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Ist Feuer Leben?


AdG

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Dankeschön, hat mir geholfen.

 

Er meinte, dass man Hunde (Freund des Menschen) ja töten dürfe, aber dumme Menschen nicht. Hat jemand noch ein für ihn einfach verständliches Argument dagegen?

Wie, du möchtest ein Argument dafür, dass man dich und deinen Freund töten darf?

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Und jedes Mal wenn man eine Kerze auspustet tötet man?

Das tust du auch jedes mal, wenn du Schimmel beseitigst oder Antibiotika nimmst :ninja:

Genau, und dann darfst du auch alle Menschen umbringen, wenn es dir was nützt und du es schaffst. *facepalm*

Du hast eine sehr rege Phantasie beim Interpretieren von Textinhalten...

Ich meinte nicht dich, sondern meinen Diskussionspartner, ich stimme dir ja zu, nur T. hat so argumentiert.

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Dankeschön, hat mir geholfen.

 

Er meinte, dass man Hunde (Freund des Menschen) ja töten dürfe, aber dumme Menschen nicht. Hat jemand noch ein für ihn einfach verständliches Argument dagegen?

Wie, du möchtest ein Argument dafür, dass man dich und deinen Freund töten darf?

Jetzt verstehst du mich aber völlig falsch.

Ich meinte ein Argument, dass erklärte, dass man ein Tier verzehren kann, oder töten wenn es einen angreift, oder man es gar nicht bemerkt, ein Mensch hingegen nicht umbebracht werden darf.

Er ist im übrigen kein Freund, sondern ein Mitschüler.

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Und jedes Mal wenn man eine Kerze auspustet tötet man?

Das tust du auch jedes mal, wenn du Schimmel beseitigst oder Antibiotika nimmst :ninja:

Genau, und dann darfst du auch alle Menschen umbringen, wenn es dir was nützt und du es schaffst. *facepalm*

Du hast eine sehr rege Phantasie beim Interpretieren von Textinhalten...

Ich meinte nicht dich, sondern meinen Diskussionspartner, ich stimme dir ja zu, nur T. hat so argumentiert.

Dann war das ein Mistverständnis. ;)

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Dankeschön, hat mir geholfen.

 

Er meinte, dass man Hunde (Freund des Menschen) ja töten dürfe, aber dumme Menschen nicht. Hat jemand noch ein für ihn einfach verständliches Argument dagegen?

Wie, du möchtest ein Argument dafür, dass man dich und deinen Freund töten darf?

Jetzt verstehst du mich aber völlig falsch.

Ich meinte ein Argument, dass erklärte, dass man ein Tier verzehren kann, oder töten wenn es einen angreift, oder man es gar nicht bemerkt, ein Mensch hingegen nicht umbebracht werden darf.

Er ist im übrigen kein Freund, sondern ein Mitschüler.

Jetzt bräuchte man einen Juristen, aber ist es nicht so, dass man in Notwehr durchaus auch einen Menschen töten "darf"? "Finaler Rettungsschuss" Fällt mir noch spontan ein. Zudem werden in Staaten mit Todesstrafe durchaus Menschen umgebracht.

 

Und zumindest das Töten von Wirbeltieren unterliegt in D ja auch einer ganzen Reihe von Gesetzen

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Heute hatte ich eine Diskussion mit einem sich selbst so bezeichnenden Darwinisten, der den Darwinismus als Sozialdarwinismus verstand. Er meinte, wer es könne solle den anderen umbringen, dadurch stürben die weniger Guten aus, und die nächste Generation seien gewissermaßen wertvollere Menschen.

Schließlich kamen wir auch zum Feuer, er hielt es für ein Lebewesen, obwohl es keine Zellen aufweist.

Hat jemand ein paar Ideen für ein paar gute Argumente dagegen?

1. Darwins Idee (Stichwort: "survival of the fittest") hat mit der bestmöglichen Anpassung zu tun, der Sozialdarwinismus hingegen ist eine krude Deutung der Evolution, die dann auf eine Art "Überleben des Stärkeren" hinausläuft. Demnach heißt es noch lange nicht, dass die "Guten" (sagen wir mal hier meinetwegen so etwas wie "qualitativ bessere Angehörige einer Spezies") deswegen eine bessere Chance zur Fortpflanzung haben. Entscheidend ist, wer die insgesamt bessere Überlebens- und Fortpflanzungsstrategie hat.

