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Shubashi

Wie diskutieren?

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Marcellinus

 

Gerade eben schrieb mn1217:

Nur den Threads zu verlassen heisst ja,diejenigen,die widersprechen,alleine zu lassen.

 

Genau! Und?

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mn1217
vor 3 Stunden schrieb Gratia:

Disclaimer vorweg: Ich antworte, ohne alle Aufsätze gelesen zu haben.

 

Ich denke, wenn eine Diskussion gefühlt aus dem Ruder läuft - was bei heißen Themen naturgemäß leicht passiert - gibt es mehrere grundlegende Möglichkeiten:

 

* Die gemäßigte Mehrheit, so vorhanden, ruft wenige Krakeeler höflich zur Ordnung

* oder ignoriert sie geschlossen 

* oder einzeln (kann man eigentlich User für sich selbst ausblenden?)

* oder die Einzelnen stimmen "mit den Füßen ab" und verlassen den Thread.

 

Durch Moderations-Polizeieinsatz lässt sich das nicht lösen, damit kann man nur einzelne bedenkliche Inhalte entfernen.

Zu eins: Viel Spass dabei,es funktioniert nicht. Sie krakeelen noch lauter.

Zu zwei: Funktioniert auch nicht. Ganz ignorieren kann und will ich ja zB Rassismus oder so nicht

Zu drei: Geht, aber " ich Spiel nicht mit dir" ist halt irgendwie kindisch

Zu vier: und lassen damit den Krakeelern den Raum. Da fühlen sich die,die das nicht wollen, alleine gelassen.

Edited by mn1217

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Marcellinus
vor 1 Minute schrieb mn1217:

Zu eins: Viel Spass dabei,es funktioniert nicht. Sie krakeelen noch lauter.

Zu zwei: Funktioniert auch nicht. Ganz ignorieren kann und will ich ja zB Rassismus oder so nicht

Zu drei: Geht, aber " ich Spiel nicht mit dir" ist halt irgendwie kindisch

Zu vier: und laden damit den Krakeelen den Raum. Da fühlen sich die,die das nicht wollen, alleine gelassen.

 

Du hast also die Wahl zwischen kindisch und Forum zumachen. Dann hat die katholische Seele wenigstens Ruhe! 

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kiki
vor 16 Stunden schrieb Die Angelika:

Allerdings habe ich auch den Eindruck, dass du aus einem anderen Grund in ein Diskussionsforum gehst als z.B. ich. Ich komme hier nicht zur Unterhaltung her, sondern weil ich den Meinungsaustausch suche.

Du, das muss sich ja nicht gegenseitig ausschliessen. Ich halte seitjeher einen Schuss Polemik in einem Beitrag wie das Chili im Carne, oder das Salz in der Suppe. Nix darin, und es ist fad. Zuviel darin versaut es. Aber selbst wenn die Mischung stimmt kommt so ein humorloser Moderator daher, oder irgend ein zartes Seelchen fühlt sich verletzt, und weg ist der Beitrag. Und da hier ad libitum gelöscht wird ist auch das erstellen seriöser Beiträge für mich kein Thema. Für einen solchen braucht man Zeit und die zu investieren damit ein Moderator in schlechter Tagesform den Beitrag dann einfach löscht, nee danke. Ergo, das Forum ist nix für mich, mein post-Relaunch Testlauf kann beendet werden, Experiment missglückt.

 

Nachtrag: Wenn du wirklich mal Beleidigungen en-masse nachempfinden willst, versetz dich in Mecky und lies diesen Strang. Wie du siehst, kein Moderator sah sich bemüssigt, einzugreifen. Mecky gehörte nicht zu den Platzhirschen.

Edited by kiki
Nachtrag

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Marcellinus

 

vor 43 Minuten schrieb kiki:

Und da hier ad libitum gelöscht wird ist auch das erstellen seriöser Beiträge für mich kein Thema. Für einen solchen braucht man Zeit und die zu investieren damit ein Moderator in schlechter Tagesform den Beitrag dann einfach löscht, nee danke.

 

Da das so ist, schreibe ich längere Beiträge (die ich eh mindestens so sehr für mich schreibe wie für andere) extern und kopiere sie dann hier rein. Werden sie gelöscht, mag ihr Erscheinen hier beendet sein, weg sind sie nicht.

 

vor 43 Minuten schrieb kiki:

Ergo, das Forum ist nix für mich, mein post-Relaunch Testlauf kann beendet werden, Experiment missglückt.

