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Wenn Pfarrer heucheln...


matzdan

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...eine Umfrage auch unter Pfarrern nach dem, was sie glauben. Sie wurde von dem praktischen Theologen Klaus-Peter Jörns durchgeführt (publiziert 1996) und hatte folgendes Ergebnis:

 

- Nur noch, zwei Drittel der Gemeindepfarrer erkennt Jesus Christus das Gottesprädikat zu.

 

- Nur ein Drittel hält die Heilige Schrift noch für heilig

 

- 43 Prozent glauben noch an die Allmacht Gottes,

 

- An die zentrale biblisch-theologische Aussage der Erbsünde glauben nur noch 13 Prozent

der befragten Pfarrer.

 

- Mit einem Jüngsten Gericht rechnet nur noch ein Drittel dieser Pastoren.

 

Ich greife mal einen Punkt heraus:

 

- 43 Prozent glauben noch an die Allmacht Gottes,

 

 

Ich gehe davon aus, dass es einige Pfarrer gibt, die den diesbezüglichen Umfragesatz falsch verstanden haben, ihre Brille wieder mal in der Kirche liegengelassen hatten, mit ihrem Gott ein paar Stunden (aus welchen Gründen auch immer) haderten und genau in diese Zweifelstunden kam die Umfrage geflattert und es ja überall Miesmacher gibt, welche dazu führen, an die Ergebnisse zu zweifeln. Ich möchte diese Dinge hier durchaus einfließen lassen und erhöhe die Prozentzahl auf 67%, die noch an die Allmacht Gottes glauben.

 

Ein Drittel der aktiven Pfarrer glaubt nicht mehr an die Allmacht Gottes.

 

Meine Frage an die Gläubigen:

 

Wie geht ihr mit der Tatsache, und zwar nicht nur Sonntags, um, dass jeder dritte Pfarrer nicht mehr an die Allmacht Gottes glaubt, sie aber letztendlich verkündet und Sonntags predigt? Da ihr nicht wisst wer es ist, müsstet ihr auch hier glauben. Ich kann mir aber vorstellen, dass zumindest ein mulmiges Gefühl entstehen könnte, da keiner weiß, ob es bei seinem Pfarrer zutrifft.

 

 

mfg

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Rückfrage: Geht es hier um katholische oder evangelische Pfarrer? Oder beide?

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Wie geht ihr mit der Tatsache, und zwar nicht nur Sonntags, um, dass jeder dritte Pfarrer nicht mehr an die Allmacht Gottes glaubt, sie aber letztendlich verkündet und Sonntags predigt? Da ihr nicht wisst wer es ist, müsstet ihr auch hier glauben. Ich kann mir aber vorstellen, dass zumindest ein mulmiges Gefühl entstehen könnte, da keiner weiß, ob es bei seinem Pfarrer zutrifft.

 

 

mfg

 

Der Autor: http://www.klaus-peter-joerns.de/ ist protestantischer Ruhestandspastor und hat eine Weile an einer Berliner Hochschule gelehrt. Seine Erkenntnisse betreffen nicht die katholische Kirche. Daß es bei den Protestanten möglicherweise so ist, würde mich nicht überraschen, betrift mich aber nicht. Grüße, KAM

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Franciscus non papa

nun - unabhängig davon, ob es sich um ev. oder kath. pfarrer handelt, finde ich das ergebnis, sollte es denn auf seriöse weise zustandegekommen sein, erschreckend.

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Seine Erkenntnisse betreffen nicht die katholische Kirche. Daß es bei den Protestanten möglicherweise so ist, würde mich nicht überraschen, betrift mich aber nicht. Grüße, KAM

 

Bei den Katholen gibts keine Probleme diesbezüglich? Wäre doch zumindest denkbar, oder?

 

Lieber kam,

 

es schaut ein klein wenig wie die Vogel-Strauß-Taktik aus, oder?

 

 

 

mfg

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nun - unabhängig davon, ob es sich um ev. oder kath. pfarrer handelt, finde ich das ergebnis, sollte es denn auf seriöse weise zustandegekommen sein, erschreckend.

