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trotzdem katholisch?


Max
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Hallo miteinander,

 

ich kaempfe innerlich mit einer Fragestellung und hoffe, ihr habt vielleicht ein paar hilfreiche Gedanken dazu.

 

In vieler Weise bin und bleibe ich katholisch. Einfach still in einer Kirche zu sitzen, die katholische Liturgie wie auch grad das benediktinische Stundengebet bedeutet mir sehr viel, da ist einfach eine Ahnung der Gegenwart Gottes. Die Kirche ist auch ein Ort, an dem ich Menschen finde, die mich persoenlich beeindrucken, fuer mich koennen das Namen wie Anselm Gruen, Thomas Keating, Steindl-Rast und viele andere sein. Kirche, wo ich stille Rueckzugsorte fuer Exerzitien finde, das kontemplative Gebet usw...

 

In den letzten paar Jahren habe ich mich aufgrund einiger Erfahrungen doch von der Kirche etwas entfernt, aber mache immer wieder vorsichtige Schritte dorthin. Da sind diese wunderschoenen Aspekte, die ich oben beschrieben habe.

 

Aber dann schlage ich die Zeitung auf und lese wie grad letztens zum Beispiel vom Papst: "Ein Problem stelle auch das weit verbreitete Zusammenleben von Paaren vor der Ehe dar. Ihnen scheine oft nicht bewusst zu sein, dass dies "schwer sündhaft" sei und die Stabilität der Gesellschaft beschädige."

 

Ich moechte gar nicht diesen Satz diskutieren (dafuer kann ein anderer thread herhalten) sondern einfach dass mich solche Dinge unendlich traurig und wuetend macht -- da denke ich, nein, die Kirche ist wohl doch kein Ort fuer mich, warum haenge ich noch an dieser Illusion...

 

Oder ein anderes Beispiel -- ich gehe in eine Kirche, wunderschoene Liturgie und alles, aber am Schriftenstand hinten liegt zB ein polnisches Jugendmagazin (auf englisch) in dem es entweder nur darum geht wie schlimm Sexualitaet ist oder dass Diskobesuche und Rockmusik teuflisch sind.

 

Vielleicht ahnt ihr, was ich meine... Wie geht man als Katholik damit um, wenn man grad mit der Amtskirche einfach nicht zurechtkommt? Wie macht ihr das?

 

Warum seid ihr -- trotz allem -- katholisch? Wieso in einer Kirche bleiben, deren "Leitungsebene" uns nicht haben wollte wenn wir laut sagen was wir wirklich denken?

 

Gruesse

 

Max

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gouvernante

Wie geht man als Katholik damit um, wenn man grad mit der Amtskirche einfach nicht zurechtkommt? Wie macht ihr das?

"Die Kirche" ist nicht deckungsgleich mit der Hierarchie.
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Die Angelika

Hallo Max,

 

deine und ähnliche Gefühle bezüglich der Amtskirche kenne ich, auch durch andere Dinge verursacht.

Deine Frage habe ich mir auch schon oft gestellt.

Meine Antwort lautet:

 

Wenn Gott will, dass ich konvertiere, wird er sich mir schon verständlich machen. Bisher hat er das nicht getan.

Er wird sich schon etwas dabei gedacht haben, dass er mich in diese Kirche hineingeboren hat.

 

Eine perfekte Kirche, so es sie denn irgendwo gäbe, würde spätestens dann unvollkommen, wenn ich ihr angehörte. Wieso also rege ich mich noch immer über das auf, woran ich mich bei anderen Kirchengliedern stoße, anstatt mich auf mich selbst und meine eigenen Schwächen und Fehler zu besinnen? Das soll jetzt nicht heißen, dass ich zu dem, was ich falsch finde, nichts mehr sagen würde, aber ich versuche, mich nicht mehr aufzuregen. Das ist nur Energieverschwendung.

 

Ich wünsche dir Geduld mit deiner und meiner Kirche und denk dran:

Wir alle sind Kirche.

