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Ich werde als Dummerl hingestellt


harry
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Wir haben ja wieder einmal eine große Debatte über den Diskussionsstil und ich will hier mal einen Ausschnitt davon zur Diskussion stellen.

 

Ich bringe ein ganz neutrales Beispiel :

 

Nehmen wir mal an, ich hätte eine Diskussion mit einem anderen über die Fläche eines Kreises: A = PI*r*r

 

Der andere sagt, er hätte in einer Schrift gelesen, dass die Fläche eines Kreises: A = PI*r ist und das klingt für ihn ganz plausibel. Ich weiß selber nicht, was die Kreisfläche ist, habe folgendes gutes Argument, dass das nicht stimmen kann. Eine Fläche wird nicht in Meter gemessen, sondern in Quadratmeter. Bei seiner Formel kämme aber nur Meter raus, weil nur die Länge r darin ist.

 

Er kontert damit, dass PI auch in Meter gemessen wird und ich kontere : "Das weiß ich genau, dass PI nur eine Zahl ohne Maßeinheit ist." Die Diskussion wird hitziger und der Gegenüber sagt : "Bist Du eigentlich blöd ? Es ist doch alles ganz logisch und plausibel."

 

Meine Frage :

 

Wie kann man sich als Dummerl fühlen oder hingestellt fühlen, wenn man nach wie vor über ein sehr gutes Sachargument verfügt ?

 

Sokrates hatte genau das auch der claudia und LJS vorgeworfen. Wenn ich doch ein oder mehre gute Argumente habe und das auch vortragen kann, fange ich doch keine Diskussion über den Stil an, oder fühle mich als Dummerl hingestellt. Ich bin doch gar nicht dumm, sondern umgekehrt habe ich das Gefühl der Überlegenheit, denn meine Argumente sind doch gut. Das mit dem Quadratmeter ist sogar brilliant und ein echtes Killeragument.

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GermanHeretic
Das mit dem Quadratmeter ist sogar brilliant und ein echtes Killeragument.

"Brilliant" würde ich das nun nicht gerade nennen, aber es ist ein probates Mittel zum Feststellen von Fehlern, das man in gescheiten Bildungssystemen in der 6. Klasse beigebracht bekommt. Passen die pyhsikalischen Einheiten am Ende nicht, dann hat man in seinen Berechnungen einen Fehler gemacht. Man weiß zwar noch nicht, wo, aber wenigstens schon mal, daß.

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pathfinder
Wir haben ja wieder einmal eine große Debatte über den Diskussionsstil und ich will hier mal einen Ausschnitt davon zur Diskussion stellen.

 

Ich bringe ein ganz neutrales Beispiel :

 

Nehmen wir mal an, ich hätte eine Diskussion mit einem anderen über die Fläche eines Kreises: A = PI*r*r

 

Der andere sagt, er hätte in einer Schrift gelesen, dass die Fläche eines Kreises: A = PI*r ist und das klingt für ihn ganz plausibel. Ich weiß selber nicht, was die Kreisfläche ist, habe folgendes gutes Argument, dass das nicht stimmen kann. Eine Fläche wird nicht in Meter gemessen, sondern in Quadratmeter. Bei seiner Formel kämme aber nur Meter raus, weil nur die Länge r darin ist.

 

Er kontert damit, dass PI auch in Meter gemessen wird und ich kontere : "Das weiß ich genau, dass PI nur eine Zahl ohne Maßeinheit ist." Die Diskussion wird hitziger und der Gegenüber sagt : "Bist Du eigentlich blöd ? Es ist doch alles ganz logisch und plausibel."

 

Meine Frage :

 

Wie kann man sich als Dummerl fühlen oder hingestellt fühlen, wenn man nach wie vor über ein sehr gutes Sachargument verfügt ?

 

Sokrates hatte genau das auch der claudia und LJS vorgeworfen. Wenn ich doch ein oder mehre gute Argumente habe und das auch vortragen kann, fange ich doch keine Diskussion über den Stil an, oder fühle mich als Dummerl hingestellt. Ich bin doch gar nicht dumm, sondern umgekehrt habe ich das Gefühl der Überlegenheit, denn meine Argumente sind doch gut. Das mit dem Quadratmeter ist sogar brilliant und ein echtes Killeragument.

