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Übertritt zur Katholische Kirche - aber...


alypius
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Hallo,

ich überlege im Moment ernsthaft in die Katholische Kirche überzutreten. Bin seit Kind auf in einer Freikirche gewesen und mein Wunsch zum Übertritt hat hauptsächlich den Grund, dass ich bei Katholiken mehr Ernsthaftigkeit hinsichtlich ihrem Glauben gegenüber merke. Allerdings gibt es ein paar Punkte die mir zu denken geben und ich würde gerne eure persönliche Meinung darüber hören, könnt ihr Folgendem zustimmen?

 

1. Taufe:

- Taufe kann nicht "erretten."

Errettung kommt durch den Glauben allein und nicht durch gute Taten oder Werke! (Epheser 2, 8) Deshalb kann uns Taufe

nicht retten. Sie ist eher ein Beweis dafür, dass eine Person schon errettet ist.

- Taufe kann nicht "von Sünde reinigen."

Reinigung der Sünden findet statt, wenn wir an Christus glauben, Ihn annehmen und Ihn um die Reinigung bitten (1.

Johannes 1,9). Taufe mag ein Zeugnis unserer Reinigung sein, aber das Wasser selbst ist dabei "kraftlos".

- Taufe kann nicht "von sündhaften Angewohnheiten" frei machen.

Selbstbeherrschung, moralische Reinheit, Heiligung und vieles mehr, sind alles Früchte davon, Christus anzunehmen und

dem Heiligen Geist zu erlauben, uns zu beeinflussen und zu verändern. Taufe sollte unser Bekenntnis sein, ein Leben frei

von diesen beherrschenden Leidenschaften leben zu wollen. Die Taufe allein wird uns nicht automatisch oder auf magische

Weise von diesen Dingen frei machen. Und doch sagt sie anderen, dass du dein Leben freiwillig dem Prozess geistlichen

Wachstums und der Veränderung durch die Kraft des Heiligen Geistes untergeordnet hast.

 

2. Eucharistie

Evanglikale Christen sehen das Abendmahl als ein Erinnerungsmahl an Jesus Christus und gedenken während sie es einnehmen daran, was Jesus als er am Kreuz starb, persönlich für sie getan hat. Zudem bittet man zuvor um Vergebung seiner Sünden Nach 1. Korinther 11,27-32 muss vor der Teilnahme eine Selbstprüfung stattfinden und müssen unbereinigte Sünden bekannt werden. Man sollte nur mit einem versöhnungsbereiten Herzen zum Tisch des Herrn gehen (vgl. Matthäus 5,23 f.). Was spricht ihr, was denkt ihr, wenn ihr das Mahl einnehmt?

 

3. Maria

- Gibt es Katholiken, die Maria nicht anbeten, verehren etc.? Ich persönlich kann es nicht! Marienverehrung gibt es erst seit dem 4 Jh. nach Christi und ist soweit ich weiß weder Jesu Botschaft noch die Botschaft der Apostel gewesen (Maria wird in keinem der Apostelbriefe eine solche Stellung eingeräumt wie sie heute hat.

 

Würde gerne eure Meinung dazu wissen. Im Vorraus schonmal vielen Dank!

Wünsche Gottes Segen

Alypius

Edited by alypius
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Da die lieben Katholen nicht fleißig bei der Sache sind, schonmal der Hinweis, dass ich hier gelernt habe, dass die RKK keine Bekenntniskirche ist, wie du das wohl von der evangelischen Seite her kennst. Die RKK definiert sich über die Gemeinschaft mit dem Bischof von Rom (so jedenfalls die traditionelle Lehre).

 

Es gibt schon ein "Mimimumprogramm", dass sind die Dogmen. Da schaust du bei Wikipedia unter "Dogma" nach den Dogmen der Alten Kirche und den rk Dogmen. Dazu solltest du jedenfalls nicht im offenen Widerspruch stehen (bloße Zweifel sind erlaubt). Den Rest kannst und darfst du dann mit dir selbst ausmachen.

 

Aber sag mal, wo hast du bei Katholiken mehr Ernsthaftigkeit hinsichtlich ihres Glaubens erlebt? :ninja:

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Aber sag mal, wo hast du bei Katholiken mehr Ernsthaftigkeit hinsichtlich ihres Glaubens erlebt? :ninja:

Das frage ich mich auch.