 

alles Liebe

 

Angelika

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Hallo miteinander,

 

ich kaempfe innerlich mit einer Fragestellung und hoffe, ihr habt vielleicht ein paar hilfreiche Gedanken dazu.

 

In vieler Weise bin und bleibe ich katholisch. Einfach still in einer Kirche zu sitzen, die katholische Liturgie wie auch grad das benediktinische Stundengebet bedeutet mir sehr viel, da ist einfach eine Ahnung der Gegenwart Gottes. Die Kirche ist auch ein Ort, an dem ich Menschen finde, die mich persoenlich beeindrucken, fuer mich koennen das Namen wie Anselm Gruen, Thomas Keating, Steindl-Rast und viele andere sein. Kirche, wo ich stille Rueckzugsorte fuer Exerzitien finde, das kontemplative Gebet usw...

 

In den letzten paar Jahren habe ich mich aufgrund einiger Erfahrungen doch von der Kirche etwas entfernt, aber mache immer wieder vorsichtige Schritte dorthin. Da sind diese wunderschoenen Aspekte, die ich oben beschrieben habe.

 

Aber dann schlage ich die Zeitung auf und lese wie grad letztens zum Beispiel vom Papst: "Ein Problem stelle auch das weit verbreitete Zusammenleben von Paaren vor der Ehe dar. Ihnen scheine oft nicht bewusst zu sein, dass dies "schwer sündhaft" sei und die Stabilität der Gesellschaft beschädige."

 

Ich moechte gar nicht diesen Satz diskutieren (dafuer kann ein anderer thread herhalten) sondern einfach dass mich solche Dinge unendlich traurig und wuetend macht -- da denke ich, nein, die Kirche ist wohl doch kein Ort fuer mich, warum haenge ich noch an dieser Illusion...

 

Oder ein anderes Beispiel -- ich gehe in eine Kirche, wunderschoene Liturgie und alles, aber am Schriftenstand hinten liegt zB ein polnisches Jugendmagazin (auf englisch) in dem es entweder nur darum geht wie schlimm Sexualitaet ist oder dass Diskobesuche und Rockmusik teuflisch sind.

 

Vielleicht ahnt ihr, was ich meine... Wie geht man als Katholik damit um, wenn man grad mit der Amtskirche einfach nicht zurechtkommt? Wie macht ihr das?

 

Warum seid ihr -- trotz allem -- katholisch? Wieso in einer Kirche bleiben, deren "Leitungsebene" uns nicht haben wollte wenn wir laut sagen was wir wirklich denken?

 

Gruesse

 

Max

 

Hallo Max,

 

für mich gibt es dazu ein paar Gedanken:

1.Ich halte es mit Prof. Küng, der gesagt hat: Ich bin ja nicht wegen des Papstes in der Kirche.

2.Aus der Erfahrung meines "auf die alten Tage" begonnen Theologiestudiums kann ich Dir sagen, dass es erhebliche Denk- und Handlungsspielräume gibt, besonders in der Theologischen Ethik = Moraltheologie aber auch in den anderen Bereichen.

3.Seit Thomas von Aquin ist es gesicherte Erkenntnis, dass letztentscheidend für das was ich denke und tue mein persönliches Gewissen ist und nicht das, was irgendeine Obrigkeit glaubt mir vorschreiben zu müssen.

 

Alos Kopf hoch....einer der zum Volk Gottes gehört, läßt sich nicht so leicht ins Bockshorn jagen :daumenhoch:

 

P.S. Und noch ein Gedanke eines deutschen Theologen - Name gerne per PN:

Das Gute an der Unfehlbarkeitserklärung ist, dass wir so wenigstens wissen dass alle anderen Äußerungen nicht unfehlbar sind. :)

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Eine kurze Zwischenbemerkung

Oder ein anderes Beispiel -- ich gehe in eine Kirche, wunderschoene Liturgie und alles, aber am Schriftenstand hinten liegt zB ein polnisches Jugendmagazin (auf englisch) in dem es entweder nur darum geht wie schlimm Sexualitaet ist oder dass Diskobesuche und Rockmusik teuflisch sind.

