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Kreative Methoden?


nannyogg57

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Das Schlimmste ist diese neue Generation Bischöfe, die NICHT aus Überzeugung romtreu sind. Einige aus politischen Kalkül - man möchte eventuell ein noch besseres Bistum haben als man jetzt schon hat -, die anderen aus Bequemlichkeit.

Eben mal schnell allen Bischöfen heuschlerisches Handeln unterstellen, so im Vorübergehen, fast im Nebensatz. Bravo! Oder bist du deren Beichtmutter?

Von Heuchelei ist bei Nannyogg überhaupt nicht die Rede.

 

Zu den Motivliste der Romtreue würde ich allerdings noch ein wichtiges Element hinzufügen: Angst. Und zwar Angst vor Autoritätsverlust, Angst vor einer weiteren Verwirrung angesichts immer dünner werdender Einigkeit. Lieber mal zu der römischen Position stehen, auch wenn man sie nicht wirklich teilt: Dann hat man wenigstens eine formale Einheit.

 

Ich halte die Angst für sehr berechtigt. Die Uneinigkeit ist ja keine Illusion, sondern Realität. Auch Bischofsrealität.

Was passiert, wenn ein Bischof, womöglich noch einer von Format, richtig Rabazz macht? Kamphaus, Lehmann und auch Galliot haben ja durchaus Kritik geübt. Aber alles in allem sind das doch liebe Jungs. Gut erzogen und loyal. Selbst die schröcklichsten Untaten des Papstes (z.B. als er den Bischöfen einreden wollte, die Auslagerung über tridentinische Messen an ecclesia dei. Oder die Ausrede, er habe bei Williamson zu wenig im Internet recherchiert.) werden zwar maßvoll bemeckert. Aber keiner revoltiert mal richtig. Da ist kein Trappatoni, der mal öffentlich die Hosen runter lässt und die Dinge beim Namen nennt.

 

Würde mal ein einziger Bischof richtig loslegen und sich auch nicht einfach maßregeln lassen, wären die Folgen unabsehbar. Das könnte bis zur weiteren Kirchenspaltung und zum Verlust der Kirchensteuer gehen.

 

Ich rechne den Bischöfen ihre Angst nicht als Privatvergnügen an. Sie haben weniger Angst um sich selbst, als vielmehr um die Kirche. Um die Kirche zu schützen nehmen sie vieles hin, halten brav das Mündchen, kuschen und lassen sich mit billigsten Ausreden abspeisen und abfertigen. Ihnen liegt so viel an der Kirche, dass sie sich demütigen lassen.

 

Und ich sehe auch keinen anderen Weg. Oder genauer: Jede andere Alternative neigt dazu, zu einer völlig unkontrollierbaren und womöglich vernichtenden Eskalation zu führen.

 

Auf Dauer ist dieser Zustand natürlich nicht tragbar. Die Pluralität wächst auch innerhalb der Kirche - und durch Bravsein wird man keinen Weg finden, diesen Pluralismus sinnvoll zu kultivieren. Statt der Explosion gibt es dann eben einen schleichenden Niedergang, wie wir ihn in den letzten Jahrzehnten hinlänglich beobachten können. Ein grassierendes, nicht aufbrüllendes, sondern meistenteils demütig schweigendes Dahinsiechen und Dahinschwinden.

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Liebe Nanny,

 

 

 

 

 

...

Je stärker der Zentralismus desto stärker müssen die zentrifugalen Kräfte sein, sonst implodiert die Kirche.

Sag' uns wie eine implodierte Kirche, Deiner Meinung nach aussieht.

 

So, wie es der hl. Paulus in seinem Brief an die Römer 15,5-6 fordert?

 

·
5
Der GOTT aber der Geduld und des Trostes gebe euch, daß ihr einträchtig gesinnt seid untereinander, CHRISTUS JESUS gemäß,

·
6
damit ihr einmütig mit einem Munde GOTT lobt, den VATER unseres HERRN JESUS CHRISTUS.

 

 

Gruß

josef

bearbeitet von josef
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Das Schlimmste ist diese neue Generation Bischöfe, die NICHT aus Überzeugung romtreu sind. Einige aus politischen Kalkül - man möchte eventuell ein noch besseres Bistum haben als man jetzt schon hat -, die anderen aus Bequemlichkeit.

