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Welche Motivation gibt es für eine Konversion?


benedetto

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Jedenfalls kann ich sagen, daß für mich der wichtigste Grund NICHT zu einer anderen Gemeinschaft zu konvertieren (auch wenn AKK und SELK durchaus ihre Reize haben) die Erkenntnis war, daß dort vllt. nicht die gleichen Probleme, aber immer die gleichen Mechanismen regieren und man überall irgendwo auf die gleichen Typen Mensch trifft.

 

Ob ich z. B. einen katholischen, einen lutherischen oder einen refomierten Fundamentalisten bei der Messe bzw. beim Gottesdienst neben mir sitzen habe ist letztlich egal - ertragen muss man sie eh alle.

 

Da blieb dann nur noch die Theologie und die Spiritualität - und da finde ich als irrationaler Emotionsachterbahnfahrer die römisch-katholische Variante unschlagbar.

bearbeitet von Flo77
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Ich habe hier mehrere Threads zu Konversionen gefunden, die sich vornehmlich mit den technischen Fragen beschäftigten - sie wurden in der Regel von denen, die an einer Konversion interessiert waren, eröffnet.

In meinem Firmkurs treffe ich zur Zeit auf einige Konvertiten vom Protestantismus zum Katholizismus, die sich aber hinsichtlich ihrer Gründe für die Konversion eher bedeckt halten.

Die Gründe müssen ja in den Unterschieden zwischen beiden Kirchen zu finden sein.

 

- Ist es die unterschiedliche Sakramentenlehre?

- Die apostolische Sukzession?

- Die katholische Frömmigkeit?

- Die Liturgie, die die Sinne mehr anspricht?

- Die Positionierung der RKK zu bestimmten Themen?

- Oder weil der Partner katholisch ist?

 

Sind es vielleicht gerade die Themen, die viele Katholiken an ihrer Kirche "stören", die den Reiz ausüben?

 

Coole Frage... ich hab hier mal die "andere" Seite:

- Ist es die unterschiedliche Sakramentenlehre?

Ja, denn ich stimme nicht mit der Position der Kirche überein im Bezug auf die Sakramente.

- Die apostolische Sukzession?

Ja, auch da stimme ich nicht überein.

- Die katholische Frömmigkeit?

Volksfrömmigkeit? Ja, besonders wenn es um Heiligenverehrung geht stehen mir die Haare zu Berge.

- Die Liturgie, die die Sinne mehr anspricht?

Ist das katholisch? Wir haben eine Band (Praise Team) bei der ich aktiv als Sängerin mitwirke und das finde ich sehr ansprechend. Wir haben natürlich auch andere musikalische Beiträge, begleitet am Flügel, jedoch ist die Abwechslung eine gelungene Ansprache der Sinne. Wenn es um die Liturgie geht stimme ich mit dieser Sinnesansprache nicht überein.

- Die Positionierung der RKK zu bestimmten Themen?

Wenn sie biblisch sind kann ich das verstehen...

- Oder weil der Partner katholisch ist?

Mein Ehemann ist Southern Baptist. Ja das war einer meiner Gründe...

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daß man mit sozialdemokratisierter Gesellschaftsphilosophie, dem Verzicht auf Leben und Kennen des Glaubens und fernöstlichen Experimenten nicht weiterkommt.

Ich hatte ja mit vielem gerechnet - aber nicht damit.

Es böte sich jetzt ein Thread an, ob es noch viele sind, die der Auffassung sind, dass man "mit sozialdemokratisierter Gesellschaftsphilosophie ... nicht weiterkommt."

Ich empfehle Dir einen Blick auf die Austrittsstatistiken der evangelischen Kirchen. Von 2/3 auf 1/3 der Volksanteile abzusacken muß einen Grund haben. Die evangelischen Gemeinschaften haben in unglaublichen Größenordnungen versagt.

In der tat wäre es mal ein interessantes thema für eine wissenschaftliche Arbeit, herauszufinden, warum evangelische Taufscheinchristen schneller zum Austritt neigen als katholische.

