Jump to content

Ist falsches Mitgefühl ein Grundproblem der Kirche heute?


Udalricus
 Share

Recommended Posts

Mich hat diese These eines belgischen Philosophen sehr nachdenklich gemacht. Und ich finde, er hat nicht unrecht.

Link to comment
Share on other sites

Mich hat diese These eines belgischen Philosophen sehr nachdenklich gemacht. Und ich finde, er hat nicht unrecht.

 

Wart's ab, bis die Abtreibungistdochnichtsoschlimm-Fraktion hier auftaucht und wieder Gift und Galle spuckt. Das dürfte noch nachdenklicher machen.

 

MfG

Stanley

Link to comment
Share on other sites

Mich hat diese These eines belgischen Philosophen sehr nachdenklich gemacht. Und ich finde, er hat nicht unrecht.

 

Wart's ab, bis die Abtreibungistdochnichtsoschlimm-Fraktion hier auftaucht und wieder Gift und Galle spuckt. Das dürfte noch nachdenklicher machen.

 

MfG

Stanley

 

 

Mich stimmt eher nachdenklich, daß die Geschichte mit den zu exkommunizierenden brasilianischen Ärzten extrem verkürzt wurde. Hatte der Autor des Artikels Angst davor, bei den Lesern "falsches Mitgefühl" zu wecken, wenn er das Alter der Mutter der abgetriebenen Zwillinge und die Umstände, die zu ihrer Schwangerschaft führten, erwähnt hätte?

Link to comment
Share on other sites

Mich hat diese These eines belgischen Philosophen sehr nachdenklich gemacht. Und ich finde, er hat nicht unrecht.

 

Wart's ab, bis die Abtreibungistdochnichtsoschlimm-Fraktion hier auftaucht und wieder Gift und Galle spuckt. Das dürfte noch nachdenklicher machen.

 

MfG

Stanley

 

 

Mich stimmt eher nachdenklich, daß die Geschichte mit den zu exkommunizierenden brasilianischen Ärzten extrem verkürzt wurde. Hatte der Autor des Artikels Angst davor, bei den Lesern "falsches Mitgefühl" zu wecken, wenn er das Alter der Mutter der abgetriebenen Zwillinge und die Umstände, die zu ihrer Schwangerschaft führten, erwähnt hätte?

 

Ich denke nicht, dass es um diesen speziellen Fall ging, sondern um die gängige Abtreibungsmentalität in den westlichen Industrienationen mit christlicher Vergangenheit.

 

MfG

Stanley

Link to comment
Share on other sites

Wo bitte, wird

nachgeburtliche Kindstötung
praktiziert bzw. tolleriert?

 

Außerdem: Wenn es nach dem Willen der Kirche ginge, würden noch viel mehr Kinder (viele von denen, die aus Versehen gezeugt wurden) an Vernachlässigung leiden. Aber die Menschen sind verantwortungsbewusster als die alten Herren in Rom. Sie weigern sich, das strickte Verhütungsgebot zu befolgen.

 

Schatir

Link to comment
Share on other sites

Wo bitte, wird
nachgeburtliche Kindstötung
praktiziert bzw. tolleriert?

 

Außerdem: Wenn es nach dem Willen der Kirche ginge, würden noch viel mehr Kinder (viele von denen, die aus Versehen gezeugt wurden) an Vernachlässigung leiden. Aber die Menschen sind verantwortungsbewusster als die alten Herren in Rom. Sie weigern sich, das strickte Verhütungsgebot zu befolgen.

 

Schatir

 

http://www.google.com/url?q=http://www.tim...kHjIp8MJ-aT8Zww

 

Die Geschichte von Tim, der seine Abtreibung überlebte und seinem Schicksal überlassen wurde.

Der Rest deines Postings ist schlechter Mainstream.

MfG

Stanley

Edited by Stanley
Link to comment
Share on other sites

Mich hat diese These eines belgischen Philosophen sehr nachdenklich gemacht. Und ich finde, er hat nicht unrecht.

Der Mann redet ziemlich wirr.

Ich sehe nicht, wo die Kirche durch "falsches Mitgefühl" für Abtreibung und Kindstötung, für Homoehe und gegen Kondomverbote agieren würde.

