Jump to content

Pensées et Regards sur....


Recommended Posts

Geschrieben (bearbeitet)

 Te Deum....Stundengebet im Alltag...

 

Die literarische Stärke und Besonderheit der Evangelien liegt ja gerade darin, dass sie authentische Glaubenszeugnisse der Jesus-Glaubenden im letzten Drittel des 1. Jahrhunderts sind.

 

Wenn wir die Evangelien immer wieder und immer neu aufmerksam lesen und meditieren, bekommen wir einen sehr anschaulichen Einblick in die "Jesus-Erinnerungen" der damaligen "Jesus-Gläubigen" am Ende des 1. Jahrhunderts..... 

 

Diese Zeugnisse des Glaubens an Jesus als den Messias, Sohn Gottes und "Herrn" wollen nicht nur - als literarische Gattung Evangelium - den Glauben bezeugen und verkünden, sondern ausdrücklich auch zu diesem Glauben einladen.

 

Immer wieder werden auch wir heutigen Leser / Hörer direkt angesprochen. So auch im Evangelium des heutigen Tages, dem berühmten Glaubensbekenntnis des Petrus bei Cäsaräa Philippi. Die Frage Jesu an die Jünger: "Ihr aber, für wen haltet ihr mich ?" Ist immer auch eine direkte Frage an uns heute..... 

 

Dieses Zeignis und Bekennrnis zu Jesus als dem Sohn Gottes bildet letztlich auch den innersten Kern des Glaubens. Alle christliche Konfessionen und Glaubensrichtungen haben den "Auftrag", diesen Glauben zu bezeugen: "Geht hinaus in alle Welt und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen."

 

Nicht nur die Menschen, sondern auch die Tiere sind Adressaten dieses Evangelium Gottes. Franziskus von Assisi hat es seiner Kirche ein für allemal ins Stammbuch geschrieben. 

 

Gegenüber diesem Auftrag, das Evangelium zu bezeugen und zu verkündigen, verbleiben alle anderen Fragen letztlich vollkommen zweitrangig.  

bearbeitet von Cosifantutti
Geschrieben

Ich staune immer wieder neu, wie viel Menschen mitunter angeblich über den "historischen Jesus" zu wissen meinen.

 

Nach über 250 Jahren Erfahrung mit historisch-kritischer Exegese und nach dem epochalen Werk von Albert Schweitzer, der schon damals nach dem Durchgang der Forschungsgeschichte festgestellt hat, dass das Vorhaben der exegetischen Forschung, den "historischen Jesus" zu erfassen, komplett gescheitert ist, nach der erneut vergeblichen Suche seit den 60-er Jahren nach dem 'historischen Jesus" ist doch höchst verwunderlich, dass einige immer noch auf der Suche nach diesem "Jesus-Original" unterwegs sind und dabei ein Riesenaufwand an exegetischer Konstruktionsarbeit betreiben.... und letztlich doch "schlauer" sein wollen und - vollkommen kurios - nach 2000 Jahren ( !!! ) mehr wissen zu wollen als die neutestamentlichen Autoren selber.

 

Letztlich bleibt auf dieser Ebene alles theoretisches Konstrukt, man arbeitet mit Wahrscheinlichkeiten..  Man kann die Sackgassen solcher rein historischer Fragestellungen sehr schnell aufzeigen. Beim Vergleich von Johannes mit den Synoptikern, die beiden Preisfragen: 1. Wo wurde Jesus von Nazareth denn eigentlich "historisch" geboren ? 

2. An welchem konkreten Datum wurde Jesus gekreuzigt ? Am Tag als die Passah-Lämmer geschlachtet wurden ( = Johannes ) oder ein Tag danach ( = Synoptiker ) ?

 

Kurios finde ich auch so Einzelthemen wie die Frage, wie gut Jesus in der griechischen Sprache war. Hatte Pilatus beim Verhör einen Dolmetscher oder konnten sie sich direkt verständigen ? 

 

Anstatt von der schlichten Faktenlage und Quellenlage auszugehen: Wenn wir etwas über den "historischen Jesus" wissen wollen, so sind wir vollkommen auf die Evangelien als Glaubenszeugnisse angewiesen. Wir haben keine anderen vorliegenden Texte als "direkte" Texte außer den Evangelien.

