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Ist Yoga mit dem christlichen Glauben vereinbar?


Udalricus

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Ich las gerade folgenden Artikel über Yoga.

 

http://www.livenet.ch/themen/gesellschaft/gesellschaft/christen_in_der_gesellschaft/268146-warum_christliches_yoga_ein_widerspruch_ist.html

Und weiß jetzt nicht recht, ob der gute Mann Recht hat oder nicht.

 

Kennt sich da jemand aus?

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Ich las gerade folgenden Artikel über Yoga.

 

http://www.livenet.ch/themen/gesellschaft/gesellschaft/christen_in_der_gesellschaft/268146-warum_christliches_yoga_ein_widerspruch_ist.html

Und weiß jetzt nicht recht, ob der gute Mann Recht hat oder nicht.

 

Kennt sich da jemand aus?

glaubst an die existenz von dämonen?

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Welcher gute Mann? Der Ex-Yoga-Lehrer, der einen Ashram geführt hat oder die Autoren des Artikels? Die schränken die Gültigkeit der Aussagen des Herrn Ex-Yoga-Lehrers ja selber ein: Wer Yoga ausschließlich als Gymnastik und zur Fitness in der Sporthalle betreibt, wie es hierzulande wohl zumeist der Fall ist - und nicht im Ashram - hat sicher nichts zu befürchten. Ich verdanke ein paar einfachen Yoga-Übungen und -tricks immerhin die Teilwiederherstellung meiner Beweglichkeit und Unabhängigkeit. Auf Gymnastik/Sport reduziert, hat Yoga mit Weltanschauung nichts (mehr) zu tun.

bearbeitet von Julius
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Auf Gymnastik/Sport reduziert, hat Yoga mit Weltanschauung nichts (mehr) zu tun.
Ich denke, das ist die richtige ANtwort, wenn man in irgendeiner Hinsicht Bedenken bzgl. des weltanschaulichen Hintergrunds hat.

Ich schätze, wie Julius, die eine oder andere Übung, mit der Philosophie dahinter kann ich persönlich nichts anfangen (obwohl ich meine, auch diesbezüglich ein bißchen Sachwissen zu besitzen...).

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Ich habe den Eindruck, dass beide - der zum Christentum bekehrte Ex-Yoga-Lehrer Shreve und der über ihn berichtende Livenet-Autor - einen an der Waffel haben. Der Ex-Yogi hält schon die Beschäftigung mit fernöstlicher Spiritualität für verderblich und befürchtet, dass jemand, der Christen bei Yoga-Übungen sieht, auf die Idee kommen könnte, diese Christen gehen "mit dem ganzen System einig". Auch esoterische Bücher herumliegen zu haben ist für ihn schon pfui bäh, ein echter Christ hat so etwas nicht im Haus. Außerdem könne man "sehr destruktiven Mächten begegnen", ihm selber ist das wohl nicht passiert, aber...

Der Internet-Autor versichert zwar, wer Yoga nur zur Fitness betreibe, müsse nicht befürchten, "ungewollt Dämonen und Geistern Zugang zur Seele zu gewähren", er warnt aber davor, Yoga-Lehrer zu werden, denn dann laufe man Gefahr, sich für Hindu-Gottheiten zu öffnen - was so klingt, als glaube der Autor, dass es solche Gottheiten samt Dämonen und Geistern tatsächlich gibt, denn sonst könnte man sich ihnen ja nicht öffnen. Wie war das noch einmal mit dem Monotheismus?

 

Alfons

bearbeitet von Alfons
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Sobald die evangelikale Seite einen Ex-Irgendwas präsentiert, kann man davon ausgehen, daß es Mission per Lüge ist. Da gibt es Ex-Satanisten, Ex-Okkultisten, Ex-Gothics, Ex-Katholiken, Ex-D&D-Spieler, Ex-Harry-Potter-Fans und jetzt noch Ex-Yogisten - und alle labern kompletten Schwachsinn darüber, wie die sind, wo sie angeblich mal hergekommen sind. Dient nur der Bestätigung der eigenen Vorteile.

