Stefan,

 

wie du weißt,  leben wir in einer pluralistischen Gesellschaft und es müssen viele "Interessen" auf einen Nenner gebracht werden. Alle müssen bei der politischen Realisierung ihrer "Ideale" Federn lassen, auch die Kirche.

 

Früher war die Kirche der Pfau, jetzt ist sie richtigerweise auf eine Taube "zurückgestutzt" worden.

 

Gruß Pedrino

 

 

(Geändert von pedrino um 16:26 - 16.Mai.2001)

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Das brennendste Problem der Kirche (und ganz besonders einer bestimmten ;) ) ist ihre Mißachtung der menschlichen Natur. Würde sie sich aus allem was den Menschen betrifft raushalten, und nur ihre Götter-Wissenschaft betreiben (aber bitte nicht an anständigen Hochschulen, denn Theologie ist KEINE echte Wissenschaft und keine akademisch berechtigte Disziplin)   wäre alles halb so schlimm....

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Das brennenste Problem der Kath. Kirche ist, dass ihr die Jugend wegläuft!

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Das brennendste Problem ist, daß wir zuwenig Menschen haben, die ihren Glauben leben und zu viele scheinheilige Sonntags- und Namenschristen

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Zitat von Steffen am 15:04 - 16.Mai.2001

Das brennendste Problem ist, daß wir zuwenig Menschen haben, die ihren Glauben leben und zu viele scheinheilige Sonntags- und Namenschristen

 

Genau! Und gerade in diesem Sinne empfinde ich Roberts Kurzbeitrag als durchaus sinnvoll, wenn ich ihn so interpretiere, daß die für mich zu lösenden Probleme der Kirche primär bei mir liegen und daß sie nur durch meine Umkehr gelöst werden können. In anderen Zusammenhängen spricht man davon, sich selbst an die Nase zu fassen. Die Glaubwürdigkeit der Kirche hängt nicht zuletzt am Zeugnis der Einzelnen.

 

Dies ist natürlich nicht gleichbedeutend mit dem Übersehen von Problemen, die ich selbst nicht direkt lösen kann. Das Amüsement könnte jedenfalls ein Zeichen oberflächlicher Betrachtung sein, Irritation und Denkanstoß dürfte dagegen der Intention Roberts entsprechen.

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Guest Ketelhohn

Ich freue mich, daß TomTom meinen Beitrag richtig verstanden hat. Mir fällt, um ehrlich zu sein, ziemlich viel ein, was in der Kirche zu reformieren wäre – Ecclesia nempe semper reformanda –, aber was Gott von mir will, das ist meine Umkehr; was er mir schenken will, das ist meine Heiligung. Darum habe ich mich samt all meinen Reformplänen schnell wieder zurückgepfiffen.

 

Stefan M., dir möchte ich ganz nachdrücklich widersprechen: Nicht aufs Image der Kirche kommt es an. Daß die Kirche im Römischen Reich und seinen Klienten und Nachfolgern Staatskirche werden und die Gesellschaft durchdringen konnte, das war ein einzigartiges Geschenk der Vorsehung. Es ist vorbei damit. Ob für immer und allezeit, weiß keiner außer dem Herrn. Aber hier und jetzt und für alles, was wir räumlich und zeitlich überblicken können, ist es mit der Volkskirche, mit der breiten Akzeptanz des Christentums und mit dem Einfluß der Kirche vorbei.

 

Uns ist längst gesagt, daß solche Zeiten kommen müssen, Zeiten des „großen Abfalls“. Aber zu jeder Zeit – wissen wir doch nicht, ob wir diesen „großen Abfall“ bereits erleben – muß die Verkündigung Jesu Christi auf Widerstand stoßen. Die Verfolgung und das Martyrium gehören zum Christsein.

 

Ich will das für dich noch einmal unterstreichen, Stefan: Du hast dich für eine Abkürzung entschieden. Fürs Priestertum nämlich, und das heißt heute: für den kürzesten Weg aufs Kreuz. Das kann heute nicht mehr anders sein. Wenn du als Priester Christus dienst, dann werden sie dich kreuzigen. Aber das Kreuz Jesu Christi ist verherrlicht: Darum können wir ihm folgen. Hab Mut! Folgen wir Ihm, nicht deinem und meinem nur zu menschlichen Drang, Anerkennung zu finden.

 

Gruß

Robert

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Keine Angst, Stefan,

 

sie werden dich schon nicht kreuzigen!