 

Die vier Evangelisten zeigen uns, wie dieser "Jesus von Nazareth" jeweils in den vorliegenden Evangelien "erinnert" wird; wie er als Herr, Messias, Sohn Gottes, Wort Gottes bekannt, bezeugt und verkündet wird. Wenn wir sehr aufmerksam die Evangelien studieren, sehen wir, was dem Evangelisten heweils sehr wichtig war, über Jesus festzugalten. Die schlichte aufmerksame Lektüre ergibt letztlich ein klares Bild.... 

Geschrieben

Ich sag ja, kann alles weg, ist alles ausgedacht und zusammenphantasiert. Völlig wertlos.

Geschrieben (bearbeitet)

ORDINATIO SACERDOTALIS .....und die Folgen......eine Spurensuche.....( 13 )

 

....eine wichtige, einflussreiche Stimme aus dem Kardinalskollegium: 

Sehr differenziert, sehr ausgewogen, geht auf die unterschiedlichen Aspekte ein.....

https://katholisch.de/artikel/67760-kardinal-hollerich-diskussion-um-frauenweihe-noch-nicht-abgeschlossen

bearbeitet von Cosifantutti
Geschrieben

Te Deum........Stundengebet im Alktag.....

 

Heute, zum Festtag Maria Geburt, die schönen intertextlichen Bezüge der Texte, vor allem die wunderbaren poetischen Anspielungen des Psalms 45: 

"Höre Tochter...

der König verlangt nach deiner Schönheit....

die Töchter von Tyrus kommen mit Gaben....

die Königstochter ist herrlich geschmückt.....

Man geleitet sie in bunt gestickter Kleidern zum König, Jungfrauen sind ihr Gefolge ihre Freundinnen führt man zu dir....." 

Geschrieben (bearbeitet)

ORDINATIO SACERDOTALIS.....und die Folgen.....eine Spurensuche ( 14 )

 

Jenseits aller kirchenpolitischen Überlegungen, Entscheidungen, diversen unterschiedlichen "Agenden" geht beharrlich und unaufgeregt die Grundlagenforschung in den verschiedenen Disziplinen weiter. Immer wieder geht es unter anderem um das differentierzierte Verständnis von "Lehramt", "Offenbarung" und konkreten Aussagen, Begrenzungen, Abgrenzungen, "Definitionen" des Lehramtes: 

 

https://katholisch.de/artikel/32161-fundamentaltheologe-kirche-ist-gefangene-des-eigenen-systems

 

.....schönes Wort: "Kompetenzkompetenz": Es geht einmal ( "formal" ) um die Frage: Wer ist berechtigt, festzulegen, wie Entscheidungen getroffen werden ?

 

Zum anderen ( "material" ) geht es um die "göttliche Informationspolitik", näher um das Verständnis von Offenbarung: Meint "Offenbarung" das Verkünden unfehlbarer, unveränderlichen "Satzwahrheiten", gebündelt in einem ganzen System solcher "Satzwahrheiten" ohne Berücksichtigung auf den historischen, kulturellen Kontext, etc... oder versteht man unter Offenbarung vor allem die Selbstmitteilung Gottes als Liebe ( vgl Johannes: "Gott ist Liebe und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm" ) als Person, als personales, kommunikatives Beziehungsgeschehen ?

 

Und: wie ist hier, in diesen grundsätzlich ganz unterschiedlichen Verstehensmodellen von "Offenbarung" die konkrete Rolle des Lehramtes einzuordnen ? 

 

https://www.feinschwarz.net/die-neuerfindung-des-katholizismus-im-19-jahrhundert/#more-32793

bearbeitet von Cosifantutti
Geschrieben (bearbeitet)

ORDINATIO SACERDOTALIS.....und die Folgen.....eine Spurensuche ( 15 )

 

Jetzt weiß ich wirklich nicht, ob ich das wirklich richtig mitbekommen habe und das dann auch entsprechend richtig in den aktuellen kirchlichen Kontext einordnen kann: In Belgien beginnt auf Initiative des Bischofs von Antwerpen eine Ausbildung für verheiratete Männer, die dann 2028 in der Diözese Antqerpen zu katholischen Priestern geweiht werden sollen und explizit nicht der Zölibatsverpflichtung unterliegen.

