Wunibald Geschrieben 30. April 2021 Melden Geschrieben 30. April 2021 https://www.pnp.de/lokales/stadt-und-landkreis-passau/passau-stadt/Bischof-Stefan-Oster-und-Theologin-Johanna-Rahner-legen-Streit-bei-3977001.html Zitieren
Chrysologus Geschrieben 30. April 2021 Melden Geschrieben 30. April 2021 Chapeau für beide Seiten. 2 Zitieren
Gerhard Ingold Geschrieben 30. April 2021 Melden Geschrieben 30. April 2021 vor 6 Stunden schrieb Chrysologus: Chapeau für beide Seiten. Versöhnen ist gut. Indessen: Wenn man dunkelhäutigen Menschen nicht die gleichen Rechte zugesteht, was anderes als Rassismus ist das dann? Zitieren
Cosifantutti Geschrieben 1. Mai 2021 Melden Geschrieben 1. Mai 2021 Am 27.4.2021 um 12:16 schrieb laura: Du hast natürlich recht... Aber: Die - zweifelsohne recht vereinfachte - kirchliche Vorstellung von Berufung geht ja - zumindest bei einfacheren Gemütern - davon aus, dass Berufung ein souveräner Akt Gottes ist: Gott entscheidet, wen er beruft. Und wenn ich diese Vorstellung weiterdenke, kann Gott natürlich auch souverän entscheiden, nur Männer zu berufen oder eben nur Brillenträger oder Frauen mit blonden Locken oder nur Männer unter 1,50 m. Oder was auch immer... Und gegen diese Vorstellung ist "Gleichberechtigung" kein adäquates Argument. Denn ich habe ja kein "Recht" auf eine Berufung. Wohlgemerkt: Ich halte diese Vorstellung von Berufung für vereinfacht und einigermaßen naiv. Vor allem weil die Kirche ja dann für sich in Anspruch nimmt, den souveränen Willen Gottes völlig zu durchschauen. Aber leider ist sie verbreiteter als man so landläufig annimmt. Und gegen diese Vorstellung kommt man mit dem Gleichberechtigungsargument nicht an. Wohl aber mit Belegen, die zeigen, dass die lehramtliche Interpretation von Gottes souveränem Willen vielleicht exegetisch und dogmatisch in Frage gestellt werden könnte. ...auch da möchte ich dir entschieden widersprechen und bleibe dabei, dass das Argument der Gleichberechtigung des allerstärkste Argument ist, weil dies zu den fundamentalen Menschenrechten gehört, die Kern unseres zivilisierten Zusammenlebens sind.... Meine Beobachtung ist, dass wir viel zu stark innerkirlich arumentieren und viel zu wenig die "Außenperspektive" beachten. Von "Außen" betrachtet lösen sich viele Agrumente, die innerkirlich vorgebracht werden, in rein theoretische Konstrukte auf, die sich bei näherer Bertachtung als reine Ideologie entpuppen, die die längst vorgefasste Meinung theologisch, exegetisch, historisch "begründen" sollen.... Nochmals: Die Argumente der Exegese, der Dogmatik, Der Kirchengeschichte werden seit 50 Jahren vorgebracht, es ist innerkirchlich ein reines Hase- und Igel-Spiel, da für das Lehramt diese Ergebnisse der theologoschen Forschungen überhaupt nicht relevant sind.... Meine junge Freundin "Yvonne" die gerade Abitur macht, würde wohl sagen: "Ach die Katholische Kirche kann keine Frauen zu Priesterinnen weihen, weil es der Gründer der Kirche, Jesus Christus, nicht gewollt hat ? Dann ist die Katholsche Kirche nichts für mich. Ich will keiner Kirche angehören, deren Kirchengründer ein Chauvinist und Frauenverächter ist und Frauen als Menschen zweiter Klasse definiert...." Man muss viel "radikaler" im Sinne "an der Wurzel" ansetzen: Das "Frauenbild" der katholischen Kirche ist in diesem Bereich nicht kompatbel mir dem Selbstverständnis der Frauen von heute.... Auch direkt ansetztn bei der inzwischen "berühmten" "Aussage" "Die Kirche hat keinerlei Vollmacht...." Das ist doch schlichtweg falsch: Natürlich hat die Kirche die Vollmacht, sie wurde ja explizit von Jesus übergeben, die berühmte "Schlüsselgewalt...." Im Jahre 48 nach Christus gab es eine wichtige Diskussion und letztlich eine Verabredung / Übereinkunft, bekannt als das "Apostelkonzil": Es wurde entschieden, dass von den Menschen, die Nichtjuden waren und sich taufen ließen, zum Glauben an Jesus Christus kamen, außerdrücklich nicht verlangt wurde, dass sie sich beschneiden ließen und sie auch nicht die Ritualvorschriften übernehmen mussten. Die "Kirche" damals entschied das vollkommen "souverän",..... 1 Zitieren