Ein Schriftenstand will gepflegt sein, gerade in einer Kirche! Nicht immer ist alles, was da zu finden ist, mit Zustimmung des zuständigen Pfarrers dort abgelegt worden. Es gibt Leute - gerne aus den extrem konservativen Ecken - die legen dort ihre eigenen Pamphlete dazu in der Hoffnung, daß sie irgendwer findet, liest und begeistert ist. Im Zweifelsfall sind Küster oder Pfarrbüro für eine Kurze Info dankbar

.

Sollten solche Schriften mit Zustimmung des Pfarrers dort liegen: Denk dran, daß die Kirche katholisch ist. Katholisch heißt: ALLE können darin ihren Platz finden. AUCH die, die Sex und Disko und Rockmusik teuflisch finden. Wir dürfen ihnen aber in unserer Kirche nicht mehr Platz lassen als ihnen zusteht, damit wir die anderen nicht vergraulen ;) .

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Hallo,

 

danke fuer Eure Beitraege. Eben, das Schoene an der katholischen Kirche ist, dass eben vieles seinen Platz hat. Da feiern die einen eine tridentinische Messe, die anderen einen Taizeabend, der naechste einen Jugendgottesdienst... je nachdem wo man sich auf seinem Weg befindet braucht man auch was anderes und das ist ja gut so. Und in den Beitraegen hier im Forum sehe ich auch diese Vielfalt.

 

Aber letztendlich ist es doch so, dass gerade die Kirchenleitung gerne dem ein oder anderen die Katholizitaet absprechen will. Die meisten Priester sagen im Zweiergespraech Dinge die sie nie in der Kirche predigen wuerden, weil sie sonst in Schwierigkeiten kommen koennten. Und das kann den meisten Laien auch so gehen, sollten sie zu bekannt und einflussreich werden.

 

Und was ich auch persoenlich erlebt habe (zB ein Gemeindepfarrer in den 90ern, den der Bischof fort haben wollte) -- da protestieren die Katholiken, aber letztendlich verliert der Betroffene dann doch seine Stelle, die Lehrbefugnis oder was auch immer und ist mit seiner Situation dann doch sehr alleine. Irgendwie lassen wir anderen uns das dann doch so gefallen?

 

Ich vermute, ich bin nicht der einzigste, der da manchmal einfach aufgeben will...

 

Gruesse

 

Max

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Hallo,

 

danke fuer Eure Beitraege. Eben, das Schoene an der katholischen Kirche ist, dass eben vieles seinen Platz hat. Da feiern die einen eine tridentinische Messe, die anderen einen Taizeabend, der naechste einen Jugendgottesdienst... je nachdem wo man sich auf seinem Weg befindet braucht man auch was anderes und das ist ja gut so. Und in den Beitraegen hier im Forum sehe ich auch diese Vielfalt.

 

Aber letztendlich ist es doch so, dass gerade die Kirchenleitung gerne dem ein oder anderen die Katholizitaet absprechen will. Die meisten Priester sagen im Zweiergespraech Dinge die sie nie in der Kirche predigen wuerden, weil sie sonst in Schwierigkeiten kommen koennten. Und das kann den meisten Laien auch so gehen, sollten sie zu bekannt und einflussreich werden.

 

Und was ich auch persoenlich erlebt habe (zB ein Gemeindepfarrer in den 90ern, den der Bischof fort haben wollte) -- da protestieren die Katholiken, aber letztendlich verliert der Betroffene dann doch seine Stelle, die Lehrbefugnis oder was auch immer und ist mit seiner Situation dann doch sehr alleine. Irgendwie lassen wir anderen uns das dann doch so gefallen?

 

Ich vermute, ich bin nicht der einzigste, der da manchmal einfach aufgeben will...

 

Gruesse

 

Max

 

Weißt Du die Kirche hat ja Gott sei Dank im Vaticanum II den Anspruch aufgegeben eine "societas perfecta" zu sein. Sie versteht sich als das pilgernde Gottesvolk und sie ist damit genau so fehlerbehaftet wie die Menschen aus denen dieses Volk besteht. Und das wird sich in dieser Welt auch nicht ändern.

