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Gemeindeleben in Corona-Zeiten


Alfons

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vor 2 Minuten schrieb Lothar1962:

Wir hatten heute unseren ersten Gottesdienst im Online-Konferenzsystem "Zoom".

 

Wir machen das seit dem Beginn der Einschränkungen so. Alle Gottesdienste, die breite aktive Beteiligung haben (Lektor*innen, Kantor*innen, Musiker*innen) gehen über Zoom, das täglich meditative Abendgebet, das mehr zum Zuhören und für sich mitsingen gedacht ist, streame ich nach twitch.

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vor 9 Stunden schrieb Marcellinus:

 

 

Sie geht EUCH alle an. Ostern ist für mich und die meinen die Vormittagssonne über frischem, grünen Gras, bunte Blumen und Kinderlachen auf der Suche nach keinen eiförmigen Leckereien. Es ist die alte Freude über das Ende der kalten Jahreszeit und das Wiedererwachen der Natur. Und die Hasen nicht zu vergessen (die eigentlich meistens Kaninchen sind). Die Kinder fehlen mir dieses Jahr, aber ich weiß, daß sie in ihrer Familie genauso feiern, wie wir es immer getan haben, und daß auch wieder hellere Tage kommen. In diesem Sinne: allen ein frohes Osterfest, viele bunte Eier und Gesundheit. :)

Ich wollte dich nicht vereinnahmen.

 

Aber vermutlich sind wir den Nachbarn dieses Jahr ostermäßig mehr auf den Sack gegangen als sonst.

Normal ist, dass die Familie so um 7.00 in der Früh von der Osternacht heimkommt und so gefühlt zwei Stunden lang das Halleluja von Händel per Repeat-Schalter laufen lässt, bis selbst dem Frömmsten der Ohrenschmalz aus den Ohren tropft. Aber das Osterwetter in den vergangenen Jahren bewahrte die Nachbarn vor einem Progrom gegen uns, da es kalt war und die Fenster und Türen geschlossen.

Nun hat der Kardinal die Osternacht dieses Jahr um 21.00 gefeiert, was bei uns erheblich andere Zeitstrukturen erforderte: Um die beiden Veranstaltungen im Wohnzimmer (Stream) und Shisha-Osterfeuer irgendwie zu verbinden, haben wir die Terrassentür nicht vollkommen geschlossen. Anschließend noch Sitzen am Osterfeuer, bis der Holzvorrat zu Ende war, angemessener Alkoholmissbrauch inklusive. Das Halleluja nur einmal, so gegen 23.00.

Das Frühstück dann etwas später, 9.00, jetzt mit der bewährten Repeat-Methode, danach ein Novum: Mein Mann hat eine Playlist einschlägiger Osterlieder erstellt, angereichert mit Hits aus Taize, ein paar schwer erträglichen Schmalzliedern von "Singt Jesus" und den wirklich guten Songs aus den NGL (neuen geistlichen Liedern), hier die Evergreens der letzten 30 Jahre. Die lief dann durch und, dank offener Türen und Fenster, konnte jeder und jede daran teilhaben. Das alles zur Kompensation, da man ja selbige Lieder nicht im Rahmen von Gottesdiensten abarbeiten konnte. Dafür jetzt halt in der Dauerschleife zu Hause.

Derweil habe ich in der Küche das traditionelle Abendessen zubereitet, das dann um 18.00 an die Externen (Oma, zwei erwachsene Söhne) geliefert wurde, bevor wir gegessen haben.

Und der Horror geht in die nächste Generation: Denn auch die externen Söhne neigen dazu, an Ostern das Halleluja von Händel exzessiv zu hören. Mit diversen Videos per Whatsapp werden diese Momente dann geteilt.

 

Aber die Hoffnung, die man an Ostern feiert, ist tatsächlich: Aus Kälte wird Wärme, aus Tod wird Leben, aus Dunkel wird Licht.

 

bearbeitet von nannyogg57
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vor 16 Minuten schrieb nannyogg57:

Aber die Hoffnung, die man an Ostern feiert, ist tatsächlich: Aus Kälte wird Wärme, aus Tod wird Leben, aus Dunkel wird Licht.

 

Es ist schließlich im Kern ein Frühlingsfest. :)

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Ich hatte gerade im Whatsapp-Chat wieder eine wunderbare, wie Menschen Ostern gefeiert haben.

Das ist Ostern 2020: Wir müssen es aus eigener Kraft feiern.

Und siehe da: Es gelingt.

 

Und noch was: Heute auf dem Weg nach Hause hatten Menschen auf die Straße geschrieben, mitten in unserem Dorf, mit Kreide: Der Herr ist auferstanden.

 

Mitten in einem bayrischen Dorf nehmen die Menschen die Verkündigung selbst in die Hand.

 

Ich hab´s photographiert.

bearbeitet von nannyogg57
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Gestern Abend haben mein Mann und ich alleine ein Osterfeuer angezündet, inclusive Christus, Gestern und Heute, Anfang und Ende, Alpha und Omega...

