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Exorzismus


Gert
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FACTS: Ist der Rocker Marilyn Manson vom Teufel besessen?

Amorth: Aber sicher! Und wie!

 

 

FACTS: Haben Sie ihn getroffen?

Amorth: Nein, aber ich habe seine Texte gelesen. Sie sind voller sublimer Nachrichten, wenn man sie rückwärts liest. Sie verherrlichen Satan, «Du bist mein Gott», heisst es da. Sie verherrlichen den Selbstmord und plädieren für eine Welt ohne Moral.

 

quelle

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Ich halte die Idee, psychische Störungen könnten dadurch bedingt sein, dass der Teufel von einem Menschen Besitz genommen hat, für Aberglauben. Gingen die Kurse lediglich darum, diesen Volksaberglauben, der sich offenbar nicht verhindern lässt, wenigstens auf unschädliche Weise auszuüben, dann würde ich mir das ja noch gefallen lassen. Aber genau das scheint nicht der Fall zu sein.

 

Ich finde es daher höchst irreführend, wenn der Papst den Anschein erweckt, er würde solches glauben, indem er solche Kurse zulässt. Und genau dies scheint auch der Kern von Hasenhüttls Kritik zu sein.

 

Ich muss Dir, Romeraxav, widersprechen, wenn Du meinst, es handle sich dabei um eine theologische Aussage. Die Frage nach der Ursache einer psychischen Krankheit ist eine medizinische. Und da sollten Theologen sich raushalten (und das hat Hasenhüttl eigentlich gefordert).

nun der Papst hat in seiner eigenschafft als praefekt der glaubenskongregation des öfteren mit der Frage zu tun gehabt so ist es ihm zu verdanken daß der exorzist heute frei wählen darf ob er weiterhin das überlieferte ritual von papst paul V 1614 verwendet oder das modernisierte von 1995 , kardinal ratzinger hatte dafür gesorgt daß der Ritus von 1995 nicht verpflichtend ist

viele exorzisten danken es ihm somit erweckt er nicht den Anschein sonder er weiß wovon er redet

 

 

@ siri

 

unterscheidet sich das neuere ritual nicht nur durch die (wieder entkräfetet) verpflichtung, einen arzt zuzuziehen?

 

gruß

 

nein die hauptsächliche unterscheidung besteht darin daß kaum mehr direkte befehle an den daemon gegeben werden,was ja bisher der hsptschwerpunkt war, sondern eher allgemeine gebete gesprochen werden dem daemon sozusagen die personalität genommmen wird die zuziehung eines arrztes wird im überigen auch in dem überlieferten ritual empfohlen: nähmlich im punkt 18 der einleitenden bemerkungen

" CAVEAT PROINDE EXORCISTA NE ULLAM MEDICINAM INFIRMO OBSESSO PRAEBEAT, AUT SUADEAT ; SED HANC CURAM MEDICIS RELINQUAT."

sinn gemäß heißt das der geistliche soll sich nicht in medizinische dinge einmiscvhen dazu sind ärzte da die anweisung ist von 1614

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FACTS: Ist der Rocker Marilyn Manson vom Teufel besessen?

Amorth: Aber sicher! Und wie!

 

 

FACTS: Haben Sie ihn getroffen?

Amorth: Nein, aber ich habe seine Texte gelesen. Sie sind voller sublimer Nachrichten, wenn man sie rückwärts liest. Sie verherrlichen Satan, «Du bist mein Gott», heisst es da. Sie verherrlichen den Selbstmord und plädieren für eine Welt ohne Moral.

 

quelle

nun herr amorth ist nicht gerade ein vorteil für die Kirche sag ich mal

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Sam_Naseweiss

Ich weiß nicht, ob bei einem solchen Thema eine sachliche Diskussion überhaupt möglich hat, den für einige hat das Thema die Aura eines Tabus. Womit ich meine, daß einige meinen, daß es schon nicht statthaft sei, die Möglichkeit von Besessenheit überhaupt in Betracht zu ziehen.

