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Das eigene Begräbnis


Flo77

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Den Weg werde ich - so ich das entscheiden kann und dann noch so denke wie heute - alleine gehen.
Meine Schwiegeroma ist gestorben nachdem ihr Sohn gegangen und meine Schwiegermutter noch nicht da war.

 

Meine Großtante ist Nachts gestorben.

 

Mein Großvater morgens allein am Frühstückstisch (vielleicht der kultivierteste Abgang - wenn man keine volle Müslischüssel oder Leberwurstbrot vor sich stehen hat, in das man reinfallen kann).

 

Daß Menschen besonders häufig in dem Mom. sterben, in dem gerade kein anderer Mensch im Raum ist, habe ich jetzt aber auch schon öfter gehört.

Das ist tatsächlich so und hat wohl was mit loslassen zu tun.

Eine gute Freundin ist Kinderkrankenschwester und sie erzählt, dass das sogar schon bei Kindern so ist. Da sind die Mütter oft ununterbrochen am Bett ihres todkranken Kindes und wenn sie mal kurz auf's Klo gehen, stirbt das Kind in den 3 Minuten. Es ist ein Mysterium, das wir wohl erst verstehen können, wenn es soweit ist (wenn überhaupt).

 

Werner

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Ich bin zwar kein Zauberer, aber ich hoffe schon, daß das Letzte, was ich sehe Tods gütiges Lächeln ist.

Ich glaube, ich würde lieber das gütige Lächeln eines mir lieben Menschen sehen, vorzugsweise das meines Mannes.

 

Ist aber auch ein bissel egoistisch von Dir, zuerst gehen zu wollen. Muss man denn den Damen immer den Vortritt lassen?

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Ich bin zwar kein Zauberer, aber ich hoffe schon, daß das Letzte, was ich sehe Tods gütiges Lächeln ist.

Ich glaube, ich würde lieber das gütige Lächeln eines mir lieben Menschen sehen, vorzugsweise das meines Mannes.

 

Ist aber auch ein bissel egoistisch von Dir, zuerst gehen zu wollen. Muss man denn den Damen immer den Vortritt lassen?

Isses. Aber wie ich schon Elima geantwortet habe, glaube ich, dass wir beide alleine zurecht kämen. Von daher lassen wir's einfach auf uns zukommen.
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Ich persönlich könnte mir gut eine Bestattung im Friedwald vorstellen aber ich muss mal abklären, ob meine Familie eine Urnenbestattung so toll fände. Generell will ich meinen Hinterbliebenen nur ungern verbindliche Vorgaben bezüglich meiner Beerdigung machen. Trotzdem finde ich es wichtig, dass meine Frau bei meinem Tod nicht völlig hilflos vor der Frage steht, wie sie mich denn beerdigen lassen soll. Da werden wir demnächst wohl mal drüber sprechen müssen.

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Ich wünsche mir - natürlich in ferner Zukunft (ich gehe davon aus, dass ich jetzt mit fast 50 erst die Hälfte rum habe - logisch) - entweder eine gigantische Explosion, in der ich drin bin (jaja, mein Hobby...) oder einfach ein totes Umfallen. Schnell muss es gehen.

 

bearbeitet von Caveman
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Wie wahr.

Allerdings denke ich auch so: wenn es mein Wunsch ist, dass das letzte was ich sehen möchte das Meer ist, erhöhen sich meine

Chancen, wenn ich wenigstens im oder am Meer wohne.

Ich kann nicht ohne die See leben.
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Wie wahr.

Allerdings denke ich auch so: wenn es mein Wunsch ist, dass das letzte was ich sehen möchte das Meer ist, erhöhen sich meine

Chancen, wenn ich wenigstens im oder am Meer wohne.

Ich kann nicht ohne die See leben.

Das kann ich gut verstehen.
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Wie wahr.

Allerdings denke ich auch so: wenn es mein Wunsch ist, dass das letzte was ich sehen möchte das Meer ist, erhöhen sich meine

Chancen, wenn ich wenigstens im oder am Meer wohne.

Ich kann nicht ohne die See leben.

Eine ordentliche Wikinger-Bestattung wird eh nicht mehr erlaubt sein heutzutage?

bearbeitet von rince
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Wie wahr.

Allerdings denke ich auch so: wenn es mein Wunsch ist, dass das letzte was ich sehen möchte das Meer ist, erhöhen sich meine

Chancen, wenn ich wenigstens im oder am Meer wohne.

Ich kann nicht ohne die See leben.

 

Okay, aber hier geht's ja auch nicht mehr ums Leben.

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Wie wahr.

Allerdings denke ich auch so: wenn es mein Wunsch ist, dass das letzte was ich sehen möchte das Meer ist, erhöhen sich meine

Chancen, wenn ich wenigstens im oder am Meer wohne.

Ich kann nicht ohne die See leben.