 

Nach einem herzhaften Osterfrühstück dann Online-Andacht auf dem FreiFunkServer in München mit unserer Gemeinde, wie schon die letzten Sonntage, incl KinderKurzAndacht vorher. Danach haben wir noch im Stream den Ostergottesdienst der FeG aus Witten mit unserem Bundespräses gefeiert. Also Interaktion und Stream, beides.

 

Während der Andacht war das Essen dann fertig. Vor dem Essen haben wir mit Wein angestoßen, dann das Brot gebrochen und geteilt, nach dem Mahl den Becher des Bundes getrunken.

 

War anders als sonst.

 

Nächstes Jahr in Schloss Klaus...

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vor 14 Stunden schrieb Marcellinus:

Es ist schließlich im Kern ein Frühlingsfest. :)

 

Warum muss ich bei dieser (historisch natürlich korrekten) Aussage an eine Weihnachtsfeier in Australien im heißen Sommer denken, mit einem Fake-Nadelbaum und Schneespray drauf? Und dazu "Oh Tannenbaum" (ja, es war eine deutschstämmige Community) - "nein, auch im Winter, wenn es schneit"... 

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Ich konnte diesem Osterfest durchaus etwas Gutes abgewinnen. Es war deutlich besinnlicher als die Jahre zuvor und wir haben aus dem reichhaltigen Angebot an Kar- und Osterliturgien ausgewählt, was uns zum geistlichen Wohl dienlich schien.

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Am 12.4.2020 um 23:00 schrieb nannyogg57:

Ich hatte gerade im Whatsapp-Chat wieder eine wunderbare, wie Menschen Ostern gefeiert haben.

Das ist Ostern 2020: Wir müssen es aus eigener Kraft feiern.

Und siehe da: Es gelingt.

 

Und noch was: Heute auf dem Weg nach Hause hatten Menschen auf die Straße geschrieben, mitten in unserem Dorf, mit Kreide: Der Herr ist auferstanden.

 

Mitten in einem bayrischen Dorf nehmen die Menschen die Verkündigung selbst in die Hand.

 

Ich hab´s photographiert.

Meine Nachbarin hat das auch gemacht,ich habe hre Kreide geliehen und drunter geschrieben: Er ist wahrhaft auferstanden. Ja,es existieren Photos.

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Bistum Augsburg hat alle öffentlichen Gottesdienste bis 03.Mai eingstellt, las ich gerade auf einem Share-Pic auf der Facebook-Seite des Bistums (zu dem werde ich allerdings nicht verlinken wegen der gleichen Grafik mit anderem Text ist @gouvernante schon einmal vom Stuhl gekippt)

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Gerade eben schrieb gouvernante:

Was bin ich?

Du hast dich über Grafik des Bistums Augsburg zur Absage von Erstkommunion und Co. etwas erschrocken geäussert.

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Ich halte es für sehr unzureichend, wenn man religiöse Versammlungen nur in Gestalt  öffentlicher Gottesdienste und öffentliche Gottesdienste bei näherer Betrachtung nur in Form von Eucharistiefeiern zu denken scheint.  

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Man könnte ja für einen begrenzten Zeitraum die Tridentina zur alleinigen Messform erheben - Dauer 20-30 Minuten, Texte könnten als Libretto ausgelegt werden, statt Kommunionspendung eucharistische Anbetung, jede zweite Bank sperren, je Bank nur einen oder (wenn die Banklänge es zulässt) zwei Haushalte Platz nehmen lassen, keine "Kinderbänke" bzw. Gruppenbänke mehr, Asperges statt Weihwasser, Kantor statt Gemeindegesang.

 

Gleiche Bedingungen für alle anderen Gottesdienste (WoGoDis, Rosenkranz, etc.).

bearbeitet von Flo77
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vor einer Stunde schrieb Chrysologus:

Ich halte es für sehr unzureichend, wenn man religiöse Versammlungen nur in Gestalt  öffentlicher Gottesdienste und öffentliche Gottesdienste bei näherer Betrachtung nur in Form von Eucharistiefeiern zu denken scheint.  

 

Ich gehe davon aus, dass das Kirchenbild des Vat II - trotz aller warmen Worte in  Normalzeiten - schlicht nicht tief genug verankert und verwurzelt ist, um in Krisenzeiten zu tragen.
Krise bedeutet fast immer Regression und das lässt sich - in Kombination mit einer Angst vor Kontrollverlust - meines Erachtens zur Zeit relativ gut beobachten.

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Vertreter von Politik und Kirchen arbeiten gerade an einem Konzept, mit dem Gottesdienste schrittweise wieder ermöglicht werden sollen. In der Runde ist es bereits Konsens (so der Ratsvorsitzende der EKD, Heinrich Bedford-Strohm), dass "möglichst bald nach dem 30. April" Gottesdienste unter Einhaltung hygienischer Regelungen und Mindestabstände wieder ermöglicht werden sollen. Um Mindestabstände zu wahren, schlägt die Deutsche Bischofskonferenz unter anderem eine Zugangsbeschränkung für Sonntagsmessen und markierte Plätze oder Platzkarten vor, berichtet Zeit-Online.

