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Lebensschutz in der Öffentlichkeit


furor
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Fast alle Katholischen Gemeinden helfen bedürftigen Eltern/Müttern, die in Not sind und über Abtreibung nachdenken. Andererseits thematisiert kaum eine Gemeinde in der Öffentlichkeit die Ablehnung von Abtreibungen.

 

Kennt ihr Gemeinden, die die Katholische Einstellung zum Lebensrecht auch initiativ bei Veranstaltungen oder Demonstrationen bekennen? Was haben sie gemacht?

 

Beispiele:

  • In Spanien demonstrierten Hunderttausende
  • In Berlin gibt es jährlich eine Demonstration, an der man sich beteiligen kann
  • Eine Gemeinde in Niedersachsen machte im September eine große Veranstaltung zum Lebensschutz mit Vorträgen, Ständen und Beratungsgruppen (was von Priesterkollegen als sehr mutig angesehen wurde)

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Justin Cognito
Fast alle Katholischen Gemeinden helfen bedürftigen Eltern/Müttern, die in Not sind und über Abtreibung nachdenken. Andererseits thematisiert kaum eine Gemeinde in der Öffentlichkeit die Ablehnung von Abtreibungen.

 

Fast wäre man versucht zu sagen, "Besser als umgekehrt". Vielleicht kann man "Eltern/Müttern, die in Not sind und über Abtreibung nachdenken" so auch besser erreichen .... Denn es ist wohl für die Betroffenen nicht immer ganz einfach zwischen Ablehnung einer Person und Ablehnung einer Tat zu unterscheiden ....

Edited by Justin Cognito
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OneAndOnlySon
Fast alle Katholischen Gemeinden helfen bedürftigen Eltern/Müttern, die in Not sind und über Abtreibung nachdenken. Andererseits thematisiert kaum eine Gemeinde in der Öffentlichkeit die Ablehnung von Abtreibungen.

 

Kennt ihr Gemeinden, die die Katholische Einstellung zum Lebensrecht auch initiativ bei Veranstaltungen oder Demonstrationen bekennen? Was haben sie gemacht?

Der Ruf nach strengeren Gesetzen hat nichts mit Lebensschutz zu tun hat, sondern eher mit dem Gegenteil. Deswegen ist es gut, wenn sich Katholiken nicht an solchem Mist beteiligen.

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Das war nicht viel an Antworten - und nicht ein Beispiel!

 

Was hat es zu bedeuten, wenn die Katholische Kirche das recht auf Leben von Anfang an verkündet, wenn sie aber - inzwischen - politisch verstummt? Was heißt das für die Glaubwürdigkeit - auch in den Gemeinden?

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Franciscus non papa
Das war nicht viel an Antworten - und nicht ein Beispiel!

 

Was hat es zu bedeuten, wenn die Katholische Kirche das recht auf Leben von Anfang an verkündet, wenn sie aber - inzwischen - politisch verstummt? Was heißt das für die Glaubwürdigkeit - auch in den Gemeinden?

 

 

ganz einfach - die einen reden, die anderen handeln. DU redest!

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Was ist "Gemeinde"?

"Gemeinde" als homogenes Gebilde, was eine Meinung vertritt, gibt es gar nicht.

Was meinst du, wenn du davon sprichst? Der Priester am Ambo? Der Kirchenchor? Der Pfarrgemeinderat?

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In unserer Gemeinde läuft das eher im Verborgenen. Da kennt jemand eine in NOt geratene Familie und dann wird geschaut, wie man der auf freundschaftlicher Basis helfen kann. Je nachdem wo's und wie's brennt, wird dann ein Kinderwagen, Baby/Kinderkleidung, Kinderbetreuung usw organisiert. Da helfen meistens die Familien zusammen. Das geschieht ganz unspektakulär.

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Die Angelika

hallo

 

Das war nicht viel an Antworten - und nicht ein Beispiel!

 

Was hat es zu bedeuten, wenn die Katholische Kirche das recht auf Leben von Anfang an verkündet, wenn sie aber - inzwischen - politisch verstummt? Was heißt das für die Glaubwürdigkeit - auch in den Gemeinden?

 

Ich denke, dass das heißt, dass das Fußvolk nicht mehr mitmacht bei einer Verkündigung, die wenig empathisch wirkt.

 

Ich denke, dass gerade in D der Kirche sehr geschadet hat, aus der Schwangerenkonfliktberatung ausgestiegen zu sein.

Eine Kirche, die ignoriert, dass Menschen aufgrund einer Schwangerschaft in eine Konfliktsituation geraten können, darf sich nicht wundern, wenn sie ihrerseits in ihrer Verkündung eines Rechtes auf Leben von Anfang an kaum gehört wird. Es kann nicht sein, dass Leben im Mutterleib mehr kirchlichen SChutz erfährt als Leben außerhalb des Mutterleibes.