 

Folgendes sollte man bei diesem Thema aber berücksichtigen:

Warum lehnt man den Exorzismus ab?

Lehnt man ihn deswegen ab, weil er nicht mehr zeitgemäß ist oder weil theologische Gründe dagegen sprechen? Oder sprechen moralische oder logische Gründe gegen die Besessenheit?

Das Argument des Nicht-Zeitgemäßen trifft im Grunde auf den Großteil der katholischen Lehre zu und ist ein Argument, welches sich auf dem naiven Progressismus stützt, der in sich selbst widersprüchlich ist.

 

Wenn man daher die Bessenheit als Möglichkeit ausschließen will, dann muß man dies moralisch, logisch oder theologisch begründen, sonst bleibt nur der Verweis auf eine individuelle Ablehnung des Phänomens, aber keine Argumentation, die zeigen könnte, daß das Phänomen Bessenheit kein theologische Möglichkeit ist.

 

Damit, daß man zeigen kann, daß es Überschneidungen zwischen Besessenheit und psychologischen Krankheiten gibt, hat man die Möglichkeit der Bessenheit nicht generell widerlegt.

Wenn es also nach Lehre die Möglichkeit gibt, dann muß es etwas geben, womit man dieser Möglichkeit begegnet. Gibt es diese, dann muß man wiederum auch der Tatsache gerecht werden, daß ein Exorzismus auch irrtümlich angewendet werden oder sogar schädlich sein kann. Dies muß berücksichtigt werden, so daß der Exorzismus einer Ausbildung bedarf und meines Erachtens sollte kein Exorzismus ohne Anwesenheit eines Arztes ausgeführt werden und auch nur begleitend zu einer ärztlichen Behandlung.

 

Man kann das Phänomen der Bessenheit allerdings auch theologisch in Frage stellen, wenn man z.B. zeigen könnte, daß der Exorzismus kein ur-katholisches Phänomen ist, sondern heidnischen Ursprungs etc.

 

Eine solche Argumentation ist mir allerdings nicht bekannt bisher.

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Sam_Naseweiss

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FACTS: Ist der Rocker Marilyn Manson vom Teufel besessen?

Amorth: Aber sicher! Und wie!

 

 

FACTS: Haben Sie ihn getroffen?

Amorth: Nein, aber ich habe seine Texte gelesen. Sie sind voller sublimer Nachrichten, wenn man sie rückwärts liest. Sie verherrlichen Satan, «Du bist mein Gott», heisst es da. Sie verherrlichen den Selbstmord und plädieren für eine Welt ohne Moral.

 

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nun herr amorth ist nicht gerade ein vorteil für die Kirche sag ich mal

 

Vielleicht wurde er ja vom Teufel verführt zu solchen Äußerungen, die scheinbar mehr schaden als nützen. B)

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Wenn man daher die Bessenheit als Möglichkeit ausschließen will, dann muß man dies moralisch, logisch oder theologisch begründen, sonst bleibt nur der Verweis auf eine individuelle Ablehnung des Phänomens, aber keine Argumentation, die zeigen könnte, daß das Phänomen Bessenheit kein theologische Möglichkeit ist.
Nein. Ich lehne Erorzismus aus naturwissenschaftlichen Gründen ab. Weil es inzwischen (im Gegensatz zu dem, was viele Esoterikgläubige meinen) als naturwissenschaftlich gesichert gelten kann, dass psychische Störungen nicht von bösen Geiustern hervorgerufen werden, sondern neuronalen Ursprungs sind. Diese psychsichen Erkrankungen mit "Theologie" zu behandeln, stellt eine unzulässige Grenzüberschreitung dar. Es glaubt ja auch keiner mehr, dass man durch Gebete Regen erzeugen oder Blinddarm heilen kann.

 

Und damit kommt zur naturwissenschaftlichen Kritik die theologische: Eine Theologie der Besessenheit begibt sich in gefährliche Nähe zur Esoterik, zum Aberglaube und zum Hexenglauben.