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Ich sehe das locker, mag schon sein, daß man sich da für Götter öffnet, und ich bin nicht ganz sicher, ob ich Monotheist bin, ich scheine viel eher ein Henotheist zu sein, der die Existenz von anderen Göttern anerkennt. Das ist kompatibel mit der indischen Vielgötterwelt, letztlich gibt es nur einen Übergott, der diese Wesen gleichsam als Nichtse betrachtet. Mir geht der Spruch der antiken Christen leicht von den Lippen: Die Götter der Heiden sind Dämonen. Aber diese Art von "Dämonen" sind nichts Schlimmes. Man mag sogar freundschaftliche Beziehungen zu ihnen haben. Mein Trick ist, mit dem Verstand einen bildlosen Gott anzubeten, und die Niedrigeren keines Dialoges zu würdigen. Das ist die jüdische Abstraktionsfähigkeit, bei einem bildlosen Gott zu sein. Die Evangelikalen und Freichristen sind da viel zu eng und übervorsichtig.

bearbeitet von Einsteinchen
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Der gute Mann ist wahrscheinlich bei den Evangelikalen gelandet. Da lernt man so was. - Wer sich Sorgen macht, kann ja während der Übungen Rosenkranz beten.

 

Könnte natürlich auch ein Katholik sein, siehe z.B Marga Lauer, Ex Yoga Lehrerin und Schäfchen eines kürzlich amtsenthobenen saarländischen Pfarrers, näheres http://www.kath.net/news/42302 , http://www.sol.de/titelseite/topnews/Beckingen-Religion-Ist-Yoga-Teufelswerk-Beckinger-empoeren-sich-ueber-Pfarrbrief;art26205,4118436

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Das Hatha Yoga, das hierzulande hauptsächlich praktiziert wird, soll eigentlich weitgehend ideologiefrei sein. Meine Erfahrungen sind allerdings andere. Mein damaliger Yoga-Lehrer machte zum Teil eine Esoterik-Vorlesung daraus, was letztlich einer der Gründe war, weshalb ich Yoga damals aufgegeben habe. Nachträglich finde ich das ein bißchen schade, aber in unserer kleinen Stadt bot damals niemand anderes Yoga an. Ob und inwieweit Yoga mit dem Christentum kollidiert, hängt wohl auch vom jeweiligen Christentum ab.

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Auch ich lehne Yoga strikt ab seitdem ich den Knoten aus meinen Beinen nicht mehr rausgekriegt hab. :lol:

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Könnte natürlich auch ein Katholik sein,

Könnte sein, ist es aber nicht. Livenet.ch arbeitet - wie man hier http://www.livenet.ch/service/167353-impressum.html feststellen kann, auf der Grundlage der Evangelischen Allianz. Das sind Evangelikale.Wobei man immer im Zusammenhang mit Evangelikalismus sagen muss, dass Fundamentalismus nicht notwendigerweise Bestandteil dieser Glaubensausrichtung ist. Auch Jim Wallis mit seinen Sojourners ist evangelikal.

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Yoga im Sinne von "Wer suchet, der findet!" ist auch christlicher Yoga! Dogmen sollte man aber immer kritisch betrachten und darüber meditieren! Sowohl östliche als auch westliche! Da kann doch eigentlich keine Religion was dagegen haben, oder?

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letztlich gibt es nur einen Übergott, der diese Wesen gleichsam als Nichtse betrachtet.

Um welchen Gott handelt es sich da? Der Gott der Christen jedenfalls nicht, der will ja, dass wir uns suchen und uns als seine Kinder begreifen und erkennen lernen!

Die Vielgötterei des Hinduismus ist auch nur scheinbar Vielgötterei, soweit ich das verstanden habe. Wahrheit ist aber, dass es nur einen wahren Gott geben kann, wenn es einen gibt. Und an den wollen bis auf den Buddhismus alle Religionen doch glauben. Auch die Muslime wollen an den wahren Gott glauben und nicht an einen falschen oder einen, der sich für Gott hält! Mit den verschiedenen Lehren, da muss man natürlich aufpassen! Der Teufel steckt wohl überall im Detail! Laut Bibel soll es ja falsche Prophezeiungen geben!

bearbeitet von Norbert Franek
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Ob und inwieweit Yoga mit dem Christentum kollidiert, hängt wohl auch vom jeweiligen Christentum ab.