 

Es kommt ja nicht nur auf die Güte des Arguments (wenn es sich überhaupt um ein solches handelt - oft sind es einfach Behauptungen, die dann mehr oder weniger gut zu untermautert versucht zu werden) an, sondern auch, ob es überhaupt passt usw.

 

Es sollte hier auch weniger um das subjektive Überlegenheits- oder Unterlegenheitsgefühl gehen , sondern um das thema des jeweiligen threads. Aber wenn ich "Killerargument" lese, dann weiß ich eh, worauf es einigen hier ankkommt....wobei sich manche Killerargumente und "Todesstöße" eh bestenfalls als ein leises Windchen entpuppt haben.

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kamikazin

Was ganz besonders stört - sogar wenn man als unbeteiligte Dritte mitliest - daß die sachliche Ebene oft ganz schnell verlassen wird und durch Beleidigungen ersetzt wird. Das fällt besonders bei vielen "Alteingesessenen" auf - Mods nehme ich da nicht aus. In gewisser Weise mag das evtl sogar nachvollziehbar sein; hier wird immer wieder bis zum Erbrechen das gleiche diskutiert und irgendwann ist man vielleicht genervt. Allerdings vergessen die "Alteingesessenen", daß neuere User das hier halt noch nicht diskutiert haben.

Ich habe dieses Forum schon oft weggeklickt, weil mich sowas echt nervt. Besonders, wenns persönlich und unsachlich wird. Vielleicht können die, die hier scheinbar wohnen und seit Jahren einen großen Teil ihrer hier Zeit verbringen ein bischen öfter einfach mal die Klappe halten.

 

Zum Thema: Ja, es fällt schon auf, daß jeder unbedingt Recht behalten muss. Leute ihr tut eurem Ego keinen Abbruch, wenn ihr auch mal nachgebt.

 

So, das musste mal gesagt werden :-)

Bin wieder weg ;)

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pathfinder
Was ganz besonders stört - sogar wenn man als unbeteiligte Dritte mitliest - daß die sachliche Ebene oft ganz schnell verlassen wird und durch Beleidigungen ersetzt wird. Das fällt besonders bei vielen "Alteingesessenen" auf - Mods nehme ich da nicht aus. In gewisser Weise mag das evtl sogar nachvollziehbar sein; hier wird immer wieder bis zum Erbrechen das gleiche diskutiert und irgendwann ist man vielleicht genervt. Allerdings vergessen die "Alteingesessenen", daß neuere User das hier halt noch nicht diskutiert haben.

Ich habe dieses Forum schon oft weggeklickt, weil mich sowas echt nervt. Besonders, wenns persönlich und unsachlich wird. Vielleicht können die, die hier scheinbar wohnen und seit Jahren einen großen Teil ihrer hier Zeit verbringen ein bischen öfter einfach mal die Klappe halten.

 

Zum Thema: Ja, es fällt schon auf, daß jeder unbedingt Recht behalten muss. Leute ihr tut eurem Ego keinen Abbruch, wenn ihr auch mal nachgebt.

 

So, das musste mal gesagt werden :-)

Bin wieder weg ;)

 

ausgezeichnet...vielleicht bringt deine Anwesenheit einige zur Räson...

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Vermeintliche Sachargumente sind auch nicht immer das, wofür man sie hält. Nicht alles sind Fakten, auch wenn sie als solche bezeichnet werden.

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Vermeintliche Sachargumente sind auch nicht immer das, wofür man sie hält. Nicht alles sind Fakten, auch wenn sie als solche bezeichnet werden.

Keiner hat meine Frage beantwortet :

 

Wie kann man sich als Dummerl fühlen oder hingestellt fühlen, wenn man nach wie vor über ein oder mehrere gute Sachargumente verfügt ?

 

Was Du Björn und noch ein anderer angemerkt hast, ist völlig richtig !

 

Das Sachargument kann sogar falsch sein und das vermeintliche Killerargument entpuppt sich später als Denkfehler.

 

Aber :

 

Es kommt doch nur darauf an, dass ich das Gefühl habe, ein oder mehere gute Sachargumente zu haben und evtl. sogar ein Killerargument. Auch wenn ich mich dann täusche, würde ich mich dann doch nie als Dummerl fühlen. Weicht nicht vor der Frage aus. Beantwortet Sie.