 

Das interessante dabei: ein Bischof ergreift selber die Initiative aus pastoraler Verantwortung für seine Diözese und wartet nicht einfach die gesamtkirchliche Entwicklung und eine Grundsatzentscheidung für die Gesamtkirche durch die Kirchenz3ntrale ab:

 

https://katholisch.de/artikel/70386-bischof-ausbildung-verheirateter-maenner-fuer-priesterweihe-begonnen

 

Diese nun startende mehrjährige Ausbildung von verheirateten Männern zu Priestern, die 2028 in die Piesterweihe mündet, ist alles andere als ein 'rebellischer", gegen die Zentrale in Rom geeichteter  "kirchenpolitischer" Akt, sondern ein Akt der pastoralen Verantwortung eines Bischofs für seine Diözese: 

 

https://katholisch.de/artikel/67956-bischof-bonny-zu-priesterweihe-verheirateter-will-nicht-provozieren

 

Was mich jetzt wirklich wundert: dass ich das selber jetzt erst mitbekomme, obwohl die Absicht schon seit März diesen Jahres bekannt ist.....

 

https://www.kirche-und-leben.de/artikel/bischof-bonny-antwerpen-belgien-verheiratete-maenner-priester-weihe-vorbereitung-vatikan-zustimmung

bearbeitet von Cosifantutti
Geschrieben

Nun, ohne Zustimmung des Papstes wird er das nicht machen. Insofern: abwarten. 

Solange das in Einklang mit dem Papst erfolgt, ist das aus katholischer Sicht meines Erachtens nach nicht zu beanstanden.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 3 Stunden schrieb rorro:

Nun, ohne Zustimmung des Papstes wird er das nicht machen. Insofern: abwarten. 

Solange das in Einklang mit dem Papst erfolgt, ist das aus katholischer Sicht meines Erachtens nach nicht zu beanstanden.

Ich habe schlicht diese Meldung mit vollkommener Überraschung gelesen, weil ich das im März überhaupt nicht mitbekommen habe.

 

Wenn ich bedenke, wie die Diskussion um die "Viri Probati" bei der Amazoas-Synode 2019 hohe innerkirchliche Wellen geschlagen hat und auch bei dieser Gelegenheit Benedikt sich zum Zölibat explizit gemeldet hat....ist das jetzt, für mich jedenfalls, schon überraschend.

 

Ich bin mal gespannt, ob jetzt andere Bischöfe entsprechend nachziehen und ähnliche Projekte auf den Weg bringen oder erstmal die Reaktion aus Rom abwarten. ...... Vielleicht geht es so: punktuell, in einzelnen Fällen, in einzelnen Diözesen, Regionen..... man sammelt dann erst mal Erfahrung...... und igrendwann ist aus dem Pflichtzölibat für Priester eine Option geworden...

bearbeitet von Cosifantutti
Geschrieben (bearbeitet)

ORDOSACERDOTALIS.....und die Folgen......eine Spurensuche ( 16 )

 

Auch dieser Aspekt, der Missbrauch von Ordensschwestern auf ganz unterschiedlicher Art ( von spirituellem Missbrauch bis zu sexuellem Missbrauch eingeschlossen Vergewaltigungen ) durch Priester, die diese Verbrechen gerade durch ihren "Sonderstatus" als katholische Priester in diesen Kontexten von Frauenorden begehen konnten wirft ein grelles Licht auf das, was man schadhaftet und immens gefährlichen Klerikalismus nennen könnte: die religiös-ideologische Überhöhung eines ganzen Berufsstandes....

 

https://katholisch.de/artikel/70210-gehorsam-heisst-nicht-dass-die-nonne-dem-priester-zu-gehorchen-hat

 

https://katholisch.de/artikel/62473-ordensfrauen-an-vorderster-front-beim-schutz-vor-missbrauchhttps://katholisch.de/artikel/62473-ordensfrauen-an-vorderster-front-beim-schutz-vor-missbrauch

bearbeitet von Cosifantutti
Geschrieben (bearbeitet)

Te Deum......Stundengebet im Alltag....