 

Angelika

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In unserer Gemeinde läuft das eher im Verborgenen. Da kennt jemand eine in NOt geratene Familie und dann wird geschaut, wie man der auf freundschaftlicher Basis helfen kann. Je nachdem wo's und wie's brennt, wird dann ein Kinderwagen, Baby/Kinderkleidung, Kinderbetreuung usw organisiert. Da helfen meistens die Familien zusammen. Das geschieht ganz unspektakulär.

Na also.

Das ist ja auch das einzig Vernünftige.

Dem Gesagten zu diesem Theme hört eh seit dreißig Jahren keiner mehr zu.

Wozu auch? Ist eh immer dasselbe.

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hallo

 

Das war nicht viel an Antworten - und nicht ein Beispiel!

 

Was hat es zu bedeuten, wenn die Katholische Kirche das recht auf Leben von Anfang an verkündet, wenn sie aber - inzwischen - politisch verstummt? Was heißt das für die Glaubwürdigkeit - auch in den Gemeinden?

 

Ich denke, dass das heißt, dass das Fußvolk nicht mehr mitmacht bei einer Verkündigung, die wenig empathisch wirkt.

 

Ich denke, dass gerade in D der Kirche sehr geschadet hat, aus der Schwangerenkonfliktberatung ausgestiegen zu sein.

Eine Kirche, die ignoriert, dass Menschen aufgrund einer Schwangerschaft in eine Konfliktsituation geraten können, darf sich nicht wundern, wenn sie ihrerseits in ihrer Verkündung eines Rechtes auf Leben von Anfang an kaum gehört wird. Es kann nicht sein, dass Leben im Mutterleib mehr kirchlichen SChutz erfährt als Leben außerhalb des Mutterleibes.

 

Angelika

 

Eine Kollegin sagte, im zusammenhang mit der Zölibatsdebatte: "Wäre gut wenn die Pfarrer heiraten dürften. Dann würden sie nicht mehr sagen: 'seid fruchtbar und mehret euch', denn dann wüsten sie das 'seid fruchtbar und mehret euch' auch Geld kostet!"

 

Die instutionelle Kirche, Caritas-Beratungsstellen u. ä. sind doch zum nix tun verdammt worden, nach dem Ausstieg. Welche Abtreibungswillige Frau (ohne den entschluss moralisch werten zu wollen) geht zu einer Breatungsstelle, die ihren eigentlichen Wunsch nicht erfüllen kann? Ohne Statistiken zu kennen denke ich das das nicht viele sein werden. Zumal ja auch die Zeit drängt.

Wenn sich kirche aber für den Lebensschutz einsetzen will, dann läd sie zu ergebnisoffenen gesprächen ein und zeigt konkrete hilfen auf, die Kirche bieten kann (so diese vorhanden). Wenn so nur ein ungeborenens leben von 10 oder von 100 oder auch nur von 1000 gerettet werden kan ist es die Mühe wert.

 

Ich kenne in meinem Umfeld keinen Pfarrer der gegen Abtreibung Predigt, keine Gemeinde die gegen Abtreibung Öffentlichkeitsarbeit leistet. das ist auch gut so. bei der Predigt würde ich es mitr denken und am Info-Stand, höflicher formuliert offen aussprechen: "Seit wir aus dem staatlichen Beratungssystem asugestiegen sind, ist jedes gerede gegen Abtreibung heuchelei und die dei es gross herausschreien heuchler"

 

btw. beim Thema "Lebensschutz" geht es immer nur um Abtreibung. Wo ist der Einsatz gegen Armut? Armut verkürzt ganz konkret die lebenserwartung.

Wo ist der Einsatz für Flüchtlinge? Weol Eiropa sich einigelt saufen jährlich tausende im Mittelmeer beim Versuch in ein leben in Wohlstand und Freiheit zu fliehen ab.

Wo ist der Einsatz für pflegebedürftige und sterbende? Es ist zwar nicht so schlimm wie in der "Zeitung" mit den grossen Buchstaben geschildert, gut ist die Versorgung pflegebedürftiger in denduetschen Altenpflegeeinrichtungen auch wieder nicht. Die palliativpflegerische Versorgung ist ein Skandal.

 

damit ich nicht falsch verstanden werde: Ich bin gegen Abtreibung. Abtreibung ist Mord. Aber: Erstens gibt es Fälle wo sich diese Behauptung nicht konsequent aufrechterhalten lässt, will man nicht unbarmherzig und grausam werden und zweitens gehört das was ich angesprochen habe zum lebensschutz dazu. Alles andere ich Scheinheilig.

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Fast alle Katholischen Gemeinden helfen bedürftigen Eltern/Müttern, die in Not sind und über Abtreibung nachdenken. Andererseits thematisiert kaum eine Gemeinde in der Öffentlichkeit die Ablehnung von Abtreibungen.

 

Kennt ihr Gemeinden, die die Katholische Einstellung zum Lebensrecht auch initiativ bei Veranstaltungen oder Demonstrationen bekennen? Was haben sie gemacht?