Eine ordentliche Wikinger-Bestattung wird eh nicht mehr erlaubt sein heutzutage?

Aber dann ist ja alles weg! Spannender wäre doch mit einem unverrottbaren Boot abzusacken. Und nach ein paar

Millionen Jahren nach Neufaltung der Gebirge auf 6000 Meter Höhe zu sein. Unsere Nachfolger werden sich dann

Fragen, wie das wohl dahin gekommen ist.

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Mir ist nur wichtig, dass meine Organe gespendet werden. Ansonsten gerne verbrannt, aber wenn meine Hinterbliebenen lieber ein "richtiges" Grab wollen, ist es mir auch recht. Gräber sind für die Hinterbliebenen, nicht für die Toten.

 

Die Beerdigungszeremonie wird hoffentlich nicht so stocksteif und durch zeremoniert, wie die der Beerdigung, auf der ich bisher war (ich war erst auf einer).

 

Über das passende Lied habe ich schon nachgedacht (z.B. Metallica-Nothing else matters), allerdings würde ich ja gerne erst in 70 Jahren sterben und bis dahin kommen sicher noch ein paar passende musikalische Perlen.

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Daß Menschen besonders häufig in dem Mom. sterben, in dem gerade kein anderer Mensch im Raum ist, habe ich jetzt aber auch schon öfter gehört.

Es hängt wohl ein bißchen daran, wie sehr die Lebenden loslassen können. Ich habe meinem Großvater in den letzten Nachtwachen oft gesagt: alles ok, Oma schläft (sie klammerte), Du kannst beruhigt gehen, ich bin da. Und so ist es auch gekommen.
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Aber dann ist ja alles weg! Spannender wäre doch mit einem unverrottbaren Boot abzusacken. Und nach ein paar

Millionen Jahren nach Neufaltung der Gebirge auf 6000 Meter Höhe zu sein. Unsere Nachfolger werden sich dann

Fragen, wie das wohl dahin gekommen ist.

Wahnsinnsfantasie. Echt. Nur doof, dass man dann nicht mehr dabei sein kann, um die unfassbar verblüfften Gesichter zu sehen. Mist!

Dale

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Generell will ich meinen Hinterbliebenen nur ungern verbindliche Vorgaben bezüglich meiner Beerdigung machen.

Hm, das kann aber auch eine enorme Hilfe für die Hinterbliebenen sein.

In einer Zeit, wo es ihnen sowieso dreckig geht (ich hoffe mal, sie werden sich nicht über Dein Ableben freuen)., gibt das einen guten Anhalt, was zu tun ist, ohne daß man sich zusätzlich zur Trauer um alles, worum man sich kümmern muß, noch einen Kopf machen müßte.

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Generell will ich meinen Hinterbliebenen nur ungern verbindliche Vorgaben bezüglich meiner Beerdigung machen. Trotzdem finde ich es wichtig, dass meine Frau bei meinem Tod nicht völlig hilflos vor der Frage steht, wie sie mich denn beerdigen lassen soll.

Hm, das kann aber auch eine enorme Hilfe für die Hinterbliebenen sein.

In einer Zeit, wo es ihnen sowieso dreckig geht (ich hoffe mal, sie werden sich nicht über Dein Ableben freuen)., gibt das einen guten Anhalt, was zu tun ist, ohne daß man sich zusätzlich zur Trauer um alles, worum man sich kümmern muß, noch einen Kopf machen müßte.

(Hervorhebung von mir, Zitat vergrößert)

 

Aus meiner Sicht gibt es einen wichtigen Unterschied dazwischen, ob ich als zukünftige Leiche den anderen Diktierte, wie sie mich zu entsorgen haben, oder ob ich versuche herauszufinden, welche Art der Bestattung meinen Hinterbliebenen am meisten hilft.

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Generell will ich meinen Hinterbliebenen nur ungern verbindliche Vorgaben bezüglich meiner Beerdigung machen.

Hm, das kann aber auch eine enorme Hilfe für die Hinterbliebenen sein.

In einer Zeit, wo es ihnen sowieso dreckig geht (ich hoffe mal, sie werden sich nicht über Dein Ableben freuen)., gibt das einen guten Anhalt, was zu tun ist, ohne daß man sich zusätzlich zur Trauer um alles, worum man sich kümmern muß, noch einen Kopf machen müßte.

Bei meinen Großeltern im Nachtkasten liegt eine Mappe. Darin finden sich der Vertrag mit einem Bestatter (über Sarg, Ausstattung, Trauerarrangements, etc.), die Einladungsliste für die Trauerfeier (ich seh uns schon da sitzen: Letztes Jahr verstorben *durchstreich*, lebt noch *karteeintüt*, seit 4 Jahren tot *durchstreich*, ...) und natürlich der Text für die Traueranzeigen sowie der Vordruck für die Sterbebildchen (die kleinen Gebetszettel, die man nach dem Requiem austeilt...)