 

Bei Katholiken würde es mich erschrecken, aber warum bei Protestanten? Die haben doch kein Lehramt und das menschliche Gewissen als letzte Glaubensquelle ist halt ein weites Feld. Grüße, KAM

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Hier (link) noch ein längeres Interview von Joerns mit dem BR.

 

Die ev. Pfarrer müssen nicht "heucheln", da sagen u.U. viele, was sie glauben und was nicht.

Das würde mich freuen, wenn viele nicht heucheln, aber was ist mit den anderen und wie nehmen es die Gläubigen auf, wenn der Pfarrer auf der Kanzel Jenes und im persönlichen Gespräch Dies predigt.

 

 

Ich möchte hier nicht Zwietracht säen, sondern sehe ernsthaft ein Problem; könnte das Problem nicht gelöst werden, indem man Pfarrern einen sofortigen bezahlten Ruhestand anbietet, wenn sie durch Glaubenszweifel sich nicht mehr in der Lage sehen, ihre Arbeit ohne heucheln nachzugehen?

 

 

mfg

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Seine Erkenntnisse betreffen nicht die katholische Kirche. Daß es bei den Protestanten möglicherweise so ist, würde mich nicht überraschen, betrift mich aber nicht. Grüße, KAM

 

Bei den Katholen gibts keine Probleme diesbezüglich? Wäre doch zumindest denkbar, oder?

 

Lieber kam,

 

es schaut ein klein wenig wie die Vogel-Strauß-Taktik aus, oder?

 

 

 

mfg

 

Katholische Priester müssen ihr ganzes weltliches Leben den Anforderungen ihres Amtes aufopfern. Warum sollten die das tun, wenn sie nicht gläubig wären? Grüße, KAM

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...eine Umfrage auch unter Pfarrern nach dem, was sie glauben. Sie wurde von dem praktischen Theologen Klaus-Peter Jörns durchgeführt (publiziert 1996) und hatte folgendes Ergebnis:

 

- Nur noch, zwei Drittel der Gemeindepfarrer erkennt Jesus Christus das Gottesprädikat zu.

 

- Nur ein Drittel hält die Heilige Schrift noch für heilig

 

- 43 Prozent glauben noch an die Allmacht Gottes,

 

- An die zentrale biblisch-theologische Aussage der Erbsünde glauben nur noch 13 Prozent

der befragten Pfarrer.

 

- Mit einem Jüngsten Gericht rechnet nur noch ein Drittel dieser Pastoren.

 

Rita Kimmkorn: Glauben Sie, dass Gott die Erde in sieben Tagen erschaffen hat und dass alles so ist, wie es in der Bibel steht?

Pfarrer: Nein, eine Wortwörliche Bibelinterpretation ist nicht ...

Rita Kimmkorn (hakt bei: "Hält Bibel nicht für heilig" ab): Glauben Sie, dass Gott ein hölzernes Eisen erschaffen kann, also über alle Natur- und Logikgesetze erhaben ist?

Pfarrer: Natürlich nicht. So einfach ist das nicht. Die Vorstellung von Allmacht bezieh...

Rita Kimmkorn (hakt bei: "Glaubt nicht an die Allmacht Gottes" ab): Danke, danke. Glauben Sie, dass man Babys zurecht in ungeweihter Erde begraben hat, weil sie mit der Erbsünde behaftet sind? Glauben sie an die Erbsünde?

Pfarrer: Da hat die Kirche Kindern und Eltern viel Elend...

Rita Kimmkorn: Sagen sie einfach ja oder nein. Dein Ja soll ein Ja und dein Nein ein Nein sein. Erbsünde.

Pfarrer: Also in diesem Sinne ganz sicher: Nein.

Rita Kimmkorn (Hakt bei: "Glaubt nicht an die Erbsünde" ab): Glauben Sie, dass Gott alle Menschen vor sich versammelt, die bösen ins ewige Feuer wirf und die guten in den Himmel führt?

