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Wozu eine Religion?


patriot
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Hallo!

 

So, meine Frage ist, wozu braucht der Mensch eine Religion?

Dass der Mensch an Gott glaubt ist mir verständlich. Es wurde schon immer an Gott (Götter) geglaubt, doch da viele Menschen anders, als andere an Gott glaubten, entstanden andere Religionen, oder unterschiedliche "modifikationen" einer Religion, geschweige den zahlreichen Sekten und Freikirchen.

So ist meine Frage: Ist die Glaube nicht eine intim-Angelegenheit?

kann jemand für mich bestimmen, an was ich zu glauben habe? (das passiert ja, wenn man eine Religion annimmt)

 

MFG

 

patriot

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Ist die Glaube nicht eine intim-Angelegenheit?

kann jemand für mich bestimmen, an was ich zu glauben habe? (das passiert ja, wenn man eine Religion annimmt)

Gute Frage. Warum gibt es darauf noch keine Antwort?

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Der Glaube wird nie zu einer Religion ohne eine Glaubensgemeinschaft. Menschen teilen ihre religiösen und weltanschaulichen Erfahrungen gegenseitig aus, daraus entsteht immer ein Mosaikbild vom Ganzen, an das die Menschen glauben.

 

Und dann ist der Mensch immer unheilbar religiös. In allen Religionen gibt es immer die Erfahrung des Numinosen, des Geheimnisvollen, was ja die Urform vom theistischen Glauben ist. Für die Juden war Gott immer der Geheimnisvolle und der Unnennbare, der mit seinem Volke mitzieht. In der Erfahrung der Offenbarung wird dieses Numinose zu einem Du, womit dieses Du nicht an Geheimnis verliert, sondern lediglich auf der dialogischen Ebene, als Gegenüber dem Menschen erfahrbar wird, und das haut einem jeden vom Hocker. Dieses Geheimnis, das die Welt umhüllt ist zugleich auch der tragende Grund, der zugleich ein Gegenüber ist. In allen monotheistischen Religionen stimmen diese Aspekte überein, die einen nennen es Allah, die anderen Jahwe, aber es ist im Grunde genommen dasselbe.

 

Nun kann man einen Apfel in seiner Gänzlichkeit als Apfel betrachten, nur besser hat man es im Blick, wenn es ein Geschenk ist und als Geschenk erkennt. Man kann den Apfel unter verschiedenen Hinsichten betrachten, als Naturprodukt, als Kulturgut, und man kann das auch als Geschenk betrachten, wenn ich es geschenkt bekommen habe. Im Ausdruck des Dankes "ereignet" sich dann "Wahrheit". Und genauso ist es mit Gott, wenn man ihn als Numinosum und als Geheimnis betrachtet, ist das richtig, wenn man ihn als Du betrachtet, dann hat man ihn besser im Blick. Und noch besser hat man Gott im Blick, wenn man Jesus kennt, wenn man seine Liebe kennt, die am Kreuz ihren höchsten Ausdruck hatte.

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Es kann ja vielleicht passieren, daß man eine Blume geschenkt bekommt. Meckert man dann wie eine Ziege und ißt man die Blume, oder blüht das Herz dann auf? Mag sein, daß es bestimmte eßbare Blumen neben den vielen giftigen gibt, nur soll sie ihren eigentlichen Zweck nicht verfehlen.

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Ist die Glaube nicht eine intim-Angelegenheit?

kann jemand für mich bestimmen, an was ich zu glauben habe? (das passiert ja, wenn man eine Religion annimmt)

Gute Frage. Warum gibt es darauf noch keine Antwort?

Was mich an den Film "Dogma" erinnert, der die Idee des Glaubens propagierte und dafür die Auswüchse der Religionen durch den Kakao zog.

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Religionen sind Gruppierungen von Gleichgesinnten bzw. Gleich- oder Ähnlich-Glaubenden. Einige davon glauben gleicher als andere, norden sozusagen diese anderen ein und schwingen sich zu deren Führern auf. Religionen bieten diesen damit die Möglichkeit zur Machtausübung. Gibt es genügend Gläubige, dann lässt sich mit der Religion eine Machthierarchie schaffen, die "einfachen" Gläubigen Aufstiegsmöglichkeiten bietet und damit eine Teilhabe an der Macht.

 

Religionen sind also Machtausübungsinstrumente über Menschen, die sich dazu bereitfinden, Macht ausüben zu wollen bzw. sich der Hierarchie zu unterwerfen. Heutzutage geschieht das meist freiwillig.