Ich denke, dass die Kollision etwas mit den unterschiedlichen Lehren zu tun hat. Im Sinne von "Wer suchet, der findet!" das müsste eigentlich für alle Religionen gelten können, oder nicht?

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Übrigens gibt es Zweifel daran, dass "Yoga" wie wir es heute können tatsächlich auf hinduistischem Mist gewachsen ist. Ich habe Yoga zweimal ausprobiert und es kam mir wie schnöde Gymnastik vor - mit dem Unterschied, dass man sich vorher nicht vernünftig aufwärmt.

 

http://www.sai.uni-heidelberg.de/abt/IND/mitarbeiter/michaels/Yoga_NZZ_2011.pdf

 

Kaum älter als hundert Jahre Es kommt noch viel schlimmer. Mark Singleton hat in einer bemerkenswerten Studie – «Yoga Body. The Origins of Modern Posture Practice» (Oxford University Press, 2010) – nachgewiesen, dass der moderne körperbetonte, im Westen so beliebte Hatha-Yoga kaum älter als hundert Jahre ist. Mit vielen Details belegt Singleton, der am St. John’s College in Santa Fe, New Mexico, unterrichtet und selbst Yoga praktiziert, dass es eine transkulturelle Mischung von amerikanisch-britischem Bodybuilding, schwedischer Ling-Gymnastik und dem Sportunterricht der Young Men’s Christian Association (YMCA) war, die den Körper-Yoga in der traditionell körperlich eher trägen indischen Mittelschicht aufwertete.

Nicht zu vergessen Harry Crowe Buck (1884–1920), der Direktor der indischen YMCA-Schule für Sportunterricht, der mit gymnastischen, nahezu militärischen Drills aus indischen «Schwächlingen», wie die Briten zu sagen pflegten, gestählte Jugendliche zu machen versuchte. Die in Indien seinerzeit sehr einflussreiche Young Men’s Christian Association wollte aber nicht nur den Körper trainieren, sondern durch Körpererziehung christliche Werte näherbringen. Um sich beliebter zu machen, integrierte Buck zahlreiche Yoga-Elemente in seine Programme.

 

Dieser Shreve hat hier seine Lebensgeschichte aufgeschrieben. Demnach hat er "seinen" Guru - Bhajan - im Herbst 1969 getroffen (S.9) und mit Yoga begonnen. Im folgenden Frühling (1970) hat er dann die Uni geschmissen und ist zum großen Yogalehrer und Ashram-Chef geworden. Laut seiner Website ist er im Herbst des gleichen Jahres als Christ wiedergeboren worden.

 

Uiuiui, der Gute hat also vor 45 Jahren ein ganzes Jahr Yoga praktiziert und geht seitdem mit dieser Story hausieren.

 

Und was soll das Zitat aus seinem Buch eigentlich bedeuten (S. 17):

 

I have since learned that God does nothing in this world except in response to prayer.

 

Gott muss also erst von den Menschen beschworen werden, bevor er handelt....aha.

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Udalricus Udalricus katholisches Urgestein Mitglieder 14635 Beiträge Geschrieben 17 January 2015 - 08:51 Ich las gerade folgenden Artikel über Yoga. http://www.livenet.c...spruch_ist.htmlUnd weiß jetzt nicht recht, ob der gute Mann Recht hat oder nicht. Kennt sich da jemand aus?

Die Suche nach sich selbst kann natürlich ganz schön abenteuerlich werden, vor allem, wenn man versucht die verschiedenen Religionen miteinander zu vereinen. Jesus wird schon gewusst haben, warum er uns anhält nur seine Lehre anzunehmen! Er lehrt aber auch, dass wir suchen sollen - den Spruch:"Wer suchet, der findet!" kennt wohl fast jeder bei uns! Und das Reich Gottes sei inwendig in uns! Diese Sprüche laden geradezu dazu ein nach innen zu gehen und das wird auch unter Meditation verstanden. Da braucht man sich nicht mit vermeintlichen Hindu-Göttern auseinanderzusetzen und auch nicht mit irgendwelchen Chakras. Der Hatha Yoga soll zuerst dem Körper dienen um ihn auf das Sitzen in Meditation vorzubereiten! Vor dem Teufel, der alle Völker laut Christi verführt, sollen wir ja auch von christlicher Seite keine Angst haben! Es gibt Zeiten, die gut sind zum meditieren und es gibt auch Zeiten, da sollte man etwas Abstand nehmen und vor allem keine extremen Yoga-Torturen mitmachen. Man wird halt mit allem, was unser Leben angeht verstärkt konfrontiert und da ist es für manche auch gut, wenn sie jemanden haben, mit dem sie sich austauschen können!