Edited by harry
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Lieber Harry,

 

eine der Ursachen für ein solches Diskussionsverhalten scheint mir zu sein, dass man sich als Teilnehmer eines Internetforums unwillkürlich ein Bild von den anderen Menschen macht, mit denen man redet. Das ist dann so verfestigt, dass man gar nicht mehr auf Argumente reagiert, sondern nur auf den Menschen - beziehungsweise wie man ihn sich vorstellt. Und oft hat die eigene Vorstellung wenig mit der Wirklichkeit gemein.

 

Natürlich sind Anpöbeleien kein Diskussionsstil, und wer sie verwendet, disqualifiziert sich selbst. Eigentlich. Leider macht so etwas auf Forumsteilnehmer, denen eine eindeutige Gesinnung (natürlich jene, die man selber hat) wichtiger ist als das Nachdenken darüber, tatsächlich Eindruck. So dass man als Opfer eines solchen Verhaltens nicht nur die eigene Verletzung spürt, sondern auch noch die offene oder versteckte Häme anderer Foranten.

 

Deshalb würde ich Dir raten, solche unsachlichen Anwürfe jedes Mal scharf zurück zu weisen. Du kannst dir da durchaus ein paar passende Sätze vorab zurecht legen. Entweder betont sachlich, wie dies hier: "Die Behauptung der Minderintelligenz beim Diskussionsgegner ersetzt keinen Beweis." Oder, indem du selber auch persönlich wirst, etwas so: "Beleidigungen statt Argumente - spricht nicht gerade für deine Intelligenz."

 

Alfons

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pathfinder
Vermeintliche Sachargumente sind auch nicht immer das, wofür man sie hält. Nicht alles sind Fakten, auch wenn sie als solche bezeichnet werden.

Keiner hat meine Frage beantwortet :

 

Wie kann man sich als Dummerl fühlen oder hingestellt fühlen, wenn man nach wie vor über ein oder mehrere gute Sachargumente verfügt ?

 

Was Du Björn und noch ein anderer angemerkt hast, ist völlig richtig !

 

Das Sachargument kann sogar falsch sein und das vermeintliche Killerargument entpuppt sich später als Denkfehler.

 

Aber :

 

Es kommt doch nur darauf an, dass ich das Gefühl habe, ein oder mehere gute Sachargumente zu haben und evtl. sogar ein Killerargument. Auch wenn ich mich dann täusche, würde ich mich dann doch nie als Dummerl fühlen. Weicht nicht vor der Frage aus. Beantwortet Sie.

 

Das Gefühl ist aber das, was am meisten täuscht dabei. Das führt zur allgemeinen Frage: Wann ist ein Argument gut?

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Wir haben ja wieder einmal eine große Debatte über den Diskussionsstil und ich will hier mal einen Ausschnitt davon zur Diskussion stellen.

 

Ich bringe ein ganz neutrales Beispiel :

 

Nehmen wir mal an, ich hätte eine Diskussion mit einem anderen über die Fläche eines Kreises: A = PI*r*r

 

Der andere sagt, er hätte in einer Schrift gelesen, dass die Fläche eines Kreises: A = PI*r ist und das klingt für ihn ganz plausibel. Ich weiß selber nicht, was die Kreisfläche ist, habe folgendes gutes Argument, dass das nicht stimmen kann. Eine Fläche wird nicht in Meter gemessen, sondern in Quadratmeter. Bei seiner Formel kämme aber nur Meter raus, weil nur die Länge r darin ist.

 

Er kontert damit, dass PI auch in Meter gemessen wird und ich kontere : "Das weiß ich genau, dass PI nur eine Zahl ohne Maßeinheit ist." Die Diskussion wird hitziger und der Gegenüber sagt : "Bist Du eigentlich blöd ? Es ist doch alles ganz logisch und plausibel."

 

Meine Frage :

 

Wie kann man sich als Dummerl fühlen oder hingestellt fühlen, wenn man nach wie vor über ein sehr gutes Sachargument verfügt ?

