Jump to content

Kinder und Jugendliche zu Bekenntnissen zwingen


ultramontanist
 Share

Recommended Posts

ultramontanist

Ich bin vor 40 Jahren mit 13 zwangskonfirmiert worden und habe sehr darunter gelitten. Ich war damals gerade Atheist geworden und wollt nicht konfirmiert werden, aber das war für meine Eltern undenkbar, denn gesellschaftliche und religiöse Konventionen waren ihnen sehr wichtig. Deshalb haben sie mich mit Zuckerbrot und Peitsche dazu gebracht an dem unwürdigen Schauspiel teilzunehmen. Ich schämte mich dabei sehr, weil ich mich nicht mutiger gewehrt habe.

 

Wie seht ihr das?

Habt ihr ähnliche schmerzliche Erfahrungen gemacht, oder meint ihr, dass ich einfach übertreibe? Eigentlich ist ja kaum Schlimmes geschehen. Der Druck ging ja auch kaum von der Kirche aus, sondern von meinen Eltern. Eigentlich eher ein Familienproblem.

Link to comment
Share on other sites

Ich bin vor 40 Jahren mit 13 zwangskonfirmiert worden und habe sehr darunter gelitten. Ich war damals gerade Atheist geworden und wollt nicht konfirmiert werden, aber das war für meine Eltern undenkbar, denn gesellschaftliche und religiöse Konventionen waren ihnen sehr wichtig. Deshalb haben sie mich mit Zuckerbrot und Peitsche dazu gebracht an dem unwürdigen Schauspiel teilzunehmen. Ich schämte mich dabei sehr, weil ich mich nicht mutiger gewehrt habe.

 

Wie seht ihr das?

Habt ihr ähnliche schmerzliche Erfahrungen gemacht, oder meint ihr, dass ich einfach übertreibe? Eigentlich ist ja kaum Schlimmes geschehen. Der Druck ging ja auch kaum von der Kirche aus, sondern von meinen Eltern. Eigentlich eher ein Familienproblem.

 

Eher typischer Pubertätskonflikt, der sich hier zufällig in religiöser Einkleidung zeigt. Bei mir wurde zB über Jeans mit Löchern, Frisur und über die Frage gestritten, ob man eine Matratze ohne Bettgestell auf den Boden legen kann, aber eben mit einer Energie, die im Nachhinein zeigt, daß es eigentlich um die Ablösung aus dem Elternhaus ging. Ich hab das grad mit vertauschten Rollen wieder, da fällt einem alles wieder ein...Und man täte den Kindern nichts Gutes, wenn man nicht mit ihnen stritte, auch wenn es Kraft kostet. Ohne Sparringspartner können sie nicht weiterkommen. - Bestechung, Psychoterror und physische Mittel sind natürlich unerlaubt, ich weiß nicht, was bei dir unter "Zuckerbrot und Peitsche" zu verstehen war.

Edited by kam
Link to comment
Share on other sites

GermanHeretic
Wie seht ihr das?

Ich bin auch mit sanftem Druck zur Konfirmation gezwungen worden. Ich denke mir heute eben, ich war jung und brauchte das Geld. Daß man mit 13 keine Revolution gegen seine Eltern anzettelt, allein um des lieben Hausfriedens willen, ist kein Grund zum Schämen.

Im übrigen gelten unter Zwang (auch psychologischem) ausgeführte Schwüre und Bekenntnisse nicht, auch nicht vor den Göttern.

Edited by GermanHeretic
Link to comment
Share on other sites

ultramontanist
Eher typischer Pubertätskonflikt, der sich hier zufällig in religiöser Einkleidung zeigt.

 

Find ich nicht. Mir war auch damals klar, dass meine Eltern noch einiges was mich betrifft zu entscheiden haben. Nur religiöse Bekentnisse gehören nicht dazu. Das dachte ich damals wie heute.

 

Bei mir wurde zB über Jeans mit Löchern, Frisur und über die Frage gestritten, ob man eine Matratze ohne Bettgestell auf den Boden legen kann, aber eben mit einer Energie, die im Nachhinein zeigt, daß es eigentlich um die Ablösung aus dem Elternhaus ging.

 

Das kommt mir sehr bekannt vor ;)

Besonders die Ablehnung der Bodenmatratze finde ich sehr seltsam :) Ich fürchte meine Eltern waren damals noch kindischer als ich.

Ich hab das grad mit vertauschten Rollen wieder, da fällt einem alles wieder ein...Und man täte den Kindern nichts Gutes, wenn man nicht mit ihnen stritte, auch wenn es Kraft kostet. en.