 

Werner

Link to comment
Share on other sites

Die Kirche hat aus falschem Mitgefühl die Scheiterhaufen nicht ausreichend verteidigt.

So werden immer mehr Gottlose an der Bekehrung und Sühne gehindert und sogar Unschuldige durch das schlechte Beispiel in Häresien und Apostasien getrieben.

Die werden alle in der Hölle braten.

Die Kirche ist durch falsches Mitleid schuld daran.

Link to comment
Share on other sites

Die These vertritt die Piusbruderschaft auch.

 

Haptsache man hat recht. Denn dann hat man wenigstens recht. Und die anderen haben nicht recht. Aber man selber hat recht. Und das ist wichtig. Denn man muss ja recht haben. Weil dann ist man ja auf der Seite Gottes. Denn Gott hat auch immer recht. Und dann hat man zusammen mit Gott recht und die anderen, die haben nie recht. Und das gibt dann ein saugutes Gefühl.

Link to comment
Share on other sites

Mitgefühl ... das ist doch das Zeugs, was man Homosexuellen geben soll. Neben - wie war das noch - dass man ihnen einen Taktstock um die Ohren hauen soll und so. Das ganze windelweiche Zeugs taugt sowieso nichts. Wer sein Kind liebt, der züchtigt es.

 

Es ist für mich immer wieder auf's Neue erschreckend, mit welchen Methoden Kaltherzigkeit und Grausamkeit gerechtfertigt werden.

Vielleicht sollte man auch Kinder sexuell missbrauchen - natürlich nur als Fördermaßnahme, damit sie gleich mal wissen, wo in dieser Welt der Hase langläuft. Je früher, desto besser.

 

Der Trick des Artikels besteht in der Auswahl. Es gibt Erwachsene, und es gibt Ungeborene. Dann wählt man die Ungeborenen. Auf diese richtet sich die ganze übrig gebliebene Empathie. Das genügt. Basta. Hat man dies erst mal erreicht, kann man die Sache emotional gestalten. Mitgefühl mit Menschen ist eine tiefsitzende Eigenschaft der meisten Menschen. Darauf kann man sie scharf machen zumindest diejenigen, die den ersten Schritt (nämlich das Focusieren) mitgemacht haben. Und mit diesen Emotionen kann man dann gegen die vorgehen, die sowieso nicht im Fokus des Empfindens stehen. Den Müttern, Vätern und Ärzten kann man dann alles Mögliche unterstellen. Ist ja egal: Man hat sie ja als Menschen noch gar nicht wahrgenommen. Sie sind nicht Menschen, sondern Mörder oder Gewalttäter aus niedrigen Motiven oder sonst irgendwas Verwerfliches. Man hat keinen emotionalen Anlass, sie als Menschen zu behandeln, denn die hierfür notwendige Empathie ist auf das Ungeborene gerichtet.

 

Man befindet sich damit übrigens auf demselben Niveau, wie es oft gerade von der anderen Seite aus kommt. Es gibt ja auch Leute, die den Fokus lediglich auf die Väter, Mütter und Ärzte samt Politiker etc. legen. Ansonsten betreiben sie dasselbe Verfahren: Subjektive Entmenschung durch Nichtwahrnehmung und Nicht-Mitgefühl.

 

Der Gipfel des Fokusierens ist, wenn man eine umfassende Empathie sogar als Makel und Bosheit und vor allem als "falsch" darstellt. Mitgefühl ist nur richtig, wenn es sich auf den Richtigen richtet. Und ich befürchte, dass hier nicht nur das Mitgefühl gemeint ist, sondern auch das Verständnis (im Sinne, dass man jemanden versteht, seine Anliegen und Motive und Hirnwindungen kennenzulernen versucht). Dies alles muss man ja gar nicht so ernst nehmen.

 

Und ich Depp dachte immer, dass Verstehen-Verständnis, Mitgefühl, Kommunikationsoffenheit etc. Werte seien. Naja, dann bleib ich eben Depp.

Link to comment
Share on other sites

Mich hat diese These eines belgischen Philosophen sehr nachdenklich gemacht. Und ich finde, er hat nicht unrecht.

 

Wart's ab, bis die Abtreibungistdochnichtsoschlimm-Fraktion hier auftaucht und wieder Gift und Galle spuckt. Das dürfte noch nachdenklicher machen.

