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Uhrzeiten von Gottesdiensten


StephanEssen

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Meine Oma erzählte, dass die Abendmessen (und damit die Modifizierung des eucharistischen Nüchternheitsgebots) im Zusammenhang mit den Verdunklungsvorschriften am Ende des 2. Weltkriegs aufkamen.

 

Wieso das denn? Die Verdunkelungsvorschriften waren eher ein Hindernis für kirchliche Veranstaltungen nach Einbruch der Dunkelheit - das wäre ein Anlass gewesen, sie abzuschaffen, wenn es sie denn schon gegeben hätte (weil es den Gemeinden zu schwierig bzw. unmöglich gewesen sein könnte, die Kirchenfenster von innen so zu verhängen, dass kein Lichtstrahl nach aussen drang).

.. na und deswegen dann statt Frühmesse um 6:00 und Hochamt um 7:30 erst am Nachmittag....

 

Werner

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Vielen Dank für die zahlreichen Antworten auf meinen Thread. Ich hab einiges gelernt, insb. was die historische Entwicklung angeht. Und von einem Nüchternheitsgebot hatte ich vorher noch nie gehört (obwohl ich soooo jung nun auch nicht mehr bin).

 

Ein bisschen erstaunt bin ich, dass mir niemand beipflichtet, dass die gängigen Gottesdienstzeiten jüngere Leute abschrecken könnten, zur Messe zu gehen. Klar hat das was mit Prioritäten zu tun, aber ich finde, man kann bei diesen organisatorischen Aspekten durchaus dem Zeitgeist mal Rechnung tragen. Und dass ein Priester, der morgens und abends eine Messe liest, gleich ein Ketten-Messe-Leser ist, glaube ich nicht. Wenn zahlreiche Gläubige nach einer Messe am Abend rufen (bzw. rufen würden), dann wäre es m.E. seine Pflicht, eine solche zu feiern.

 

Jemand gab mir den Hinweis, dass ich doch meinen Pfarrer ansprechen sollte. Das hab ich vor ein paar Jahren mal getan und bekam als Antwort, die Gottesdienstregelung bestehe so seit 1974 und das Angebot sei ausreichend. Genau solche Antworten ärgern mich, weil sich die Kirche genau mit solchen Dingen selbst ins Abseits stellt und das finde ich schade.

 

Danke nochmal.

Stephan

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Und dass ein Priester, der morgens und abends eine Messe liest, gleich ein Ketten-Messe-Leser ist, glaube ich nicht

 

Das ist er sicherlich nicht. Aber sofern man ein gewisses Maß an Freundschaften außerhalb der Pfarrei pflegen möchte, ist man damit allerdings ziemlich angebunden.

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Vielen Dank für die zahlreichen Antworten auf meinen Thread. Ich hab einiges gelernt, insb. was die historische Entwicklung angeht. Und von einem Nüchternheitsgebot hatte ich vorher noch nie gehört (obwohl ich soooo jung nun auch nicht mehr bin).

 

Ein bisschen erstaunt bin ich, dass mir niemand beipflichtet, dass die gängigen Gottesdienstzeiten jüngere Leute abschrecken könnten, zur Messe zu gehen. Klar hat das was mit Prioritäten zu tun, aber ich finde, man kann bei diesen organisatorischen Aspekten durchaus dem Zeitgeist mal Rechnung tragen. Und dass ein Priester, der morgens und abends eine Messe liest, gleich ein Ketten-Messe-Leser ist, glaube ich nicht. Wenn zahlreiche Gläubige nach einer Messe am Abend rufen (bzw. rufen würden), dann wäre es m.E. seine Pflicht, eine solche zu feiern.

 

Jemand gab mir den Hinweis, dass ich doch meinen Pfarrer ansprechen sollte. Das hab ich vor ein paar Jahren mal getan und bekam als Antwort, die Gottesdienstregelung bestehe so seit 1974 und das Angebot sei ausreichend. Genau solche Antworten ärgern mich, weil sich die Kirche genau mit solchen Dingen selbst ins Abseits stellt und das finde ich schade.

