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Oslo/Utoya


Julius

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Der Täter will die Anschläge öffentlich begründen? Vielleicht will aber die Öffentlichkeit gar keine Begründung hören...

Vielleicht findet sich ja irgendwo in Norwegen ein muskulöser schwuler Neger, der wegen Vergewaltigung in U-Haft sitzt. Zu dem könnten sie ihn in die Zelle stecken, damit er ihm sein politisches Konzept erklären kann. Wenn er danach noch Lust hat, kann er es ja auch der Öffentlichkeit vortragen.

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Ich bewundere in solchen Fällen die Disziplin der Polizisten. Wenn ich als erster Beamter am Tatort eintreffen und Sichtkontakt zu dem Typen bekommen würde, könnte es sehr gut sein, dass ich mich auf einmal extrem bedroht fühle und sich mir in lauter Panik ein Schuss löst. Oder auch mehrere.

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Am Umgang mit Verbrechern solch extremer Art lässt sich auch bemessen, wie zivilisiert und rechtstaatlich eine Gesellschaft wirklich ist.

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Ich bewundere in solchen Fällen die Disziplin der Polizisten. Wenn ich als erster Beamter am Tatort eintreffen und Sichtkontakt zu dem Typen bekommen würde, könnte es sehr gut sein, dass ich mich auf einmal extrem bedroht fühle und sich mir in lauter Panik ein Schuss löst. Oder auch mehrere.

Ist das Disziplin oder Unfähigkeit? Wenn ich Polizist bin und eine Waffe trage, muß ich in der Lage sein, so jemanden aufzuhalten. Sonst sollte ich mich zur Verkehrspolizei versetzen lassen.

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Am Umgang mit Verbrechern solch extremer Art lässt sich auch bemessen, wie zivilisiert und rechtstaatlich eine Gesellschaft wirklich ist.

 

Ja, das sehe ich durchaus auch so.

 

Wie es im stillen inneren Gedanken- Kämmerlein aussieht ist ja eine andere Sache und dass man angesichts dieser ausgeübten Grausamkeiten dem Täter gegenüber gedanklich (!) nicht zum milden Altruist wird ist völlig nachvollziehbar.

 

@Sokrates: An Deiner Phantasie stört mich dass die Drecksarbeit von einem dunkelhäutigen Homosexuellen erledigt werden soll. Auch in Gewaltphantasien sollte es doch politisch korrekt zugehen. Ein hellhäutiger bisexueller wäre wohl genauso unpassend aber irgendwie unauffälliger.

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Auch in Gewaltphantasien sollte es doch politisch korrekt zugehen.

Nein, die dunkle Hautfarbe ist im Falle eines blonden Rassisten schon von einer zentralen Bedeutung, die man nicht politisch korrekt wegdefinieren kann. ;)

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@Sokrates: An Deiner Phantasie stört mich dass die Drecksarbeit von einem dunkelhäutigen Homosexuellen erledigt werden soll. Auch in Gewaltphantasien sollte es doch politisch korrekt zugehen. Ein hellhäutiger bisexueller wäre wohl genauso unpassend aber irgendwie unauffälliger.

Dann müsste er aber ebenso groß, blond und blauäugig sein - die "Pointe" bei Sokrates ist ja eigentlich, daß ihn das Klischee straft, daß er hasst. bearbeitet von Flo77
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Auch in Gewaltphantasien sollte es doch politisch korrekt zugehen.

Nein, die dunkle Hautfarbe ist im Falle eines blonden Rassisten schon von einer zentralen Bedeutung, die man nicht politisch korrekt wegdefinieren kann. ;)

 

Unter dem Aspekt kann man das glaub ich durchaus durchgehen lassen.

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Ich bewundere in solchen Fällen die Disziplin der Polizisten. Wenn ich als erster Beamter am Tatort eintreffen und Sichtkontakt zu dem Typen bekommen würde, könnte es sehr gut sein, dass ich mich auf einmal extrem bedroht fühle und sich mir in lauter Panik ein Schuss löst. Oder auch mehrere.

Ist das Disziplin oder Unfähigkeit? Wenn ich Polizist bin und eine Waffe trage, muß ich in der Lage sein, so jemanden aufzuhalten. Sonst sollte ich mich zur Verkehrspolizei versetzen lassen.

