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Two-Boys-Mum

Beichte bei Erstkommunionkindern

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OneAndOnlySon
Kann irgendjemand nachvollziehen, warum ich TBM's letzte Postings bei allem Verständnis für ihre Situation im Großen und Ganzen schlichtweg zum k***** finde?
Klär mich mal auf.

 

Ich finde es gut, dass sie versucht in ihrer Gemeinde etwas zu ändern und nicht einfach davon läuft. Man kann nur etwas erreichen, wenn man im System bleibt.

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Flo77
Zum einen ist die eigentliche Messe immer gleich, das langweilt die Kinder und offen gesagt, verstehen sie auch nicht wirklich um was es geht und ich finde es auch langweilig.

 

Das sollte der Maßstab sein an dem die Kirche sich messen muss und das sind die Menschen die sie gewinnen will.

 

 

Ich habe den Verdacht, dass sie in Wahrheit kein Interesse hat. Sie 3-5 Kinder, die von Eltern in die Kirche geschleppt werden und übrigbleiben für zukünftige Messdienerrekrutierung sind scheinbar genug und es sind die Kinder (tschuldigung dass ich das sage) die von ihren Eltern kein alternatives Freizeitprogramm erwarten können. Ich kenne sie alle.

 

Bei allem Respekt für ihr Engagement, aber es wäre vorallem ihr Job als Katechetin den Kinder zum einen beizubringen, was in der Messe passiert, wie sie abläuft und warum wir was wie machen - nur wenn einen das selbst nicht interessiert oder dafür nur Häme übrig hat habe ich dafür keinerlei Verständnis.

 

Zumal ich nicht überzeugt bin, daß ihr Aktionsgeist weit über die Erstkommunion ihrer Kinder hinaus reichen wird. Vmtl. taucht sie in 6/7 Jahren wieder hier auf und beschwert sich weil all die schönen Sachen die sie angeleiert hat in den Jahren in denen sie selbst mal wieder abwesend war eingeschlafen sind oder nicht mehr ihren Vorstellungen entsprechen.

 

Gebe Gott, daß ich mich irre und ihr gnadenlos Unrecht tue.

Edited by Flo77

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Julius
Zum einen ist die eigentliche Messe immer gleich, das langweilt die Kinder und offen gesagt, verstehen sie auch nicht wirklich um was es geht und ich finde es auch langweilig.

 

Das sollte der Maßstab sein an dem die Kirche sich messen muss und das sind die Menschen die sie gewinnen will.

 

 

Ich habe den Verdacht, dass sie in Wahrheit kein Interesse hat. Sie 3-5 Kinder, die von Eltern in die Kirche geschleppt werden und übrigbleiben für zukünftige Messdienerrekrutierung sind scheinbar genug und es sind die Kinder (tschuldigung dass ich das sage) die von ihren Eltern kein alternatives Freizeitprogramm erwarten können. Ich kenne sie alle.

 

Bei allem Respekt für ihr Engagement, ...

 

Mir geht es ähnlich und ich frage mich, wo TBM lebt, dass ich, wenn auch aus gewisser Distanz, manches ganz anders wahrnehme.

 

Die Klagen über die Interesselosigkeit vieler Eltern, die selbst nicht in die Kirche gehen und ihre Kinder nicht zum Gottesdienstbesuch anhalten, die sind auch hier nicht zu überhören. Dass die Mehrzahl der Kinder nach der Erstkommunion erstmal nicht mehr und bei der Firmung nicht mehr alle gesichtet werden, ist auch hier Gesprächsstoff. Sagte doch vor nicht allzu langer Zeit ein Pastoralreferent, man müsse klar sehen, dass die Firmung heute sogar für viele der rituell vollzogene Kirchenaustritt sei, oder so.

 

Trotzdem lese ich alle Jahre wieder, ein halbes Jahr nach der Erstkommunion, dass 10, 15 oder sogar 20 neue Ministrantinnen und Ministranten vorgestellt werden, die von der Erstkommunion "hängen" geblieben sind, und da ich immer mal wieder den einen oder die andere kenne, weiss ich auch, dass einige von ihnen ganz sicher nicht von den Eltern zum Besuch der Gottesdienste oder zur Übernahme des Ministrantendienstes motiviert werden. Anders ist auch die Masse der Ministranten nicht erklärbar, die die Kirchengemeinden bei größeren Feierlichkeiten aufbieten. Sicher nicht zu Unrecht vermute ich, dass diese Ministranten sich nicht alleine als Messdiener engagieren, sondern daneben später noch einen großen Teil der Jugendarbeit tragen.