Pfarrer: Vielleicht sollten wir mal darüber reden ...

Rita Kimmkorn: Die Antwortmöglichkeiten sind ja, nein und "keine Stellungnahme"

Pfarrer (schaut zum Himmel und bittet, dass diese Plage ein Ende findet): Nein.

Rita Kimmkorn (hakt bei: "Glaubt nicht an das jüngste Gericht" ab): Nach der Gottsohnschaft Jesu brauche ich Sie wohl gar nicht mehr zu fragen. Oder?

Pfarrer: Nein, gewiss nicht. Einen schönen Tag noch.

Rita Kimmkorn (hakt bei "Glaubt nicht an Jesu Gottsohnschaft ab"): Ja, das war's dann auch schon. Sie liegen voll im Trend. Die meisten ihrer Kollegen ...

Pfarrer: Haben ihnen auch so geantwortet und geschaut, dass die Befragung ein Ende fand.

Rita Kimmkorn: Ja, unhöflich waren sie alle. Eben so wie Sie. Guten Tag.

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Hier (link) noch ein längeres Interview von Joerns mit dem BR.

 

Die ev. Pfarrer müssen nicht "heucheln", da sagen u.U. viele, was sie glauben und was nicht.

Das würde mich freuen, wenn viele nicht heucheln, aber was ist mit den anderen und wie nehmen es die Gläubigen auf, wenn der Pfarrer auf der Kanzel Jenes und im persönlichen Gespräch Dies predigt.

 

 

Ich möchte hier nicht Zwietracht säen, sondern sehe ernsthaft ein Problem; könnte das Problem nicht gelöst werden, indem man Pfarrern einen sofortigen bezahlten Ruhestand anbietet, wenn sie durch Glaubenszweifel sich nicht mehr in der Lage sehen, ihre Arbeit ohne heucheln nachzugehen?

 

 

mfg

 

In deinem Beitrag steht schon wieder zwei Mal "heucheln". B)

 

Die wenigen ev. Pfarrer meines Bekanntenkreises predigen nicht flammend über das Jüngste Gericht und erklären privat beim Wein, sie glauben da nicht dran. Sondern die Gemeinde - sofern interessiert - kennt meist die speziellen Ansichten des Pfarrers. Und manchmal bekommen sie sie auch zu hören, von der Kanzel oder so.

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Seine Erkenntnisse betreffen nicht die katholische Kirche. Daß es bei den Protestanten möglicherweise so ist, würde mich nicht überraschen, betrift mich aber nicht. Grüße, KAM

 

Bei den Katholen gibts keine Probleme diesbezüglich? Wäre doch zumindest denkbar, oder?

 

Lieber kam,

 

es schaut ein klein wenig wie die Vogel-Strauß-Taktik aus, oder?

 

 

 

mfg

 

Katholische Priester müssen ihr ganzes weltliches Leben den Anforderungen ihres Amtes aufopfern. Warum sollten die das tun, wenn sie nicht gläubig wären? Grüße, KAM

 

Dein Argument trifft darauf zu, dass kaum Menschen Priester werden, ohne zu glauben. Es trifft aber nicht auf die zu, die irgendwann ihren Glauben verlieren. Vielleicht macht ihnen der Umgang mit den Menschen Spaß und die Tätigkeit in einer Gemeinde erfüllt sie, und sie haben keine Lust, dies aufzugeben, nur weil sie nicht mehr hinter allen Glaubenssätzen (und davon gibt es im Katholizismus ja eine ganze Menge) stehen.

Es gibt auch einen Trivialroman, der ganz lustig zu lesen war, in dem es um einen Priester geht, der ins Priesteramt hineingewurschtelt wird, ohne jemals an Gott zu glauben und dennoch riesigen Erfolg in seiner Gemeinde hat, seine priesterliche Tätigkeit findet - genretypisch - mit dem Zusammentreffen mit einer Frau ein Ende. Leider habe ich vergessen, wie das Buch heißt.

