Lindau Geschrieben 7. Mai Melden Geschrieben 7. Mai vor 2 Stunden schrieb Shubashi: Ein mir ebenfalls bisher nicht geläufiger Begriff: Haberdashery (Allerdings ist auch das deutsche Pendant inzwischen eher ungeläufig. Dabei ist es gar kein Levantinisch.) Putzmacherei Zitieren
Shubashi Geschrieben 8. Mai Autor Melden Geschrieben 8. Mai 11 hours ago, Lindau said: Putzmacherei Sehr schön, diesen alten Begriff hatte ich völlig vergessen. Der Eintrag „Haberdasher“ führt in Wikipedia übrigens in eine ganze Welt von alten Handelsgebräuchen, inkl. eines Verweises auf die Hochehrenwerte Gilde: Worshipful Company of Haberdashers Zitieren
Wunibald Geschrieben 20. Mai Melden Geschrieben 20. Mai Wie ein Erdferkel zu einem Kalb wird: There are babies who keep their parents up all night. And then there is Womble, a tiny aardvark calf with plenty of attitude, who has required just a little extra care and attention from the keepers at Chester Zoo. Und das führt zwanglos zur kalauernden Bibelübersetzung: In the beginning was the word and the word was aardvark. Zitieren
Shubashi Geschrieben 16. Juni Autor Melden Geschrieben 16. Juni Eine schöne kleine Kopfnuss für unsere Englischexperten: ”Jeff Madden was a damsinker before he was granted his land under the Closer Settlement. He did well, but once a damsinker always a damsinker, if you know what I mean.” AI scheitert an der Erklärung für “damsinker”, trotz des Hinweises auf Australien und Arthur Upfield. Wisst Ihr mehr? Zitieren
Flo77 Geschrieben 16. Juni Melden Geschrieben 16. Juni vor 2 Minuten schrieb Shubashi: Eine schöne kleine Kopfnuss für unsere Englischexperten: ”Jeff Madden was a damsinker before he was granted his land under the Closer Settlement. He did well, but once a damsinker always a damsinker, if you know what I mean.” AI scheitert an der Erklärung für “damsinker”, trotz des Hinweises auf Australien und Arthur Upfield. Wisst Ihr mehr? Duck AI sagt: A damsinker is a historical occupation, particularly noted in South Australia, referring to someone involved in the construction or maintenance of dams. This term was recorded in directories from the late 19th century. 1 Zitieren
Einsteinchen Geschrieben 16. Juni Melden Geschrieben 16. Juni ChatGPT : Das ist tatsächlich eine schöne australische Sprachfalle. „Damsinker“ ist kein normales englisches Wort, sondern ein sehr lokaler australischer Ausdruck aus der Pionier- und Siedlerzeit. Dass eine KI daran scheitert, ist nicht verwunderlich, weil solche Wörter oft nur in regionaler Literatur vorkommen. Arthur Upfield ist gerade für solche australischen Regionalismen bekannt. Ein damsinker war wörtlich ein „Dammsenker“, also ein Mann, der Wasserstellen bzw. künstliche Teiche (dams) im australischen Busch anlegte. In den trockenen Gebieten Australiens war das Anlegen von Dämmen eine wichtige Arbeit: Man grub Vertiefungen, errichtete Erdwälle und sorgte dafür, dass Regenwasser für Vieh und Siedlungen gespeichert werden konnte. Aber im Satz steckt die soziale Nebenbedeutung: > „once a damsinker always a damsinker“ heißt nicht nur: „Wer einmal Dämme gegraben hat, gräbt immer Dämme.“ Gemeint ist eher: „Man kann aus seiner Haut nicht heraus.