Nur wenn die Eltern vernünftige Argumente haben. meine Eltern hatten keine vernünftige Argumente gegen Matratzen auf dem Boden. Nur emotionale Ablehnung. Vermutlich dachten sie dabei dass orientalische Bordelle so möbliert sind :lol:

 

- Bestechung, Psychoterror und physische Mittel sind natürlich unerlaubt, ich weiß nicht, was bei dir unter "Zuckerbrot und Peitsche" zu verstehen war.

z.B."Wenn du dich nicht konfirmieren lässt, dann tust du deiner Oma weh"

Link to comment
Share on other sites

Ich hab das grad mit vertauschten Rollen wieder, da fällt einem alles wieder ein...Und man täte den Kindern nichts Gutes, wenn man nicht mit ihnen stritte, auch wenn es Kraft kostet. en.
Nur wenn die Eltern vernünftige Argumente haben. meine Eltern hatten keine vernünftige Argumente gegen Matratzen auf dem Boden. Nur emotionale Ablehnung. Vermutlich dachten sie dabei dass orientalische Bordelle so möbliert sind ;)
Meine Mutter hatte ein sehr stichhaltige Argumente (zumindest für mich): ohne Lattenrost und Bettgestell hätte ich mein Bett 1. selbst beziehen , 2. selbst machen und 3. die Matratze regelmäßig Lüften müssen (was bedeutet hätte, daß ich das Ding vom ersten Stock in den Garten und wieder zurück hätte tragen dürfen...). Edited by Flo77
Link to comment
Share on other sites

Eher typischer Pubertätskonflikt, der sich hier zufällig in religiöser Einkleidung zeigt.

 

Find ich nicht. Mir war auch damals klar, dass meine Eltern noch einiges was mich betrifft zu entscheiden haben. Nur religiöse Bekentnisse gehören nicht dazu. Das dachte ich damals wie heute.

 

Bei mir wurde zB über Jeans mit Löchern, Frisur und über die Frage gestritten, ob man eine Matratze ohne Bettgestell auf den Boden legen kann, aber eben mit einer Energie, die im Nachhinein zeigt, daß es eigentlich um die Ablösung aus dem Elternhaus ging.

 

Das kommt mir sehr bekannt vor ;)

Besonders die Ablehnung der Bodenmatratze finde ich sehr seltsam :lol: Ich fürchte meine Eltern waren damals noch kindischer als ich.

Ich hab das grad mit vertauschten Rollen wieder, da fällt einem alles wieder ein...Und man täte den Kindern nichts Gutes, wenn man nicht mit ihnen stritte, auch wenn es Kraft kostet. en.

Nur wenn die Eltern vernünftige Argumente haben. meine Eltern hatten keine vernünftige Argumente gegen Matratzen auf dem Boden. Nur emotionale Ablehnung. Vermutlich dachten sie dabei dass orientalische Bordelle so möbliert sind :lol:

 

- Bestechung, Psychoterror und physische Mittel sind natürlich unerlaubt, ich weiß nicht, was bei dir unter "Zuckerbrot und Peitsche" zu verstehen war.

z.B."Wenn du dich nicht konfirmieren lässt, dann tust du deiner Oma weh"

 

Das mit der Oma wäre nur unerlaubt, wenn es ihr tatsächlich egal gewesen wäre. Aber vermutlich wars das nicht. - Ist: "man kann nicht darunter putzen" ein vernünftiges Argument? Man sollte an die Rationalität solcher Ablösungsritualkämpfe nicht so große Anforderungen stellen. :)

Link to comment
Share on other sites

Eher typischer Pubertätskonflikt, der sich hier zufällig in religiöser Einkleidung zeigt.

 

Find ich nicht. Mir war auch damals klar, dass meine Eltern noch einiges was mich betrifft zu entscheiden haben. Nur religiöse Bekentnisse gehören nicht dazu. Das dachte ich damals wie heute.

 

Bei mir wurde zB über Jeans mit Löchern, Frisur und über die Frage gestritten, ob man eine Matratze ohne Bettgestell auf den Boden legen kann, aber eben mit einer Energie, die im Nachhinein zeigt, daß es eigentlich um die Ablösung aus dem Elternhaus ging.

 

Das kommt mir sehr bekannt vor ;)

Besonders die Ablehnung der Bodenmatratze finde ich sehr seltsam :lol: Ich fürchte meine Eltern waren damals noch kindischer als ich.