 

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vor 5 Stunden schrieb gouvernante:

Interessant ist die Aussage, dass es sich bei der Nutzung von Streamingangeboten um eine Teilnahme an der Eucharistiefeier handelt und nicht nur um ein Zuschauen. Das würde auf den Zelebranten bezogen bedeuten, dass auch dieser nicht im physisch gleichen Raum wie Altar und Gaben sein müsste. Eine gestreamte Eucharistie mit den Gaben bei den Teilnehmern wäre nicht zu beanstanden. 

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vor 14 Minuten schrieb OneAndOnlySon:

Interessant ist die Aussage, dass es sich bei der Nutzung von Streamingangeboten um eine Teilnahme an der Eucharistiefeier handelt und nicht nur um ein Zuschauen. Das würde auf den Zelebranten bezogen bedeuten, dass auch dieser nicht im physisch gleichen Raum wie Altar und Gaben sein müsste. Eine gestreamte Eucharistie mit den Gaben bei den Teilnehmern wäre nicht zu beanstanden. 

Sorry, aber das funktioniert für mich auf keiner Ebene.

 

Das Streaming einer Messe hat für mich nichts mit aktiver Teilnahme zu tun. Es ist ein berieseln lassen, bei dem ich emotional noch weniger beteiligt bin als an manchem Film oder Buch.

 

Und die Fernwandlung finde ich nicht nur aufgrund des nichtvorhandenen Mahlcharakters schwierig sondern schon allein, weil sich im Prinzip jeder mit Brot und Wein vor den Rechner setzen könnte und 1. der Zelebrant keine Kontrolle über die Materie hat, 2. jeder Ungetaufte sich auf diese Weise der eucharistischen Gaben benächtigen kann und 3. die für die Spendung des Sakraments Verantwortlichen keinerlei Einfluss auf den Umgang mit den konsekrierten Gabèn mehr haben.

 

Man mag mich für spießig halten, aber dann können wir uns jede Diskussion über die Zulassung zur Eucharistie  komplett schenken. Und auch die Transsubstantiation ad acta legen.

 

Kann man alles tun - aber dann bitte konsequent.

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vor einer Stunde schrieb OneAndOnlySon:

Interessant ist die Aussage, dass es sich bei der Nutzung von Streamingangeboten um eine Teilnahme an der Eucharistiefeier handelt und nicht nur um ein Zuschauen. Das würde auf den Zelebranten bezogen bedeuten, dass auch dieser nicht im physisch gleichen Raum wie Altar und Gaben sein müsste. Eine gestreamte Eucharistie mit den Gaben bei den Teilnehmern wäre nicht zu beanstanden.

Ehrlich gesagt, gehe ich davon aus, dass die Autoren dieses Textes so weit nicht gedacht haben (die dahinterstehende Frage ist mE jenseits ihres Denkhorizonts).

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Was das ganze etwas problematisch macht ist in die Gottesdienste gehen überwiegend ältere bis hochbetagte Leute die dann dort eben  länger sich aufhalten und husten sehr viel husten

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vor 15 Stunden schrieb Flo77:

Man könnte ja für einen begrenzten Zeitraum die Tridentina zur alleinigen Messform erheben - Dauer 20-30 Minuten, Texte könnten als Libretto ausgelegt werden, statt Kommunionspendung eucharistische Anbetung, jede zweite Bank sperren, je Bank nur einen oder (wenn die Banklänge es zulässt) zwei Haushalte Platz nehmen lassen, keine "Kinderbänke" bzw. Gruppenbänke mehr, Asperges statt Weihwasser, Kantor statt Gemeindegesang.

 

Gleiche Bedingungen für alle anderen Gottesdienste (WoGoDis, Rosenkranz, etc.).

Eine originelle Idee  es scheitert aber schon daran daß 90% der Geistlichen kaum in der Lage sein wird die Rubriken der tridentinischen Messe sinn erfassend zu lesen 
 

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vor 15 Stunden schrieb gouvernante:

 

Ich gehe davon aus, dass das Kirchenbild des Vat II - trotz aller warmen Worte in  Normalzeiten - schlicht nicht tief genug verankert und verwurzelt ist, um in Krisenzeiten zu tragen.
Krise bedeutet fast immer Regression und das lässt sich - in Kombination mit einer Angst vor Kontrollverlust - meines Erachtens zur Zeit relativ gut beobachten.

was völlig logisch ist es kann nicht funktionieren innerhalb von 10 HJahren alles umzudrehen  und erwarten daß sich das wirklich verankert
für den normalen Menschen hier z.b. bleibt es immer  "die letzte Ölung oder die Sterbsakramente" und man läßt "eine Messe lesen "
auch Leute die nach dem Konzil geboren sind behalten den Sprachgebrauch bei

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