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Gott ist jetzt auch gegendert


Die Angelika
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Danke, habe ich gefunden. allerdings frage icch mich, warum der Autor den lat. Begriff concupiscentia, der manches Mal korrekt mit Begierde wiedergegeben wird, der Lust gleichsetzt?

Sexuelle Lust ist etwas, was man beim Sex empfindet. Sexuelle Begierde ist das Verlangen u.a. nach dieser Lust (und nicht nur danach) - also definitiv etwas anderes.

 

Finde ich ja eher schwach. 

 

Wundert mich aber angesichts der zumeist negativen Augustinus-Rezeption hierzulande nicht. Da nimmt man es dann mit den Begriffen nicht so genau.

 

Ein Nachtrag und eine Korrektur pro Artikelschreiber: offenbar hat schon der Übersetzer von Augustinus Ende der 40er die concupiscentia mal so und mal so übersetzt, mal mit Begierde und mal mit Lust. Das erklärt das Dilemma. Wird dadurch aber nicht besser.

Edited by rorro
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vor 25 Minuten schrieb rorro:

Augustinus-Rezeption

 

Augustinus mag es nicht, wenn du beim Sex Lust empfindest.

Denn Lust, Ekstase, Verzückung, Begierde entziehen sich nach Gustl der Verstandeskontrolle. Und das ist das eigentliche Übel.

 

Also bitte ein Medikament entwickeln, damit das Kinderzeugen funktionell gelingt, während das Lustempfinden dabei gelähmt ist.

Dann patentieren lassen.

Katholische Traditionalisten werden dich dafür reich machen, was du vermutlich ohnehin schon bist.

Oder hast du schon einmal von einem Arzt gehört, der verhungert ist? 😁

Edited by Abaelard
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vor 4 Stunden schrieb rorro:

allerdings frage icch mich, warum der Autor den lat. Begriff concupiscentia, der manches Mal korrekt mit Begierde wiedergegeben wird, der Lust gleichsetzt?

Sexuelle Lust ist etwas, was man beim Sex empfindet. Sexuelle Begierde ist das Verlangen u.a. nach dieser Lust (und nicht nur danach) - also definitiv etwas anderes.

 

Wenn die sexuelle Lust gut ist, warum soll dann das Verlangen danach schlecht sein?

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On 9/24/2020 at 4:23 PM, Abaelard said:

Also bitte ein Medikament entwickeln, damit das Kinderzeugen funktionell gelingt, während das Lustempfinden dabei gelähmt ist.

Dann patentieren lassen.

Gibt es schon, nennt sich In-Vitro-Fertilisation

 

Werner

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vor 2 Stunden schrieb Werner001:
Am 24.9.2020 um 16:23 schrieb Abaelard:

Also bitte ein Medikament entwickeln, damit das Kinderzeugen funktionell gelingt, während das Lustempfinden dabei gelähmt ist.

Dann patentieren lassen.

 

Gibt es schon, nennt sich In-Vitro-Fertilisation

 

Wer hat die erfunden?

 

Ich möchte für den Erfinder lustfreier Kinderzeugung den höchsten päpstlichen Verdienstorden beim Vatikan beantragen.

Merke wohl, beim Vatikan, nicht beim Papst. Denn Papst Franziskus hat Sexualität den "schönsten Punkt der Schöpfung" genannt.

Ein alter Kirchgänger hat gemeint, er habe in den 8 Jahrzehnten seines Lebens kein einziges Mal erlebt,

dass die Kirche dem lieben Gott öffentlich für die Gabe des "schönsten Punktes der Schöpfung" gedankt hätte.

Augustins Wirkungsgeschichte scheinen wir nicht hoch genug veranschlagen zu können.

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vor 2 Stunden schrieb Abaelard:

Ich möchte für den Erfinder lustfreier Kinderzeugung den höchsten päpstlichen Verdienstorden beim Vatikan beantragen.

ich denke, das ist ein Missverständnis! Die Kirche hat nichts gegens sündigen, sonst käme ja keiner mehr beichten, und niemand bräuchte ihre Vergebung. ;)

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vor 5 Stunden schrieb Werner001:

Gibt es schon, nennt sich In-Vitro-Fertilisation

Äh? Nein.

 

Bei der In-Vitro-Fertilisation hat wenigstens einer durchaus seinen Spaß - häufig mit visuellem Buffet, daß zu Hause nicht oder nur auf dem Dachboden angeboten wird.

 

Darüberhinaus ist In-Vitro katholischerseits aber auch nicht erlaubt, weil an so einer Aktion mehr Personen als die leiblichen Eltern beteiligt sind.