Edited by Der Geist
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Lieber Max,

 

 

 

ich kaempfe innerlich mit einer Fragestellung und hoffe, ihr habt vielleicht ein paar hilfreiche Gedanken dazu.

 

In vieler Weise bin und bleibe ich katholisch. Einfach still in einer Kirche zu sitzen, die katholische Liturgie wie auch grad das benediktinische Stundengebet bedeutet mir sehr viel, da ist einfach eine Ahnung der Gegenwart Gottes. Die Kirche ist auch ein Ort, an dem ich Menschen finde, die mich persoenlich beeindrucken, fuer mich koennen das Namen wie Anselm Gruen, Thomas Keating, Steindl-Rast und viele andere sein. Kirche, wo ich stille Rueckzugsorte fuer Exerzitien finde, das kontemplative Gebet usw...

 

In den letzten paar Jahren habe ich mich aufgrund einiger Erfahrungen doch von der Kirche etwas entfernt, aber mache immer wieder vorsichtige Schritte dorthin. Da sind diese wunderschoenen Aspekte, die ich oben beschrieben habe.

Du bist - wie zZ. viele Christen hin und hergerissen zwischen Zeitgeist und der lehre des HEILIGEN GEISTES GOTTES.

Ein gewaltiges Umdenken hat der HEILIGE GEIST der Christenheit auferlegt.

 

 

Wie kannst Du nur übersehen wie übel die vom Zeitgeist verordnete Promiskuität die Beziehungen zwischen Mann und Frau geschädigt haben und schädigen.

 

 

...

Wie geht man als Katholik damit um, wenn man grad mit der Amtskirche einfach nicht zurechtkommt? Wie macht ihr das?

 

Warum seid ihr -- trotz allem -- katholisch?

Wer sich von den Lügen des Zeitgeistes nicht beeindrucken lässt, den machen die Wahrheiten die JESUS die Kirche lehren lässt, frei

 

 

Wieso in einer Kirche bleiben, deren "Leitungsebene" uns nicht haben wollte wenn wir laut sagen was wir wirklich denken?

Das ist nicht wahr.

 

Die Vernunft verpflichtet jeden erwachsenen Menschen vor sich selbst, die Wirklichkeit wahrheitsgemäß zu erkennen.

 

 

 

Gruß

josef

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Hm, ich nehme mir die Freiheit nicht immer der gleichen Meinung wie die Amtskirche zu sein.

Aber ich höre genau zu undn überlege, woher die Ansichten kommen und unter welchen Umständen sie sinnvoll sein können.

 

In unseren Kirchen liegen aber netterweise keine polnischen Magazine, die Sex verteufeln.

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Hm, ich nehme mir die Freiheit nicht immer der gleichen Meinung wie die Amtskirche zu sein.

Aber ich höre genau zu undn überlege, woher die Ansichten kommen und unter welchen Umständen sie sinnvoll sein können.

 

In unseren Kirchen liegen aber netterweise keine polnischen Magazine, die Sex verteufeln.

 

Tja, dafuer sagt mir hier im Prinzip Josef dasselbe wie die polnischen Magazine, wenn ich nicht die "reine Lehre" 100% unterschreibe, dann kann ich woanders hingehen. Da fuehle ich mich nicht sehr willkommen...

 

Ich meine, als Christen sind wir Suchende und auf demselben Weg. Ich fand es interessant, dass die Ordensregel Benedikts als Aufnahme in die Gemeinschaft NICHT einen Treueeid zu Kirche und Lehre verlangt, sondern nur, dass man auf der Suche nach Gott ist. Anders wird es zur Ideologie in der verschiedene Erklaerungsansaetze keinen Platz haben, zu meinen man haette schon alle Antworten...

 

Gruesse

 

Max

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gouvernante

Da fuehle ich mich nicht sehr willkommen...

