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Zweitehe!


Cinderella
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Cinderella

Hallo an alle! Ich habe eine sehr wichtige Frage: Ich bin katholisch und ledig. Mein Freund ist evangelisch und geschieden, und seine erste Ehe wurde seinerzeit ökumenisch geschlossen. Gibt es für uns nun die Möglichkeit einer kirchlichen Trauung? Ich wäre sehr dankbar für eine rasche Antwort! Liebe Grüße und Gottes Segen an euch alle!

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Hallo Cinderella,

 

wenn Du mit kirchlicher Trauung eine katholische meinst und der Pfarrer sich an die Regeln der Kirche hält sehe ich da schwarz.

 

KKK Nr. 2382, 2. Absatz ─ "Die gültig geschlossene und vollzogene Ehe" zwischen Getauften "kann durch keine menschliche Gewalt und aus keinem Grunde, außer durch den Tod, aufgelöst werden" (CIC, can. 1141)

 

Dein geschiedener Freund gilt also so lange als verheiratet, bis seine (geschiedene) Frau stirbt. Erst dann wäre die katholische kirchliche Heirat möglich.

 

(In der evangelischen Kirche gibt's solche Probleme, so weit ich weiß, allerdings nicht.)

 

Gruß

Falk

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Wenn die Ehe Deines Freundes von einem kirchl. Gericht annulliert werden kann, dann ja. Nach meinem Wissen ist die Ehe Deines Freundes aus katholischer Sicht, gültig und somit unauflösbar.

 

Meine jetziger Mann hat damals auch ökumenisch geheiratet und diese Ehe hat aus kath. Sicht heute noch Bestand. Wir sind "nur" standesamtlich verheiratet und müßten also mit einer kirchlichen Heirat warten, bis die Exfrau meines Mannes tot ist. Da wir ihr ein langes Leben wünschen, werde ich dann entweder über 80 sein oder leider nicht mehr kirchl. heiraten können. Meine Erstehe kann anulliert werden, die meines jetzigen Mannes nicht und einfach einen Grund angeben der eigentlich nicht stimmt - halte ich für Heuchlerei.

 

Laß Dir aber bitte nicht aus kirchl. Sicht die Beziehung ausreden. Liebe entsteht im Herzen und somit auch mit Gott.

 

Alles Gute wünscht Dir

Sina

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Cinderella

Vielen Dank an euch beide! Heißt das, daß eine evangelische Trauung möglich wäre? Wohin kann ich mich da wenden? Zum anderen: Wenn KEINE kirchliche Trauung möglich ist, werden sowohl mein Freund als auch ich aus der Kirche austreten. Denn das hat mit meinem Glauben nichts zu tun. Ich kann mir nicht vorstellen, daß einem Menschen eine zweite Chance verwehrt wird! Wenn aber die katholische - menschengemachte - Kirche das so will, dann soll sie. Wir können nun mal nicht alle Caroline von Monaco heißen, nicht wahr? Ich habe mich immer an die Grundsätze der Kirche bzw. des Glaubens gehalten und mir dadurch viel Leid aufgetragen. Ich denke, wir sollten alle etwas menschlicher werden, denn die Menschen machen nun mal Fehler. Alle!

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Eine evangelische Trauung ist möglich, Cinderella.

 

Wende Dich an den nächstbesten evangelischen Pfarrer (oder heißen die Pastöre?). Der wird Dich (Euch) umfassend aufklären.

 

Gruß

Cano

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Cinderella

Vielen Dank, Cano!

Deine Frage, lieber Steffen, kann ich momentan nicht beantworten. Muß ich nachhören ...

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Hallo Cinderella,

 

ob eine evangelische Trauung möglich ist, wird wohl von dem jeweiligen Geistlichen abhängen, da es ja in der evangelischen Kirche nicht überall einheitliche Regelungen gibt.

Fragt doch einfach den zuständigen evangelischen Geistlichen.

 

Du sollstest den katholischen Standpunkt, so unbequem er auch ist, aber nicht gleich als "menschengemacht" verurteilen.