Mit polemischer Note und auf den Menschen angewandt: Teil der breiten dummen Masse zu sein scheint sich zu bewähren, Intelligenz aber nicht unbedingt. Sonst gäbe es mehr bewusst intelligente Menschen, non? Stattdessen bevorzugen es aber viele, sich dem Mob anzuschließen, weil es bequemer und mit weniger Denkaufwand verbunden ist. Eine Begründung dieser Art habe ich sogar mal aus jemandes Mund gehört, der eigentlich nicht ausgesprochen dumm zu sein schien, aber nun mal keine Lust hatte, viel nachzudenken oder sich gegen die Masse zu stellen. Ich meine mich zudem zu erinnern, dass die Suizidrate unter "intelligenten" Menschen (ich nehme mal an, das war auf den Bildungsgrad bezogen) höher ist...

 

2. Feuer ist im Grunde schwach ionisiertes Plasma. Wenn man so möchte, eine Art physikalischer Zustand. Mich würde seine Argumentation interessieren, wie er auf die absurde Idee kommt, Feuer sei ein Lebewesen.

 

3. Ich schließe mich ansonsten Julians Rat an: Suche dir einen intelligenteren Diskussionspartner.

Sein Argument war: Es "pflanzt sich fort", habe einen Stoffwechsel, bewegt sich

wenn ich das richtig in Erinnerung habe.

Dein Argument mit der Dummheit der Massen ist sehr treffend, danke. Nur könnte er einwenden, das liege daran, dass man die Menschenleben geschützt habe, während man Tiere töten dürfe, (man dürfe auch Feuer töten, darüber kamen wir darauf).

Noch versuche ich ja im zu zeigen, dass er Nonsens redet, aber es ist nicht sehr erfolgsversprechend.

Feuer hat einen Stoffwechsel? Wow. Sachen gibt's. Kann es sein, dass er sich des Begriffs "Stoffwechsel" absolut gar nicht im Klaren ist?

 

Ich nehme an, bei dem möglichen Einwand geht es im Wesentlichen um das Thema, wieso man z.B. Behinderte schützen sollte, weil sie einem solchen Weltbild nach keinen Nutzen bringen.

Dazu eine Gegenfrage: An welchen Faktoren will er messen können, welchen Nutzen bzw. Nichtnutzen jemand bringt? Was ist z.B. mit Systemparasiten, die eigentlich voll funktionsfähig wären, aber das System zu ihrem Vorteil ausnutzen? Das völlig zu verhindern wird wohl kaum möglich sein, denn letzten Endes ist es eine von mehreren Überlebensstrategien. Die Evolution, da sie keine ureigene Moralkomponente hat, tickt da einfach nach dem Motto "der Erfolg gibt dem Überlebenden Recht", der Zweck heiligt gewissermaßen die Mittel.

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Feuer hat einen Stoffwechsel? Wow. Sachen gibt's. Kann es sein, dass er sich des Begriffs "Stoffwechsel" absolut gar nicht im Klaren ist?

nun, laut Wiki bedeutet Stoffwechsel:

 

Der Stoffwechsel oder der Metabolismus (griechisch μεταβολισμός, metabolismós „Stoffwechsel“, mit lateinischer Endung versehen) steht für die Aufnahme, den Transport und die chemische Umwandlung von Stoffen in einem Organismus sowie die Abgabe von Stoffwechselendprodukten an die Umgebung. [...] Diese biochemischen Vorgänge (zum Beispiel innere und äußere Atmung, Transportvorgänge, Ernährung) dienen dem Aufbau und der Erhaltung der Körpersubstanz (Baustoffwechsel) sowie der Energiegewinnung (Energiestoffwechsel)

 

Würdest du Feuer als Organismus ansehern, dann nimmt Feuer z.B. Zellulose auf, wandelt diesen chemisch um (Oxidation) und gibt entsprechende Stoffwechselprodukte (z.B. CO2) wieder an die Umgebung ab. Durch diesen Vorgang wird die "Körpersubstanz" der Flamme erhalten und es erfolgt Energiegewinnung.

 

Ganz aus der Luft gegriffen ist der Vergleich ja nicht. Auch wenn er eben nicht stimmt.