 

Das ist schade, aber verständlich. Mißglückt würde ich allerdings nicht deinen Auftritt hier nennen, sondern den Relaunch insgesamt. 

 

  • Thanks 1

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mn1217

Polemik empfinde ich generell als störend.

Sarkasmus oder Ironie oder auch Mal eine etwas ueberspitzte Behauptung,geschenkt.

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Gratia
vor 3 Stunden schrieb mn1217:

Zu eins: Viel Spass dabei,es funktioniert nicht. Sie krakeelen noch lauter.

Zu zwei: Funktioniert auch nicht. Ganz ignorieren kann und will ich ja zB Rassismus oder so nicht

Zu drei: Geht, aber " ich Spiel nicht mit dir" ist halt irgendwie kindisch

Zu vier: und lassen damit den Krakeelern den Raum. Da fühlen sich die,die das nicht wollen, alleine gelassen.

 

Zuerst kommt natürlich die Diskussion, dafür ist man ja schließlich da, da gebe ich dir völlig recht.

 

Aber wenn es sich als sinnlos erwiesen hat und die immer selben Argumentationsschleifen die eigenen Ressourcen überfordern, bleibt halt nur der Ausstieg.

In der Hoffnung, dass es sich dann totläuft, wenn keiner mehr widerspricht.

 

Und für Rassismus und ähnlich Übles bleibt nach erfolgloser Diskussion auch noch die Meldung an die Moderation.

Edited by Gratia

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mn1217

Meldungen führen üblicherweise dazu,dass der Meldnde als überempfindlich oder " Petze"  bezeichnet wird.

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Ennasus
vor 2 Stunden schrieb kiki:

Du, das muss sich ja nicht gegenseitig ausschliessen. Ich halte seitjeher einen Schuss Polemik in einem Beitrag wie das Chili im Carne, oder das Salz in der Suppe. Nix darin, und es ist fad. Zuviel darin versaut es. Aber selbst wenn die Mischung stimmt kommt so ein humorloser Moderator daher, oder irgend ein zartes Seelchen fühlt sich verletzt, und weg ist der Beitrag. Und da hier ad libitum gelöscht wird ist auch das erstellen seriöser Beiträge für mich kein Thema. Für einen solchen braucht man Zeit und die zu investieren damit ein Moderator in schlechter Tagesform den Beitrag dann einfach löscht, nee danke. Ergo, das Forum ist nix für mich, mein post-Relaunch Testlauf kann beendet werden, Experiment missglückt.

 

Nachtrag: Wenn du wirklich mal Beleidigungen en-masse nachempfinden willst, versetz dich in Mecky und lies diesen Strang. Wie du siehst, kein Moderator sah sich bemüssigt, einzugreifen. Mecky gehörte nicht zu den Platzhirschen.


Dein Nachtrag wäre dann wohl eher ein Beleg für die Notwendigkeit einer anderen Art der Moderation und für die Sinnhaftigkeit des Relaunches. Das war 2015!

Um aber wieder zum Threadthema zu kommen:
Dein Posting finde ich auch ein gutes Beispiel für eine andere Notwendigkeit, wenn man sinnvoll und konstruktiv diskutieren will.
Im von Shubashi (und davor offensichtlich von Angelika) verlinkten Beitrag liest sich das so: " Die zweite Erkenntnis, die sich mir im gegenwärtigen Diskurs aufdrängt, ist auf dem Papier wesentlich simpler. Und doch ist sie auch dieser Tage wieder ein Dauerbrenner unter den rhetorischen Stolperfallen: die Trennung zwischen Fakten und Meinungen."

Wenn du schreibst "Ich halte seit jeher...", dann ist das klar deine Meinung und als solche erkennbar und einordenbar. 
Auf dieser Basis kann man gut weiter im Gespräch bleiben - ich stelle dann halt meine andere Meinung gegenüber und gut ist`s. Beides ist legitim. Und je nach Interesse am anderen auch spannend, zu erfahren, wie derjenige die Welt wahrnimmt. 
Wenn du aber Urteile fällst und Dinge behauptest und als Fakten verkaufst, die einfach deine subjektive Wahrnehmung widerspiegeln, hat sich eine konstruktive Diskussion eigentlich erledigt. Man wird dann höchstens noch darüber streiten, wessen Wahrnehmung die gültigere ist, wird aber wohl zu keinem Ergebnis kommen.   