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Man kann das Phänomen der Bessenheit allerdings auch theologisch in Frage stellen, wenn man z.B. zeigen könnte, daß der Exorzismus kein ur-katholisches Phänomen ist, sondern heidnischen Ursprungs etc.

 

Da der christliche Glauben auch Offenbarungsglaube ist, handelt es sich auch bezüglich der Annahme der Möglichkeit der dämonischen Einflüsse bis Besessenheit um eine Glaubensfrage. Wer glaubt, dass Christus über dämonische Einflüsse besser Bescheid weiß wie die sogenannten "Aufgeklärten", der wird auch hier differenzieren. Dass man zwischen psychischen Erkrankungen und dämonische Besessenheit zu unterscheiden hat, ist den Exorzisten bekannt. Und wie Siri anführte, wird bereits seit Jahrhunderten betont, dass die Zuziehung ärztlicher Fachleute sehr wichtig ist.

 

Insofern Christus selbst Dämonen ausgetrieben hat (und nach dem Evangelium zu schließen auch andere vor ihm), kann man nicht gut sagen dass der Exorzismus ein "urkatholisches" Phänomen wäre.

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Wenn man daher die Bessenheit als Möglichkeit ausschließen will, dann muß man dies moralisch, logisch oder theologisch begründen, sonst bleibt nur der Verweis auf eine individuelle Ablehnung des Phänomens, aber keine Argumentation, die zeigen könnte, daß das Phänomen Bessenheit kein theologische Möglichkeit ist.
Nein. Ich lehne Erorzismus aus naturwissenschaftlichen Gründen ab. Weil es inzwischen (im Gegensatz zu dem, was viele Esoterikgläubige meinen) als naturwissenschaftlich gesichert gelten kann, dass psychische Störungen nicht von bösen Geiustern hervorgerufen werden, sondern neuronalen Ursprungs sind. Diese psychsichen Erkrankungen mit "Theologie" zu behandeln, stellt eine unzulässige Grenzüberschreitung dar. Es glaubt ja auch keiner mehr, dass man durch Gebete Regen erzeugen oder Blinddarm heilen kann.

 

Und damit kommt zur naturwissenschaftlichen Kritik die theologische: Eine Theologie der Besessenheit begibt sich in gefährliche Nähe zur Esoterik, zum Aberglaube und zum Hexenglauben.

Hat Jesus nicht durch Gebet geheilt?

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Man kann das Phänomen der Bessenheit allerdings auch theologisch in Frage stellen, wenn man z.B. zeigen könnte, daß der Exorzismus kein ur-katholisches Phänomen ist, sondern heidnischen Ursprungs etc.

 

Da der christliche Glauben auch Offenbarungsglaube ist, handelt es sich auch bezüglich der Annahme der Möglichkeit der dämonischen Einflüsse bis Besessenheit um eine Glaubensfrage. Wer glaubt, dass Christus über dämonische Einflüsse besser Bescheid weiß wie die sogenannten "Aufgeklärten", der wird auch hier differenzieren. Dass man zwischen psychischen Erkrankungen und dämonische Besessenheit zu unterscheiden hat, ist den Exorzisten bekannt. Und wie Siri anführte, wird bereits seit Jahrhunderten betont, dass die Zuziehung ärztlicher Fachleute sehr wichtig ist.

 

Insofern Christus selbst Dämonen ausgetrieben hat (und nach dem Evangelium zu schließen auch andere vor ihm), kann man nicht gut sagen dass der Exorzismus ein "urkatholisches" Phänomen wäre.