 

Danke nochmal.

Stephan

 

 

Das verstehe ich schon. Nur weiß ich aus meiner langen Tätigkeit im Pfarrgemeinderat, was eine Änderung der Meßzeiten für Riesen-Diskussionen mit sich bringt. Und wenn mal eine Sonntagsmesse zB zugunsten einer Gemeindewanderung ausfällt, steht trotz wochenlanger Bekanntmachung immer ein kleines Grüppchen von Leuten vor der verschlossenen Tür, die es nicht mitbekommen haben und ärgern sich dann auch. Was hier mal sehr gut ankam, war ein Taize-Nachtgottesdienst mit Hauptzielgruppe Jugendliche, zwar keine Hl. Messe aber besser als nichts. Und man braucht nicht mal einen Priester dazu.

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Und dass ein Priester, der morgens und abends eine Messe liest, gleich ein Ketten-Messe-Leser ist, glaube ich nicht

 

Das ist er sicherlich nicht. Aber sofern man ein gewisses Maß an Freundschaften außerhalb der Pfarrei pflegen möchte, ist man damit allerdings ziemlich angebunden.

 

Ganz abgesehen davon, dass Priester, die am Wochenende nur einen Gottesdienstort haben, an dem sie eine Messe lesen, inzwischen Seltenheitswert haben dürften. Nicht mal auf den hiesigen trifft das zu, und der ist mit zwei Dörfern, die er abzudecken hat, noch ausgesprochen komfortabel dran. Über Weihnachten hat auch der sich schwer tummeln müssen, dass er rumkam.

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Und dass ein Priester, der morgens und abends eine Messe liest, gleich ein Ketten-Messe-Leser ist, glaube ich nicht

 

Das ist er sicherlich nicht. Aber sofern man ein gewisses Maß an Freundschaften außerhalb der Pfarrei pflegen möchte, ist man damit allerdings ziemlich angebunden.

 

Ganz abgesehen davon, dass Priester, die am Wochenende nur einen Gottesdienstort haben, an dem sie eine Messe lesen, inzwischen Seltenheitswert haben dürften. Nicht mal auf den hiesigen trifft das zu, und der ist mit zwei Dörfern, die er abzudecken hat, noch ausgesprochen komfortabel dran. Über Weihnachten hat auch der sich schwer tummeln müssen, dass er rumkam.

 

Ich melde mich nochmal dazu, weil neben den von mir angesprochenen Uhrzeiten ist eine weitere Frage, die mich im Sinne einer zeitgemäßen Gottesdienstordnung generell beschäftigt, die Frage, wieviele Messen ein Priester an einem normalen Wochenende lesen kann.

 

Vielleicht bin ich provokativ, aber warum kann ein Priester nicht 5 Messen pro Wochenende lesen: 2 am Vorabend (sagen wir mal 17 und 19 Uhr), 2 am Sonntag Vormittag (z.B. 9:30 und 11:30) und eine am Sonntag Abend (z.B. 18 oder 19 Uhr)? Klar ist das anstrengend und ich meine hier auch nicht den 75-jährigen Subsidiar, aber ich meine den 40-50 jährigen gestandenen Mann. Ich weiß, es gibt nicht soooo viele davon, aber m.E. noch immer so viele, dass man nicht überall die Anzahl der Messen so ausdünnen muss, dass kaum noch welche übrig bleiben. Klar geht das in Richtung Kette-Messe-Lesen, aber ist nicht die Feier der sonntäglichen Messe eine der Hauptaufgaben eines Priesters? (deshalb kann ich auch dem Argument der Pflege eines Freundeskreises am Wochenende für diesen Beruf überhaupt nicht folgen).

