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Wird hier an der Schraube gedreht?


gouvernante
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Hm. Dagegen, dass der Priester bei Gebeten dem Volk den Rücken zuwendet, ließe sich schlecht etwas sagen. Im verkündigenden Teil wäre es widersinnig.

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Dagegen, dass der Priester bei Gebeten dem Volk den Rücken zuwendet, ließe sich schlecht etwas sagen.

Das hängt davon ab, von welcher Grundkonzeption der Eucharistiefeier Du ausgehst. Es gibt Grundkonzeptionen, gemäß derer sich sehr wohl "etwas dagegen" sagen ließe. Alle zur Zeit gängigen theologischen Modelle lassen sich auf (ältere oder jüngere) Wurzeln zurückführen.

Interessant wird es, mit welcher Argumentation im Falle des Falles einem bestimmten Modell der Vorzug gegeben wird.

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In meiner ehemaligen Gemeinde. Da müssen die Kommunionkinder zum Begrüßen des neuen Kaplans "Gelobt sei Jesus Christus!" rufen.

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In meiner ehemaligen Gemeinde. Da müssen die Kommunionkinder zum Begrüßen des neuen Kaplans "Gelobt sei Jesus Christus!" rufen.

 

Das ist ein Gebet, das gemeinsam gesprochen wird, die Antwort ist: In Ewigkeit Amen! - Diese Begrüßung war für Geistliche schon immer üblich. (Wenn man die zweite Hälfte wegläßt, klingt es ja geradezu, als würde der Kaplan als Christus begrüßt.) - Ein Beleg für irgendwelche Fort- oder Rückschritte ist das nicht.

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In meiner ehemaligen Gemeinde. Da müssen die Kommunionkinder zum Begrüßen des neuen Kaplans "Gelobt sei Jesus Christus!" rufen.

 

Das ist ein Gebet, das gemeinsam gesprochen wird, die Antwort ist: In Ewigkeit Amen! - Diese Begrüßung war für Geistliche schon immer üblich. (Wenn man die zweite Hälfte wegläßt, klingt es ja geradezu, als würde der Kaplan als Christus begrüßt.) - Ein Beleg für irgendwelche Fort- oder Rückschritte ist das nicht.

In meiner Kindheit wurden nicht nur Priester, sondern auch Ordensfrauen mit "Gelobt sei Jesus Christus" begrüßt (vermutlich auch Ordensbrüder, aber da gab es bei uns keine). Es war kein gemeinsames Gebet, sondern nur der Gruß und wurde auch so verstanden.

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In meiner ehemaligen Gemeinde. Da müssen die Kommunionkinder zum Begrüßen des neuen Kaplans "Gelobt sei Jesus Christus!" rufen.

 

Das ist ein Gebet, das gemeinsam gesprochen wird, die Antwort ist: In Ewigkeit Amen! - Diese Begrüßung war für Geistliche schon immer üblich. (Wenn man die zweite Hälfte wegläßt, klingt es ja geradezu, als würde der Kaplan als Christus begrüßt.) - Ein Beleg für irgendwelche Fort- oder Rückschritte ist das nicht.

In meiner Kindheit wurden nicht nur Priester, sondern auch Ordensfrauen mit "Gelobt sei Jesus Christus" begrüßt (vermutlich auch Ordensbrüder, aber da gab es bei uns keine). Es war kein gemeinsames Gebet, sondern nur der Gruß und wurde auch so verstanden.

 

Aber schon mit Antwort? - Das mit den Ordensfrauen kannte ich nicht, aber vielleicht hab ich da nur zu selten welche erlebt.

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In meiner ehemaligen Gemeinde. Da müssen die Kommunionkinder zum Begrüßen des neuen Kaplans "Gelobt sei Jesus Christus!" rufen.

 

Das ist ein Gebet, das gemeinsam gesprochen wird, die Antwort ist: In Ewigkeit Amen! - Diese Begrüßung war für Geistliche schon immer üblich. (Wenn man die zweite Hälfte wegläßt, klingt es ja geradezu, als würde der Kaplan als Christus begrüßt.) - Ein Beleg für irgendwelche Fort- oder Rückschritte ist das nicht.

In meiner Kindheit wurden nicht nur Priester, sondern auch Ordensfrauen mit "Gelobt sei Jesus Christus" begrüßt (vermutlich auch Ordensbrüder, aber da gab es bei uns keine). Es war kein gemeinsames Gebet, sondern nur der Gruß und wurde auch so verstanden.

 

Aber schon mit Antwort? - Das mit den Ordensfrauen kannte ich nicht, aber vielleicht hab ich da nur zu selten welche erlebt.

