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Ich werde Taufpatin


Gina

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Hallo liebe Leut',

 

ich bin gefragt worden, ob ich für die Tochter von Freunden (7 Monate alt) das Patenamt übernehmen möchte. Ich habe zugestimmt.

Was muss ich jetzt alles beachten?

Wie läuft das mit dem Taufgespräch?

Hat jemand Tips für mich?

...?

 

Vielen Dank schon mal

Gina

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Hallo Gina,

erstmal alles Gute für dein Patenamt.

Die Taufgespräche kommen wohl auf den einzelnen Pfarrer an. Bei meinem ersten Patenkind gab es überhaupt keins, mir fällt grad ein, ich weiß überhaupt nicht, ob eins mit den Eltern und dem Pfarrer stattgefunden hat.

Die Taufe war dann auch so eine Großveranstaltung - also mehrere Kinder wurden in dem Sonntagsgottesdienst getauft.

Bei meinen Kindern gab es jeweils ein Taufgespräch zusammen mit Eltern und Paten und Täufling (waren aber noch Babys) einen Tag vor dem Gottesdienst, einbringen konnte man sich bei dem Pfarrer nicht. Bei der einen Taufe hat das Gespräch vorher unser Pfarrer geführt, den Gottesdienst hat aber ein anderer Pfarrer gehalten. Mit dem hatten wir 10 Minuten vor dem Gottesdienst ein Gespräch und das war intensiver als das "Taufgespräch".

Bei meinem zweiten Patenkind, das evangelisch getauft wurde, gab es ein Taufgespräch zu Hause, also bei den Eltern. Der evangelische Pfarrer hat mit Eltern, Patin, Geschwisterkind ein richtiges Gespräch geführt. Man konnte sich einbringen, z. B. Liederwünsche, Fürbitten etc. Ich war total überrascht, dass so ein Gespräch auch ganz anders laufen kann. Mir gab der Pfarrer dann die Taufkerze, die ich gestalten sollte. Ich mußte dann noch einen Patenschein vorlegen, den mir unserem Pfarrer (katholisch) ausstellen mußte, worüber der sich aufgeregt hat, weil die Patenscheine doch abgeschafft seien. Er hat ihn dann aber ohne weiteres ausgestellt.

Also, ich habe vier Taufen als Beteiligte erlebt und jedesmal war es anders.

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Hallo liebe Leut',

 

ich bin gefragt worden, ob ich für die Tochter von Freunden (7 Monate alt) das Patenamt übernehmen möchte. Ich habe zugestimmt.

Was muss ich jetzt alles beachten?

Wie läuft das mit dem Taufgespräch?

Hat jemand Tips für mich?

...?

 

Vielen Dank schon mal

Gina

Liebe Gina,

 

erst mal herzlichen Glückwunsch zu Deinem Patenamt. :blink:

 

Ja, ich habe einen Tip für Dich:

Bleib locker!

Wie E-u-l-e schon sagte, da gibt es einige Varianten bezüglich Taufgespräch. Oft ist ein Taufgespräch nur für die Eltern vorgesehen, aber einmal habe ich auch eine Reihe von Abenden erlebt, wo Eltern und Paten gemeinsam eingeladen waren, um über ihren Glauben und über die Taufe zu reden.

 

Mir fallen da aber noch andere Punkte ein:

 

Hast Du Dich mit den Eltern abgesprochen, was sie von Dir als Patin erwarten oder sich für ihr Kind wünschen?

 

Hast Du Dir schon Gedanken gemacht, wie die Taufe abläuft? Besteht da die Möglichkeit, mitzugestalten, Lieder und Texte einzubringen?

 

Wie siehst Du selbst Dein Patenamt? Was möchtest Du gerne tun, wie Dich einbringen?

 

Liebe Grüße, Gabriele

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Ich mußte dann noch einen Patenschein vorlegen, den mir unserem Pfarrer (katholisch) ausstellen mußte, worüber der sich aufgeregt hat, weil die Patenscheine doch abgeschafft seien.