Immerhin fühlt sich die katholische Kirche mit ihrer starren Haltung dem Wort Jesu verpflichtet:

 

"Wer seine Frau aus der Ehe entlässt und eine andere heiratet, begeht ihr gegenüber Ehebruch. Auch eine Frau begeht Ehebruch, wenn sie ihren Mann aus der Ehe entlässt und einen anderen heiratet." (Mk 10,11-12)

 

Gruß

Falk

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Eine "ökumenische" Trauung gibt es in diesem Sinne gar nicht, und es dürfte wohl auch überhaupt keine Rolle spielen, in welchem äußerlichen Rahmen das Paar getraut wurde, also ob nun im Petersdom oder im Keller eines Privathauses.

Entscheidend ist, ob bei der Eheschließung ein katholischer Priester assistiert hat. Dann ist die Ehe gültig und damit unauflöslich.

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Cinderella

Danke, Falk! Aber weiß du, ich mußte erst 35 Jahre alt werden, um vielleicht etwas weiser zu werden und Menschen nicht mehr zu verurteilen für sog. "Fehltritte". Ich habe auch gescheiterte Beziehungen hinter mir und hätte verheiratet sein können. Würde mich das zu einem schlechten Menschen machen, wenn ich geschieden wäre? Natürlich geht es nicht darum, 7 oder 8 mal sich scheiden zu lassen, aber ich glaube, wenn man 16 Jahre (wie mein Freund) verheiratet war und viel Leid in dieser Ehe mitgemacht hat, dann hat man jetzt - auch und besonders aus kirchlicher Sicht - eine zweite Chance verdient. Glaubst du nicht? Ich denke, die katholische Kirche sieht einfach vieles zu eng und verurteilt die Menschen. Ich kann damit nicht konform gehen!

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Cinderella

Liebe Katharina! Habe deine Antwort erst jetzt gesehen. Ja, es war sowohl ein katholischer als auch evangelischer Geistlicher anwesend ...

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Hallo Cinderella,

 

ich verstehe Dich gut, denn ich befinde mich in einer ganz ähnlichen Lage.

Meine Freundin ist ebenfalls geschieden.

Sie war überhaupt nicht getauft und hat ihre erste Ehe nur vor dem Standesamt geschlossen.

 

Dennoch gilt diese Ehe nach katholischem Verständnis als sog. Naturehe und damit generell als unauflöslich.

Die Anullierung ist ebenfalls nicht möglich, weil die Ehe bereits vollzogen wurde (2 Kinder sind der "Beweis") und weil die Ehepartner nicht mit dem Vorsatz geheiratet haben, sich wieder scheiden zu lassen.

 

In unserem Fall gibt es nun aber eine Ausnahmeregelung. Wenn sie sich taufen lässt - was sie inzwischen getan hat - kann u.U. das sog. Privilegium Petrinunm bzw. Paulinum angewendet werden, dass es ihr in diesem Fall ermöglichen würde, doch noch einmal und diesmal katholisch zu heiraten.

Dazu muss aber erst ein Eheanullierungsverfahren in Rom angestrengt werden.

 

Es ist alles sehr kompliziert, aber ich trete deshalb trotzdem nicht aus der Kirche aus.

 

Viele Grüße

Falk

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Cinderella

Lieber Falk,

Naturehe??? Nie gehört! Aber das ist für mich wieder mal ein Beispiel der katholischen selbstgemachten Lehre! Wie kann eine Ehe, die überhaupt nicht kirchlich geschlossen wurde, unauflöslich sein??? Tur mir leid, aber dafür habe ich nun wirklich kein Verständnis! Überhaupt: Verlangt Gott wirklich, daß man mit einem Menschen ein Leben lang zusammen bleibt, wenn es einfach nicht mehr geht??? Soll man die letzten 30 oder 40 Jahre seines Lebens total unglücklich verbringen?

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Liebe Cinderella!