 

In den Schriften gibt es eine sehr interessante Stelle, die unsere immer wieder neu drohende konfessionelle Bickverengung abwehren und auch ganz heilen kann:

 

Im 9. Kapitel überliefert Lukas eine Szene, in der die Jünger ihrem "Meister" Jesus folgendes berichten:  "Wir haben gesehen, dass jemand in deinem Namen Dämonen austrieb und wir versuchten ihn daran zu hindern, weil er nicht mit uns zusammen nachfolgt." Jesus: "Hindert ihn nicht !...... "

 

Konfessionell gesehen müssten wir doch eine viel größere Gelassenheit entwickeln. Das Bekenntnis zu Jesus als dem Christus, dem Sohn Gottes und die "Nachfolge" als ganz persönliche Lebensentscheidung ist das Zentrum des Glaubens. Alles andere gruppiert sich um dieses Zentrum des Glaubens wie konzentrische Ringe....

 

Nicht die Kirche, sondern Christus ist der Mittelpunkt...

bearbeitet von Cosifantutti
Geschrieben
vor 9 Minuten schrieb Cosifantutti:

Das Bekenntnis zu Jesus als dem Christus, dem Sohn Gottes und die "Nachfolge" als ganz persönliche Lebensentscheidung ist das Zentrum des Glaubens. Alles andere gruppiert sich um dieses Zentrum des Glaubens wie konzentrische Ringe....

 

Nicht die Kirche, sondern Christus ist der Mittelpunkt...

Hm... Ich tu mich mit deinem Bild der konzentrischen Ringe etwas schwer... Das suggeriert doch sofort wieder, dass die eine Konfession (der eine Ring) näher dran ist, an dieser Mitte, als die andere, oder?

Was wenn es sozusagen nur einen einzigen Ring gibt und jede Konfession schaut von einer anderen Richtung auf die selbe Mitte?

Und wenn man dieses "näher dran" mancher doch irgendwie darstellen möchte, dann gibt es in jeder Gruppe welche, die näher an der Mitte sind und andere, die etwas weiter außen stehen... (Und manchmal hat man von weiter außen einen besser Überblick...)

Oder meintest du es eh so und ich hab nur in meinem Kopf jeden dieser konzentrischen Ringe einer anderen Konfession zugeordnet?

 

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Aleachim:

Hm... Ich tu mich mit deinem Bild der konzentrischen Ringe etwas schwer... Das suggeriert doch sofort wieder, dass die eine Konfession (der eine Ring) näher dran ist, an dieser Mitte, als die andere, oder?

Was wenn es sozusagen nur einen einzigen Ring gibt und jede Konfession schaut von einer anderen Richtung auf die selbe Mitte?

Und wenn man dieses "näher dran" mancher doch irgendwie darstellen möchte, dann gibt es in jeder Gruppe welche, die näher an der Mitte sind und andere, die etwas weiter außen stehen... (Und manchmal hat man von weiter außen einen besser Überblick...)

Oder meintest du es eh so und ich hab nur in meinem Kopf jeden dieser konzentrischen Ringe einer anderen Konfession zugeordnet?

 

Du kannst, wenn es dich stört, auch das Bild von den ( konzentrischen ) Ringen vollkommen weglassen. Was mir allein wichtig ist: Das Bekenntnis zu Jesus als dem Christus und Sohn Gottes in den Mittelpunkt stellen....

 

Genau so formuliert es ja auch das große Credo, das die Grundlage für die verschiedensten Messvertonungen durch all die Jahrhunderte bildet und die große Klammer, die als gemeinsame Grundlage die unterschiedlichsten Konfessionen einschließt und vereint. 

 

Auch die neutestamentkichen Schriften, angefangen bei den Briefen des Paulus über die Evangelien bis zur Offenbarung des Johannes, bezeugen und bekennen diesen Glauben an Jesus von Nazareth als den Messias, Christus und Sohn Gortes.

 

Von daher sind ja auch all die Detailfragen, Theorien und Spekulationen der historisch-kritischen Exegese spannend und selbstverständlich hilfreich, aber letztlich vollkommen zweitrangig. Zentrum ist das Glaubenszeugnis, das uns jeweils als Evangelium vorliegt, als Textgrundlage. Die Frage nach der Spruchquelle Q, die möglichen Varianten, etc.... sind vollkommen unerheblich, weil eben der Gesamttext konkret literarisch als Evangelium, als Glaubenszeugnis überliefert ist. Das jeweilige Evangelium ist unser Referenzpunkt, nicht die verschiedenen Produkte unterschiedlicher exegetischer Theorien

Join the conversation

You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Formatierung jetzt entfernen

  Only 75 emoji are allowed.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Dein vorheriger Inhalt wurde wiederhergestellt.   Clear editor

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.

×
×
  • Neu erstellen...