Schon klar, aber warum solltest Du Typen wie Josef die Deutungshoheit über Dein Leben und Deinen Glauben überlassen?

  • Like 1
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Da fuehle ich mich nicht sehr willkommen...

Schon klar, aber warum solltest Du Typen wie Josef die Deutungshoheit über Dein Leben und Deinen Glauben überlassen?

 

Tja, welche innere Haltung man braucht, um damit umzugehen, darum geht es wohl in meiner Frage.

 

Nicht Josef, verschiedene Meinungen bereichern den Dialog. Aber mir ist es mehr als einmal passiert, dass ich von jemanden in der Kirche begeistert war (Gemeindepriester, Theologe, etc), der dann mit Bischof oder mit dem Vatikan Schwierigkeiten bekam.

 

Das sagt mir dann "ah ja, wenn ich mich also auch einbringen wuerde, und falls ich zu bekannt werden sollte, dann wuerde mir das auch passieren" -- wenn jenem die Lehrerlaubnis entzogen wird und damit die Katholizitaet abgesprochen wird, dann wird diese auch allen abgesprochen, die dieselben Ansichten haben.

 

Irgendwie kann ich eben damit nicht umgehen...

 

Gruesse

 

Max

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Josef

Nur eine kurze Zwischenbemerkung: josef hat mit dem Lehramt nicht besonders viel zu tun. Er meint es zwar (und wird das gleich mit seiner Erleuchtung durch den Hl. Geist begründen), aber nimm ihn nicht zu ernst.

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Die Angelika

Hallo Josef

 

Wie kannst Du nur übersehen wie übel die vom Zeitgeist verordnete Promiskuität die Beziehungen zwischen Mann und Frau geschädigt haben und schädigen.

 

Wie kommst du jetzt auf das Thema Promiskuität? Wo hat denn Max von Sex mit häufig wechselnden oder mehreren Partnern gleichzeitig geschrieben?

 

alles Liebe

 

Angelika

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Hey, das geht hier nicht gegen josef. Dessen Ansichten übrigens oft interessante Anhaltspunkte bieten.

Man muss hier nicht mit jedem User einer Meinung sein. Geht gar nicht- wäre auch uninteressant.

 

Ich denke, was Max meint, ist: wenn Jemand, der meine Ansichten vertritt,Ärger mit dem Vatikan bekommt resp. von diesem als nicht-katholisch bezeichnet wird, bin ich dann auch nicht willkommen? (Bitte widersprich wenn es nicht so ist, Max).

 

Und das kann schon verwirrend sein, ja, sogar kränkend.

Gerade wenn man sucht und nicht total sicher in seinem Glauben ist.

 

"Katholisch" heißt im Wortsinn ja "alles umfassend, universell" und so sehe ich das auch. Und es bedeutet für mich auch, dass viele Meinungen und viele Interpretationen Platz haben.

Edited by mn1217
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Ich denke, was Max meint, ist: wenn Jemand, der meine Ansichten vertritt,Ärger mit dem Vatikan bekommt resp. von diesem als nicht-katholisch bezeichnet wird, bin ich dann auch nicht willkommen? (Bitte widersprich wenn es nicht so ist, Max).

 

Doch, ziemlich genauso. Wuerde ich (oder viele andere) mich ploetzlich entscheiden Priester zu werden und predigen was ich denke, ich wuerde dieselben Schwierigkeiten bekommen -- warum soll ich trotz allem mich engagieren, wenn diejenigen, die die Macht haben, mit denen, die ich bewundere, und damit potentiell auch mit mir so umgehen?

 

Man ist versucht aufzugeben -- aber soll man eben anderen komplett das Feld ueberlassen?

 

Ich googelte "trotzdem katholisch" und finde diesen interessanten Artikel von Küng Erst nach einer Weile wird mir klar, der ist 1983 geschrieben!

 

Gut Ding will Weile haben....

 

Gruesse

Max

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Ich denke, was Max meint, ist: wenn Jemand, der meine Ansichten vertritt,Ärger mit dem Vatikan bekommt resp. von diesem als nicht-katholisch bezeichnet wird, bin ich dann auch nicht willkommen? (Bitte widersprich wenn es nicht so ist, Max).