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Ich halte so wie sie hier widergegeben wird, die ganze Umfrage für eine Null Aussage

 

Z.B. Was bedeutet die Allmacht Gottes?

Dass er Wunder wirkt und Pater Pio durch die Luft sausen läßt.....das glaube ich persönlich auch nicht....

Man kommt sonst letztlich zu dem berühmten "Beweis" gegen die Allmacht:

Gott ist allmächtig.....er kann also einen Stein schaffen, der so groß ist, dass ih niemand mehr wegwälzen kann.......kann Gott einen Stein schaffen, den er selbst nicht mehr wegwälzen kann.

Man müßte also erklären, was der die Aussage "Gott ist allmächtig" eigentlich bedeuten soll

 

Oder: Halten sie die hl Schrift für heilig.....was "heilig" in diesem Zusammenhang bedeuten ausser ein schmückendes Beiwort .....denn "Gott allein ist heilig......heilige Schrift bedeutet jedenfalls nicht, dass die Schrift unfehlbar und der menschlichen Deutung entzogen ist......es bedeutet nicht, dass ich ausserhalb der Kirche stehe, wenn ich die biblischen Wunder symbolisch deute.....nicht glaube, dass die von Jesus ausgetriebenen Dämonen keinen Unterteufelchen sind, sondern psychische Störungen die Jesus durch Liebe geheilt hat.

 

Oder was bedeutet die Erbsünde........sicher wohl nicht, dass Gott die Menschen wegen einer vergleichbaren Nebbichkeit, wie das Essen eines Apfels in Sippenhaftung genommen hat........sondern eher, dass der Mensch entgegen seiner Gottesebenbildlichkeit grundsätzlich bereit ist auch Böses zu tun.

Erbsünde bedeutet auch längst nicht mehr, dass jeder Ungetaufte nicht "in den Himmel kommen kann"......

 

Solche Ergebnisse bringt man eben locker auch unter Katholiken zu Stande, wenn man das betreibt was ich immer Worthülsentheologie nenne und einfach bestimmte Begriffe hinknallt und keine Erklärung gibt was mit solchen Begrifflichkeiten gemeint sein kann.

 

Wenn man auf solcher Grundlage z.B. den KKK abfragte käme man sicher zu ähnlichen Ergebnissen

Edited by wolfgang E.
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Hier (link) noch ein längeres Interview von Joerns mit dem BR.

 

Die ev. Pfarrer müssen nicht "heucheln", da sagen u.U. viele, was sie glauben und was nicht.

Mir fällt da etwa der Auferstehungsleugner Gerd Lüdemann ein.
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Hier (link) noch ein längeres Interview von Joerns mit dem BR.

 

Die ev. Pfarrer müssen nicht "heucheln", da sagen u.U. viele, was sie glauben und was nicht.

Mir fällt da etwa der Auferstehungsleugner Gerd Lüdemann ein.

Wen wundert es, dass das das Einzige ist, was Dir einfällt B)

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Ich halte so wie sie hier widergegeben wird, die ganze Umfrage für eine Null Aussage

 

Z.B. Was bedeutet die Allmacht Gottes?

Dass er Wunder wirkt und Pater Pio durch die Luft sausen läßt.....das glaube ich persönlich auch nicht....

Man kommt sonst letztlich zu dem berühmten "Beweis" gegen die Allmacht:

Gott ist allmächtig.....er kann also einen Stein schaffen, der so groß ist, dass ih niemand mehr wegwälzen kann.......kann Gott einen Stein schaffen, den er selbst nicht mehr wegwälzen kann.

Man müßte also erklären, was der die Aussage "Gott ist allmächtig" eigentlich bedeuten soll

 

Oder: Halten sie die hl Schrift für heilig.....was "heilig" in diesem Zusammenhang bedeuten ausser ein schmückendes Beiwort .....denn "Gott allein ist heilig......heilige Schrift bedeutet jedenfalls nicht, dass die Schrift unfehlbar und der menschlichen Deutung entzogen ist......es bedeutet nicht, dass ich ausserhalb der Kirche stehe, wenn ich die biblischen Wunder symbolisch deute.....nicht glaube, dass die von Jesus ausgetriebenen Dämonen keinen Unterteufelchen sind, sondern psychische Störungen die Jesus durch Liebe geheilt hat.

