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Atheismus


kikyo
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Warum gibt es den Atheismus überhaupt?Atheismus kann nicht bewiesen werden denn Urknall ist auch nur ein Glaube.Eine Theorie nichts weiter.

Es gibt nur 2 Möglichkeiten entweder alles entstand durch Zufall oder Gott hat alles erschaffen.Die Wahrscheinlichkeit das alles nur Zufall ist ist sehr gering bzw unmöglich.Also muss Gott der Schöpfer sein.

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Seufz: die Suche nach Threads in diesem Forum, in denen der Begriff Atheismus schon im Titel vorkommt, bringt 48 Ergebnisse. In drei von diesen Threads wird aktuell diskutiert. Warum klinkst Du Dich da nicht ein, statt nach 47 Threads nun noch einen 48. zu eröffnen?

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Marcellinus

Seufz: die Suche nach Threads in diesem Forum, in denen der Begriff Atheismus schon im Titel vorkommt, bringt 48 Ergebnisse. In drei von diesen Threads wird aktuell diskutiert. Warum klinkst Du Dich da nicht ein, statt nach 47 Threads nun noch einen 48. zu eröffnen?

Und dann auch noch auf so hohem Niveau! :facepalm:

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Warum gibt es den Atheismus überhaupt?

 

Weil sich zu jedem Glauben, der nicht bewiesen werden kann, auch immer Menschen finden werden, die das Gegenteil glauben.

 

Atheismus kann nicht bewiesen werden denn Urknall ist auch nur ein Glaube.Eine Theorie nichts weiter.

 

Eine wissenschaftliche Theorie ist mehr als "nur etwas zu glauben", sondern eine Erklärung von beobachtbaren Tatsachen in einem logisch konsistenten Modell. Glauben ohne beobachtbare Fakten oder ohne logische Konsistenz kann man so gut wie alles - und es gibt nichts, egal, wie dumm es auch sein mag, dass nicht irgendwann einmal von Menschen geglaubt wurde. Glaube ist also kein Argument - wissenschaftliche Modelle schon.

 

Ist denn die Existenz Gottes bewiesen worden?

 

Es gibt nur 2 Möglichkeiten entweder alles entstand durch Zufall oder Gott hat alles erschaffen.Die Wahrscheinlichkeit das alles nur Zufall ist ist sehr gering bzw unmöglich.Also muss Gott der Schöpfer sein.

 

Es gibt eben nicht nur zwei Möglichkeiten, sondern es gibt nur die Möglichkeit, in ein primitives Schwarz-Weiß-denken zu verfallen und dann an eine der Möglichkeiten zu glauben. Dein Denkansatz wimmelt nur so von Fehlern:

 