 

Es könnte an der Werkgerechtigkeit liegen, die manchen pro-forma-Katholiken vom letzten Schritt abhält ("ich zahl zumindest Kirchensteuer, das wird mir sicher mal angerechnet, falls an der Geschichte mit dem ewigen Leben und so doch was dran ist"), es könnte an der Corporate-Identity liegen (die Käßmann war jedenfalls noch nie auf Weizenbiergläsern abgebildet), oder daran, dass die nachlässigere katholische Theologie (man kann ja irgendwann mal beichten und dann ist alles wieder gut) nicht so sehr zu radikalen Schritten drängt wie die viel striktere evangelische (sola fides - wenn ich nicht glaube, kann ich mir auch gleich die Kirchensteuer sparen), oder....

 

Werner

 

 

Das widerspricht aber eigentlich nicht direkt dem, was Soames schreibt. Die Evang. Kirche hat die Glaubensweitergabe jahrzehntelang sträflich vernachlässigt. Die Austrittszahlen aus der Evang. Kirche sind meist um 50% höher als die aus der RKK, allerdings wäre es interessant zu erfahren wie das Verhältnis der Konversionen ist (wenn ich mich richtig entsinne konvertieren jährlich ca. 3000 Katholiken zur Evang. Kirche).

Ich fand es auch interessant hier zu lesen, dass Protestanten zur Kath. Kirche konvertieren, weil ihnen die Evang. Kirche zu streng/hart ist.

 

Also, ich weiß ja nicht, ob meine Antwort Dir da genügen wird, aber meine wesentlichen Beweggründe sind in der Tat die Folgenden:

1.) Ich bin auch superkrass von evangelischen Extremisten unter Druck gesetzt worden, und will da nichts mehr mit zu tun haben *flücht*.

2.) Die größere "Freiheit", die die EK proklamiert, ist mir zu wenig. Ich fühle mich zu wenig aufgenommen und eingebunden in eine Gemeinschaft, die auch trägt.

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Hallo Jessie,

 

Also, ich weiß ja nicht, ob meine Antwort Dir da genügen wird, aber meine wesentlichen Beweggründe sind in der Tat die Folgenden:

1.) Ich bin auch superkrass von evangelischen Extremisten unter Druck gesetzt worden, und will da nichts mehr mit zu tun haben *flücht*.

 

Das kann einem in der KK aber genauso passieren. Ich kenne eine junge Katholikin, die deshalb in psychiatrischer Behandlung ist.

 

2.) Die größere "Freiheit", die die EK proklamiert, ist mir zu wenig. Ich fühle mich zu wenig aufgenommen und eingebunden in eine Gemeinschaft, die auch trägt.

 

Was meinst du damit genau? Dass jemand wie der Papst fehlt, der klar und deutlich sagt, wo es langgeht?

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Jedenfalls kann ich sagen, daß für mich der wichtigste Grund NICHT zu einer anderen Gemeinschaft zu konvertieren (auch wenn AKK und SELK durchaus ihre Reize haben) die Erkenntnis war, daß dort vllt. nicht die gleichen Probleme, aber immer die gleichen Mechanismen regieren und man überall irgendwo auf die gleichen Typen Mensch trifft.

 

Ob ich z. B. einen katholischen, einen lutherischen oder einen refomierten Fundamentalisten bei der Messe bzw. beim Gottesdienst neben mir sitzen habe ist letztlich egal - ertragen muss man sie eh alle.

 

ich kann mir nicht vorstellen, dass es in der AKK Fundis gibt. Das würde doch kaum zum Konzept passen.

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ich kann mir nicht vorstellen, dass es in der AKK Fundis gibt. Das würde doch kaum zum Konzept passen.
Auch Liberalität kann fundamentalistische Züge annehmen ...
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ich kann mir nicht vorstellen, dass es in der AKK Fundis gibt. Das würde doch kaum zum Konzept passen.
Auch Liberalität kann fundamentalistische Züge annehmen ...