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letztlich gibt es nur einen Übergott, der diese Wesen gleichsam als Nichtse betrachtet.

Um welchen Gott handelt es sich da? Der Gott der Christen jedenfalls nicht, der will ja, dass wir uns suchen und uns als seine Kinder begreifen und erkennen lernen!

Die Vielgötterei des Hinduismus ist auch nur scheinbar Vielgötterei, soweit ich das verstanden habe. Wahrheit ist aber, dass es nur einen wahren Gott geben kann, wenn es einen gibt. Und an den wollen bis auf den Buddhismus alle Religionen doch glauben. Auch die Muslime wollen an den wahren Gott glauben und nicht an einen falschen oder einen, der sich für Gott hält! Mit den verschiedenen Lehren, da muss man natürlich aufpassen! Der Teufel steckt wohl überall im Detail! Laut Bibel soll es ja falsche Prophezeiungen geben!

 

Ich dachte bei "Übergott" schon an die jüdisch-christliche Vorstellung von Gott. Es ist ein Prozeß: Immer wenn etwas in einem Menschen als größer als Gott empfunden wird, wird dieses Größere dem neuen Verständnis von Gott zugeschlagen, wenn in einem Menschen die Gedanken schwärmen und er hat den Eindruck, er hat mehr Phantasie als Gott, wird diese Phantasie dem gedachten Gott gegeben, und somit hat sich Gott ausgedehnt und ist wieder größer geworden. Alle Ehre und Verherrlichung diesem imaginären Wesen, das immer größer wird, wobei die atheistische Versuchung sagt, es ist nicht real.

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Ich dachte bei "Übergott" schon an die jüdisch-christliche Vorstellung von Gott. Es ist ein Prozeß: Immer wenn etwas in einem Menschen als größer als Gott empfunden wird, wird dieses Größere dem neuen Verständnis von Gott zugeschlagen, wenn in einem Menschen die Gedanken schwärmen und er hat den Eindruck, er hat mehr Phantasie als Gott, wird diese Phantasie dem gedachten Gott gegeben, und somit hat sich Gott ausgedehnt und ist wieder größer geworden. Alle Ehre und Verherrlichung diesem imaginären Wesen, das immer größer wird, wobei die atheistische Versuchung sagt, es ist nicht real.

Faszinierende Idee. Du hast "Small Gods/Einfach göttlich" von Terry Pratchett nicht gelesen? Der hat die gleiche Idee, oder sagen wir einmal die schlichtere Variante der Idee zu einem Roman ausgestaltet: Ein Gott ist nur so groß wie die Menge seiner echten Gläubigen. Deswegen ist der Gott Om zu Beginn der Geschichte nur eine kleine, hilflose Schildkröte, weil von allen angeblichen Gläubigen in Omnien nur ein einziger, der Novize Brutha, tatsächlich an Om glaubt. Bei Dir wächst Gott ja in den Menschen.

 

Alfons

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Puristen wenden sich nicht nur gegen Yoga, sondern auch gegen den Christbaum.

Und sie verwenden dabei ziemlich ähnliche Argumente.

Es geht um die Frage des Synkretismus.

 

Der ist natürlich böse.

 

Problematisch ist dabei, dass das Christentum von vornherein leicht synkretisch ist.

Das geht mit der Bibel los. Die Einflüsse fremder Anschauungen und Religionen sind vielfältig.

Bei der Bildung des Christentums flossen vielfältige Fremdeinflüsse mit ein.

Volker wurde nicht müde, uns darauf hinzuweisen.

 

So richtig mono-christlich ist eigentlich nur Jesus selbst.