 

 

>>Verlangt Gott wirklich, daß man mit einem Menschen ein Leben lang zusammen bleibt, wenn es einfach nicht mehr geht??? Soll man die letzten 30 oder 40 Jahre seines Lebens total unglücklich verbringen? <<

 

Nein, das verlangt Gott nicht. In aussichtslosen Fällen gibt es die Möglichkeit der "Trennung von Tisch und Bett".

Allerdings ist es ausgeschlossen, danach wieder eine gültige Ehe zu schließen.

 

Viele Grüße

Katharina

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Cinderella

Ich danke euch allen, die mit mir diskutiert haben! Muß jetzt leider etwas arbeiten - bin nämlich im Büro. Ich werde aber wiederkommen! Bis dahin liebe Grüße!

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Katharina, erkennt die katholische Kirche nicht inzwischen auch die evang. Ehe als unauflösbar an? Ich denke ja, denn ich bin evang. getraut und auch diese müßte - wenn ich kath. getraut werden möchte - durch ein kirchl. Gericht aufgelöst werden. Ansonsten würden sie ja meine Ehe nicht anerkennen, haben sie aber...Bei der Konversion mußte ich das so angeben.

 

LG Sina

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Liebe Sina!

 

Ich erinnere mich dunkel, daß wir diese Diskussion ja auch schon mal hatten. Die Materie ist ja auch nicht so ganz furchtbar einfach ;), so daß man sich doch noch mal wieder alle möglichen Konstellationen ins Gedächtnis zurückrufen sollte (schaffe ich jetzt aber zeitlich nicht)

 

Liebe Grüße

Katharina

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Liebe Cinderella,

 

Do solltest dich nicht "verurteilt" fühlen, weil ein Geschiedener nicht noch einmal heiraten kann.

 

Die Ehe ist ein Sakrament, das sich die Eheleute selbst spenden (der Priester oder Diakon "assistiert" nur dabei) - den Bund schließt nicht die Kirche, sondern dem Wesen nach Gott. Darum kann die Kirche diesen Bund nicht auflösen.

 

Natürlich kann eine Ehe scheitern - das ist rtaurig und in jedem Falle ein Versagen der Beteiligten, denn die hatten ja mal was anderes im Sinn! Dieses Versagen hat keiner zu verurteilen, denn wir sind alle Sünder und versagen, wenn nicht in der Ehe, dann eben anderswo. Aber es bleibt ein Versagen.

 

Niemand verlangt, eine zerstörte Beziehung mit aller Gewalt aufrecht zu erhalten. Eine neue "Ehe" im sakramentalen Sinn ist aber unmöglich - wenn Du bzw. Dein Partner sich außerstande sehen, zeitlebens auf eine weitere Beziehung zu verzichten, ist das sehr verständlich (ginge mit wahrscheinlich auch so). Andererseits kannst Du nicht von der Kirche verlangen, den Bund aufzulösen, den Gott geschlossen hat und den die Beteiligten leider nicht halten konnten. Wer es nicht anders KANN, darf sich aber getrost mit dieser Menschlichkeit vor Christus stellen und auf sein liebendes Erbarmen hoffen - Er wird Dich nicht enttäuschen. Für einen Austritt aus der Kirche besteht also wirklich kein Grund.

 

Liebe Grüße

 

Thomas

 

(Geändert von ThomasBloemer um 13:09 - 16.Mai.2001)

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Die Frage ist tatsächlich, ob bei der ersten Eheschließung ein katholischer Priester nicht nur anwesend war oder ob er tatsächlich assistiert hat. - Im Übrigen gibt es eine Menge Gründe für eine Annullierung einer katholischen Ehe, vor allem fehlender Konsens der Ehepartner. Dies ist sehr häufig der Fall bei gescheiterten Ehen, auch wenn viele dann nicht von der Möglichkeit einer Annullierung Gebrauch machen. Denn gäbe es einen Konsens nach katholischen Kirchenrecht, müssten sich BEIDE Ehepartner der Tragweite und Heiligkeit, also der "Folgen", der Ehe bewusst sein, was eben sehr häufig nicht der Fall ist, denn ansonsten käme eine Scheidung wohl nicht in Frage... Auf jeden Fall informiert das zuständige Offizialat des Bischofs!