Edited by Ennasus
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Gratia
vor 30 Minuten schrieb mn1217:

Meldungen führen üblicherweise dazu,dass der Meldnde als überempfindlich oder " Petze"  bezeichnet wird.

 

Wenn ich mich veranlasst sähe, die Meldekeule zu zücken, könnte ich gut mit dem Vorwurf leben.

Eher bei wiederholten explizit menschenverachtenden Inhalten. Nur im Extremfall bei persönlichen Angriffen.

Edited by Gratia

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Marcellinus
vor 35 Minuten schrieb Ennasus:

" Die zweite Erkenntnis, die sich mir im gegenwärtigen Diskurs aufdrängt, ist auf dem Papier wesentlich simpler. Und doch ist sie auch dieser Tage wieder ein Dauerbrenner unter den rhetorischen Stolperfallen: die Trennung zwischen Fakten und Meinungen."

 

Trennung zwischen Fakten und Meinungen hört sich in der Theorie gut an, ist in der Praxis aber kaum möglich, besonders da nicht, wo divergierende Meinungen aufeinandertreffen, und Fakten nicht Zweck sind, sondern nur Mittel. 

 

Natürlich gibt es Tatsachen, wie es auch die Wirklichkeit gibt, aber sie brauchen immer einen, der sich beobachtet und vor allem ausspricht. Jede Tatsachenäußerung aber ist eine Auswahl, und diese Auswahl ist meistens geprägt von einer Meinung. Damit ist sie perdü, die schöne Trennung von Fakten und Meinungen. 

 

Insofern ist die Trennung der Fakten von Meinungen, so wünschenswert sie in der Theorie wäre, in der schnöden Praxis oft der Versuch, die von den eigenen Wertvorstellungen gesteuerte Auswahl an Tatsachenbehauptungen zu verschleiern, nicht selten auch vor sich selbst.

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Ennasus
vor 7 Minuten schrieb Marcellinus:

 

Trennung zwischen Fakten und Meinungen hört sich in der Theorie gut an, ist in der Praxis aber kaum möglich, besonders da nicht, wo divergierende Meinungen aufeinandertreffen, und Fakten nicht Zweck sind, sondern nur Mittel. 

 

Natürlich gibt es Tatsachen, wie es auch die Wirklichkeit gibt, aber sie brauchen immer einen, der sich beobachtet und vor allem ausspricht. Jede Tatsachenäußerung aber ist eine Auswahl, und diese Auswahl ist meistens geprägt von einer Meinung. Damit ist sie perdü, die schöne Trennung von Fakten und Meinungen. 

 

Insofern ist die Trennung der Fakten von Meinungen, so wünschenswert sie in der Theorie wäre, in der schnöden Praxis oft der Versuch, die von den eigenen Wertvorstellungen gesteuerte Auswahl an Tatsachenbehauptungen zu verschleiern, nicht selten auch vor sich selbst.


Ja, diese Gefahr sehe ich auch, sie wird übrigens im Text auch benannt und beschrieben (Als Confirmation Bias. Der Autor beschreibt auch noch den Dunning-Kruger-Effekt, aber um den geht es dir hier nicht). Aber das ist eigentlich noch einmal ein anderer Aspekt. Dass man sich da selbst kritisch beobachtet und hinterfragt und sich dessen bewusst sein sollte, dass es eine Gefahr ist, Fakten verzerrt wahrzunehmen, entbindet trotzdem nicht von der Notwendigkeit, sauber Meinungen und subjektive Bewertungen von belegbaren Fakten zu trennen, wenn man konstruktiv diskutieren will.

 

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Shubashi
vor 51 Minuten schrieb Marcellinus:

 

Trennung zwischen Fakten und Meinungen hört sich in der Theorie gut an, ist in der Praxis aber kaum möglich, besonders da nicht, wo divergierende Meinungen aufeinandertreffen, und Fakten nicht Zweck sind, sondern nur Mittel. 

 

Natürlich gibt es Tatsachen, wie es auch die Wirklichkeit gibt, aber sie brauchen immer einen, der sich beobachtet und vor allem ausspricht. Jede Tatsachenäußerung aber ist eine Auswahl, und diese Auswahl ist meistens geprägt von einer Meinung. Damit ist sie perdü, die schöne Trennung von Fakten und Meinungen. 

 

Insofern ist die Trennung der Fakten von Meinungen, so wünschenswert sie in der Theorie wäre, in der schnöden Praxis oft der Versuch, die von den eigenen Wertvorstellungen gesteuerte Auswahl an Tatsachenbehauptungen zu verschleiern, nicht selten auch vor sich selbst.