Und an den kommen wir nur durch die biblischen Zeugnisse heran -

die leider schon wieder von anderen Einflüssen infiltriert sind.

 

Schaut man sich die heute kirchlich gelehrte Ethik an,

wird man auch zugeben müssen,

dass sie sehr von der Ethik der Aufklärung infiltriert ist.

 

Wie steht es nun mit der astreinen christlichen Lehre?

Wo ist sie der wahre Schotte?

 

Das nächste Problem sehe ich in der Frage nach der Rechtgläubigkeit.

Ob die Rechtgläubigkeit - einst als sine qua non vorausgesetzt -

Gott wirklich so wichtig ist?

Ist sie denn für uns Menschen so wichtig?

Oder ist ein Beharren auf unbedingter Rechtgläubigkeit sogar hinderlich und gefährlich -

so ähnlich wie bei den ultraorthodoxen Juden (sowieso: Was für ein Titel. "Ultraorthodox"!)

oder den Islamisten?

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Gerade im GG-Paulusthread gelesen (und darauf hoffend, dass Alfons mir nicht übel nimmt, dass ich das hier zitiere):

 

* Die ehekritische Argumentation des Paulus, die eher auf die kynische Philosophie als auf das Alte Testament zurück weist, und das Empfehlen ethischer Standards aus dem hellenistischen Umfeld der Gemeinden statt aus der Thora.

 

Paulus scheint auch nicht ganz gegen synkretische Einflüsse gefeit gewesen zu sein.

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Das nächste Problem sehe ich in der Frage nach der Rechtgläubigkeit. Ob die Rechtgläubigkeit - einst als sine qua non vorausgesetzt - Gott wirklich so wichtig ist? Ist sie denn für uns Menschen so wichtig?
es gibt keinen objektiven maßstab der rechtgläubigkeit. wer stellt ihn auf? wer legt ihnan? jeder ist sich selber maßstab. das wird natürlich von fast jedem geleugnet. damit halte ich rechtgläubigkeit für ein scheinproblem.
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Auf der praktischen Ebene, lieber Helmut, ist die Maßstablosigkeit recht praktikabel. Zumindest schützt sie vor Fanatismus und Religionskriegen.

 

Aber da gibt es Einschränkungen. Die Maßstablosigkeit kann auch zu Isolation, Verwirrung und Chaos führen.

 

Ich glaube sehr wohl an einen objektiven und letztgültigen Maßstab. Aber wenn ich gefragt werde, worin er besteht, dann kann ich nur diffus antworten:

"Gott" oder "Die Wahrheit" oder "Das Gute"

 

Deswegen denke ich mir die Sache so: Es gibt einen objektiven Maßstab - aber dieser liegt im transzendenten Bereich. Wir können uns um konkrete Maßstäbe bemühen und versuchen, sie an diesem objektiven Maßstab zu orientieren. Aber das funktioniert immer ein wenig unsicher. Und wir müssen uns dabei immer bewusst bleiben, dass diese immanenten Maßstäbe keineswegs das Gelbe vom Ei sind, sondern nur ein individuell angepasster Abklatsch dessen, was uns entzogen ist.

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also, wenn's recht ist,

komme ich mal auf das Thema zurück.

 

und, wenn's nicht recht ist, auch :)

 

also: zu Yoga habe ich eine Erinnerung und eine Erfahrung.

 

Erinnerung:

 

als Yoga an den kroatischen Schulen eingeführt werden sollte, haben die kroatischen Bischöfe dagegen protestiert (ist schon einige Jahre her). habe ich mir gedacht: verwechseln die das mit Harry Potter?

 

Erfahrung:

 

in Gries wurden (werden) wohl auch Yoga-Übungen gemacht. ich habe dann lieber morgens um fünf geduscht (da gab es heisses Wasser!), bin dann aufgewacht, und Kaffee getrunken. bei diesen Yoga-Übungen habe ich nie mitgemacht.

 

weil: ich bin ein fauler Sack.

 

Peter.

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Ich glaube sehr wohl an einen objektiven und letztgültigen Maßstab.
mit diesem satz ist das subjektive, aber auch die verantwortung für das eigene subjektive gut beschrieben.
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