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Sonntagspflicht


Flo77

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Gut daß Du das nicht geschrieben hast, sonst müßte ich Dir jetzt den Unterschied zwischen Verpflichtung, die ich freiwillig einhalte, die kein Mensch kontrolliert/sanktioniert und Zwang erklären ....

 

:lol:

Was heißt hier nicht kontrolliert?

 

Aber selbstverfreilich steht der Verstoß gegen die Sonntagspflicht im Beichtspiegel.

 

Bewußte Verstöße (aus keinem schwerwiegenden Grund) sind schwere Sünde und schließen damit bis zur Beichte von der Eucharistie aus.

 

2181 Die sonntägliche Eucharistie legt den Grund zum ganzen christlichen Leben und bestätigt es. Deshalb sind die Gläubigen verpflichtet, an den gebotenen Feiertagen an der Eucharistiefeier teilzunehmen, sofern sie nicht durch einen gewichtigen Grund (z. B. wegen Krankheit, Betreuung von Säuglingen) entschuldigt oder durch ihren Pfarrer dispensiert sind [Vgl. ⇒ CIC, can. 1245]. Wer diese Pflicht absichtlich versäumt, begeht eine schwere Sünde.

 

Von der Einladung Jesu ist übrigens im KKK nur am Rande die Rede. Der Schwerpunkt liegt nach meinem Verständnis auf dem öffentlichen Bekenntnis ...

Danke daß Du das erwähnst. Wußte ich doch, daß irgendwo steht, warum ich in die Kirche gehen soll ...

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Aber selbstverfreilich steht der Verstoß gegen die Sonntagspflicht im Beichtspiegel.

 

Bewußte Verstöße (aus keinem schwerwiegenden Grund) sind schwere Sünde und schließen damit bis zur Beichte von der Eucharistie aus.

Naja, bei dieser speziellen Sünde ist der Ausschluss von der Eucharistie ja weniger ein Problem :lol:

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...

(Aus dem katechismus der Katholischen Kirche)

Quelle:

http://www.intratext.com/IXT/DEU0035/_P7V.HTM#9A

Das passt gut zu meinem Beitrag über den Sinn der allgemeinen Sonntagspflicht. Schön, dass du den Textausschnitt hier zur Diskussion stellst.

 

Wie gesagt, sehe ich die Verpflichtung aller durch die Kirche als kontraproduktiv, weil sie die Wahrheit der Einladung Christi verschleiert. Im Gegenteil wird hier der Messbesuch als eine notwendige Demonstration der eigenen Frömmigkeit dargestellt. Dabei ist doch der Sabat für den Menschen da und nicht umgekehrt. Somit kann eigentlich auch nur eine Deutung des liturgischen Sonntags zulässig sein, die den Menschen und sein Bedürfnis nach Gott in den Mittelpunkt stellt.

 

Der Artikel drückt damit etwas richtiges mit der falschen bzw. einer nebensächlichen Begründung aus.

Was ist das Gegenteil von gut gemacht? Gut gemeint.

"Sie bezeugen damit die Heiligkeit Gottes" kann ja auch nur falsch sein, schließlich geht es doch einzig um dem tollen Menschen! Oder wie? :lol:

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Du hast den Text nicht ganz gelesen, oder?

Eben das ist der Sinn des "Kirchengebots".

Audruck der Treue zu Christus. Der einlädt.

 

Wer diese Einladung ausschlägt ohne Not, ist schon recht selbstherrlich, letzlich.

"Nö Du, ich hab keinen Bock jetzt zu Deinem Liebsmahl zu kommen... ich schlaf lieber länger oder geh in die Berge."

?

Natürlich habe ich den Text ganz gelesen aber ich finde dort keinen Hinweis darauf, dass der Messbesuch aus einem inneren Bedürfnis heraus stattfinden sollte und dass es sich eben nur um eine Selbstverpflichtung handeln kann. Die Fremdverpflichtung durch das Kirchengebot verschleiert die Einladung - dabei bleibe ich. Leider wird diese Einladung auch garnicht erwähnt, sondern nur die angebliche Verpflichtung des Gläubigen.

 

Ich selbst besuche gerne und jeden Sonntag die hl. Messe. Es ist mir ein Bedürfnis und ich gehe auch hin, wenn es mir einmal nicht so recht in den Kram passt. Das habe ich mir aber selber auferlegt.

 

Kam hat unten einen netten Vergleich mit irgendwelchen Clubs gezogen. Sonst wird doch meistens darauf bestanden, dass die Kirche eben kein Kaninchenzüchterverein sei. Hier soll man sich an ihnen ein Beispiel nehmen? OK, dann muss bei den Zusammenkünften aber auch alle 1-x Jahre die Wahl des Vorstandes durch alle Mitglieder stattfinden :lol:

Findest Du nicht auch, daß dies für mindestens 85% der Katholiken einen Grad und eine Art von Vergeistigung bedeutet, die sie schlicht nicht nachvollziehen können? Die ihnen auch nicht die Bohne hilft; sie vielmehr in Gefahr bringt, sich mit beruhigtem Desinteresse wegzudrehen? Man sollte doch immer mal beachten, daß das Entscheidende zwar aus dem Inneren jedes einzelnen kommt, aber trotzdem die allermeisten Menschen äußeren Haltes bedürfen. Dieses Ernst- und auch Annehmen aller Brüder und Schwestern läßt mir diese sehr auf Dich selbst bezogene Ansicht doch ein wenig vermissen, lieber OAOS.

