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mn1217

Politik für Alle

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Flo77
Gerade eben schrieb Frank:

Art. 2  - Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit

Art. 3 - Diskriminierungsverbot

Art. 4 - Religionsfreiheit

 

Das läuft eine Gesellschaft hinaus in der jeder nach seiner Facon selig werden kann. Und die Väter und Mütter des Grundgesetz werden sich etwas dabei gedacht haben als sie es so aufschrieben. Denn der Mehrwert besteht darin das diese Gesellschaftform dir deine Freiheit, die Dinge zu sehen wie du sie siehst, ermöglicht.

Alle diese Punkte haben nicht zwangsläufig eine "multikulturelle" Gesellschaft im Sinn.

 

Einfaches Beispiel: Wie begründest Du mit Blick auf die vorgenannten Artikel, daß eine zivilrechtlich gültige Ehe nur zwischen zwei Personen geschlossen werden kann.

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Spadafora
vor 2 Minuten schrieb Flo77:

Schau dich mal um in der Welt. Es gibt keine Gesellschaft mit Substanz, in der nicht ein einigendes Band vorhanden ist, das Lebensstil, Glauben und Werte vorschreibt.

 

Das, was in diesem Land abläuft ist keine Gesellschaft mehr sondern ein Witz. Ein sehr schlechter Witz allerdings.

aus deiner subjektiven Sicht aber das sagt nichts zur grundfrage warum soll eine Religion ein Staatswesen Prägen die nicht für die Mehrheit  ein Moralischer Maßstab ist

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Flo77
vor 2 Minuten schrieb Spadafora:

aus deiner subjektiven Sicht aber das sagt nichts zur grundfrage warum soll eine Religion ein Staatswesen Prägen die nicht für die Mehrheit  ein Moralischer Maßstab ist

Naja - z.B. weil es sonst der Islam tun wird.

 

Und da habe ich dann tatsächlich ein Problem mit.

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helmut
Gerade eben schrieb Flo77:

Naja - z.B. weil es sonst der Islam tun wird.

 

Und da habe ich dann tatsächlich ein Problem mit.

"Das, was in diesem Land abläuft ist keine Gesellschaft mehr sondern ein Witz. Ein sehr schlechter Witz allerdings. "  ist nur räsonieren?  was ist ernst zu nehmen?

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Spadafora
vor 2 Minuten schrieb Flo77:

Naja - z.B. weil es sonst der Islam tun wird.

 

Und da habe ich dann tatsächlich ein Problem mit.

Mach Dich doch nicht lächerlich  wenn der Islam wächst ändert wird das nicht geändert wenn der Staat sich plötzlich an religiöse Normen hält die die Mehrheit ablehnt
das scheint so eine fixe Idee von dir zu sein wie vor Jahren das Territorialprinzip
 

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helmut
vor 13 Minuten schrieb Flo77:

.... Einfaches Beispiel: Wie begründest Du mit Blick auf die vorgenannten Artikel, daß eine zivilrechtlich gültige Ehe nur zwischen zwei Personen geschlossen werden kann.

heidnisches traditionelles römisches eherecht. eherecht ist hauptsächlich materielles recht. mit wilder polygamie beiderlei geschlechts ist das nicht praktikabel.

über privatverträge läßt sich das aber gestalten.

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helmut
vor 25 Minuten schrieb Flo77:

Schau dich mal um in der Welt. Es gibt keine Gesellschaft mit Substanz, in der nicht ein einigendes Band vorhanden ist, das Lebensstil, Glauben und Werte vorschreibt....

die glaubenskriege in europa, asien arabien usw. verließen das einigende band. hat das substanz zerstört? nein, eher gefördert.

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helmut
vor 1 Stunde schrieb Marcellinus:

 

Hat sich da nicht deine Tastatur gesträubt? Wenn Kirchen irgendetwas nun gerade nicht sind, dann das! :D

die tastatur ist damit geboren.

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Frank
vor 34 Minuten schrieb Flo77:
vor 38 Minuten schrieb Spadafora:

aus deiner subjektiven Sicht aber das sagt nichts zur grundfrage warum soll eine Religion ein Staatswesen Prägen die nicht für die Mehrheit  ein Moralischer Maßstab ist

Naja - z.B. weil es sonst der Islam tun wird.

 

Und da habe ich dann tatsächlich ein Problem mit.

Mal davon abgesehen das ich die Furcht vor einer Islamisierung lächer... naja, für nicht sonderlich begründet halte, haben wir es doch selbst in der Hand. Nur erreichen wir das Ziel nicht in dem wie die Bibel über das Grundgesetz stellen.