 

MfG

Stanley

 

 

Mich stimmt eher nachdenklich, daß die Geschichte mit den zu exkommunizierenden brasilianischen Ärzten extrem verkürzt wurde. Hatte der Autor des Artikels Angst davor, bei den Lesern "falsches Mitgefühl" zu wecken, wenn er das Alter der Mutter der abgetriebenen Zwillinge und die Umstände, die zu ihrer Schwangerschaft führten, erwähnt hätte?

 

Ich denke nicht, dass es um diesen speziellen Fall ging, sondern um die gängige Abtreibungsmentalität in den westlichen Industrienationen mit christlicher Vergangenheit.

 

MfG

Stanley

Warum walzt Schooyans bzw. der kath.net. - Artikel dann genau diesen Fall so breit aus? Das ist genau eine Steilvorlage für diejenigen, die ohnehin der Meinung sind, die Kirche dürfe Abtreibung nicht mehr verbieten.

Link to comment
Share on other sites

Mich stimmt eher nachdenklich, daß die Geschichte mit den zu exkommunizierenden brasilianischen Ärzten extrem verkürzt wurde. Hatte der Autor des Artikels Angst davor, bei den Lesern "falsches Mitgefühl" zu wecken, wenn er das Alter der Mutter der abgetriebenen Zwillinge und die Umstände, die zu ihrer Schwangerschaft führten, erwähnt hätte?

 

Ausschlaggebend sind hier doch eher die Gründe für die Entscheidung, die zum Schwangerschaftsabbruch geführt haben! Der Herr Philosoph aus Belgien nimmt sie genausowenig zur Kenntnis, wie es der inzwischen auf dem Altenteil befindlich brasilianische Erzbischof getan hat! Und auch mir stellt sich die Frage, weswegen genau dieser "Fall" hier so breit ausgewalzt worden ist.

Edited by Julius
Link to comment
Share on other sites

Mich stimmt eher nachdenklich, daß die Geschichte mit den zu exkommunizierenden brasilianischen Ärzten extrem verkürzt wurde. Hatte der Autor des Artikels Angst davor, bei den Lesern "falsches Mitgefühl" zu wecken, wenn er das Alter der Mutter der abgetriebenen Zwillinge und die Umstände, die zu ihrer Schwangerschaft führten, erwähnt hätte?

 

Ausschlaggebend sind hier doch eher die Gründe für die Entscheidung, die zum Schwangerschaftsabbruch geführt haben! Der Herr Philosoph aus Belgien nimmt sie genausowenig zur Kenntnis, wie es der inzwischen auf dem Altenteil befindlich brasilianische Erzbischof getan hat! Und auch mir stellt sich die Frage, weswegen genau dieser "Fall" hier so breit ausgewalzt worden ist.

Das verstehe ich gut!

Weil es hier um den Grundsatz geht, also gerade darum, dass auch "Mitleid" mit einem schwierigen Fall davon keine Abweichung duldet.

Genau das ist doch der Punkt. Hat man hier und dort und da "Mitleid", dann verwässert man die kirchliche Position des absoluten Verbotes.

Link to comment
Share on other sites

Noch ein bisschen was für Udal zum Nachdenken:

 

http://www.kathpress.co.at/content/site/na...base/30867.html

 

daraus:

 

In der Erklärung der Glaubenskongregation von 10. Juli 2009 wurde darauf eingegangen. Zitiert wurde "Evangelium vitae" von Johannes Paul II., und es erfolgte eine Präzisierung. Was die Problematik bestimmter medizinischer Maßnahmen zur Bewahrung der Gesundheit der Mutter betreffe, müsse man genau zwischen zwei Tatbeständen unterscheiden: "Auf der einen Seite den Eingriff, der den Tod des Fötus direkt herbeiführt und manchmal auf unangemessene Weise als 'therapeutische' Abtreibung beschrieben wird, was niemals erlaubt sein kann, da es sich um die direkte Tötung eines unschuldigen menschlichen Wesens handelt; auf der anderen Seite ein Eingriff, der in sich nicht die Abtreibung bezweckt, jedoch als Nebeneffekt den Tod des Kindes zur Folge haben kann".