  1. Es gibt noch mehr als zwei Möglichkeiten, so könnte das Universum (oder dass, aus dem es hervorgegangen ist) schon ewig existieren. Dann aber kann es keinen Schöpfer haben. Es kann auch aus dem Nichts entstanden sein, und es gibt dafür sogar ein wichtiges Indiz: Unser Universum hat alle Eigenschaften, die das Nichts auch hat. Und das Energie aus dem Nichts entstehen kann ist ein beobachtbares Faktum (nennt sich Casimir-Effekt). Alle Naturgesetze gelten auch für eine vollkommene Leere - was gleichzeitig ausschließt, dass es ene solche jemals gegeben hat.
  2. Unser Universum könnte so sein, wie es ist, weil es eine nahezu unendliche Menge an Universen gibt. Dann aber muss es fast zwangsläufig so sein, dass in einem Universum so etwas wie Leben entsteht. Es gibt kein Naturgesetz, dass verhindert, dass mehr als ein Universum existiert.
  3. Was ist ein größerer Zufall, dass ein Bakterium entsteht, aus dem sich Leben entwickelt, oder gleich ein perfektes Lebewesen, dass Denken kann, nach belieben handeln kann, und das alles weiß und ungeheuer mächtig ist? Das Bakterien entstanden sind ist ein Faktum, von dem wir wissen. Dass ein geistiges Wesen mit ungeheurer Macht existiert, ist hingegen kein Faktum, und der Zufall, der zu seiner Existenz führte, müsste um unvorstellbare Größenordnungen höher sein als der, dass ein Bakterium entsteht. Dass etwas ewig existiert ist kein Argument gegen den Zufall, der Zufall, der notwendig ist, damit ein Bakterium ewig existiert ist sogar größer als dass eines aus anderen Elementen entsteht.
  4. Geringe Wahrscheinlichkeit ist nicht dasselbe wie Unmöglichkeit. Dass jemand im Lotto gewinnt ist sehr unwahrscheinlich, wegen der Menge der Lottospieler kommt es aber recht häufig vor. Bei einer großen Menge an Ereignissen müssen unwahrscheinliche Ereignisse zwangsläufig passieren, sonst gälten die Gesetze der Wahrscheinlichkeit nicht.
  5. Wenn alles, was existiert, geschaffen wurde, wer schuf dann Gott? Wenn man behauptet, dass Gott nicht erschaffen wurde, dann behauptet man, dass eben nicht alles erschaffen worden sein muss, man bestreitet also, dass "ALLES, was existiert, geschaffen sein muss". Sondern man sagt "Nicht alles, was existiert, muss geschaffen worden sein", also das genaue Gegenteil. Gottes Existenz wird aber aus dem Satz "Alles, was existiert, muss geschaffen worden sein" abgeleitet, nur bestreitet man, dass diese Aussage wahr ist, d. h., man leitet die Existenz Gottes aus einer Aussage ab, von der man zugleich behauptet, dass sie unwahr ist. Ableitungen aus unwahren Behauptungen sind selbst unwahr bzw, unsubstantiiert (um genau zu sein). Wenn es etwas gibt, was nicht erschaffen wurde, warum kann dies nicht auch das Universum sein?
  6. Jedes Argument, mit dem man behauptet, dass das Universum geschaffen wurde, kann auch dazu benutzt werden, um zu behaupten, dass Gott erschaffen worden sein muss, beispielsweise von einem Super-Gott, und der wieder von einem Super-Super-Gott etc., was in einen unendlichen Regress führt. Irgendetwas muss existieren, ohne geschaffen worden zu sein. Warum nicht das Universum, das ein beobachtbares Faktum ist, während Gott eine nie beobachtete Vorstellung ist?

Soweit die gröbsten Fehler. Man kann dadurch zum Atheisten werden (muss es aber nicht), dass man diese Fehler vermeidet. Mir fällt immer wieder auf, dass Gläubige sehr tolerant sind, was die Fehler im eigenen Denken angeht. Wenn man so viele Fehler machen muss, um an Gott zu glauben, dann sollte man sich nicht fragen, warum es Atheisten gibt - sondern warum es Menschen gibt, die an Gott glauben?

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Vergiß es, das rafft der/die nicht...

 

Ich befürchte, dass Du recht hast, aber gegen die Tatsachen zu hoffen - das ist eine christliche Tugend. Ich fürchte, manches davon ist noch an mir kleben geblieben, und jetzt zu hoffen, dass ich mich bessern könnte... das wäre irgendwie paradox, nicht wahr?

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Ich ticke ja genauso, sonst wäre ich wohl nicht hier. :blush:

Jaja, die Deutschen sind ein Volk von Lehrern, sagte mir mal jemand. Wer kennt das nicht? :D

Edited by Stepp
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Selbst Wissenschaftler haben herausgefunden das das Universum einen Anfang hatte.Es war nicht schon immer.Aber Gott ist unerschaffen ohne Anfang und Ende.Was du aufgezählt hast ist kein Indiz.

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Selbst Wissenschaftler haben herausgefunden das das Universum einen Anfang hatte.Es war nicht schon immer.Aber Gott ist unerschaffen ohne Anfang und Ende.Was du aufgezählt hast ist kein Indiz.

Nein, das Universum war seit Anbegin der Zeit. Solange es Zeit gibt, gibt es das Universum. Und Zeit wurde nicht von Gott erschaffen und es steht auch nirgendwo geschrieben, dass Gott die Zeit beherrscht.

 

... segun mi leal saber y entender

DonGato.

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Marcellinus

Aber Gott ist unerschaffen ohne Anfang und Ende.