Eben mal schnell allen Bischöfen heuschlerisches Handeln unterstellen, so im Vorübergehen, fast im Nebensatz. Bravo! Oder bist du deren Beichtmutter?

Von Heuchelei ist bei Nannyogg überhaupt nicht die Rede.

 

Zu den Motivliste der Romtreue würde ich allerdings noch ein wichtiges Element hinzufügen: Angst. Und zwar Angst vor Autoritätsverlust, Angst vor einer weiteren Verwirrung angesichts immer dünner werdender Einigkeit. Lieber mal zu der römischen Position stehen, auch wenn man sie nicht wirklich teilt: Dann hat man wenigstens eine formale Einheit.

 

Ich halte die Angst für sehr berechtigt. Die Uneinigkeit ist ja keine Illusion, sondern Realität. Auch Bischofsrealität.

Was passiert, wenn ein Bischof, womöglich noch einer von Format, richtig Rabazz macht? Kamphaus, Lehmann und auch Galliot haben ja durchaus Kritik geübt. Aber alles in allem sind das doch liebe Jungs. Gut erzogen und loyal. Selbst die schröcklichsten Untaten des Papstes (z.B. als er den Bischöfen einreden wollte, die Auslagerung über tridentinische Messen an ecclesia dei. Oder die Ausrede, er habe bei Williamson zu wenig im Internet recherchiert.) werden zwar maßvoll bemeckert. Aber keiner revoltiert mal richtig. Da ist kein Trappatoni, der mal öffentlich die Hosen runter lässt und die Dinge beim Namen nennt.

 

Würde mal ein einziger Bischof richtig loslegen und sich auch nicht einfach maßregeln lassen, wären die Folgen unabsehbar. Das könnte bis zur weiteren Kirchenspaltung und zum Verlust der Kirchensteuer gehen.

 

Ich rechne den Bischöfen ihre Angst nicht als Privatvergnügen an. Sie haben weniger Angst um sich selbst, als vielmehr um die Kirche. Um die Kirche zu schützen nehmen sie vieles hin, halten brav das Mündchen, kuschen und lassen sich mit billigsten Ausreden abspeisen und abfertigen. Ihnen liegt so viel an der Kirche, dass sie sich demütigen lassen.

 

Und ich sehe auch keinen anderen Weg. Oder genauer: Jede andere Alternative neigt dazu, zu einer völlig unkontrollierbaren und womöglich vernichtenden Eskalation zu führen.

 

Auf Dauer ist dieser Zustand natürlich nicht tragbar. Die Pluralität wächst auch innerhalb der Kirche - und durch Bravsein wird man keinen Weg finden, diesen Pluralismus sinnvoll zu kultivieren. Statt der Explosion gibt es dann eben einen schleichenden Niedergang, wie wir ihn in den letzten Jahrzehnten hinlänglich beobachten können. Ein grassierendes, nicht aufbrüllendes, sondern meistenteils demütig schweigendes Dahinsiechen und Dahinschwinden.

 

Nun ja, jemandem zu unterstellen, er gebe etwas vor (hier romtreu), was er nicht wirklich ist, ist schon der Vorwurf einer Heuchelei. Was denn sonst?

 

Da das Dahinsiechen der Kirche ja eher ein Phänomen Europas ist, im Rest der Welt sieht es ja ganz anders aus, ist vielleicht auch die Ursache eine andere.

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Da das Dahinsiechen der Kirche ja eher ein Phänomen Europas ist, im Rest der Welt sieht es ja ganz anders aus,

 

Zumindest in Lateinamerika schaut es auch nicht so toll aus.

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Da das Dahinsiechen der Kirche ja eher ein Phänomen Europas ist, im Rest der Welt sieht es ja ganz anders aus,
Zumindest in Lateinamerika schaut es auch nicht so toll aus.
Wobei die Grundursache eine ähnliche sein dürfte: Die fehlende Anbindung der Kirche an die Realität der Menschen und ihr fehlender innerweltlicher Einsatz.
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Das ist Schauen in die Glaskugel.

Wir wissen doch ehrlich gesagt viel zu wenig, woran das liegt, hier wie dort.