 

Sokrates hatte genau das auch der claudia und LJS vorgeworfen. Wenn ich doch ein oder mehre gute Argumente habe und das auch vortragen kann, fange ich doch keine Diskussion über den Stil an, oder fühle mich als Dummerl hingestellt. Ich bin doch gar nicht dumm, sondern umgekehrt habe ich das Gefühl der Überlegenheit, denn meine Argumente sind doch gut. Das mit dem Quadratmeter ist sogar brilliant und ein echtes Killeragument.

das geht mir auch so. mein argument ist für mich auch ein killerargument. mit deinem beispiel sprichst du mir aus dem herzen. allerdings solltest du noch auf das argument, pi sei in metern gemessen, etwas eingehen. wiki könnte da helfen: "Sie [pi] beschreibt in der Geometrie das Verhältnis des Umfangs eines Kreises zu seinem Durchmesser. " damit wird sie zur dimensionslosen zahl.

 

ich hoffe ich konnte dir in der argumentation etwas weiterhelfen. ;)

 

aber oft gehen dann die argumente in der richtung weiter:

 

der umfang sei rund und der durchmesser sei gerade und das könne nie ein gutes verhältnis werden. auch schon früher war dieses verhältnis schlecht bzw. bei genauer betrachtung gar nicht existent.

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Vermeintliche Sachargumente sind auch nicht immer das, wofür man sie hält. Nicht alles sind Fakten, auch wenn sie als solche bezeichnet werden.

Keiner hat meine Frage beantwortet :

 

Wie kann man sich als Dummerl fühlen oder hingestellt fühlen, wenn man nach wie vor über ein oder mehrere gute Sachargumente verfügt ?

 

Was Du Björn und noch ein anderer angemerkt hast, ist völlig richtig !

 

Das Sachargument kann sogar falsch sein und das vermeintliche Killerargument entpuppt sich später als Denkfehler.

 

Aber :

 

Es kommt doch nur darauf an, dass ich das Gefühl habe, ein oder mehere gute Sachargumente zu haben und evtl. sogar ein Killerargument. Auch wenn ich mich dann täusche, würde ich mich dann doch nie als Dummerl fühlen. Weicht nicht vor der Frage aus. Beantwortet Sie.

 

Das Gefühl ist aber das, was am meisten täuscht dabei. Das führt zur allgemeinen Frage: Wann ist ein Argument gut?

wenn ich es aus überprüfbaren tatsachen herleiten kann.

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Vermeintliche Sachargumente sind auch nicht immer das, wofür man sie hält. Nicht alles sind Fakten, auch wenn sie als solche bezeichnet werden.

Keiner hat meine Frage beantwortet :

 

Wie kann man sich als Dummerl fühlen oder hingestellt fühlen, wenn man nach wie vor über ein oder mehrere gute Sachargumente verfügt ?

 

Was Du Björn und noch ein anderer angemerkt hast, ist völlig richtig !

 

Das Sachargument kann sogar falsch sein und das vermeintliche Killerargument entpuppt sich später als Denkfehler.

 

Aber :

 

Es kommt doch nur darauf an, dass ich das Gefühl habe, ein oder mehere gute Sachargumente zu haben und evtl. sogar ein Killerargument. Auch wenn ich mich dann täusche, würde ich mich dann doch nie als Dummerl fühlen. Weicht nicht vor der Frage aus. Beantwortet Sie.

 

Das Gefühl ist aber das, was am meisten täuscht dabei. Das führt zur allgemeinen Frage: Wann ist ein Argument gut?

Nein.

 

Das geht wieder völlig vorbei an dem, was ich angemahnt habe, nämlich die Frage zu beantworten. Ich habe sogar selber gesagt, dass das Gefühl gute Argumente oder Killerargumente zu haben, täuschen kann. das ist nicht der Punkt. Es geht um das Gefühl, sich als Dummerl zu fühlen. Zu Recht oder zu Unrecht spielt keine Rolle dabei.

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Ich werde als Dummerl hingestellt

 

Aber Harry, das wundert dich noch?

 

Ich geb zu, am Anfang hat mich der Diskusions-Stil auch gewundert hier.

 

Inzwischen weiß ich:

 

Hier darf jeder als I**** hingestellt werden und rüde beschimpft werden, wenn er nicht zu einer kleinen Clique von Platzhirschen gehört.

 

Selbst Einstein würde hier als Depp hingestellt und gemobbt, wenn er nicht bei den Platzhirschen mitröhren würde.