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sstemmildt

1. Jede Partnerschaft kann (Stichwort: Naturehe), wenn die Partner inhaltlich sich dasselbe versprechen, auch eine sakramentale Ehe sein. Nur für Paare, bei denen mindestens einer der katholischen Kirche angehört, gelten die Formvorschrifen der Kirche überhaupt; trotzdem kann eine "informell" geschlossene Ehe unter bestimmten Umständen voll wirksam sein.

 

2. Wenn es Euch wirklich an der kirchlichen Heirat gelegen ist, dann prüft durchaus etwas genauer, ob nicht vielleicht doch ein Ehenichtigkeitsgrund vorgelegen haben könnte. Die fehlende Überzeugng von der Unauflöslichkeit ist nicht alles. Übrigens sind die Entscheidungen in diesen Fragen inzwischen zu nicht unerheblichen Teilen auf Diezösanstellen übertragen worden, weshalb es nicht immer so umständlich ist wie früher. Im Zweifel mal beim Bistum nachfragen.

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Die Ehe unter Christen ist immer Sakrament, und die Frage ist doch die, wie ernst man die Unauflöslichkeit nimmt, d.h. wie ernst man Christus, sein Leiden und Sterben und die göttliche Gnade nehmen will.

 

Da Du, liebe Cinderella, Christus und die Kirche, wenn ich Deine Äußerungen recht deute, sowieso nicht so ernst zu nehmen scheinst, mach doch, was Du meinst. Was bringt Dir eine kirchliche Trauung? Nur im weißen Brautkleid auftreten zu wollen, ist leider etwas zu wenig...

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Zitat von dalet am 14:02 - 16.Mai.2001

 


 

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Werner agnosticus

Hallo Cinderella,

 

die Frage, ob eine Ehe auch nach kath. Kirchenrecht nichtig ist, ist erheblich komplizierter als es hier vielleicht zum Ausdruck kommt. Sehr viele Ehen sind sachlich nichtig - aber die Chance, dies auch in Gestalt einer formellen Annullierung durch die Kirche bestätigt zu bekommen, sind miserabel, da die Kirche die Beweislast dem aufbürdet, der die Annullierung wünscht (dagegen scheut sie sich aus verständlichen Gründen, einen vollständigen Beweis für die Gültigkeit einer Ehe zu fordern, da dieser nie zu erbringen ist). So ist z.B. allein die Mitwirkung eines kath.Priesters bei der Trauung nicht hinreichend für die Unauflöslichkeit; dafür bedarf es streng genommen weiterer Voraussetzungen, z.B. Ehevollzug, Nichtvorliegen von (häufig kaum prüfbaren) Hindernissen wie bestimmten Verwandtschaftsgraden und insbesondere des Ehewillens - letzterer wird von der Kirche grundsätzlich unterstellt, wäre aber bereits verletzt, wenn einer der Ehepartner bereits bei der Eheschließung eine spätere Auflösung der Ehe nicht grundsätzlich ausgeschlossen hätte (aber beweise das mal!). Für einige Hinweise zum Weiterdenken verweise ich auf die letzten paar Kapitel in "Eunuchen für das Himmelreich" von Uta Ranke-Heinemann (lesenswert!).

 

Eine völlig andere Frage, die zwar mehr als naheliegend und berechtigt ist, die zu ignorieren oder als unangemessen zu empfinden aber selbstverständlich jedem zugestanden sei: Wenn eine Institution wie die röm. Kirche hier eine Regelung praktiziert, die Du selbst als nicht den menschlichen Lebensbedürfnissen gerecht werdend empfindest (sonst müßtest Du ja nicht nach Auswegen oder Umgehungsmöglichkeiten suchen), warum legst Du dann Wert darauf, von dieser Institution "den Segen" für diese Ehe zu bekommen? Die Tatsache, daß Du die Schließung Deiner Ehe letztlich nicht davon abhängig machen wirst, ob die röm.Kirche dies gutheißt, bedeutet doch, daß Du die röm.Kirche an dieser Stelle für inkompetent hältst und darauf bestehst, daß Deine geplante Ehe etwas Legitimes und Gutes ist und eben nicht eine Todsünde (wie Rom behauptet), durch die Du exkommuniziert bist und ewig "in der Hölle braten" sollst. Warum legst Du an dieser Stelle Wert auf die Zustimmung dieser gerade an dieser Stelle so inkompetenten Kirche?