 

 

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Etwas für Genderfreaks

 

"Da darf man dann sogar von Bischof Heße die Weisheit zur Kenntnis nehmen, dass Jesus Christus nicht als Mann, sondern als Mensch zur Welt gekommen ist. Wenn er uns Gläubigen dann noch vermittelt hätte, als welches Wesen er den Kreuzestod erlitten und auferstanden ist, dann wären wir ja ganz glücklich."

http://www.kath.net/news/73069
 

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2 hours ago, Abaelard said:

Etwas für Genderfreaks

 

"Da darf man dann sogar von Bischof Heße die Weisheit zur Kenntnis nehmen, dass Jesus Christus nicht als Mann, sondern als Mensch zur Welt gekommen ist. Wenn er uns Gläubigen dann noch vermittelt hätte, als welches Wesen er den Kreuzestod erlitten und auferstanden ist, dann wären wir ja ganz glücklich."

http://www.kath.net/news/73069
 

Hm, jetzt wo du es erwähnst, seit meiner Kindheit (also schon sehr lange vor dem Herumgegendere) habe ich immer nur von Menschwerdung gehört, nie von Mannwerdung.

Hat etwa die Kirche gar das Gendern erfunden?

 

Werner

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vor 56 Minuten schrieb Werner001:

Hm, jetzt wo du es erwähnst, seit meiner Kindheit (also schon sehr lange vor dem Herumgegendere) habe ich immer nur von Menschwerdung gehört, nie von Mannwerdung.

 

 

Mannwerdung ist  für einen Zölibatären auch nicht nötig.

Edited by Abaelard
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vor 43 Minuten schrieb rorro:

Für die Erlösung aller ist die Menschwerdung entscheidend, für die Amtsfrage die Mannwerdung. Eigentlich ganz einfach.

 

Also dass Jesu Amt im Mannsein bestanden haben soll, finde ich eine kühne und lustige These.

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Im Folgenden ein gender-relevanter Text zu Gedanken von K. Rahner
https://www.katholisch.de/artikel/26435-was-karl-rahner-zur-weiblichen-natur-gottes-dachte

 

Finde,  Rahner hat einiges an Bedenkenswertem dazu zu sagen.

In zentralen Aussagen verständlich, aber an zwei Passagen wird mir seine Sprache zu steil, dort kann ich nur noch erahnen, was er meint.

 

Rahner zur Frage nach der Geschlechtlichkeit, und zwar zur Geschlechtlichkeit IN Gott:

 

Alles, was in der Welt an Wirklichkeit gegeben ist, muß ... im voraus in Gott gegeben sein, sonst könnte er nicht der Grund, der Ursprung dieser geschaffenen Wirklichkeit sein."

 

Es sei also nicht auszuschließen, dass sich über Gott tatsächlich eine geschlechtliche Aussage machen ließe. Für Rahner wäre sie: "Beide gleichzeitig." "Warum sollte Gott nicht in seiner unendlichen Fülle, Lebendigkeit, Ursprünglichkeit dieses eigenartige, in keine Angaben materialer Art Übersetzbare von Mann und Frau – immer vorausgesetzt, ihre Verschiedenheit bedeutet keine Negativität – in sich haben können?" 

 

 

 

Edited by Abaelard
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Am 9.10.2020 um 09:16 schrieb Abaelard:

Im Folgenden ein gender-relevanter Text zu Gedanken von K. Rahner
https://www.katholisch.de/artikel/26435-was-karl-rahner-zur-weiblichen-natur-gottes-dachte

 

Finde,  Rahner hat einiges an Bedenkenswertem dazu zu sagen.

In zentralen Aussagen verständlich, aber an zwei Passagen wird mir seine Sprache zu steil, dort kann ich nur noch erahnen, was er meint.

 

Rahner zur Frage nach der Geschlechtlichkeit, und zwar zur Geschlechtlichkeit IN Gott:

 

Alles, was in der Welt an Wirklichkeit gegeben ist, muß ... im voraus in Gott gegeben sein, sonst könnte er nicht der Grund, der Ursprung dieser geschaffenen Wirklichkeit sein."

 

Es sei also nicht auszuschließen, dass sich über Gott tatsächlich eine geschlechtliche Aussage machen ließe. Für Rahner wäre sie: "Beide gleichzeitig." "Warum sollte Gott nicht in seiner unendlichen Fülle, Lebendigkeit, Ursprünglichkeit dieses eigenartige, in keine Angaben materialer Art Übersetzbare von Mann und Frau – immer vorausgesetzt, ihre Verschiedenheit bedeutet keine Negativität – in sich haben können?" 

 

 

Dieses Zitat weitergedacht, darf die RKK auch ihre Haltung zu Homosexualität revidieren. 

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