 

Beispiele:

  • In Spanien demonstrierten Hunderttausende
  • In Berlin gibt es jährlich eine Demonstration, an der man sich beteiligen kann
  • Eine Gemeinde in Niedersachsen machte im September eine große Veranstaltung zum Lebensschutz mit Vorträgen, Ständen und Beratungsgruppen (was von Priesterkollegen als sehr mutig angesehen wurde)

Eine Gemeinde?

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Chrysologus
Fast alle Katholischen Gemeinden helfen bedürftigen Eltern/Müttern, die in Not sind und über Abtreibung nachdenken. Andererseits thematisiert kaum eine Gemeinde in der Öffentlichkeit die Ablehnung von Abtreibungen.

 

Kennt ihr Gemeinden, die die Katholische Einstellung zum Lebensrecht auch initiativ bei Veranstaltungen oder Demonstrationen bekennen? Was haben sie gemacht?

 

Beispiele:

  • In Spanien demonstrierten Hunderttausende
  • In Berlin gibt es jährlich eine Demonstration, an der man sich beteiligen kann
  • Eine Gemeinde in Niedersachsen machte im September eine große Veranstaltung zum Lebensschutz mit Vorträgen, Ständen und Beratungsgruppen (was von Priesterkollegen als sehr mutig angesehen wurde)

Eine Gemeinde?

 

Und du meinst, das wird furor & Co. überzeugen, für die Kampf gegen Abtreibungen identisch ist mit Verschärfung des Strafrechts?

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Das war nicht viel an Antworten - und nicht ein Beispiel!

 

Was hat es zu bedeuten, wenn die Katholische Kirche das recht auf Leben von Anfang an verkündet, wenn sie aber - inzwischen - politisch verstummt? Was heißt das für die Glaubwürdigkeit - auch in den Gemeinden?

 

 

ganz einfach - die einen reden, die anderen handeln. DU redest!

 

Wie handelt man denn in einem Forum?

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Fast alle Katholischen Gemeinden helfen bedürftigen Eltern/Müttern, die in Not sind und über Abtreibung nachdenken. Andererseits thematisiert kaum eine Gemeinde in der Öffentlichkeit die Ablehnung von Abtreibungen.

 

Kennt ihr Gemeinden, die die Katholische Einstellung zum Lebensrecht auch initiativ bei Veranstaltungen oder Demonstrationen bekennen? Was haben sie gemacht?

 

Beispiele:

  • In Spanien demonstrierten Hunderttausende
  • In Berlin gibt es jährlich eine Demonstration, an der man sich beteiligen kann
  • Eine Gemeinde in Niedersachsen machte im September eine große Veranstaltung zum Lebensschutz mit Vorträgen, Ständen und Beratungsgruppen (was von Priesterkollegen als sehr mutig angesehen wurde)

Eine Gemeinde?

 

Und du meinst, das wird furor & Co. überzeugen, für die Kampf gegen Abtreibungen identisch ist mit Verschärfung des Strafrechts?

Man frug, ich antwortete.

 

Übrigens habe ich nie verborgen, dass ich für die Fristenlösung im ö.StGB bin und jeder Frau das Recht zugestehe, eine Abtreibung vorzunehmen, wenn sie es will.

 

Ich bin dagegen, dass irgendjemand oder irgendetwas dabei Druck auf sie ausübt, der ihre Entscheidungsfreiheit einschränkt, gleichgültig, ob es sich dabei um gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, finanziellen, kirchlichen, familiären oder politischen und rechtlichen Druck handelt.

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Da das Thema Lebensschutz im säkularen Westeuropa nicht en vogue ist in der Mehrheit des Kirchenvolkes und insbesondere in dtsprachigen Raum die Kirche auf die fleißigen Kirchensteuerzahler angewiesen ist, wird sich mit der öffentlichen Unterstützung durch Bischöfe et al. nicht viel ändern.

 

Es ist ein sehr heikles Thema, da mehrheitlich nicht davon ausgegangen wird, bei einem Embryo - ggf. auch nur bei einer Morula - handele es sich um einen Menschen.

 

Dieses Denken - und das Strafrecht sollte Ausdruck des Denkens sein und nicht umgekehrt, auch wenn das faktisch nicht so ist und sich beides bedingt - läßt sich nur verändern, wenn man die Menschen liebt, so pathetisch das klingt.

 

Friedliche Demonstrationen wie in Berlin mit ehrlichem(!) Gebet für alle Beteiligten sind da ein guter Weg, egal, was manche sagen, die nicht mit dem Ziel der Demo einverstanden sind und - wie in Berlin - auch schon mal eine Bibel verbrennen.

 

Als Eltern mit seinen Kindern drüber reden ist ebenso sinnvoll, wie als werdende Eltern bewußt auf Vorsorgeuntersuchungen verzichten (wie Erstrimesterscreening), wenn die einzige "Therapie" im Töten des Ungeborenen besteht - so etwas wirkt evtl. auch im persönlichen Umfeld, wenn das Thema gerade dran ist. Öffentlichkeit ist mehr als Politik.