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Die Sonntags"pflicht" ist eigentlich eine Selbstverständlickeit. Deshalb mag ich den Ausdruck "Pflicht" dafür nicht.

 

Ich will in Beziehung mit Christus leben. Das ist meine eigene Entscheidung, nicht die der Kirche. Sonst müsste ich konsequenterweise auch austreten aus der Kirche.

 

Also ist es meine eigene freiwillige Entscheidung, für die alleine ich verantwortlich bin. Eine beziehung muss man pfelgen. Ich kann mich auch nicht bloss dann mit meinen Freunden unterhalten, wenn mir grade danach ist. (sonst hätte man schnell keine mehr). Ich muss auch bereit sein, ein Mindestmass an Kontakt zu halten, auch (und gerade wenn) mir nicht danach ist. Einmal in der Woche eine Stunde in die Messe gehen ist nun wirklich nicht viel. Wenn es jemandem nicht wert ist, diese Zeit für die Beziehung mit Christus zu geben, dann stimmt etwas nicht.

 

Etwas anderes ist, wenn es triftige Gründe gibt. Zum Beispiel andere verpflichtungen, oder Krankheit. Dann wird man, wenn man eine Gottesbeziehung haben will, eine Werktagsmesse besuchen, sobald möglich.

 

Is doch eigentlich selbstverständlich.....

Aber genau dies tut doch die Kirche, indem sie die Sonntagspflicht nicht verleugnet: sie stellt eine Notwendigkeit (auch ganz im Wortsinne: etwas, das Not wendet) dar. Auch Du selbst schreibst ja richtig: "Eine Beziehung MUSS man pflegen." :lol: Dies ist eine schlichte Tatsache und keine amtskirchliche Gängelei. (Aber wir sind uns hier offenbar sowieso einig.)

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Die Sonntags"pflicht" ist eigentlich eine Selbstverständlickeit. Deshalb mag ich den Ausdruck "Pflicht" dafür nicht.

 

Ich will in Beziehung mit Christus leben. Das ist meine eigene Entscheidung, nicht die der Kirche. Sonst müsste ich konsequenterweise auch austreten aus der Kirche.

 

Also ist es meine eigene freiwillige Entscheidung, für die alleine ich verantwortlich bin. Eine beziehung muss man pfelgen. Ich kann mich auch nicht bloss dann mit meinen Freunden unterhalten, wenn mir grade danach ist. (sonst hätte man schnell keine mehr). Ich muss auch bereit sein, ein Mindestmass an Kontakt zu halten, auch (und gerade wenn) mir nicht danach ist. Einmal in der Woche eine Stunde in die Messe gehen ist nun wirklich nicht viel. Wenn es jemandem nicht wert ist, diese Zeit für die Beziehung mit Christus zu geben, dann stimmt etwas nicht.

 

Etwas anderes ist, wenn es triftige Gründe gibt. Zum Beispiel andere verpflichtungen, oder Krankheit. Dann wird man, wenn man eine Gottesbeziehung haben will, eine Werktagsmesse besuchen, sobald möglich.

 

Is doch eigentlich selbstverständlich.....

Selbst das würde ich nicht in dieser Form verallgemeinern. Hier ist es ähnlich wie bei Almosen und Fasten: Jeder so gut und so viel wie er kann.

 

Wenn jemand recht viel Zeit "übrig" hat, dann kann er vielleicht auch auch mehr Zeit in die Beziehung zu Gott investieren, als ein anderer, wer mehr um die Ohren hat. Das ist eine ganz individuelle Sache.

 

Genauso habe ich Freunde, die ich als sehr gute Freundschaften bezeichnen würde, zu denen ich aber nicht jede Woche Kontakt habe. Andere, recht oberflächliche Bekanntschaften trifft man täglich. Jesus fordert zwar im Evangelium eine bedingungslose Nachfolge (heiß oder kalt) aber dann kann der wöchentliche Kirchgang wohl kaum als Ausdruck einer besonders intensiven Beziehung gelten. Dann müsste man schon täglich gehen.

 

Eine Pflicht, wie sie von der Kirche definiert wurde, birgt ja auch die Gefahr, dass man eben nicht mehr macht als das erzwungene Minimum. Das lässt sich gut an Hand eines Beispiels aus der Arbeitswelt belegen: Mitarbeiter von Firmen mit festen Arbeitszeiten kommen meist erst kurz vor dem offiziellen Arbeitsbeginn und stehen pünktlich zum Arbeitsende wieder an der Stempeluhr, auch wenn sie länger arbeiten dürfen. In Firmen ohne jede Zeiterfassung hingegen arbeiten die Mitarbeiter im Schnitt viel länger, als sie vertraglich müssten.

 

Wieso geht in Gemeinden, wo es tägliche Eucharistiefeiern gibt, nur ein Bruchteil der Sonntagskirchgänger in die Wochentagsmessen? Viele werden sich wohl denken: "Ich muss ja nur am Sonntag, also reicht das."