Hat er dir das persönlich gesagt, oder woher weißt du das?

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Ich ticke ja genauso, sonst wäre ich wohl nicht hier. :blush:

Jaja, die Deutschen sind ein Volk von Lehrern, sagte mir mal jemand. Wer kennt das nicht? :D

 

Ach, das ist schon längst globalisiert...

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Nein, das Universum war seit Anbegin der Zeit. Solange es Zeit gibt, gibt es das Universum.

.......sagt schon Augustinus! ;)

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Nein, das Universum war seit Anbegin der Zeit. Solange es Zeit gibt, gibt es das Universum.

.......sagt schon Augustinus! ;)

Nicht alles verraten ... ;)

 

DonGato.

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Warum gibt es den Atheismus überhaupt?

 

Weil sich zu jedem Glauben, der nicht bewiesen werden kann, auch immer Menschen finden werden, die das Gegenteil glauben.

 

Atheismus kann nicht bewiesen werden denn Urknall ist auch nur ein Glaube.Eine Theorie nichts weiter.

 

Eine wissenschaftliche Theorie ist mehr als "nur etwas zu glauben", sondern eine Erklärung von beobachtbaren Tatsachen in einem logisch konsistenten Modell. Glauben ohne beobachtbare Fakten oder ohne logische Konsistenz kann man so gut wie alles - und es gibt nichts, egal, wie dumm es auch sein mag, dass nicht irgendwann einmal von Menschen geglaubt wurde. Glaube ist also kein Argument - wissenschaftliche Modelle schon.

 

Ist denn die Existenz Gottes bewiesen worden?

 

Es gibt nur 2 Möglichkeiten entweder alles entstand durch Zufall oder Gott hat alles erschaffen.Die Wahrscheinlichkeit das alles nur Zufall ist ist sehr gering bzw unmöglich.Also muss Gott der Schöpfer sein.

 

Es gibt eben nicht nur zwei Möglichkeiten, sondern es gibt nur die Möglichkeit, in ein primitives Schwarz-Weiß-denken zu verfallen und dann an eine der Möglichkeiten zu glauben. Dein Denkansatz wimmelt nur so von Fehlern:

 

  1. Es gibt noch mehr als zwei Möglichkeiten, so könnte das Universum (oder dass, aus dem es hervorgegangen ist) schon ewig existieren. Dann aber kann es keinen Schöpfer haben. Es kann auch aus dem Nichts entstanden sein, und es gibt dafür sogar ein wichtiges Indiz: Unser Universum hat alle Eigenschaften, die das Nichts auch hat. Und das Energie aus dem Nichts entstehen kann ist ein beobachtbares Faktum (nennt sich Casimir-Effekt). Alle Naturgesetze gelten auch für eine vollkommene Leere - was gleichzeitig ausschließt, dass es ene solche jemals gegeben hat.
  2. Unser Universum könnte so sein, wie es ist, weil es eine nahezu unendliche Menge an Universen gibt. Dann aber muss es fast zwangsläufig so sein, dass in einem Universum so etwas wie Leben entsteht. Es gibt kein Naturgesetz, dass verhindert, dass mehr als ein Universum existiert.
  3. Was ist ein größerer Zufall, dass ein Bakterium entsteht, aus dem sich Leben entwickelt, oder gleich ein perfektes Lebewesen, dass Denken kann, nach belieben handeln kann, und das alles weiß und ungeheuer mächtig ist? Das Bakterien entstanden sind ist ein Faktum, von dem wir wissen. Dass ein geistiges Wesen mit ungeheurer Macht existiert, ist hingegen kein Faktum, und der Zufall, der zu seiner Existenz führte, müsste um unvorstellbare Größenordnungen höher sein als der, dass ein Bakterium entsteht. Dass etwas ewig existiert ist kein Argument gegen den Zufall, der Zufall, der notwendig ist, damit ein Bakterium ewig existiert ist sogar größer als dass eines aus anderen Elementen entsteht.
  4. Geringe Wahrscheinlichkeit ist nicht dasselbe wie Unmöglichkeit. Dass jemand im Lotto gewinnt ist sehr unwahrscheinlich, wegen der Menge der Lottospieler kommt es aber recht häufig vor. Bei einer großen Menge an Ereignissen müssen unwahrscheinliche Ereignisse zwangsläufig passieren, sonst gälten die Gesetze der Wahrscheinlichkeit nicht.
  5. Wenn alles, was existiert, geschaffen wurde, wer schuf dann Gott? Wenn man behauptet, dass Gott nicht erschaffen wurde, dann behauptet man, dass eben nicht alles erschaffen worden sein muss, man bestreitet also, dass "ALLES, was existiert, geschaffen sein muss". Sondern man sagt "Nicht alles, was existiert, muss geschaffen worden sein", also das genaue Gegenteil. Gottes Existenz wird aber aus dem Satz "Alles, was existiert, muss geschaffen worden sein" abgeleitet, nur bestreitet man, dass diese Aussage wahr ist, d. h., man leitet die Existenz Gottes aus einer Aussage ab, von der man zugleich behauptet, dass sie unwahr ist. Ableitungen aus unwahren Behauptungen sind selbst unwahr bzw, unsubstantiiert (um genau zu sein). Wenn es etwas gibt, was nicht erschaffen wurde, warum kann dies nicht auch das Universum sein?
  6. Jedes Argument, mit dem man behauptet, dass das Universum geschaffen wurde, kann auch dazu benutzt werden, um zu behaupten, dass Gott erschaffen worden sein muss, beispielsweise von einem Super-Gott, und der wieder von einem Super-Super-Gott etc., was in einen unendlichen Regress führt. Irgendetwas muss existieren, ohne geschaffen worden zu sein. Warum nicht das Universum, das ein beobachtbares Faktum ist, während Gott eine nie beobachtete Vorstellung ist?