Deine klaren Worte "Wenn KEINE kirchliche Trauung möglich ist, werden sowohl mein Freund als auch ich aus der Kirche austreten. Denn das hat mit meinem Glauben nichts zu tun. Ich kann mir nicht vorstellen, daß einem Menschen eine zweite Chance verwehrt wird! Wenn aber die katholische - menschengemachte - Kirche das so will, dann soll sie." und "Ich denke, die katholische Kirche sieht einfach vieles zu eng und verurteilt die Menschen. Ich kann damit nicht konform gehen!" finde ich da sehr erfreulich! Die Kirche an Grundregeln der Menschlichkeit zu messen und ihr nicht einen Status nicht kritisierbarer Autorität einzuräumen (den sie selbst beansprucht), ist ein Zeichen von Mündigkeit, die bei weiterer Verbreitung viele Mißstände beenden würde.

 

Ich selbst habe mich nach langer bewußt christlicher Biographie mit großem Gewinn von Kirche und christlichem Glauben gelöst. Trotzdem respektiere ich das Bedürfnis von Menschen nach Religion und/oder Kirchenzugehörigkeit. Aus meiner Kenntnis kann ich Dir folgendes sagen: Ihr müßt sicher nicht auf die Möglichkeit einer kirchlichen (wohl aber wahrscheinlich einer katholischen) Trauung und auf Kirchenzugehörigkeit verzichten, wenn Euch dies wichtig ist. Allerdings ist es durchaus möglich, daß Ihr etliche Kirchengemeinden "abklappern" müßt, bevor Ihr einen Pfarrer findet, der zur Durchführung der Eheschließung bereit ist, denn hier spielt sowohl bei evang. Landeskirchen als auch bei Freikirchen (ich meine damit nicht irgendwelche dubios-sektiererischen Grüppchen, sondern jene Handvoll größerer Freikirchen, die weder wesentlich abgedrehter noch entscheidend vernünftiger sind als die protestantischen Großkirchen) oft die persönliche Einstellung des Pfarrers eine Rolle, da dem Pfarrer meist die Gewissensfreiheit eingeräumt wird, keine Eheschließung vornehmen zu müssen, die er selbst für nicht korrekt hält (und so mancher konservative evang. Pfarrer hat im Hinblick auf Ehescheidung ziemlich röm. Ansichten ) - also nicht verzagen, falls Cano's guter Rat nicht gleich beim ersten Versuch zum Erfolg führt. Auch die Anfrage bei einer altkatholischen Gemeinde könnte sich lohnen, wenn eine solche in Eurer Nähe ist - dort verbinden sich viele der vielleicht für Dich emotional wichtigen formal-liturgischen Elemente der katholischen Tradition mit einer deutlich größeren menschenfreundlicheren Weitherzigkeit. Im Grunde könnt Ihr Euer Anliegen als eine Chance nutzen, eine für Euch passende Kirche zu finden, in der Menschlichkeit etwas größer geschrieben wird als im Vatikan.

Auf jeden Fall besteht auch keine Notwendigkeit, mit der standesamtlichen Eheschließung zu warten, bis die Möglichkeit einer kirchlichen Trauung geklärt ist. Mir sind Fälle bekannt, wo in protestantischen Kirchen auch bereits seit vielen Jahren bestehenden Zivilehen auf Wunsch noch eine kirchlichen Trauung gespendet wurde.

 

Auf jeden Fall wünsche ich Euch alles Gute miteinander! smlove2.gif

 

Viele Grüße

Werner

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