Im Prinzip gebe ich Dir recht, in einem guten Gespräch ist aber gerade auch immer die Selbstreflektion, das Bemühen, die eigene Meinung mit guten Begründungen und Belegen zu  ersehen, Teil der wahren Chose. 
Um nicht das berühmte „Dirty Harry“-Zitat zu bemühen: bei Meinungen gibt es solche und solche, letztere, also solche, machen die Diskussion lohnend!

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Marcellinus

 

vor 25 Minuten schrieb Ennasus:

... entbindet trotzdem nicht von der Notwendigkeit, sauber Meinungen und subjektive Bewertungen von belegbaren Fakten zu trennen, wenn man konstruktiv diskutieren will.

 

Wo siehst du denn diese Verpflichtung - außer in Sonntagsreden? Überall geht es um Meinungen, nein, noch besser: um „Haltungen“! Fakten sind höchstens Mittel zum Zweck. Wo sie dem Zweck dienen, gut, wo nicht, umso schlechter für die Fakten.

 

Recht hast du allerdings, daß alle behaupten, ihre Fakten seinen die „wahren“, die der anderen dagegen „Fake-News“! Und nein, niemand will „konstruktiv diskutieren“. Gewünscht wird Zustimmung, mithin Gefolgschaftstreue. Wer nicht für mich ist, ist gegen mich, und damit gegen die „Koalition der Guten“.

 

Ja, man liebt die Diskussion - unter seinesgleichen, wo das Ergebnis immer schon feststeht, und man sich vor allem darin einig ist, vor den anderen, denen mit der falschen Meinung zu warnen.

 

Seit dem Ende des Kalten Krieges und dem „Ende der Geschichte“ herrscht ein Kult der Alternativlosigkeit, eine Ideologie der Ideologielosigkeit. Interessegeleitet ist immer nur die Meinung der anderen. Man selbst ist dagegen den reinen Fakten verpflichtet, der „Wahrheit“, wie das ganz naiv genannt wird. Perfekt paßt dazu unsere Regierung, die GroKo.

 

Opposition ist nur erwünscht, wenn sie die eigene Richtung unterstützt. Ansonsten sind es Nazis, Verschwörungstheoretiker, mit denen man nicht diskutieren darf, weil man sie sonst aufwertet! Bewertet wird dagegen eine Meinung danach, wer sie sonst noch vertritt, und sie ist falsch, wenn das die Falschen sind. Kontaktsperre, lange bevor sie für alle eingeführt wurde, und erstaunlich vielen so selbstverständlich erscheint, galt und gilt für falsche Meinungen, und falsch sind Meinung, wenn sie von den falschen Leuten kommen. 

 

Diskussionen im eigentlichen Sinne sind nicht mehr erwünscht, seitdem „wir“ den Kampf der Systeme gewonnen haben, und „uns“ geht es gut damit. Es ist ein neuer Klassenkampf, und „wir“ haben ihn gewonnen. „Wir“ teilen die Posten unter „uns“ auf, und bestätigen „uns“ tagtäglich in „unseren“ Medien, daß „wir“ Recht haben. Auf „unserer Seite“ ist Rationalität, Wissenschaft, und Vernunft, und wer nicht unserer Meinung ist, gehört nicht dazu, muß irrational, wissenschaftsfeindlich, letztlich verrückt sein. 

 

Die wenigen Zweifler, die nicht selbst zu den Verrückten gehören, überzeugt man, indem die Kameras der Tagesschau zielsicher aus Tausenden die mit den Aluhüten herausfinden, und der brave Bürger sitzt mit wohligem Schauer auf seinem Sofa, und ist beruhigt, denn zum Glück ist er nicht so, liest nicht die falschen Zeitungen, hört nicht auf die falschen Stimmen, hält sich von Abweichlern fern, in der sicheren Hoffnung, die Regierung wird‘s schon richten.

 

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helmut
vor einer Stunde schrieb Marcellinus:

Wo siehst du denn diese Verpflichtung - außer in Sonntagsreden? Überall geht es um Meinungen, nein, noch besser: um „Haltungen“! Fakten sind höchstens Mittel zum Zweck. Wo sie dem Zweck dienen, gut, wo nicht, umso schlechter für die Fakten.