 

Oder was bedeutet die Erbsünde........sicher wohl nicht, dass Gott die Menschen wegen einer vergleichbaren Nebbichkeit, wie das Essen eines Apfels in Sippenhaftung genommen hat........sondern eher, dass der Mensch entgegen seiner Gottesebenbildlichkeit grundsätzlich bereit ist auch Böses zu tun.

Erbsünde bedeutet auch längst nicht mehr, dass jeder Ungetaufte nicht "in den Himmel kommen kann"......

 

Solche Ergebnisse bringt man eben locker auch unter Katholiken zu Stande, wenn man das betreibt was ich immer Worthülsentheologie nenne und einfach bestimmte Begriffe hinknallt und keine Erklärung gibt was mit solchen Begrifflichkeiten gemeint sein kann.

 

Wenn man auf solcher Grundlage z.B. den KKK abfragte käme man sicher zu ähnlichen Ergebnissen

Nun, über die Bedeutung von BEgriffen kann sich natürlich immer weidlich streiten. ABer wenn ich Aussagen ablehne, die im Glaubensbekenntnis vorkommen ("allmächtigen Gott"- heisst bei den evangelischen übrigens genau so!), dann kann ich mich nicht mehr darauf berufen, dass ich eigentlich nur das ablehne, was manche fälschlicherweise darunter verstehen, sondern da muss ich Zeugnis ablegen und darlegen, was das Glaubensbekenntnis meint. Und wenn es nur JA oder NEIN gibt, muss ich eben JA sagen!
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Und wenn es nur JA oder NEIN gibt, muss ich eben JA sagen!

 

Wieso gibt es nur Ja und Nein. Vielleicht erklärst Du anstatt Phrasen zu dreschen, was Du unter den von mir angeführten begriffen verstehst....

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Und wenn es nur JA oder NEIN gibt, muss ich eben JA sagen!

 

Wieso gibt es nur Ja und Nein. Vielleicht erklärst Du anstatt Phrasen zu dreschen, was Du unter den von mir angeführten begriffen verstehst....

 

Gerne:

 

1.) Allmacht Gottes: Alle Macht geht von Gott aus, es gibt keine Macht, die nicht von ihm ausgeht und von ihm verliehen wird.

Allmacht Gottes heißt nicht, dass Gott "alles machen" kann, das wäre Nominalismus!

 

2.) Heilig:Heißt vom hebräischen Ursprung her: zu Gott gehörig, alles, was einen Bezug zu Gott hat oder ihm geweiht ist, ist "heilig". Das können Gegenstände, aber auch Menschen sein.

 

3.) Erbsünde: In der Lehre von der Erbsünde drückt sich das Bewusstsein aus, dass Menschen in STrukturen und Abhängigkeiten der Sünde gefangen sind ohne ihr eigenes Zutun. Das unterscheidet die ERbsünde von der persönlichen Sünde, die dem eigenen Wollen entspringt.

 

Man könnte das natürlich noch differenzieren, aber für ein erstes VErständnis, glaube ich, reicht es. Ich habe jetzt bewusst (und dir zu Liebe) nicht im KAtechismus nachgeschlagen, sondern einfach geschrieben, was mir spontan dazu einfiel.

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Und wenn es nur JA oder NEIN gibt, muss ich eben JA sagen!

 

Wieso gibt es nur Ja und Nein. Vielleicht erklärst Du anstatt Phrasen zu dreschen, was Du unter den von mir angeführten begriffen verstehst....

 

Gerne:

 

1.) Allmacht Gottes: Alle Macht geht von Gott aus, es gibt keine Macht, die nicht von ihm ausgeht und von ihm verliehen wird.