Ich hab das grad mit vertauschten Rollen wieder, da fällt einem alles wieder ein...Und man täte den Kindern nichts Gutes, wenn man nicht mit ihnen stritte, auch wenn es Kraft kostet. en.

Nur wenn die Eltern vernünftige Argumente haben. meine Eltern hatten keine vernünftige Argumente gegen Matratzen auf dem Boden. Nur emotionale Ablehnung. Vermutlich dachten sie dabei dass orientalische Bordelle so möbliert sind :lol:

 

- Bestechung, Psychoterror und physische Mittel sind natürlich unerlaubt, ich weiß nicht, was bei dir unter "Zuckerbrot und Peitsche" zu verstehen war.

z.B."Wenn du dich nicht konfirmieren lässt, dann tust du deiner Oma weh"

 

Das mit der Oma wäre nur unerlaubt, wenn es ihr tatsächlich egal gewesen wäre. Aber vermutlich wars das nicht. - Ist: "man kann nicht darunter putzen" ein vernünftiges Argument? Man sollte an die Rationalität solcher Ablösungsritualkämpfe nicht so große Anforderungen stellen. :)

Tja, da würde ich antworten, dann muss die Oma damit leben.

Wir haben das "Problem" gerade auch, da unser Sohn (wird 16) nicht zur Firmung gehen möchte. Die eine Oma (evangelisch) kriegt sicher die Krise, aber das kann und will ich nicht verhindern.

Link to comment
Share on other sites

ultramontanist
Ich hab das grad mit vertauschten Rollen wieder, da fällt einem alles wieder ein...Und man täte den Kindern nichts Gutes, wenn man nicht mit ihnen stritte, auch wenn es Kraft kostet. en.
Nur wenn die Eltern vernünftige Argumente haben. meine Eltern hatten keine vernünftige Argumente gegen Matratzen auf dem Boden. Nur emotionale Ablehnung. Vermutlich dachten sie dabei dass orientalische Bordelle so möbliert sind :)
Meine Mutter hatte ein sehr stichhaltige Argumente (zumindest für mich): ohne Lattenrost und Bettgestell hätte ich mein Bett 1. selbst beziehen , 2. selbst machen und 3. die Matratze regelmäßig Lüften müssen (was bedeutet hätte, daß ich das Ding vom ersten Stock in den Garten und wieder zurück hätte tragen dürfen...).

 

Ich bin richtig neidisch, deine Mutter würde ich gerne kennenlernen ;)

Link to comment
Share on other sites

Dale Earnhardt
Ich bin vor 40 Jahren mit 13 zwangskonfirmiert worden und habe sehr darunter gelitten. Ich war damals gerade Atheist geworden und wollt nicht konfirmiert werden, aber das war für meine Eltern undenkbar, denn gesellschaftliche und religiöse Konventionen waren ihnen sehr wichtig.

Bei mir war's exakt genau so. Vielleicht sollten wir einen Club aufmachen, oder so.

Dale

Link to comment
Share on other sites

ultramontanist
Das mit der Oma wäre nur unerlaubt, wenn es ihr tatsächlich egal gewesen wäre. Aber vermutlich wars das nicht. -

Würdest du Muslim werden um deiner Oma eine Freude zu machen.

 

Ist: "man kann nicht darunter putzen" ein vernünftiges Argument?

Durchaus.

Bei meiner Mutter aber nur bedingt. Sie hat nämlich gegen meine Versuche mein Zimmer selbst zu putzen energischen Widerstand geleistet. War halt eine andere Hausfrauengeneration damals ;)

 

Man sollte an die Rationalität solcher Ablösungsritualkämpfe nicht so große Anforderungen stellen. :)

Bei mir haben die fehlenden Argumente meiner Eltern dazu geführt sie lange Zeit zu verachten.

Ich finde es einfach sehr unpädagogisch solche Kämpfe wegen Lappalien zu führen. Es gibt doch viele echte Probleme.

Wenn die Eltern darauf bestehen mehr für die Schule zu tun ist das doch oft sehr vernünftig.

Link to comment
Share on other sites

Musste man damals Matratzen auf den Boden legen, um "in" zu sein? ;)

Link to comment
Share on other sites

ultramontanist
Ich bin vor 40 Jahren mit 13 zwangskonfirmiert worden und habe sehr darunter gelitten. Ich war damals gerade Atheist geworden und wollt nicht konfirmiert werden, aber das war für meine Eltern undenkbar, denn gesellschaftliche und religiöse Konventionen waren ihnen sehr wichtig.