Soweit die gröbsten Fehler. Man kann dadurch zum Atheisten werden (muss es aber nicht), dass man diese Fehler vermeidet. Mir fällt immer wieder auf, dass Gläubige sehr tolerant sind, was die Fehler im eigenen Denken angeht. Wenn man so viele Fehler machen muss, um an Gott zu glauben, dann sollte man sich nicht fragen, warum es Atheisten gibt - sondern warum es Menschen gibt, die an Gott glauben?

@Volker:Weil sich zu jedem Glauben, der nicht bewiesen werden kann, auch immer Menschen finden werden, die das Gegenteil glauben.

 

Ich würde das ersmal unterschreiben was @Volker schreibt.

So bin ich froh daß der @Volker das auch einsieht, wenn die Atheisten also nun das gegenteil behaupten dann wären sie ohne Existenz, somit dürften sie sich

keine Atheisten nennen.

Den dann würden sie an dem Ast sägen an dem sie sitzen.

 

Gruss Hipshot

Edited by hipshot
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Marcellinus

Ich würde das ersmal unterschreiben was @Volker schreibt.

So bin ich froh daß der @Volker das auch einsieht, wenn die Atheisten also nun das gegenteil behaupten dann wären sie ohne Existenz, somit dürften sie sich

keine Atheisten nennen.

Den dann würden sie an dem Ast sägen an dem sie sitzen.

Dein Gedanke enthält einen grundlegenden Irrtum, zu glauben, daß Menschen, die hier Atheisten genannt werden, auf einem Ast namens Atheismus sitzen. Versuche zu begreifen, daß dieses Nicht-an-Götter-glauben für Ungläubige nicht ansatzweise die Bedeutung hat wie der Gottglaube für Gläubige. Es ist einfach eine Feststellung, die die meisten vor langer Zeit getroffen haben, und mit der man sich normalerweise nicht mehr geschäftigt, es sei denn in Diskussionen wie diesen hier.

Edited by Marcellinus
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Ich würde das ersmal unterschreiben was @Volker schreibt.

So bin ich froh daß der @Volker das auch einsieht, wenn die Atheisten also nun das gegenteil behaupten dann wären sie ohne Existenz, somit dürften sie sich

keine Atheisten nennen.

Den dann würden sie an dem Ast sägen an dem sie sitzen.

