Jump to content

Die Protestantisierung der deutschen Katholiken


Georg20

Recommended Posts

Also, wenn man in Deutschland vergleicht, wer wen mehr beeinflusst, dann muss man zugeben, dass der Einfluss evangelisch auf katholisch deutlich stärker ist als umgekehrt. Ich versuche mal aufzulisten:

1) Infragestellung von Lehramt und hierarchischer Struktur der Kirche katholischerseits unter Verweis auf die evangelische Kirche. Als Folge ist ein Zerbrechen der inneren Einheit der katholischen Kirche spürbar, das der protestantischen Zersplitterung nahe zu kommen droht.

2) Dito in Bezug auf Sexualmoral, Ehelehre, Rolle der Frau und Zölibat.

3) Vermehrte Betonung des Wortes vor der Symbolik (wobei ich die Neuentdeckung der Bibel katholischerseits durchaus positiv sehe)

4) Das Bemühen, vor der Welt als "up to date" dazustehen, übernimmt die katholische Kirche mehr und mehr von der evangelischen. Mit allen Chancen und Risiken.

5) Die eher lockere Beteiligung am kirchlichen Leben gleicht sich katholischerseits langsam dem evangelischen Niveau an, auch wenn es noch deutlich davon unterscheidet.

 

Demgegenüber bilden vereinzelte Übernahmen katholischer Symbolik wie Kreuzzeichen und Stola und gelegentliche Heiligenbilder in evangelischen Kirchen samt Entstehung mancher ordensähnlicher evangelischer Gemeinschaften nur ein geringes Gegengewicht.

 

Dazu kommt, dass es in der Außenwirkung so scheint, als sei die katholische Kirche die bei weitem un-ökumenischere, was aber keineswegs der Wirklichkeit entspricht. Nur sind es in beiden Kirchen eben verschiedene Dinge, von denen man keinesfalls abzurücken bereit ist. Was dem Katholiken sein Eucharistieverständnis, ist dem Protestanten seine Lutherbibel.

wenn ich das lese, vermisse ich den guten siri ... WO ist ER?

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Na, du hast heut deinen defätistischen? Grüße, KAM
Nein, meinen realistischen! Aber von meiner katholischen Grundüberzeugung bringt mich diese Entwicklung ja eh nicht ab, denn langfristig wird die katholische Konstanz doch den längeren Atem vor der der evangelischen Anpassung haben. Da bin ich ganz und gar nicht defätistisch.

Worin genau liegt die katholische Konstanz? Trennendes wie römischer Zentralismus mit Kontrolle der Ortskirchen, Unfehlbarkeit des Papstes mit universalem Jurisdiktionsprimat, Pflichtzölibat usw. sind doch alles mittelalterliche oder neuzeitliche Entwicklungen.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Wir müssen vielleicht ganz von vorne anfangen und uns die Frage stellen: Warum haben die Menschen sich Religionen geschaffen?

 

Die Antwort? Weil sie als einzige Lebewesen wissen, dass sie sterben müssen. Und dieses Wissen können sie nicht ertragen ohne an einen Glauben an ein Leben danach.

 

Eine Religion ist also dann gut, wenn sie den Menschen hilft, mit Leid und Sterben fertig zu werden.

 

Welche Religion hier in unserem Land hilft den Menschen aber am besten, mit Leid und Sterben fertig zu werden?

 

Ist es der evangelische oder der katholische Glaube?

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Franciscus non papa

vielleicht wäre es an dieser stelle klug, nicht von katholischem oder evangelischem glauben zu sprechen, sondern vom christlichen glauben, vom glauben an die menschwerdung gottes in jesus, dem christus, der gestorben UND auferstanden ist.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

vielleicht wäre es an dieser stelle klug, nicht von katholischem oder evangelischem glauben zu sprechen, sondern vom christlichen glauben, vom glauben an die menschwerdung gottes in jesus, dem christus, der gestorben UND auferstanden ist.

du schmeißt einfach alles zusammen. keiner erkennt mehr den unterschied, schrecklich.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

×
×
  • Neu erstellen...