Alfons Geschrieben 10. April Melden Geschrieben 10. April Am 6.4.2026 um 17:09 schrieb Lindau: Und ….. der Tunnl….. oder das Tunäll? Also neulich bin ich durch den Hamburger Elbtunnl gefahren, Kara möge mir verzeihen. Zitieren
Alfons Geschrieben 10. April Melden Geschrieben 10. April Holdschaft Das Wort Holdschaft las ich gestern bei Eduard Mörike, in seiner Erzählung vom Stuttgarter Hutzelmännlein. Holdschaft ist, wenn ich das richtig verstanden habe, eine enge, zärtliche Freundschaft. Sie steht auf halbem Wege zwischen Freundschaft und Liebschaft. Gefällt mir gut, das Wort. Sollte man reaktivieren. Zitieren
Flo77 Geschrieben 10. April Melden Geschrieben 10. April (bearbeitet) Ich wäre ja für: der = belebte Materie die = Immaterielles das = unbelebte Materie der Mann, der Frau, der Kind die Liebe, die Gottheit, die Leere, die Verstand das Tisch, das Stuhl, das Bettdecke Ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber zumindest wäre dieses Konzept mal etwas konsequenter... bearbeitet 10. April von Flo77 Zitieren
Kara Geschrieben 10. April Melden Geschrieben 10. April vor 20 Minuten schrieb Alfons: Also neulich bin ich durch den Hamburger Elbtunnl gefahren, Kara möge mir verzeihen. Naja, dass man es nördlich des Mains nicht so mit den Artikeln hat, ist ja bekannt 🤷♀️. Zitieren
Kara Geschrieben 10. April Melden Geschrieben 10. April vor 22 Minuten schrieb Alfons: Holdschaft Finde ich auch sehr schön. Hat was von Frühling, Blümchenkleid und Rüschen 🥰. Etwas, das ich als Süddeutsche übrigens total absurd finde und was sich für meine Ohren noch falscher anhört als "die Butter": Die Bildung des Perfekts "ruhender Verben" mit "haben". Ich habe gestanden / gesessen / gelegen.... brrrrrrrr... da friert's mich gleich 🥶. Zitieren
Aleachim Geschrieben 10. April Melden Geschrieben 10. April (bearbeitet) vor 15 Minuten schrieb Kara: Naja, dass man es nördlich des Mains nicht so mit den Artikeln hat, ist ja bekannt 🤷♀️. Hm... Also bei uns (gut 100 km südlich des Mains) heißt es auch der Tunnl... Aber auch der Butter, der Radio und das Mamalaad... 😁 bearbeitet 10. April von Aleachim Zitieren
Alfons Geschrieben 10. April Melden Geschrieben 10. April vor 4 Minuten schrieb Kara: Finde ich auch sehr schön. Hat was von Frühling, Blümchenkleid und Rüschen 🥰. Etwas, das ich als Süddeutsche übrigens total absurd finde und was sich für meine Ohren noch falscher anhört als "die Butter": Die Bildung des Perfekts "ruhender Verben" mit "haben". Ich habe gestanden / gesessen / gelegen.... brrrrrrrr... da friert's mich gleich 🥶. Gewohnheitssache. Ich musste mich (als norddeutscher Rheinländer und aktuell Teilzeit-Allgäuer) mühsam an das "bin" statt "habe" gewöhnen. Meine Lösung: Ich stand, ich saß, ich lag. Zitieren
Kara Geschrieben 10. April Melden Geschrieben 10. April vor 14 Minuten schrieb Alfons: Meine Lösung: Ich stand, ich saß, ich lag. Das ist ja noch viel mehr gepreißelt 😁. vor 20 Minuten schrieb Aleachim: Hm... Also bei uns (gut 100 km südlich des Mains) heißt es auch der Tunnl... Ja, wie gesagt.... bzgl. des Tunnls wurde der Süden leider schon übernommen 🙁. Ich habe das Tunäll hier auch schon lange nicht mehr gehört. Also lass uns wenigstens an Butter und as Marmalaad hochhalten. Das alles sehr gut geschmeckt hat, als wir heute Früh am Tisch gesessen sind. 😁 Zitieren
Flo77 Geschrieben 10. April Melden Geschrieben 10. April vor 30 Minuten schrieb Alfons: Gewohnheitssache. Ich musste mich (als norddeutscher Rheinländer und aktuell Teilzeit-Allgäuer) mühsam an das "bin" statt "habe" gewöhnen. Meine Lösung: Ich stand, ich saß, ich lag. Pardon, aber "ich stand am Abgrund" und "ich habe am Abgrund gestanden" sind zwei völlig unterschiedliche Sachverhalte. Was man der Butter auch immer antun will, so bleibt SIE dennoch diejenige, der die Margarine nicht die Butter reichen kann. Und wenn man nicht durch DEN Tunnel fahren will, wird man wohl um den Berg herumfahren müssen. 1 Zitieren