Aber wieviele würden überhaupt noch gehen, wenn sie nicht wenigstens für den Sonntag die Notwendigkeit eingeschärft bekommen hätten? Die evangelische Kirche gibt uns da keine Bestätigung für die Parallele für die überstundenschiebenden Arbeiter einer Firma ohne Stechuhr. Die Kirche stellt also einen minimalen Wegweiser auf, damit wenigstens für die erreichbaren Christen nicht alles untergeht.

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In einem Gespräch mit einer Bekannten über den Gottesdienstbesuch bei Urlaubsreisen sagte ich einmal: wenn es jemandem wichtig ist, den Sottagsgottesdienst mitzufeiern, findet sich fast immer eine Gelegenheit. Da bekam ich zur Antwort: Sicher, wenn es einem wichtig ist, dann schon.

 

Das zeigt doch etwas von einer weitverbreiteten Grundhaltung.

Die Frage ist halt, ob man an so einer Grundhaltung durch eine Verpflichtung, durch ein kirchliches Muss, irgendetwas ändern kann. Ich denke nein. Dann muss aber die Frage erlaubt sein, was so eine Verpflichtung dann überhaupt bringt, wenn die "guten" Christen ohnehin Zeit aufbringen, um die Beziehung zu Gott zu pflegen und die "schlechten" eher in der Gefahr stehen, wie viele Kinder, eine Trotzhaltung einzunehmen.

 

Die Rechnung mit der einen Stunde pro Woche, wäre wohl richtig, wenn es eine beliebige Stunde wäre. Hinzu kommt auch, dass es z.B. in unserer Gegen an vielen Sonntagen keine heilige Messe gibt - weder im Wohnort noch in den Nachbargemeinden. Da gibt es bei uns auch nicht zu wenige Familien, die kein Auto haben und Sonntags schaut es halt auf dem Land mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr schlecht aus. Ich rede hier nicht mehr von absoluten Ausnahmen, sondern von einer stetig steigenden Zahl an Betroffenen und Gemeinden. Muss man jetzt ein schlechtes Gewissen haben, wenn man die Beziehung zu Gott eben nur in einem Wortgottesdienst mit Kommunionfeier gepflegt hat?

 

Kardinal Ratzinger hat in einem Buch (ich glaub, es war das Salz der Erde) einmal gesagt, dass es soviele Wege zu Gott und soviele Arten der Beziehung zu ihm gibt, wie es Christen gibt. Hier passen halt starre Verpflichtungen nicht, besonders wenn sie am eigentlichen Sinn ("Einladung durch Gott") vorbeizielen.

Mir ist Dein Grundproblem mit der nicht aufscheinenden Einladung durch Gott immer noch nicht klar.

 

Aber zu der Frage, ob man an solchen uninteressierten Ansichten etwas ändern kann durch Verpflichtungen: nein.

Aber: Der berühmte innere Schweinehund existiert auch bei Menschen, die ihre Gottesbeziehung sehr wohl pflegen möchten, zumindest lebt er zeitweise auch bei diesen gut. Und gerade dann erweist sich der Aufruf der Kirche als die Leitplanke, die einen auf der Straße hält. Von daher finde ich Deine Gegenüberstellung des emsig-bemühten und des völlig desinteressierten Katholiken etwas realitätsentrückt. (Sorry. :lol: )

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... aber da wir nicht böse sind schreiben wir das natürlich nicht ...

...daran mußte ich aber auch denken, als ich das Posting gelesen habe.

 

Da sind für mich zwei Argumentationsstränge, die nur schwer miteinander vereinbar sind:

 

a) Die Pflicht ist gut, weil sie uns hilft regelmäßig zur Messe zu gehen, auch wenn wir mal keine wirkliche Lust dazu haben.

 

:lol: Wer Gott liebt und ehrt will auch die Beziehung zu ihm Pflegen und geht deshalb von ganz allein regelmäßig zur Eucharistie.

 

Was denn jetzt? Ist die Beziehung zu Gott für den "wahrhaft" gläubigen Katholiken ganz selbstverständlich oder ist sie es eben doch nicht, sodass es eines gewissen Drucks durch das kirchliche Lehramt bedarf?

Eindeutig letzteres. Zumindest für die meisten. (Der grundsätzliche Wunsch ist natürlich unerläßlich.)

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Also die evangelischen Kirchen, die ich kenne, sind jeden Sonntag gut besucht und nicht nur wenn Abendmahl ist. Ich sehe da bei den katholischen Gemeinden keine höheren Gottesdienstbesucherzahlen. Ich sage dabei auch klar, dass ich nicht glaube, dass jemand durch eine reine Werksgerechtigkeit irgendeinen Vorteil hat. Ein Argument, dass es besser sei wenn die Menschen unter Druck in die Kirche gehen als wenn sie Daheim bleiben, ist fragwürdig.

Die Zeiten der Volkskirche sind übrigens (ob Segen oder Fluch sei dahin gestellt) langsam vorbei und es wird in den nächsten Jahrzehnten (oder Jahrhunderten) wohl auch nicht wieder in diese Richtung gehen. Schon in naher Zukunft haben wir nur noch bewusste Christen in der Kirche.