“ Ein ehemaliger Handarbeiter, ein Mann aus der rauen Busch-Arbeiterklasse, bleibt in den Augen mancher Leute immer ein solcher. Er kann Land bekommen, erfolgreich werden und gesellschaftlich aufsteigen – aber seine Herkunft haftet ihm an. Der ganze Satz: > „Jeff Madden was a damsinker before he was granted his land under the Closer Settlement. He did well, but once a damsinker always a damsinker, if you know what I mean.“ bedeutet also ungefähr: > „Jeff Madden war ein einfacher Dammschaufler, bevor er durch die Landvergabe im Rahmen der Closer Settlement ein eigenes Stück Land bekam. Er machte sich gut, aber aus einem Damsinker wird man eben nie ganz etwas anderes – wenn du verstehst, was ich meine.“ Die Closer Settlement-Programme waren australische Landreformen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts, bei denen größere Landbesitze aufgeteilt und Siedler angesiedelt wurden. Der ehemalige Arbeiter konnte dadurch tatsächlich zum Landbesitzer werden – aber der alte soziale Stempel blieb. Ein schönes Beispiel dafür, wie Sprache soziale Geschichte konserviert: Ein einziges seltenes Wort enthält eine ganze Welt aus Busch, Pionieren, Klassenunterschieden und australischem Selbstbild. Upfield nutzte solche Wörter oft bewusst, um seine Figuren in einer bestimmten australischen Landschaft und Gesellschaft zu verankern. 1 Zitieren
Shubashi Geschrieben 16. Juni Autor Melden Geschrieben 16. Juni 55 minutes ago, Einsteinchen said: Ein schönes Beispiel dafür, wie Sprache soziale Geschichte konserviert: Ein einziges seltenes Wort enthält eine ganze Welt aus Busch, Pionieren, Klassenunterschieden und australischem Selbstbild. Upfield nutzte solche Wörter oft bewusst, um seine Figuren in einer bestimmten australischen Landschaft und Gesellschaft zu verankern. Da muss ich jetzt doch mal nachfragen: ist der ganze Text von der KI, und wenn ja, wie hast Du die Anfrage formuliert. Der Text ist nämlich wirklich sehr ausführlich und gut formuliert, alle Achtung. Meine Antwort stammt wohl Microsoft KI-Dingsbums, das hat einfach in Wörterbüchern und Slang Lexika recherchiert, und dann wilde Mutmaßungen in Bezug auf die Wortbestandteile angestellt, in Richtung „Angeln und Fischerei“. Ich hatte hatte allerdings nur „damsinker“ in Verbindung mit Beruf und Australien gefragt. Vielen Dank für Eure Mühe! Zitieren
Einsteinchen Geschrieben 16. Juni Melden Geschrieben 16. Juni (bearbeitet) Ich habe kommentarlos diesen Text von dir eingegeben: Eine schöne kleine Kopfnuss für unsere Englischexperten: ”Jeff Madden was a damsinker before he was granted his land under the Closer Settlement. He did well, but once a damsinker always a damsinker, if you know what I mean.” AI scheitert an der Erklärung für “damsinker”, trotz des Hinweises auf Australien und Arthur Upfield. Wisst Ihr mehr? Und ChatGPT hat geantwortet, ohne dass ich selbst etwas verändert habe. bearbeitet 16. Juni von Einsteinchen Zitieren
Domingo Geschrieben 16. Juni Melden Geschrieben 16. Juni vor 1 Stunde schrieb Shubashi: AI scheitert an der Erklärung für “damsinker”, trotz des Hinweises auf Australien und Arthur Upfield. Wisst Ihr mehr? Seltsam. Wenn ich das Wort google, kommt für mich das heraus: Zitat A damsinker (or tank sinker) is a historical term, predominantly used in Australia, for a skilled laborer or contractor who specialized in excavating, building, and maintaining open-air earthen dams and water reservoirs (tanks) on agricultural and pastoral properties. Zitieren