Lieber Peter,

ich bin davon überzeugt das Bessenheit nicht eine Glaubensfrage ist, auch nicht die Existenz von Dämonen. Sie sind vielmehr Ausdruck eines bestimmten Weltbildes. Das in früheren Zeiten viele Formen von organischen wie psychischen Erkrankungen als Bessenheit betrachtet wurden (z.B. Epilepsie] zeigt schon, dass der Dämonenglauben die Funktion hatte bestimmte Aspekte der Wirklichkeit erklärbar und fassbar zu machen. Da wir wissenschaftlich erwiesene Erklärungen haben und Behandlungen kennen fällt die Erklärug der Besessenheit durch Dämonen weg. Ich bin allerdings davon überzeugt, dass in bestimmten Fällen Rituale wie sie die Kirche anbietet helfen können und erwiesener Maßen geholfen haben wo ärztliche Kunst am Ende war. Darauf zu beharren, das es Dämonen gibt und was sie tun, finde ich nicht hilfreich. Entscheident ist die Frage, ob der Mensch das Ritual als hilfreich erfährt in seinem Wunsch nach Befreiung. Das Gebet um Befreiung sollte praktiziert werden wo ein Mensch Hilfe wünscht auf seinem inneren Weg zur Befreiung!

 

romeroxav

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Wenn man daher die Bessenheit als Möglichkeit ausschließen will, dann muß man dies moralisch, logisch oder theologisch begründen, sonst bleibt nur der Verweis auf eine individuelle Ablehnung des Phänomens, aber keine Argumentation, die zeigen könnte, daß das Phänomen Bessenheit kein theologische Möglichkeit ist.
Nein. Ich lehne Erorzismus aus naturwissenschaftlichen Gründen ab. Weil es inzwischen (im Gegensatz zu dem, was viele Esoterikgläubige meinen) als naturwissenschaftlich gesichert gelten kann, dass psychische Störungen nicht von bösen Geiustern hervorgerufen werden, sondern neuronalen Ursprungs sind. Diese psychsichen Erkrankungen mit "Theologie" zu behandeln, stellt eine unzulässige Grenzüberschreitung dar. Es glaubt ja auch keiner mehr, dass man durch Gebete Regen erzeugen oder Blinddarm heilen kann.

 

Und damit kommt zur naturwissenschaftlichen Kritik die theologische: Eine Theologie der Besessenheit begibt sich in gefährliche Nähe zur Esoterik, zum Aberglaube und zum Hexenglauben.

nun mit der naturwissenschaftlichen kritik kann und konnte die kirche immer gut leben

aber ein modernist muß natürlich dabei erschauern wenn da kritik kommt Papst Pius X. hat das gut in der Entzyklika Pascendi dominicis gregis erklärt

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Hat Jesus nicht durch Gebet geheilt?
Sind wir Jesus? Was willst Du damit vorschlagen? Gesundbeten statt operieren? Das wäre definitiv kein katholisches Selbstverständnis.
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nun mit der naturwissenschaftlichen kritik kann und konnte die kirche immer gut leben

aber ein modernist muß natürlich dabei erschauern wenn da kritik kommt Papst Pius X. hat das gut in der Entzyklika Pascendi dominicis gregis erklärt

Dunkel ist der Worte Sinn.

 

Und wenn Du mich noch einmal in einem Deiner unqualifizierten und argumentfreien Postings als "Modernist" beschimpfst, werde ich mit einem passenden Schimpfwort antworten, Du ... (im Moment noch verkniffen).

Edited by Sokrates
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Also allmählich frage ich mich ernsthaft, was ist da eingentlich für ein Typ Mensch Papst geworde...das geht überhaupt nicht: Exzorzismus !!! Ich bin doch nicht im Mittelalter...wie wäre es denn mit der Hexenverbrennung.

 

 

Hallo Gert,

 

das Phänomen des Befreiungsdienstes hat nichts mit dem Mittelalter zu tun, sondern es ist ein Dienst zu dem uns Jesus Christus selbst beruft und man findet diesen Dienst auch heute noch dort, wo Menschen sich voll und ganz in die Nachfolge Christi begeben und aus SEINER Vollmacht heraus wirken dürfen.

 

Der Aussendungsbefehl Christi aus Mt 10 stammt ja nicht aus dem Mittelalter: "Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe. Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben."