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Lieber Harry,

 

eine der Ursachen für ein solches Diskussionsverhalten scheint mir zu sein, dass man sich als Teilnehmer eines Internetforums unwillkürlich ein Bild von den anderen Menschen macht, mit denen man redet. Das ist dann so verfestigt, dass man gar nicht mehr auf Argumente reagiert, sondern nur auf den Menschen - beziehungsweise wie man ihn sich vorstellt. Und oft hat die eigene Vorstellung wenig mit der Wirklichkeit gemein.

 

Natürlich sind Anpöbeleien kein Diskussionsstil, und wer sie verwendet, disqualifiziert sich selbst. Eigentlich. Leider macht so etwas auf Forumsteilnehmer, denen eine eindeutige Gesinnung (natürlich jene, die man selber hat) wichtiger ist als das Nachdenken darüber, tatsächlich Eindruck. So dass man als Opfer eines solchen Verhaltens nicht nur die eigene Verletzung spürt, sondern auch noch die offene oder versteckte Häme anderer Foranten.

 

Deshalb würde ich Dir raten, solche unsachlichen Anwürfe jedes Mal scharf zurück zu weisen. Du kannst dir da durchaus ein paar passende Sätze vorab zurecht legen. Entweder betont sachlich, wie dies hier: "Die Behauptung der Minderintelligenz beim Diskussionsgegner ersetzt keinen Beweis." Oder, indem du selber auch persönlich wirst, etwas so: "Beleidigungen statt Argumente - spricht nicht gerade für deine Intelligenz."

 

Alfons

"Das weiß ich genau, dass PI nur eine Zahl ohne Maßeinheit ist." ist allerdings kein gutes argument. in einem "besserwisserischem" kontext wird das vielleicht als herabsetzung empfunden.

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Ich werde als Dummerl hingestellt

Aber Harry, das wundert dich noch?

Ich fühle mich nicht als Dummerl hingestellt und mein Eingangsposting beschreibt, warum ich das nicht tue. Lese nochmal oder stelle Fragen, wenn Dir was unklar ist.

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GermanHeretic
"Das weiß ich genau, dass PI nur eine Zahl ohne Maßeinheit ist." ist allerdings kein gutes argument. in einem "besserwisserischem" kontext wird das vielleicht als herabsetzung empfunden.

Ja, korrekt wäre, eine Quelle dafür anzugeben, Bronstein oder ein Schulbuch der 7. Klasse sollte genügen. Aber das wird einem garantiert auch von jemandem als "Besserwisserei" ausgelegt. Schau, da hat so ein Angeber ein Buch (voller unbewiesener Theorien) gelesen.

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pathfinder
Vermeintliche Sachargumente sind auch nicht immer das, wofür man sie hält. Nicht alles sind Fakten, auch wenn sie als solche bezeichnet werden.

Keiner hat meine Frage beantwortet :

 

Wie kann man sich als Dummerl fühlen oder hingestellt fühlen, wenn man nach wie vor über ein oder mehrere gute Sachargumente verfügt ?

 

Was Du Björn und noch ein anderer angemerkt hast, ist völlig richtig !

 

Das Sachargument kann sogar falsch sein und das vermeintliche Killerargument entpuppt sich später als Denkfehler.

 

Aber :

 

Es kommt doch nur darauf an, dass ich das Gefühl habe, ein oder mehere gute Sachargumente zu haben und evtl. sogar ein Killerargument. Auch wenn ich mich dann täusche, würde ich mich dann doch nie als Dummerl fühlen. Weicht nicht vor der Frage aus. Beantwortet Sie.

 

 

 

Das Gefühl ist aber das, was am meisten täuscht dabei. Das führt zur allgemeinen Frage: Wann ist ein Argument gut?

Nein.

 

Das geht wieder völlig vorbei an dem, was ich angemahnt habe, nämlich die Frage zu beantworten. Ich habe sogar selber gesagt, dass das Gefühl gute Argumente oder Killerargumente zu haben, täuschen kann. das ist nicht der Punkt. Es geht um das Gefühl, sich als Dummerl zu fühlen. Zu Recht oder zu Unrecht spielt keine Rolle dabei.