 

Just my 2 cents

Stephan

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Ein bisschen erstaunt bin ich, dass mir niemand beipflichtet, dass die gängigen Gottesdienstzeiten jüngere Leute abschrecken könnten, zur Messe zu gehen. Klar hat das was mit Prioritäten zu tun, aber ich finde, man kann bei diesen organisatorischen Aspekten durchaus dem Zeitgeist mal Rechnung tragen. Und dass ein Priester, der morgens und abends eine Messe liest, gleich ein Ketten-Messe-Leser ist, glaube ich nicht. Wenn zahlreiche Gläubige nach einer Messe am Abend rufen (bzw. rufen würden), dann wäre es m.E. seine Pflicht, eine solche zu feiern.

Dir hat auch keiner widersprochen. Es könnte durchaus sein, daß Sonntags abends mehr junge Leute in der Messe zu finden wären wie Sonntags vormittags. Nur: Andersrum wären vermutlich Sonntags abends auch deutlich weniger ältere Leute in der Messe zu finden wie Sonntags vormittags. Der Mehrzahl der Messbesucher bevorzugt wohl die Vormittagsmesse.

Einen anderer Grund hat Kam genannt: Die gewohnten Gottesdienstzeiten einer Gemeinde zu ändern ist unendlich schwer (und vergrault viele Messbesucher). Ist nicht gut, ist aber so.

Die von dir angedachte zusätzliche Messe am Sonntag abend ist in den seltensten Fällen möglich. Wie schon erwähnt, darf ein Priester in der Regel nicht mehr als zwei, in Ausnahmefällen (Urlaubs- und Krankheitsvertretung) drei Messen am Sonntag feiern. Diese Regelung ist auch gut und sinnvoll, damit die Messe eine Feier bleibt und nicht auf Dauer zum Job, zur Performance verkommt. Du wirst kaum einen (gesunden, einsatzfähigen) Priester finden, der nicht seine zwei (häufig auch drei) Sonntagsmessen hat. Mehr ist einfach nicht drin. (Auch wenn ich Chrysologus Argument mit der Freizeit für den Priester zwar verstehen, aber nicht guheißen kann. Die sonntäglichen Messfeiern sind einfach die zentrale Aufgabe des Priesters - da haben seine Sozialkontakte nur die zweite Geige zu spielen.)

Und, wie gesagt: Da, wo Messen speziell für junge Leute angeboten werden, da finden sie häufig Sonntags abends statt.

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Meine Oma erzählte, dass die Abendmessen (und damit die Modifizierung des eucharistischen Nüchternheitsgebots) im Zusammenhang mit den Verdunklungsvorschriften am Ende des 2. Weltkriegs aufkamen.

 

Wieso das denn? Die Verdunkelungsvorschriften waren eher ein Hindernis für kirchliche Veranstaltungen nach Einbruch der Dunkelheit - das wäre ein Anlass gewesen, sie abzuschaffen, wenn es sie denn schon gegeben hätte (weil es den Gemeinden zu schwierig bzw. unmöglich gewesen sein könnte, die Kirchenfenster von innen so zu verhängen, dass kein Lichtstrahl nach aussen drang).

 

Ich kann sie noch mal fragen. Aber an vieles erinnert sie sich leider nicht mehr oder verwechselt es. (Sie ist Jahrgang 1915.)

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Man hat in der Tat lange das Ideal gefordert, dass ein Priester keine Freunde haben müsse, er habe Jesus. Auch in Klöstern war es verpönt (wenn nicht verboten), miteinander befreundet zu sein, einen Mitbruder oder eine Mitschwester also lieber zu mögen als andere. Das alles führte zu einem wie ich meine extrem ungesunden Umgang untereinander. Wenn aber die Priester Kontakt zum normalen Leben halten sollen, und zwar als Privatpersonen, nicht als Seelsorger, wenn sie aus der Rolle auch mal herauskommen müssen, dann muss es irgendwo auch Lücken geben, in denen das gehen kann. Und die wenigsten Menschen haben die Zeit, sich Mittwochs vormittags zum Frühstück zu treffen (das ist in der Pastoral kaum ein Problem). Und wenn nun Freunde und Angehörige auch nur ein wenig weit weg wohnen, dann kann man die Kontakte nur dann pflegen, wenn man die Zeit dazu hat. Deshalb sind Abendmessen am Sonntag so schwer zu organisieren: Sie fesseln den Zelebranten an die Kirche. Sie sperren ihn damit in seien Rolle - und das schadet erst dem Zelebranten, dann der feiernden Gemeinde und dann dem Rest.