 

 

gby

 

bernd

Edited by beegee
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nun mit der naturwissenschaftlichen kritik kann und konnte die kirche immer gut leben

aber ein modernist muß natürlich dabei erschauern wenn da kritik kommt Papst Pius X. hat das gut in der Entzyklika Pascendi dominicis gregis erklärt

Dunkel ist der Worte Sinn.

 

Und wenn Du mich noch einmal in einem Deiner unqualifizierten und argumentfreien Postings als "Modernist" beschimpfst, werde ich mit einem passenden Schimpfwort antworten, Du ... (im Moment noch verkniffen).

mom ich hab dich nicht beschimpft ich habe nur gesagt ein modernist muß bei naturwissenschaftlicher kritik erschauern und daßder Hl. PiusX das sehr schön erklärt hat in seiner Enzyklika

deiner überlegung schau ich mit großer freude entgegen B)

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Lieber Peter,

ich bin davon überzeugt das Bessenheit nicht eine Glaubensfrage ist, auch nicht die Existenz von Dämonen. Sie sind vielmehr Ausdruck eines bestimmten Weltbildes.

 

Pax. Insofern Christen an einen persönlichen Gott glauben und auch daran, dass dieser Gott personale Wesen erschuf (zuerst die Engel, von denen ein Teil durch ihre eigene Entscheidung zu Dämonen wurde) gehört dieser Glaubensbereich zum christlichen Offenbarungsgut dazu. Und die Existenz dieser Engel und gefallenen Engel ist Glaubensgut (dogmatisch). Wenn der christliche Glaube ein bestimmtes Weltbild hat, dann gehört dieser Bereich dazu.

 

Dass in früheren Zeiten viele Formen von organischen wie psychischen Erkrankungen als Bessenheit betrachtet wurden (z.B. Epilepsie] zeigt schon, dass der Dämonenglauben die Funktion hatte bestimmte Aspekte der Wirklichkeit erklärbar und fassbar zu machen.
Ich würde es so sehen: Da man über verschiedene psychische Erkrankungen nicht so genau Bescheid wußte, war es in manchen Fällen schwer, zwischen dämonischer Beeinflußung bzw. Besessenheit und psychischen Krankheiten zu unterscheiden. Hier ist man durch eine langjährige Erfahrung m.E. doch einen Schritt weiter. Dass ein psychisch Kranker die Fähigkeit hat ohne je studiert zu haben in fremden Sprachen zu sprechen/ sie zu verstehen, die Unterscheidungsfähigkeit zwischen Geweihtem und Ungeweihtem hat oder konkrete geheime Sünden kennt ist nicht nachvollziehbar. Daher sind diese erwähnten Kriterien dort wo sie auftreten Zeichen für dämonischen Einflüsse.

 

Da wir wissenschaftlich erwiesene Erklärungen haben und Behandlungen kennen fällt die Erklärug der Besessenheit durch Dämonen weg. Ich bin allerdings davon überzeugt, dass in bestimmten Fällen Rituale wie sie die Kirche anbietet helfen können und erwiesener Maßen geholfen haben wo ärztliche Kunst am Ende war. Darauf zu beharren, das es Dämonen gibt und was sie tun, finde ich nicht hilfreich.
In den Fällen, wo es sich um echte dämonische Um- oder Besessenheit handelt sind die üblichen ärztlichen Behandlungsmethoden ohne Wirkung. Gewiß wird aus ideologischen Gründen und weil nicht sein kann was nicht sein darf die Möglichkeit eines dämonischen Einflüsses geleugnet. Wenn es aber Dämonen gibt (und daran läßt das Wort Gottes, die Tradition, die Lehre der Kirche keinen Zweifel), dann ist auch hier konkrete Hilfe angesagt die natürlich unmöglich wird, wenn an die dämonische Besessenheit gar nicht geglaubt wird. Wie sollte man einen Feind bekämpfen, an dessen Existenz man gar nicht glaubt? Ich halte die Verkürzung oder Verwässerung dieser Glaubenswahrheit für äußerst gefährlich - weil ein Gegner leichtes Spiel hat, dessen Taktik man nicht durchschaut- ja von dem man sogar annimmt, dass es ihn gar nicht gibt.