"Kein heiliges Buch steht über dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland" nur so wird ein Schuh daraus.

Edited by Frank
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Flo77
Am 14.2.2020 um 14:04 schrieb Frank:

"Kein heiliges Buch steht über dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland" nur so wird ein Schuh daraus.

Der Spruch stammt von jemandem dessen Abstammungs- und Religionsgemeinschaft vor 7 Jahren die Grundrechte aller Jungen in diesem Land aufgrund ihres heiligen Buches mit der Androhung den öffentlichen Frieden zu kippen erfolgreich und massiv eingeschränkt hat. Entschuldige, daß ich ausgerechnet in diese Truppe in dieser Hinsicht überhaupt kein Vertrauen habe. Im übrigen verweise ich auf meine Postings zum Thema "Volksliberalismus".

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Flo77
Am 14.2.2020 um 14:04 schrieb Frank:

Mal davon abgesehen das ich die Furcht vor einer Islamisierung lächer... naja, für nicht sonderlich begründet halte, haben wir es doch selbst in der Hand. Nur erreichen wir das Ziel nicht in dem wie die Bibel über das Grundgesetz stellen.

Wir haben es eben nicht mehr in der Hand. Marcellinus jammert hier schon seit längerem rum, daß es die Welt wie er sie kannte nicht mehr gäbe. Was ich für fatal halte - und da sind die rot-grünen Genossen Treiber par excellence - ist der fehlende Kitt der Gesellschaft. Es geht mir nicht darum, daß die Bibel über dem GG steht. Das würde zu meinem Leben und zu meinen Veranlagungen auch nicht passen.

 

Aber das, was früher mal als bürgerlicher Konsens die Gesellschaft über das GG hinaus zusammenhielt, wurde jahrzehntelang sträflich vernachlässigt. Und dieses Vakuum wird sich füllen. Aktuell mit links-grüner Klima- und Antifa-Hysterie, wenn die Gesellschaft sich entsprechend umgebaut hat (was auf rein natürlichem Wege dank der Einwanderungspolitik unserer Kanzlerdarstellerin passieren wird und vom weltweiten Wachstum des Islam unterstützt werden wird) werden es andere Werte sein.

 

Nun kann man sich - wie Du als Kinderloser - darauf zurückziehen, daß dich ja alles nicht mehr betrifft, weil Du glaubst es nicht mehr zu erleben. Ich kann das nicht. Und ich will das auch nicht.

Edited by Flo77

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mn1217

Die Gesellschaft ändert sich seit soziale Lebewesen existieren. Das ist überlebenswichtig.

Die Welt und die Gesellschaft wird auch anders als heute sein, wenn deine Kinder erwachsen sind.

 

Religionen\ religiöse Gemeinschaften können einen Kitt bilden, aber nicht wenn nur eine bevorzugt behandelt wird. Das gibt Neid und Missgunst.

 

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Flo77
vor 1 Minute schrieb mn1217:

Religionen\ religiöse Gemeinschaften können einen Kitt bilden, aber nicht wenn nur eine bevorzugt behandelt wird. Das gibt Neid und Missgunst.

Komisch, daß das über Jahrhunderte funktioniert hat.

 

Ich kenne keine einzige nennenswerte Kultur, die nicht nach diesem Prinzip vorgegangen wäre.

 

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mn1217
vor 4 Minuten schrieb Flo77:

Komisch, daß das über Jahrhunderte funktioniert hat.

 

Ich kenne keine einzige nennenswerte Kultur, die nicht nach diesem Prinzip vorgegangen wäre.

 

 Hat es funktioniert? Ich habe da so meine Zweifel. Da hat auch Vieles nicht so gut funktioniert und im Namen von Religion würden sogar Verbrechen begangen.

 

Und die römische oder griechische Kultur haben ,denke ich,nicht auf dem Prinzip der Religion funktioniert.

 

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Flo77
vor 12 Minuten schrieb mn1217:

 Und die römische oder griechische Kultur haben ,denke ich,nicht auf dem Prinzip der Religion funktioniert.

Manchmal komme ich mir wirklich verarscht vor.

 

Gerade das römische Reich basierte vorallem auf dem öffentlichen Kult und den mos maiorum. Erst als mit dem Aufstieg des Christentums beides zum Teufel ging, zerbrach auch das Reich.