Monokausales Denken (Grundursache statt vieler Grundursachen) ist da völlig fehl am Platz. Der innerweltliche Einsatz der Katholischen Kirche in Lateinamerika ist bspw. bedeutend größer als der der immer noch wachsenden Pfingstkirchen.

 

Man muß sich eben ansehen, warum diejenigen, die noch gerne glauben, die gerne zur Kirche gehören oder die als reife Menschen dazugekommen sind, genau dies tun. Die Ursachen werden sehr viele sein, Motivationstreiber bei dem einen können ein Hemmschuh bei dem anderen darstellen.

Wichtig wäre mal eine Fokussierung auf das, was die Leute glauben läßt und nicht auf das, was die Leute den Glauben aufgeben läßt.

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Was mir eine Bekannte aus Brasilien erzählte, die nicht von den oberen Zehntausend abstammt, sondern ihre Heimat eine Favela nennt, wo Freunde von ihr, gefördert noch vor Jahrzehnten durch Don Helder Camara, ein Studium bekamen und dann ein erfolgreiches Projekt gründeten: In Brasiliens Kirchen gibt es seit wenigen Jahren eine Regel, dass niemand barfuß in die Kirche kommen darf.

 

Was dazu führt, dass Leute aus den Favelas oder von der Straße der Zutritt zu den Kirchen verwehrt ist.

 

Franz von Assisi hätte nicht den Hauch einer Chance.

 

Diese Sache ist so dermaßen deprimierend, dass man darüber die Performance unserer deutschen Bischöfe vergessen kann.

 

Mittschke-Collande zitiert hier zu Recht den Papst: Zuallererst haben wir wirklich eine Glaubenskrise. Aber ob der Papst oder Mittschke-Collande oder ich das Gleiche unter einer Glaubenskrise verstehen, steht auf einem anderen Blatt.

 

International steht die Kirche nur da gut da, wo es keine besseren Alternativen gibt, zu Bildung zu kommen. In Afrika wirst du Bauer oder Pfarrer oder arbeitslos. Nur in diesen Gebieten ist die Welt noch in Ordnung und, dem Himmel sei Dank, schicken sie uns aus ihrem Überfluss Priester, gute Leute, ich rede aus eigener Erfahrung (Priester, die Kreativität unterstützen, z.B.).

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Da das Dahinsiechen der Kirche ja eher ein Phänomen Europas ist, im Rest der Welt sieht es ja ganz anders aus,
Zumindest in Lateinamerika schaut es auch nicht so toll aus.

Und in Nordamerika?

 

Da schrumpft die Landkarte aber ganz schön zusammen. Europa, Nordamerika, Südamerika.

 

Und in manchen Gebieten ist der Islam dermaßen restriktiv, dass die Kirche gar nicht anders kann, als dahinsiechen.

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In Brasiliens Kirchen gibt es seit wenigen Jahren eine Regel, dass niemand barfuß in die Kirche kommen darf.

 

 

 

Das fände ich daneben. Aber gibts dafür einen Beleg?

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Die Grundursache ist natürlich nicht monokausal. Man kann nicht auf einen Punkt schauen und sagen: "Das ist das Grundübel". Aber so manche der Gründe lassen sich ganz gut zusammenfassen.

 

Der von Flo genannte Bezug zur Lebenswirklichkeit ist ein ziemlich weites Feld. Das ist noch mal weit größer, als der Vorwurf, dass die Leute zu wenig innerweltlichen Einsatz bringen - es ist sozusagen auch hierfür der Oberbegriff.

 

Für richtig halte ich die Art und Weise des Hinguckens: Nicht auf das schauen, was ist (und daran kritisieren - obwohl das bestens möglich ist), sondern das in den Blick nehmen, was NICHT ist. Also den Mangel ins Visier nehmen. Ich vermute auch, dass die Kirche nicht so sehr darüber stolpert, was sie Falsches oder Schlechtes lehrt und tut, sondern dass sie darüber stolpert, dass sie in zu vielen Belangen nichts Brauchbares und Überzeugendes bietet.

 

Jesus hat den Nerv seiner Zeit und seiner Zuhörer gelegentlich ziemlich zentral getroffen. Auch die Missionare des Abendlandes zeigten da ziemlich viel Geschick. In manchen Gebieten Afrikas scheint das auch ziemlich gut zu laufen. Aber für die Lebenswelt Europas, Nordamerikas und inzwischen auch Südamerikas scheint die Kirche ziemlich wenig bieten zu können.