 

Entscheidend ist die Frage, ob der Mensch das Ritual als hilfreich erfährt in seinem Wunsch nach Befreiung. Das Gebet um Befreiung sollte praktiziert werden wo ein Mensch Hilfe wünscht auf seinem inneren Weg zur Befreiung!
Dass Menschen, die besessen waren die Befreiung durch einen wirksamen Exorzismus als äußerst hilfreich erfahren haben kann man in den entsprechenden Zeugnisberichten und Büchern ber Exorzismen nachlesen. Der Exorzismus ist (wie sich in der Formulierung des "alten" Exorzismus deutlich zeigt nicht nur irgend ein Gebet- sondern eine Vollmacht. Hier agiert der Exorzist im Namen Jesu, in Seiner Kraft. Dass auch Laien in der Kraft des Glaubens solche exorzistische Kraft haben können zeigt z.B. das Leben und Wirken des Nikolaus von Rippertschwand.

 

Siehe "Ein erleuchteter Laie.." von Ida Lühthold-Minder

 

http://autor.nr.27483.p3.autorenverzeichnis.net/

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Hat Jesus nicht durch Gebet geheilt?

Sind wir Jesus? Was willst Du damit vorschlagen? Gesundbeten statt operieren? Das wäre definitiv kein katholisches Selbstverständnis.

Sokates,

jetzt komm mal wieder runter! B) Hab ich das gesagt? Jesus hat uns den Auftrag gegeben Kranke zu heilen. Im Gleichnis vom barmherzigen Samariter hat er gesagt wie das geht! Wunden desinfizieren, Wunden verbinden, pflegen, Pflege organisieren usw. Selbstverständlich lass ich mich operieren! Aber seit wann entspricht es nicht mehr dem katholischen Selbstverständis für Kranke um Heilung zu beten. Jesus hat dafür sogar ein Sakrament eingesetzt! Kranken die Hände auflegen, sie salben, für sie beten, glaubst du daran dass im Sakrament der Krankensalbung Jesus dem Kranken begegnen will, ihn anrühren, ihn aufrichten, seine Sünden vergeben, ja ihn heilen will?

Du sagst: "Wir sind nicht Jesus" Hat Jesus nicht gesagt: Ihr werdet Größers vollbringen?

 

romeroxav

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Ich halte die Idee, psychische Störungen könnten dadurch bedingt sein, dass der Teufel von einem Menschen Besitz genommen hat, für Aberglauben. Gingen die Kurse lediglich darum, diesen Volksaberglauben, der sich offenbar nicht verhindern lässt, wenigstens auf unschädliche Weise auszuüben, dann würde ich mir das ja noch gefallen lassen. Aber genau das scheint nicht der Fall zu sein.

 

Ich finde es daher höchst irreführend, wenn der Papst den Anschein erweckt, er würde solches glauben, indem er solche Kurse zulässt. Und genau dies scheint auch der Kern von Hasenhüttls Kritik zu sein.

 

Ich muss Dir, Romeraxav, widersprechen, wenn Du meinst, es handle sich dabei um eine theologische Aussage. Die Frage nach der Ursache einer psychischen Krankheit ist eine medizinische. Und da sollten Theologen sich raushalten (und das hat Hasenhüttl eigentlich gefordert).

nun der Papst hat in seiner eigenschafft als praefekt der glaubenskongregation des öfteren mit der Frage zu tun gehabt so ist es ihm zu verdanken daß der exorzist heute frei wählen darf ob er weiterhin das überlieferte ritual von papst paul V 1614 verwendet oder das modernisierte von 1995 , kardinal ratzinger hatte dafür gesorgt daß der Ritus von 1995 nicht verpflichtend ist

viele exorzisten danken es ihm somit erweckt er nicht den Anschein sonder er weiß wovon er redet

 

 

@ siri

 

unterscheidet sich das neuere ritual nicht nur durch die (wieder entkräfetet) verpflichtung, einen arzt zuzuziehen?