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Da das Thema Lebensschutz im säkularen Westeuropa nicht en vogue ist in der Mehrheit des Kirchenvolkes und insbesondere in dtsprachigen Raum die Kirche auf die fleißigen Kirchensteuerzahler angewiesen ist, wird sich mit der öffentlichen Unterstützung durch Bischöfe et al. nicht viel ändern.

 

Es ist ein sehr heikles Thema, da mehrheitlich nicht davon ausgegangen wird, bei einem Embryo - ggf. auch nur bei einer Morula - handele es sich um einen Menschen.

 

Dieses Denken - und das Strafrecht sollte Ausdruck des Denkens sein und nicht umgekehrt, auch wenn das faktisch nicht so ist und sich beides bedingt - läßt sich nur verändern, wenn man die Menschen liebt, so pathetisch das klingt.

 

Friedliche Demonstrationen wie in Berlin mit ehrlichem(!) Gebet für alle Beteiligten sind da ein guter Weg, egal, was manche sagen, die nicht mit dem Ziel der Demo einverstanden sind und - wie in Berlin - auch schon mal eine Bibel verbrennen.

 

Als Eltern mit seinen Kindern drüber reden ist ebenso sinnvoll, wie als werdende Eltern bewußt auf Vorsorgeuntersuchungen verzichten (wie Erstrimesterscreening), wenn die einzige "Therapie" im Töten des Ungeborenen besteht - so etwas wirkt evtl. auch im persönlichen Umfeld, wenn das Thema gerade dran ist. Öffentlichkeit ist mehr als Politik.

Aber erkäre mir bitte, warum sich Lebensschutz auf die Strafbarkeit von Abtreibungen beschränkt?

 

Erstens: zwar geschieht wahrscheinlich die Mehrheit der Schwangerschaftsabbrüchen aus eher egoistischen Motiven heraus wie Karieredenken oder falsch verstandener Selbstbestimmung. Aber es gibt auch die Fälle wo es um Leben und Tod geht (Nämlich ob die Mutter und mit ihr das Kind stirbt oder wenigstenms die Mutter überleben darf). Es gibt auch die Fälle, wo z.B. nach einer Vergewaltigung die Psychische notlage der Frau abtreibung als einen (scheinbaren aber ernstzunehmenden) Ausweg nahe legt.

Im grundsatz hast du mich andeiner Seite. Abtreibung ist Mord! Aber wer bist du, bin ich, sind wir als Gesellschaft das wir uns anmassen können in welchem Einzelfall (und darum muss es gehen um die jeweils betroffene Frau) die abtreibende Frau jetzt mörderin ist und wann nicht. Ich vermag das nicht.

 

zweitens: Wenn aus dem ungeborenem Leben ein geborenens ist, dann will das kind auch ernährt werden, es will ausgebildet werden. Wo ist dein Aufschrei wenn, was zurzeit geschieht, das Elterngeld für Hartz4-Empfänger gestrichen werden soll. Wo dein Aufschrei bei der Tatsache das Bildungserfolg in der Bundesrepublik in erster Linie vom geldbeutel der eltern und nicht von den Talenten die Gott dem Kind geschenkt hat abhängig ist. Wo ist dein Aufschrei angesichts einer nicht vorhanden Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Wer gegen Abtreibung demonstriert muss auch für eine Familienfreundliche und Familien fördernde Gesellschaft und Politik demonstrieren. und da reicht es nicht aus gegen die Homoehe zu wettern. Von Diskriminierung Homosexuerller wird kein Kind satt und ausgebildet.

Wer gegen Abtreibung demonstriert muss auch für eine Familienfreundliche und Familien fördernde Gesellschaft und Politik demonstrieren. alles ander ist Heuchelei!

 

drittens: Armut verkürzt ganz konkret das leben. Angefangen bei ungesunder Ernährung bis hin zum Selbstmord aus der verzweiflung der Armut.

Wer gegen Abtreibung demonstriert muss auch für eine gerechte Gesellschaft und Politik demonstrieren. Alles andere ist Heuchelei.

 

viertens: Das Leben beginnt mit der Zeugung und endet (zumindest physisch) mit dem Tod. Wo ist aber der Aufschrei der Lebensschützer angesichts der Zustände in vielen Altenheimen? Angefangen vom Gehalt der Pflegekräfte, das diesen Beruf alles andere macht nur nicht atraktiv, bis hin zu einer Personaldecke die mehr als "satt-und-sauber-Pflege" nicht möglich macht. Auf die speziellen Bedürfnisse von Demenz-Kranke oder auf dei Defizite in der palliativen Versorgung will ich an dieser Stelle nicht einehen, das würde zu weit führen. Altenheime sind besser als ihr Ruf. Dort arbeiten sehr engagierte Menschen und versuchen das Beste herauszuholen. Optimal ist die Situation aber nicht.

Wer gegen Abtreibung demonstriert muss auch für ein menschenwürdiges, selbstbestimmtes leben bis zu letzt demonstrieren und sich für die dafür notwendigen Strukturen einsetzen. Alles andere ist Heuchelei.