 

Aber geh, ist Dir das wirklich so wichtig? Hier teilen Einige in ihrem missionarischen Übereifer Watschn aus, und dann wird so eine Frage gestellt.

 

Mich amüsiert immer nur fast, dass die, welche gewisse Ausdrücke verwenden (ich stelle jetzt gar keinen in den Raum, und das ist gar nicht gegen Dich gerichtet), nicht die geringste Ahnung haben, z.B. was der andere wirklich gelesen hat oder was sein Fachgebiet ist usw.

Edited by pathfinder
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Wie kann man sich als Dummerl fühlen oder hingestellt fühlen, wenn man nach wie vor über ein sehr gutes Sachargument verfügt ?

Meiner Meinung nach: Gar nicht. Wenn die Diskussion persönlich wird, dann ist das fast immer ein Beweis dafür, dass der Austausch der Argumente in eine Krise geraten ist. Manchmal ist der schuld, der zuerst persönlich wird, manchmal der andere, manchmal beide. Es kann daran liegen, dass einer Seite die Argumente ausgegangen sind, die aber nciht verlieren will, dass eine Seite unehrliche Argumente bringt und der andere sich darüber ärgert, oder es kann sich hochschaukeln, oder es können sich zwei nicht leiden und werden persönlich obwohl noch Argumente da sind.

 

Es gibt allerdings auch Leute, bei denen endet jede Diskussion in persönlichem Gejammer. Mit solchen Leuten darf man dann eben nur sehr dosiert diskutieren, sprich: Man sollte sie öfter mal links liegen lassen.

Edited by Sokrates
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Wie kann man sich als Dummerl fühlen oder hingestellt fühlen, wenn man nach wie vor über ein sehr gutes Sachargument verfügt ?

Meiner Meinung nach: Gar nicht. Wenn die Diskussion persönlich wird, dann ist das fast immer ein Beweis dafür, dass der Austausch der Argumente in eine Krise geraten ist. Manchmal ist der schuld, der zuerst persönlich wird, manchmal der andere, manchmal beide. Es kann daran liegen, dass einer Seite die Argumente ausgegangen sind, die aber nciht verlieren will, dass eine Seite unehrliche Argumente bringt und der andere sich darüber ärgert, oder es kann sich hochschaukeln, oder es können sich zwei nicht leiden und werden persönlich obwohl noch Argumente da sind.

 

Es gibt allerdings auch Leute, bei denen endet jede Diskussion in persönlichem Gejammer. Mit solchen Leuten darf man dann eben nur sehr dosiert diskutieren.

Genau ! Gar nicht ist richtig und Sokrates hatte das ja auch schon in dem anderen Thread völlig richtig gesagt und mich zu dem Thread angeregt.

 

Ganz unabhängig, ob ich im Recht bin oder nicht, wenn ich gute Argumente für meine Position habe, kann nicht das Gefühl aufkommen, ein Dummerl zu sein. Selbst wenn ich ein Dummerl bin und meine Argumente alle dumm sind.

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Meine Frage :

 

Wie kann man sich als Dummerl fühlen oder hingestellt fühlen, wenn man nach wie vor über ein sehr gutes Sachargument verfügt ?

 

das mußt du dir selber beantworten, denn dieses gefühl ist in dir.

 

ich fühle mich in derartigen situationen nicht als dummerl, sondern ich frage mich was hindert den diskussionspartner am verständnis. es könnte mein argumentationsstil sein oder das verständnis des anderen ist in diesem kontext eingeschränkt. beides ist nur zum teil überwindbar.

damit muß die welt eben leben dass sie mich nicht ganz versteht.

Edited by helmut
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Wir haben ja wieder einmal eine große Debatte über den Diskussionsstil und ich will hier mal einen Ausschnitt davon zur Diskussion stellen.

 

Ich bringe ein ganz neutrales Beispiel :

 

Nehmen wir mal an, ich hätte eine Diskussion mit einem anderen über die Fläche eines Kreises: A = PI*r*r

 

Der andere sagt, er hätte in einer Schrift gelesen, dass die Fläche eines Kreises: A = PI*r ist und das klingt für ihn ganz plausibel. Ich weiß selber nicht, was die Kreisfläche ist, habe folgendes gutes Argument, dass das nicht stimmen kann. Eine Fläche wird nicht in Meter gemessen, sondern in Quadratmeter. Bei seiner Formel kämme aber nur Meter raus, weil nur die Länge r darin ist.