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MartinO
vor 54 Minuten schrieb Flo77:

Wir haben es eben nicht mehr in der Hand. Marcellinus jammert hier schon seit längerem rum, daß es die Welt wie er sie kannte nicht mehr gäbe. Was ich für fatal halte - und da sind die rot-grünen Genossen Treiber par excellence - ist der fehlende Kitt der Gesellschaft. Es geht mir nicht darum, daß die Bibel über dem GG steht. Das würde zu meinem Leben und zu meinen Veranlagungen auch nicht passen.

 

Aber das, was früher mal als bürgerlicher Konsens die Gesellschaft über das GG hinaus zusammenhielt, wurde jahrzehntelang sträflich vernachlässigt. Und dieses Vakuum wird sich füllen. Aktuell mit links-grüner Klima- und Antifa-Hysterie, wenn die Gesellschaft sich entsprechend umgebaut hat (was auf rein natürlichem Wege dank der Einwanderungspolitik unserer Kanzlerdarstellerin passieren wird und vom weltweiten Wachstum des Islam unterstützt werden wird) werden es andere Werte sein.

 

Nun kann man sich - wie Du als Kinderloser - darauf zurückziehen, daß dich ja alles nicht mehr betrifft, weil Du glaubst es nicht mehr zu erleben. Ich kann das nicht. Und ich will das auch nicht.

Man kann nicht ohne weiteres voraussagen, was in 50 Jahren passieren wird. Das war allerdings auch selten anders. 1970 hätte auch noch niemand gedacht, dass der Kommunismus heute kein Thema sein würde, dagegen der politische Islam sehr wohl. 1920 hätte kaum jemand gedacht, dass Deutschland und Frankreich jemals international zusammen agieren würden.

Auch die Tendenzen unter Moslems können sich ändern. Noch liegt es auch in der Hand Deutschlands, eine islamische oder islamistische Bevölkerungsmehrheit nicht ohne weiteres kommen zu lassen - etwa durch Verschärfung der Einbürgerungsvoraussetzungen oder konsequente Verfolgung von Straftätern.

 

Vor einem Verlust des Wertekonsens habe ich mehr Angst als vor einer Islamisierung - denn es gibt keinen objektiven Grund, warum es ein Lebensrecht jedes Menschen geben soll, warum ein Mensch irgendeine Verantwortung für die Gesellschaft haben soll usw.

Eine Lösung fällt mir hier nicht ein: Der Konsens besteht auch innerhalb der deutschen Gesellschaft nicht. Tatsächlich wäre er nur herzustellen gewesen, wenn man von vornherein die Bibel und die Lehre der Kirche über Verfassung und Grundrechte gestellt hätte.

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Marcellinus
vor 6 Minuten schrieb Flo77:

Manchmal komme ich mir wirklich verarscht vor.

 

Gerade das römische Reich basierte vorallem auf dem öffentlichen Kult und den mos maiorum. Erst als mit dem Aufstieg des Christentums beides zum Teufel ging, zerbrach auch das Reich.

 

Das Problem ist mal wieder, daß ein Begriff noch nicht garantiert, daß er auch von allen in der gleichen Weise begriffen wird. 

 

Das Römische Reich beruhte auf der Anerkennung der Vorherrschaft Roms, erst des römischen Senats, dann des Kaisers, der Selbstverwaltung der örtlichen Kommunen und dem Respekt vor lokalen Traditionen.

 

Dazu gehörte auch, daß der römische Staatskult überall ebenso galt wie die lokalen Kulte, wie überhaupt die gesamte antike Welt nur deshalb miteinander kooperieren konnte, weil man die Götter der jeweils anderen Kultur als vergleichbar mit den eigenen akzeptierte. Für diese Entsprechungen gab es sogar Listen. Nur deshalb konnte man miteinander Verträge schließen, und bei den eigenen Göttern beschwören, weil die auch vom Gegner anerkannt wurden. 

 

Das System geriet zum ersten Mal außer Balance mit dem Monotheismus der Juden. Das Konzept eines exklusiven Gottes und die Ablehnung aller anderen war mit der antiken Welt einfach nicht kompatibel, auch wenn sich nach der Zerstörung des Tempels im Römischen Reich ein Modus vivendi fand, den erst die Christen aufkündigten, und alle anderen Kulte vernichteten.

 

Für die heidnische Welt war das unvorstellbar gewesen. Auch sie hatten gelegentlich andere Kulte bekämpft, so die keltischen Druiden, und waren dabei auch nicht zimperlich gewesen, aber es waren eben immer nur einzelne, wenige. Die Christen aber machten sich daran, unterschiedslos alle anderen Kulte auszurotten, mit Ausnahme des Judentums, das sich dafür von da ab an besonderer christlicher „Aufmerksamkeit“ erfreute.