 

Doch, ziemlich genauso. Wuerde ich (oder viele andere) mich ploetzlich entscheiden Priester zu werden und predigen was ich denke, ich wuerde dieselben Schwierigkeiten bekommen -- warum soll ich trotz allem mich engagieren, wenn diejenigen, die die Macht haben, mit denen, die ich bewundere, und damit potentiell auch mit mir so umgehen?

 

Man ist versucht aufzugeben -- aber soll man eben anderen komplett das Feld ueberlassen?

 

Ich googelte "trotzdem katholisch" und finde diesen interessanten Artikel von Küng Erst nach einer Weile wird mir klar, der ist 1983 geschrieben!

 

Gut Ding will Weile haben....

 

Gruesse

Max

Du musst nicht Priester werden, auch als Relilehrer kann es Schwierigkeiten (wegen der Auffassungen und/oder der Lebensführung) geben.

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Irgendwie kann ich eben damit nicht umgehen...

 

 

Mir geht es sehr ähnlich wie Dir, und ich habe zahllose Leute gefragt, wie sie damit umgehen, um davon vielleicht lernen zu können. Aber keine der Antworten, die ich erhalten habe, hat mir geholfen. Die Lösungen anderer taugen für mich einfach nicht.

 

Eine eigene, tauglichere Antwort habe ich aber auch nicht. Die Spannung, in der ich - wie wohl auch Du - mich befinde, ist immer da und nur dann weniger spürbar, wenn ich möglichst grossen Abstand zur Kirche nehme. Also: die Augen verschliesse und nicht darüber nachdenke, wenig bis keine Gottesdienste besuche, mich in einem nicht-katholischen Umfeld bewege. Keine tolle Lösung. Aber anders gehts wohl zurzeit nicht, und so begleitet mich permanent - mehr oder weniger intensiv - die Frage, ob ich nicht besser aus der Kirche austräte.

 

So eine Frage kann einem niemand abnehmen. Wer für sich entschieden hat, irgendwie in der Kirche klar zu kommen, wird Dir - so meine Erfahrung - seine Lösung als eine Art Königsweg präsentieren. Denn wer möchte es sich schon antun, das immer wieder zu hinterfragen? Für mich wären die Lösungen anderer in der Regel zu billiger Trost (wobei ich die vorangegangenen inneren Auseinandersetzungen natürlich nicht kenne). Derweil glaube ich auch nicht mehr, eine Antwort zu finden, die dauerhaft ist. Vermutlich würde ich auch, wenn ich austräte, weiter darüber nachdenken. Und mich für die Kirche interessieren sowieso.

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Die tragfähige Lösung kann man meines Wissens/meiner Erfahrung nach immer nur für sich selbst finden. Dass die nicht immer wieder hinterfragt werden müsste, ist allerdings (meiner Meinung/Erfahrung nach) ebenfalls eine Illusion.

Edited by Edith1
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gouvernante

So eine Frage kann einem niemand abnehmen.

Die "Lösung" wird so persönlich sein müssen, wie man selbst ganz Individuum ist. Ob die Antworten anderer einen inspieren... möglicherweise.

Jede "Antwort" muß im übrigen mit den sich ändernden Lebensumständen auch ändern, wachsen, sich differenzieren. Dieser Aufgabe wird man meiner Erfahrung nach nie ledig.

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Lieber Max,

 

 

 

...

Tja, dafuer sagt mir hier im Prinzip Josef dasselbe wie die polnischen Magazine, wenn ich nicht die "reine Lehre" 100% unterschreibe, dann kann ich woanders hingehen. Da fuehle ich mich nicht sehr willkommen...

 

Ich meine, als Christen sind wir Suchende und auf demselben Weg. Ich fand es interessant, dass die Ordensregel Benedikts als Aufnahme in die Gemeinschaft NICHT einen Treueeid zu Kirche und Lehre verlangt, sondern nur, dass man auf der Suche nach Gott ist. Anders wird es zur Ideologie in der verschiedene Erklaerungsansaetze keinen Platz haben, zu meinen man haette schon alle Antworten...