 

Ja, mit Antwort, wenn das manchmal auch nur ein Gemurmel war. Vielleicht war es zu deiner Zeit gegenüber Ordensfrauen nicht mehr üblich, du bist ja ein paar jährchen jünger als ich. :)

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Mmh, also unser Pfarrer begrüßt uns öfter mal so, wenn er in die Sakristei kommt und man gerade da steht. Was soll uns das dann jetzt sagen? :rolleyes:

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Dagegen, dass der Priester bei Gebeten dem Volk den Rücken zuwendet, ließe sich schlecht etwas sagen.

Das hängt davon ab, von welcher Grundkonzeption der Eucharistiefeier Du ausgehst. Es gibt Grundkonzeptionen, gemäß derer sich sehr wohl "etwas dagegen" sagen ließe. Alle zur Zeit gängigen theologischen Modelle lassen sich auf (ältere oder jüngere) Wurzeln zurückführen.

Ich gehe davon aus, dass der Priester einerseits Verkündiger des Wortes Gottes an die Gläubigen (wenn er als solcher auftritt, sollte er sich den Gläubigen zuwenden) ist, andererseits aber auch Gebete stellvertretend für die Gläubigen an Gott richtet (dies lässt sich durch gemeinsame Gebetsrichtung ausdrücken - nicht, weil Gott im Hochaltar oder in Jerusalem, Mekka, Rom etc. wohnen würde, sondern eben, um den Unterschied zwischen Gebet und Verkündigung zu verdeutlichen)

Interessant wird es, mit welcher Argumentation im Falle des Falles einem bestimmten Modell der Vorzug gegeben wird.

Das ist in der Tat der springende Punkt. Aus den Aussagen Kard. Kochs ist m.E. nicht klar ersichtlich, wovon er ausgeht.

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Hm. Dagegen, dass der Priester bei Gebeten dem Volk den Rücken zuwendet, ließe sich schlecht etwas sagen. Im verkündigenden Teil wäre es widersinnig.

Interessanter Aspekt.

Ich hab' mal eine Jugendmesse erlebt, in der der Priester zu den Fürbitten das Standmikrofon nahm, damit um den Altar ging, sich vor den Altar stellte - mit dem Rücken zum Volk bzw. mit der gleichen Blickrichtung zu Altar und Kruzifix - und die Fürbitten einletete. Dann setzte er sich zu den Leuten in die erste Reihe und jeder, der wollte, konnte nach vorne kommen und eine Fürbitte vortragen. Nach Abschluß der Fürbitten nahm er das Mikrofon wieder mit zum Priestersitz hinter den Altar. Alles andere war mit Blick zur Gemeinde (na ja, wer sich traut, kann sich dort auch auf die Sitze um den Altarraum setzen; die Musiker saßen dort im Bereich hinter dem Altar).

Für mich war das eine sehr stimmige Sache, wirklich im Sinne eines gemeinsamen Gebetes vor/zu Gott (welcher durch den Altar bzw. das Kruzifix symbolisiert wird) und hatte so garnichts von "mit dem Rücken zum Volk".

Edited by Moriz
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Wir erleben das hier Jahr für Jahr am Karfreitag, wenn die großen Fürbitten in Richtung Kreuz gebetet werden.

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Warum empfindest du diese Meldung als "Schraube rückwärts drehen"? Er spricht ja auch explizit von einer Weiterentwicklung von Gottesdienstformen.

 

Aus dieser Quelle:

Eine Weiterentwicklung von Gottesdienstformen sei für eine innere Erneuerung der Kirche nötig. "Wenn nämlich die Krise des kirchlichen Lebens heute in erster Linie eine Krise der Liturgie ist, dann muss auch eine Erneuerung der Kirche heute mit der Erneuerung der Liturgie ansetzen", meinte Koch.

 

Wobei ich mich schon frage, ob wir derzeit wirklich eine "Krise der Liturgie" haben...

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Wobei ich mich schon frage, ob wir derzeit wirklich eine "Krise der Liturgie" haben...
Ich denke eher wir haben wenn überhaupt eine Krise der Verbindlichkeit, der Gemeinschaftsbereitschaft oder allenfalls der Gemeinschaftsfähigkeit. Die Liturgie ist da nur vorgeschoben. Edited by Flo77
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Mmh, also unser Pfarrer begrüßt uns öfter mal so, wenn er in die Sakristei kommt und man gerade da steht. Was soll uns das dann jetzt sagen? :rolleyes:

 

Bei uns sagt man auch "Gelobt sei Jesus Christus." wenn man in die Sakristei kommt, und die, die es hören, sagen "In Ewigkeit. Amen."

 

Aber in "Gelobt sei Jesus Christus." sehe ich keinen Rückschritt. Das ist sogar ökumenisch, wenn man so will.