 

Recht hast du allerdings, daß alle behaupten, ihre Fakten seinen die „wahren“, die der anderen dagegen „Fake-News“! Und nein, niemand will „konstruktiv diskutieren“. Gewünscht wird Zustimmung, mithin Gefolgschaftstreue. Wer nicht für mich ist, ist gegen mich, und damit gegen die „Koalition der Guten“.

 

Ja, man liebt die Diskussion - unter seinesgleichen, wo das Ergebnis immer schon feststeht, und man sich vor allem darin einig ist, vor den anderen, denen mit der falschen Meinung zu warnen.

 

Seit dem Ende des Kalten Krieges und dem „Ende der Geschichte“ herrscht ein Kult der Alternativlosigkeit, eine Ideologie der Ideologielosigkeit. Interessegeleitet ist immer nur die Meinung der anderen. Man selbst ist dagegen den reinen Fakten verpflichtet, der „Wahrheit“, wie das ganz naiv genannt wird. Perfekt paßt dazu unsere Regierung, die GroKo.

 

Opposition ist nur erwünscht, wenn sie die eigene Richtung unterstützt. Ansonsten sind es Nazis, Verschwörungstheoretiker, mit denen man nicht diskutieren darf, weil man sie sonst aufwertet! Bewertet wird dagegen eine Meinung danach, wer sie sonst noch vertritt, und sie ist falsch, wenn das die Falschen sind. Kontaktsperre, lange bevor sie für alle eingeführt wurde, und erstaunlich vielen so selbstverständlich erscheint, galt und gilt für falsche Meinungen, und falsch sind Meinung, wenn sie von den falschen Leuten kommen. 

 

Diskussionen im eigentlichen Sinne sind nicht mehr erwünscht, seitdem „wir“ den Kampf der Systeme gewonnen haben, und „uns“ geht es gut damit. Es ist ein neuer Klassenkampf, und „wir“ haben ihn gewonnen. „Wir“ teilen die Posten unter „uns“ auf, und bestätigen „uns“ tagtäglich in „unseren“ Medien, daß „wir“ Recht haben. Auf „unserer Seite“ ist Rationalität, Wissenschaft, und Vernunft, und wer nicht unserer Meinung ist, gehört nicht dazu, muß irrational, wissenschaftsfeindlich, letztlich verrückt sein. 

 

Die wenigen Zweifler, die nicht selbst zu den Verrückten gehören, überzeugt man, indem die Kameras der Tagesschau zielsicher aus Tausenden die mit den Aluhüten herausfinden, und der brave Bürger sitzt mit wohligem Schauer auf seinem Sofa, und ist beruhigt, denn zum Glück ist er nicht so, liest nicht die falschen Zeitungen, hört nicht auf die falschen Stimmen, hält sich von Abweichlern fern, in der sicheren Hoffnung, die Regierung wird‘s schon richten.

 

ich kürze nur auf das richtigere:

 

"Wo siehst du denn diese Verpflichtung - außer in Sonntagsreden? Überall geht es um Meinungen, nein, noch besser: um „Haltungen“! Fakten sind höchstens Mittel zum Zweck. Wo sie dem Zweck dienen, gut, wo nicht, umso schlechter für die Fakten......."

 

jeder konstruiert sich seine welt und das bild seines gegenübers. das gehirn vollbringt dabei beachtliche leistungen. ein teil der konstruktion baut die natur zurecht. das hat sich bewährt, es wäre sonst nicht existent. ein anderer teil baut sich sein gegenüber zurecht und sich selbst. das halte ich zwar für existent, aber sehe es als fehlleistung.  ausnahme: das zurechtkonstruieren beim verlieben. vielleicht ist das evolutionär notwendig.

 

 

 

 

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Die Angelika
vor 10 Stunden schrieb Ennasus:


@ Angelika

Motiv habe ich dir keines unterstellt, es ging mir auch nicht darum, dein konkretes Verhalten zu debattieren. Das sehe ich nicht als meine Aufgabe und finde ich auch nicht sinnvoll und richtig in der Öffentlichkeit. Wobei es natürlich stimmt, dass ich deine Reaktion als Aufhänger genommen habe für eine Überlegung, die mich schon lange umtreibt (und die ich wahrscheinlich auch zu wenig klar rüber gebracht habe). Das war vermutlich nicht klug - aber es gibt einen Grund dafür, den ich jetzt doch noch erklären möchte: Mein Hintergrund war der, dass ich merke, dass mit deiner Ankündigung für mich eine Grenze in der Diskussion erreicht ist, die etwas so verändert, dass ich mich nicht mehr richtig wohlfühle. Ich kann das schwer formulieren - die ganze Debattiererei bekommt dadurch eine Härte und Schärfe, die das Diskutieren hier endgültig seine Unschuld verlieren lässt. Bis auf die ganz frühen Anfangszeiten war es zumindest nach meiner Wahrnehmung hier ziemlich Konsens, dass das, was im Forum geschieht, auch im Forum bleibt und dass die virtuelle Realität dieses Forums ein eigener geschützer Raum bleiben soll.