 

Nachträglicher Zusatz: Das ist auch der Grund, warum Religionen es ablehnen, den Glauben als eine Intim-Angelegenheit in der Regie und Verantwortung des Einzelnen zu belassen.

Edited by Ute
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So ist meine Frage: Ist die Glaube nicht eine intim-Angelegenheit?

kann jemand für mich bestimmen, an was ich zu glauben habe? (das passiert ja, wenn man eine Religion annimmt)

Irgendwer hat mal behauptet, es gibt nicht ein christlichen Gott, sondern milliarden davon.

 

Ich stimme dem zu.

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Sam_Naseweiss
patriot 

Geschrieben am: 10 Jan 2005, 23:59

 

Hallo!

 

So, meine Frage ist, wozu braucht der Mensch eine Religion?

Dass der Mensch an Gott glaubt ist mir verständlich. Es wurde schon immer an Gott (Götter) geglaubt, doch da viele Menschen anders, als andere an Gott glaubten, entstanden andere Religionen, oder unterschiedliche "modifikationen" einer Religion, geschweige den zahlreichen Sekten und Freikirchen.

So ist meine Frage: Ist die Glaube nicht eine intim-Angelegenheit?

kann jemand für mich bestimmen, an was ich zu glauben habe? (das passiert ja, wenn man eine Religion annimmt)

 

Man kann den Menschen nicht dazu zwingen, daß er etwas bestimmtes glaubt - man kann ihn manipulieren, ihn verführen, überreden, überzeugen etc. aber man kein Glauben "erzeugen"!

Letztendlich ist der Glauben daher sowas wie eine "intim-Angelegenheit!"

 

Was dann zB. der katholische Galuben macht, daß ist ein Dogmensystem zu errichten, welches auf den Glauben an Jesus und dem darauß abgeleitet Anspruch des Apostelamtes gründet.

Man kann nun glauben oder nicht glauben aber man kann keinen Schalter betätigen durch den man auf einmal glaubt.

 

Die Kirche ist dann nichts anderes als der Bewahrer der Form der Religion und Überlieferer der Glaubensinhalte.

Die Katholiken sind dann eine Gemeinschaft gläubiger Menschen.

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Sam_Naseweiss
Mammut 

Geschrieben am: 11 Jan 2005, 14:10

 

(patriot @ 10 Jan 2005, 23:59)

So ist meine Frage: Ist die Glaube nicht eine intim-Angelegenheit?

kann jemand für mich bestimmen, an was ich zu glauben habe? (das passiert ja, wenn man eine Religion annimmt)

 

Irgendwer hat mal behauptet, es gibt nicht ein christlichen Gott, sondern milliarden davon.

 

Ich stimme dem zu.

 

Zunächst kann man behaupten, daß die es nicht nur eine Welt, sondern milliarden davon gibt.

Für den Gläubigen gehen diese Welten nicht verloren, da sie auf den einen Gott verweisen.

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Man kann den Menschen nicht dazu zwingen, daß er etwas bestimmtes glaubt - man kann ihn manipulieren, ihn verführen, überreden, überzeugen etc. aber man kein Glauben "erzeugen"!

Letztendlich ist der Glauben daher sowas wie eine "intim-Angelegenheit!"

Kann man nicht? Wieso ist dann der Glaube ein regionalgebundenes Massenphänomen?

D.h. Man kann es schon erahnen was er glaubt, wenn man weiß, woher der Gläubige herkommt.

 

 

Alles Zufälle. Schon klar.

Edited by Mammut
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Hallo!

 

So, meine Frage ist, wozu braucht der Mensch eine Religion?

Dass der Mensch an Gott glaubt ist mir verständlich. Es wurde schon immer an Gott (Götter) geglaubt, doch da viele Menschen anders, als andere an Gott glaubten, entstanden andere Religionen, oder unterschiedliche "modifikationen" einer Religion, geschweige den zahlreichen Sekten und Freikirchen.

So ist meine Frage: Ist die Glaube nicht eine intim-Angelegenheit?

kann jemand für mich bestimmen, an was ich zu glauben habe? (das passiert ja, wenn man eine Religion annimmt)

 

MFG

 

patriot

Gott ist ein Gott der Ordnung. Bibel (Offenbarung) und Kirche zeigen, dass Gott dem Menschen auch den Weg zum ewigen Leben zeigt, der sich immer auch in menschlicher Gemeinschaft ereignet.

 

Die Religion ist dem Menschen Hilfe, Wegweiser und Gnadenquelle. M.E. läßt Gott den Menschen nicht in Unkenntnis über sich... nimmt in Jesus Christus sogar Menschengestalt an.