 

Das ist Unsinn. Patenscheine sind einfache Zugehörigkeitsbescheinigungen, die vor allem für nicht katholische Taufen ausreichen. Um in der kath. Kirche Pate zu sein, müßte rein formalrechtlich mehr gefordert werden, der allgemeine Brauch verzichtet aber darauf.

 

Wichtig ist, ob Du dem Kind in seiner Entwicklung zum Gläubigen beistehen willst und es mindestens mit Deinem Gebet begleiten willst. Das Kind wird stellvertretend auf den Glauben der Eltern und Paten getauft, die sich verpflichten, ihren jeweiligen Beitrag zu leisten, damit das Kind Christus und die Kirche kennenlernt und sich später selbst für ein Leben als Christ entscheiden kann. Paten können, wenn's gut läuft, Ratgeber und Wegbegleiter sein. Das ist was sehr schönes.

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Ihr Lieben,

 

danke erstmal für eure Antworten!

Also mit den Eltern hab ich noch gar nichts geplant so weit, wir wollten uns noch mal zusammensetzen. Ich würde mich sehr freuen, wenn die Taufe im Rahmen eines Familiengottestdienstes stattfinden würde , ich weiß aber noch nicht, was sich die Eltern so vorstellen.

Ich habe mal eine Taufe miterlebt, wo die Familie und Freunde jeweils eine Fürbitte für das Kind gesprochen haben und danach eine Kerze auf den Taufbeckenrand gestellt haben. Ich kenne aber den Pfarrer und die Kirche nicht.

Ich für mich finde es beim Patenamt auch wichtig, die Kinder zum Glauben hinzuführen, indem man ihnen Fragen beantwortet und ihnen alles erklärt. Mal abgesehen vom Glauben muss man sich ja auch so um das Kind kümmern und für es da sein, ab und zu mal Babysitten und so weiter. Und es auch bei anderen wichtigen Schritten im Leben begleiten, wie Einschulung, etc.

 

Lieben Gruß, Gina

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Mal abgesehen vom Glauben muss man sich ja auch so um das Kind kümmern und für es da sein, ab und zu mal Babysitten und so weiter.

 

Solche praktischen Erwägungen haben bei der Wahl der Paten für unsere Kinder keinerlei Rolle gespielt. Wenn Du die Möglichkeit dazu hast, ist das einer guten Beziehung zu Patenkind und Eltern aber sicher zuträglich. Früher hat man mit dem Patenamt eine Verantwortung für den Fall verbunden, daß die Eltern als Versorger ausfallen. Das spielt heute kaum noch eine Rolle, so daß man sich stärker um die inhaltliche Seite kümmern kann. Ein Pate eines meiner Söhne ist inzwischen im Himmel, fällt also für praktische Hilfen aus. Trotzdem bleibt er Pate, vielleicht nicht mal der schlechteste.

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Du hast recht, die Zeiten ändern sich. Da die Eltern in der Nachbarstadt wohnen, werde ich auf jeden Fall in engem Kontakt zu ihnen und natürlich dem Kind stehen.

Die katholische Kirche verlangt meines Wissens eine Menge von den Paten, oder?

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Beim Stöbern habe ich im Netz folgenden Text gefunden, den ich sehr schön finde:

 

 

An mein Patenkind

 

Liebe® N.N.,

 

heute war ich Zeuge deiner Taufe.

Deine Eltern haben mich gebeten, dein Taufpate zu sein.

Darüber habe ich mich sehr gefreut.

Damit übernehme ich gerne die Aufgabe, zusammen mit deinen Eltern

für dein weiteres Leben Sorge zu tragen, dich in Zeiten der Not

und bei Schwierigkeiten zu unterstützen und dir zu helfen,

den Glauben an unseren Gott anzunehmen und ihm Gestalt zu geben.