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Mmh, also unser Pfarrer begrüßt uns öfter mal so, wenn er in die Sakristei kommt und man gerade da steht. Was soll uns das dann jetzt sagen? :rolleyes:

 

Bei uns sagt man auch "Gelobt sei Jesus Christus." wenn man in die Sakristei kommt, und die, die es hören, sagen "In Ewigkeit. Amen."

 

Aber in "Gelobt sei Jesus Christus." sehe ich keinen Rückschritt. Das ist sogar ökumenisch, wenn man so will.

 

Also für einen Rückschritt halte ich das auch nicht. Aber wenn beispielsweise der Pfarrer beim Pfarrfest "hllo" oder "grüß Gott" sagt, würde ich das für normal halten.

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Warum empfindest du diese Meldung als "Schraube rückwärts drehen"? Er spricht ja auch explizit von einer Weiterentwicklung von Gottesdienstformen.

 

Aus dieser Quelle:

Eine Weiterentwicklung von Gottesdienstformen sei für eine innere Erneuerung der Kirche nötig. "Wenn nämlich die Krise des kirchlichen Lebens heute in erster Linie eine Krise der Liturgie ist, dann muss auch eine Erneuerung der Kirche heute mit der Erneuerung der Liturgie ansetzen", meinte Koch.

 

Wobei ich mich schon frage, ob wir derzeit wirklich eine "Krise der Liturgie" haben...

 

Irgendwie weiß Koch wohl selber nicht so ganz, was er will, oder zumindest hat er es dem Verfasser dieser Meldung nicht klarmachen können. Die ist nämlich schon ein bisschen wirr. Was ist den jetzt die Weiterentwicklung von Liturgie? Dass Benedikt XVI. sich darunter eine Rückentwicklung vorstellt, dürfte mittlerweiler klar geworden sein. Aber warum kann Rom dann nichts machen, wenn die Gläubigen nicht mitziehen? Weil die die Liturgie nicht in die Richtung weiterentwickeln, die man in Rom gerne hätte?

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In meiner ehemaligen Gemeinde. Da müssen die Kommunionkinder zum Begrüßen des neuen Kaplans "Gelobt sei Jesus Christus!" rufen.

 

Das ist ein Gebet, das gemeinsam gesprochen wird, die Antwort ist: In Ewigkeit Amen! - Diese Begrüßung war für Geistliche schon immer üblich. (Wenn man die zweite Hälfte wegläßt, klingt es ja geradezu, als würde der Kaplan als Christus begrüßt.) - Ein Beleg für irgendwelche Fort- oder Rückschritte ist das nicht.

In meiner Kindheit wurden nicht nur Priester, sondern auch Ordensfrauen mit "Gelobt sei Jesus Christus" begrüßt (vermutlich auch Ordensbrüder, aber da gab es bei uns keine). Es war kein gemeinsames Gebet, sondern nur der Gruß und wurde auch so verstanden.

 

Aber schon mit Antwort? - Das mit den Ordensfrauen kannte ich nicht, aber vielleicht hab ich da nur zu selten welche erlebt.

 

Vielleicht auch mit Antwort. Die Richtung ist aber nicht ein gemeinsam gesprochenes Gebet, sondern die (ich bezeichne es mal als: exaltierte) Grußformel (meine Interpretation: für den hochwürdigsten Herrn Kaplan). Ist für mich schon ein ddeutliches ein Anzeichen für die Schraube rückwärts, wenn eine seit Jahren nicht mehr gebräuchliche Grußformel Kindern (die diese mit Sicherheit nicht kennen) aufgezwungen wird.

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"Laudetur Jesus Christus" als Grußformel kenne ich nur noch von den Radiosendungen von Radio Vatikan. Und da kam es mir schon vor 25 Jahren komisch vor.

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Flächendeckendes Kalkleisten-Tragen, vor allem an Universitäten (durch Doktoranden), empfinde ich als rückwärtsgewandt. Aber vielleicht was das auch schon immer so?!

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Flächendeckendes Kalkleisten-Tragen, vor allem an Universitäten (durch Doktoranden), empfinde ich als rückwärtsgewandt. Aber vielleicht was das auch schon immer so?!

Nein.

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Flächendeckendes Kalkleisten-Tragen, vor allem an Universitäten (durch Doktoranden), empfinde ich als rückwärtsgewandt. Aber vielleicht was das auch schon immer so?!

Nein.

 

Kenne ich so auch nicht.

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Flächendeckendes Kalkleisten-Tragen, vor allem an Universitäten (durch Doktoranden), empfinde ich als rückwärtsgewandt. Aber vielleicht was das auch schon immer so?!

Nein.

 

Kenne ich so auch nicht.

 

Noch um einiges befremdlicher finde ich die Priesteramtskandidaten, die Freisemester in Rom machen und da plötzlich die Soutane für sich entdecken :rolleyes:

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