 

Und aus kochenden Wasser purzeln Eiswürfel heraus.

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ich kann mir nicht vorstellen, dass es in der AKK Fundis gibt. Das würde doch kaum zum Konzept passen.
Auch Liberalität kann fundamentalistische Züge annehmen ...
Und aus kochenden Wasser purzeln Eiswürfel heraus.
sprach das lebende Beispiel.
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Hallo Jessie,

 

Also, ich weiß ja nicht, ob meine Antwort Dir da genügen wird, aber meine wesentlichen Beweggründe sind in der Tat die Folgenden:

1.) Ich bin auch superkrass von evangelischen Extremisten unter Druck gesetzt worden, und will da nichts mehr mit zu tun haben *flücht*.

 

Das kann einem in der KK aber genauso passieren. Ich kenne eine junge Katholikin, die deshalb in psychiatrischer Behandlung ist.

 

2.) Die größere "Freiheit", die die EK proklamiert, ist mir zu wenig. Ich fühle mich zu wenig aufgenommen und eingebunden in eine Gemeinschaft, die auch trägt.

 

Was meinst du damit genau? Dass jemand wie der Papst fehlt, der klar und deutlich sagt, wo es langgeht?

 

Dass es egal ist, ob ich zum Gottesdienst komme, dass ich keine wirkliche moralische Instanz erlebe, weil mir ja sowieso alle Sünden schon vergeben sind... ich finde es einfach schön, auch ein gewisses Regelwerk zu haben, welches ich in den Alltag einbringen kann.

 

Was das oben beschriebene angeht, kann ich nur sagen, dass ich es noch nie bei einem Katholiken gehört habe (Ich will Dich damit aber nicht in Frage stellen, es gibt nichts, was es nicht gibt), aber haufenweise bei Protestanten...

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Hallo Jessie,

 

2.) Die größere "Freiheit", die die EK proklamiert, ist mir zu wenig. Ich fühle mich zu wenig aufgenommen und eingebunden in eine Gemeinschaft, die auch trägt.

 

Was meinst du damit genau? Dass jemand wie der Papst fehlt, der klar und deutlich sagt, wo es langgeht?

 

Dass es egal ist, ob ich zum Gottesdienst komme, dass ich keine wirkliche moralische Instanz erlebe, weil mir ja sowieso alle Sünden schon vergeben sind... ich finde es einfach schön, auch ein gewisses Regelwerk zu haben, welches ich in den Alltag einbringen kann.

 

Da hast du recht, das sind Punkte wo der heutige Protestantismus reformbedürftig ist. Das sehen allerdings glücklicherweise auch viele Protestanten so.

bearbeitet von Lutheraner
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Ich habe hier mehrere Threads zu Konversionen gefunden, die sich vornehmlich mit den technischen Fragen beschäftigten - sie wurden in der Regel von denen, die an einer Konversion interessiert waren, eröffnet.

In meinem Firmkurs treffe ich zur Zeit auf einige Konvertiten vom Protestantismus zum Katholizismus, die sich aber hinsichtlich ihrer Gründe für die Konversion eher bedeckt halten.

Die Gründe müssen ja in den Unterschieden zwischen beiden Kirchen zu finden sein.

 

- Ist es die unterschiedliche Sakramentenlehre?

- Die apostolische Sukzession?

- Die katholische Frömmigkeit?

- Die Liturgie, die die Sinne mehr anspricht?

- Die Positionierung der RKK zu bestimmten Themen?

- Oder weil der Partner katholisch ist?

 

Sind es vielleicht gerade die Themen, die viele Katholiken an ihrer Kirche "stören", die den Reiz ausüben?

Es ist die Religion, in die wir hineingeboren wurden, oder mit der wir auch religiöse Kindheitserfahrungen verbinden z.B. das Erlebnis eines feierlichen Gottesdienstes an Weihnachten.