 

Woran das liegen mag? Ich weiss es nicht.

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Flo77

Nun - ich weiß jedenfalls, daß sollte ich jemals nochmal eine Firmgruppe leiten sollen ich, wenn es irgendwie von den Planungsorganen genehmigt wird, als Termin Sonntags zwischen der ersten und der letzten Messe im Pfarrverband nehmen werde - erst Messe und dann Stunde oder umgekehrt.

 

Und dann wenigstens ein halbes oder ein ganzes Jahr jeden oder wenigstens jeden zweiten Sonntag im Monat.

 

Aber ich fürchte, da formieren sich dann wieder ganz andere Widerstände...

 

(Meiner eigenen Zeitplanung käme das so ohnehin extrem entgegen.)

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OneAndOnlySon
Woran das liegen mag? Ich weiss es nicht.
An der Aktivität, würde ich vermuten. Kinder sind gerne selbst aktiv und wollen mitgestalten. Deswegen sind oft Ministranten fast die einzigen Kinder und Jugendlichen, die man im Gottesdienst sieht. Mein eigener Ministrantendienst war der beste Zugang zur Heiligen Messe, den ich mir wünschen könnte. Noch heute denke ich manchmal mit Sehnsucht daran zurück, als ich noch selbst liturgisch am Altar aktiv war. Meiner Meinung nach muss man, wenn man auf die Anwesenheit von Kindern in der Messe wert legt, diese auch in das Geschehen mit einbinden. Bei Ministranten ist das einfach, weil diese ihre festen Aufgaben haben. Bei den Kindern in der Gemeinde wird es schon schwieriger. Die Gebete, die gesprochen werden, sind Gebete von und für Erwachsene. Man sollte also versuchen, auch den Kindern das Beten zu ermöglichen. Die Lesungen sind in einer für Kinder schwer verständlichen Sprache gehalten. Man muss also den Kindern auch das Verstehen ermöglichen. Wenn sie dann noch z.B. im Rahmen der Gabenbereitung aktiv werden können, indem sie zuvor gemalte Bilder an den Altar bringen dürfen, ist schonmal viel erreicht. Was ich aber nicht akzeptiere ist, Kinder zu einer Messe für Erwachsene zu zwingen. Die Kirche will von den Kindern etwas (nämlich Zukunft) und nicht umgekehrt. Somit ist die Kirche in der Bringschuld. Eine Erwartungshaltung a la "Wenn ihr zur Kommunion wollt, dann müsst ihr..." ist unangebracht.

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OneAndOnlySon
Zum einen ist die eigentliche Messe immer gleich, das langweilt die Kinder und offen gesagt, verstehen sie auch nicht wirklich um was es geht und ich finde es auch langweilig.

Das ist traurig aber mit großer Wahrscheinlichkeit die Wahrheit. Ich finde es gut, wenn TBM das offen sagt. Man kann wohl kaum erwarten, dass jeder Katholik sich in der gleichen liturgischen Form beheimatet fühlt. Sei er Katechet oder nicht.

Das sollte der Maßstab sein an dem die Kirche sich messen muss und das sind die Menschen die sie gewinnen will.

Wenn die Kirche heutige Kinder und ihre Eltern nicht nur kurzfristig während der Erstkommunionvorbereitung binden will, müssen sich die Gemeinden wirklich etwas einfallen lassen. "Take it or leave it" haut da wohl nicht hin.

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Maple
Um einen schönen Gottesdienst zu bekommen, der mir gefällt, da muss ich mich sehr anstrengen, selbst gestalten (wenn man mich läßt) oder weit fahren.

 

Die Kinder sagen es frank und frei, dass sie es langweilig und doof finden, und wenn sie es nicht sagen, dann zeigen sie es durch ihr Verhalten im Gottesdienst.

 

Das sollte der Maßstab sein an dem die Kirche sich messen muss und das sind die Menschen die sie gewinnen will.

 

Unsere Sonntage gestalten sich sehr gut und interessanter für die Kinder auch ohne Gottesdienst. Wir gehen im Sommer klettern, Fossilien suchen, in Hochseilgärten, Floß fahren, zelten, schwimmen, Burgen besichtigen und viele andere Dinge. Meine Kinder vor die Wahl gestellt wo sie lieber hinwollen: Früh losfahren für den Hochseilgarten (für den es Abfahrt nach dem Gottesdienst zu spät ist), oder schon Samstags früh zum zelten, oder zum Gottesdienst, da weiss ich die Antwort schon vorher.