Shubashi Geschrieben 16. Juni Autor Melden Geschrieben 16. Juni 8 minutes ago, Domingo said: Seltsam. Wenn ich das Wort google, kommt für mich das heraus: Ich gestehe, das Wort nur in „meiner“ aktuell verbundenen KI/Suchmaschine gesucht zu haben. Ich finde es schon erstaunlich, dass eine vollkommen auf dem Schlauch steht, obwohl andere sehr ausführlich antworten. Die KiI sollten sich mehr austauschen.😉 Zitieren
Alfons Geschrieben 16. Juni Melden Geschrieben 16. Juni vor 28 Minuten schrieb Shubashi: Die KiI sollten sich mehr austauschen.😉 Ab und zu mal ein virtuelles Bier miteinander trinken. Schwierige Wörter austauschen: Kökkenmöddinger, Komedonenquetscher, Hapaxlegomenon. Neue Lügen ausdenken, die kein Nutzer merkt. Dann noch ein Bier trinken. Mich dazu einladen. Zitieren
gouvernante Geschrieben 16. Juni Melden Geschrieben 16. Juni vor einer Stunde schrieb Domingo: Seltsam. Wenn ich das Wort google, kommt für mich das heraus: Jo. Hat Tante Google bei einer ganz normalen Suche ausgespuckt. Link: https://inherit.dplh.wa.gov.au/public/inventory/details/576a2cb6-3820-436a-98f3-78074fdc70cf# (unter history gibt es die Beschreibung) Zitieren
gouvernante Geschrieben 16. Juni Melden Geschrieben 16. Juni vor 36 Minuten schrieb Alfons: Hapaxlegomenon Zitieren
Flo77 Geschrieben 18. Juni Melden Geschrieben 18. Juni Ich habe die Tage im Netz nach Tipps gesucht, wie man ein zu flüssiges Möhrendurcheinander konsistent bekommt. Meine KI hat die Anfrage unter den Schlagwörtern "Carrot Confusion thin" abgespeichert. Zitieren
Alfons Geschrieben 18. Juni Melden Geschrieben 18. Juni vor 16 Minuten schrieb Flo77: Ich habe die Tage im Netz nach Tipps gesucht, wie man ein zu flüssiges Möhrendurcheinander konsistent bekommt. Meine KI hat die Anfrage unter den Schlagwörtern "Carrot Confusion thin" abgespeichert. Kartoffelpüreepulver. Carrot Confusion ist aber schon genial. Große Karottenverwirrung. Da sehe ich direkt die Hasenversammlung, in der sich alle gegenseitig niederschreien: Karotten! Es heißt Karotten! Nein, das sind Möhren! Bei uns in Niedersachsen Wurzeln. Einfach Wurzeln. Gelbe Rüben, ihr Ignoranten! usw. Zitieren
Dies ist ein beliebter Beitrag. Wunibald Geschrieben 18. Juli Dies ist ein beliebter Beitrag. Melden Geschrieben 18. Juli Dass ich für das lateinische invictus = unbesiegt, unbesiegbar nicht mein Schulwörterbuch und schon gleich garnicht den Georges bemühen muss ,dürfte ich glaubhaft versichern zu können. Aber heute läuft auf der Trabrennbahn der vierjährige Hengst Victus, der von einigen sogar als Geheimfavorit für das Derby genannt wird. In victus, also besiegt, besiegbar. Wer nennt denn sein Pferd so? Also doch den Georges: ,victus us, m. (vivo), I) das Leben, die Lebensart, - weise, I I) der Unterhalt, a) im engeren Sinne, die Nahrung, Kost, Speise [Lateinisch-deutsches Handwörterbuch: victus. Georges: Lateinisch-Deutsch / Deutsch-Lateinisch, S. 59700 (vgl. Georges-LDHW Bd. 2, S. 3476-3477) http://www.digitale-bibliothek.de/band69.htm ] Und wieder etwas gelrnt! 3 2 Zitieren
Wunibald Geschrieben 19. Juli Melden Geschrieben 19. Juli Victus hat gesiegt und dem Wetter, der auf ihn gesetzt hat, lediglich seinen Einsatz zurückgegeben. Zitieren