Und es ist die Sehnsucht im Herzen zu spüren, zu erfahren, dass Gott ist.

Eine kopflastige eher nüchterne Religion kann dies nicht so leicht erreichen. (nicht bei jedem)

Gott erfahren, darum geht es.

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Ich habe hier mehrere Threads zu Konversionen gefunden, die sich vornehmlich mit den technischen Fragen beschäftigten - sie wurden in der Regel von denen, die an einer Konversion interessiert waren, eröffnet.

In meinem Firmkurs treffe ich zur Zeit auf einige Konvertiten vom Protestantismus zum Katholizismus, die sich aber hinsichtlich ihrer Gründe für die Konversion eher bedeckt halten.

Die Gründe müssen ja in den Unterschieden zwischen beiden Kirchen zu finden sein.

 

- Ist es die unterschiedliche Sakramentenlehre?

- Die apostolische Sukzession?

- Die katholische Frömmigkeit?

- Die Liturgie, die die Sinne mehr anspricht?

- Die Positionierung der RKK zu bestimmten Themen?

- Oder weil der Partner katholisch ist?

 

Sind es vielleicht gerade die Themen, die viele Katholiken an ihrer Kirche "stören", die den Reiz ausüben?

Es ist die Religion, in die wir hineingeboren wurden, oder mit der wir auch religiöse Kindheitserfahrungen verbinden z.B. das Erlebnis eines feierlichen Gottesdienstes an Weihnachten.

Und es ist die Sehnsucht im Herzen zu spüren, zu erfahren, dass Gott ist.

Eine kopflastige eher nüchterne Religion kann dies nicht so leicht erreichen. (nicht bei jedem)

Gott erfahren, darum geht es.

Auf welche (nicht gestellte?) Frage antwortest Du?

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In meinem Firmkurs treffe ich zur Zeit auf einige Konvertiten
Es ist die Religion, in die wir hineingeboren wurden,

Ich merk schon, mit PISA wird das nix mehr in Deutschland...

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Auf welche (nicht gestellte?) Frage antwortest Du?

Ich habe damit aufgehört mir diese Frage zu stellen, geschweige denn sie auch noch auszuformulieren.

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Die Gründe müssen ja in den Unterschieden zwischen beiden Kirchen zu finden sein.

 

- Die katholische Frömmigkeit?

- Die Liturgie, die die Sinne mehr anspricht?

Auf welche (nicht gestellte?) Frage antwortest Du?

 

Die Frömmigkeit und die Liturgie, die die Sinne anspricht können helfen Gott zu erfahren, zumindestens mental.

Und diese Sehnsucht nach Erfahrbarkeit beobachte ich schon länger bei vielen Menschen und darum werden auch manche so suchen, indem sie konvertiren.

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Auf welche (nicht gestellte?) Frage antwortest Du?

Ich habe damit aufgehört mir diese Frage zu stellen, geschweige denn sie auch noch auszuformulieren.

Ich stell' sie mir ja nicht selbst - vielleicht gibt's ja ne Antwort.

 

Sehe gerade... ach ne.

 

(War übrigens ein heißer Tipp vor mündlichen Prüfungen: Vorsicht bei Antworten auf nicht gestellte Fragen!)

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(War übrigens ein heißer Tipp vor mündlichen Prüfungen: Vorsicht bei Antworten auf nicht gestellte Fragen!)

Wieso das?

Politiker machen das ständig... und die haben mehr Geld als ich.

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(War übrigens ein heißer Tipp vor mündlichen Prüfungen: Vorsicht bei Antworten auf nicht gestellte Fragen!)

Wieso das?

Politiker machen das ständig... und die haben mehr Geld als ich.

Off Topic, Fortsetzung:

 

Stimmt, aber ich möchte auch nicht deren Abi-Durchschnittsnote kennen.

Vielleicht besteht ja eine negative Korrelation zwischen zu versteuerndem Einkommen und Abischnitt...?!

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