 

Ich sichere dir zu, dass ich dir ein guter Wegbegleiter werden möchte,

so gut ich es kann. Dabei ist mir wichtig, dass wir gemeinsam, du und ich,

sehen lernen, dass es auf der Welt mehr gibt als die Dinge, die man anfassen, kaufen oder bauen kann.

Denn das Wesentlichste im Leben ist unsichtbar: man sieht nur mit dem Herzen gut.

 

Ich möchte an deiner Seite sein, wenn du ins Leben gehst,

wenn du ein Ohr zum zuhören brauchst,

wenn du eine Schulter zum Weinen suchst.

Ich möchte aber auch an deiner Seite sein,

wenn die Sonne dir ins Leben leuchtet und du gute Zeiten erlebst.

 

Ich möchte dir helfen, nach und nach Vertrauen zu entwickeln,

dass wir alle, die wir getauft sind, Kinder des einen Gottes sind,

der uns erschaffen hat, uns hält und für uns sogt,

in Bedrängnis uns nahe ist und uns auch nach unserem irdischen Leben nicht alleine läßt, sondern zu sich holt.

Denn dann haben wir das endgültige Leben, eine Leben in Fülle,

das schon für dich jetzt, heute, bei deiner Taufe seine Anfang hat.

 

N.N., Gott segne dich.

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Liebe Gina,

 

bei mir ist es am nächsten Sonntag auch wieder soweit, da darf ich zum zweiten Mal als Taufpate ran. Bei uns besuchte der Priester die Familie zu Hause, das empfand ich als sehr schöne Geste. Bei dem Taufgespräch wäre ich gerne dabei gewesen, war aber leider beruflich verhindert.

 

Eventuell wird diese Patenschaft nicht ganz so einfach, weil die Eltern beide nicht praktizierend sind. Als sie mich gefragt haben, ob ich Pate sein möchte, hatten wir erst einmal ein längeres Gespräch. Schließlich fühle ich mich an das Versprechen, welches ich vor Gott abgeben werde, gebunden. Es musste ihnen klar sein und von ihnen akzeptiert werden, dass ich versuchen werde, meinen Beitrag zu einer christlichen Erziehung zu leisten, auch wenn es mit ihrer Erziehung kollidieren sollte. Glücklicherweise gab es keinerlei Diskussionen über Erstkommunion und Firmung, das liegt beides auch in ihrem Interesse.

 

Jetzt freuen wir uns aber erst einmal auf die Taufe, die in einem eigenen Taufgottesdienst am Sonntagnachmittag vollzogen wird.

 

Liebe Grüße,

Wolfgang

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Danke für deine Worte. Am Dienstag werde ich mich mit der Mutter mal zusammensetzen und ich hoffe, dass wir alle Unklarheiten beseitigen können. Ich freue mich sehr auf meine Aufgaben als Patin!

 

Gottes Segen

Gina

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Taufkerze, Kinderbibel, Taufkreuzchen fallen mir spontan ein als Idee mit Bezug auf die Taufe. Oder auch ein Buch mit Heiligen, vielleicht eines mit dem Namenspatron.

 

Ein "allgemeines" Geschenk - da wissen die Eltern am Besten Bescheid.

 

Liebe Grüße, Gabriele

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Die Eltern meines Patenkindes haben für jedes ihrer Kinder einen Apfelbaum auf der Terrasse/Garten. Das finde ich eine Klasse Idee. Und den haben immer die Paten geschenkt.

 

Und dann haben die Eltern immer noch einen Tipp an der Hand was man noch schenken könnte. Ich habe es so gehalten, dass mein Geschenk an der Taufe nicht sooooooo gross war aber ich lege Geld für mein Patenkind zurück dass es dann, wenn es größer ist, für einen Herzenswunsch auch etwas hat.

 

Auf jeden Fall ist ein Patenkind etwas total, total Schönes und ein großes Geschenk der Eltern an den Paten. Denn neben der Verantwortung - die man durchaus meiner Meinung nach hat - hat man einfach auch vieeeeeeeel Freude!