Der 1. Brief des hl. Paulus an die Thessalonicher 5, 21-22 gibt die Methode an, im Leben den richtigen Weg zu finden:

 

·
21
Prüft aber alles, und das Gute behaltet.

·
22
Meidet das Böse in jeder Gestalt.

 

 

Um den Schaden zu erkennen den vorehelicher Sex verursacht, braucht es weder Glauben noch Kirche - es braucht nur den Willen zur Wahrheit und den unbestechlichen Blick auf die Wirklichkeit.

 

 

Gruß

josef

Edited by josef
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Liebe Gouvernante,

 

 

Da fuehle ich mich nicht sehr willkommen...

Schon klar, aber warum solltest DuTypen wie Josef die Deutungshoheit über Dein Leben und Deinen Glauben überlassen?

Die jedem Menschen GOTTgegebene Vernunft hat, solange sie um die Grenzen des Erkenntnisvermögens weiß, die Deutungshoheit.

 

Ich lege das auf der Tisch was ich als richtig erkannt habe - ob gelegen oder ungelegen.

Der Teufel soll mich holen sollte es mich jemals nach Deutungshoheit über was auch immer, verlangen.

 

Menschenverführer die Deutungshoheit fordern, gibt es zur Genüge - insbesondere unter den Papstkritikern.

 

 

 

Gruß

josef

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Liebe Angelika,

 

 

Hallo Josef

 

Wie kannst Du nur übersehen wie übel die vom Zeitgeist verordnete Promiskuität die Beziehungen zwischen Mann und Frau geschädigt haben und schädigen.

 

Wie kommst du jetzt auf das Thema Promiskuität? Wo hat denn Max von Sex mit häufig wechselnden oder mehreren Partnern gleichzeitig geschrieben?

Wie ich zum Bezeichner "Promiskuität" komme?

Die Umfrage-Ergebnisse zur Anzahl der Sexualpartner unter 20-35-Jährigen bringen mich darauf.

 

Der voreheliche Geschlechtsverkehr mit nur einem Partner ist die Ausnahme.

 

 

 

Gruß

josef

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Die Angelika

Liebe Angelika,

 

 

Hallo Josef

 

Wie kannst Du nur übersehen wie übel die vom Zeitgeist verordnete Promiskuität die Beziehungen zwischen Mann und Frau geschädigt haben und schädigen.

 

Wie kommst du jetzt auf das Thema Promiskuität? Wo hat denn Max von Sex mit häufig wechselnden oder mehreren Partnern gleichzeitig geschrieben?

Wie ich zum Bezeichner "Promiskuität" komme?

Die Umfrage-Ergebnisse zur Anzahl der Sexualpartner unter 20-35-Jährigen bringen mich darauf.

 

Der voreheliche Geschlechtsverkehr mit nur einem Partner ist die Ausnahme.

 

 

 

Gruß

josef

 

Hallo,

 

ist nun off topic, sollte wohl dann gesplittet werden:

 

da bleibt meine Frage weiterhion stehen.

Es wird nur gefragt, mit wievielen Menschen die Befragten schon geschlafen hätten.

Ob die Befragten alle nicht verheiratet sind, bleibt offen.

Das wäre aber Voraussetzung, um aus diesen Ergebnissen deinen Schluss ziehen zu können, dass vorehelicher Geschlechtsverkehr mit nur einem Partner die Ausnahme sei.

 

Des weiteren wäre, wenn die Umfrage denn ausschließlich mit unverheirateten Personen gemacht worden wäre, immer noch genauer nachzuforschen. Denn bei den moralischen Anschauungen scheint es, selbst wenn man vorehelichen Geschlechtsverkehr nicht negativ bewertet, doch Unterschiede zu geben zwischen sich als Christen bekennenden Personen und anderen Personen.

 

alles Liebe

 

Angelika

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