Dein Gedanke enthält einen grundlegenden Irrtum, zu glauben, daß Menschen, die hier Atheisten genannt werden, auf einem Ast namens Atheismus sitzen. Versuche zu begreifen, daß dieses Nicht-an-Götter-glauben für Ungläubige nicht ansatzweise die Bedeutung hat wie der Gottglaube für Gläubige. Es ist einfach eine Feststellung, die die meisten vor langer Zeit getroffen haben, und mit der man sich normalerweise nicht mehr geschäftigt, es sei denn in Diskussionen wie diesen hier.

Habe nur das bestädigt was @Volker geschrieben hat und wie ich es verstehe.

Der name des Asts heisst Gott(sie sägen am Gott) und nicht Atheismus.

Aber wir haben doch etwas gemeinsam, wir glauben nicht an Götter ,vieleicht lässt sich auf so einer kleinigkeit aufbauen, oder waren doch wirklich

Christen, die so genannt wurden, weil sie an keine Götter glauben wollten und als Atheisten bezeichnet worden sind.

 

 

Aber @Marcellinus ich weiss was du meinst, grundlegend "ohne Gott" heisst das eingentlich.

 

 

Gruss Hipshot

Edited by hipshot
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Marcellinus

Aber @Marcellinus ich weiss was du meinst, ...

Ich, was du meinst, nicht.

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Aber wir haben doch etwas gemeinsam, wir glauben nicht an Götter ,vieleicht lässt sich auf so einer kleinigkeit aufbauen, oder waren doch wirklich

Christen, die so genannt wurden, weil sie an keine Götter glauben wollten und als Atheisten bezeichnet worden sind.

 

Atheismus kann man auch so definieren, dass jemand nicht an die in der Kultur vorherrschenden Götter glaubt. Deswegen wurde damals den Christen auch vorgeworfen, Atheisten zu sein - sie waren in der Minderheit und glaubten nicht an die Götter der heidnischen Kultur, ihre Definition von Gott wich von dem ab, was als Glauben verbreitet wurde.

 

Bin ich ein Atheist? Auch das kommt darauf an, wie man Gott oder Götter definiert. Nimmt man die Definition von German Heretic für seine Götter, dann bin ich kein Atheist. Wenn mich ein Heide fragt, ob ich Atheist bin, dann muss ich erst zurückfragen, was für ihn Götter eigentlich sind? Eigenständige Wesenheiten, die so existieren, wie wir Menschen existieren? Dann bin ich ein Atheist. Oder handelt es sich um Ideale, denen man folgt? Dann bin ich kein Atheist, ich glaube an die Ideale, die beispielsweise Odin verkörpert, und denen ich selbst folge.

 

Witzigerweise übernehmen die meisten Atheisten die Definition von Gott, wie er in unserer Kultur Ausdruck des christlichen Mainstreams ist. Und dann sind sie immer Atheisten. Ich tue das nicht, ob ich Atheist bin, mache ich von der Definition von Gott oder Göttern abhängig, weil ich keine Definition kenne, die von allen Menschen geteilt wird. Eigentlich ist jeder Mensch immer ein Atheist, es gibt immer Götter, an die er nicht glaubt, und jeder Mensch ist Theist, weil man Götter immer so definieren kann, dass er an sie glaubt: Wenn man Gott definiert als "alles, was existiert" (= Pantheismus), wer würde dann sagen wollen, dass er nicht daran glaubt? Das geht nur, wenn man behauptet, das nichts existiert, und das kann man eigentlich nicht (man muss wenigstens an seine eigene Existenz glauben, und eigentlich ist es sogar falsch, dabei überhaupt von "Glauben" zu reden).