 

So sehr die Beziehung zu Gott eine persönliche, intime Beziehung ist, so will Gott uns in der Gemeinschaft der Kirche, der Gemeinschaft der Gläubigen eine "Heilsordnung" schenken. Dass es in dieser Ordnung auch aussergewöhliche Wege gibt, zeigen uns z.B. die Heiligen und die Mystiker. Gerade durch die göttliche Offenbarung ist uns die Treue Gottes auch zugesichert: Denn Gott ist nicht gestern gerecht- und heute anders- Gott war nicht früher barmherzig und heute nicht mehr- Gott will nicht vor 1000 Jahren dass die Menschen in den Himmel kommen- und heute ist es anders:

 

Die Religion mit ihren Dogmen, Geboten, Riten und ihrer Ordnung läßt uns auch etwas von der Treue Gottes erfahren.

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Mag sein, daß es bestimmte eßbare Blumen neben den vielen giftigen gibt, nur soll sie ihren eigentlichen Zweck nicht verfehlen.

Wenn ich den Zweck des Stiefmütterchens oder Gänseblümchens als Salatbestandteil bestimme, dann ist das der eigentliche Zweck.

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So, meine Frage ist, wozu braucht der Mensch eine Religion?

Jeder stellt sich die Frage wo komme ich her und wo werde ich nach meinem irdischen Tod hingehen. Um diese Frage zu beantworten, benötigen wir Re-Ligion.

Das Wort "Religion" (Re-Ligio) bedeutet lediglich "Rückverbindung". Religion hat also nicht nur mit "Glauben" zu tun.

 

Der Begriff "Religion" bedeutet die Verbindungsaufnahme des Suchenden mit seinem Ursprung (Gott), durch eine bestimmte Praxis.

 

Dass der Mensch an Gott glaubt ist mir verständlich. Es wurde schon immer an Gott (Götter) geglaubt, doch da viele Menschen anders, als andere an Gott glaubten, entstanden andere Religionen, oder unterschiedliche "modifikationen" einer Religion, geschweige den zahlreichen Sekten und Freikirchen.

 

Der Glaube an einen Gott hat noch nichts mit Religion zu tun.

Ich würde Gottes-Glaube/Nicht-Glaube mit "fromm oder unfromm" beschreiben.

 

So ist meine Frage: Ist die Glaube nicht eine intim-Angelegenheit?

kann jemand für mich bestimmen, an was ich zu glauben habe? (das passiert ja, wenn man eine Religion annimmt)

 

Niemand kann/darf bestimmen an was du glauben solltest, das ist klar.

Nach Aussage der Veden steht am Anfang einer Religion immer die Aneignung von Wissen durch heilige Schriften (jnana-yoga). Ohne Eine theoretische Vorstellung von Gott, weisst du nicht wonach du suchen sollst, das setzt also auch ein gewisses Mass an "Glaube" voraus. Dieser sollte jedoch kritisch sein.

Blinder Glaube ist der Untergang echter Religion.

Nach Aneignung eines gewissen Masses an Wissen, sollte ein Vertrauen und Überzeugung folgen und dann eine stete Praxis einsetzen, die sich dem, wie finde ich Gott zuwendet. Denn das Ziel der Re-Ligion ist es, Er-Kenntnis zu erlangen. Also etwas das nichts mit "glauben" sondern mit eigener Erfahrung (Wissen), zu tun hat.

Erkenntnis und Verwirklichung, ist das einzige dass man uns nicht mehr wegnehmen kann.

 

Insofern ist das heutige Phänomen der vielen "Religionen" (ich würde diese eher als "Glaubens-Gruppierungen" bezeichnen) und ihrer Konflikte untereinander, ein Zeichen von "Blinder-Religion".

Hätten die Gläubigen Erkenntnis von Gott, hätten sie keine Konflikte untereinander (es gäbe keine "mein Gott" - "dein Gott" Streitereien)

 

Die Veden erklären, dass es vor unserem heutigen Zeitalter, dem Kali-yuga, dass 3102 Jahre BC. begann, es nur eine Religion auf Erden gab.

Diese wurde, sanatana-dharma (ewige Religion) genannt.

Gruss

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Hallo!

 

So, meine Frage ist, wozu braucht der Mensch eine Religion?

 

....

 

So ist meine Frage: Ist die Glaube nicht eine intim-Angelegenheit?

kann jemand für mich bestimmen, an was ich zu glauben habe? (das passiert ja, wenn man eine Religion annimmt)

 

MFG

 

patriot

Ich denke Glauben(-svermittlung) ist nur ein Teilaspekt der Religionen. Glauben ist subjektiv und muss nicht geordnet geschehen. Religionen sind Denksysteme, die empirisch-wissenschaftlichen Charakter haben und (nur) unter anderem dazu dienen Glaubensgrundlagen zu vermitteln.