 

Lebenschutz aus Liebe zum Menschen? Ich glaube dir das du das ernst meinst. Wenn aber Lebenschutz sich auf das "nein" zur Abtreibung beschränkt verkommt es entweder zur Heuchelei oder zur Sinnleeren, Sinn losen Hülse. Das dann so ein, falsch verstandener, Lebensschutz heftige Gegenreaktion hervorruft ist klar.

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Da das Thema Lebensschutz im säkularen Westeuropa nicht en vogue ist in der Mehrheit des Kirchenvolkes und insbesondere in dtsprachigen Raum die Kirche auf die fleißigen Kirchensteuerzahler angewiesen ist, wird sich mit der öffentlichen Unterstützung durch Bischöfe et al. nicht viel ändern.

 

Es ist ein sehr heikles Thema, da mehrheitlich nicht davon ausgegangen wird, bei einem Embryo - ggf. auch nur bei einer Morula - handele es sich um einen Menschen.

 

Dieses Denken - und das Strafrecht sollte Ausdruck des Denkens sein und nicht umgekehrt, auch wenn das faktisch nicht so ist und sich beides bedingt - läßt sich nur verändern, wenn man die Menschen liebt, so pathetisch das klingt.

 

Friedliche Demonstrationen wie in Berlin mit ehrlichem(!) Gebet für alle Beteiligten sind da ein guter Weg, egal, was manche sagen, die nicht mit dem Ziel der Demo einverstanden sind und - wie in Berlin - auch schon mal eine Bibel verbrennen.

 

Als Eltern mit seinen Kindern drüber reden ist ebenso sinnvoll, wie als werdende Eltern bewußt auf Vorsorgeuntersuchungen verzichten (wie Erstrimesterscreening), wenn die einzige "Therapie" im Töten des Ungeborenen besteht - so etwas wirkt evtl. auch im persönlichen Umfeld, wenn das Thema gerade dran ist. Öffentlichkeit ist mehr als Politik.

Aber erkäre mir bitte, warum sich Lebensschutz auf die Strafbarkeit von Abtreibungen beschränkt?

 

Erstens: zwar geschieht wahrscheinlich die Mehrheit der Schwangerschaftsabbrüchen aus eher egoistischen Motiven heraus wie Karieredenken oder falsch verstandener Selbstbestimmung. Aber es gibt auch die Fälle wo es um Leben und Tod geht (Nämlich ob die Mutter und mit ihr das Kind stirbt oder wenigstenms die Mutter überleben darf). Es gibt auch die Fälle, wo z.B. nach einer Vergewaltigung die Psychische notlage der Frau abtreibung als einen (scheinbaren aber ernstzunehmenden) Ausweg nahe legt.

Im grundsatz hast du mich andeiner Seite. Abtreibung ist Mord! Aber wer bist du, bin ich, sind wir als Gesellschaft das wir uns anmassen können in welchem Einzelfall (und darum muss es gehen um die jeweils betroffene Frau) die abtreibende Frau jetzt mörderin ist und wann nicht. Ich vermag das nicht.

 

zweitens: Wenn aus dem ungeborenem Leben ein geborenens ist, dann will das kind auch ernährt werden, es will ausgebildet werden. Wo ist dein Aufschrei wenn, was zurzeit geschieht, das Elterngeld für Hartz4-Empfänger gestrichen werden soll. Wo dein Aufschrei bei der Tatsache das Bildungserfolg in der Bundesrepublik in erster Linie vom geldbeutel der eltern und nicht von den Talenten die Gott dem Kind geschenkt hat abhängig ist. Wo ist dein Aufschrei angesichts einer nicht vorhanden Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Wer gegen Abtreibung demonstriert muss auch für eine Familienfreundliche und Familien fördernde Gesellschaft und Politik demonstrieren. und da reicht es nicht aus gegen die Homoehe zu wettern. Von Diskriminierung Homosexuerller wird kein Kind satt und ausgebildet.

Wer gegen Abtreibung demonstriert muss auch für eine Familienfreundliche und Familien fördernde Gesellschaft und Politik demonstrieren. alles ander ist Heuchelei!

 

drittens: Armut verkürzt ganz konkret das leben. Angefangen bei ungesunder Ernährung bis hin zum Selbstmord aus der verzweiflung der Armut.

Wer gegen Abtreibung demonstriert muss auch für eine gerechte Gesellschaft und Politik demonstrieren. Alles andere ist Heuchelei.

 

viertens: Das Leben beginnt mit der Zeugung und endet (zumindest physisch) mit dem Tod. Wo ist aber der Aufschrei der Lebensschützer angesichts der Zustände in vielen Altenheimen? Angefangen vom Gehalt der Pflegekräfte, das diesen Beruf alles andere macht nur nicht atraktiv, bis hin zu einer Personaldecke die mehr als "satt-und-sauber-Pflege" nicht möglich macht. Auf die speziellen Bedürfnisse von Demenz-Kranke oder auf dei Defizite in der palliativen Versorgung will ich an dieser Stelle nicht einehen, das würde zu weit führen. Altenheime sind besser als ihr Ruf. Dort arbeiten sehr engagierte Menschen und versuchen das Beste herauszuholen. Optimal ist die Situation aber nicht.

