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kam

Immerhin 5000 Teilnehmer

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rorro
vor 2 Stunden schrieb gouvernante:

% der von kam genannten 5000 Demonstrierer.

 

Da keiner außer ihnen selbst für sie sprechen kann: nächstes Jahr hinfahren und fragen.

Bestenfalls mit soziol. Institut, um es repräsentativ zu machen.

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kam
vor einer Stunde schrieb kalinka:

 

So lang arme Menschen in Deutschland um 10 Jahre früher sterben, ist das noch lang nicht vorbei. (Superschön dich wieder zu lesen, alter Haudegen! :))

Das Sterbealter ist von vielen Faktoren abhängig. Gene, riskantes Leben, Armut ist da allenfalls ein mittelbarer Faktor. Reiche, die als Alzheimer-Zombies mit über 90 im Luxus-Pflegeheim verdämmern, haben auch nicht gerade das große Los gezogen. - Aber nochmal zum eigentlichen Thema: Der Staat muß im Interesse der Kinder das Rechtsgut Leben schützen. Strafrechtlich gegen die Mutter vorzugehen, halte ich nicht für sinnvoll. Aber es gibt ein Umfeld und es muß verhindert werden, daß die Abtreiberei zum Gewerbe wird wie Fettabsaugen etc. - Mit finanzieller Unterstützung sieht es schon ganz gut aus, was der Staat eh nicht leisten kann, ist menschliche Zuwendung. Das ist bei ledigen Müttern stark vom Umfeld abhängig. - Ich sehe jede Abtreibung primär als Unglück an. Wenn sich diese Betrachtungsweise verbreitete, wäre der Weg zur Verhütung vieler Abtreibungen offen. 

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kam
vor 14 Stunden schrieb nannyogg57:

Wie viel Interesse haben Abtreibungsgegner tatsächlich an Kindern, die schon geboren sind?

 

Man kann natürlich sagen, dass man sich auf einen gesellschaftlichen Teilbereich fokussiert. Und natürlich lässt man sich nicht lumpen und sorgt für Erstausstattung usw.

 

Vor vielen Jahren war Bischof Dyba die bischöfliche Galionsfigur der Anti-Abtreibungs-Bewegung. Er war auch zuständig für das Hilfswerk Misereor.

 

Damals war Kinderarbeit in der Teppichindustrie ein heißes Thema und Misereor nahm etwa 100000 DM, so weit ich es in Erinnerung habe, in die Hand um das Siegel für Teppiche ohne Kinderarbeit - Rugmark - zu promoten. Dyba kritisiert das als Geld, das zum Fenster hinausgeworfen wird. 

 

Nach einigen verstörenden Begegnungen mit engagierten Abtreibungsgegnern war das der Punkt, wo für mich das Engagement Dybas an Glaubwürdigkeit verlor.

 

 

Das ist ein billiger rhetorischer Trick. Wenn sich jemand gegen Abtreibungen engagiert, dann ist das für sich zu bewerten. Ihm stattdessen zu unterstellen, er kümmere sich nicht um lebende Kinder, ist vorsichtig gesagt unlauter. Das ist so, also ob du einem Tierfreund, der das lokale Tierheim sponsort, vorwirfst, sich nicht um Elefanten oder Delphine in freier Wildbahn zu kümmern. Auch du kannst nicht gegen alles Unglück und Unrecht auf der Welt auf einmal kämpfen. Sich wenigstens partiell zu engagieren, ist doch grundsätzlich lobenswert. 

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rorro

Wer gegen Tierversuche in der Kosmetik ist und sich nicht für die einzelnen Tiere einsetzt (Freilassung, Unterkunft, Versorgung) ist als nach nannyogg ein Heuchler. Okay.

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kalinka
25 minutes ago, kam said:

Das ist so, also ob du einem Tierfreund, der das lokale Tierheim sponsort, vorwirfst, sich nicht um Elefanten oder Delphine in freier Wildbahn zu kümmern.