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Hallo Alypius,

 

ich bin mir nicht einig, ob Du eine realistische Vorstellung von "Katholisch" hast.

 

Das mit der "Ernsthaftigkeit" (die mich eher irritiert, da Katholiken sofern sie nich einer innerkirchlichen Sekte angehören meist eher als lau, relativistisch oder rosinenpickend wahrgenommen werden - was mit katholischem Selbstverständnis zu tun hat) scheint mir als Grund nicht so wirklich die richtige Priorität zu sein.

 

Dazu kommt, daß katholisch glauben und katholisch leben ein weites Feld sind, das man am besten im Gespräch mit einem geistlichen Begleiter (sprich einem aktiven Katholiken wenn möglich mit katechetischer Erfahrung) erkundet.

 

Deine Punkte möchte ich nur kurz anschneiden dabei aber auch direkt darauf hinweisen, daß sich hinter diesen Sätzen noch einiges an Erläuterungen und Voraussetzungen verbirgt.

 

Bei deinem Taufverständnis sehe ich z.b. keinen katholischen Ansatzpunkt. Die Taufe ist zum einen die Aufnahme in die Kirche, zum anderen aber auch das elementarste Zeichen der Sündenvergebung (der Mensch wird mit Christus begraben und ersteht mit Christus wieder auf).

 

Die Eucharistie ist nach katholischem Glauben eben nicht nur Erinnerungsmahl. In der Eucharistie passieren mehrere Dinge:

1. werden Brot und Wein geopfert (sprich Gott zum Geschenk gemacht). Diese Gaben werden konsekriert (geweiht) d.h. aus dem Alltag herausgenommen und für den Gottesdienst ausgesondert.

2. wird das Opfer Christi am Kreuz in jeder Eucharistiefeier "gegenwärtig" d.h. jeder Anwesende steht mit Maria und Johannes unter dem Kreuz und wird von Christus direkt angesprochen.

3. schenkt uns Jesus in Brot und Wein sich selbst. Er wird in Form der eucharistischen Gaben für den Kommunikanten sinnlich wahrnehmbar, begreifbar und erfahrbar. Durch das Konsumieren der Eucharistie nimmt der Kommunikant zum einen Teil am letzten Abendmahl, wird also Teil der Tischgemeinschaft, die Christus gegründet hat, zum anderen nimmt er Christus sinnlich und wahrhaftig in sich auf.

 

Aber das nur in aller Kürze.

 

Was Maria angeht, so wird sie verehrt weil sie eben die Mutter Gottes ist und für uns ein vollkommenes Vorbild dafür ist, wie man sein Leben mit den Herausforderungen, die Gott uns in den Weg legt, meistert. Dafür verdient sie unseren Respekt (wie auch alle anderen, die sich um den Glauben und die Kirche verdient gemacht haben) und dafür wird sie verehrt. Ob und wie stark sich der Einzelne daran beteiligt ist eine individuelle Entscheidung.

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Aber sag mal, wo hast du bei Katholiken mehr Ernsthaftigkeit hinsichtlich ihres Glaubens erlebt? :ninja:

Das frage ich mich auch.

Das kommt darauf an, was man unter "Ernsthaftigkeit" versteht. Bei den Freikirchlern sehe ich oft eine Verbissenheit, die ein fröhliches Leben absolut ausschließt. Unter meinen lutherischen Bekannten geht die Skala vom U-Boot- Christen (der nur zu besonderen Ereignissen seine Zugehörigkeit zu Kirche und Religion zeigt) bis zum 150%igen. Die Zwischentöne finde ich nur bei den mir bekannten Katholiken (was sicher auch daran liegt, dass ich wesentlich mehr davon kenne als Freikirchler, allerdiongs auch kaum mehr als Lutheraner).

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Florianklaus

Lieber Alypius,

 

Deine geäußerten Ansichten halte ich überwiegend nicht für konform mit der katholischen Lehre. Du solltest nichts überstürzen, sondern Dich erst einmal durch geeignete Lektüre (z.B. Kompendium des Katechismus) und Besuch katholischer Gottesdienste mit Glaube und Leben der Kirche vertraut machen.