Und wenn Nannyoggs Beobachtungen und Schlüsse richtig sind, steht auch die Kirche Afrikas (und noch vieler anderer Gebiete) auf wackligen Füßen. Sobald jemand dort Bildung anbietet oder Entkommen aus dem finanziellen oder sozialen Elend, ist's auch dort vorbei mit der großen Herrlichkeit. Auf die Dauer ist es schlecht, sich auf ein Fremdgut (z.B. Bildung, prophane Karrierechancen...) zu stützen. Auf die Dauer muss das Christentum aus sich selbst heraus wirken. Nur so kann sie dann einer Konkurrenz auf dem Gebiet der Fremdgüter entgegentreten. Wenn die Kirche nur dort begeistert, wo sie Fremdgüter anbietet, muss sie nämlich diese Konkurrenz bitter fürchten.

 

Seit der deutsche Staat zum Beispiel viele soziale Güter anbietet, hat die Kirche viel an Attraktivität und Plausibilität verloren. Ebenso ist es, seitdem in den Schulen staatlich verordnet Werte wie Rücksichtnahme, Minderheitenschutz oder Ähnliches gelehrt wird - und oftmals besser gelehrt wird, als im Religionsunterricht. Man kann nämlich auch ganz und gar ohne christlichen Glauben ein moralisch und sozial guter Mensch sein. Bittere Konkurrenz.

 

Wir haben in unseren Gemeinden gute Bürgermeister. So ein Glück für die Menschen. Aber auch: So eine Riesenkonkurrenz für die Kirche. Wir haben Hospizgruppen. Noch sind sie der Kirche nahestehend. Sie könnten aber auch ganz prima ohne christlichen Bezug eine tolle Arbeit leisten. Und das wäre eine weitere und sehr schwerwiegende Konkurrenz.

 

Deswegen beschreibe ich den Bereich, in dem ich das Grundproblem der Kirche sehe, am liebsten so:

Die Kirche bietet zu wenig für den Glauben. Oder: Sie hat so furchtbar wenig zu bieten, was den Glauben stärkt, ihm Inspiration gibt, ihm Sicherheit verleiht oder ihm wirkkräftige Bilder an die Hand gibt. Gerade über den Glaubensbereich (und ich meine damit nicht das Fürwahrhalten, sondern das Vertrauen auf Gott) der Kirche sind viele enttäuscht. Ein guter Kinofilm oder ein Rockkonzert haben oft mehr glaubensfördernde Wirkung, als ein ganzes Jahr voller kirchlicher Aktivität. Sie sind glaubwürdiger in ihrer Aussage und näher am Leben und dadurch: Nicht so unendlich langweilig und öde.

 

Jepp. Und damit komme ich zur Ultrakurzfassung des Grundproblems der Kirche. Ich kann das in drei Buchstaben:

ÖDE

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Und damit komme ich zur Ultrakurzfassung des Grundproblems der Kirche. Ich kann das in drei Buchstaben:

ÖDE

 

Ich lebe in der Kirche ja bedeutend anders als Du, habe mit Gremien und Vereinen wenig zu tun, deswegen kann ich Deine empfundene Ödnis nicht beurteilen. Bei mir kommt sie nicht vor.

Ich finde es aber bezeichnend, daß in Kinofilmen wie "Die Große Stille" oder "Von Menschen und Göttern" Menschen Regie führten, die mit der Kirche erst einmal wenig am Hut hatten. Vielleicht ist es diese Distanz, die erst einen Anblick des Wertvollen ermöglicht. Es mag durchaus sein, daß ein Versunkensein in Strukturen das ganze erschwert. Wenn man mehr Zeit verbringt mit der Frage der Finanazierbarkeit von Orgelrenovierungen als mit Fragen des Glaubens (nur als Beispiel), dann läuft einiges schief.

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Etwas daneben, aber eines meiner einschneidenden Bilder für das, was Glaube eigentlich bedeutet, habe ich aus dem Indiana Jones-Film "Der letzte Kreuzzug" (3.Prüfung, um an den Gral zu kommen). Und das nach sieben Jahren Theologiestudium mit pastoralem Begleitangebot, wo an nichts gespart wurde.