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Die Patin meines Sohnes hat für ihn ein wunderschönes Album gemacht mit Bildern, Gedichten und Geschichten über viele Aspekte des Kind-Seins, des Glaubens und auch über Taufe und Eucharistie (seine Taufe war am Vorabend seiner Erstkommunion). Vielleicht fällt einem für ein Baby da noch nicht so viel ein, aber ein Album anzulegen, in dem mehr enthalten ist als nur endlos Urlaubsfotos, das wird dann auch später ein schönes Geschenk, vielleicht zur Firmung. Als Eltern nimmt man sich sowas immer vor und lässt es dann nur zu leicht schleifen.

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Ich habe meinem ersten Patenkind (Baby) ein Kinderbesteck geschenkt und dem zweiten (Erwachsener) ein Gotteslob mit grossem Rosenkranz.

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Danke für eure Anregungen. An eine Kinderbibel hatte ich auch schon mal gedacht. Ich möchte dem Kind nur etwas schenken, wo es länger was von hat. Die Bibel müsste momentan bissfest sein :blink: , da die Kleine gerade ihre orale Phase durchmacht...

Ich habe zu meiner Taufe einen Kerzenhalter bekommen, in den nach und nach die Daten von Taufe, Erstkommunion und Firmung eingraviert wurden.

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Noch 2 Wochen und dann ist es soweit: Mein Patenkind wird getauft! Ich freue mich schon sehr!

Ich war letzte Woche bei einer Taufe, da wurden zwei Cousins getauft (2 Monate und 3 Monate alt). Die Taufe war nur im Familienkreis und der Priester hat die anderen Kinder alle miteinbezogen. (Insgesamt waren 13 Kinder zwischen 2 Monaten und 6 Jahren da). Das hat er, finde ich, sehr gut gemacht.

Mein Patenkind wird in einer Heiligen Messe getauft. Ich denke daher nicht, dass wir viele Gestaltungsmöglichkeiten haben. Wir können die Fürbitten schreiben und uns vielleicht noch ein Lied aussuchen.

Habt ihr Ideen für den Text der Fürbitten?

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Bei einer Taufe empfiehlt es sich vielleicht, auf die Gnadengaben des Hl.Geistes einzugehen, so ähnlich wie bei der Firmung. Das könnte man ja mit in die Fürbitten verpacken (vgl. Gal.5,13-26). Auch eine Fürbitte für die Paten, dass sie das Kind in seinem Glauben wirklich begleiten und stärken können, wäre ganz gut.

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Was muss ich jetzt alles beachten?

 

Pass auf, dass ein Fachman die Sache erledigt und kein Stümper :blink:

 

taufe.jpg

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Franciscus non papa

och erich wollte doch nur mal auf dem board lesen:

 

 

ich werde taufpatin.... von erich. :blink:

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Na Gina, bei so vielen guten Ratschlägen kann das Kind doch gar nicht in den Brunnen, äh, ins Wasser fallen... :blink:

Nur Mut- du machst das schon alles richtig!

An dieser Stelle will ich jetzt noch was nachholen: Herzlichen Glückwunsch zur Patenschaft!

Teresa

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Ne, ich denke, das Kind wird nicht durch Untertauchen getauft - aber wir haben in einer Theo-Vorlesung mal einen Buchausschnitt gelesen, in dem die Mutter ihr Baby ganz gedankenverloren ins Taufbecken gleiten ließ ... und der Ministrant es geistesgegenwärtig wieder herausfischte... :blink: Das Buch spielte auf jeden Fall vor meiner Zeit!

Aber danke euch allen für eure Tips!

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Mein Taufpatenkind hat auch ein Kinderbesteck von mir bekommen.

 

Hab ich damals auch zu meiner Taufe und ich hab "mein" Besteck mit den angedeuteten Blümchen immer ganz massiv gegen meine jüngeren Geschwister verteidigt. Mir hat's was bedeuted und ich hoffe, daß ich für meinen David was ausgesucht habe, was ihm später gefällt. Bisher hab ich keine Klagen gehört. :blink:

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