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Alfons

Gemeindeleben in Corona-Zeiten

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OneAndOnlySon
vor 3 Minuten schrieb Moriz:

Wer das Triduum vorm Fernseher erleben will, der schaut sich die Übertragungen aus dem Vatikan an. Auf irgendeinem der vielen Kanäle wird da schon was kommen. Sowohl liturgisch als auch (dank RAI) technisch perfekt.

Die Leute, die jetzt doch nicht zur Kirche gehen können, das sind überwiegend wohl in der Tat die, die sich bislang für solche Techniken eher wenig interessiert haben und nicht jeder hat fähige Enkel greifbar. Da bringt dann auch das Gepfriemel vom OMi nicht viel.

Osternacht am Gasgrill findest du liturgisch perfekt??? Sorry, aber da liturgisch kann mit dem Laientheater im Petersdom jede kleine Dorfpfarrei mithalten. Von der Kirchenmusik ganz zu schweigen...

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Suzanne62
Am 13.3.2020 um 23:26 schrieb Mariachi:

Muss ja nicht (nur) auf online Angebote beschränkt sein. Gibt doch überall kleine Lokalsender in den Städten und die Regionalen Sender der öffentlich-rechtlichen.

Das wäre eine bereits vorhandene Infrastruktur, die auch von nicht so netzaffinen (Alters-)Gruppen genutzt werden kann  bzw ja  schon gerne genutzt wird.

 

Da braucht man nicht mal nach kleinen Lokalsendern zu suchen - auch ARD und ZDF sowie die großen und bekannten Radiosender übertragen an jedem Sonn- und Feiertag Gottesdienste. Ein Angebot das ich (die ich auch nicht sonderlich "netzaffin" bin) oft und gerne nutze, wenn ich krank bin......und eben auch jetzt nutzen werde, da auch bei uns bis Karfreitag sämtliche Gottesdienste gestrichen sind.

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Suzanne62
Am 11.3.2020 um 20:04 schrieb Alfons:

Und was kann man stattdessen tun, um das Leben in der Pfarrgemeinde zu gestalten?

Das ist eine spannende Frage....

"Offizielles" Gemeindeleben findet inzwischen bei uns nicht mehr statt - alle Gottesdienste sowie alle anderen Gemeindeveranstaltungen sind bis Karfreitag abgesagt. Dafür laufen im Pastoralbüro (das dankenswerterweise noch arbeitet) die Telefone heiß, weil so viele Leute Hilfe anbieten für diejenigen, die ihre Wohnungen nicht mehr verlassen können oder weil sie die Möglichkeit haben, Eltern, die durch die Schul- und Kitaschließung "kalt erwischt" wurden, bei der Lösung ihres Betreuungsproblems zu unterstützen.

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Flo77

Das Erzbistum Köln hat ebenfalls alle Gottesdienste bis Karfreitag ausgesetzt.

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gouvernante

Habe gerade unserer evangelischen Nachbargemeinde beim Streamen eines Kinder-Mitmach-Gottesdienstes geholfen.

Ich hoffe, dass wir die nächsten Tage wenigstens ein LAN-Kabel in unsere Kirche bekommen, dass wir auch unsere Eucharistiefeiern streamen können. Die nicht-eucharistischen Gottesdienste (Kreuzwegandachten, Rosenkranz etc. ) werde ich von zu Hause aus als Videokonferenz anlegen, da sind die technischen Voraussetzungen besser.

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mn1217

Der meines Wissens aktuelle Stand im Bistum Trier ist: Keine Gottesdienste bis Ende März. Hochzeiten und Beerdigungen nur im kleinen häuslichen Kreis.

Firmungen und Erstkommunion wurden bis inklusive Mai ausgesetzt,damit die Leute noch stornieren können.

Natürlich Riesenaufregung bei Facebook...

Es ist doch ohnehin sinnvoll, Familienfeier, an denen ja auch Aeltere teilnehmen,abzusagen.

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Flo77
vor 28 Minuten schrieb mn1217:

Es ist doch ohnehin sinnvoll, Familienfeier, an denen ja auch Aeltere teilnehmen,abzusagen.

Man kann alles übertreiben. Wirklich alles.