Bei mir war's exakt genau so. Vielleicht sollten wir einen Club aufmachen, oder so.

Dale

 

Ja, eine Selbsthilfegruppe !

Aber hat es dir geschadet?

Mir schon, oder bin ich überempfindlich?

Im Gegensatz zu GermanHeretic brauchte ich das Geld auch nicht, mit 13 darf man noch nicht Mofa fahren ;)

Link to comment
Share on other sites

Dale Earnhardt
Musste man damals Matratzen auf den Boden legen, um "in" zu sein? ;)

Ja! Hört sich albern an, war aber mal 'ne Zeit angesagt. Du hast in deiner Generation mit Sicherheit deine eigenen Alberbheiten. Ich wette darauf!

Dale

Link to comment
Share on other sites

Dale Earnhardt
Ja, eine Selbsthilfegruppe !

Aber hat es dir geschadet?

Mir schon, oder bin ich überempfindlich?

Im Gegensatz zu GermanHeretic brauchte ich das Geld auch nicht, mit 13 darf man noch nicht Mofa fahren ;)

Ob's mir geschadet hat? Mh, es hat mich in meinem Stolz verletzt und mir die Ohnmacht eines 13jährigen vor Augen geführt. Damals fand ich das ziemlich ätzend. Vor allem weil meine Eltern schon damals nicht die Christen vor dem Herrn waren, sondern sich eher den Konventionen gebeugt haben.

Nein, du bist nicht überempfindlich! Oder wenn, dann sind wir es beide! Entweder so eine Konfirmation hat eine Bedeutung oder sie hat keine. Und wenn sie eine Bedeutung hat, dann ist eine Zwangskonfirmation suboptimal!!*

Dale

 

*um an dieser Stell im katholischen Bereich eine Bezeichnung zu vermeiden, die ******** würde

Link to comment
Share on other sites

Musste man damals Matratzen auf den Boden legen, um "in" zu sein? ;)

Ja! Hört sich albern an, war aber mal 'ne Zeit angesagt. Du hast in deiner Generation mit Sicherheit deine eigenen Alberbheiten. Ich wette darauf!

Dale

KLar. :)

Link to comment
Share on other sites

Dale Earnhardt
Musste man damals Matratzen auf den Boden legen, um "in" zu sein? :)

Ja! Hört sich albern an, war aber mal 'ne Zeit angesagt. Du hast in deiner Generation mit Sicherheit deine eigenen Alberbheiten. Ich wette darauf!

Dale

KLar. :lol:

Wußte ich's doch. :lol:

Das waren Zeiten. Damals reichten ein paar Matratzen in der Ecke, ne Kiste Bier und ein Ring Fleischwurst für 'ne gute Party. *seufz* Entweder es wurde geknutscht oder, wenn niemand zum Knutschen da war, dann hatte man das Bier und die Fleischwurst. ;)

Dale

Link to comment
Share on other sites

*kopfkratz*

Was hat das jetzt eigentlich mit einem Zwang zum Bekenntnis zu tun, wenn sich alle einig sind, dass es sich um einen Zwang handelte, sich einer Konvention zu beugen, die mit einem Bekenntnis offenbar ohnehin nichts zu tun hatte, sondern nur (auch) in der Form auftrat?

Link to comment
Share on other sites

ultramontanist
Nein, du bist nicht überempfindlich! Oder wenn, dann sind wir es beide!

 

Dass wir uns in christlichen Foren herumtreiben ist vielleicht eine Folge unserer religiösen Vergewaltigung. ;)

 

 

 

Da die Fähigkeit von Eltern ihren Glauben und ihre Ideologie weiterzugeben sehr gesunken ist scheint mir das Thema zumindest im religiösen Mainstream nicht mehr sehr aktuell.

Link to comment
Share on other sites

ultramontanist
*kopfkratz*

Was hat das jetzt eigentlich mit einem Zwang zum Bekenntnis zu tun, wenn sich alle einig sind, dass es sich um einen Zwang handelte, sich einer Konvention zu beugen, die mit einem Bekenntnis offenbar ohnehin nichts zu tun hatte, sondern nur (auch) in der Form auftrat?

 

Konfirmation (lat. confirmatio „Befestigung“, „Bekräftigung“) ist eine feierliche Segenshandlung in den meisten evangelischen Kirchen,

 

Ich hatte damals den Endruck es sei nur für mich ein Zwang.