laura Geschrieben 1. Mai 2021 Melden Geschrieben 1. Mai 2021 vor 2 Minuten schrieb Cosifantutti: ...auch da möchte ich dir entschieden widersprechen und bleibe dabei, dass das Argument der Gleichberechtigung des allerstärkste Argument ist, weil dies zu den fundamentalen Menschenrechten gehört, die Kern unseres zivilisierten Zusammenlebens sind...... Ich stimme dir inhaltlich völlig zu. Die theologlischen Argumente, die du zitierst, sind schwach und einfach zu widerlegen. Aber: Wie gehst du mit dem Argument um, dass Gott eben in seiner Souveränität nur Männer beruft? Wie gesagt: Ich halte das auch nicht für richtig, für ziemlichen Bullsh... Aber wie kommt man argumentativ dagegen an? Zitieren
Cosifantutti Geschrieben 1. Mai 2021 Melden Geschrieben 1. Mai 2021 vor 19 Minuten schrieb laura: Ich stimme dir inhaltlich völlig zu. Die theologlischen Argumente, die du zitierst, sind schwach und einfach zu widerlegen. Aber: Wie gehst du mit dem Argument um, dass Gott eben in seiner Souveränität nur Männer beruft? Wie gesagt: Ich halte das auch nicht für richtig, für ziemlichen Bullsh... Aber wie kommt man argumentativ dagegen an? ....wo ist denn das formuliert, "dass Gott eben in seiner Souveränität nur Männer beruft ?" Dieser Satz ist mir wirklich neu und so habe ich den auch nie gehört... wer so argumentiert, müsste dann eben auch den konkreten "Beleg" liefern, der auch für jede junge Frau von heute klar nachzuollziehen ist, dass diese "Anweisung" "Einschränkung" direkt von Gott kommt.... ....alles was ich bisher so kennegelernt habe, sind abenteuerliche theologische Konstrukte.... Naturrecht, Schöpfungswirklichkeit..etc...) Mein konkretes Beispiel ist immer die katholische Bischofskonferenz in den 50er Jahren, die bei Konrad Adenauer interveniert hat und von Der "Offenbarung" und der "Schöpfungswirklichkeit" her die Vorrangstellung des Mannes über die Frau festklopfen wollten ( ich muss mir doch demnächst die Dissertation besorgen wo das gut dokumeniert ist.....) ...Was "Berufungen" angeht: Es gibt ja Frauen, die sich zu einem Ordensleben leben berufen fühlen: Wer entscheidet in diesen Fällen mit welchem Argumenten, dass eine Frau sich zu einem Ordensleben berufen fühlt ??? Zitieren
Nordlicht Geschrieben 31. Juli 2021 Melden Geschrieben 31. Juli 2021 Oster errichtet jetzt in Passau eine sog. "Jüngerschaftsschule": https://www.katholisch.de/artikel/30765-bischof-oster-errichtet-juengerschaftsschule-fuer-junge-leute?fbclid=IwAR1ui1JQ7DdO4vzs8vNIspVV0-jb5h0LLR74pel7I6cMnaD5i0Mn6-lJ440 Zitat Junge Menschen zwischen 19 und 30 Jahren sind eingeladen, für neun Monate in eine Wohngemeinschaft zu ziehen und "in die Schule Jesu zu gehen, also von ihm zu lernen, im Glauben zu wachsen, Gemeinschaft zu leben und Menschen in Not zu helfen" Das Ganze orientiert sich an der österreichischen Loretto-Gemeinschaft, ein ziemlich evangelikaler katholikaler Fundamentalistenverein: https://www.derstandard.at/story/2000122261785/missionarisch-und-fundamental-die-loretto-bewegung-betet-im-parlament?fbclid=IwAR1ZeL8f19mWmyI-kIttWUTecUVtSkOYqqpjE-jLMO0sypPklCZWT7GmN5U Zitieren
rorro Geschrieben 31. Juli 2021 Melden Geschrieben 31. Juli 2021 Wenn man katholisch ist und die Lehre der Kirche für eine gute Sache hält, ist man für den Standard schon fundamentalistisch. Armer Journalismus. Zitieren
Bartholomäa Geschrieben 25. Februar Melden Geschrieben 25. Februar Hallo liebe Forumsmitglieder, seit einiger Zeit höre ich mir die Predigten von Bischof Oster an. Ich finde, dass Bischof Oster ein Mann Gottes ist. Das was er sagt, ist für mich verständlich. Zitieren
Bartholomäa Geschrieben 25. Februar Melden Geschrieben 25. Februar Wenn Bischof Oster ein Kardinal werden würde, würde ich mich sehr darüber freuen. Ich finde ihn sehr intelligent und authentisch. Zitieren
SteRo Geschrieben 25. Februar Melden Geschrieben 25. Februar vor 7 Stunden schrieb Bartholomäa: Hallo liebe Forumsmitglieder, seit einiger Zeit höre ich mir die Predigten von Bischof Oster an. Ich finde, dass Bischof Oster ein Mann Gottes ist. Das was er sagt, ist für mich verständlich. Männer Gottes sind die anderen Bischöfe auch. Und als römischer Katholik kann Oster die Medien nutzen wie es andere Christen auch tun, die missionarisch unterwegs sind Als Bischof ist er jedoch ausschließlich für sein Bistum zuständig und kann als Bischof nicht überregional predigen. vor 7 Stunden schrieb Bartholomäa: Wenn Bischof Oster ein Kardinal werden würde, würde ich mich sehr darüber freuen. Ich finde ihn sehr intelligent und authentisch. Es hat schon seine Gründe, weshalb Kardinäle nicht von Laien und deren Sympathien bestimmt werden. Zitieren