 

Mehr gibt wohl Evangelium Vitae auch nicht her, eine Abwägung zwischen zwei Toten (den abgetriebenen Zwillingen) und drei Toten (den nicht abgetriebenen Zwillingen und ihrer kindlichen Mutter) kommt da anscheinend nicht vor, ist wohl auch eine Frage, die sich konkret Ärzten und nicht irgendwelchen Philosophen stellt und ist für mich eher eine Frage des Kopfrechnens als des "Mitleids" ... aber vielleicht kann Udalricus ja sogar auf drei zählen!

 

Cardoso Sobrinho, der ehemalige Erzbischof, hat seinerzeit übrigens vor Kameras und Journalisten herumgeschluchzt, dass er sich nichts mehr gewünscht hätte, als die Zwillinge höchstpersönlich zu taufen. Die Möglichkeit, dass das, statt mit zwei Taufen, mit einem Requiem für die 9-jährige Mutter und die ungeborenen Zwillinge geendet hätte, ging nicht in sein Hirn. Und nein - ich habe kein Mitleid, weder mit dem Erzbischof noch mit Udalricus!

Edited by Julius
Link to comment
Share on other sites

Mich hat diese These eines belgischen Philosophen sehr nachdenklich gemacht. Und ich finde, er hat nicht unrecht.
Die Aussage und Dein Lob sind das beste Beispiel dafür, wie weit sich manche Herrn Kleriker geistig schon von den Positionen Jesu entfernt haben oder wahrscheinlich haben sie diese gar nie verstanden, geschweige denn verrinnerlicht.

 

Männer dieses Schlages halten sicher auch Jesu Rettung der Ehebrecherin für Mitgefühl an der falschen Stelle......sie hätten bei der Steinigung Beifall geklatscht ........

 

Hier drängt sich wieder der Wunsch nach einem Kotzsmily auf.

Link to comment
Share on other sites

Die Rettung der Ehebrecherin kann traditionell nur dadurch gerechtfertigt werden, dass Jesus sie direkt im Anschluss anweist, von nun an nicht mehr zu sündigen. Das Wichtigste ist nicht die Rettung der Frau. Auch nicht das in-die-Grenzen-Rufen der steinigungswilligen Männer. Das Wichtigste ist das moralische Gebot. Und dafür braucht es keine Empathie - weder echte, noch falsch verstandene.

Link to comment
Share on other sites

Mitgefühl ... das ist doch das Zeugs, was man Homosexuellen geben soll. Neben - wie war das noch - dass man ihnen einen Taktstock um die Ohren hauen soll und so. Das ganze windelweiche Zeugs taugt sowieso nichts. Wer sein Kind liebt, der züchtigt es.

 

Es ist für mich immer wieder auf's Neue erschreckend, mit welchen Methoden Kaltherzigkeit und Grausamkeit gerechtfertigt werden.

Vielleicht sollte man auch Kinder sexuell missbrauchen - natürlich nur als Fördermaßnahme, damit sie gleich mal wissen, wo in dieser Welt der Hase langläuft. Je früher, desto besser.

 

Der Trick des Artikels besteht in der Auswahl. Es gibt Erwachsene, und es gibt Ungeborene. Dann wählt man die Ungeborenen. Auf diese richtet sich die ganze übrig gebliebene Empathie. Das genügt. Basta. Hat man dies erst mal erreicht, kann man die Sache emotional gestalten. Mitgefühl mit Menschen ist eine tiefsitzende Eigenschaft der meisten Menschen. Darauf kann man sie scharf machen zumindest diejenigen, die den ersten Schritt (nämlich das Focusieren) mitgemacht haben. Und mit diesen Emotionen kann man dann gegen die vorgehen, die sowieso nicht im Fokus des Empfindens stehen. Den Müttern, Vätern und Ärzten kann man dann alles Mögliche unterstellen. Ist ja egal: Man hat sie ja als Menschen noch gar nicht wahrgenommen. Sie sind nicht Menschen, sondern Mörder oder Gewalttäter aus niedrigen Motiven oder sonst irgendwas Verwerfliches. Man hat keinen emotionalen Anlass, sie als Menschen zu behandeln, denn die hierfür notwendige Empathie ist auf das Ungeborene gerichtet.