 

In dem Moment, wo du eine Religion annimmst, stehst du sicherlich unter dem Zwang, das Glaubenssystem, das diese Religion anbietet zu übernehmen. Du kannst dann nicht mehr rein selbstbestimmt glauben sondern bist innerhalb der Zwänge der Religion fremdbestimmt. Neben dem unerfreulichen Aspekt, dass du deine Meinungsfreiheit damit aufgibst steht möglicherweise der erfreulichen Aspekt haben, dass du eine (hoffentlich) gute Anleitung zum Glauben findest.

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Guckst du oben: eine Frage der Machtausübung!

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Guckst du oben: eine Frage der Machtausübung!
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Hallo!

 

So, meine Frage ist, wozu braucht der Mensch eine Religion?

Dass der Mensch an Gott glaubt ist mir verständlich. Es wurde schon immer an Gott (Götter) geglaubt, doch da viele Menschen anders, als andere an Gott glaubten, entstanden andere Religionen, oder unterschiedliche "modifikationen" einer Religion, geschweige den zahlreichen Sekten und Freikirchen.

So ist meine Frage: Ist die Glaube nicht eine intim-Angelegenheit?

kann jemand für mich bestimmen, an was ich zu glauben habe? (das passiert ja, wenn man eine Religion annimmt)

 

MFG

 

patriot

"Gott (Götter)"-> Dämonen

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Guckst du oben: eine Frage der Machtausübung!
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Versuchst du jetzt, es mit meinen Augen zu sehen? Dann solltest du aber lieber ein rechtes und ein linkes nehmen. Wegen der Perspektive, weißt du?

 

7789.gif

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> Wozu eine Religion?, Es gibt doch einen Glauben... <

 

Mit dem Glauben allein ist es nicht getan. Er verschafft einem weder feierliche Zeremonien und Rituale, noch vermittelt er einem Gemeinschaftserlebnisse. Glaube will organisiert und reglementiert sein. Das Ergebnis nennt man dann Religion (sofern man nicht von institutionalisiertem Aberglauben sprechen will).

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Guckst du auch oben: Eine Frage der Machtausübung. trippel.gif

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So ist meine Frage: Ist die Glaube nicht eine intim-Angelegenheit?

kann jemand für mich bestimmen, an was ich zu glauben habe? (das passiert ja, wenn man eine Religion annimmt)

 

MFG

 

patriot

Hoi Patriot,

 

wenn Du Glaube verstehst als das Vertrauen in Gott so ist es selbstverständlich eine zutiefst persönliche Angelegenheit mit Dir und Gott.

 

Wenn Du einer Glaubensgemeinschaft beitrittst so sollte dieses letzlich auch deine FREIE Entscheidung sein. In dieser Freiheit bestimmt niemand darüber was Du zu glauben hast.

 

Wenn die Entscheidung in Deinen Händen liegt, so entscheidest DU welche Gemeinschaft und damit welche Glaubensgrundlage Du mit anderen teilst.

 

Ich als Christ gehöre keiner Religion an, auch wenn viele Menschen das gerne so sehen möchten und definieren, aber Jesus Christus war kein Religionsgründer.

 

Der recht bekannte Theologe Karl Barth sagte einmal: Religion ist Sünde - er meinte wohl genau damit die Punkte die Du angesprochen hast: Zwang, Druck, Macht die andere Menschen ausüben wollen im Namen Gottes

 

gby

 

Bernd

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Guckst du auch oben: Eine Frage der Machtausübung. trippel.gif

Um Macht geht es natürlich auch, Ute,

und zwar nicht nur um deren Ausübung, sondern auch um deren Stützung. Es kommt nicht von ungefähr, daß die weltlichen Machthaber in der Regel kein Interesse an atheistischen Untertanen haben. Ein gläubiges Volk läßt sich viel leichter in Schach halten. Von einem gläubigen Volk profitieren die weltlichen Führer kaum weniger als die religiösen.

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So, danke erst mal an alle, die sich die Mühe gegeben haben mir einen Antwort zu geben. Wobei es recht kontoverse Antorten zu stande kammen habe ich einfach nicht die Zeit auf die einzell einzugehen.