Wer gegen Abtreibung demonstriert muss auch für ein menschenwürdiges, selbstbestimmtes leben bis zu letzt demonstrieren und sich für die dafür notwendigen Strukturen einsetzen. Alles andere ist Heuchelei.

 

Lebenschutz aus Liebe zum Menschen? Ich glaube dir das du das ernst meinst. Wenn aber Lebenschutz sich auf das "nein" zur Abtreibung beschränkt verkommt es entweder zur Heuchelei oder zur Sinnleeren, Sinn losen Hülse. Das dann so ein, falsch verstandener, Lebensschutz heftige Gegenreaktion hervorruft ist klar.

 

Ich fange mal unten an,a uch wenn das nicht der 3461289475612389475. Thread über Abtrebung pro-contra-werden soll.

 

Natürlich beschränkt sich Lebensschutz nicht auf ein "nein" zur Abtreibung, aber damit fängt er an, weil sonst der Schutz ohne zu schützendes Kind (das ist ja tot) nicht mehr möglich ist.

Lebensschutz beinhaltet vor allem auch die anderen Menschen, die keine Lobby haben und keine Stimme erheben können - die ALten und Kranken, die Sterbenden, egal ob in Heimen oder zuhause (neben den schlimmen zuständen in der Pflege ist auch die ärztliche Versorgung zuhause eine Katastrophe, wenn ein Hausarzt für Regelbesuche nichts(!!) bekommt).

Man kann schlechterdings nicht gegen Abtreibung sein, aber Gesundheit als marktwirtschaftlich zu operierendes Wirtschaftsfeld betrachten, da gebe ich Dir Recht und sehe das auch als Heuchelei bei manchem Konservativen (die Liberalen sind ja eher für eine Liberalisierung von allem, also auch der Abtreibung). Ebensowenig kann man gegen Abtreibung, aber für die Todesstrafe oder irgendeinen der aktuellen Kriege sein, wenn man für den Lebensschutz ist.

 

Da ist viel Reinigung der Einstellung gefragt.

 

Was aber erlaubt ist, daß sich ein Mensch auf ein Aktionsfeld beschränkt. Es muß nicht sein, daß man auf jeder Demo mitläuft und bei jeder Gruppe aktiv mitarbeitet, deren Meinung man auch vertritt - macht man ja sonst auch nicht.

 

Übrigens kann ich jede Frau verstehen, die ein Kind nicht will, mir steht es nicht zu, ihre Gründe zu beurteilen. Ich verstehe allerdings nicht, warum das Töten des Kindes so akzeptiert ist, wenn es mit der Adoptionsfreigabe doch auch anders ginge. Es ist ja nicht so, daß es zu viele Kinder gibt, die zur Adoption freigegeben werden. Das hätte auch zur Folge, daß sich die Mutter noch umentscheiden kann, da die Bindung evtl. noch wächst.

 

Wie man gegen Abtreibung und gegen familienfreundliche Sozialpolitik sein kann, ist mir auch ein Rätsel. Klingt sehr nach "Hauptsache Du bist am Leben, jetzt kümmere Dich um Deinen eigenen Dreck".

 

Die Kirche hört beim Thema Soziallehre heirzulande nur kaum einer, auch nicht Leute wie das Forum Dt. Katholiken.

 

Leider.

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wolfgang E.

Hier kann man gut studieren, wie sich manche User einen ehrliche und sachgerechte Diskussion vorstellen

Frank fragt:

Aber erkäre mir bitte, warum sich Lebensschutz auf die Strafbarkeit von Abtreibungen beschränkt?

 

roro antwortet:

 

Natürlich beschränkt sich Lebensschutz nicht auf ein "nein" zur Abtreibung, aber damit fängt er an, weil sonst der Schutz ohne zu schützendes Kind (das ist ja tot) nicht mehr möglich ist.

 

Die Frage nach dem Strafrecht übergeht der Antworter völlig, sondern erstickt die Diskussion in einem Schwall vion Phrasen.

 

Ich frage daher noch einmal: Warum ist es für Lebenschutz unbedingt notwendig dass die ohnediese problembeladene Situation der Schwangeren noch durch Drohungen des staatlichen Strafrechts verschärft wird.

Edited by wolfgang E.
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Zum Thema Strafrecht:

Das Gebot "du sollst nicht töten" gab es auch in den Zeiten, als das Morden im Namen Gottes noch als christliche Tugend angesehen wurde.

Solche Gebote nutzen also zunächst mal gar nichts.

Was man braucht, ist eine Bewusstseinsänderung.