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Feuer hat einen Stoffwechsel? Wow. Sachen gibt's. Kann es sein, dass er sich des Begriffs "Stoffwechsel" absolut gar nicht im Klaren ist?

nun, laut Wiki bedeutet Stoffwechsel:

 

Der Stoffwechsel oder der Metabolismus (griechisch μεταβολισμός, metabolismós „Stoffwechsel“, mit lateinischer Endung versehen) steht für die Aufnahme, den Transport und die chemische Umwandlung von Stoffen in einem Organismus sowie die Abgabe von Stoffwechselendprodukten an die Umgebung. [...] Diese biochemischen Vorgänge (zum Beispiel innere und äußere Atmung, Transportvorgänge, Ernährung) dienen dem Aufbau und der Erhaltung der Körpersubstanz (Baustoffwechsel) sowie der Energiegewinnung (Energiestoffwechsel)

 

Würdest du Feuer als Organismus ansehern, dann nimmt Feuer z.B. Zellulose auf, wandelt diesen chemisch um (Oxidation) und gibt entsprechende Stoffwechselprodukte (z.B. CO2) wieder an die Umgebung ab. Durch diesen Vorgang wird die "Körpersubstanz" der Flamme erhalten und es erfolgt Energiegewinnung.

 

Ganz aus der Luft gegriffen ist der Vergleich ja nicht. Auch wenn er eben nicht stimmt.

Es wird kritisch bei der Definition, wenn man sich bei solchen Wortklaubereien auf Wikipedia allein verlässt.

Allerdings fehlt dem Feuer etwas, was ansonsten absolut jedes Lebewesen auf der Erde hat: Erbgut.

 

Falls mir jemand auch nur einen Fetzen Feuer-DNS oder zumindest RNS zeigen kann, lasse ich mich vielleicht vom Gegenteil überzeugen. :ninja:

bearbeitet von GodComplexID
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Allerdings fehlt dem Feuer etwas, was ansonsten absolut jedes Lebewesen auf der Erde hat: Erbgut.

 

Falls mir jemand auch nur einen Fetzen Feuer-DNS oder zumindest RNS zeigen kann, lasse ich mich vielleicht vom Gegenteil überzeugen. :ninja:

Das wär doch ein gutes Argument für AdG...
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Ich meinte ein Argument, dass erklärte, dass man ein Tier verzehren kann, oder töten wenn es einen angreift, oder man es gar nicht bemerkt, ein Mensch hingegen nicht umbebracht werden darf.

 

...naja Menschen haben...Menschenrechte! Hab noch nichts davon gehört, dass es "Tierrechte" gibt. Der Philosoph Peter Singer hat zum Thema Euthanasie schonmal formuliert, dass Lebewesen, die nicht "denken" können (in unserem Falle die Tiere, in seinem Falle auch auf Säuglinge und behinderte Menschen bezogen) den Zustand des Seins (also das (weiter)Leben)) dem Zustand des Nicht-Seins (also den Tod) nicht vorziehen können, weil sie nicht über ihre eigene Existenz reflektieren können. Ein Fisch beispielsweise wehrt sich am Angelhaken aus einem natürlichen Überlebensreflex heraus, aber er hat nicht das Bewusstsein, dass er lieber existieren möchte als nicht-zu-existieren.

Ein Mensch hingegen kann darüber nachdenken, dass er lebenmöchte und sobald er ermordet würde, hätte jemand gegen diesen freien Willen verstoßen und damit sein Recht auf Leben verletzt.

Ich möchte jetzt keine riesige Diskussion anzetteln, denn über solche Thesen kann man (vor allem in Hinsicht auf die menschliche Ebene) lange und viel diskutieren. Ich vertrete auch nicht Singers Thesen, sondern wollte sie nur als Beispiel aufführen.

 

Ich finde es ist klar wie Kloßbrühe, dass es verboten ist Menschen zu töten, wohingegen Tiere (allein schon um der Nahrung willen) getötet werden dürfen (natürlich nur aus gutem Grund). Feuer ist übrigens kein Lebewesen, da es (wie Aritoteles es schon sagte) weder über Wachstum (wie Pflanzen) noch über Wahrnehmung (wie Tiere) und erst recht nicht über den Geist (wie Menschen) verfügt.

 

Gruß, Sternenwanderin

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Ich meinte ein Argument, dass erklärte, dass man ein Tier verzehren kann, oder töten wenn es einen angreift, oder man es gar nicht bemerkt, ein Mensch hingegen nicht umbebracht werden darf.