 

Ich wiederhole auch gern noch einmal den Satz Jesu "Der Sabbat ist für den Menschen da, nicht der Mensch für den Sabbat". Vielleicht haben viele Angst, dass Gott dadurch ins Abseits geraten könnte. Die haben aber dann den Sinn wohl nicht ganz verstanden, denn die Kirche ist auf dem Pilgerweg zu Gott und ihre Liturgie soll die Menschen eben zu Gott führen, soll Beziehung stiften zwischen Gott und den Menschen. Es ist ein Geschenk Gottes an den Menschen und ja, der Mensch steht im Mittelpunkt des göttlichen Interesses.

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Also die evangelischen Kirchen, die ich kenne, sind jeden Sonntag gut besucht und nicht nur wenn Abendmahl ist. Ich sehe da bei den katholischen Gemeinden keine höheren Gottesdienstbesucherzahlen. Ich sage dabei auch klar, dass ich nicht glaube, dass jemand durch eine reine Werksgerechtigkeit irgendeinen Vorteil hat. Ein Argument, dass es besser sei wenn die Menschen unter Druck in die Kirche gehen als wenn sie Daheim bleiben, ist fragwürdig.

Die Zeiten der Volkskirche sind übrigens (ob Segen oder Fluch sei dahin gestellt) langsam vorbei und es wird in den nächsten Jahrzehnten (oder Jahrhunderten) wohl auch nicht wieder in diese Richtung gehen. Schon in naher Zukunft haben wir nur noch bewusste Christen in der Kirche.

 

Ich wiederhole auch gern noch einmal den Satz Jesu "Der Sabbat ist für den Menschen da, nicht der Mensch für den Sabbat". Vielleicht haben viele Angst, dass Gott dadurch ins Abseits geraten könnte. Die haben aber dann den Sinn wohl nicht ganz verstanden, denn die Kirche ist auf dem Pilgerweg zu Gott und ihre Liturgie soll die Menschen eben zu Gott führen, soll Beziehung stiften zwischen Gott und den Menschen. Es ist ein Geschenk Gottes an den Menschen und ja, der Mensch steht im Mittelpunkt des göttlichen Interesses.

Ich halte das für ziemlich realitätsfremd.

 

Zur Illustration hiesiger Verhältnisse: lutherisches Kern- und Stammland. Lutherische Kirche in jeder Gemeinde. Meist mit Pfarrer. Lutherische Christen viermal so viele (bei 75 - 80% Atheisten). Katholische Pfarre umfaßt meist viele Ortschaften mit ein oder zwei Hauptorten (in meiner Heimatpfarre 36 Gemeinden, im Hauptort eine luth. Gemeinde von ca. 4000 Mitgliedern, eine kath. Gemeinde incl. der anderen 35 Ortschaften von ca. 1500 Mitgliedern). Anzahl der Kirchgänger an einem normalen Sonntag: lutherische Gemeinde (ein Gottesdienst pro Woche) 20 bis 40 Personen; kath. Gemeinde (allein 2 Sonntagsmessen) je Messe zwischen 150 und 250 Personen. Vorabendmessen, Werktagsmessen und Stationsgottesdienste in den kleineren Orten nicht mitgerechnet. So sieht hier die Welt aus - und das Sonntagsgebot ist sicher nicht gänzlich unschuldig daran.

 

Auch wenn Du im Grunde ja Recht hast: reiner Idealismus bringt nicht viel, auch die meisten Gutwilligen und -meinenden brauchen Unterstützung.

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Ich wiederhole auch gern noch einmal den Satz Jesu "Der Sabbat ist für den Menschen da, nicht der Mensch für den Sabbat". Vielleicht haben viele Angst, dass Gott dadurch ins Abseits geraten könnte. Die haben aber dann den Sinn wohl nicht ganz verstanden, denn die Kirche ist auf dem Pilgerweg zu Gott und ihre Liturgie soll die Menschen eben zu Gott führen, soll Beziehung stiften zwischen Gott und den Menschen. Es ist ein Geschenk Gottes an den Menschen und ja, der Mensch steht im Mittelpunkt des göttlichen Interesses.

Na prima dann brauchen wir Gott nicht mehr die Ehre zu geben und gehen am Sonntag in die Stadt einkaufen. Gott ist für den Mensch nicht mehr der Mittelpunkt seines Lebens, sondern nur noch eine nicht ernstzunehmende Methaper, die man ruhig vernachlässigen kann.

 

Nicht Gott steht im Abseits, sondern der Mensch steht im Abseits, wenn er ihm nicht die Ehre gibt. Ein Besuch der Messe, inkl. der hl. Eucharistie, ist ein Opfer vor dem Herrn, dass ihm wohlgefällt.

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Ein Besuch der Messe, inkl. der hl. Eucharistie, ist ein Opfer vor dem Herrn, dass ihm wohlgefällt.

Das stellt Gott, die Eucharistie und die Christen in ein merkwürdiges Licht. Man tut es nicht, weil man es will, sondern man tut es eher widerwillig (man opfert seine Zeit), weil es Gott so gefällt. Dieser Gott wirkt auf mich wie ein eitler Despot, der es nötig hat, dass man ihm etwas opfert.