 

So zum einem Finde ich auch, dass man zur einer Glaubengemeinschaft sich freiwillig entscheiden soll, doch ist es oft unmöglich, denn das Kind wird von klein auf von Eltern/Großerltern und der Gesellschaft geprägt. Aus diesem Grund ist es eher Ausnahme, wenn jemand, der im westen aufgewachsen und mit Christen gelebt hat plötzlich zum Islam "gewechselt".

 

Zu dem Punkt mit den Ritualen, genau da ist es meiner Meinung nach so, dass es der Glaube der Gemeinschaft über den eigenen Glauben glauben geschrieben wird.

 

Zur Aufgabe der Religion, ordnung zu bringen, das finde ich auch nicht so, denn: es ist die Aufgebe des Staates und des Gesetztes nicht einer Religion, die viel mehr gefühl- und nicht rational- Denken vertritt...

 

@Gauranga

 

Stimme dir nicht zu. Gott ist eine der Möglichkeiten die Frage nach dem Ursprung zu beantworten, doch die die einzig mögliche. (für einen Ungläubigen nicht, der Gläubige muss eben glauben, dass es die einzige ist)

 

Der Glaube an einen Gott hat noch nichts mit Religion zu tun.

 

Eine Religion, die keinen Glauben hat, ist keine Religion, denn Glaube ist die Triebkraft der Religion. Das umgekehrt heißt nicht, dass eine Glaube auch eine Religion benötigt, was du auch geschrieben hast, also in dem Punkt stimme ich dir schon zu, und genau das war im Prinzip die Annahme, die ich gemacht habe, als ich diese Thema startete.

 

Das mit der Macht sehe ich auchs so, denn durch den Missbrauch (wenn ich das so nennen Darf) des christelichen Glaubens in der Form von

Zwang, Druck,
wird dem Menschen ein Zustand des Angstes zugeführt, so lässt sich der Mensch leichte kontrolieren.

 

MFG

patriot

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So zum einem Finde ich auch, dass man zur einer Glaubengemeinschaft sich freiwillig entscheiden soll, doch ist es oft unmöglich, denn das Kind wird von klein auf von Eltern/Großerltern und der Gesellschaft geprägt. Aus diesem Grund ist es eher Ausnahme, wenn jemand, der im westen aufgewachsen und mit Christen gelebt hat plötzlich zum Islam "gewechselt".

Hoi Patriot,

 

einen Punkt möchte ich doch noch herausgreifen. Wenn Deine Eltern oder Grosseltern Christen sind ist das noch lange keine Garantie dafür, dass auch DU zu Jesus Christus findest.

 

Die Annahme der Glaube an Jesus Christus ist "vererbbar" ist falsch!

 

In Religionsgemeinschaften wirst Du so etwas vorfinden in Glaubensgemeinschaften eher weniger, von daher ist auch stark zwischen Religion und Glaube zu unterscheiden.

 

Es mag Bedingungen geben, Du nennst die westliche Zivilisation die es anscheinend erleichtern zum christlichen Glauben zu finden - aber eine Garantie ist das auch nicht.

 

Die grössten Erweckungen in christlichen Gemeinden finden wir heute eher in Ländern wie Korea, China, Teile von Afrika und die haben so gut wie keine christlichen Wurzeln wie das europäische Abendland.

 

gby

 

Bernd

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Aus meinem Kalenderblatt von heute:

 

 

Die absolute Liebe

 

1943 wird Hirata auf einer japanischen Insel geboren. Sein Vater ist Postbeamter. Nach seinem Abitur studiert Hirata Jura und Pädagogik. Ende der sechziger Jahre ist er überzeugter Kommunist. Er gehört zu einer terroristischen Vereinigung und kommt ins Gefängnis. Hinter Gittern begreift der 28-Jährige: "Der Marxismus funktioniert nur mit Zwang. Gewalt aber erzeugt Gewalt." Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis denkt Hirata an Selbstmord. Ein befreundeter Professor besorgt ihm 1971 einen Studienplatz in Tübingen bei Ernst Bloch. Hier lernt er auch christliche Theologie bei den Professoren Küng und Jüngel kennen. "Doch Jesus wirklich kennen gelernt habe ich in einem Diakonissenkrankenhaus in Schwäbisch Hall." Hier macht er ein Praktikum, liest mit dem Krankenhausseelsorger das Neue Testament und beobachtet die Diakonissen. "Ich begriff, dass die Wahrheit in der Liebe ist und nicht in Worten oder Werken. Und ich verstand, dass Jesus die absolute Liebe ist. Das hat mich beeindruckt." An Himmelfahrt 1972 lässt sich Hirata taufen. Ein ehemals überzeugter Kommunist begegnet der Liebe Jesu und wird Christ.

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