 

...naja Menschen haben...Menschenrechte! Hab noch nichts davon gehört, dass es "Tierrechte" gibt. Der Philosoph Peter Singer hat zum Thema Euthanasie schonmal formuliert, dass Lebewesen, die nicht "denken" können (in unserem Falle die Tiere, in seinem Falle auch auf Säuglinge und behinderte Menschen bezogen) den Zustand des Seins (also das (weiter)Leben)) dem Zustand des Nicht-Seins (also den Tod) nicht vorziehen können, weil sie nicht über ihre eigene Existenz reflektieren können. Ein Fisch beispielsweise wehrt sich am Angelhaken aus einem natürlichen Überlebensreflex heraus, aber er hat nicht das Bewusstsein, dass er lieber existieren möchte als nicht-zu-existieren.

Ein Mensch hingegen kann darüber nachdenken, dass er lebenmöchte und sobald er ermordet würde, hätte jemand gegen diesen freien Willen verstoßen und damit sein Recht auf Leben verletzt.

Ich möchte jetzt keine riesige Diskussion anzetteln, denn über solche Thesen kann man (vor allem in Hinsicht auf die menschliche Ebene) lange und viel diskutieren. Ich vertrete auch nicht Singers Thesen, sondern wollte sie nur als Beispiel aufführen.

 

Ich finde es ist klar wie Kloßbrühe, dass es verboten ist Menschen zu töten, wohingegen Tiere (allein schon um der Nahrung willen) getötet werden dürfen (natürlich nur aus gutem Grund). Feuer ist übrigens kein Lebewesen, da es (wie Aritoteles es schon sagte) weder über Wachstum (wie Pflanzen) noch über Wahrnehmung (wie Tiere) und erst recht nicht über den Geist (wie Menschen) verfügt.

 

Gruß, Sternenwanderin

Also dürfte ich demnach Säuglinge und Behinderte töten? Holla die Waldfee.

bearbeitet von GodComplexID
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Also dürfte ich demnach Säuglinge und Behinderte töten? Holla die Waldfee.

 

Nixx da holla die Waldfee. Wenn du meinen Beitrag richtig gelesen hättest, dann würdest du auch wissen, dass das Singers Ansicht ist, nicht aber meine. Es ist ein sensibles Thema, das scharf umstritten ist und wir könnten hier dafür einen neuen Thread öffnen. Ich wollte das Beispiel auch lediglich zur Veranschaulichung auf die Tier-Frage nutzen, nicht aber in Hinsicht auf die Euthanasie. Das ist eine ganz andere Geschichte, die wir gerne in einem neuen Topic diskutieren können.

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Also dürfte ich demnach Säuglinge und Behinderte töten? Holla die Waldfee.

 

Nixx da holla die Waldfee. Wenn du meinen Beitrag richtig gelesen hättest, dann würdest du auch wissen, dass das Singers Ansicht ist, nicht aber meine. Es ist ein sensibles Thema, das scharf umstritten ist und wir könnten hier dafür einen neuen Thread öffnen. Ich wollte das Beispiel auch lediglich zur Veranschaulichung auf die Tier-Frage nutzen, nicht aber in Hinsicht auf die Euthanasie. Das ist eine ganz andere Geschichte, die wir gerne in einem neuen Topic diskutieren können.

Das war meinerseits schon auf Singer bezogen, war nur eine Bemerkung, quasi lautes Denken am Rande.

Wenn du meinen Beitrag richtig gelesen hättest, dann würdest du auch festgestellt haben, dass das nicht zwingend auf dich zu beziehen war. Also nicht immer gleich betroffen fühlen. :ninja:

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Das war meinerseits schon auf Singer bezogen, war nur eine Bemerkung, quasi lautes Denken am Rande.

Wenn du meinen Beitrag richtig gelesen hättest, dann würdest du auch festgestellt haben, dass das nicht zwingend auf dich zu beziehen war. Also nicht immer gleich betroffen fühlen. :lol:

 

Hui okay 'tschuldigung :ninja:;)

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Heute hatte ich eine Diskussion mit einem sich selbst so bezeichnenden Darwinisten, der den Darwinismus als Sozialdarwinismus verstand. Er meinte, wer es könne solle den anderen umbringen, dadurch stürben die weniger Guten aus, und die nächste Generation seien gewissermaßen wertvollere Menschen.