Selbstverständlich braucht ein Priester auch Freunde, selbstverständlich auch solche, die nichts mit seiner pastoralen Arbeit zu tun haben. Dennoch sehe ich darin keinen Grund, ihm entgegen guter pastorale Gründe den Sonntag abend frei zu halten.

Ein Priester hat einen freien Werktag (den er bitteschön wirklich frei zu halten hat. Wenn nicht gerade der Kirchturm brennt hat seine Gemeinde ihn da in Ruhe zu lassen!) und auch ansonsten viel mehr Möglichkeiten als "normale Arbeitnehmer" sich ein paar Stunden frei zu schaufeln. Wenn seine zweite Sonntagsmesse abends ist (und der TE hat gute pastorale Gründe dafür genannt) dann ist das halt so. Selbst, wenn die erste Sonntagsmesse eher unglücklich liegt so bleiben ihm immer noch ein paar freie Stunden am Tag des Herrn.

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Ein bisschen erstaunt bin ich, dass mir niemand beipflichtet, dass die gängigen Gottesdienstzeiten jüngere Leute abschrecken könnten, zur Messe zu gehen. Klar hat das was mit Prioritäten zu tun, aber ich finde, man kann bei diesen organisatorischen Aspekten durchaus dem Zeitgeist mal Rechnung tragen. Und dass ein Priester, der morgens und abends eine Messe liest, gleich ein Ketten-Messe-Leser ist, glaube ich nicht. Wenn zahlreiche Gläubige nach einer Messe am Abend rufen (bzw. rufen würden), dann wäre es m.E. seine Pflicht, eine solche zu feiern.

 

Jemand gab mir den Hinweis, dass ich doch meinen Pfarrer ansprechen sollte. Das hab ich vor ein paar Jahren mal getan und bekam als Antwort, die Gottesdienstregelung bestehe so seit 1974 und das Angebot sei ausreichend. Genau solche Antworten ärgern mich, weil sich die Kirche genau mit solchen Dingen selbst ins Abseits stellt und das finde ich schade.

 

Danke nochmal.

Stephan

 

 

Doch, doch, das ist so. Die Sonntagabendmessen sind für jüngere Leute- und nicht nur diese-attraktiv. In dr Stadt in de rich früher wohnte,gab es eine um halb sieben- das war von der Uhrzeit her ideal. Sie war gut besucht, durchaus nicht nur,a ber eben auch von Jüngeren. Jetzt wurde die auf sechs vorverlegt und die Leute kommen auch nicht mehr so zahlreich.

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Ein Priester hat einen freien Werktag (den er bitteschön wirklich frei zu halten hat. Wenn nicht gerade der Kirchturm brennt hat seine Gemeinde ihn da in Ruhe zu lassen!) und auch ansonsten viel mehr Möglichkeiten als "normale Arbeitnehmer" sich ein paar Stunden frei zu schaufeln. Wenn seine zweite Sonntagsmesse abends ist (und der TE hat gute pastorale Gründe dafür genannt) dann ist das halt so. Selbst, wenn die erste Sonntagsmesse eher unglücklich liegt so bleiben ihm immer noch ein paar freie Stunden am Tag des Herrn.