 

Ich wünsche Dir herzlich Gottes Segen für Deinen Weg!

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sondern Dich erst einmal durch geeignete Lektüre (z.B. Kompendium des Katechismus)
Um Himmels Willen - bloß nicht.
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Hmm, ich misstraue der Ernsthaftigkeit von Alypius' Überlegungen, katholisch zu werden. Auf mich wirkt sein Eingangsposting eher wie ein als angebliche Konversionsabsicht getarnter hingeschmissener freikirchlicher Fehdehandschuh.

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Hmm, ich misstraue der Ernsthaftigkeit von Alypius' Überlegungen, katholisch zu werden. Auf mich wirkt sein Eingangsposting eher wie ein als angebliche Konversionsabsicht getarnter hingeschmissener freikirchlicher Fehdehandschuh.
Aber Julius, du hast doch nicht etwa im Eingangposting eine gewissen Provokation herausgelesen? Pfui!
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Aber Julius, du hast doch nicht etwa im Eingangposting eine gewissen Provokation herausgelesen? Pfui!

Doch. :ninja:

Dabei hat er sich solche Mühe gegeben!

Eine so schöne freikirchliche Predigt aufgehängt an den zentralen Sakramenten plus etwas Märchenstunde ("Gibt es Katholiken, die Maria nicht anbeten?") :ninja:

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Hallo,

ich überlege im Moment ernsthaft in die Katholische Kirche überzutreten. Bin seit Kind auf in einer Freikirche gewesen und mein Wunsch zum Übertritt hat hauptsächlich den Grund, dass ich bei Katholiken mehr Ernsthaftigkeit hinsichtlich ihrem Glauben gegenüber merke. Allerdings gibt es ein paar Punkte die mir zu denken geben und ich würde gerne eure persönliche Meinung darüber hören, könnt ihr Folgendem zustimmen?

Was die Form betrifft, musst du katholisch werden und die Inahlte, evangelisch bleiben.

 

Das bedeutet in der Praxis eine neue, freikirchliche Sekte.

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Das bedeutet in der Praxis eine neue, freikirchliche Sekte.

 

Low-Church-Anglikaner?

Methodisten?

Altlutheraner?

 

 

Da gibt es nicht wenig. RKK oder AKK würde ich da nicht so ganz empfehlen (ich hoffe, diese Äußerung ist kein verbotenes Abwerben).

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Lieber Alypius,

 

Willkommen im Forum.

 

 

Hallo,

ich überlege im Moment ernsthaft in die Katholische Kirche überzutreten. Bin seit Kind auf in einer Freikirche gewesen und mein Wunsch zum Übertritt hat hauptsächlich den Grund, dass ich bei Katholiken mehr Ernsthaftigkeit hinsichtlich ihrem Glauben gegenüber merke.

Es gibt unter den Millionen Katholiken eine Menge unernst glaubender Christen.

 

Die Katholische Kirche hat JESUS auf Petrus den Fels gebaut - der HEILIGE GEIST GOTTES ist, unter anderem, der Leiter der Kirche.

Der Nachfolger Petri, zur Zeit Papst Benedikt XVI, ist der gehorsame Diener des HEILIGEN GEISTES.

 

Die Katholische Kirche ist die einzige Christengemeinschaft die sich im päpstlichen Lehramt abmüht den Willen des HEILIGEN GEISTES wahrheitsgemäß zu verstehen und zu verkünden.

Alle anderen Christengemeinden sind bekanntlich im Glauben uneins und zerstritten.

 

Allerdings gibt es ein paar Punkte die mir zu denken geben und ich würde gerne eure persönliche Meinung darüber hören, könnt ihr Folgendem zustimmen?

1. Taufe:

- Taufe kann nicht "erretten."

Errettung kommt durch den Glauben allein und nicht durch gute Taten oder Werke! (Epheser 2, 8) Deshalb kann uns Taufe

nicht retten. Sie ist eher ein Beweis dafür, dass eine Person schon errettet ist.