 

Er kontert damit, dass PI auch in Meter gemessen wird und ich kontere : "Das weiß ich genau, dass PI nur eine Zahl ohne Maßeinheit ist." Die Diskussion wird hitziger und der Gegenüber sagt : "Bist Du eigentlich blöd ? Es ist doch alles ganz logisch und plausibel."

 

Meine Frage :

 

Wie kann man sich als Dummerl fühlen oder hingestellt fühlen, wenn man nach wie vor über ein sehr gutes Sachargument verfügt ?

 

Sokrates hatte genau das auch der claudia und LJS vorgeworfen. Wenn ich doch ein oder mehre gute Argumente habe und das auch vortragen kann, fange ich doch keine Diskussion über den Stil an, oder fühle mich als Dummerl hingestellt. Ich bin doch gar nicht dumm, sondern umgekehrt habe ich das Gefühl der Überlegenheit, denn meine Argumente sind doch gut. Das mit dem Quadratmeter ist sogar brilliant und ein echtes Killeragument.

 

 

Das geht mir hier im Forum nicht selten so. Manchmal sogar verschärft. Das geht dann nach dem Motto zu viel Sachkenntnis schadet nur der Frömmigkeit.

 

Um die Frage letztendlich zu beantworten, müsste man ja die Leute fragen, die so argumentieren.

 

Aber spekulativ sehe ich die Sache so:

 

1. Dass jeder über alles reden kann, gehört zu unserer medialen Meinungsumfragekultur.

2. Dass Viele Sachkenntnis verwechseln mit einer Mischung aus Erfahrung und Meinung, kann man nicht nur im Forum feststellen. Mir begegnet das ganz häufig im Bereich Schule/Erziehung. Schule kennt jeder, hat jeder erfahren. Erziehung kennt auch jeder. hat auich jeder erfahren. Eine Meinung bildet sich auch jeder dazu. Und schon hast Du nur Experten am Tisch. (Fußball wäre hier noch ein Beispiel)

3. Gerade in enem anonymen Forum lässt sich beobachten, wie Systemstabilisierung funktioniert. Wichtig ist, das eigene Weltbild zu stabilisieren, nicht der Austausch von Argumenten. Das haben auch viele Menschen gar nicht wirklich gelernt.

4. Wir haben in Deutschland keine gute Streitkultur. Meistens gibt es zwei Extreme: schweigen um des lieben Friedens willen oder Eskalation. Außerdem gehen wir in unserer Kultur meistensvon einem Oben und Unten aus: Ich stehe entweeder über Dir oder unter Dir. Und ich strebe danach, üer Dir zu stehen. Deine Argumente gefährden mein Streben. Also muss ich, wenn Du nach meinen Argumenten immer nch keine Ruhe gibst, persönlich werden.

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Wir haben ja wieder einmal eine große Debatte über den Diskussionsstil und ich will hier mal einen Ausschnitt davon zur Diskussion stellen.

 

Ich bringe ein ganz neutrales Beispiel :

 

Nehmen wir mal an, ich hätte eine Diskussion mit einem anderen über die Fläche eines Kreises: A = PI*r*r

 

Der andere sagt, er hätte in einer Schrift gelesen, dass die Fläche eines Kreises: A = PI*r ist und das klingt für ihn ganz plausibel. Ich weiß selber nicht, was die Kreisfläche ist, habe folgendes gutes Argument, dass das nicht stimmen kann. Eine Fläche wird nicht in Meter gemessen, sondern in Quadratmeter. Bei seiner Formel kämme aber nur Meter raus, weil nur die Länge r darin ist.

 

Er kontert damit, dass PI auch in Meter gemessen wird und ich kontere : "Das weiß ich genau, dass PI nur eine Zahl ohne Maßeinheit ist." Die Diskussion wird hitziger und der Gegenüber sagt : "Bist Du eigentlich blöd ? Es ist doch alles ganz logisch und plausibel."

 

Meine Frage :

 

Wie kann man sich als Dummerl fühlen oder hingestellt fühlen, wenn man nach wie vor über ein sehr gutes Sachargument verfügt ?