Dazu gehört zum einen das Bewusstsein, dass ein Embryo eben mehr ist als ein Warze, die man sich mal eben entfernen lässt, und zum anderen die Erkenntnis, dass man ein solches Bewusstsein nicht dadurch erreicht, dass man irgendwelche Gesetz ändert und alles ist gut.

 

Man erreicht das Bewusstsein übrigens auch nicht, wenn man von Babymord oder ähnlichem fabuliert.

 

Werner

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  • In Spanien demonstrierten Hunderttausende
  • In Berlin gibt es jährlich eine Demonstration, an der man sich beteiligen kann
  • Eine Gemeinde in Niedersachsen machte im September eine große Veranstaltung zum Lebensschutz mit Vorträgen, Ständen und Beratungsgruppen (was von Priesterkollegen als sehr mutig angesehen wurde)

  • in München gab es mal einen wöchentlichen Sühnerosenkranz gegen die Einführung der Sexualerziehung an bayerischen Schulen.

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Ich frage daher noch einmal: Warum ist es für Lebenschutz unbedingt notwendig dass die ohnediese problembeladene Situation der Schwangeren noch durch Drohungen des staatlichen Strafrechts verschärft wird.

 

Warum hält bis heute der Staat daran fest, daß Ehefrauen, die ggf. unter einem Terrorregime des Ehemannes leiden (Einsperren, Vergewaltigung, Schläge etc.) und die diesen Ehemann irgendwann geplant umbringen, weil sie dieses Leben nicht mehr aushalten, dennoch bestraft werden?

Muß das sein?

 

Wenn das eine, wo das jahrelange Leiden offensichtlich ist, und die Tat sehr verständlich ist, unter Strafe steht, dann dürfte es auch eine Abtreibung sein. Oder nicht?

 

Es gibt eben einen Unterschied, ob man etwas versteht oder gutheißt.

Edited by rorro
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Zum Thema Strafrecht:

Das Gebot "du sollst nicht töten" gab es auch in den Zeiten, als das Morden im Namen Gottes noch als christliche Tugend angesehen wurde.

Solche Gebote nutzen also zunächst mal gar nichts.

Was man braucht, ist eine Bewusstseinsänderung.

Dazu gehört zum einen das Bewusstsein, dass ein Embryo eben mehr ist als ein Warze, die man sich mal eben entfernen lässt, und zum anderen die Erkenntnis, dass man ein solches Bewusstsein nicht dadurch erreicht, dass man irgendwelche Gesetz ändert und alles ist gut.

 

Man erreicht das Bewusstsein übrigens auch nicht, wenn man von Babymord oder ähnlichem fabuliert.

 

Werner

 

Bis auf das letzte Wort, weil das eine Geringschätzung dessen ausdrückt, dem das Thema am Herzen liegt, stimme ich vollkommen zu.

 

Mich wundert ein zu starkes Rekurrieren auf das Justizsystem bei Lebensschutz-Aktivisten. Ziel soll ja nicht Strafe nach Abtreibung sein, sondern Abtreibung verhindern. Strafandrohung kann dazu ein Mittel sein, ist aber maximal ein mögliches Mittel.

Edited by rorro
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Chrysologus
Ich frage daher noch einmal: Warum ist es für Lebenschutz unbedingt notwendig dass die ohnediese problembeladene Situation der Schwangeren noch durch Drohungen des staatlichen Strafrechts verschärft wird.

 

Das ist nicht der Punkt - wie rororo richtig andeutet (auch wenn sein Vergleich abwegig ist) - gibt es andere Situationen im Leben, in denen Menschen schwer belastet werden, und in denen die Tötung eines anderen wie eine (Er-)Lösung erscheinen kann. Und doch ist sie verboten und strafbar. So ist im deutschen Recht für die Frage der Zulässigkeit passiver Sterbehilfe (also zum Beispiel die Einstellung eines Sondenernährung) ausschließlich vom mutmaßlichen oder sicher bekannten Willen des Betroffenen abhängig. Ob und wie die Angehörigen an der Entscheidung leiden (egal, ob sie leiden, weil man Mutter nicht sterben läßt oder weil man eben dies tut), spielt hier nicht die geringste Rolle.

 

Es geht in der Frage der Abtreibung - die die Tötung von menschlichem Leben bedeutet, wo man dies anderes sieht, muss das Recht ganz anders formuliert werden - und ihrer Strafbarkeit schlicht um die Frage, wie denn das Ziel (Lebensschutz) am besten erreicht werden kann und gegen die Konflikte der Mutter abgewogen werden können. Dabei sollte an erster Stelle die Frage stehen, wie man solche Konflikte abschwächen kann - wenn wir (also die Kirche) deutlich macht, dass Schwangerschaft, Kindererziehung usw. eine Aufgabe der ganzen Gesellschaft sind, und nicht ins Private abgedrängt werden dürfen, dann ist das aus meiner Sicht ein elementarer Beitrag zum Lebensschutz. Wenn kirchliche Schulen sich mühen, schwangeren Teenagern und jungen Müttern eine Schulbildung zu ermöglichen (und wenn wie von mir beobachtet der die Schule tragende Ordensfrauenkonvent das Babysitting übernimmt - was nie nach Opfer aussah), dann dient das dem Lebensschutz. Wenn Kirche Kinderkrippen und Kindergärten betreibt, damit die Entscheidung für das Kind beruflich ertragbar ist, dann ist das Lebensschutz. Und wenn Kirche als Arbeitgeber etwas deutlicher machen würde, dass man Schwangerschaften von Mitarbeiterinnen nicht als Belastung wahrnimmt, dann wäre das viel wert.