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Ein Besuch der Messe, inkl. der hl. Eucharistie, ist ein Opfer vor dem Herrn, dass ihm wohlgefällt.

Das stellt Gott, die Eucharistie und die Christen in ein merkwürdiges Licht. Man tut es nicht, weil man es will, sondern man tut es eher widerwillig (man opfert seine Zeit), weil es Gott so gefällt. Dieser Gott wirkt auf mich wie ein eitler Despot, der es nötig hat, dass man ihm etwas opfert.

Stefan, wer so denkt wie du, sollte besser zu hause bleiben und sich einen Do-it-yourself-god aus dem nächsten Esoterik-Laden zusammenbasteln

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Ein Besuch der Messe, inkl. der hl. Eucharistie, ist ein Opfer vor dem Herrn, dass ihm wohlgefällt.

Das stellt Gott, die Eucharistie und die Christen in ein merkwürdiges Licht. Man tut es nicht, weil man es will, sondern man tut es eher widerwillig (man opfert seine Zeit), weil es Gott so gefällt. Dieser Gott wirkt auf mich wie ein eitler Despot, der es nötig hat, dass man ihm etwas opfert.

Stefan, wer so denkt wie du, sollte besser zu hause bleiben und sich einen Do-it-yourself-god aus dem nächsten Esoterik-Laden zusammenbasteln

Nein, wer so denkt wie ich, der glaubt gar nicht an Gott, aber das ist ein anderes Thema. Ansonsten habe ich nichts dagegen, dass sich Menschen ihren Gott selber basteln. Selbstgebastelte Götter sind i.d.R. die angenehmeren Götter. Aber auch darum geht es nicht.

 

Es geht darum, dass es einfach ziemlich merwürdig, ja - eigentlich gotteslästerlich klingt, Gott anzudichten, dass er es gerne sieht, wenn sich Menschen zu seinem Wohlgefallen zu etwas zwingen, das sie eigentlich gar nicht möchten. Der christliche Gott gilt doch als allwissend, also weiss er, warum die Menschen zum Gottesdienst gehen. Warum sollte er Gefallen daran haben, dass sich ein Christ widerwillig in den Gottesdienst schleppt? Wenn ich eine Party gebe und merke, dass jemand nur widerwillig anwesend ist, dann ist es mir lieber, derjenige kommt erst gar nicht, anstatt mir die Party und sich den Abend zu versauen. Das muss ja gar nicht daran liegen, dass mich diese Person nicht mag, vielleicht hat sie nur keine Lust auf Partys und trifft sich lieber in der Woche auf eine Kaffee mit mir zu einem Zweiergespräch. Wenn ich das weiss, dann werde ich diese Person eben nicht mehr zu Partys einladen, aber ich werde es ihr auch nicht übel nehmen. Warum sollte Gott das übel nehmen? Die einzige Erklärung, die ich da sehe, ist, dass Gott ein ziemlich egozentrischer Typ ist, dem es egal ist, ob seine Gäste sich wohl fühlen. Hauptsache, sie sind da.

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Na prima dann brauchen wir Gott nicht mehr die Ehre zu geben und gehen am Sonntag in die Stadt einkaufen. Gott ist für den Mensch nicht mehr der Mittelpunkt seines Lebens, sondern nur noch eine nicht ernstzunehmende Methaper, die man ruhig vernachlässigen kann.

Wenn das deine Meinung ist...

 

...du hast aber schon kappiert, dass das mit diesem Thread nix zu tun hat?

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tomlo 

Geschrieben am: 23 Jun 2005, 23:37

 

Na prima dann brauchen wir Gott nicht mehr die Ehre zu geben und gehen am Sonntag in die Stadt einkaufen. Gott ist für den Mensch nicht mehr der Mittelpunkt seines Lebens, sondern nur noch eine nicht ernstzunehmende Methaper, die man ruhig vernachlässigen kann.

 

Nicht Gott steht im Abseits, sondern der Mensch steht im Abseits, wenn er ihm nicht die Ehre gibt. Ein Besuch der Messe, inkl. der hl. Eucharistie, ist ein Opfer vor dem Herrn, dass ihm wohlgefällt.

 

In der Schrift steht: "Nicht Opfer will ich, sondern Barmherzigkeit!" Wie viele von den sonntäglichen Kirchgängern sind barmherzig?

Wenn Gott soviel Wert auf den Kirchbesuch gelegt hätte, dann hätte Jesus doch viel eher gesagt: "Kommt am Sabbat in das Haus Gottes, denn das ist ein Opfer, das mir wohlgefällig ist und seid auch barmherzig!"

 

Alles in allem ist die Sonntagspflicht ein Kirchengebot und kein Gebot Gottes.

 

Gleichwie hat die katholische Kirche die Macht zu binden und zu lösen, wenn das Kirchenrecht also sagt, daß das Versäumen des sonntäglichen Gottesdienstes, trotz Kenntnis des Kirchenrechtes und ohne berechtigte Gründe, eine schwere Sünde sei, so wirkt diese Verurteilung durch die Kirche über das Weltliche hinaus.

bearbeitet von Sam_Naseweiss
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Na prima dann brauchen wir Gott nicht mehr die Ehre zu geben und gehen am Sonntag in die Stadt einkaufen. Gott ist für den Mensch nicht mehr der Mittelpunkt seines Lebens, sondern nur noch eine nicht ernstzunehmende Methaper, die man ruhig vernachlässigen kann.