 

Wir hatten unlängst einen Gottesdienst für Jugendliche am Samstag um 19:19, in dem erstaunlich viele Familien mit Kindern waren. Das hat zumindest erste Überlegungen dahingehend ergeben, ob Kinder- und Familiengottesdienste am Sonntag Morgen nicht ungünstig liegen. Sowohl diese Erfahrung wie auch die Argumente, die hier genannt wurden, sprechen sehr für andere Gottesdienstzeiten, da rennst du bei mir offen Türen ein.

 

Den freien Werktag gibt es, und der ist ohne Frage wichtig, aber unter der Woche ist der in Sachen freundschaftlicher Beziehungspflege eher ungünstig gelegen. Das bedeutet ja nicht, dass ein Pfarrer jeden Sonntag den Nachmittag und Abend frei haben muss, aber wir haben doch recht viele Pfarrer, die faktisch Einzelkämpfer sind. Ich halte daher entsprechende Planungen, in denen sich mehrere Priester das teilen, für sehr sinnvoll, aber ansonsten sehe ich zu deutlich die praktischen Schwierigkeiten.

 

Und wir sollten aufpassen: Die "pastoralen Gründe" sind oft nur das kirchliche Pendant zu den "ökonomischen Interessen" in der freien Wirtschaft. Wir können nicht die Unterordnung des Menschen unter das letztere glaubwürdig kritisieren und dann fast dasselbe unter einem frommen Mäntelchen tun.

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Beim besten Willen, aber wer mag kann um die Zeit doch gerne selbst eine Vesper organisieren - dafür muss doch kein Priester eine Messe zelebrieren (zumal ich mit "Familienmesse" , aber lassen wir das...)

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Prinzipal 8 Fuss

Im volkstümlichen Gebrauch war das mit der Nüchternheit wohl noch mindestens Mitte der 1960er Jahre aktuell.

 

Die Frau meines Vaters (1951er Jahrgang, Erstkommunion 1960) weiß noch Anekdoten zu berichten, die gut und gerne nach 1963 passiert sein dürften. Sie hat sich wohl noch als "Teenager" verantworten müssen, wenn es ihr sonntags mal nicht gut ging. Vorwurf war dann meist, dass sie vor der Messe heimlich was gegessen habe.

 

Aus meiner Heimat kenne ich den Brauch, dass viele Leute gerne sonntags nach einem Ausflug an die Mosel in einem Kloster in die Abendmesse gehen. Als Kind war das für mich vollkommen normal und ich habe mich immer darauf gefreut.

 

Was in meiner Heimatpfarrei Ende der 1980er gründlich schief ging war der Versuch einer gemeindeübergreifenden Abendmesse. Die Idee der Pfarrgemeinderäte war, dass in unserer zentral gelegenen Pfarrkirche jeden Sonntag eine Abendmesse sein sollte, als Zelebrant und Organisten sollten dann reihum die Nachbarpfarreien das Personal stellen. Dagegen war natürlich nur eine und leider entscheidende Person: Unser Pfarrer. Er torpedierte das Vorhaben mit der Begründung, dass das eine zeitlang gut geht und nach einigen Monaten seine Amtsbrüder sich ständig entschuldigen und ihm die Messe aufdrücken.

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Was in meiner Heimatpfarrei Ende der 1980er gründlich schief ging war der Versuch einer gemeindeübergreifenden Abendmesse. Die Idee der Pfarrgemeinderäte war, dass in unserer zentral gelegenen Pfarrkirche jeden Sonntag eine Abendmesse sein sollte, als Zelebrant und Organisten sollten dann reihum die Nachbarpfarreien das Personal stellen. Dagegen war natürlich nur eine und leider entscheidende Person: Unser Pfarrer. Er torpedierte das Vorhaben mit der Begründung, dass das eine zeitlang gut geht und nach einigen Monaten seine Amtsbrüder sich ständig entschuldigen und ihm die Messe aufdrücken.

 

Eine Vermutung, die sich durch verschiedene Beispiele begründen lässt. Und wenn dann am Ende der "gastgebende" Pfarrer die Aktion beendet, dann ist er der Böse.