 

Man befindet sich damit übrigens auf demselben Niveau, wie es oft gerade von der anderen Seite aus kommt. Es gibt ja auch Leute, die den Fokus lediglich auf die Väter, Mütter und Ärzte samt Politiker etc. legen. Ansonsten betreiben sie dasselbe Verfahren: Subjektive Entmenschung durch Nichtwahrnehmung und Nicht-Mitgefühl.

 

Der Gipfel des Fokusierens ist, wenn man eine umfassende Empathie sogar als Makel und Bosheit und vor allem als "falsch" darstellt. Mitgefühl ist nur richtig, wenn es sich auf den Richtigen richtet. Und ich befürchte, dass hier nicht nur das Mitgefühl gemeint ist, sondern auch das Verständnis (im Sinne, dass man jemanden versteht, seine Anliegen und Motive und Hirnwindungen kennenzulernen versucht). Dies alles muss man ja gar nicht so ernst nehmen.

 

Und ich Depp dachte immer, dass Verstehen-Verständnis, Mitgefühl, Kommunikationsoffenheit etc. Werte seien. Naja, dann bleib ich eben Depp.

 

Ja, was ein Glück gibts genug solcher Deppen :lol:

 

<----schlägt die Gründung eines Deppenclubs vor.

 

LG

JP

Link to comment
Share on other sites

hallo

 

Mich hat diese These eines belgischen Philosophen sehr nachdenklich gemacht. Und ich finde, er hat nicht unrecht.

 

inwiefern hat dich der Artikel nachdenklich gemacht?

Inwiefern meinst du, dass der belgische Philosoph "nicht unrecht" hat?

 

Ich empfinde diese Meldung von kath.net als reichlich schwammig. Es bleibt unklar, was überhaupt unter falschem Mitgefühl verstanden wird.

 

alles Liebe

 

Angelika

Link to comment
Share on other sites

hallo

 

Mich hat diese These eines belgischen Philosophen sehr nachdenklich gemacht. Und ich finde, er hat nicht unrecht.

 

Wart's ab, bis die Abtreibungistdochnichtsoschlimm-Fraktion hier auftaucht und wieder Gift und Galle spuckt. Das dürfte noch nachdenklicher machen.

 

MfG

Stanley

 

Gift und Galle spuckst du hier gleich in deiner ersten Antwort in diesem Thread.

Wieso fällt es dir so schwer, einfach mal sachlich zu bleiben? Was soll dieses ständige Aufreißen von Fronten?

Ich konnte übrigens hier beu mykath noch keine solche Fraktion ausfindig machen.

 

alles Liebe

 

Angelika

Link to comment
Share on other sites

Mich hat diese These eines belgischen Philosophen sehr nachdenklich gemacht. Und ich finde, er hat nicht unrecht.
Die Aussage und Dein Lob sind das beste Beispiel dafür, wie weit sich manche Herrn Kleriker geistig schon von den Positionen Jesu entfernt haben oder wahrscheinlich haben sie diese gar nie verstanden, geschweige denn verrinnerlicht.

 

Männer dieses Schlages halten sicher auch Jesu Rettung der Ehebrecherin für Mitgefühl an der falschen Stelle......sie hätten bei der Steinigung Beifall geklatscht ........

Nein. Soweit ich den belgischen Philosophen verstanden habe, geht es ja nicht um die Abschaffung des Mitgefühls - das wäre in der Tat unchristlich - sondern er möchte davor warnen, Mitgefühl als ideologische Waffe zu missbrauchen. Mitgefühl darf den Verstand nicht ausschalten, und manchmal muss man auch gegen sein Mitgefühl handeln, wie Jesus, als er den reichen Jüngling fort schickte, obwohl er ihn sehr gern hatte.

 

Ein - eher unverfängliches - Beispiel, wie Mitgefühl und Barmherzigkeit als Keule benutzt werden: In einer Pfarre, in der ich als Kaplan tätig war, gibt es eine "Albaniengruppe", die Projekte für Arme in Albanien betreibt. Vertreter dieser Gruppe wollten einmal statt der Predigt einen Diavortrag über ihre Tätigkeit machen. Als einige Vertreter des Pfarrgemeinderates inclusive Pfarrer und Kaplan dies aus liturgischen Gründen ablehnten und meinten, es wäre besser, diesen Vortrag im Anschluss an die Messe zu halten, schallte es uns entgegen: "Ihr habt kein Herz für die Armen!" Mit allen Mitteln wollten sie uns bewegen, aus Gründen vermeintlicher Barmherzigkeit unsinnige liturgische Entscheidungen zu treffen. In solchen und ähnlichen Fällen ist es gut, hart zu bleiben und mit dem Ruf der Unbarmherzigkeit zu leben. Wichtig ist, dass man seine Entscheidungen vor seinem Gewissen vertreten kann.