 

@Ennasus

Ich schätze deine ruhig, ausgleichende und sachliche Art hier im Forum sehr, die sich auch in dieser Antwort wieder zeigt.

Ich kann deine Begründung nachvollziehen,  habe aber eine ganz andere Wahrnehmung:

Was hier im Forum geschieht, könnte nur dann im Forum bleiben, wenn es ein geschlossenes Forum wäre, wo nicht jeder, der will lesen kann.

Das Forum hier bietet keinen eigenen geschützten Raum.

Auch wenn sich hier alle User einig wären, dass das, was im Forum geschieht, auch im Forum bleibt, kann jeder, aber auch jeder hier lesen. Und wer es geschickt anstellt, kommt bei diversen Usern auch sicher dahinter, wer sich hinter den jeweiligen Nicknamen verbirgt, zumal wenn es sich um User handelt, die hier seit Jahren schreiben. Ich schreibe hier (mit Pausen) seit 2006)

 

Ich kann verstehen, dass ich bei dir mit meiner Ankündigung eine Grenze erreicht habe, die für dich etwas verändert hat. Für dich hat sich eine bisherige Wahrnehmung des Forums verändert, wenn ich dich richtig verstehe. Ich bitte dich aber darum zu überlegen, ob nun ich mit meiner Ankündigung tatsächlich das Forum verändert habe, oder ob meine Ankündigung genau aufzeigt, was eigentlich schon immer der Fall war:

nämlich dass das hier kein geschützter, geschlossener Raum ist und man sich deshalb auch hier überlegen sollte, was man hier wem an den Kopf wirft und was nicht.

 

Ich sage jetzt ganz offen, dass ich in einem geschlossenen Diskussionsforum, das nicht für jeden zugänglich ist, diese Ankündigung nicht gemacht hätte, weil damit das Thema der Rufschädigung (die Beleidigung kann ich leicht verkraften)  im Grunde kein Thema ist. In einem offenen Forum wie es mykath nun einmal ist, ist das aber eben doch ein Thema, insbesondere da die entsprechenden diffamierenden Äußerungen trotz mehrfacher Meldung meinerseits an die Moderation dort sehr lange stehenblieben, obwohl die Moderation im selben Thread Nicklichkeiten löschte. Deshalb kann ich auch nicht davon ausgehen, dass die Moderation halt einfach davor keine Zeit gehabt hätte, diese Dinge zu löschen.

Und leider bin ich mir im Nachhinein betrachtet sogar ziemlich sicher, dass diese diffamierenden Äußerungen auch heute noch im Forum stehen würden, wenn ich nicht beharrlich geblieben wäre. Das lässt sich aus der Unterhaltung per PN mit der Moderation schließen. Auf Näheres möchte ich hier nicht eingehen, da ich hier im Forum nicht mehr arüber diskutieren werde, ob ein Eingriff der Moderation hätte zeitgerecht stattfinden müssen oder nicht. Das könnte an anderer Stelle von Fachleuten geprüft werden, das ist aber nicht meine Zielrichtung: mir geht es darum, entscheiden zu lassen, ob derartige Diffamierungen vom Recht auf Meinungsfreiheit noch gedeckt sind. Das hat für mich eine grundsätzlich Dimension, mittlerweile ziemlich unabhängig von meiner persönlichen Betroffenheit.

Die ganze Situation macht mir persönlich sehr zu schaffen, weil ich absolut nicht nachvollziehen kann, was die Moderation bewegt, solche diffamierenden Äußerungen als noch im Rahmen der Meinungsfreiheit sich befindend nicht zu löschen, während Bagatelläußerungen gelöscht werden, obwohl sie seitens des vermeintlich Angegriffenen nicht einmal beanstandet wurden.