 

Ich habe aber auch nur eine Kindheit für meine Kinder die ich mit ihnen schön verleben kann. In meinen Träumen, als ich noch keine Kinder hatte, habe ich mich immer outdoor bei spannenden Abenteuern mit meinen Kindern gesehen, vom Kirchgang mit ihnen habe ich nie geträumt.

 

Das stimmt da hast du sicher recht. Ich habe das auch gemacht und bin jahrelang woanders hin geflüchtet. Aber besser finde ich, den "Kampf" aufzunehmen und etwas zu verändern. Etwas mühselig, langer Atem erforderlich, man stößt auf extreme Widerstände, aber da bin ich unnachgiebig zumindest diesmal. Mein Kind soll es schöner haben, drum will ich jetzt verändern.

 

Für meine Kinder habe ich schon so manches gestemmt und ich bin überzeugt, dass auch diesmal sich alles zum Guten wendet. Ein paar Fürsprecher habe ich schon, im September war ich noch bei Null. Also nur Flucht nach vorne!

Ui, irgendwie habe ich vorhin nicht alles erwischt. Irgendwie verstehe ich das nämlich nicht ganz. Auf der einen Seite willst Du etwas verändern, weil es Dir so wie es jetzt ist nicht gefällt. Auf der anderen Seite willst Du nicht woanders hingehen und bist eigentlich nicht oft da, da für Dich ein Sonntag sonstwo schöner ist und Du keine Möglichkeiten für einen Gottesdienstbesuch siehst (die es aber sicherlich gibt). Ich sehe zwischen den 2 Postings einen Widerspruch.

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Maple
Ich bin mir ja nicht so sicher, ob die Eltern, wenn sie selbst seit längerem nicht mehr in der Kirche waren, ihren Kindern die Messe erklären können. Selbst viele regelmäßige Gottesdienstbesucher können das nicht.

Leider. Teilweise werden ja schon entsprechende Angebote zur Erwachsenenbildung gemacht (oft sehr wenige) und diese sind auch nicht gut besucht. Vielleicht ist die 2-Stufen-Taufe ja doch eine Chance fernstehenden Eltern die Kirche wieder näherzubringen, wenn es entsprechend umgesetzt wird.

Zum Anderen möchte ich das mal erleben, dass Eltern für ihre Kindern während der Messe ständig das Geschehen kommentieren und die Predigt übersetzen. Spätestens nach fünf Minuten erklingt da auf Garantie das erste "Schhhhh" von anderen Messbesuchern.

Ich habe das mal erlebt. Allerdings waren die Kinder so zwischen 2-4 (da wird halt mehr das Geschehen und das warum nur in Ansätzen erklärt) und haben auch nicht großartig gefragt und die Eltern konnten recht gut flüstern, aber es war schon beeindruckend wie aufmerksam sie die "normale" Messe verfolgt haben. Sicherlich werden sich einige Messbesucher die Hälse verdrehen usw., aber ich denke mir immer, daß man sich als Erwachsener schon auf das Wesentliche konzentrieren können sollte. Außerdem sind das die ersten die sich aufregen, wenn die Kinder nicht mehr in die Kirche kommen - einfach ignorieren solche Leute.

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Two-Boys-Mum

Also,

 

jetzt hole ich nochmal aus:

 

Erst mit der Einladung zum Kommunionunterricht meines Sohnes bin ich nach jahrzehntelanger latenter Kirchenabstinenz wieder eingestiegen. Ich war früher sehr engagiert in der Kirche und sie zieht mich ja auch in gewisser Weise an. Also habe ich mit einer kirchenfernen Freundin, deren Sohn ebenfalls zu Kommunion geht, nach langer Überredung eine Katechetengruppe übernommen.

 

Augenfällig ist für mich die Tatsache, dass es heute noch schlechter ist als vor 25 Jahren: Da gab es noch Stadtjugendgottesdienste, andere Liturgieformen, die gibt es heute nicht mehr, es gab viel mehr Engagement und auch Veranstaltungen aller Art für Kinder und Jugendliche (Schola, Gruppenstunden, Ausfahrten, soziale Engagements) heute alles nicht mehr da.

 

Das finde ich traurig, für meine Kinder, aber auch für mich. Wie schon 1000 mal gesagt, gefallen mir die alten Lieder aus dem GL ganz und gar nicht und ich finde den Rahmen der Messe auch für mich nicht sooo spannend. Jedenfalls wundere ich mich über andere, denn die gehen da wie die Herde Schafe unverdrossen hin.