Einige Fromme machten es aus Überzeugung, die anderen waren jung und brauchten das Geld ;)

Nur ich war anscheinend der einzige Atheist, der seinen "glauben" verleugnen musste.

Link to comment
Share on other sites

Dale Earnhardt
Nein, du bist nicht überempfindlich! Oder wenn, dann sind wir es beide!

 

Dass wir uns in christlichen Foren herumtreiben ist vielleicht eine Folge unserer religiösen Vergewaltigung. ;)

Du hast recht! Ich treibe mich schon ein halbe Stunde in diesem Forum rum anstatt zu arbeiten. Wem kann ich diesen Schaden in Rechnung stellen???

Dale

Link to comment
Share on other sites

*kopfkratz*

Was hat das jetzt eigentlich mit einem Zwang zum Bekenntnis zu tun, wenn sich alle einig sind, dass es sich um einen Zwang handelte, sich einer Konvention zu beugen, die mit einem Bekenntnis offenbar ohnehin nichts zu tun hatte, sondern nur (auch) in der Form auftrat?

 

Konfirmation (lat. confirmatio „Befestigung“, „Bekräftigung“) ist eine feierliche Segenshandlung in den meisten evangelischen Kirchen,

 

Ich hatte damals den Endruck es sei nur für mich ein Zwang.

Einige Fromme machten es aus Überzeugung, die anderen waren jung und brauchten das Geld ;)

Nur ich war anscheinend der einzige Atheist, der seinen "glauben" verleugnen musste.

Und einigen war es vermutlich völlig egal, die machten es , so wie sie der Tante Berta zum Geburtstag gratulierten, weil es eben üblich war.

 

Hast Du das wirklich schon damals so demütigend empfunden, dass es heute noch nachhängt?

Anders gefragt: wenn Du heute nicht Atheist wärest, würdest Du Dich dann heute noch mit dieser Demütigung auseinandersetzen, die Dir angetan wurde, als Du es warst?

Link to comment
Share on other sites

GermanHeretic
Ja, eine Selbsthilfegruppe !

Aber hat es dir geschadet?

Mir schon, oder bin ich überempfindlich?

Sieh es mal so: Jede Gesellschaft hat ihre Übergangs- und Initiationsriten. Beim Übergang von der Kindheit zum Erwachsensein ist ein Ritual üblich und auch durchaus angebracht. Als äußeres Zeichen einer Wirklichkeit, die sowieso gerade stattfindet, ob man derer gedenkt oder nicht. Der einzige Knackpunkt, der bleibt, ist, daß die falsche äußere Form gewählt worden ist. Sei milde mit den alten Leuten, nach 1700 Jahren theokratischem Terror, Verblendung, zuviel konfessionellem RU und keinem Internet wußten es die halt nicht besser.

Link to comment
Share on other sites

Nein, du bist nicht überempfindlich! Oder wenn, dann sind wir es beide!

 

Dass wir uns in christlichen Foren herumtreiben ist vielleicht eine Folge unserer religiösen Vergewaltigung. ;)

Du hast recht! Ich treibe mich schon ein halbe Stunde in diesem Forum rum anstatt zu arbeiten. Wem kann ich diesen Schaden in Rechnung stellen???

Dale

Probier es bei Deinen Eltern. Aber hol erst ein psychiatrisches Gutachten über Dich ein. Du musst ja beweisen, dass die religiöse Vergewaltigung kausal für Deine forale Herumtreiberei ist. :)

Link to comment
Share on other sites

Und man täte den Kindern nichts Gutes, wenn man nicht mit ihnen stritte, auch wenn es Kraft kostet. Ohne Sparringspartner können sie nicht weiterkommen.

 

Aber sollte man als Elternteil nicht Sorge tragen, dass sich diese notwendigen Konflikte nicht auf religiöse Themen verlagern, sondern - wie bei dir - auf Lappalien?

Link to comment
Share on other sites

Und man täte den Kindern nichts Gutes, wenn man nicht mit ihnen stritte, auch wenn es Kraft kostet. Ohne Sparringspartner können sie nicht weiterkommen.

 

Aber sollte man als Elternteil nicht Sorge tragen, dass sich diese notwendigen Konflikte nicht auf religiöse Themen verlagern, sondern - wie bei dir - auf Lappalien?

Wenn man als Elternteil Religion ernst nimmt, wird man genau das tun.

Aber bei den Eltern der meisten "Gezwungenen" hier war das ja anscheinend nicht der Fall.

Link to comment
Share on other sites

 Share

×
×
  • Create New...