Sieht JESUS anders:

Mt 3,11

.
Ich [Johannes] taufe euch nur
mit Wasser (zum Zeichen) der Umkehr
. DER aber, der nach mir kommt, ist stärker als ich und ich bin es nicht wert, IHM die Schuhe auszuziehen. ER wird euch mit dem HEILIGEN GEIST und mit Feuer taufen.

 

Mk 16,16

.
Wer glaubt
und
sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden.

- Taufe kann nicht "von Sünde reinigen."

Reinigung der Sünden findet statt, wenn wir an Christus glauben, Ihn annehmen und Ihn um die Reinigung bitten (1.

Johannes 1,9). Taufe mag ein Zeugnis unserer Reinigung sein, aber das Wasser selbst ist dabei "kraftlos.

- Taufe kann nicht "von sündhaften Angewohnheiten" frei machen.

Selbstbeherrschung, moralische Reinheit, Heiligung und vieles mehr, sind alles Früchte davon, Christus anzunehmen und

dem Heiligen Geist zu erlauben, uns zu beeinflussen und zu verändern.

Taufe sollte unser Bekenntnis sein, ein Leben frei von diesen beherrschenden Leidenschaften leben zu wollen.

Die Taufe allein wird uns nicht automatisch oder auf magische Weise von diesen Dingen frei machen.

Und doch sagt sie Anderen, dass du dein Leben freiwillig dem Prozess geistlichen Wachstums und der Veränderung durch die Kraft des Heiligen Geistes untergeordnet hast.

Nichts an der Taufe ist automatisch oder magisch - der Glaube ist maßgebend.

Der HEILIGE GEIST GOTTES lässt den Papst im Katechismus der Katholischen Kirche verkünden:

Zitat:

I Eine einzige Taufe zur Vergebung der Sünden

 

Art.977

Unser HERR hat die Sündenvergebung mit dem Glauben und der Taufe verbunden:

"Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen! Wer glaubt und sich taufen läßt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden" (Mk 16,15-16).

Die Taufe ist das erste und bedeutsamste Sakrament der Sündenvergebung.

Sie vereint uns nämlich mit CHRISTUS, der für unsere Sünden gestorben ist und wegen unserer Rechtfertigung auferweckt wurde [Vgl. Röm 4,25], damit "auch wir als neue Menschen leben" (Röm 6,4).

 

Art.978

"
Wenn wir zum ersten Mal
den Glauben bekennen
und in der heiligen Taufe abgewaschen werden, wird uns die Vergebung so reichlich geschenkt
, daß keinerlei Schuld - sei es, daß sie durch die Abstammung an uns haftet, sei es, daß wir etwas durch eigenen Willen unterlassen oder getan haben zu tilgen und keinerlei Strafe zu verbüßen bleibt.

Jedoch wird niemand durch die Taufgnade von aller Schwachheit der Natur befreit;
vielmehr hat jeder gegen die Regungen der Begierlichkeit, welche uns unablässig zu Sünden anregt, zu kämpfen" (Catech. R. 1,11,3).

 

Art.979

Wer aber wäre tapfer und wachsam genug, um in diesem Kampf mit der Neigung zum Bösen durch gar keine Sünde verletzt zu werden?

"Da es also notwendig war, daß in der Kirche die Gewalt der Sündenvergebung noch auf eine andere Weise als durch das Sakrament der Taufe bestehe, sind ihr die Schlüssel des Himmelreiches anvertraut, wodurch einem jeden Reuigen, und hätte er auch bis zum letzten Lebenstag gesündigt, die Sünden vergeben werden können" (Catech. R. 1,11,4).

 

Art.980

Durch das Bußsakrament kann der Getaufte mit GOTT und mit der Kirche versöhnt werden.

 

"
Die Buße [wurde] von den heiligen Vätern zurecht ‚gewissermaßen eine mühevolle Taufe' (Gregor v. Nazianz, or. 39,17) genannt ... Dieses Sakrament der Buße ist aber für die nach der Taufe Gefallenen zum Heil notwendig, wie für die noch nicht Wiedergeborenen die Taufe selbst" (K. v. Trient: DS 1672).

 

Zitat Ende.