Wunibald Geschrieben 10. April Melden Geschrieben 10. April vor einer Stunde schrieb Alfons: Holdschaft Das Wort Holdschaft las ich gestern bei Eduard Mörike, in seiner Erzählung vom Stuttgarter Hutzelmännlein. Holdschaft ist, wenn ich das richtig verstanden habe, eine enge, zärtliche Freundschaft. Sie steht auf halbem Wege zwischen Freundschaft und Liebschaft. Gefällt mir gut, das Wort. Sollte man reaktivieren. Was alte Grobiane unter Holdschaft verstanden haben würde man heute als sexuelle Belästigung, wenn nicht sogar als sexuelle Nötigung ansehen. umbfangs und halt sie denn ein weil, das sie dir nicht entfliehen kan, und zeig ir deine holdtschaft an. grobian. (1568) C 3a (b. 1, cap. 5); Grimm 1 Zitieren
Domingo Geschrieben 10. April Melden Geschrieben 10. April vor 5 Stunden schrieb Alfons: Also neulich bin ich durch den Hamburger Elbtunnl gefahren, Kara möge mir verzeihen. Also bitte. Wir alle wissen, dass es heißt: der Butter, die Bach und das Tunnel. Zitieren
Domingo Geschrieben 10. April Melden Geschrieben 10. April vor 5 Stunden schrieb Flo77: Ich wäre ja für: der = belebte Materie die = Immaterielles das = unbelebte Materie der Mann, der Frau, der Kind die Liebe, die Gottheit, die Leere, die Verstand das Tisch, das Stuhl, das Bettdecke Ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber zumindest wäre dieses Konzept mal etwas konsequenter... Oder aber man benutzt weiterhin das grammatikalische Geschlecht so, wie es von den Altvorderen auf uns gekommen ist, ohne sich Spekulationen hinuzgeben, was dessen "Sinn" sein sollte. Und vor allem, ohne damit ideologischen Firlefanz zu betreiben. Wie es heißt in Scholten, Deutsch für Dichter und Denker, S. 95: "Genus ist nicht mehr als die Kongruenz eines Substantivs mit abhängigen Adjektiven und Pronomen. Diese Übereinstimmung wird von alters her blind vererbt wie die Gene in unserem Körper. Was man sonst noch im Genus zu erkennen glaubt, ist Hirngespinst." Amen. 1 1 Zitieren
Wunibald Geschrieben 15. April Melden Geschrieben 15. April Am 10.4.2026 um 15:56 schrieb Domingo: Wie es heißt in Scholten, Deutsch für Dichter und Denker, S. 95:... Danke, dieser Hinweis hat mich wieder bei Scholten herumlesen lassen. Und da stoße ich auf die süffisante Formulierung, die meinem lückenhaften Gedächtnis bereits entschwunden war. Erst im Hochmittelalter, als man sich von der Religion abwandte und mit dem echten Leben einließ, blühte die Dichtung in deutscher Sprache auf und mit ihm der adverbiale Genitiv immer da, wo der Umstand unbetont sein sollte, oder in floskelhaften Formulierungen wie der Darstellung direkter Rede: Scholten, Daniel. Deutsch für Dichter und Denker: Unsere Muttersprache in neuem Licht (S.172). Bright Star Books. Kindle-Version. Zitieren
Domingo Geschrieben 15. April Melden Geschrieben 15. April (bearbeitet) Ja, der hat eine recht klare Meinung zu vielen Dingen (ich habe schon mal @iskander beleidigt durch ein Zitat von ihm über Philosophie). Man kann ihm auch nicht alles abnehmen. Ich tendiere nur dazu, ihm einen Vertrauensvorschuss zu gewähren, wenn es um Sprachwissenschaft oder Schrifstellerei geht (er ist auch Romanautor). bearbeitet 15. April von Domingo Zitieren
Domingo Geschrieben 15. April Melden Geschrieben 15. April (bearbeitet) vor 8 Stunden schrieb Wunibald: Erst im Hochmittelalter, als man sich von der Religion abwandte und mit dem echten Leben einließ Mir scheint, er hat außerdem einen trockenen od. subtilen Humor. Aber vielleicht liegt es nur an mir. Ich sehe auch in Andy Weirs Stil sehr viel subtilen Humor hinter so ziemlich jedem Satz. Entweder liegt es an mir, oder Romanautoren schreiben oft so. bearbeitet 15. April von Domingo Zitieren
taupunkt Geschrieben 15. April Melden Geschrieben 15. April Am 6.3.2021 um 22:09 schrieb UHU: Kennt noch jemand von den Bummellux? (Ich habe hiermit das erste Mal überhaupt das Wort geschrieben. Es sieht irgendwie schräg aus und hat mit meiner Vorstellung nichts gemein.) Bummelix kenne ich, das ist aber etwas anderes? Zitieren