 

Das darf alles nicht dazu führen, dass man die Belastungen einer ungeplanten Schwangerschaft vorschnell beiseite schiebt, aber man sollte auch nicht aus den Augen verlieren, dass es um beginnendes menschliches Leben geht.

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wenn wir (also die Kirche) deutlich macht, dass Schwangerschaft, Kindererziehung usw. eine Aufgabe der ganzen Gesellschaft sind, und nicht ins Private abgedrängt werden dürfen, dann ist das aus meiner Sicht ein elementarer Beitrag zum Lebensschutz.

 

Die Kindererziehung ist Sache der Eltern. Ich kann nicht die Kindern meiner Nachbarn erziehen. Der Staat auch nicht. Das ist der falsche Ansatz. Wir wissen wohin das führen kann.

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wolfgang E.
Ich frage daher noch einmal: Warum ist es für Lebenschutz unbedingt notwendig dass die ohnediese problembeladene Situation der Schwangeren noch durch Drohungen des staatlichen Strafrechts verschärft wird.

 

Das ist nicht der Punkt - wie rororo richtig andeutet (auch wenn sein Vergleich abwegig ist) - gibt es andere Situationen im Leben, in denen Menschen schwer belastet werden, und in denen die Tötung eines anderen wie eine (Er-)Lösung erscheinen kann. Und doch ist sie verboten und strafbar. So ist im deutschen Recht für die Frage der Zulässigkeit passiver Sterbehilfe (also zum Beispiel die Einstellung eines Sondenernährung) ausschließlich vom mutmaßlichen oder sicher bekannten Willen des Betroffenen abhängig. Ob und wie die Angehörigen an der Entscheidung leiden (egal, ob sie leiden, weil man Mutter nicht sterben läßt oder weil man eben dies tut), spielt hier nicht die geringste Rolle.

 

Es geht in der Frage der Abtreibung - die die Tötung von menschlichem Leben bedeutet, wo man dies anderes sieht, muss das Recht ganz anders formuliert werden - und ihrer Strafbarkeit schlicht um die Frage, wie denn das Ziel (Lebensschutz) am besten erreicht werden kann und gegen die Konflikte der Mutter abgewogen werden können. Dabei sollte an erster Stelle die Frage stehen, wie man solche Konflikte abschwächen kann - wenn wir (also die Kirche) deutlich macht, dass Schwangerschaft, Kindererziehung usw. eine Aufgabe der ganzen Gesellschaft sind, und nicht ins Private abgedrängt werden dürfen, dann ist das aus meiner Sicht ein elementarer Beitrag zum Lebensschutz. Wenn kirchliche Schulen sich mühen, schwangeren Teenagern und jungen Müttern eine Schulbildung zu ermöglichen (und wenn wie von mir beobachtet der die Schule tragende Ordensfrauenkonvent das Babysitting übernimmt - was nie nach Opfer aussah), dann dient das dem Lebensschutz. Wenn Kirche Kinderkrippen und Kindergärten betreibt, damit die Entscheidung für das Kind beruflich ertragbar ist, dann ist das Lebensschutz. Und wenn Kirche als Arbeitgeber etwas deutlicher machen würde, dass man Schwangerschaften von Mitarbeiterinnen nicht als Belastung wahrnimmt, dann wäre das viel wert.

 

Das darf alles nicht dazu führen, dass man die Belastungen einer ungeplanten Schwangerschaft vorschnell beiseite schiebt, aber man sollte auch nicht aus den Augen verlieren, dass es um beginnendes menschliches Leben geht.

 

1. Weißt Du als Jurist sehr gut, dass der Vergleich von roro grober Unfug ist, weil selbst in Zeiten finsterster Srtafrechtsanwendung Abtreibung und Mord niemals gleichgesetzt wurden.

2. Weißt Du sicher auch, dass selbst wüsteste Strafdrohungen Abtreibungen niemals verhindert haben

3. Meine Frage: Bist Du der Meinung dass Frauen die abtreiben (wieder) bestraft werden sollen?

 

Nachsatz: Es ist ein Faktum, dass das Schreien nach dem Richter die Bemühungen der "Lebensschützer" in den Augen der Öffentlichkeit besonders problematisiert.

Zudem ist zumindest für Österreich klar, dass die Fristenlösung so stark im gesllschaftlichen Konsens verankert ist, dass an eine Abschaffung überhaupt nicht zu denken ist.

Edited by wolfgang E.
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