Cosifantutti Geschrieben 24. August Autor Melden Geschrieben 24. August (bearbeitet) Te Deum....Stundengebet im Alltag... Die literarische Stärke und Besonderheit der Evangelien liegt ja gerade darin, dass sie authentische Glaubenszeugnisse der Jesus-Glaubenden im letzten Drittel des 1. Jahrhunderts sind. Wenn wir die Evangelien immer wieder und immer neu aufmerksam lesen und meditieren, bekommen wir einen sehr anschaulichen Einblick in die "Jesus-Erinnerungen" der damaligen "Jesus-Gläubigen" am Ende des 1. Jahrhunderts..... Diese Zeugnisse des Glaubens an Jesus als den Messias, Sohn Gottes und "Herrn" wollen nicht nur - als literarische Gattung Evangelium - den Glauben bezeugen und verkünden, sondern ausdrücklich auch zu diesem Glauben einladen. Immer wieder werden auch wir heutigen Leser / Hörer direkt angesprochen. So auch im Evangelium des heutigen Tages, dem berühmten Glaubensbekenntnis des Petrus bei Cäsaräa Philippi. Die Frage Jesu an die Jünger: "Ihr aber, für wen haltet ihr mich ?" Ist immer auch eine direkte Frage an uns heute..... Dieses Zeignis und Bekennrnis zu Jesus als dem Sohn Gottes bildet letztlich auch den innersten Kern des Glaubens. Alle christliche Konfessionen und Glaubensrichtungen haben den "Auftrag", diesen Glauben zu bezeugen: "Geht hinaus in alle Welt und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen." Nicht nur die Menschen, sondern auch die Tiere sind Adressaten dieses Evangelium Gottes. Franziskus von Assisi hat es seiner Kirche ein für allemal ins Stammbuch geschrieben. Gegenüber diesem Auftrag, das Evangelium zu bezeugen und zu verkündigen, verbleiben alle anderen Fragen letztlich vollkommen zweitrangig. bearbeitet 24. August von Cosifantutti Zitieren
Cosifantutti Geschrieben 3. September Autor Melden Geschrieben 3. September Ich staune immer wieder neu, wie viel Menschen mitunter angeblich über den "historischen Jesus" zu wissen meinen. Nach über 250 Jahren Erfahrung mit historisch-kritischer Exegese und nach dem epochalen Werk von Albert Schweitzer, der schon damals nach dem Durchgang der Forschungsgeschichte festgestellt hat, dass das Vorhaben der exegetischen Forschung, den "historischen Jesus" zu erfassen, komplett gescheitert ist, nach der erneut vergeblichen Suche seit den 60-er Jahren nach dem 'historischen Jesus" ist doch höchst verwunderlich, dass einige immer noch auf der Suche nach diesem "Jesus-Original" unterwegs sind und dabei ein Riesenaufwand an exegetischer Konstruktionsarbeit betreiben.... und letztlich doch "schlauer" sein wollen und - vollkommen kurios - nach 2000 Jahren ( !!! ) mehr wissen zu wollen als die neutestamentlichen Autoren selber. Letztlich bleibt auf dieser Ebene alles theoretisches Konstrukt, man arbeitet mit Wahrscheinlichkeiten.. Man kann die Sackgassen solcher rein historischer Fragestellungen sehr schnell aufzeigen. Beim Vergleich von Johannes mit den Synoptikern, die beiden Preisfragen: 1. Wo wurde Jesus von Nazareth denn eigentlich "historisch" geboren ? 