 

Frieden schließen konnte man von da an nur noch unter Christen, was der Welt in der Folge eine gewissen Unfriedlichkeit bescherte. Die Moslems übernahmen dann diese schlechte Gewohnheit, so daß seitdem die Idee in der Welt ist, es dürfe nur eine herrschende Weltanschauung geben. 

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MartinO
vor 3 Minuten schrieb Marcellinus:

 

Das Problem ist mal wieder, daß ein Begriff noch nicht garantiert, daß er auch von allen in der gleichen Weise begriffen wird. 

 

Das Römische Reich beruhte auf der Anerkennung der Vorherrschaft Roms, erst des römischen Senats, dann des Kaisers, der Selbstverwaltung der örtlichen Kommunen und dem Respekt vor lokalen Traditionen.

 

Dazu gehörte auch, daß der römische Staatskult überall ebenso galt wie die lokalen Kulte, wie überhaupt die gesamte antike Welt nur deshalb miteinander kooperieren konnte, weil man die Götter der jeweils anderen Kultur als vergleichbar mit den eigenen akzeptierte. Für diese Entsprechungen gab es sogar Listen. Nur deshalb konnte man miteinander Verträge schließen, und bei den eigenen Göttern beschwören, weil die auch vom Gegner anerkannt wurden. 

 

Das System geriet zum ersten Mal außer Balance mit dem Monotheismus der Juden. Das Konzept eines exklusiven Gottes und die Ablehnung aller anderen war mit der antiken Welt einfach nicht kompatibel, auch wenn sich nach der Zerstörung des Tempels im Römischen Reich ein Modus vivendi fand, den erst die Christen aufkündigten, und alle anderen Kulte vernichteten.

 

Für die heidnische Welt war das unvorstellbar gewesen. Auch sie hatten gelegentlich andere Kulte bekämpft, so die keltischen Druiden, und waren dabei auch nicht zimperlich gewesen, aber es waren eben immer nur einzelne, wenige. Die Christen aber machten sich daran, unterschiedslos alle anderen Kulte auszurotten, mit Ausnahme des Judentums, das sich dafür von da ab an besonderer christlicher „Aufmerksamkeit“ erfreute.

 

Frieden schließen konnte man von da an nur noch unter Christen, was der Welt in der Folge eine gewissen Unfriedlichkeit bescherte. Die Moslems übernahmen dann diese schlechte Gewohnheit, so daß seitdem die Idee in der Welt ist, es dürfe nur eine herrschende Weltanschauung geben. 

Das ist eine allzu unkritische Sicht der heidnisch-römischen Antike.

 

Die Römer sahen zwar fremde Götter als mit den ihren vergleichbar an, glaubten aber an ihre eigene Bestimmung, die Welt zu beherrschen. Verträge von gleich zu gleich schlossen sie ebenso wenig wie die Konquistadoren mit den Ureinwohnern Amerikas. "Pax Romana" bedeutete, dass sich die Barbaren Rom zu unterwerfen hatten. Karthago wurde wohl deshalb komplett zerstört, weil es der letzte gleichwertige Gegner des Römischen Reiches war.

 

Verträge unter gleichen gab es unter den griechischen Stadtstaaten - die die gleichen Götter verehrten und die gleichen Heiligtümer besuchten, niemals aber mit "Barbaren". 

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Thofrock
vor einer Stunde schrieb Flo77:

Aber das, was früher mal als bürgerlicher Konsens die Gesellschaft über das GG hinaus zusammenhielt, wurde jahrzehntelang sträflich vernachlässigt. Und dieses Vakuum wird sich füllen. Aktuell mit links-grüner Klima- und Antifa-Hysterie, wenn die Gesellschaft sich entsprechend umgebaut hat (was auf rein natürlichem Wege dank der Einwanderungspolitik unserer Kanzlerdarstellerin passieren wird und vom weltweiten Wachstum des Islam unterstützt werden wird) werden es andere Werte sein.

 

Nun kann man sich - wie Du als Kinderloser - darauf zurückziehen, daß dich ja alles nicht mehr betrifft, weil Du glaubst es nicht mehr zu erleben. Ich kann das nicht. Und ich will das auch nicht.

Wenn du keine Klimapolitik magst, kann dich die nächste Generation so sehr ja auch nicht interessieren. 