2. Eucharistie

Evanglikale Christen sehen das Abendmahl als ein Erinnerungsmahl an Jesus Christus und gedenken während sie es einnehmen daran, was Jesus als er am Kreuz starb, persönlich für sie getan hat. Zudem bittet man zuvor um Vergebung seiner Sünden Nach 1. Korinther 11,27-32 muss vor der Teilnahme eine Selbstprüfung stattfinden und müssen unbereinigte Sünden bekannt werden. Man sollte nur mit einem versöhnungsbereiten Herzen zum Tisch des Herrn gehen (vgl. Matthäus 5,23 f.). Was spricht ihr, was denkt ihr, wenn ihr das Mahl einnehmt?

Dazu der Katechismus:

Zitat

Die Zeichen von Brot und Wein

 

Art.1333

In der Eucharistiefeier werden Brot und Wein durch die Worte CHRISTI und die Anrufung des HEILIGEN GEISTES zu LEIB und BLUT CHRISTI gewandelt.

Der Anweisung des HERRN entsprechend führt die Kirche bis zu seiner Wiederkunft in Herrlichkeit zu seinem Gedächtnis das weiter, was er am Abend vor SEINEM Leiden getan hat: "ER nahm das Brot ...",," ER nahm den Kelch mit Wein .. .". Brot und Wein werden geheimnisvoll LEIB und BLUT CHRISTI, bleiben aber Zeichen für die Güte der Schöpfung.

Darum danken wir bei der Gabenbereitung dem Schöpfer für das Brot und den Wein [Vgl. Ps 104,13-15], die „Frucht der menschlichen Arbeit", zunächst aber "Frucht der Erde" und "des Weinstocks", Gaben des Schöpfers. Die Kirche erblickt in der Geste Melchisedeks, des Königs und Priesters, der "Brot und Wein" herbeibrachte (Gen 14,18), ein Vorzeichen ihrer eigenen Opfergabe [Vgl. MR, Römisches Hochgebet 95: "Supra quæ"].

"Nehmet und esset alle davon": die Kommunion

 

Art.1384

Der HERR richtet an uns eine eindringliche Einladung, IHN im Sakrament der Eucharistie zu empfangen. "Amen, amen, das sage ICH euch: Wenn ihr das FLEISCH des MENSCHENSOHNES nicht eßt und SEIN BLUT nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch" (Joh 6,53).

 

Art.1385

Um dieser Einladung zu entsprechen, müssen wir uns auf diesen so hohen, so heiligen Moment vorbereiten.

Der hl. Paulus fordert zu einer Gewissenserforschung auf: "
Wer unwürdig von dem Brot ißt und aus dem Kelch des HERRN trinkt, macht sich schuldig am LEIB und am BLUT des HERRN
. Jeder soll sich selbst prüfen; erst dann soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken. Denn wer davon ißt und trinkt, ohne zu bedenken, daß es der LEIB des HERRN ist, der zieht sich das Gericht zu, indem er ißt und trinkt" (1 Kor 11,27-29).

Wer sich einer schweren Sünde bewußt ist, muß das Sakrament der Buße empfangen, bevor er die Kommunion empfängt.

Zitat Ende.

3. Maria

- Gibt es Katholiken, die Maria nicht anbeten, verehren etc.? Ich persönlich kann es nicht! Marienverehrung gibt es erst seit dem 4 Jh. nach Christi und ist soweit ich weiß weder Jesu Botschaft noch die Botschaft der Apostel gewesen (Maria wird in keinem der Apostelbriefe eine solche Stellung eingeräumt wie sie heute hat.

Wer die hl. Maria a n b e t e t ist nicht Christ - wer die hl. Maria verehrt und um Fürbitte angeht, ist Christ.

 

Der Katechismus zeigt die Würde und Bedeutung der hl. Maria und macht die Verehrung Mariens verständlich:

Zitat

Art.508

Unter den Nachkommen Evas hat GOTT die Jungfrau Maria zur Mutter SEINES SOHNES erwählt.

"
Voll der Gnade
" ist sie "die erhabenste Frucht der Erlösung" (SC 103).

Sie ist vom ersten Augenblick ihrer Empfängnis an
von der Befleckung durch die Erbsünde gänzlich bewahrt worden und während ihres ganzen Lebens ohne jede persönliche Sünde geblieben.