Schließlich kamen wir auch zum Feuer, er hielt es für ein Lebewesen, obwohl es keine Zellen aufweist.

Hat jemand ein paar Ideen für ein paar gute Argumente dagegen?

Ich würde erstmal argumentieren, dass seine Logik etwas merkbefreit ist, denn es besteht kein logischer Zusammenhang zwischen "jeden umbringen der einen über den Weg läuft, nur weil man es kann" und "die Guten bleiben übrig". Zum anderen würde ich ihn auffordern mir ein paar Merkmale des Menschen zu nennen, die ihn seiner Meinung nach, den bisherigen evolutionären Erfolg gebracht haben, da gehört nämlich Agressivität, Mordlust und einzelgängerischer Egoismus gerade nicht dazu.

 

Zum Thema Feuer. Naja was soll man dazu sagen...... also seinem Argument folgend, bestünde der Mensch aus unzählichen Lebewesen. Da bekommt der Satz "Wer bin ich - und wann ja wie viele" eine ganz neue Dimension.

bearbeitet von boandlkramer
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theologie-der-vernunft.de
Ach ja, er lehnt die Idee ab, dass Lebewesen Zellen haben müssten. :ninja:

 

Bereits das antike Denken sah im Feuer eine Prozess des schöpferischen Werdens, Christen begründeten darin den auf den Vätergott verweisenden (nicht dessen Rolle einnehmenden) Logos, der bei heutigen Christen nur noch ein Mensch mit Bart ist, der für Gläubige als Gott gelten muss.

 

Damals war der Prozess der Verbrennung noch nicht wissenschaftlich belegt. Heute können wir damit den Logos, der auf den Unsagabaren verweist, dessen Wort ist belegen.

 

Gruß Gerhard

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Heute hatte ich eine Diskussion mit einem sich selbst so bezeichnenden Darwinisten, der den Darwinismus als Sozialdarwinismus verstand. Er meinte, wer es könne solle den anderen umbringen, dadurch stürben die weniger Guten aus, und die nächste Generation seien gewissermaßen wertvollere Menschen.
Der Schluss aus diesem Unfug ist, das Mörder, Räuber, Soziopathen usw. die wertvolleren Menschen sind.

Desweiteren haben Sozialdarwinisten den Darwinismus überhaupt nicht verstanden. Arten konkurrieren höchstens partiell und übergangsweise miteinander, denn die Anpassung an Nischen ist mit weit weniger Energieaufwand verbunden, und von daher allein schon aus physikalischen Gründen bevorzugt. Innerhalb einer Art gibt es ausschließlich Konkurrenz um die Fortpflanzung. Was dieser Kindergarten-Philosoph ebenfalls übersieht, ist das Menschen Herdentiere sind, und die ganzen Leistungen, angefangen bei Sprache bis hin zu Staaten aus Kooperation entstehen. Sollten z. B. die Arbeiter der Faust tatsächlich miteinander dauernd konkurrieren, wie er es vorschlägt, wären Gegenstände des täglichen Bedarfs, angefangen beim Brot bis hin zum Internet nicht nur unerschwinglich teuer, sondern gar nicht vorhanden. Einfach, weil es energetisch günstiger ist, die Arbeit des Konkurrenten zu sabotieren, als selbst eine bessere Leistung zu erbringen. Und wenn du wirklich überzeugend auftreten willst, nimmst du zur nächsten Diskussionsrunde einen Knüppel mit, schlägst ihn zusammen, nimmst ihm seine Habe ab, und wenn er sich beklagt, sagst du ihm, du hättest nur seine Lehre beherzigt und auf ihn angewandt. Wenn auch einer so um's Faustrecht bettelt .. :ninja: .

Schließlich kamen wir auch zum Feuer, er hielt es für ein Lebewesen, obwohl es keine Zellen aufweist.

Hat jemand ein paar Ideen für ein paar gute Argumente dagegen?