Wenn das deine Meinung ist...

 

...du hast aber schon kappiert, dass das mit diesem Thread nix zu tun hat?

Jein - es ist zumindest eine sehr deutliche Illustration von Tomlos Gottesbild.

 

Und es ist ein deutliches Zeichen wie stark die Nachwirkungen von VI immer noch sind.

 

Gehorche! Erfüll Deine Pflicht! Ein guter Mensch ist nur, wer dient! ...

 

(Was auch immer das mit dem Evangelium zu tun hat ...)

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In der Schrift steht: "Nicht Opfer will ich, sondern Barmherzigkeit!" Wie viele von den sonntäglichen Kirchgängern sind barmherzig?
Ich glaube dieses Wort sollte man im richtigen Zusammenhang sehen. Die Opfer des alten Bundes wurden durch den Opfertod Jesu vollendet und erfüllt. Der zweite Aspekt: Es kommt nicht auf die äußeren Opfergaben an- sondern auf die Hingabe des Herzens. Nicht zerrissene Kleider sondern ein zerrissenes Herz sind es, woran Gott "Gefallen hat". Es geht Jesus darum, dass der Opferdienst nicht zur Äußerlichkeit wird. Denn Liebe ohne "Opfer" und Mühe gibt es m.E. nicht. Auch wenn die Liebe die Mühen für den Geliebten süss macht- gänzlich schwinden die Mühen nicht.

 

Wenn Gott soviel Wert auf den Kirchbesuch gelegt hätte, dann hätte Jesus doch viel eher gesagt: "Kommt am Sabbat in das Haus Gottes, denn das ist ein Opfer, das mir wohlgefällig ist und seid auch barmherzig!"
Die Apostel und Jünger, die ersten Christen - so lesen wir im NT, Apostelgeschichte - haben sich "am ersten Tag der Woche" versammelt. Sie nahmen den Auftrag: "Tut dies zu meinem Gedächtnis" ernst. Im übrigen steht der Auftrag den Tag des Herrn zu heiligen in den 10 Geboten. Die Juden hatten den "Sabbath" gefeiert und heilig gehalten.

 

Alles in allem ist die Sonntagspflicht ein Kirchengebot und kein Gebot Gottes.
In Anbetracht dessen, dass es das o.a. Gebot von der "Heilighaltung" des Herrentages gibt handelt es sich wohl auch um ein "Gottesgebot".

 

Gleichwie hat die katholische Kirche die Macht zu binden und zu lösen, wenn das Kirchenrecht also sagt, daß das Versäumen des sonntäglichen Gottesdienstes, trotz Kenntnis des Kirchenrechtes und ohne berechtigte Gründe, eine schwere Sünde sei, so wirkt diese Verurteilung durch die Kirche über das Weltliche hinaus.
Das hast du richtig erkannt - wenn wir auch wissen, dass die INNERE Erfüllung der Gebote Gottes das Wesentliche ist.
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Mariamante 

Geschrieben am: 24 Jun 2005, 07:22

 

In der Schrift steht: "Nicht Opfer will ich, sondern Barmherzigkeit!" Wie viele von den sonntäglichen Kirchgängern sind barmherzig?

 

Ich glaube dieses Wort sollte man im richtigen Zusammenhang sehen. Die Opfer des alten Bundes wurden durch den Opfertod Jesu vollendet und erfüllt. Der zweite Aspekt: Es kommt nicht auf die äußeren Opfergaben an- sondern auf die Hingabe des Herzens. Nicht zerrissene Kleider sondern ein zerrissenes Herz sind es, woran Gott "Gefallen hat". Es geht Jesus darum, dass der Opferdienst nicht zur Äußerlichkeit wird. Denn Liebe ohne "Opfer" und Mühe gibt es m.E. nicht. Auch wenn die Liebe die Mühen für den Geliebten süss macht- gänzlich schwinden die Mühen nicht.

 

In dem Satz geht es darum, daß Gott keine Opfer will.

In dem Satz geht es darum, daß er Barmherzigkeit will.

 

Gehen wir in die Kirche um uns zu retten, aber wir kümmern uns nicht um den Nächsten - Genauso wird es doch praktiziert.

Gott hat nicht Gefallen an einem zerrissenen Herz, er freut sich über die Kinder, er steht den Schwachen bei, er richtet die nicht, die selbst nicht richten, er liebt die, die lieben und glaube mir, die Forderung den Nächsten zu lieben und Gott zu lieben, wird weniger eingehalten als das Kirchenrecht.

Gott hat Gefallen an dem Herz, das sich im Kampf gegen das Böse in ihm verwunden mag, aber nicht daran, daß er sich verwundet.

 

Ich bin da anderer Meinung als die Kirche, aber es ist gut möglich, daß ich da irre, dennoch glaube ich an den katholischen Gott - mag mich da verurteilen wer will.