 

Die virtuelle Realität von mykath ist mMn leider, dass User, die sogar namentlich angegriffen wurden, nicht gegen solchen massiv diffamierenden Äußerungen geschützt wurden. Für diese User ist mykath längst ein geschützter Raum zum Diskutieren mehr, es sei denn, sie äußern sich zu bestimmten Themen nicht mehr, womit jedoch ihre Meinungsfreiheit eingeschränkt wird, indem man ihnen (wenn ich den Äußerungen der anderen Beteiligten Glauben schenken darf) jeweils genau mit diesen Diffamierungen begegnet, sobald sie sich zu einem solchen Thema äußern, offenbar wohlwissend, dass diese Diffamierungen nicht gelöscht werden.

 

 

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Die Angelika
vor 11 Stunden schrieb Ennasus:

Konkret könnte man ja hinter dem für dich verwunderlichen Umsichschlagen des Users, der sich dabei voll im Recht fühlte, auch sehen, dass sich da jemand vehement für eine Gruppe von Menschen einsetzt, für die bestimmte gesetzliche Regelungen dermaßen in ihre Identität einschneiden würden, dass sie das Land verlassen müssten. Dieser leidenschaftliche Einsatz für Menschen, denen ja wirklich schon unsagbar viel Unrecht geschehen ist, ist auch etwas sehr Kostbares und wenn man weiß, wer warum so herumpoltert, muss man vielleicht manche Worte nicht so ernst nehmen.

 

Natürlich könnte man das so halten, dann aber würde man den Herumpolterer nicht als erwachsenen Menschen ernstnehmen.

Die Argumentation des von dir als Herumpolterer charakterisierten Users habe ich durchaus verstanden, ich werde jetzt aber sicher hier nicht auf deine Wertung eingehen. Zudem halte ich es für wenig angebracht, öffentliche Äußerungen, die mMn klar dazu angetan sind, den Ruf eines Menschen nachhaltig zu schädigen, einfach als Herumpoltern zu verharmlosen. Sorry. Wer sich trotz klarer nüchterner Ansage, dass er nach Meinung des Betroffenen eine Grenze überschritten hat, dann als Erwachsener selbst einen Tag danach nicht wieder soweit im Griff hat, dass er erkennt, dass er zu weit gegangen ("herumgepoltert") hat, der muss halt dann auch mit möglichen Konsequenzen leben. das muss ich schließlich auch.

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Ennasus

Hallo Angelika, danke fürs Erklären - ich sehe da wirklich einiges sehr anders und empfinde es wirklich so, dass sich mit deinem Vorstoß etwas auf eine Weise verändert, die ich als sehr ungut empfinde und deren mögliche Konsequenzen ich fürchte (ungeachtet etlicher Überlegungen, die du anstellst und die ich nachvollziehen kann).
Ich möchte es aber nicht mehr öffentlich weiter diskutieren - mir ginge das, was ich schreiben müsste, zu sehr ins Persönliche. Solltest du es noch weiter vertiefen wollen, lieber per PM.

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Die Angelika
vor 10 Stunden schrieb Shubashi:

Von daher denke ich: der Vorschlag des Textes, erstmal letztlich anzunehmen, dass es allen um Werte geht, die es aus der Krise zu retten gilt, wäre der wichtigste positive Startpunkt einer Diskussion.

 

Ja.

Und es wäre mMn der wichtigste Startpunkt einer jeden Diskussion.

Natürlich wird es manchmal so sein, dass ich merke, dass ich nicht weiterkomme. Da ist dann allerdings die Frage, wie man dann verfahren soll

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mn1217

Der Relaunch war 2017   oder 18 , nicht 2015.

 

Das,was Angelika beklagt,war quasi schon immer so.

Mit dem Relaunch sollte es religiöser und netter werden. Netter ging nur kurz.

Religiöser? Naja,es gab halt einige,zu denen ich auch zähle,die auf die Welt nicht verzichten möchten. Zu der gehören halt auch Dinge,die nicht primär religiös sind.

Aber die Diskussion hatten wir schon.

Ich fände auch gut,wenn noch mehr auf persönliche Angriffe geachtet würde.

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Ennasus
vor 9 Minuten schrieb Die Angelika:

 

Natürlich könnte man das so halten, dann aber würde man den Herumpolterer nicht als erwachsenen Menschen ernstnehmen.