Wunibald Geschrieben 21. Juli Melden Geschrieben 21. Juli vor 32 Minuten schrieb Wunibald: Ich habe mir am ersten Tag in der erstenV orstellung Nolans Odyssee angsehen, in einer Privatvorstellung für mich allein; niemand, der sich noch durch die Reihen quetscht, kein Popkorngeraschel, kein lautstarkes Mitkommentieren. Aber anschließend habe ich der Kasse doch gehört, dass für die nächste Vorstellung bereits 30 Tickets vorab reserviert worden. Der Film wird ja in den (a)sozialen Medien rauf und runter kommentiert, in erster Linie, weil Helena, die schönste Frau der antiken Welt durch eine dunkelschwarz pigmentierte Frau dargestellt wird. Für den Woke-ismus ist das wegen der allgemein gültigen Schönheitsskala und der kulturellen Teilnahme richtig. Vielleicht wäre aber ein(e) diverser Eskimo Innuit-Hermaphrodit doch noch besser geworden. Bei Wikipedia heißt es: Helena galt in der griechischen Mythologie als die aus einem Ei geborene Tochter des Zeus und der Leda... Leda wiederum ist in der griechischen Mythologie die Tochter des ätolischen Königs Thestios und der Eurythemis. Vielleicht gaht das Ganze auf einen schnöden Verleser mit äthiopisch zurück?. Wohl kaum ist Zeus der Leda als schwarzer Schwan erschienen, denn die wohnen in Australien, das damals noch nicht entdeckt war. Bescheuert (mit Sidolin bescheuert?) kamen mir die Laistrigonen vor in Weißblechrüstungen , wie man sie in Klamaukfilmen der Fünfzigerjahre gerne in Ritterburgen und neureichen Protzvillen gesehen hat. Und das, obwohl Odysseus selbst thematisiert, dass er noch in der Bronzezeit lebt. Manches habe ich vermisst, insbesondere die Nausikka-Episode bei den Phäaken. Manches habe ich mir vor meinem inneren Auge anders vorgestellt wie den Gang in die Unterwelt (Asphodeloswiesen!), aber das ist Geschmacksache. Der Film ist überlang, fast drei Stunden, da wäre ein hydration break wichtiger gewesen als bei der WM. Der Schlachtenlärm bläst einen vom Sitz und erfüllt den Tatbestand der Körperverletzung. Selbst der Donner des Zeug kommt dagegen nicht an. Das war jetzt geschimpft und fast alles andere kann ich mit gutem Gewissen loben. Lediglich im Garten der Wörter werde ich voraussichtlich noch ein Weniges weiter ausführen. In der Odyssee (Film) haben sie einen logisch/philologischen Patzer eingebaut. Bei der "Bogenprobe" werden 12 Äxte exakt in einer Reihe so aufgestellt, dass Odysseus einen Pfeil durch alle Stielöffnungen hindurchschießen kann. Vorher wurden systematisch alle Waffen aus dem Festsaal entfernt, damit sich die Freier nicht verteidigen können. „πελέκεων δ᾽ οὐκ ἤμβροτε πάντων πρώτης στειλειῆς...“ „...und er verfehlte von allen Äxten nicht das erste Öhr... Im Film werden aber nun jeweils zwei schwere Vorschlaghämmer schräg miteinander verbundenhingestellt. Man kann sich das so vorstellen, dass dann durch die viel größere Öffnung, entsprechend dem Dachfester unter dem Giebel geschossen werden soll. Schwere Vorschlaghämmer sind aber viel kampftauglicher als der Kopf einer Axt ohne Stiel. Zudem irrt der göttliche Sauhirt Eumaios fast erblindet durch den Film und kann Odysseus und Telemach prpaaktisch nicht unterstützen. Damit sind wir jetzt endlich mit Grimm zum Öhr gekommen: öhr, n. , spätahd. ôri, mhd. œre, œr; nhd. öhr, nassauisch auch die öhr (Kehrein 1, 298, vgl. 1DWb öse), abgeleitet von ohr (wie schon Stieler 1386 bemerkt): eine ohrartige öffnung woran oder worin (vgl. 1DWb öse). ... 2) loch in der axt zum einsetzen des stieles: (der) steinext öer zu stecheln (stählen). Tucher baumeisterb. 100, 7; mit vier ackesen, den ir ören gantz sint. weisth. 1, 700 (vom j. 1336); wann si (äxte) brechendt, so soll man inen die ere (d. i. œre) wider geben. 4, 187 (vom j. 1339); aber im öhr (der axt) war ein zierlicher stiel vom ölbaum sicher befestigt. Voss Od. 5, 235; und schnellte den pfeil ab ... und verfehlte keine der äxte; ganz vom vordersten öhr bis hindurch ... stürmte das eh'rne geschosz. Od. 21, 422. Zitieren