Allmacht Gottes heißt nicht, dass Gott "alles machen" kann, das wäre Nominalismus!

 

2.) Heilig:Heißt vom hebräischen Ursprung her: zu Gott gehörig, alles, was einen Bezug zu Gott hat oder ihm geweiht ist, ist "heilig". Das können Gegenstände, aber auch Menschen sein.

 

3.) Erbsünde: In der Lehre von der Erbsünde drückt sich das Bewusstsein aus, dass Menschen in STrukturen und Abhängigkeiten der Sünde gefangen sind ohne ihr eigenes Zutun. Das unterscheidet die ERbsünde von der persönlichen Sünde, die dem eigenen Wollen entspringt.

 

Man könnte das natürlich noch differenzieren, aber für ein erstes VErständnis, glaube ich, reicht es. Ich habe jetzt bewusst (und dir zu Liebe) nicht im KAtechismus nachgeschlagen, sondern einfach geschrieben, was mir spontan dazu einfiel.

Danke, da sind wir ziemlich auf der gleichen Linie.

Wenn man so wie Du es jetzt getan hast differenziert, dann sieht man dass meine Aussage von der Null Nummer nicht so falsch ist und dass mit Ja und Nein Anworten nichts zu gewinnen ist. (OT genau diese Ja und Nein Antworten sind´es die den KKK zu unnütz machen)

Edited by wolfgang E.
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Bei Katholiken würde es mich erschrecken, aber warum bei Protestanten? Die haben doch kein Lehramt und das menschliche Gewissen als letzte Glaubensquelle ist halt ein weites Feld.

Bei den Katholiken wäre die Umfrage nur deshalb weniger erschreckend, weil die Dunkelziffer deutlich höher ist. Die verlieren ja ihre Existenz, wenn sie ihren Unglauben zugeben.

 

Und das Lehramt sorgt doch nur für noch größere Glaubenszweifel, weil das gebilde, an das man glauben soll, noch viel abwegiger ist.

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Ich muss ganz offen zugeben, dass es mich weniger stört, wenn Pfarrer auch Glaubensschwierigkeiten haben (zumal man - das sage ich als Theologin - nach einem Theologiestudium vieles sehr viel differenzierter sieht, als die Leute, die solche Umfragen starten), viel mehr stören mich Pfarrer, die mit ihrer Haushälterin doch ein sehr enges Verhältnis haben (schön ausgedrückt, oder?), die ein Doppelleben in irgendwelchen Bars, Parkplatzkontakten etc. führen. Wohlgemerkt: Ich sage nicht, dass alle dies tun, ich sage nur, dass mir dies viel problematischer scheint und es mir viel schwieriger macht, ihnen zu vertrauen.

 

Laura

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nun - unabhängig davon, ob es sich um ev. oder kath. pfarrer handelt, finde ich das ergebnis, sollte es denn auf seriöse weise zustandegekommen sein, erschreckend.

 

Bei Katholiken würde es mich erschrecken, aber warum bei Protestanten? Die haben doch kein Lehramt und das menschliche Gewissen als letzte Glaubensquelle ist halt ein weites Feld. Grüße, KAM

Aus diesem Grunde bin ich von Herzen dankbar für das Lehramt der Kirche und die Glaubensdogmen. Man erkennt daran sehr schnell die schwarzen Schafe, was ich natürlich nicht im negativen Sinne meine.

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Ich möchte hier nicht Zwietracht säen, sondern sehe ernsthaft ein Problem; könnte das Problem nicht gelöst werden, indem man Pfarrern einen sofortigen bezahlten Ruhestand anbietet, wenn sie durch Glaubenszweifel sich nicht mehr in der Lage sehen, ihre Arbeit ohne heucheln nachzugehen?

Und du zahlst zur Finanzierung dieser Massenrente eine freiwillige Abgabe, oder ?

 

Die Idee ist etwa so schlüssig, wie wenn BMW den Wiedeking abwerben wollte, und Porsche schickt ihn auf eigene Kosten in den Ruhestand, damit er nicht nach München geht.

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