 

Wenn Gott soviel Wert auf den Kirchbesuch gelegt hätte, dann hätte Jesus doch viel eher gesagt: "Kommt am Sabbat in das Haus Gottes, denn das ist ein Opfer, das mir wohlgefällig ist und seid auch barmherzig!"

Die Apostel und Jünger, die ersten Christen - so lesen wir im NT, Apostelgeschichte - haben sich "am ersten Tag der Woche" versammelt. Sie nahmen den Auftrag: "Tut dies zu meinem Gedächtnis" ernst. Im übrigen steht der Auftrag den Tag des Herrn zu heiligen in den 10 Geboten. Die Juden hatten den "Sabbath" gefeiert und heilig gehalten.

 

Ja und es steht auch geschrieben:

"Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht, und nicht der Mensch um des Sabbats willen." (Markus 2, 27)

 

Wie gesagt, daß in Ehren halten des Sabbat und das Gedenken des Herrn ist Gottes Gebot, nicht aber der Kirchbesuch am Sonntag. Dieser ist Kirchenrecht! Soweit ich weiß, wird da auch nichts anderes behauptet, Obwohl das Kirchenrecht natürlich immer mit einem Bezug zur Bibel begründet wird.

 

Alles in allem ist die Sonntagspflicht ein Kirchengebot und kein Gebot Gottes.

In Anbetracht dessen, dass es das o.a. Gebot von der "Heilighaltung" des Herrentages gibt handelt es sich wohl auch um ein "Gottesgebot".

 

Jesus ist auch Herr über den Sabbat!

Außerdem ist die Sonntagspflicht Kirchenrecht, da sieht man auch daran, daß genau angegeben wird, unter welchen Umständen das Fernbleiben, ein reiner Wortgottesdienst oder ein sonntägliches Gebet ausreichend ist.

Schwierig wird diesbezüglich wohl auch der Priestermangel werden.

Zur Heiligung habe ich oben schon etwas geschrieben.

 

Gleichwie hat die katholische Kirche die Macht zu binden und zu lösen, wenn das Kirchenrecht also sagt, daß das Versäumen des sonntäglichen Gottesdienstes, trotz Kenntnis des Kirchenrechtes und ohne berechtigte Gründe, eine schwere Sünde sei, so wirkt diese Verurteilung durch die Kirche über das Weltliche hinaus.

 

Das hast du richtig erkannt - wenn wir auch wissen, dass die INNERE Erfüllung der Gebote Gottes das Wesentliche ist.

 

Ja und da sieht es schlechter aus als bezüglich der Einhaltung äußerlicher Riten.

bearbeitet von Sam_Naseweiss
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In der Schrift steht: "Nicht Opfer will ich, sondern Barmherzigkeit!" Wie viele von den sonntäglichen Kirchgängern sind barmherzig?

All jene haben eine Chance dazu, die sich vom Wort Gottes in der Messe anrühren lassen, die auf sein Wort hören und ihm gehorchen.

All jene, die sich mit Gott in der Eucharistie vereinen, seine Liebe in sich aufnehmen, als Quelle - zum Weiterreichen.

 

All jene, die sich in der Liturgie auf den Bußakt einlassen, und merken, dass wir alle Barmherzigkeit brauchen und sie auch einander schenken dürfen.

 

Barmherzigkeit ist aber keine Ausrede.

Du bist nicht barmherzig, wenn Du Deinem Kind nicht sagst, es soll bitte nicht an die heiße Herdplatte fassen. (Um mein Lieblingsbeispiel wieder aufzunehmen. :lol: )

 

Gott ist barmherzig, aber nicht blöd.

Er merkt, wenn wir uns seine Barmherzigkeit zurechtlegen, für unseren eigenen Kopf, den wir gerne hätten.

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In der Schrift steht: "Nicht Opfer will ich, sondern Barmherzigkeit!" Wie viele von den sonntäglichen Kirchgängern sind barmherzig?

All jene haben eine Chance dazu, die sich vom Wort Gottes in der Messe anrühren lassen, die auf sein Wort hören und ihm gehorchen.

All jene, die sich mit Gott in der Eucharistie vereinen, seine Liebe in sich aufnehmen, als Quelle - zum Weiterreichen.

 

All jene, die sich in der Liturgie auf den Bußakt einlassen, und merken, dass wir alle Barmherzigkeit brauchen und sie auch einander schenken dürfen.

 

Barmherzigkeit ist aber keine Ausrede.

Du bist nicht barmherzig, wenn Du Deinem Kind nicht sagst, es soll bitte nicht an die heiße Herdplatte fassen. (Um mein Lieblingsbeispiel wieder aufzunehmen. :lol: )

 

Gott ist barmherzig, aber nicht blöd.

Er merkt, wenn wir uns seine Barmherzigkeit zurechtlegen, für unseren eigenen Kopf, den wir gerne hätten.

Es geht hier aber nicht um Gottes Barmherzigkeit, sondern um die unsere.

Es gibt keine Barmherzigkeit von Gott für den, der selbst nicht barmherzig ist.

Es gibt keine Vergebung der Sünden für den, der anderen nicht vergibt,

denn "vergib und unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern". Das gilt auch für die Beichte.