"Leben ist eine Eigenschaft, die Lebewesen von unbelebter Materie unterscheidet. Wesentliche Merkmale für Leben sind: Es ist in der Lage sich fortzupflanzen (in einer über eine bloße Kopie hinausgehenden Form der Evolution), es hat einen Stoffwechsel und es bildet nach außen abgeschlossene Gebilde", und "Als minimale Eigenschaft aller lebenden Systeme gilt jedoch die Autopoiesis: Die Fähigkeit, sich selbst zu erhalten und zu reproduzieren." so die wikipedia. Beim Feuer dürfte es bei der über eine bloße Kopie hinausgehenden Form der Evolution reichlich hapern. Es lassen sich auch keine neuen Feuerarten aus den vorhandenen züchten. Und mit der Autopoiesis siehts dann gar ganz finster aus, neue Feuer sind nämlich mit bereits vorhandenen Feuern nicht verwandt, und stammen auch nicht von ihnen ab. Ob Zellen notwendig für Leben sind lasse ich mal eher dahingestellt, aber als generelles Lebensmerkmal halte ich sie nicht für hinreichend. Prokaryoten z. B. könnte man auch als bloße Zellkerne betrachten. Was ein Lebenwesen aber ganz gewiss benötigt, ist eine Grenze zwischen Innen und Außen oder wenigstens Klarheit welche Teile dem Lebewesen zu einem Lebewesen gehören, und welche nicht. Eine Lebewesen, das diese Klarheit verliert hört auf zu leben. Auch hier macht das Feuer keine gute Figur, von den Molekülen in den Flammen lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, welche zum Feuer und welche nicht zum Feuer gehören, das "Innen" des Feuers ist mit seinem "Außen" willkürlich durchmischt, von einem Menschen, dessen Innen mit seinem Außen willkürlich vermischt ist, sagt man z. B. er verwese.

bearbeitet von AndreasB
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...

 

Zum Thema Feuer. Naja was soll man dazu sagen...... also seinem Argument folgend, bestünde der Mensch aus unzählichen Lebewesen. Da bekommt der Satz "Wer bin ich - und wann ja wie viele" eine ganz neue Dimension.

Auch so kann man den biologischen Menschen sehen, als eine ausgetüftelte und bewährte Symbiose. So wie ja auch analog das Ameisenvolk das Lebewesen ist, und nicht die individuelle Ameise, die i.d.R. ohne ihr Volk nicht länger als 1-2 Stunden überlebt, ähnlich unseren Zellen.

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Das gängige Argument lautet: Feuer pflanzt sich nicht fort, es breitet es aus.

 

Pflanzt sich ein Tier fort, sehen seine Nachkommen ähnlich aus. Wenn sich ein Feuer ausbreitet, lässt sich aus dem Feuer nicht schließen welche Form die Flamme zu Beginn hatte.

Außerdem ist Oxidation durch Verbrennung etwas anderes als biologischer Stoffwechsel.

War dein Bio-Lehrer immer krank? Alle dem Tierreich zugeordneten Lebenwesen gewinnen ihre Energie indem sie Kohlenstoffverbindungen mittels Sauerstoff zu Kohlendioxid oxidieren. Das ist genauso Oxidation, wie Kernfusion in einem Fusionskraftwerk eine Kernfusion wie in einer Wasserstoffbombe ist, nur nicht so plötzlich.

@AdG: Ich würde mir an deiner Stelle intelligentere Diskussionspartner suchen.

Wahrhaftig.

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Zum Thema Feuer. Naja was soll man dazu sagen...... also seinem Argument folgend, bestünde der Mensch aus unzählichen Lebewesen.
grüsse deine mikroben von meinen. :ninja:

 

Auch so kann man den biologischen Menschen sehen, als eine ausgetüftelte und bewährte Symbiose. So wie ja auch analog das Ameisenvolk das Lebewesen ist, und nicht die individuelle Ameise, die i.d.R. ohne ihr Volk nicht länger als 1-2 Stunden überlebt, ähnlich unseren Zellen.
hä? eine menschliche zelle (zb knochenzellen) kann jahrelang leben. bearbeitet von phyllis
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Das gängige Argument lautet: Feuer pflanzt sich nicht fort, es breitet es aus.

 

Pflanzt sich ein Tier fort, sehen seine Nachkommen ähnlich aus. Wenn sich ein Feuer ausbreitet, lässt sich aus dem Feuer nicht schließen welche Form die Flamme zu Beginn hatte.

Außerdem ist Oxidation durch Verbrennung etwas anderes als biologischer Stoffwechsel.