 

Art.509

Maria ist wahrhaft „Mutter GOTTES", denn sie ist die Mutter des menschgewordenen ewigen SOHNES GOTTES, der selbst GOTT ist.

 

Zitat Ende.

 

Gruß

josef

Edited by josef
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Aber Julius, du hast doch nicht etwa im Eingangposting eine gewissen Provokation herausgelesen? Pfui!
Doch. :ninja:
Dabei hat er sich solche Mühe gegeben!

Eine so schöne freikirchliche Predigt aufgehängt an den zentralen Sakramenten plus etwas Märchenstunde ("Gibt es Katholiken, die Maria nicht anbeten?") :ninja:

Ich sollte solche Threads nicht beantworten, wenn ich nicht genug geschlafen habe.

 

Na immerhin kann ich meine Eucharistiekatechese bei Gelegenheit wiederverwenden...

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Marcellinus
Christen untereinander... :ninja:

 

Wozu braucht ihr uns A&As eigentlich noch?

Für ihr Gemeinschaftsgefühl.

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Zunächt einmal danke für alle Antworten!

Will mal versuchen meine Gedanken zusammenzufassen:

 

1.

Denke momentan WIRKLICH über einen Übertritt nach. Meine oben genannte "Predigt" hatte natürlich schon den Zweck sehen zu können was ihr darüber denkt. Dies sind sehr ev.-freikirchliche Überzeugungen.

Gehe nun schon seit einiger Zeit in unsere Katholische Kirche und wundere mich im Gespräch über die Zwanglosigkeit mit der Gläubigen über ihren Glauben erzählen (es gibt dort einen Bibelgesprächskreis).

Zudem finde ich, dass die Heilige Messe noch Gottesdienstcharakter hat. In vielen Freikirchen erinnert der Gottesdienst mehr an eine Show.

Um weiteren Spekulationen entgegenzuwirken: Ich komme von den Baptisten (leider hat es in meiner Gemeinde und in den Nachbarfreikirchen in den vergangenen Jahren viel Ärger und Trennungen gegeben und auf Grund eines aktuellen Vorfalls und auf Einladung einer guten Bekannten bin ich auch erst vor einem halben Jahr zum ersten Mal in einer KK gewesen - die gute Bekannte hat übrigens auch Meinungen, die nicht in allen Punkten den Lehre der KK entsprechen).

Festhalten und Bedeutung von Werten ist ein weiterer Punkt den ich bei Katholiken schätze, während andere zunehmend ihre Werte mehr und mehr aufgeben. Zuletzt die FEG´s bei denen nun auch Frauen predigen dürfen. Mal ehrlich: was hat dies der ev. Kirche gebracht? Und es geht weiter: nächste Schritte zur Liberalisierung werden schon diskutiert.

 

2.

Würde auch WIRKLICH gerne wissen, ob es ein Problem ist, als Katholik Maria weder zu verehren, anzurufen o.ä.

Im Grunde ist dieser Punkt mein Haupthinderungsgrund. Selbst der Marienaltar bereitet mir immer Bauchschmerzen.

 

3.

Karneval lehne ich auch ab (aber kenne auch viele Katholiken die ihn ebenso anblehen).

 

4.

Meine persönliche Meinung zur Taufe:

Leider hat dieses Thema schon viel für Spaltungen und Ärger gesorgt. Deswegen lehne ich keinen "Taufritus" an: ob Glaubenstaufe, Geistestaufe, Kindstaufe - ist bestimmt von allem was richtig, da ist die Bibel nicht so eindeutig.

 

Soweit erst mal...

 

Ist schon alles so eine Sache. Gott sei Dank gibt es die Kirche aus dem Automaten noch nicht :ninja:

Ich werde aber weiter erst mal schauen und versuchen mit den K. die ich bis jetzt kennengelernt habe, weiter in Kontak und Gespräch zu bleiben.

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Um den Tauf-Ritus geht es nicht.

Wenn Du die Sakramentsauffassung nicht teilst, dann bist Du in der rkK falsch.

(Und nebenbei: ich glaube Dir nicht, dass Du etwas anderes willst, als provozieren und je mehr Du schreibst, desto weniger glaube ich Dir).