 

Lässt man nur die Definition des kulturellen Mainstreams gelten, dann waren die ersten Christen selbstverständlich Atheisten - das habe ich früher übrigens anders gesehen, weil ich auch den Fehler gemacht habe, immer die christliche Definition von Gott vorauszusetzen. Eigentlich hat mich erst die Beschäftigung mit dem Gott-Konzept anderer Religionen dazu gebracht, das in Frage zu stellen, daran war auch German Heretic beteiligt. Das erinnert mich an den Ausspruch von Elliot Bresler (in einer ganz anderen Frage): "I tried to think inside an outside the box. Heck, I even destroyed the box". Als Christ habe ich "inside the box" gedacht, als ich Atheist wurde, "outside the box". Da war "the box" aber immer noch christliches Denken über Gott, definiert vom Mainstream. Inzwischen bin ich dabei, "the box" zu zerstören (oder das Konzept "Gott" zu dekonstruieren). Gott ist ein so unbestimmtes Konzept, es gibt keine einheitliche Definition, ich bin also auch nicht dazu gezwungen, irgendeine Definition zu übernehmen, bloß weil einige Menschen dem falschen Glauben anhängen, man müsste es so definieren, wie sie es tun. Ein Christ ist meist jemand, der fälschlicherweise glaubt, alle Menschen müssten bestimmte Dinge über Gott genau so sehen, wie er es auch sieht. Zum einen muss man nicht, zum anderen ist das selbst innerhalb des Christentums falsch. "Das Christentum" ist schon an der Basis ein falscher Glauben. Ja, und es gibt sogar Christen, die das auch so sehen, insofern kann man das nicht generalisieren: Es gibt den "Sea of Faith", einen Teil des Christentums, der zwar große Teile der christlichen Moral übernimmt, aber nicht den Glauben an Gott - es gibt auch ein atheistisches Christentum. Die definieren Gott auch so wie der christliche Mainstream, teilen aber den Glauben an diesen Gott nicht. Übrigens gilt das auch für die Mehrheit der schwedischen Christen: 70% der Schweden sind Mitglied der schwedischen Kirche, aber 60-80% der Schweden sind auch Atheisten. Fragt man die meisten christlichen Schweden, was "Christentum" ist, dann wird in ihrer Definition weder Gott noch Jesus vorkommen, sondern nur bestimmte moralische Werte.

 

Die Frage "Kann man an Gott glauben?" muss man also verneinen: Das Konzept ist zu unbestimmt, um daran glauben zu können. Man kann nicht an etwas glauben, von dem man nicht weiß, was es ist. Die entscheidende Frage ist nicht, was man glaubt, sondern welchen Werten man folgt. Das haben die modernen Heiden völlig richtig erkannt, deswegen sympathisiere ich auch mit dem modernen Heidentum.

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Die Wahrscheinlichkeit das alles nur Zufall ist ist sehr gering bzw unmöglich.

Was denn nun ? "Sehr gering" bedeutet möglich. Und dem stellst Du "unmöglich" gegenüber. Beides geht aber nicht. Offenbar steckst Du selbst voller Zweifel. Gesteh sie dir doch einfach mal ein.

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Die Wahrscheinlichkeit das alles nur Zufall ist ist sehr gering bzw unmöglich.

Was denn nun ? "Sehr gering" bedeutet möglich. Und dem stellst Du "unmöglich" gegenüber. Beides geht aber nicht. Offenbar steckst Du selbst voller Zweifel. Gesteh sie dir doch einfach mal ein.

Dann kläre uns eben auf wenn du es besser weiss.

Edited by hipshot
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Die Wahrscheinlichkeit das alles nur Zufall ist ist sehr gering bzw unmöglich.

Was denn nun ? "Sehr gering" bedeutet möglich. Und dem stellst Du "unmöglich" gegenüber. Beides geht aber nicht. Offenbar steckst Du selbst voller Zweifel. Gesteh sie dir doch einfach mal ein.

Dann kläre uns eben auf wenn du es besser weiss.

Falsch. Ich kläre darüber auf, dass ihr es auch nicht wisst. Deshalb glaubt ihr ja auch nur. Genau wie ich. Nur eben was Anderes.

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Die Wahrscheinlichkeit das alles nur Zufall ist ist sehr gering bzw unmöglich.

Was denn nun ? "Sehr gering" bedeutet möglich. Und dem stellst Du "unmöglich" gegenüber. Beides geht aber nicht. Offenbar steckst Du selbst voller Zweifel. Gesteh sie dir doch einfach mal ein.

Dann kläre uns eben auf wenn du es besser weiss.