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mn1217

Hauptsache,über mich motzen.

Österreich verbietet Veranstaltungen mit über 10 Teilnehmern.

Das dürfte eine Erstkommunionsfeier locker schaffen. Da schafft der Gottesdienst auch  die 1000 Leute Grenze wenn die Kirche gross genug ist.

Und alle Grosseltern sind meistens eingeladen,oft auch Grossstanten,  - Onkel und so weiter.

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Frank
vor 1 Stunde schrieb Flo77:
vor 2 Stunden schrieb mn1217:

Es ist doch ohnehin sinnvoll, Familienfeier, an denen ja auch Aeltere teilnehmen,abzusagen.

Man kann alles übertreiben. Wirklich alles. 

Nein, das was mn schildert ist eben nicht übertrieben. Wir haben auf der einen Seite (4 von 5) die Fälle die keine bis leichte Symptome zeigen. Aber auch die asymptomatischen sind ansteckend. Wir haben auf der anderen Seite die Situation das ältere (das RKI zieht die Grenze beim 67. LJ) ein besonders hohes Risiko haben zu dem einen zu gehören der einen schweren bis tödlichen Krankheitsverlauf erleidet. Erstkommunionfeiern - also Feste wo die ganze Familie zusammen kommt, auch die hochgefährdeten - einzuschränken macht, vor dem Hintergrund, um die hoch gefährdeten zu schützen.

Aber das alleine ist nicht das entscheidende. Wir werden die Ausbreitung von SARS-CoV 2 nicht aufhalten können, und letztlich ist es egal ob "Omma Hilde" an Altersschwäche oder am Virus eingeht. Ich hab nicht genügend Zynismus das so hinzunehmen, aber ein Teil der Wahrheit ist es. Wenn das aber zur Wahrheit gehört, dann muss es darum gehen die Ausbreitung so zu verlangsamen das unser Gesundheitssystem die Flut an schwer kranken stemmen kann. "flatenthekurve" ist der dazugehörige Häshtääg im Netz. Es geht darum die Kurve so zu strecken und so abzuflachen das sie unsere Kapazitäten nicht zum kollabieren bringt.
Bei allem Respekt vor Traditionen und Bräuchen ist es vor diesem Hintergrund an Feierlichkeiten festzuhalten, bei denen wir insbesondere in Person der Kinder Keimschleudern, denen man nicht anmerkt das sie Keimschleuder sind (Stichwort: asymptomatischer Verlauf) mit hoch gefährdeten zusammenzubringen, ist organisierte Verantwortungslosigkeit!

 

Bis hier hin taugt dieser Post mehr für den Corona-Thread als hierhin. Mit Blick auf das Gemeindeleben muss die Frage lauten: Wo sind Kompromisslösungen welche Pastoral und "flatenthekurve" zusammenbringen? Verschieben, bis hinter die Grippewelle wäre eine Massnahme. Das hätte den Vorteil das wenn Erstkommunion zu einem "Corona-Pik", lokal, führen würde, würde dieser Pik nicht in ein ohne hin schon belastete Gesundheitssystem stösst. Denkbar wäre auch die Erstkommunionfeiern zeitlich zu strecken. Jede Familie an einen anderen Termin oder jede Schulklasse an einem eigenem Termin.  Die Erstkommunion und Firmung dieses Jahr auszusetzen und nächstes Jahr mit dem dann neuen Jahrgang zusammenzulegen wäre sicherlich der effektivste Beitrag zu flatenthekurve

Edited by Frank

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Moriz

Man könnte die Kinder nach der langen Vorbereitung auch einfach ohne große Feierlichkeit zum ersten mal zur Kommunionbank gehen lassen. Und das große Fest später nachholen. Zumindest in 'katholischen Kreisen', in denen es manchmal auch Brauch ist, das Kind in der Osternacht vor dem Weißen Sonntag zum ersten mal den Leib Christi empfangen zu lassen.

Da in der Praxis für viele die Erstkommunion auch die Letztkommunion ist, ist das aber vielleicht nicht wirklich praktikabel.