 

gruß

 

nein die hauptsächliche unterscheidung besteht darin daß kaum mehr direkte befehle an den daemon gegeben werden,was ja bisher der hsptschwerpunkt war, sondern eher allgemeine gebete gesprochen werden dem daemon sozusagen die personalität genommmen wird die zuziehung eines arrztes wird im überigen auch in dem überlieferten ritual empfohlen: nähmlich im punkt 18 der einleitenden bemerkungen

" CAVEAT PROINDE EXORCISTA NE ULLAM MEDICINAM INFIRMO OBSESSO PRAEBEAT, AUT SUADEAT ; SED HANC CURAM MEDICIS RELINQUAT."

sinn gemäß heißt das der geistliche soll sich nicht in medizinische dinge einmiscvhen dazu sind ärzte da die anweisung ist von 1614

 

 

@ siri

 

kannst du eine quelle angeben, welche die rituale regeln?

 

(wenn es geht, bitte nichtvin latein...)

 

 

gruß

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Sam_Naseweiss
Wenn man daher die Bessenheit als Möglichkeit ausschließen will, dann muß man dies moralisch, logisch oder theologisch begründen, sonst bleibt nur der Verweis auf eine individuelle Ablehnung des Phänomens, aber keine Argumentation, die zeigen könnte, daß das Phänomen Bessenheit kein theologische Möglichkeit ist.
Nein. Ich lehne Erorzismus aus naturwissenschaftlichen Gründen ab. Weil es inzwischen (im Gegensatz zu dem, was viele Esoterikgläubige meinen) als naturwissenschaftlich gesichert gelten kann, dass psychische Störungen nicht von bösen Geiustern hervorgerufen werden, sondern neuronalen Ursprungs sind. Diese psychsichen Erkrankungen mit "Theologie" zu behandeln, stellt eine unzulässige Grenzüberschreitung dar. Es glaubt ja auch keiner mehr, dass man durch Gebete Regen erzeugen oder Blinddarm heilen kann.

 

Und damit kommt zur naturwissenschaftlichen Kritik die theologische: Eine Theologie der Besessenheit begibt sich in gefährliche Nähe zur Esoterik, zum Aberglaube und zum Hexenglauben.

 

 

Ich kann mit der naturwissenschaftlichen Methodik nicht grundsätzlich die Möglichkeit der Besessenheit ausschließen. Ich kann es für eine ausreichend hohe Zahl vielleicht, so daß ich dazu geneigt sein mag, daß Phänomen der Besessenheit für ein psychologisches Problem zu halten. Allein der grundsätzlichen Möglichkeit muß man Rechnung tragen, vor allem im Bereich des Glaubens, der nun mal wesentlich aus Elementen besteht die mit den klassischen empirischen Weltanschauungen nur wenig kompatibel sind.

Freilich kann man die Priorität und Form korrigieren: Exorzismus nur unter Aufsicht und nach/während Behandlung von Fachärzten.

Außerdem kann man fragen, welche Form für Exorzismus nötig ist - reicht das Gebet oder braucht man das mentale Ringen eines Exorzisten mit einem Dämon, welches das ganze ja wesentlich dramatischer macht und dazu führt, daß manche Leute ein "mehr an Offenbarung" aus den Worten der "Dämonen" heraus deuten.

Anders wäre es, wenn man das Phänomen Besessenheit dadurch in Frage stellt, daß man anhand von Schrift und Tradition die Fraglichkeit derselben bereits darlegen könnte.

Hinsichtlich der Existenz einer klassischen Hölle kann man dies in der Tat, weil diese Vorstellung älter ist als die originale Vorstellung von der Hölle.