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Marcellinus
vor 2 Minuten schrieb MartinO:

Das ist eine allzu unkritische Sicht der heidnisch-römischen Antike.

 

Die Römer sahen zwar fremde Götter als mit den ihren vergleichbar an, glaubten aber an ihre eigene Bestimmung, die Welt zu beherrschen. Verträge von gleich zu gleich schlossen sie ebenso wenig wie die Konquistadoren mit den Ureinwohnern Amerikas. "Pax Romana" bedeutete, dass sich die Barbaren Rom zu unterwerfen hatten. Karthago wurde wohl deshalb komplett zerstört, weil es der letzte gleichwertige Gegner des Römischen Reiches war.

 

Verträge unter gleichen gab es unter den griechischen Stadtstaaten - die die gleichen Götter verehrten und die gleichen Heiligtümer besuchten, niemals aber mit "Barbaren". 

 

Ich denke nicht, daß das eine zu unkritische Sicht ist, nur vielleicht nicht das ganze Bild, aber es war ja auch nur ein Post, nicht ein ganzes Buch (oder besser: eine ganze Bibliothek). ;)

 

Die heidnische Antike war nicht besonders friedfertig, und das Römische Reich war von seiner eigenen Sendung zutiefst überzeugt. Aber der Krieg mit Karthago war kein Religionskrieg, sondern schlicht einer um Macht. So unerbittlich, wie er geführt wurde, hatte vor allem mit der Schlacht von Cannae zu tun. Hannibal hatte einen wesentlichen Teil der wehrfähigen Männer Roms erschlagen. Danach ging es nicht mehr um einen Krieg, den man gewinnen oder verlieren konnte, sondern für beide Seiten um die Existenz: Sieg oder Tod und Sklaverei. Karthago hat verloren.

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MartinO
vor 2 Minuten schrieb Marcellinus:

 

Ich denke nicht, daß das eine zu unkritische Sicht ist, nur vielleicht nicht das ganze Bild, aber es war ja auch nur ein Post, nicht ein ganzes Buch (oder besser: eine ganze Bibliothek). ;)

 

Die heidnische Antike war nicht besonders friedfertig, und das Römische Reich war von seiner eigenen Sendung zutiefst überzeugt. 

Und diese Sendung, über alle Völker zu herrschen, kam nach Überzeugung der Römer eben von den Göttern - und damit war aus religiösen Gründen ein Friedensschluss von gleich zu gleich mit anderen Völkern ausgeschlossen.

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Thofrock
Am 14.2.2020 um 12:58 schrieb rince:

Der Vorsitzende der Werteunion ist wegen massiver Drohungen von allen Ämtern zurück- und auch aud der Union ausgetreten.

 

Irgendwie bin ich sicher, diese Drohungen kommen nicht aus dem rechten politischen Lager...

Ist inzwischen denn bekannt was für ein "massiver Drohungen" das waren? So genau wusste der Typ das offensichtlich gar nicht. Ich glaube ja, der war nur sauer, dass Friedrich Merz die Abgeordneten der AfD tags zuvor als Gesindel bezeichnet hat. Deshalb auch der Austritt aus der Union, der sonst gar keinen Sinn gemacht hätte. 

 

Der tritt bestimmt demnächst in die AfD ein. 

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Marcellinus
vor 3 Minuten schrieb MartinO:

Und diese Sendung, über alle Völker zu herrschen, kam nach Überzeugung der Römer eben von den Göttern - und damit war aus religiösen Gründen ein Friedensschluss von gleich zu gleich mit anderen Völkern ausgeschlossen.

 

Entschuldige, aber das entspricht einfach nicht den Tatsachen. Es siegte der Stärkere, wie zu allen Zeiten, und das war keineswegs immer Rom, schon gar nicht gegen Ende, und es ging nicht um Götter. Die heiligen Bäume der Germanen haben erst die Christen umgelegt.

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MartinO
vor 1 Minute schrieb Marcellinus:

 

Entschuldige, aber das entspricht einfach nicht den Tatsachen. Es siegte der Stärkere, wie zu allen Zeiten, und das war keineswegs immer Rom, schon gar nicht gegen Ende, und es ging nicht um Götter. Die heiligen Bäume der Germanen haben erst die Christen umgelegt.

Und in der Aeneis steht auch nichts davon, dass Jupiter Rom die Anweisung gab, die Völker zu beherrschen ;) 

 

Ja, die Römer fällten keine heiligen Bäume, aber sie begründeten ihren Herrschaftsanspruch sehr wohl religiös.

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