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Frank
vor 8 Minuten schrieb Moriz:

Man könnte die Kinder nach der langen Vorbereitung auch einfach ohne große Feierlichkeit zum ersten mal zur Kommunionbank gehen lassen. Und das große Fest später nachholen. Zumindest in 'katholischen Kreisen', in denen es manchmal auch Brauch ist, das Kind in der Osternacht vor dem Weißen Sonntag zum ersten mal den Leib Christi empfangen zu lassen.

Da in der Praxis für viele die Erstkommunion auch die Letztkommunion ist, ist das aber vielleicht nicht wirklich praktikabel.

Vor dem Hintergrund von flatenthekurve wäre das die Massnahme schlechthin. Und zwar genau aus dem Grund. 6 von 10 Erstkommunikanten werden zu Hause bleiben, wenn das grosse Fest nachgeholt wird. Die anderen vier, denen die Veranstaltung ein religiöses Anliegen ist, werden die Kurve schon nicht zum Pik werden lassen.

Edited by Frank

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Alfons

Ein katholischer Pfarrer aus dem Ruhrgebiet hat mit einer ungewöhnlichen Aktion auf das Gottesdienstverbot wegen der Corona-Epidemie reagiert. Christoph Wichmann von der Pfarrei St. Pankratius in Oberhausen rief auf der Website der Gemeinde dazu auf, abends um 19 Uhr eine Kerze anzuzünden, auf die Fensterbank zu stellen und dann das Vaterunser zu beten. Wichmann: "Durch das Gottesdienstverbot ist unser Gemeinschaftsleben völlig zerbrochen. Wir wollen ein neues Gemeinschaftserlebnis schaffen. Die Botschaft ist: In alle Zweifel hinein stehen wir als Christen zusammen."

Ulkigerweise mache ich das schon seit Tagen (und in der Weihnachtszeit ohnehin). Also natürlich ohne Vaterunser. Ich muss nur aufpassen, dass die Gardine nicht Feuer fängt.

 

 

Edited by Alfons

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Marcellinus

Ich würde zu elektrischen Kerzen raten. Alles andere setzt doch wohl übergroßes Gottvertrauen voraus. ;)

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Frank
vor 2 Stunden schrieb Marcellinus:

Ich würde zu elektrischen Kerzen raten. Alles andere setzt doch wohl übergroßes Gottvertrauen voraus. ;)

Oder gesunden Menschenverstand.

Ja, man kann brennende Kerzen so aufstellen da sie kein Fall für den Hl. Florian und seine Jünger werden. Die echte Brennende Kerze unter Aufsicht aufstellen mag hierfür der Sicherste Weg sein, aber mit Glaswindlicht Sand und einem sicheren Standort geht das auch unbeobachtet und dennoch verantwortbar.

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Mistah Kurtz
vor 7 Minuten schrieb Marcellinus:

 

Wobei bei den über 80jährigen oft auch jede andere Belastung zum Ableben gereicht hätte. 

 

Klar. Das gilt auch für jüngere. Selbst ein 20-jähriger kann durch die rechte Belastung zum Ableben gezwungen werden. Da reicht ein Auto, das unerwartet schnell um die Kurve fuhr. Ohne das Auto hätte der junge Mann mit etwas Glück noch etliche Jahre weiter leben können. Und ohne Corona könnte auch ein 80-jähriger mit etwas Glück noch einige Jahre leben. Es ist eben immer etwas, das, wenn es das Schicksal, der liebe Gott, der böse Nachbar oder schlicht Pech es so will, den Lebensfaden verkürzen kann. Aber nur weil etwas passieren kann, muss man es auch nicht unbedingt provozieren. Und in Zeiten von Corona einen netten Begegnungsabend von Jung und Alt in, na, sagen wir mal in Mailand zu veranstalten, würde ich anstandslos unter "das Schicksal unnötig provozieren" verbuchen. 

Edited by Mistah Kurtz

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Marcellinus

Du hast mich mißverstanden. Mit zunehmendem Alter sinkt einfach die Widerstandsfähigkeit gegenüber körperlichen Belastungen. Ich spreche da aus Erfahrung. Was ein junger Körper so wegsteckt, bringt Opi mit höherer Wahrscheinlichkeit um. Is einfach so, und nicht auf Corona beschränkt.