 

Nein. Das ist, als ob nannogg einem Tierfreund, der das lokale Tierheim sponsert, vorwirft, sich gegen ein Gütesiegel für delphinschonenen Thunfischfang einzusetzen. Dyba hat sich nicht nicht gegen Kinderarbeit eingesetzt, sondern gegen eine Aktion gegen Kinderarbeit. Ein gravierender Unterschied.

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kalinka
37 minutes ago, kam said:

es muß verhindert werden, daß die Abtreiberei zum Gewerbe wird wie Fettabsaugen etc.

 

Besteht dieses Risiko?

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kam
vor 2 Stunden schrieb kalinka:

 

Nein. Das ist, als ob nannogg einem Tierfreund, der das lokale Tierheim sponsert, vorwirft, sich gegen ein Gütesiegel für delphinschonenen Thunfischfang einzusetzen. Dyba hat sich nicht nicht gegen Kinderarbeit eingesetzt, sondern gegen eine Aktion gegen Kinderarbeit. Ein gravierender Unterschied.

Nicht jede Aktion ist effizient. Gütesiegel gibt es viele. Ich sage nur: Weinbau. 

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kam
vor 2 Stunden schrieb kalinka:

 

Besteht dieses Risiko?

Aktuell wird ernsthaft betrieben, das Werbeverbot für Abtreibungsdienstleistungen aufzuheben. 

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nannyogg57
vor 46 Minuten schrieb kam:

Nicht jede Aktion ist effizient. Gütesiegel gibt es viele. Ich sage nur: Weinbau. 

Wie viel Prozent sind dubios?

 

PS: Ist ein rhetorischer Trick, den ich bei rorro gelernt habe.

 

Bei jeder Ansicht hier im Forum, die ich nicht mag, stelle ich jetzt Detailfragen. Wenn der Poster die Detailfrage nicht beantworten kann, dann ist bewiesen, dass er Unrecht hat.

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kam
vor 2 Stunden schrieb nannyogg57:

Wie viel Prozent sind dubios?

 

PS: Ist ein rhetorischer Trick, den ich bei rorro gelernt habe.

 

Bei jeder Ansicht hier im Forum, die ich nicht mag, stelle ich jetzt Detailfragen. Wenn der Poster die Detailfrage nicht beantworten kann, dann ist bewiesen, dass er Unrecht hat.

Was du so für einen Beweis hältst...

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rorro
vor 7 Stunden schrieb kalinka:

Dyba hat sich nicht nicht gegen Kinderarbeit eingesetzt, sondern gegen eine Aktion gegen Kinderarbeit. Ein gravierender Unterschied.

 

Weißt Du denn, warum er das getan hat? Ich nicht, kann es also nicht beurteilen. Du musst es ja wissen, sonst wäre Dein Urteil das reinste Vorurteil, was ich Dir nicht unterstellen möchte.

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Frank
vor 6 Stunden schrieb kam:
vor 9 Stunden schrieb kalinka:

Besteht dieses Risiko?

Aktuell wird ernsthaft betrieben, das Werbeverbot für Abtreibungsdienstleistungen aufzuheben. 

Wenn ich das richtig mitbekommen habe (kann sein das ich nicht alles aufm Schirm hab) wurde eine Frauenärztin wegen diesem Werbeverbot verknackt, weil sie auf ihrer Internetpräsenz über Abtreibung aufgeklärt hat. Das Ärzte schlichte Aufklärungsarbeit betreiben muss möglich sein.

Natürlich, eine Werbung nach dem Motto: "Diese Woche zwei Abtreibungen zum Preis von einer" sollte schon allein aus ästhetischen Gründen verboten bleiben

Edited by Frank
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Flo77

Und Du glaubst, daß "ästhetische Gründe" irgendeinen Praxisinhaber hindern würden, wenn es sich für ihn lohnen würde? Je wehrloser das Opfer umso größer das Angebot.

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Moriz
vor einer Stunde schrieb Frank:

Natürlich, eine Werbung nach dem Motto: "Diese Woche zwei Abtreibungen zum Preis von einer" sollte schon allein aus ästhetischen Gründen verboten bleiben

Ich hoffe, Du meinst ethische Gründe.