 

Sokrates hatte genau das auch der claudia und LJS vorgeworfen. Wenn ich doch ein oder mehre gute Argumente habe und das auch vortragen kann, fange ich doch keine Diskussion über den Stil an, oder fühle mich als Dummerl hingestellt. Ich bin doch gar nicht dumm, sondern umgekehrt habe ich das Gefühl der Überlegenheit, denn meine Argumente sind doch gut. Das mit dem Quadratmeter ist sogar brilliant und ein echtes Killeragument.

 

 

Das geht mir hier im Forum nicht selten so. Manchmal sogar verschärft. Das geht dann nach dem Motto zu viel Sachkenntnis schadet nur der Frömmigkeit.

 

Um die Frage letztendlich zu beantworten, müsste man ja die Leute fragen, die so argumentieren.

 

Aber spekulativ sehe ich die Sache so:

 

1. Dass jeder über alles reden kann, gehört zu unserer medialen Meinungsumfragekultur.

2. Dass Viele Sachkenntnis verwechseln mit einer Mischung aus Erfahrung und Meinung, kann man nicht nur im Forum feststellen. Mir begegnet das ganz häufig im Bereich Schule/Erziehung. Schule kennt jeder, hat jeder erfahren. Erziehung kennt auch jeder. hat auich jeder erfahren. Eine Meinung bildet sich auch jeder dazu. Und schon hast Du nur Experten am Tisch. (Fußball wäre hier noch ein Beispiel)

3. Gerade in enem anonymen Forum lässt sich beobachten, wie Systemstabilisierung funktioniert. Wichtig ist, das eigene Weltbild zu stabilisieren,*** nicht der Austausch von Argumenten. Das haben auch viele Menschen gar nicht wirklich gelernt.

4. Wir haben in Deutschland keine gute Streitkultur. Meistens gibt es zwei Extreme: schweigen um des lieben Friedens willen oder Eskalation. Außerdem gehen wir in unserer Kultur meistensvon einem Oben und Unten aus: Ich stehe entweeder über Dir oder unter Dir. Und ich strebe danach, üer Dir zu stehen. Deine Argumente gefährden mein Streben. Also muss ich, wenn Du nach meinen Argumenten immer nch keine Ruhe gibst, persönlich werden.

*** hervorhebung von mir

das oben und unten hast du schon gut für dich festgestellt: "Das geht dann nach dem Motto zu viel Sachkenntnis schadet nur der Frömmigkeit."

Edited by helmut
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[...]3. Gerade in einem anonymen Forum lässt sich beobachten, wie Systemstabilisierung funktioniert. Wichtig ist, das eigene Weltbild zu stabilisieren,*** nicht der Austausch von Argumenten. Das haben auch viele Menschen gar nicht wirklich gelernt. [...]

*** hervorhebung von mir

das oben und unten hast du schon gut für dich festgestellt: "Das geht dann nach dem Motto zu viel Sachkenntnis schadet nur der Frömmigkeit."

Gibt es einen speziellen Grund, warum du Mat unterstellst, er sei nur an der Stabilisierung seines Weltbildes interessiert? Hat er jemals Anlass dazu gegeben?

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Meine Frage :

 

Wie kann man sich als Dummerl fühlen oder hingestellt fühlen, wenn man nach wie vor über ein sehr gutes Sachargument verfügt ?

 

das mußt du dir selber beantworten, denn dieses gefühl ist in dir.

Ich habe das Gefühl nicht und habe das jetzt schon dreimal geschrieben und auch warum. Auch Sokrates hat gesagt, warum er sich nicht als Dummerl fühlt, wenn er gefühlte gute Argumente hat. Auch zu Dir sage ich : Les doch mal, was ich schreibe, oder stelle Fragen, wenn Du es nicht verstehst.

 

Noch ein Schritt weiter :

 

Wann lernt man ?

 

Man lernt genau dann, wenn man nicht empfindet : "Der will mich als Dummerl hinstellen, und mich ständig belehren."

 

Wenn ich keine guten Gegenargumnente habe, gehe ich davon aus, dass mein Gegenüber Recht haben könnte. Dann recherchiere ich, finde vielleicht neue Gegenargumente, oder komme einfach zu dem Schluß : Der hat Recht.

 

Auch wieder völlig egal, ob das tatsächlich richtig oder falsch ist.

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