 

Wohl wahr, allerdings soll es, soweit mein Wissenstand zur Zeit, nachdem die Polizei es endlich geschafft hat, auf die Insel zu kommen, keine 2 Minuten gedauert haben, bis der Täter gestellt war.

Disziplin würd ich da sagen ... (Unfähigkeit allerdings definitiv was die "Anreise" betrifft)

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Ich bewundere in solchen Fällen die Disziplin der Polizisten. Wenn ich als erster Beamter am Tatort eintreffen und Sichtkontakt zu dem Typen bekommen würde, könnte es sehr gut sein, dass ich mich auf einmal extrem bedroht fühle und sich mir in lauter Panik ein Schuss löst. Oder auch mehrere.

Ist das Disziplin oder Unfähigkeit? Wenn ich Polizist bin und eine Waffe trage, muß ich in der Lage sein, so jemanden aufzuhalten. Sonst sollte ich mich zur Verkehrspolizei versetzen lassen.

Aufhalten ja. Das heißt aber nicht umbringen.

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Auch in Gewaltphantasien sollte es doch politisch korrekt zugehen.
Nein, die dunkle Hautfarbe ist im Falle eines blonden Rassisten schon von einer zentralen Bedeutung, die man nicht politisch korrekt wegdefinieren kann. ;)
Unter dem Aspekt kann man das glaub ich durchaus durchgehen lassen.
Wobei ich die Vorstellung gruselig finde, daß diese Phantasie in einer bestimmten Konstellation durchaus Realität sein könnte - so emotional nachvollziehbar das ist, so schauderhaft ist es wenn man rational drüber nachdenkt...
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Ich bewundere in solchen Fällen die Disziplin der Polizisten. Wenn ich als erster Beamter am Tatort eintreffen und Sichtkontakt zu dem Typen bekommen würde, könnte es sehr gut sein, dass ich mich auf einmal extrem bedroht fühle und sich mir in lauter Panik ein Schuss löst. Oder auch mehrere.

Ist das Disziplin oder Unfähigkeit? Wenn ich Polizist bin und eine Waffe trage, muß ich in der Lage sein, so jemanden aufzuhalten. Sonst sollte ich mich zur Verkehrspolizei versetzen lassen.

Aufhalten ja. Das heißt aber nicht umbringen.

Doch, reden wir ruhig Deutsch. Wenn du einen Menschen, mit einer Waffe in der Hand und dem Willen sie zu benutzen, aufhalten willst, dann lernt jeder Polizeischüler, daß es dafür nur einen Weg gibt: Schüsse in den Körperteil, der am besten zu treffen ist, die Brust und das überlebt man meistens nicht. Alles andere ist Gefährdung der Opfer.

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Auch in Gewaltphantasien sollte es doch politisch korrekt zugehen.
Nein, die dunkle Hautfarbe ist im Falle eines blonden Rassisten schon von einer zentralen Bedeutung, die man nicht politisch korrekt wegdefinieren kann. ;)
Unter dem Aspekt kann man das glaub ich durchaus durchgehen lassen.
Wobei ich die Vorstellung gruselig finde, daß diese Phantasie in einer bestimmten Konstellation durchaus Realität sein könnte - so emotional nachvollziehbar das ist, so schauderhaft ist es wenn man rational drüber nachdenkt...

 

Die ganze Tragödie ist so grauenhaft dass man am allerliebsten gar nichts drüber hören würde- aber es hilft ja nichts, es ist passiert. Man kommt schon in Versuchung diesen Menschen zu hassen, aber ich glaube wenn das passiert (es ist ja bestimmt schon 1000-fach passiert) hat der ja erreicht was er wollte.

 

Egal was der Täter jetzt erleben würde, was ihm widerfahren würde, wie scheusslich und schrecklich es wäre was man ihm nun antäte- er könnte es ja doch nicht rückgängig machen, er allein mit seinem armseligen Menschenleben könnte ja nicht bezahlen was er verusacht hat. Selbst wenn er (wie mir beim Mittagessen eben vorgetragen wurde) langsam und qualvoll zu Tode gebracht würde- möglichst über einen langen Zeitraum (Tage, Wochen, Monate?) wäre das keine Hilfe- für niemanden. Auch die temporäre Genugtuung die sich vielleicht einstellen würde ob dieses langsamen Dahinschlachtens eines Täters hielte nicht lange und würde auch von den Opfern niemanden wieder zurückbringen.