 

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Frank
vor 14 Minuten schrieb Moriz:
vor 1 Stunde schrieb Frank:

Natürlich, eine Werbung nach dem Motto: "Diese Woche zwei Abtreibungen zum Preis von einer" sollte schon allein aus ästhetischen Gründen verboten bleiben

Ich hoffe, Du meinst ethische Gründe.

Was ich meinte ist das eine solche Werbung geschmacklos wäre.

Unethisch natürlich auch

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nannyogg57

Es geht immer wieder um die Frage, ob Menschenleben verrechenbar ist oder nicht.

 

Bei den Abtreibungsgegnern erfuhr ich persönlich, dass hier im Pathos plötzlich von "deutschen" Kindern die Rede war, die da hingemordet werden. Das alles im Hinblick auf die sinkende Geburtenrate der sogenannten Biodeutschen. 

 

Das Leben eines indischen Kindes, das irgendwo sein Leben an einem Webstuhl fristet, war da irgendwie nicht so schützenswert. Die Frage, ob das Gütesiegel "Rugmark" hundertprozentig nur an Teppiche ohne Kinderarbeit vergeben wurde, ist nicht relevant. Es gab, so weit ich es weiß, in diesem Punkt aber nie Zweifel.

 

Wer sich gegen Abtreibung einsetzt, der ist hochethisch unterwegs oder er sollte es bleiben lassen. Der Schutz des Menschenlebens vor einer Verrechnung kann nicht mit der Geburt enden. 

 

Wer das Ungeborene schützt, der muss auch Respekt vor dem Geborenen haben.

 

Nun machte man aber immer wieder Unterschiede. Mit solchem Denken wollte ich nichts zu tun haben. Ich bin kein Mitglied der Aktion Leben e.V. mehr.

 

Ich lehne Abtreibung nach wie vor ab. Ich glaube und ich weiß, dass Abtreibung nicht nur tötet, sondern auch psychische Schäden nach sich ziehen kann. Hätte ich eines meiner Kinder abgetrieben - meine lebenden Kinder hätten es gespürt. Jetzt können sie in jedem Bruder die Bestätigung sehen, dass auch sie geliebt und gewollt sind. Hätte ich einen abgetrieben - was hätte es ihnen gesagt, selbst wenn sie es nicht gewusst hätten? Was hätte es mit mir gemacht, mit meiner Ehe?

 

O ja, manchmal geht das Elend in die dritte Generation. Da sind die Großeltern schon prekär und die Enkelkinder sind es auch. Ich bin Lehrerin an der Mittelschule und kenne solche Geschichten. 

 

Und haben wir nicht global ein Überbevölkerungsproblem?

 

Wie zynisch, hier in Abtreibungen eine Problemlösung zu sehen oder darin, dass Menschen im Elend verrecken.

 

Die Frage ist, ob Menschenleben verrechnet werden können und was wir tun können und müssen für Ungeborene und Geborene.

 

Deswegen bin ich definitiv niemals auf einem "Marsch fürs Leben" zu finden. Mir geht es ums Ganze. Menschen verrecken im Mutterleib und in den Flüchtlingslagern und Slums dieser Welt und ihr Leben ist immer gleich viel wert.

 

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rorro
vor 2 Stunden schrieb Frank:

Das Ärzte schlichte Aufklärungsarbeit betreiben muss möglich sein.

 

Ist es auch (und Du zeigst stellvertretend, dass die Masche der linken Medienlandschaft immer wieder zieht).

 

Es ist nur für die verboten, die wirtschaftliches Eigeninteresse haben, bspw. wie in diesem Fall, da die Ärztin selber Abtreibungen durchführt.

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rorro

Nannyogg, es wäre trotzdem dem Thema angemessen, wenn Du Deine Erfahrung mit bestimmten Menschen nicht verabsolutierst.

 

A propos Indien: dort werden ja fast nur Mädchen abgetrieben. Eigentlich dürfte das ja FeministInnen hierzulande nicht stören...

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nannyogg57

@rorro

 

Man kann das Thema akademisch diskutieren, aber ich habe meine eigenen Erfahrungen und Irrwege hier eingebracht. Weil diese meine Ansicht prägen und nicht Statistiken.