2. An welchem konkreten Datum wurde Jesus gekreuzigt ? Am Tag als die Passah-Lämmer geschlachtet wurden ( = Johannes ) oder ein Tag danach ( = Synoptiker ) ? Kurios finde ich auch so Einzelthemen wie die Frage, wie gut Jesus in der griechischen Sprache war. Hatte Pilatus beim Verhör einen Dolmetscher oder konnten sie sich direkt verständigen ? Anstatt von der schlichten Faktenlage und Quellenlage auszugehen: Wenn wir etwas über den "historischen Jesus" wissen wollen, so sind wir vollkommen auf die Evangelien als Glaubenszeugnisse angewiesen. Wir haben keine anderen vorliegenden Texte als "direkte" Texte außer den Evangelien. Die vier Evangelisten zeigen uns, wie dieser "Jesus von Nazareth" jeweils in den vorliegenden Evangelien "erinnert" wird; wie er als Herr, Messias, Sohn Gottes, Wort Gottes bekannt, bezeugt und verkündet wird. Wenn wir sehr aufmerksam die Evangelien studieren, sehen wir, was dem Evangelisten heweils sehr wichtig war, über Jesus festzugalten. Die schlichte aufmerksame Lektüre ergibt letztlich ein klares Bild.... 1 Zitieren
Flo77 Geschrieben 4. September Melden Geschrieben 4. September Ich sag ja, kann alles weg, ist alles ausgedacht und zusammenphantasiert. Völlig wertlos. Zitieren
Cosifantutti Geschrieben Sonntag um 18:22 Autor Melden Geschrieben Sonntag um 18:22 (bearbeitet) ORDINATIO SACERDOTALIS .....und die Folgen......eine Spurensuche.....( 13 ) ....eine wichtige, einflussreiche Stimme aus dem Kardinalskollegium: Sehr differenziert, sehr ausgewogen, geht auf die unterschiedlichen Aspekte ein..... https://katholisch.de/artikel/67760-kardinal-hollerich-diskussion-um-frauenweihe-noch-nicht-abgeschlossen bearbeitet Sonntag um 18:28 von Cosifantutti Zitieren
Cosifantutti Geschrieben Dienstag um 21:30 Autor Melden Geschrieben Dienstag um 21:30 Te Deum........Stundengebet im Alktag..... Heute, zum Festtag Maria Geburt, die schönen intertextlichen Bezüge der Texte, vor allem die wunderbaren poetischen Anspielungen des Psalms 45: "Höre Tochter... der König verlangt nach deiner Schönheit.... die Töchter von Tyrus kommen mit Gaben.... die Königstochter ist herrlich geschmückt..... Man geleitet sie in bunt gestickter Kleidern zum König, Jungfrauen sind ihr Gefolge ihre Freundinnen führt man zu dir....." Zitieren
Cosifantutti Geschrieben Gestern um 13:49 Autor Melden Geschrieben Gestern um 13:49 (bearbeitet) ORDINATIO SACERDOTALIS.....und die Folgen.....eine Spurensuche ( 14 ) Jenseits aller kirchenpolitischen Überlegungen, Entscheidungen, diversen unterschiedlichen "Agenden" geht beharrlich und unaufgeregt die Grundlagenforschung in den verschiedenen Disziplinen weiter. Immer wieder geht es unter anderem um das differentierzierte Verständnis von "Lehramt", "Offenbarung" und konkreten Aussagen, Begrenzungen, Abgrenzungen, "Definitionen" des Lehramtes: https://katholisch.de/artikel/32161-fundamentaltheologe-kirche-ist-gefangene-des-eigenen-systems .....schönes Wort: "Kompetenzkompetenz": Es geht einmal ( "formal" ) um die Frage: Wer ist berechtigt, festzulegen, wie Entscheidungen getroffen werden ? Zum anderen ( "material" ) geht es um die "göttliche Informationspolitik", näher um das Verständnis von Offenbarung: Meint "Offenbarung" das Verkünden unfehlbarer, unveränderlichen "Satzwahrheiten", gebündelt in einem ganzen System solcher "Satzwahrheiten" ohne Berücksichtigung auf den historischen, kulturellen Kontext, etc... oder versteht man unter Offenbarung vor allem die Selbstmitteilung Gottes als Liebe ( vgl Johannes: "Gott ist Liebe und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm" ) als Person, als personales, kommunikatives Beziehungsgeschehen ? Und: wie ist hier, in diesen grundsätzlich ganz unterschiedlichen Verstehensmodellen von "Offenbarung" die konkrete Rolle des Lehramtes einzuordnen ? https://www.feinschwarz.net/die-neuerfindung-des-katholizismus-im-19-jahrhundert/#more-32793 bearbeitet Gestern um 14:13 von Cosifantutti Zitieren
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