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Sehr richtig.

All das, lernen wir in der Liturgie.

 

Liturgie ist nicht nur Teilnahme am Opfer und Liebesmahl des Herrn, es ist auch Katechese.

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..... Die evangelische Kirche gibt uns da keine Bestätigung für die Parallele für die überstundenschiebenden Arbeiter einer Firma ohne Stechuhr. Die Kirche stellt also einen minimalen Wegweiser auf, damit wenigstens für die erreichbaren Christen nicht alles untergeht.

Das stimmt so nicht. Zumindest in den evangelischen Gemeinden, die ich kenne in meinem Heimatort und in Wien, ist der Besuch des Sonntagsgottesdienstes sicher nicht schlechter, als in den vergleichbarebn katholischen Kirchen.

 

Aber ohne Seitenhieb auf unsere evangelischen Glaubensgeschwister geht es wohl nicht. :lol:

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..... Die evangelische Kirche gibt uns da keine Bestätigung für die Parallele für die überstundenschiebenden Arbeiter einer Firma ohne Stechuhr. Die Kirche stellt also einen minimalen Wegweiser auf, damit wenigstens für die erreichbaren Christen nicht alles untergeht.

Das stimmt so nicht. Zumindest in den evangelischen Gemeinden, die ich kenne in meinem Heimatort und in Wien, ist der Besuch des Sonntagsgottesdienstes sicher nicht schlechter, als in den vergleichbarebn katholischen Kirchen.

 

Aber ohne Seitenhieb auf unsere evangelischen Glaubensgeschwister geht es wohl nicht. :lol:

Dann solltest Du Deinen heimischen Katholiken mal tüchtig in den Hintern treten. Da sieht man dann, was herauskommt, wenn jeder sich alles nach eigenem Gusto zurechtbiegt.

 

Ich wiederhole immer wieder gern: Evangelische Ortsgemeinde (1 Ortschaft) ca. 4.500 Mann, katholische Ortsgemeinde (36 Ortschaften) 1.500 Mann. Besuch evangelischer Gottesdienst 30 bis 60 Mann, Besuch katholische Messe (2 Messen) 250 bis 400 Mann. Für mich sind das klare Zahlen, und wir sind hier lutherisches Stammland. Wer es nach den von Dir so toll gefundenen Kommunisten (über 40 Jahre) noch in der (luth.) Kirche ausgehalten hat, der ist auch tatsächlich Mitglied. Nur sieht das eben in lutherischen Kirchen in der Praxis anders aus.

 

Abgesehen davon solltest Du langsam mal mitbekommen, daß die Aussage eines Faktums kein "Seitenhieb" ist. Aber ohne eine solche Unterstellung kommt eben ein Posting von Dir nicht aus. Da habe ich wahrscheinlich Glück gehabt, daß nicht Deine anderen Standartanwürfe gleich gratis hinterherkamen. (Umsonst sind sie sowieso.)

 

Wer wie Du anderes so toll findet, sollte sich eben auch immer mal der Wahrheit über das andere stellen. Sonst kommen rosa Bildchen raus, wie man bei Dir immer wieder sieht.

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Die Rechnung mit der einen Stunde pro Woche, wäre wohl richtig, wenn es eine beliebige Stunde wäre. Hinzu kommt auch, dass es z.B. in unserer Gegen an vielen Sonntagen keine heilige Messe gibt - weder im Wohnort noch in den Nachbargemeinden. Da gibt es bei uns auch nicht zu wenige Familien, die kein Auto haben und Sonntags schaut es halt auf dem Land mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr schlecht aus. Ich rede hier nicht mehr von absoluten Ausnahmen, sondern von einer stetig steigenden Zahl an Betroffenen und Gemeinden. Muss man jetzt ein schlechtes Gewissen haben, wenn man die Beziehung zu Gott eben nur in einem Wortgottesdienst mit Kommunionfeier gepflegt hat?

Das hat doch mit dem Thema nichts zu tun. Wer nicht zur Sonntagsmesse kommen kann, kann eben nicht gehen.

 

Die Verpflichtung bezieht sich selbstverständlich auf alle, die die Möglichkeit haben, zu gehen.

 

Es ist jeder selbst für sich verantwortlich, das nicht als Ausrede zu benutzen.

Das es Menschen gibt, die einfach nicht die Möglichkeit haben, steht ausser Frage. Das ist ein Aufruf an uns alle, hier nach Möglichkeit Abhlife zu schaffen. So manche Gemeinde kann mit Fahrgemeinschaften die Anreise ermöglichen.

Angehörigen von zu pflegenden Personen, die deshalb nicht gehen können, kann man stundenweise die Pflege abnehmen.

Wer trotz aller Bemühungen keine Möglichkeiten findet, wird nach Ersatz suchen müssen. Das Mitfeiern der Messe im Fernsehen ist einer davon. Das können dann doch fast alle (in Deutschland...)

 

 

 

Unabhängig davon: Wer die Möglichkeit hat, zur Sonntagsmesse zu gehen, und es nicht tut, hat seine Gründe dafür.

Und es sind keine guten Gründe für einen Christen, weil es dafür keine guten Gründe gibt.

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