Domingo Geschrieben 21. Juli Melden Geschrieben 21. Juli vor 4 Stunden schrieb Wunibald: In der Odyssee (Film) haben sie einen logisch/philologischen Patzer eingebaut. Bei der "Bogenprobe" werden 12 Äxte exakt in einer Reihe so aufgestellt, dass Odysseus einen Pfeil durch alle Stielöffnungen hindurchschießen kann. Vorher wurden systematisch alle Waffen aus dem Festsaal entfernt, damit sich die Freier nicht verteidigen können. „πελέκεων δ᾽ οὐκ ἤμβροτε πάντων πρώτης στειλειῆς...“ „...und er verfehlte von allen Äxten nicht das erste Öhr... Das Wort στειλειή ist ein hapax legomenon, dh es findet sich nur an der einen Stelle. Daher ist die Bedeutung "Öhr" wohl eher eine Konjektur, die auf dem Kontext basiert, als gesichertes Wissen. Laut Kommentaren ist es ohnehin unklar, wie das Ganze funktionieren soll, daher ist jeder Regisseur m.E. berechtigt, die Szene so darzustellen, wie es ihm sinnvoll erscheint. 3 Zitieren
Shubashi Geschrieben 22. Juli Autor Melden Geschrieben 22. Juli 12 hours ago, Domingo said: Das Wort στειλειή ist ein hapax legomenon, dh es findet sich nur an der einen Stelle. Daher ist die Bedeutung "Öhr" wohl eher eine Konjektur, die auf dem Kontext basiert, als gesichertes Wissen. Laut Kommentaren ist es ohnehin unklar, wie das Ganze funktionieren soll, daher ist jeder Regisseur m.E. berechtigt, die Szene so darzustellen, wie es ihm sinnvoll erscheint. Meine erste Begegnung mit der Odyssee war eine Schallplatte als Hörspiel. Diese Szene wardort überaus „mystisch“ inszeniert, daher beeindruckend, aber mir blieb stets unklar, was genau geschah. Zitieren
Domingo Geschrieben 31. Juli Melden Geschrieben 31. Juli Am 21.7.2026 um 17:56 schrieb Domingo: Das Wort στειλειή ist ein hapax legomenon, dh es findet sich nur an der einen Stelle. Daher ist die Bedeutung "Öhr" wohl eher eine Konjektur, die auf dem Kontext basiert, als gesichertes Wissen. Die paar Wörterbücher, die ich zu Rate gezogen habe, geben als Bedeutung "Stiel" an. Es kann natürlich durchaus sein, dass "durch die Stiele schießen" eigentlich "durch Löcher in den Stielen" bedeuten soll. Ich frage mich aber, ob der Dichter doch tatsächlich meinte, dass der Pfeil die 12 Stiele durchschlägt? Dann wären die Kommentatoren einfach einem Bias unterlegen (da wir noch heute eine schöne Diskussion über Biase hatten...), nämlich dem, dass das unmöglich ist - was wohl stimmt - und dass der Dichter es daher auch nicht so gemeint haben kann - was recht dubios ist; ein mythologischer Pfeil kann wohl einiges tun, was nicht realistisch ist. Ich habe mir mal schnell was auf Youtube zusammengesucht und das gefunden: https://www.youtube.com/watch?v=7UnCa2LfCDE Nunja, ich will gar nicht ausrechnen (bin zu faul dazu), wieviel mehr kinetische Energie ein .308 hat als ein Pfeil; es handelt sich aber - nochmal - um einen mythologischen Pfeil. Und der kann wohl auch schnurstracks fliegen, obwohl er 12mal hintereinander auf Holz stößt, wenn die Götter es so wollen. Zitieren