Link to comment
Share on other sites

Die Rettung der Ehebrecherin kann traditionell nur dadurch gerechtfertigt werden, dass Jesus sie direkt im Anschluss anweist, von nun an nicht mehr zu sündigen. Das Wichtigste ist nicht die Rettung der Frau. Auch nicht das in-die-Grenzen-Rufen der steinigungswilligen Männer. Das Wichtigste ist das moralische Gebot. Und dafür braucht es keine Empathie - weder echte, noch falsch verstandene.
Das wäre ein sehr einseitiges Verständnis dieser Bibelstelle, welches meiner Meinung nach kein vernünftiger Mensch vertritt. Man sollte es wohl niemandem leichtfertig unterstellen.
Link to comment
Share on other sites

In solchen und ähnlichen Fällen ist es gut, hart zu bleiben und mit dem Ruf der Unbarmherzigkeit zu leben.

 

Ein solcher oder ein ähnlicher Fall wird hier aber nicht ausgewalzt, Hochwürden Udalricus! Hier ist schlicht und ergreifend der kirchliche Intrigantenstadel am Werk, und Du hängst Dich mit Deiner "Nachdenklichkeit" genau daran ...

Link to comment
Share on other sites

Es bleibt unklar, was überhaupt unter falschem Mitgefühl verstanden wird.
Ich denke mal, wenn man aus Mitgefühl Dinge tut, die man von Verstand und/oder Gewissen her eigentlich ablehnt.
Link to comment
Share on other sites

hallo

 

Mich hat diese These eines belgischen Philosophen sehr nachdenklich gemacht. Und ich finde, er hat nicht unrecht.

 

Wart's ab, bis die Abtreibungistdochnichtsoschlimm-Fraktion hier auftaucht und wieder Gift und Galle spuckt. Das dürfte noch nachdenklicher machen.

 

MfG

Stanley

 

Gift und Galle spuckst du hier gleich in deiner ersten Antwort in diesem Thread.

Wieso fällt es dir so schwer, einfach mal sachlich zu bleiben? Was soll dieses ständige Aufreißen von Fronten?

Ich konnte übrigens hier beu mykath noch keine solche Fraktion ausfindig machen.

 

alles Liebe

 

Angelika

 

Wie findest Du denn den?

Männer dieses Schlages halten sicher auch Jesu Rettung der Ehebrecherin für Mitgefühl an der falschen Stelle......sie hätten bei der Steinigung Beifall geklatscht ........

Ein überaus ausgewogener und sachlicher Beitrag, der sicherlich zu einer entspannten Diskussionsathmospäre in diesem Thread beiträgt. Jetzt weißt Du warum.

 

MfG

Stanley

Edited by Stanley
Link to comment
Share on other sites

Die Rettung der Ehebrecherin kann traditionell nur dadurch gerechtfertigt werden, dass Jesus sie direkt im Anschluss anweist, von nun an nicht mehr zu sündigen. Das Wichtigste ist nicht die Rettung der Frau. Auch nicht das in-die-Grenzen-Rufen der steinigungswilligen Männer. Das Wichtigste ist das moralische Gebot. Und dafür braucht es keine Empathie - weder echte, noch falsch verstandene.
Das wäre ein sehr einseitiges Verständnis dieser Bibelstelle, welches meiner Meinung nach kein vernünftiger Mensch vertritt. Man sollte es wohl niemandem leichtfertig unterstellen.

 

Doch, genau darum geht es. Und einem Cardoso Sobrinho braucht man da auch nichts zu "unterstellen", der hat es mit eigenen Worten und der Halsstarrigkeit als ehemaliger und nachrangiger römischer Kirchenrechtler auch für sich selbst bestätigt.

Edited by Julius
Link to comment
Share on other sites

 Share

×
×
  • Create New...