Kulti Geschrieben 17. April Melden Geschrieben 17. April Versorgungslücke - normalerweise ist es eine Lücke in der eigenen Versorgung. Wenn Du mein Kind bist, dann ist es eine Lücke zwischen Bett und Wand in die Du alles stopfst, was Du für die eigene Versorgung benötigst. 3 Zitieren
Wunibald Geschrieben 20. April Melden Geschrieben 20. April Am 10.4.2026 um 10:43 schrieb Alfons: Holdschaft Das Wort Holdschaft las ich gestern bei Eduard Mörike, in seiner Erzählung vom Stuttgarter Hutzelmännlein. Holdschaft ist, wenn ich das richtig verstanden habe, eine enge, zärtliche Freundschaft. Sie steht auf halbem Wege zwischen Freundschaft und Liebschaft. Gefällt mir gut, das Wort. Sollte man reaktivieren. Zu Hold... und Unhold stoße ich heute auf : Beim Spaziergang streckt einem Donald Trump den Mittelfinger entgegen. Ostseeurlaubern kann das passieren – und in Klein Strömkendorf unweit von Rostock wartet nicht nur der polarisierende US-Präsident im Wald. Trump hat illustre Gesellschaft von Lenin, Honecker, Bush (dem Jüngeren), Chruschtschow und Erdogan. Lehrpfad der unholdigen Personen heißt der gut ein Kilometer kurze Skulpturenweg offiziell, doch bekannter ist er unter seinem anderen Namen: Arschlochwandelweg. 2 Zitieren
Wunibald Geschrieben 28. April Melden Geschrieben 28. April Was muss ich da am Frühstückstisch noch auf nüchternen Magen lesen? Ganz oben einen Bericht über den Besuch von König Charles bei Trump. Dann etwas über eine Aktivistin, die in einem Restaurant aus einem Schauaquarium einen crayfish (Languste) "befreit" und ihn in hohem Bogen in den Hafen schleudert. Smart said that after she threw the crayfish into the harbour her flat had been raided by four police officers. She said she was “stripped naked and searched”, before being held for 12 hours in custody and then charged with five “ridiculous, trumped-up from above charges and a year of ridiculous legal process”. trumped-up?, aha, also erdichtet [erfunden], Scheinbelastung {f}, in diesem Zusammenhang wohl eher aufgebauscht. Und was steht im Wörterbuch gleich daneben? trump [Br.] [coll.] [fart], furzen [ugs.] [derb], Furz. Zitieren
Kulti Geschrieben 6. Mai Melden Geschrieben 6. Mai "Sterblicher lass alle Hoffnung furzen" (Dante wenn er das gelesen hätte) Zitieren
Shubashi Geschrieben 6. Mai Autor Melden Geschrieben 6. Mai (bearbeitet) Ein Wort im Englischen, dass ich bisher noch nicht kannte, und dass im „Economist“ einen Artikel über Mr Trump als neuen „Caligula“ einleitet: “THE peace of the world is being broken by dunderheads. Mein Lexikon empfiehlt mir dafür „Schwachkopf“ als deutsche Übersetzung. Nun ja, da gab es leider nicht nur Caligula. bearbeitet 6. Mai von Shubashi Zitieren
Wunibald Geschrieben 6. Mai Melden Geschrieben 6. Mai Das Urban Dictionary hat hierzu eine verschärfte Form Dunderhead A person with a smelly and or dirty penis. Wow that hot guy last night had such a Dunderhead. Dunderhead by Dont mess with the Turk July 7, 2010 Zitieren
Lindau Geschrieben 6. Mai Melden Geschrieben 6. Mai Am 15.3.2021 um 12:45 schrieb Aristippos: Aber nur im Schriftbild, das "sch" ist ja eigentlich nur ein Konsonant, dann wären es nur 6. Man kann aber auch Wörter mit 7 echten Konsonanten hintereinander bilden: "Hengstpflicht" zum Beispiel. Wie ist es mit Borschtsch.gschnas? Zitieren
Wunibald Geschrieben 7. Mai Melden Geschrieben 7. Mai Gerade habe ich in einem Bericht über Halbgötter in Weiß den schönen Begriff "eminenzbasierte Medizin" gelesen. Da passt dann für Halbgötter in Purpur, die sogar hochoffiziell so betitelt werden die "eminenzbasierte Theologie" noch etwas besser. 2 Zitieren
Shubashi Geschrieben 7. Mai Autor Melden Geschrieben 7. Mai (bearbeitet) Ein mir ebenfalls bisher nicht geläufiger Begriff: Haberdashery (Allerdings ist auch das deutsche Pendant inzwischen eher ungeläufig. Dabei ist es gar kein Levantinisch.) bearbeitet 7. Mai von Shubashi Zitieren
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