 

Ich lasse mich auch nicht gerne vom Pfarrer in der Predigt in irgendeine Richtung beeinflussen, ich bilde mir lieber selbst ein Urteil, dazu brauche ich keinen der es mir vorkaut. Vielleicht brauchen das die anderen, keine Ahnung.

 

Es ist bei mir eben nicht so, dass ich Sonntags wie ferngesteuert automatisch in die Kirche renne, im Gegenteil, wirft es doch meine Sonntagsplanung völlig durcheinander. Es fehlt mir nix, wenn ich nicht hingehe.

 

Und meine Kinder, die ich dann hinschleppe, finden es auch nicht schön (dass ich es langweilig finde sage ich ihnen nicht!), sondern im Gegenteil, sie sagen mir dann, dass sie lieber dies oder das unternommen hätten wie vor der Kommunionzeit, denn da sind wir meist Sonntags nach dem Frühstück oder sogar schon Samstags mit Übernachtung aufgebrochen und haben etwas Spannendes gemacht. Und jetzt kommen wir erst um die Mittagszeit wieder heim, da ist es zu spät um irgendwas weiter entferntes zu erobern. Das ist sehr sehr traurig, ich weiss gar nicht wie das im Sommer werden soll. Wenn wir übers Wochenende zum forschen wegfahren, dann sind auch die Vorabendgottesdienste nicht möglich. Ich will mein Leben nicht nach den Uhrzeiten der Kirche leben, ich habe nämlich nur 1 Leben und 1 Kindheit mit meinen Kindern, die ist mir heilig und wertvoll. Ich bin sehr hin und her gezerrt.

 

Die örtlichen Gottesdienste sind für mich bislang nicht spirituell erfüllend, ich suche keine Stunde mit Gott, und ich suche nicht die Gemeinschaft meines Ortes. Bei uns sind ja sogar die Familiengottesdienste doof. Das ist schlimm, deshalb mache ich jetzt beim Familiengottesdienstvorbereitungsteam mit, mal schauen, ob man da was machen kann.

 

Ob ich nach der Kommunion weg bin? Das glaube ich nicht, denn ich habe einen weiteren Sohn, der dann in 2 Jahren zur Kommunion geht. Wenn ich bis dahin was erreichen kann, dann bin ich bestimmt noch da, wenn nicht, dann bin ich danach sicher wieder weg. Aber dann kommt ja die Firmung .....

 

TBM

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laura

Ich kann Dich sehr gut verstehen. Genau die gleichen Erfahrungen mache ich auch - die Gemeinden noch "toter" als vor 25 Jahren, die Messen lieblos "runterzelebriert", in den Predigten Allgemeinplätze, schlechte Orgelmusik, niemand singt mit ... Genau der gleiche Frust.

Ich weiß nicht, ob ich nicht schon weg wäre, wenn mir Glaube nicht einfach sehr viel bedeuten würde. Aber Kirche als gelebte Gemeinschaft? Gottesdienst, der etwas mit meinem Glauben zu tun hat? Absolute Fehlanzeige.

 

Laura

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Elima
Ich kann Dich sehr gut verstehen. Genau die gleichen Erfahrungen mache ich auch - die Gemeinden noch "toter" als vor 25 Jahren, die Messen lieblos "runterzelebriert", in den Predigten Allgemeinplätze, schlechte Orgelmusik, niemand singt mit ... Genau der gleiche Frust.

Ich weiß nicht, ob ich nicht schon weg wäre, wenn mir Glaube nicht einfach sehr viel bedeuten würde. Aber Kirche als gelebte Gemeinschaft? Gottesdienst, der etwas mit meinem Glauben zu tun hat? Absolute Fehlanzeige.

 

Laura

 

Schade, dass ihr das so erleben müsst.

 

Ich kenne es im Regelfall anders. Das heißt natürlich nicht, dass es nicht Dinge gibt, an denen wir auch im Liturgiekreis arbeiten (zum Beispiel die Auswahl der Lieder, da ist schon mal was daneben). Sicher kritisiere ich auch mal die eine oder andere Predigt (im Augenblick gibt es hier keinen Geistlichen, bei dessen Hintreten zum Ambo sich mir schon die Haare sträubten, das gab es auch schon), aber im Ganzen? Dass der Sonntagsgottesdienst nur Last und Frust wäre, könnte ich mit dem bösesten Willen nicht behaupten.

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