 

Ähm, apropos "ÖDE", da fällt mir ein: "Kreativität" ist da irgendwie der Gegenbegriff. (1:0 für mich).

 

Was die Sache mit dem Verbot der Barfüßigkeit in brasilianischen Kirchen betrifft: Sicher ist, dass das so bei den Leuten angekommen ist. Aber nur mal als Ergänzung: Heute hat mir eine Bekannte erzählt, dass sie sich 6 Monate nicht mehr in unsere eigentlich recht liberale, aber dörfliche Filialkirche traute, weil sie mit ihrem Kind den falschen Sitzplatz wählte und von Blicken durchbohrt wurde (und sie geht jeden Sonntag in die Kirche).

 

Wie viel Menschen machen wir es in unseren Kirchen schwer, weil sie gegen die Kleiderordnung verstoßen? Baseballmützen, tiefsitzende Hosen usw.? Wenn so einer bei uns in die Kirche geht, dann schaut doch jeder und - obwohl keiner ein Wort sagt - blinkt es in den Gedanken neonfarbig auf: "Ein Fremder - wie schaut denn der aus?"

 

Und wir halten uns für eine tolerante und offene Gemeinde, das ist eines unserer wichtigsten Ziele.

 

Es ist also eine Glaubenskrise, der Papst hat Recht. Und die Krise betrifft alle, auch die Fundis, nur dass die Liberalen, ich sags mal so, denken, sie hätten versagt oder keinen Glauben, was weiß ich, der echte Glaube wäre wohl eher bei den Hardcore-Gläubigen zu finden, die auch beim Thema "unbefleckte Empfängnis" noch ohne Zögern mithalten können.

 

Was den RU betrifft: Der Ethik-Unterricht dümpelt in Bayern mit Absicht vor sich hin, von daher ist hier noch keine Chancengleichheit hergestellt und wir haben die Nase noch um Längen vorn, aber trotzdem denke ich, dass gerade im Bereich "Werte" das letzte Wort noch nicht gesprochen ist: Wenn man nur einmal der goldenen Regel auf den Grund geht und ihre Forderung ernst nimmt, dann kommt man zu dem Schluss: Man riskiert Vieles, wenn man sich wirklich daran hält und das kann der Ethikunterricht ohne -babamm - Reich-Gottes-Erwartung einfach nicht einholen, aber das ist ein Thema für die nächsten 50 Jahre, mark my words, da sehe ich der "Konkurrenz" lächelnd ins Auge: Ohne Glaube funktioniert die goldene Regel nicht und ohne sie wird das Leben schwer. Diesen Feldversuch kann ich abwarten.

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Lieber Mecky,

 

 

 

 

...

Jesus hat den Nerv seiner Zeit und seiner Zuhörer gelegentlich ziemlich zentral getroffen.

...

Die Kirche bietet zu wenig für den Glauben. Oder: Sie hat so furchtbar wenig zu bieten, was den Glauben stärkt, ihm Inspiration gibt, ihm Sicherheit verleiht oder ihm wirkkräftige Bilder an die Hand gibt. Gerade über den Glaubensbereich (und ich meine damit nicht das Fürwahrhalten, sondern das Vertrauen auf Gott) der Kirche sind viele enttäuscht...

Wer heute nach einem Zugang zu GOTT sucht, findet ihn nur in JESUS CHRISTUS, so wie IHN die Evangelien bezeugen.

 

Warum Theologen, Kirchen-Beamten und -Laien außerstande sind zu sagen was Sache ist mit GOTT, den Menschen und der Welt, sollte einmal hinterfragt werden.

 

Ernsthafte Menschen werden dort nach GOTT suchen wo ER ist und nicht dort wo ER nicht zu finden ist - folglich werden sie nicht die Kirchenbeamten sondern JESUS CHRISTUS und den HEILIGEN GEIST GOTTES um Auskunft und Aufklärung bitten.

 

Die Zeit des Pfarrers der die Christen seiner Gemeinde gekannt und geführt hat, ist zu Ende - die Zeit des Sacerdos der JESUS bei der Feier der Heiligen Messe hilft, ist im Kommen.