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Guest Ketelhohn


Zitat von Ute - 16. Mai 2001

Keine Angst, Stefan,

sie werden dich schon nicht kreuzigen!

Im Gegenteil:

Keine Angst, denn das Kreuz ist unser Heil!

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Na gut. Dann werden sie dich also doch kreuzigen. Aber keine Angst: das ist dein Heil!

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Lieber Robert,

 

das ist eine starke Verkündigung (oder für die Außenstehenden (ein cooles Statement &nbsp. Das Problem hieran ist einzig und allein, daß nur ein Teil der Christen, von den A+A´s mal ganz abgesehen, noch versteht, was du damit sagen willst; womit wir tatsächlich beim "brennenden Problem" zu sein scheinen.

 

 

Liebe Ute,

 

wieder mal ein sprachtechnisch perfekter Return  .

 

Herzliche Grüße

Martin

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Zitat von Ute am 23:44 - 16.Mai.2001

Na gut. Dann werden sie dich also doch kreuzigen. Aber keine Angst: das ist dein Heil!


 

Liebe Ute, ich danke Dir, daß Du Dir Gedanken um mein Heil machst , bin allerdings etwas irritiert. Wo habe ich Besorgnis geäußert, gekreuzigt zu werden...?

 

Liebe Grüße

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Lieber Robert, lieber Martin,

 

das Witzige ist, daß ich genau diesen Satz

" Keine Angst, denn das Kreuz ist unser Heil! " auch posten wollte, ihn sogar schon dastehen hatte, mich dann aber doch dagegen entschieden hatte, weil ich mir dachte:

Versteht ja doch wieder keiner.

Und jetzt taucht genau dieser Gedankengang geschlossen auf:

Roberts Entscheidung, den Satz zu schreiben, und Martins Einwand, daß ihn keiner versteht, weil das Verständnis des kreuzes zurückgegangen ist.

 

(Geändert von Steffen um 9:41 - 17.Mai.2001)

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Zitat von lissie am 11:33 - 16.Mai.2001

Das brennendste Problem der Kirche (und ganz besonders einer bestimmten ) ist ihre Mißachtung der menschlichen Natur. Würde sie sich aus allem was den Menschen betrifft raushalten, und nur ihre Götter-Wissenschaft betreiben (aber bitte nicht an anständigen Hochschulen, denn Theologie ist KEINE echte Wissenschaft und keine akademisch berechtigte Disziplin)   wäre alles halb so schlimm....


 

Also, ich frage mich wirklich, ob ich diesen Beitrag richtig verstanden habe. Bezieht er sich etwa auf die kath. Kirche???

Wer mißachtet die menschliche Natur in der Kirche ??? Im Gegenteil, wir machen uns immer wieder Gedanken um die menschliche Natur. Aus den Dingen der Menschen können wir uns nicht heraushalten, denn wir sind dazu gerufen, Zeugnis zu geben vor den Menschen und immer wieder auch Dinge anzumahnen, die nicht richtig laufen.

Daß Theologen keine Wissenschaftler sind, daß ist schon eine persönliche Beleidigung für einen Theologiestudenten cry.gif

 

Hast Du Theologie studiert? Kannst Du beurteilen, ob wir hier an der Uni Wissenschaft betreiben??? Ich denke schon, daß vielleicht nicht immer die Inhalte wissenschaftlich sind, aber das Arbeiten sehr wohl! Zu den Inhalten: Auch hier gibt es durchaus wissenschaftliche Themen! Kirchengeschichte, Kirchenrecht, Pastoraltheologie, Exegese des Neuen und des ALten Testaments, Einleitung in die politische Umwelt des Alten und Neuen Testaments, Predigtlehre, Christliche Gesellschaftslehre,...

Wenn ich auch nicht ein akademischen Grad erwerbe, DEINER MEINUNG NACH, dann sind wohl auch die Prüfungen, die ich ablege und die Diplomarbeit, die ich schreibe keine wissenschaftlichen Leistungen???

 

Ich muß schon sagen, wenn dieser Beitrag von Lissie nicht ironisch war, dann bin ich jetzt echt wütend. Ich lasse mir und auch der Kirche vieles vorwerfen, aber nicht, daß es kein akademisches wissenschaftliches Studium wäre, was ich betreibe.

 

Keine Grüße

 

(Geändert von Stefan Mellentin um 9:47 - 17.Mai.2001)

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