War dein Bio-Lehrer immer krank? Alle dem Tierreich zugeordneten Lebenwesen gewinnen ihre Energie indem sie Kohlenstoffverbindungen mittels Sauerstoff zu Kohlendioxid oxidieren. Das ist genauso Oxidation, wie Kernfusion in einem Fusionskraftwerk eine Kernfusion wie in einer Wasserstoffbombe ist, nur nicht so plötzlich.

Ich schrieb "Oxidation durch Verbrennung" und "biologischer Stoffwechsel" (=Metabolismus). Die Oxidation durch Verbrennung dient z.B. nicht zur Aufrechterhaltung irgendwelcher Körperfunktionen.

bearbeitet von Julian A.
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...

 

2. Feuer ist im Grunde schwach ionisiertes Plasma. Wenn man so möchte, eine Art physikalischer Zustand. Mich würde seine Argumentation interessieren, wie er auf die absurde Idee kommt, Feuer sei ein Lebewesen.

 

3. Ich schließe mich ansonsten Julians Rat an: Suche dir einen intelligenteren Diskussionspartner.

Sein Argument war: Es "pflanzt sich fort", habe einen Stoffwechsel, bewegt sich

wenn ich das richtig in Erinnerung habe.

Bei Bauhaus gibt es Leimholz-Arbeitsplatten aus Buche *kraftvollzubeiß*.

Seiner Meinung nach gab es also ein Ur-Feuer, von dem alle anderen Feuer abstammen und vererbliche Merkmale gemeinsam haben? Naja, so gesehen leben auch Gitarren, die haben einen Stoffwechsel (Saitenwechsel), sie pflanzen sich parasitär fort (jemand, der Gitarre spielt weckt in anderen den Wunsch, ebenfalls Gitarre spielen zu wollen, was dann dazu führt, dass Gitarren gebaut werden, schon hat sich die Urgitarre erfolgreich vermehrt, mit einer Strategie, die auch Viren verwenden, die verzichten allerdings auch auf jede Art von Stoffwechsel. Für die Gitarre lässt sich sogar, vom Musikbogen, der Ur-Gitarre, ausgehend, eine fast lückenlose Evolution, ja sogar eine Ko-Evolution mit der Art homo sapiens nachweisen. Dieser Nachweis wird beim Feuer ziemlich schwierig, eigentlich unmöglich. Pflanzen bewegen sich auch nicht, sondern nur Teile von ihnen, das kann eine Gitarre auch bieten. Sicher lässt sich jeder Begriff "erweitern", aber spätestens, wenn der Begriff alles umfasst wird er wiederum bedeutungslos.

Dein Argument mit der Dummheit der Massen ist sehr treffend, danke. Nur könnte er einwenden, das liege daran, dass man die Menschenleben geschützt habe, während man Tiere töten dürfe, (man dürfe auch Feuer töten, darüber kamen wir darauf).

Noch versuche ich ja im zu zeigen, dass er Nonsens redet, aber es ist nicht sehr erfolgsversprechend.

Das wird auch nicht leicht werden, denn er mischt unterschiedliche Kontexte miteinander, und verwendet Begriffe nicht in der kontextimmanenten sondern auch mal in einer distextuellen Bedeutung. Im Übrigen: wenn es mir 15 Jahre Gefängnis wert ist, dass ein bestimmter Mensch nicht mehr weiterlebt, "darf" ich diesen Menschen ermorden.

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Zum Thema Feuer. Naja was soll man dazu sagen...... also seinem Argument folgend, bestünde der Mensch aus unzählichen Lebewesen.
grüsse deine mikroben von meinen. :ninja:

 

Auch so kann man den biologischen Menschen sehen, als eine ausgetüftelte und bewährte Symbiose. So wie ja auch analog das Ameisenvolk das Lebewesen ist, und nicht die individuelle Ameise, die i.d.R. ohne ihr Volk nicht länger als 1-2 Stunden überlebt, ähnlich unseren Zellen.
hä? eine menschliche zelle (zb knochenzellen) kann jahrelang leben.

Außerhalb eines menschlichen Körpers kann eine Knochenzelle jahrelang leben? Ich meinte nicht im Labor in der Nährlösung, sondern so alleine wie eine Ameise ohne Volk. Und wie ist es mit Hautzellen, Nervenzellen, Leberzellen, Leukozyten, Muskelzellen usw. Und wenn du eine Analogie nicht von einer Gleichsetzung unterscheiden kannst, denke ich, war dein Studio für die Tonne.

bearbeitet von AndreasB
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