 

Irgendwo gibt es sicher einen militanten Abtreibungsgegner, der auch die Marginalisierung aller Menschen in allen Slums dieser Welt ebenso vehement verurteilt.

 

Ich habe ihn nur noch nie getroffen.

 

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kam
vor 4 Stunden schrieb Frank:

Wenn ich das richtig mitbekommen habe (kann sein das ich nicht alles aufm Schirm hab) wurde eine Frauenärztin wegen diesem Werbeverbot verknackt, weil sie auf ihrer Internetpräsenz über Abtreibung aufgeklärt hat. Das Ärzte schlichte Aufklärungsarbeit betreiben muss möglich sein.

Natürlich, eine Werbung nach dem Motto: "Diese Woche zwei Abtreibungen zum Preis von einer" sollte schon allein aus ästhetischen Gründen verboten bleiben

Daß sie bloß "aufgeklärt" hätte, war die Schutzbehauptung. Kein Arzt darf über Behandlungen im Internet "aufklären". 

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theresa???
vor einer Stunde schrieb nannyogg57:

@rorro

 

Man kann das Thema akademisch diskutieren, aber ich habe meine eigenen Erfahrungen und Irrwege hier eingebracht. Weil diese meine Ansicht prägen und nicht Statistiken.

 

Irgendwo gibt es sicher einen militanten Abtreibungsgegner, der auch die Marginalisierung aller Menschen in allen Slums dieser Welt ebenso vehement verurteilt.

 

Ich habe ihn nur noch nie getroffen.

 

Ich habe sie getroffen. Zählt das?

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Suzanne62
Am 25.9.2018 um 07:10 schrieb Long John Silver:

Das dritte ist, dass es eine billige und beliebte Masche ist, Menschen in Abtreibungsgegner und Abtreibungsbefuerworter zu kategorisieren.

Und das geht komplett an der Realität. Abtreibungsbefürworter - also Menschen, die finden, Abtreibungen seien eine gute Sache, g ibt es schlicht nicht.

Gerade Feministinnen, also Frauen, die für Frauenrechte eintreten, sind sich sehr bewusst darüber, welche schweren physischen und psychischen Folgen dieser Eingriff für betroffene Frauen haben kann - ein unerwünschtes Kind auszutragen hat allerdings auch Folgen.

Aber genau darum geht es: Erstens, die Entscheidung bei demjenigen Menschen zu belassen, der in jedem Fall mit den Folgen leben muss. Zweitens, dass dafür niemand bestraft wird.

Drittens, dass Abtreibungen, wenn Frauen sich dazu entschließen, medizinisch fachgerecht durchgeführt werden. Die Zeiten von Stricknadeln und Drahtbügeln sind zum Glück vorbei - dass die wiederkommen, kann man sich gerade als Lebensschützer nicht ernsthaft wünschen.

 lösen

Es gibt  also keine Befürworter von Abtreibungen - wohl aber Menschen, die aus guten Gründen wünschen, dass der § 218 ersatzlos gestrichen wird.

Das Problem ungewollter Schwangerschaften ist nicht mit Mitteln des Strafrechts zu lösen.

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rorro
vor 6 Stunden schrieb theresa???:

Ich habe sie getroffen. Zählt das?

 

Ich auch. Und sicher viele andere auch. Schubladendenken ist nie richtig.

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rorro
vor 3 Stunden schrieb Suzanne62:

Abtreibungsbefürworter - also Menschen, die finden, Abtreibungen seien eine gute Sache, gibt es schlicht nicht.

 

Wieder so eine pauschalisierende Antwort über alle Menschen. Sehr schlicht.

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rorro

Übrigens hat mir noch niemand erklären können, warum eine Adoptionsfreigabe schlimmer ist  als eine Abtreibung. Gerade diejenigen, die sich sonst für die Schwächsten einsetzen, müssten das doch vehement propagieren.

 

Es sei denn, und so wird es ja auch behauptet, "das da" im Bauch sei kein Mensch. 

Edited by rorro

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