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Was in meiner Heimatpfarrei Ende der 1980er gründlich schief ging war der Versuch einer gemeindeübergreifenden Abendmesse. Die Idee der Pfarrgemeinderäte war, dass in unserer zentral gelegenen Pfarrkirche jeden Sonntag eine Abendmesse sein sollte, als Zelebrant und Organisten sollten dann reihum die Nachbarpfarreien das Personal stellen. Dagegen war natürlich nur eine und leider entscheidende Person: Unser Pfarrer. Er torpedierte das Vorhaben mit der Begründung, dass das eine zeitlang gut geht und nach einigen Monaten seine Amtsbrüder sich ständig entschuldigen und ihm die Messe aufdrücken.

 

Eine Vermutung, die sich durch verschiedene Beispiele begründen lässt. Und wenn dann am Ende der "gastgebende" Pfarrer die Aktion beendet, dann ist er der Böse.

 

Und wenn ich ans Einteilen von zusätzlichen Ministranten und Lektoren denke, die halt dann auch aus der zentralen Pfarrkirche kommen sollten und dass man bei den (eh zahlenmäßig wenigen) Minis dann aufpassen muss, dass man welche einteilen muss, die mit einem fremden Priester zurechtkommen - einfach gruselig.

Andererseits sind genau solche Einwände das, warum sich Leute nicht mehr für den Pfarrgemeinderat aufstellen lassen: Kaum haben sie einen guten Vorschlag, kommen die Alten mit ihren pingeligen Einwänden. Ich steh auch lieber auf der anderen Seite, die Neues ausprobieren will.

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Wenn sich die Priester enthalten würden aus jeder Zelebration ein individuelles Event zu gestalten, sondern sich einfach nur an die Rubriken und den Brauch der gastgebenden Gemeinde halten würden, gäbe es dieses Problem gar nicht.

 

Aber das hat mit den Gottesdienstzeiten nichts zu tun.

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Und wenn ich ans Einteilen von zusätzlichen Ministranten und Lektoren denke, die halt dann auch aus der zentralen Pfarrkirche kommen sollten und dass man bei den (eh zahlenmäßig wenigen) Minis dann aufpassen muss, dass man welche einteilen muss, die mit einem fremden Priester zurechtkommen - einfach gruselig.

Andererseits sind genau solche Einwände das, warum sich Leute nicht mehr für den Pfarrgemeinderat aufstellen lassen: Kaum haben sie einen guten Vorschlag, kommen die Alten mit ihren pingeligen Einwänden. Ich steh auch lieber auf der anderen Seite, die Neues ausprobieren will.

Lektoren gibt's wohl mehr als Priester, das Problem sollte lösbar sein. Zur Not kann der 'Gastpriester' ja auch einen Lektor mitbringen.

Auf Ministranten kann man zur Not verzichten.

Aber es stimmt schon: Die Umsetzung einer eigentlich guten Idee hat oft mehrere Fußangeln.

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Wenn sich die Priester enthalten würden aus jeder Zelebration ein individuelles Event zu gestalten, sondern sich einfach nur an die Rubriken und den Brauch der gastgebenden Gemeinde halten würden, gäbe es dieses Problem gar nicht.

Falsch. Das ist weniger ein Problem des Ritus sondern eins der Räume. Solange nicht alle Kirchen exakt gleich aussehen, solange werden Minis leicht verwirrt sein, wenn der Gabentisch nicht hinten links sondern vorne rechts steht...

Mit einer gehörigen Portion Erfahrung und Lockerheit kann man auch in einer ungewohnten Kirche dienen. Aber dafür sind die Minis im allgemeinen zu jung.

Wenn die Sonntagabendmesse aber gerade für junge Leute interessant ist, dann werden sich wohl auch genug Oberministranten dahin verirren so daß der Altardienst gesichert werden kann.