Falsch. Ich kläre darüber auf, dass ihr es auch nicht wisst. Deshalb glaubt ihr ja auch nur. Genau wie ich. Nur eben was Anderes.

 

Das Leben oder Universen nicht durch Zufall entstehen können, basiert auf dem "Seriellen Trugschluss" (Serial Fallacy). Nehmen wir an, dass wir uns fragen, wie wahrscheinlich es ist, bei einem fairen Münzwurf zehnmal hintereinander "Kopf" zu werfen. Die Wahrscheinlichkeit dazu ist 1:1.024. Wenn man alle 20 Sekunden eine Münze wirft, dann sollte man innerhalb von sechs Tagen (ohne Schlaf- Essens- oder sonstigen Pausen) wenigstens einmal eine Serie von zehnmal "Kopf" werfen. Bei sehr viel niedriger Wahrscheinlichkeit kommt man sehr schnell auf eine astronomische Zeitdauer.

 

Aber, wenn man 1.024 Leute gleichzeitig werfen lässt, dann sollte wenigstens einer davon eine solche Serie werfen. Wenn eine Milliarde Menschen diese Werferei ausführen, dann sollten 976.562 Menschen gleich zu Beginn eine solche Serie werfen.

 

Das Leben ist im Ozean entstanden, und dort haben wir es mit einer gigantischen Menge an gleichzeitig ablaufenden molekularen Vorgängen zu tun. Wenn man das berücksichtigt, dann ist die Entstehung sich selbst replizierender Molekülketten (der Beginn des Lebens) plötzlich nicht mehr so unwahrscheinlich, sondern im Gegenteil, geradezu unvermeidlich.

 

Dehnt man dies darauf aus, dass zur Entstehung eines Universums nur eine sich aufbauschende Quantenfluktuation brauchen, und dass Quantenfluktuationen zu Milliarden im Vakuum gleichzeitig stattfinden, bezogen auf einen Kubikmeter Raum, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass Universen entstehen, sehr hoch - und dann ist auch die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass mindestens eines davon so beschaffen ist, dass dort Beobachter wie wir entstehen.

 

Deswegen ist "sehr unwahrscheinlich" nicht dasselbe wie "unmöglich". Es gibt kein Naturgesetz, das verhindert, dass Universen entstehen können - und erst recht gibt es keines, das verhindert, dass mehrere Universen entstehen. Und dann, wenn man einen unendlichen Zeitraum annimmt, dann ist es nicht nur möglich, dass so ein Universum entsteht, es ist sogar unausweichlich so, obwohl die Wahrscheinlichkeit, dass ein Universum wie unseres entsteht, astronomisch gering sein kann.

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tribald_old

Warum gibt es den Atheismus überhaupt?

 

Keine Ahnung. Vermutlich, seid Leute behaupten, dass es Götter gäbe.

 

Atheismus kann nicht bewiesen werden

 

Stimmt. Wie will man Unglauben beweisen?

 

 

denn Urknall ist auch nur ein Glaube.Eine Theorie nichts weiter.

Es gibt nur 2 Möglichkeiten entweder alles entstand durch Zufall oder Gott hat alles erschaffen.Die Wahrscheinlichkeit das alles nur Zufall ist ist sehr gering bzw unmöglich.Also muss Gott der Schöpfer sein.

 

Glaube und Theorie ist nicht daselbe. Die Gläubigen werden dir allerdings verübeln, dass du ihren Glauben als Theorie bezeichnest. :D

Du solltest deinem Gott nicht immer alles in die Schuhe schieben. Götter sind auch nur Menschen.

Nun, das Universum könnte zum Beispiel das ungewollte Nebenprodukt einer eigentlich ganz anderst gelagerten Versuchsreihe sein. Götterlehrlinge haben mit ihrem Bastelmaterial herumgespielt und Bumms, sind wir herausgekommen. Vielleicht hat da einer ein paar hinter die Löffel bekommen und geistert seither als Bösling durchs universale Geschehen. Nur mal so als Vorschlag.

Inwieweit das jetzt ein Versehen, ein Zufall, oder tatsächlich gewollt ist, tja, darum streiten sich ja die Geister.

 

soviel zu dieser Frage schreibend..........tribald

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