Die Argumentation des von dir als Herumpolterer charakterisierten Users habe ich durchaus verstanden, ich werde jetzt aber sicher hier nicht auf deine Wertung eingehen. Zudem halte ich es für wenig angebracht, öffentliche Äußerungen, die mMn klar dazu angetan sind, den Ruf eines Menschen nachhaltig zu schädigen, einfach als Herumpoltern zu verharmlosen. Sorry. Wer sich trotz klarer nüchterner Ansage, dass er nach Meinung des Betroffenen eine Grenze überschritten hat, dann als Erwachsener selbst einen Tag danach nicht wieder soweit im Griff hat, dass er erkennt, dass er zu weit gegangen ("herumgepoltert") hat, der muss halt dann auch mit möglichen Konsequenzen leben. das muss ich schließlich auch.


Da möchte ich jetzt doch noch etwas dazu sagen: Ich sehe nicht, dass ich jemanden nicht ernst nehme, wenn ich bestimmte Eigenschaften als zu ihm gehörig akzeptiere und mich darauf einstelle und vielleicht sogar darüber schmunzeln kann. Ich reduziere niemanden auf diese Eigenschaften oder Verhaltensmuster (das tust du hier gerade - ich habe es aber nicht getan.)
Auch du und ich sind darauf angewiesen, dass andere gelegentlich nicht jedes Wort auf die Waagschale legen oder mal seufzend schlucken, dass wir auch sehr mühsam sein können. Und auch, dass sie aushalten, dass wir uns verrennen, wenn uns etwas wirklich wichtig ist. 
Dass jede/r von uns so ist, wie er/sie ist, macht die Welt bunt und kostbar.

Und doch auch das noch: Solange ich mit meinem Schreiben nicht selbst mit dazu beitrage, dass Leser von außen die (falsche) Beurteilung durch andere bestätigt sehen, sehe ich hier im Forum nicht die Gefahr des Rufmords. Wer solange und viel mitliest, dass er deine Identität aufdecken kann, der kennt dich und den, der dir etwas unterstellt, so gut, dass er sich eh schon längst selbst ein Urteil gebildet hat. Und wer nur mal kurz reinschaut, weiß sowieso nicht, wer du bist.

 

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Marcellinus

 

vor 30 Minuten schrieb Die Angelika:

Die ganze Situation macht mir persönlich sehr zu schaffen, weil ich absolut nicht nachvollziehen kann, was die Moderation bewegt, solche diffamierenden Äußerungen als noch im Rahmen der Meinungsfreiheit sich befindend nicht zu löschen, während Bagatelläußerungen gelöscht werden, obwohl sie seitens des vermeintlich Angegriffenen nicht einmal beanstandet wurden.

 

Ich bin noch nicht so lange in diesem Forum wie du, aber auch schon 10 Jahre. War das jemals anders? 

 

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Die Angelika
vor 9 Stunden schrieb Alfons:

 

Die Schriftgröße ist nicht das Problem, die kann man umschalten.
Das Problem ist, dass sich kein Impressum und kein Betreiber der Seite finden lässt.
Ich bitte alle User, vor dem Verlinken von Internetseiten zu prüfen, ob diese Seite als Quelle rechtlich okay ist. Dazu gehören Impressum, aber auch mögliche forenwidrige Inhalte (Rechtsextremismus etc - da ist die verlinkte Seite aber unverdächtig).

Wegen des fehlenden Impressums lösche ich jetzt den zitierten Link aus den Postings oben.
Alfons als Moderator

 

 

Die kleine Schrift hat mich aufmerksam gemacht, weil sie ein erstes Anzeichen für mich für mangelnde Professionalität war. Hinzu kam diese massive Textüberladung. Daraufhin habe ich nach dem Impressum gesucht und es fehlte eben. Inhaltlich na ja, halt ein riesiges Sammelsurium, woher auch immer....

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Die Angelika
vor 7 Stunden schrieb kiki:

Nachtrag: Wenn du wirklich mal Beleidigungen en-masse nachempfinden willst, versetz dich in Mecky und lies diesen Strang. Wie du siehst, kein Moderator sah sich bemüssigt, einzugreifen. Mecky gehörte nicht zu den Platzhirschen.

 

nun, auch wenn ich nicht seit 2006 immer mitgeschrieben habe, ich habe hier schon so einiges gelesen. 🙂

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Die Angelika
vor 5 Stunden schrieb mn1217:

Meldungen führen üblicherweise dazu,dass der Meldnde als überempfindlich oder " Petze"  bezeichnet wird.

 

Na und?

Solange nicht die Moderation solche Bezeichnungen für Meldende verwendet....

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