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Sterben für Jesus?


Sainty

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Hallo,

 

seid ihr bereit für Jesus zu sterben - jetzt und sofort - ohne Kompromisse?

 

Würdet ihr zu Jesus stehen und den Tod auf euch nehmen oder lieber euer Leben retten und euren Glauben verleugnen, wenn es nur diese beiden Möglichkeiten gäbe?

 

Interessierte Grüsse

 

Sainty

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Ich weiß nicht, ob ich in eine solche Situation geraden würde.

Ich stehe auf jeden Fall zu Jesus und zu meinem Glauben (muss ja beides oft genug verteidigen).

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Darüber habe ich schon des öfteren nachgedacht, Sainty. Es sind zwei Aspekte, die ich nennen möchte - zum einen könnte es Nachfolge sein, so wie z.B. bei Petrus. Zum anderen könnte es sein, dass wir das Leben hingeben für jemand anderes, weil Jesu Vorbild uns die Kraft dafür gibt (das wäre dann aber schon indierekt, und ich vermute, dass du es nur so meinst - direkt für Jesus).

 

Auch die Frage - wofür das gut sein soll - stellt sich. Und woher wir wissen, dass es für Jesus ist.

 

In der Bibel steht eine Stelle, wo irgendein Potentat mal wieder von den Juden verlangt, dass sie nicht Gott, sonderm ihm huldigen sollen. Und ein alter Mann geht als Zeichen für die anderen in den Tod, denn er sagt, dass er keine Verpflichtungen mehr für seine Familie erfüllen muß.

 

Findet jemand diese Stelle?

 

Herzliche Grüße

Martin

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Hallo Martin,

 

ich meinte wirklich, ob man bereit ist für Jesus, für seinen Glauben, zu sterben.

 

Stell dir vor, du lebst (oder hältst dich auf) in einem Land, in dem das Christentum die Minderheit ist und Christen verfolgt und getötet würden.

 

Würdest du dann dazu stehen, dass du Christ bist, wenn man dich fragt, obwohl das heisst, dass man dich dann töten würde? Oder würdest du deinen Glauben verleugnen damit du weiterleben kannst?

 

Stell dir/stellt euch diese Situation mal real vor - was wäre, wenn du/ihr jetzt! in dieser Situation wäret? Wie würdest du/ ihr reagieren?

 

Ich bin gespannt auf Antworten von dir und allen anderen darauf.

 

Liebe Grüsse

 

Sainty

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Ich stell mir das ein wenig anders vor.

Ich kann mich ganz gut hineinversetzen in Sophie Scholl, Dietrich Bonhöfer und andere, die die Zustände des dritten Reiches nicht mehr mit ansehen konnten und Risiken auf sich nahmen, die schließlich tödlich endeten.

 

Ich kann mich da auch in Jesus selbst hineinversetzen. Bei ihm war es ja auch nicht so, dass jemand kam und gesagt: "Bekennst Du Dich für Gott und lässt Du Dich für ihn kreuzigen?". Ein wenig abstrakt. Nein, der Verlauf hatte eine Dramatik. Die Schlinge um Jesus war vielleicht von Beginn an vorhanden, aber sie hat sich nicht auf einmal zugezogen. Das Geschehen hat ihn immer mehr auf eine Entscheidung hingelenkt, bis es im Garten Getsemani (letzte Fluchtmöglichkeit) dann wirklich die klare Entscheidung zwischen Tod und Leben war. Und da hat er den Tod gewählt ... oder genauer gesagt: Er ist sich und seinem Vater gleichermaßen treu geblieben bis hin zur bitteren Konsequenz des eigenen Todes.

 

Das ist etwas völlig Verschiedenes zur Origines-Allüre, der sich als junger Bursch absichtlich zu den Märtyrern stellen wollte. Nur keine Eile, Origines, das Martyrium kommt früh genug! Für ihn kam es in unaussprechlicher Grausamkeit: Er, einer der gescheitesten Menschen seiner Zeit, wurde so traumatisch gefoltert, dass er danach ein gebrochener Mann war, jede Tatkraft und auch seine Stimme verloren hatte und an den Folgen der Folter schließlich starb. Er hatte nicht widerrufen. Und das ist was ganz anderes, als seine Jugendallüre.

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Hallo,

 

ich bin bereit für Jesus zu sterben, da Jesus für mich die grosse Liebe ist. Diese Liebe übersteigt alles, was man kennt und ist unbeschreiblich gross und tief und intensiv- es ist die göttliche Liebe. Es gibt nichts grösseres als diese Liebe zu Jesus.

 

Liebe Grüsse

 

Sainty

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Ehrlich gesagt: ich fände das ein bißchen leichtsinnig, ja sogar vermessen, in einer Situation, in der mir nichts dergleichen droht, so einfach fröhlich zu behaupten: ja, ich wäre bereit, für Christus zu sterben. Ich kann für mich nur sagen: ich hoffe, daß ich bereit dazu wäre. Und ich hoffe, daß ER mir die Kraft dazu gäbe, wenn es so weit käme.

 

(Das ist nicht als Kritik an anderen gemeint, die das anders sehen - nicht, daß das jemand falsch versteht.)