Domingo Geschrieben 31. Juli Melden Geschrieben 31. Juli (bearbeitet) Ganz zufällig hat mir meine Tochter das folgende Video gerade dann zugeschickt, als ich meinen obigen Beitrag schrieb: https://www.youtube.com/shorts/Lmm_t5Gq9eY bearbeitet 31. Juli von Domingo Zitieren
Domingo Geschrieben Samstag um 20:33 Melden Geschrieben Samstag um 20:33 Am 31.7.2026 um 19:39 schrieb Domingo: Die paar Wörterbücher, die ich zu Rate gezogen habe, geben als Bedeutung "Stiel" an. Es kann natürlich durchaus sein, dass "durch die Stiele schießen" eigentlich "durch Löcher in den Stielen" bedeuten soll. Ich frage mich aber, ob der Dichter doch tatsächlich meinte, dass der Pfeil die 12 Stiele durchschlägt? Dann wären die Kommentatoren einfach einem Bias unterlegen (da wir noch heute eine schöne Diskussion über Biase hatten...), nämlich dem, dass das unmöglich ist - was wohl stimmt - und dass der Dichter es daher auch nicht so gemeint haben kann - was recht dubios ist; ein mythologischer Pfeil kann wohl einiges tun, was nicht realistisch ist. Ich habe mir mal schnell was auf Youtube zusammengesucht und das gefunden: https://www.youtube.com/watch?v=7UnCa2LfCDE Nunja, ich will gar nicht ausrechnen (bin zu faul dazu), wieviel mehr kinetische Energie ein .308 hat als ein Pfeil; es handelt sich aber - nochmal - um einen mythologischen Pfeil. Und der kann wohl auch schnurstracks fliegen, obwohl er 12mal hintereinander auf Holz stößt, wenn die Götter es so wollen. Das war wohl eine Schnapsidee. Wahrscheinlicher ist, dass es sich dabei um diese Dinger handelt: https://en.wikipedia.org/wiki/Epsilon_axe Dabei kann στειλειή mE immer noch "Stiel" heißen: So wörtlich muss man es nicht nehmen, dass man annimmt, der Pfeil gehe wirklich durch die Stiele statt durch die danebengelegenen Löcher. Zitieren
Flo77 Geschrieben Samstag um 20:59 Melden Geschrieben Samstag um 20:59 (bearbeitet) .. bearbeitet Samstag um 21:05 von Flo77 Zitieren
Shubashi Geschrieben Montag um 19:24 Autor Melden Geschrieben Montag um 19:24 Als Nichtaltsprachler sollte ich vermutlich meine unqualifizierte Klappe, aber als gelegentlicher Bogenschütze fand ich diesen Artikel interessant: Quote „…Selbst der bedeutende Gräzist Uvo Hölscher erfasste in seinem viel beachteten Buch über die Odyssee (München 1984) in dem brillant überschriebenen Kapitel „Der Bogner“ den Kern der Sache nicht: „Niemand als Odysseus vermag den großen Bogen zu spannen“, schreibt er. Es geht aber weder um den Zielschuss noch die bloße Spannung des Bogens – beides ist falsch. Der epische Bericht liefert präzise die in der Sache prioritäre Handlung: Erst versucht sich Telemachos, der Sohn des Odysseus, an der Waffe (21,125 bis 129), dann folgen der Opferpriester Leiodes (21,150), schließlich der Reihe nach die Freier Antinoos (21,174), Eurymachos und weitere ungenannte aus der Horde (21,186 ff.). Und stets ist dabei von der Be-Spannung des Bogens die Rede, vom Einhängen der Sehne (entanúein) – schon bei der vorbereitenden Handlung sind alle gescheitert. Nur Odysseus nicht, denn er besaß Kraft und Kenntnis, wie der schwierige Vorgang zu bewältigen ist. … https://www.faz.net/aktuell/wissen/archaeologie-altertum/odysseus-als-ueberlegener-das-war-sein-trick-zum-bogenspannen-accg-201068323.html Zitieren
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