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Um den Tauf-Ritus geht es nicht.

Wenn Du die Sakramentsauffassung nicht teilst, dann bist Du in der rkK falsch.

(Und nebenbei: ich glaube Dir nicht, dass Du etwas anderes willst, als provozieren und je mehr Du schreibst, desto weniger glaube ich Dir).

 

??? Ist mein Anliegen so ungewöhnlich?

würde doch nur gerne wissen, wie ihr über die o. g. Themen denkt.

Provozieren will ich nicht, bin aber nunmal von den o. g. Ansichten von Kind auf geprägt.

Du würdest mir mehr helfen, wenn du mir so etwas wie ein "perönliches Zeugnis" schreiben würdest...

ich kann eben momentan mal noch einiges noch nicht so richtig nachvollziehen, bin aber durchaus in der Lage mich überzeugen zu lassen. Was die Sakramente betrifft, denen kann ich mich durchaus (weitgehend) anschließen.

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Um den Tauf-Ritus geht es nicht.

Wenn Du die Sakramentsauffassung nicht teilst, dann bist Du in der rkK falsch.

(Und nebenbei: ich glaube Dir nicht, dass Du etwas anderes willst, als provozieren und je mehr Du schreibst, desto weniger glaube ich Dir).

 

??? Ist mein Anliegen so ungewöhnlich?

würde doch nur gerne wissen, wie ihr über die o. g. Themen denkt.

Provozieren will ich nicht, bin aber nunmal von den o. g. Ansichten von Kind auf geprägt.

Du würdest mir mehr helfen, wenn du mir so etwas wie ein "perönliches Zeugnis" schreiben würdest...

ich kann eben momentan mal noch einiges noch nicht so richtig nachvollziehen, bin aber durchaus in der Lage mich überzeugen zu lassen. Was die Sakramente betrifft, denen kann ich mich durchaus (weitgehend) anschließen.

1. Ja, klar.

2. Ja, klar.

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Was die Sakramente betrifft, denen kann ich mich durchaus (weitgehend) anschließen.

Allen sieben?

 

Ich kann eben momentan mal noch einiges noch nicht so richtig nachvollziehen, bin aber durchaus in der Lage mich überzeugen zu lassen.

Deine Eingangspredigt wirkt auf mich jedoch nicht so, dass Du nur "einiges" nicht so richtig nachvollziehen kannst. Das Motiv, aus Verärgerung über die eigene Glaubensgemeinschaft/Gemeinde zu den Katholiken überzulaufen, erscheint mir nicht sehr tragfähig.

 

Aber wie dem auch sei: was hältst Du davon, Dich mit dem für Deinen Wohnort zuständigen katholischen Pfarrer in Verbindung zu setzen und ihm Deine Positionen persönlich darzulegen - anstatt, wie es so freikirchliche Art ist, den Usern eines Forums "persönliche Zeugnisse" abzuverlangen? Wenn Du tatsächlich zur katholischen Kirche konvertieren möchtest, kommst Du daran sowieso nicht vorbei.

Edited by Julius
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Alypius, wie Du an den Reaktionen siehst, bist Du unerwünscht.

 

Du denkst allzu sehr in freikirchl. Kategorien.

 

Du musst allerdings zugeben, dass grade die Baptisten die Gruppe unter den Freikirchlern sind, die mit der Ökumene die meisten Schwierigkeiten hatten und haben, und entsprechend sind die Leute hier im Forum geprägt: Misstrauen&Ablehnung. Die Methodisten etwa sind da anders drauf.

 

Sieh Dir einige Threads in den Glaubensgesprächen an und Du bekommst so einen Eindruck.

 

Die reformatorischen Sola kannst Du in der RKK vergessen, das ist den Leuten zu eng, zu bestimmt, zu deutlich.

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* Im übrigen wurde die Bibel nicht auf englisch geschrieben. Bei Evangelikalen heißt es bekanntlich: If it was good enough for Jesus Christ to speak English it will be good enough for us. Wir Katholiken sehen das allerdings anders. Dazu vielleicht ein andernmal mehr.

Was soll der Stuss?

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