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nannyogg57
Am 14.3.2020 um 18:19 schrieb OneAndOnlySon:

Osternacht am Gasgrill findest du liturgisch perfekt??? Sorry, aber da liturgisch kann mit dem Laientheater im Petersdom jede kleine Dorfpfarrei mithalten. Von der Kirchenmusik ganz zu schweigen...

Das Osterfeuer ist etwas, dass die Germanen in die Liturgie der Osternacht eingetragen haben. Bei uns ist das ein Must-Have, in Italien sieht man das wohl entspannter.

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Mariachi

Mein Onkel ist letzte Nacht unerwartet verstorben.

So richtig weiss grad keiner wie ein passender Kompromiss aus würdevoller Bestattung und Infektionsschutz aussehen soll.

Für meine Tante tut's mir halt leid.

Ich bin nicht gläubig, ich ziehe keinen  Trost aus Gebeten, Gottesdiensten oder sonstigen Traditionen. Sie, wie der Rest meiner Familie, aber schon.

Und da gehört halt der ganz Grosse Aufriss mit mehreren Gottesdiensten,Rosenkranz, Aussegnung, Requiem, kranzniederlegenden Vereinen, Kremesse, zig Leuten und was weiss ich einfach dazu.

 

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Chrysologus

Bestattung im kleinsten Kreis - ist im Moment wohl besser, wenn man sich nicht bald in ähnlicher Runde wieder sehen will. Mein Beileid! 

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Mistah Kurtz
vor einer Stunde schrieb Mariachi:

Mein Onkel ist letzte Nacht unerwartet verstorben.

So richtig weiss grad keiner wie ein passender Kompromiss aus würdevoller Bestattung und Infektionsschutz aussehen soll.

Für meine Tante tut's mir halt leid.

Ich bin nicht gläubig, ich ziehe keinen  Trost aus Gebeten, Gottesdiensten oder sonstigen Traditionen. Sie, wie der Rest meiner Familie, aber schon.

Und da gehört halt der ganz Grosse Aufriss mit mehreren Gottesdiensten,Rosenkranz, Aussegnung, Requiem, kranzniederlegenden Vereinen, Kremesse, zig Leuten und was weiss ich einfach dazu.

 

Mein Beileid!

Jetzt kleines Begräbnis, und später, wenn die Sache - Corona - halbwegs ausgestanden ist, eine Trauer- und Gedenkfeier in größerem Rahmen, das wäre vielleicht auch eine Alternative.

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gouvernante
vor 1 Stunde schrieb Mariachi:

Und da gehört halt der ganz Grosse Aufriss mit mehreren Gottesdiensten,Rosenkranz, Aussegnung, Requiem, kranzniederlegenden Vereinen, Kremesse, zig Leuten und was weiss ich einfach dazu.

Bestattung im kleinsten Kreis. Rosenkranz vielleicht über Videokonferenzsoftware (geht, habe ich gestern mit Hinterbliebenen gemacht, die einen polnischen Familienteil hatten, der untröstlich war, nicht ins Trauerhaus zu dürfen). Und einer große Trauerfeier/Gedenkgottesdienst, wenn alles vorbei ist.

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Shubashi
vor 8 Stunden schrieb Mariachi:

Mein Onkel ist letzte Nacht unerwartet verstorben.

So richtig weiss grad keiner wie ein passender Kompromiss aus würdevoller Bestattung und Infektionsschutz aussehen soll.

Für meine Tante tut's mir halt leid.

Ich bin nicht gläubig, ich ziehe keinen  Trost aus Gebeten, Gottesdiensten oder sonstigen Traditionen. Sie, wie der Rest meiner Familie, aber schon.

Und da gehört halt der ganz Grosse Aufriss mit mehreren Gottesdiensten,Rosenkranz, Aussegnung, Requiem, kranzniederlegenden Vereinen, Kremesse, zig Leuten und was weiss ich einfach dazu.

 

 

Ebenfalls mein Beileid.

Ich hoffe, Ihr könnt in einer Weise Abschied nehmen, die für alle Trost und einen guten Weg durch diese Tage bringt.

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