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Andererseits sind genau solche Einwände das, warum sich Leute nicht mehr für den Pfarrgemeinderat aufstellen lassen: Kaum haben sie einen guten Vorschlag, kommen die Alten mit ihren pingeligen Einwänden. Ich steh auch lieber auf der anderen Seite, die Neues ausprobieren will.

 

Hm, auf der Seite der Alten mit den pingeligen Einwänden habe ich mich bislang nicht gesehen.

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Andererseits sind genau solche Einwände das, warum sich Leute nicht mehr für den Pfarrgemeinderat aufstellen lassen: Kaum haben sie einen guten Vorschlag, kommen die Alten mit ihren pingeligen Einwänden. Ich steh auch lieber auf der anderen Seite, die Neues ausprobieren will.

 

Hm, auf der Seite der Alten mit den pingeligen Einwänden habe ich mich bislang nicht gesehen.

 

"Alt" kann auch ein 18-jähriger Ministrantenleiter sein, der befürchtet, dass diese "Jugendmessen" wieder langweilig/peinlich sind und er zu jeder als Alt-Ministrant antanzen muss. "alt" ist man erst bzw. schon, sobald man Neues ZUERST an bisher aufgetretenen Erfahrungen misst. Vielleicht bist du einfach in diesem Sinne nicht alt.

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Franciscus non papa

was bleibt dem menschen übrig, als dinge an den bisher gemachten Erfahrungen zu messen?

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Falsch. Das ist weniger ein Problem des Ritus sondern eins der Räume. Solange nicht alle Kirchen exakt gleich aussehen, solange werden Minis leicht verwirrt sein, wenn der Gabentisch nicht hinten links sondern vorne rechts steht...

ja nu - damit hatte ich noch nie ein Problem.

 

soweit ich sehe, ist bei uns der Altar immer vorn.

 

wenn man sich nicht so ganz auskennt, fragt man sich halt untereinander.

 

und wenn dann mal, zwei Minuten vor der Messe, sonst kein Mini da war ( ich war als Lektor eingeplant und erschienen),

hat unsere Pastoralreferentin mich fröhlich-frech angegrinst und zu mir gesagt: "na, Herr X, schon wieder mal den guten Anzug ganz umsonst angezogen?" :D

 

naja, Jacke aus, Talar an, Chorhemd drüber, "unsere Hilfe .. "

 

:)

bearbeitet von Petrus
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Falsch. Das ist weniger ein Problem des Ritus sondern eins der Räume. Solange nicht alle Kirchen exakt gleich aussehen, solange werden Minis leicht verwirrt sein, wenn der Gabentisch nicht hinten links sondern vorne rechts steht...

ja nu - damit hatte ich noch nie ein Problem.

 

soweit ich sehe, ist bei uns der Altar immer vorn.

 

wenn man sich nicht so ganz auskennt, fragt man sich halt untereinander.

 

und wenn dann mal, zwei Minuten vor der Messe, sonst kein Mini da war ( ich war als Lektor eingeplant und erschienen),

hat unsere Pastoralreferentin mich fröhlich-frech angegrinst und zu mir gesagt: "na, Herr X, schon wieder mal den guten Anzug ganz umsonst angezogen?" :D

 

naja, Jacke aus, Talar an, Chorhemd drüber, "unsere Hilfe .. "

Ja. Wie gesagt: Mit einer gewissen (Lebens-)Erfahrung und daraus resultierender Lockerheit ist das kein Problem. Der typische Ministrant ist dafür aber noch nicht alt genug.

Den Altar wird er finden, der ist in der Tat immer vorne in der Mitte. Aber alles andere... kniet man vor oder seitlich des Altars? Geht man rechts oder links rum zum Gabentisch? Welche Hocker sind für die Messdiener? Du hast natürlich Recht: Das ist 1) ziemlich egal und 2) leicht nachzufragen. Für einen Erwachsenen.

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