 

Mehr als JESUS CHRISTUS und den Beistand des HEILIGEN GEISTES; mehr als einen Papst der die Christenheit vor Glaubensirrtümern bewahrt und Irrlehrer aus der Kirche hinauswirft; mehr als einen Sacerdos für die Heiligen Messe, braucht der ernsthafte Christ nicht.

 

 

Zu GOTT wird der an Wahrheit interessierte Mensch immer selbst, und allein mit dem Beistand des HEILIGEN GEISTES finden können.

Den Menschen wird das mit der Zeit auch ohne Kirchenbeamten bekannt und bewußt werden,

 

Es gibt keinen Grund zum Defaitismus.

 

 

 

 

 

Gruß

josef

bearbeitet von josef
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Liebe Nanny,

 

 

 

... Heute hat mir eine Bekannte erzählt, dass sie sich 6 Monate nicht mehr in unsere eigentlich recht liberale, aber dörfliche Filialkirche traute, weil sie mit ihrem Kind den falschen Sitzplatz wählte und von Blicken durchbohrt wurde (und sie geht jeden Sonntag in die Kirche).

 

Wie viel Menschen machen wir es in unseren Kirchen schwer, weil sie gegen die Kleiderordnung verstoßen? Baseballmützen, tiefsitzende Hosen usw.? Wenn so einer bei uns in die Kirche geht, dann schaut doch jeder und - obwohl keiner ein Wort sagt - blinkt es in den Gedanken neonfarbig auf: "Ein Fremder - wie schaut denn der aus?"..,

Mache Deiner Bekannten klar wenn Du kannst:

 

Ernsthafte Menschen kommen wegen JESUS CHRISTUS zur Heiligen Messe zusammen - und nicht wegen der Menschen.

 

 

Gruß

josef

 

 

 

 

 

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Was die Sache mit dem Verbot der Barfüßigkeit in brasilianischen Kirchen betrifft: Sicher ist, dass das so bei den Leuten angekommen ist. Aber nur mal als Ergänzung: Heute hat mir eine Bekannte erzählt, dass sie sich 6 Monate nicht mehr in unsere eigentlich recht liberale, aber dörfliche Filialkirche traute, weil sie mit ihrem Kind den falschen Sitzplatz wählte und von Blicken durchbohrt wurde (und sie geht jeden Sonntag in die Kirche).

Ersterers ist ein Problem 'von oben'; egal, ob das der Bischof so angeordnet hat oder der Pfarrer oder PGR nur so verkauft hat.

Zweiteres ist ein Problem 'von unten'; da wäre vielleicht mal ein geistliches Donnerwetter fällig (falls die Geistlichket das überhaupt mitbekommen hat).

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Liebe Nanny,

 

 

 

... Heute hat mir eine Bekannte erzählt, dass sie sich 6 Monate nicht mehr in unsere eigentlich recht liberale, aber dörfliche Filialkirche traute, weil sie mit ihrem Kind den falschen Sitzplatz wählte und von Blicken durchbohrt wurde (und sie geht jeden Sonntag in die Kirche).

 

Wie viel Menschen machen wir es in unseren Kirchen schwer, weil sie gegen die Kleiderordnung verstoßen? Baseballmützen, tiefsitzende Hosen usw.? Wenn so einer bei uns in die Kirche geht, dann schaut doch jeder und - obwohl keiner ein Wort sagt - blinkt es in den Gedanken neonfarbig auf: "Ein Fremder - wie schaut denn der aus?"..,

Mache Deiner Bekannten klar wenn Du kannst:

 

Ernsthafte Menschen kommen wegen JESUS CHRISTUS zur Heiligen Messe zusammen - und nicht wegen der Menschen.

 

 

Gruß

josef

 

Gottesdienst ist für Christen auch Gemeinschaft - also spielen die Leute, mit denen wir Gottesdienst feiern, sehr wohl eine Rolle. Wenn du eine Religion, in der nur der Ritus zählt, hier propagieren möchtest, kann ich dir den Islam empfehlen: Da ist die Ausrichtung nach Mekka zentral und die Einhaltung der Riten, nicht das Miteinander oder gar ein Dialog zwischen Zelebrant und Gemeinde.

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Vielleicht meint er ja einen kreativen Umgang mit dem Kirchenrecht bei geschiedenen Schäfchen, um die Herde beieinander zu halten? Sicherlich trüge das zur Vermittlung des Evangeliums bei...

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