rorro Geschrieben 25. Februar Melden Geschrieben 25. Februar vor 3 Stunden schrieb SteRo: Als Bischof ist er jedoch ausschließlich für sein Bistum zuständig und kann als Bischof nicht überregional predigen. Falsch. Mann, lies doch mal die einschlägigen Dokumente, bevor Du so etwas behauptest. Zitieren
SteRo Geschrieben 25. Februar Melden Geschrieben 25. Februar vor 3 Stunden schrieb rorro: Falsch. Mann, lies doch mal die einschlägigen Dokumente, bevor Du so etwas behauptest. Na wenn du meinst ... dann kann halt bei den Römisch-Katholischen jeder Bischof seine Predigten in den Pfarreien anderer Bistümer halten lassen. Zitieren
Bartholomäa Geschrieben 25. Februar Melden Geschrieben 25. Februar vor 13 Stunden schrieb SteRo: Es hat schon seine Gründe, weshalb Kardinäle nicht von Laien und deren Sympathien bestimmt werden. Hallo SteRo, ich bin einfach der Meinung, daß Bischof Oster die Gabe hat, den katholischen Glauben den Gläubigen nahe zu bringen. Hinzu kommt noch, daß ich den Heiligen Don Bosco sehr verehre. In früheren Zeiten habe ich auch ein Buch über Don Bosco gelesen. Dieses Buch war sehr interessant. Bischof Oster ist sehr präsent auf Facebook und auf dem YouTube-Kanal. Man kann Bischof Oster immer zuhören (meine Meinung). Es wird einem nicht langweilig. Zitieren
SteRo Geschrieben 26. Februar Melden Geschrieben 26. Februar vor 11 Stunden schrieb Bartholomäa: Hallo SteRo, ich bin einfach der Meinung, daß Bischof Oster die Gabe hat, den katholischen Glauben den Gläubigen nahe zu bringen. Hinzu kommt noch, daß ich den Heiligen Don Bosco sehr verehre. In früheren Zeiten habe ich auch ein Buch über Don Bosco gelesen. Dieses Buch war sehr interessant. Bischof Oster ist sehr präsent auf Facebook und auf dem YouTube-Kanal. Man kann Bischof Oster immer zuhören (meine Meinung). Es wird einem nicht langweilig. Hallo Bartholomäa, ich würd es mal so sagen: der Oster hat sicherlich mehr Charisma als einige seiner Kollegen und er ist medial auch deutlich mehr präsent als seine Kollegen, warum auch nicht in einem Zeitalter in dem sich die sog. "Influencer Gottes" in den online Medien tummeln und missionieren ... scheinbar mit nicht wenig Erfolg. Mir ist der Herr Oster sehr sympathisch und auf mich wirkt er - wiederum im Gegensatz zu manchen seiner Kollegen - auch sehr authentisch. Theologisch ist er auch - im Gegensatz zu manchen seiner Kollegen - auf der richtigen Spur. Zitieren
SteRo Geschrieben 27. Februar Melden Geschrieben 27. Februar Bischof Oster stellt klar: Christliche Ehe ist nicht „rechts“ Zitieren
SteRo Geschrieben 2. März Melden Geschrieben 2. März Passauer Oberhirte im Interview - Wann Bischof Oster bei der Synodalkonferenz mitmachen will Zitieren
SteRo Geschrieben 7. März Melden Geschrieben 7. März Kardinal Woelki und Bischof Oster unterstützen Münchner Marsch fürs Leben mit Grußworten Bischof Oster erklärte in seiner Botschaft, der katholische Lebensschutz setze die Überzeugung voraus, dass das menschliche Leben „immer etwas Heiliges und Unantastbares ist: ein kostbares Geschenk aus der Hand unseres Schöpfers selbst“. Daraus ergebe sich die „unumstößliche Verpflichtung“, das Leben in allen Stadien und Umständen zu schützen. "in allen Stadien und Umständen". Daraus folgt glasklar, dass auch die Todesstrafe und alle Kriege abzulehnen sind. Oster verwies ausdrücklich auf die Nöte von Frauen in Konfliktsituationen: „Auch ihre Unterstützung muss ein wesentlicher Teil unserer Sorge um das Leben sein.“ Das wäre sonst auch ein seltsamer Lebensschutz, wenn man die in wirtschaftlicher Not befindlichen Mütter, die sich gegen Abtreibung entscheiden, ihrer Not überlassen würde. Eigentlich müssten für diese Gelder in den Bistümern bereitgestellt werden. Zitieren
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