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Franciscus non papa

hm - ich finde es grundsätzlich besser für etwas zu leben, als dafür zu sterben.

 

und es kommt doch auch immer auf die äusseren umstände an, ob man einen solch heroischen entschluss fassen kann.

 

wäre maximilian kolbe ehemann und vater gewesen - wer weiss, ob er sich dann geopfert hätte...

 

im warmen sessel sitzend vom heldentod träumen, das hat was von kleinen jungs, die in der gemütlichen stube karl may lesen und sich das alles sooooo romantisch vorstellen - mit anderen worten - mir kommt hier der heldenmut einiger ziemlich spätpubertär vor.

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dr-esperanto
hm - ich finde es grundsätzlich besser für etwas zu leben, als dafür zu sterben.

 

und es kommt doch auch immer auf die äusseren umstände an, ob man einen solch heroischen entschluss fassen kann.

 

wäre maximilian kolbe ehemann und vater gewesen - wer weiss, ob er sich dann geopfert hätte...

 

im warmen sessel sitzend vom heldentod träumen, das hat was von kleinen jungs, die in der gemütlichen stube karl may lesen und sich das alles sooooo romantisch vorstellen - mit anderen worten - mir kommt hier der heldenmut einiger ziemlich spätpubertär vor.

Wahrscheinlich wäre es eine große Sünde gewesen, wenn der Hl. MAXIMILIAN MARIA KOLBE freiwillig verhungert wäre, wenn er Kinder gehabt hätte! Aber er wusste ja schon seit seiner Kinderheit, wie sein Schicksal aussehen würde: Die Muttergottes ist ihm erschienen und ließ ihn wählen, ob er lieber die Krone des Martyriums oder die der Vervollkommnung wollte. Er wählte als kleiner Junge die des Martyriums. Von daher wusste er, wie er sich in Auschwitz zu verhalten hatte.

Anders ist die Situation jetzt in Nordkorea, wo Christen wie viele andere Gruppen auch als gefährliche Staatsfeinde gelten. Wenn da rauskommt, dass eine Familie christlich ist, kommt sie sofort ins Lager; die Kinder sind tagsüber eingesperrt und ihre Eltern müssen schuften bis zum Umfallen.

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Franciscus non papa

na - wenn man natürlich die gnade hat, dass einem die muttergottes erscheint und dann die zukunft klar ist.... :P:blink:

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hm - ich finde es grundsätzlich besser für etwas zu leben, als dafür zu sterben.

Da möchte ich ausdrücklich zustimmen!

Und mitunter ist es nicht nur besser, sondern auch schwieriger.

 

und es kommt doch auch immer auf die äusseren umstände an, ob man einen solch heroischen entschluss fassen kann.

Ich kann mir im Moment keine äusseren Umstände vorstellen, unter denen ich einen solchen heroischen Entschluss fassen würde.

Aber vielleicht habe ich da nur zu wenig Phantasie.

Ausschließen möchte ich es auch nicht, dass ich den Entschluß fassen würde, für Jesus zu sterben.

Meine Antwort ist also ein entschiedenes Sowohl-alsauch.

 

wäre maximilian kolbe ehemann und vater gewesen - wer weiss, ob er sich dann geopfert hätte...

Ja, wer weiß. Womöglich hätte er auch dann den Weg in den Hungerbunker gewählt.

 

Liebe Grüße, Gabriele

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Wahrscheinlich wäre es eine große Sünde gewesen, wenn der Hl. MAXIMILIAN MARIA KOLBE freiwillig verhungert wäre, wenn er Kinder gehabt hätte!

Tja, da wird's dann richtig knifflig. Wenn man nicht für sich alleine steht: Was dann?

 

Prinzipiell muss man Deinen Gedanken im Hinterkopf behalten: Es könnte tatsächlich eine verantwortungslose Sünde sein.

 

Nur will ich nicht allzu schnell hier eine Lösung präsentieren.

Zu oft höre ich auch, dass recht rasch gesagt wird: Das, was Jesus getan hat, gilt nur für Alleinstehende. Ein Familienvater, eine Familienmutter, kann da nicht mit.

 

Ein gegenläufiger Gedankengang wäre:

Nicht nur unser eigenes Leben geben wir in Gottes Hand, sondern auch das Leben unserer Lieben.

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Und wir sollten an die vielen fruehchristlichen Familienvaeter und -muetter denken, die mit ihren Kindern das Martyrium erlitten.

 

Ich weiss nicht, was ich wirklich machen wuerde. Aber ob diese Maertyrer eine Suende begangen haben? Aber ich denke auch, dass es immer auf die Situation ankommt; ich kann mich den Skeptikern hier nur anschliessen (den hoffnungsvollen).

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Hallo,

 

seid ihr bereit für Jesus zu sterben - jetzt und sofort - ohne Kompromisse?

Liebe Sainty,

 

nicht ganz so drastisch, aber in der gleichen Zielrichtung hat karolin vor einiger Zeit gefragt:

 

Wie würdet ihr entscheiden?

 

Vielleicht kannst Du dort den einen oder anderen Gedanken zu dem Thema finden.

 

Liebe Grüße, Gabriele

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