 

Ich bin froh dass die Haftrichterin eine öffentliche Anhörung ablehnte. Ich hoffe dass dem Täter ein ordentlicher Prozess gemacht wird und er in lebenslanger Sicherungsverwahrung (oder wie man das nennt) verschwindet. Möglichst schnell (aber natürlich fehlerfrei und ordentlich- nicht dass der noch eine Chance kriegt wegen eines Formfehlers irgendwann wieder draußen rumrennen zu dürfen) die Sache durchziehen, die Akten schließen und dem bloss nicht noch eine Bühne bieten für irgendwelche wie auch immer gearteten Erklärungen die ja doch nur eine schallende Ohrfeige in die Gesichter der Hinterbliebenen sein können.

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und dem bloss nicht noch eine Bühne bieten für irgendwelche wie auch immer gearteten Erklärungen die ja doch nur eine schallende Ohrfeige in die Gesichter der Hinterbliebenen sein können.
Sprich im Urteil sollte dringend das Verbot eines Netzzugangs und ein sehr eingeschränktes Besuchsrecht veranktert werden...
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Ich bewundere in solchen Fällen die Disziplin der Polizisten. Wenn ich als erster Beamter am Tatort eintreffen und Sichtkontakt zu dem Typen bekommen würde, könnte es sehr gut sein, dass ich mich auf einmal extrem bedroht fühle und sich mir in lauter Panik ein Schuss löst. Oder auch mehrere.

Ist das Disziplin oder Unfähigkeit? Wenn ich Polizist bin und eine Waffe trage, muß ich in der Lage sein, so jemanden aufzuhalten. Sonst sollte ich mich zur Verkehrspolizei versetzen lassen.

Aufhalten ja. Das heißt aber nicht umbringen.

Doch, reden wir ruhig Deutsch. Wenn du einen Menschen, mit einer Waffe in der Hand und dem Willen sie zu benutzen, aufhalten willst, dann lernt jeder Polizeischüler, daß es dafür nur einen Weg gibt: Schüsse in den Körperteil, der am besten zu treffen ist, die Brust und das überlebt man meistens nicht. Alles andere ist Gefährdung der Opfer.

Hmm, könnte ja mal meine beste Freundin fragen, die ist schon seit 20 Jahren Polizistin. Aber ich meine, dass man auch mal in bzw. zwischen die Füße schießen kann um ein Aufhalten zu erreichen. Die Menge an Toten reicht doch echt aus!

Und Knast ist auch nicht lustig.

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und dem bloss nicht noch eine Bühne bieten für irgendwelche wie auch immer gearteten Erklärungen die ja doch nur eine schallende Ohrfeige in die Gesichter der Hinterbliebenen sein können.
Sprich im Urteil sollte dringend das Verbot eines Netzzugangs und ein sehr eingeschränktes Besuchsrecht veranktert werden...

 

Was schlägst Du vor?

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Sprich im Urteil sollte dringend das Verbot eines Netzzugangs und ein sehr eingeschränktes Besuchsrecht veranktert werden...

 

Eine öffentliche Anhöring ist möglicherweise genau das, was der Täter will. Er spricht ja davon, dass seine Tat grausam aber notwendig war oder so ähnlich. Und ja, möglicherweise ist so eine Tat der schnellst Weg in eine sehr breite Öffentlichkeit.

 

Ob es aber etwas nutzt, ihm einen Netzzugang etc zu verweigern, das weiß ich nicht. Er hat sein Manifest ja scheinbar schon veröffentlicht...

 

Bewahrt den Glaube!

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und dem bloss nicht noch eine Bühne bieten für irgendwelche wie auch immer gearteten Erklärungen die ja doch nur eine schallende Ohrfeige in die Gesichter der Hinterbliebenen sein können.
Sprich im Urteil sollte dringend das Verbot eines Netzzugangs und ein sehr eingeschränktes Besuchsrecht veranktert werden...
Was schlägst Du vor?
Was ich schrieb: keinen Netzzugang und möglichst nur ausgesuchte Besucher.