Wenn der Kaufvertrag für die Grabstelle und die Vereinbarung mit der Restauration für den Trauerkaffee auch schon drin liegt würde mich nicht überraschen.

 

Man mag das makaber finden, aber irgendwo macht es erschreckender Weise Sinn.

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Aus meiner Sicht gibt es einen wichtigen Unterschied dazwischen, ob ich als zukünftige Leiche den anderen Diktierte, wie sie mich zu entsorgen haben, oder ob ich versuche herauszufinden, welche Art der Bestattung meinen Hinterbliebenen am meisten hilft.

Hinterbliebenen hilft es allerdings sehr, wenn sie wissen, was der Verstorbene sich für den Fall seines Ablebens gewünscht hat und wenn sie ihm nach dessen Ableben noch diese Wünsche erfüllen können. Ist jedenfalls meine persönliche Erfahrung. Meine Mutter hatte sich z.B. gewünscht, an ihrem Heimatort, den sie ein halbes Jahrhundert vor ihrem Tod verlassen hatte, beerdigt zu werden. Hat die Dinge, wenn auch nicht wesentlich, kompliziert, da ich dazu (neben dem zu bezahlenden "Auswärtigenzuschlag" für die Grabstelle) eine Extraerlaubnis der bürgerlichen Gemeinde dort einholen musste. Wobei das im Vergleich zu der Auseinandersetzung mit dem örtlichen Pfarrer, der sich ungebeten einmischte, die leichteste Übung war. Aber irgendwie empfand ich es als ausgesprochen tröstlich und löste bei mir Zufriedenheit aus, sie "nach Hause" zu bringen, als ich bei der Überführung vom Sterbeort zu Trauerfeier und Beerdigung hinter dem Wagen des Bestatters herfuhr und am Horizont die Silhouette des Heimatortes sichtbar wurde, genau in dem Augenblick riss auch der bis dahin grau verhangene Himmel auf und tauchte das Dorf in Sonnenlicht ... Daneben hat der von ihr schriftlich hinterlassene Wunsch wahrscheinlich auch unerfreuliche Diskussionen innerhalb der Familie im Keime erstickt und erledigt.

bearbeitet von Julius
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Aus meiner Sicht gibt es einen wichtigen Unterschied dazwischen, ob ich als zukünftige Leiche den anderen Diktierte, wie sie mich zu entsorgen haben, oder ob ich versuche herauszufinden, welche Art der Bestattung meinen Hinterbliebenen am meisten hilft.

Sicher. Aber das eigene Begräbnis ist das letzte im Leben, worauf man noch einen gewissen Einfluß hat. Es ist einfach eine Frage von Sitte und Anstand, dem Verstorbenen nach Möglichkeit, seine Wünsche diesbezüglich zu erfüllen, wenn man denn für ihn etwas empfindet.

(Ich erwarte nicht, daß Christen und Atheisten das verstehen.)

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Was auf jeden Fall nett wäre ist, sich Gedanken über die Kosten seiner Wünsche zu machen und wenn möglich selber schon dafür was zurückzulegen.

 

Sonst können die Hinterbliebenen doppelt traurig sein...

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Generell will ich meinen Hinterbliebenen nur ungern verbindliche Vorgaben bezüglich meiner Beerdigung machen.

Hm, das kann aber auch eine enorme Hilfe für die Hinterbliebenen sein.

In einer Zeit, wo es ihnen sowieso dreckig geht (ich hoffe mal, sie werden sich nicht über Dein Ableben freuen)., gibt das einen guten Anhalt, was zu tun ist, ohne daß man sich zusätzlich zur Trauer um alles, worum man sich kümmern muß, noch einen Kopf machen müßte.

Bei meinen Großeltern im Nachtkasten liegt eine Mappe. Darin finden sich der Vertrag mit einem Bestatter (über Sarg, Ausstattung, Trauerarrangements, etc.), die Einladungsliste für die Trauerfeier (ich seh uns schon da sitzen: Letztes Jahr verstorben *durchstreich*, lebt noch *karteeintüt*, seit 4 Jahren tot *durchstreich*, ...) und natürlich der Text für die Traueranzeigen sowie der Vordruck für die Sterbebildchen (die kleinen Gebetszettel, die man nach dem Requiem austeilt...)

Wenn der Kaufvertrag für die Grabstelle und die Vereinbarung mit der Restauration für den Trauerkaffee auch schon drin liegt würde mich nicht überraschen.

 

Man mag das makaber finden, aber irgendwo macht es erschreckender Weise Sinn.

Ich finde das nicht makaber. Es gibt ja auch Sterbeversicherungen für die Begräbniskosten.

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Optimal ist es wohl, wenn man zu Lebzeiten in der Familie offen und ausführlich darüber spricht, was die Familienmitglieder sich wünschen, welchen Aufwand bei der Grabpflege sie sich vorstellen können und wie das finanziert werden kann.

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