Hinsichtlich von Dämonen und Besessenheit gäbe es zwar Ansatzpunkte aber diese räumen meiner Ansicht nach die Möglichkeit nicht ganz aus.

Von daher ist meine Ansicht zu dem Thema: Der Möglichkeit gerecht werden, aber Exorzismus nur durch fachkundige Priester und unter Betreuung von Ärzten und nur in der Form die nötig ist.

 

 

Gruß

Sam

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@Sam und Romeraxav:

 

Ich habe nichts dagegen, an einem psychisch Kranken während oder zu seiner Behandlung die Krankensalbung vorzunehmen. Alles darüber hinaus ist ernsthaft suspekt.

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Ein Problem für diejenigen, die Besessenheit ablehnen, dürfte das sein, weil sie eben leugnen, daß einer Kräfte wie 5 Menschen hat oder fremde Sprachen spricht, oder anderes Spukhafte. Es läuft auf das hinaus: Gibt es Phänomene bei "Besessenen", die einem die Haare zu Berge stehen lassen?

Edited by Einsteinchen
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Nein, ich werde in diesem Thread nichts schreiben.

Nein, ich lasse mich nicht auf diese Diskussionen ein.

Wenn ich nach diesem Beitrag doch noch dazu verführt werden sollte hier meine theologisch fundierte Meinung dem gemeinen kathoilschen Volk vorzuwerfen, löscht sie bitte, ihr Mods!!!!!!

Denn es ist wahrlich sinnlos....... B)

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Der Möglichkeit gerecht werden, aber Exorzismus nur durch fachkundige Priester und unter Betreuung von Ärzten und nur in der Form die nötig ist.
Für die Durchführung des Exorzismus ist ohnehin die bischöfliche Erlaubnis notwendig. Auf dem Weg zur Priesterweihe gab es früher nicht nur die Weihe zum Diakon, sondern auch die Exorzistenweihe - jedenfalls hat mir mein Beichtvater das mal so erklärt.
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Ein Problem für diejenigen, die Besessenheit ablehnen, dürfte das sein, weil sie eben leugnen, daß einer Kräfte wie 5 Menschen hat oder fremde Sprachen spricht, oder anderes Spukhafte. Es läuft auf das hinaus: Gibt es Phänomene bei "Besessenen", die einem die Haare zu Berge stehen lassen?
Wie ich bereits erwähnt, gibt es diese Phänomene. Pater Rodewyk und andere Autoren beschreiben sie. Auch in dem angegebenen Link über Exorzismus sind dazu einige Anmerkungen zu finden. Wenn der Priesterexorzist den Besessenen in Latein fragt, dann in Latein auch korrekte Antworten bekommt (obgleich der Besessene nie diese Sprache gelernt hat) oder wenn ein Besessener die ungebeichteten Sünden der Umstehenden ganz konkret ausspricht, dann sind das Phänomene, die darauf hinweisen, dass in dem Besessenen Geistwesen am Werk sind. Allerdings wird es immer wieder Versuche geben, die Möglichkeit der Besessenheit zu leugnen und auch dafür lieber komplizierte Erklärungen zu finden, als den Worten Christi und der Kirche zu glauben, die ja sehr eindeutig lehrt, dass es gefallene Engel gibt und dass dämonische Einflüsse bis zur Besessenheit möglich sind.
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Allerdings wird es immer wieder Versuche geben, die Möglichkeit der Besessenheit zu leugnen und auch dafür lieber komplizierte Erklärungen zu finden, als den Worten Christi und der Kirche zu glauben, die ja sehr eindeutig lehrt, dass es gefallene Engel gibt und dass dämonische Einflüsse bis zur Besessenheit möglich sind.

 

Mir wäre völlig neu, daß Christus oder die Kirche irgendwo gesagt hat, daß die von P. Rodewyk beschriebenen konkreten Fälle auf dämonische Einflüsse zurückzuführen sind. Ich bitte um Quellenangabe.

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