 

Also kein Blog, keine Foren, keine Emails, keine unzensierten Stellungnahmen.

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Hmm, könnte ja mal meine beste Freundin fragen, die ist schon seit 20 Jahren Polizistin. Aber ich meine, dass man auch mal in bzw. zwischen die Füße schießen kann um ein Aufhalten zu erreichen. Die Menge an Toten reicht doch echt aus!

Und Knast ist auch nicht lustig.

Ja, frag sie ruhig, aber dies sind Anweisungen aus der amerikanischen Polizeiausbildung, die auch in Rechnung stellen, daß der durchschnittiche Streifenpolizist kein Kunstschütze ist. Dabei geht es nicht primär darum, den Täter zu töten, sondern so schnell und sicher wie möglich an der weiteren Aufführung seiner Taten zu hindern (Mannstoppwirkung). Ein Schuß in die Beine gelingt dem Ungeübten kaum und hindert auch nicht sicher am Schießen.

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Ein Schuß in die Beine gelingt dem Ungeübten kaum und hindert auch nicht sicher am Schießen.

Hi,

 

eine Verletzung der Beinarterie ist lebensbedrohlich.

 

Gruss, Martin

bearbeitet von Soulman
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eine Verletzung der Beinarterie ist lebensbedrohlich.

Allerdings nur, wenn man sie trifft. Wie Marcellinus schon sagte.

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Klares Ziel kann doch nur sein den Täter zu stoppen- und bevor man nur kunstfertig auf die Extremitäten zielt wird man wohl in so einer Situation auf dem Rumpf halten.

 

@Flo: Ist es denn möglich dem Insassen solcherlei Auflagen zu verordnen? Apropos Besuch, abgesehen von ein paar sensationslüsternen Journalisten- glaubst Du es hätte jemand Ambitionen den zu besuchen? Ich stell mir grad vor er wäre mein Sohn. Wie groß ist die Motivation einer Mutter einem solchen Sohn in die Augen zu sehen?

 

*GedankenausdemKopf* das geht zu weit, hier ist einfach Schluss, ich glaub da will ich gar nicht mehr drüber nachdenken.

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eine Verletzung der Beinarterie ist lebensbedrohlich.

Allerdings nur, wenn man sie trifft. Wie Marcellinus schon sagte.

Ja. Diese Gefahr wird aber zumeist unterschätzt, wenn man von einem Schuss in die Beine spricht. Es ist daher genau wie Marcellinus meint: Wichtig ist, dass man überhaupt trifft um eine Wirkung zu erzielen. Die Art der Wirkung hängt dann auch noch vom gewählten Munitionstyp ab. Aber das ist alles angesichts der Tragödie in Norwegen ziemlich unwichtig.

 

Auf die wichtigen Fragen geben die Norweger gerade selber die passenden Antworten. Jede ausserrechtsstaatliche Behandlung des Irren wäre eine nachträgliche Bestätigung seines verqueren Weltbildes. Die einzige rationale Erklärung für diesen Massenmord ist für mich die, dass der Täter eine maximale Aufmerksamkeit herstellen wollte und das über den maximalen Tabubruch, das wahllose Töten von Kindern, erreicht hat.

 

Der Unterschied zu einer Naturkatastrophe ist dabei nur die Illusion, dass sich der Irrsinn Einzelner irgendwie verhindern liesse. Was muss/kann also der Massstab für die Risikoabschätzung Sicherheit vs. Freiheit sein? Wenn es um die schiere Anzahl von Todesopfern geht, sind Amokläufe oder Terroranschläge zu vernachlässigen. Da ist jede Naturkatastrophe "grausamer" und trotzdem kommt niemand auf die Idee das Meer dafür auszupeitschen. Selbst die Ärzte laufen mit falsch verordneten Medikamenten den Terroristen und Amokläufern in Zehnerpotenzen den Rang ab.

 

Ich weiss noch nicht, ob ich etwas aus dieser Tragödie lernen kann. Bemerkenswert fand ich die argumentative Nähe des Attentäters zu kleinen Volksverhetzern wie Sarrazin und die Terrorismusspekulationen in den Medien.

 

Gruss, Martin

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