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Zum Verhältnis von Christentum und Judentum


Higgs Boson
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Die Frage, auf die die Antwort "42" ist, lautet bekanntlich: „Wie viel ist neun multipliziert mit sechs?“

 

9 * 6 = 42

 

Was der Beweis dafür ist, dass das ganze Universum wahrscheinlich doch von einem Rudel Irrer regiert wird.

 

Eine bessere und plausiblere Erklärung zum mir bekannten Teil des Universums habe ich bisher noch nicht gelesen oder gehört.

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Marcellinus
vor 6 Minuten schrieb iskander:
vor einer Stunde schrieb Marcellinus:

Gerade weil sich das Christentum streitig aus dem Judentum entwickelt hat, sind sie miteinander unvereinbar. Sie schließen sich gegenseitig aus. 

 

Wobei eigentlich jede Religion mit jeder anderen im strikten Sinne "unvereinbar" ist, soweit unterschiedliche (genauer: gegensätzliche)  Überzeugungen im Hinblick auf wesentliche Fragen herrschen.

 

Ja, manchmal sind die nachfolgenden auch genauso konstruiert. Gilt aber wesentlich für die sekundären Religionen. 

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Marcellinus
vor 8 Minuten schrieb rince:

Die Frage, auf die die Antwort "42" ist, lautet bekanntlich: „Wie viel ist neun multipliziert mit sechs?“

 

9 * 6 = 42

 

9 * 6 ≠ 42 ! :D

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Higgs Boson
vor 1 Stunde schrieb iskander:

 

Wobei eigentlich jede Religion mit jeder anderen im strikten Sinne "unvereinbar" ist, soweit unterschiedliche (genauer: gegensätzliche)  Überzeugungen im Hinblick auf wesentliche Fragen herrschen.

 

Das ist nur dann korrekt, wenn man sie vor dem Hintergrund einer absoluten Wahrheit betrachtet. Da aber das Christentum von sich in Anspruch nimmt auf dem Judentum zu basieren, spielt absolute Wahrheit eine untergeordnete Rolle. Sie sind auch dann unvereinbar, wenn die absolute Wahrheit außer Acht gelassen wird.

 

(Der Islam löst das Problem sehr originell und pragmatisch indem er erklärt, die Schriften der anderen Buchreligionen seien korrumpiert worden. Das wirft zwar an anderer Stelle Probleme auf, generiert aber keinen Widerspruch.)

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54.

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vor 38 Minuten schrieb mn1217:

54.

Hoecker, Sie sind raus!

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Gerhard Ingold
vor einer Stunde schrieb Higgs Boson:

 

Das ist nur dann korrekt, wenn man sie vor dem Hintergrund einer absoluten Wahrheit betrachtet. Da aber das Christentum von sich in Anspruch nimmt auf dem Judentum zu basieren, spielt absolute Wahrheit eine untergeordnete Rolle. Sie sind auch dann unvereinbar, wenn die absolute Wahrheit außer Acht gelassen wird.

 

(Der Islam löst das Problem sehr originell und pragmatisch indem er erklärt, die Schriften der anderen Buchreligionen seien korrumpiert worden. Das wirft zwar an anderer Stelle Probleme auf, generiert aber keinen Widerspruch.)

 

Genau: Sie sind "unvereinbar" obschon sie vereinbar sein sollten.

 

Alle theistischen Gläubigen gehen von der Grundlage aus, dass ein oder ihr Gott das Universum erschaffen hat. Sie alle sehen also Gott als universellen Töpfer.

 

Das ist die offensichtliche und grundlegende Gemeinsamkeit aller Theisten.

 

Was aber den meisten Theisten fehlt, ist deduktives Denken: "Die Deduktion, auch deduktive Methode oder deduktiver Schluss, ist in der Philosophie und der Logik eine Schlussfolgerung gegebener Prämissen auf logisch zwingende Konsequenzen" (Wiki).

 

Würden nämlich alle wirklich glauben, dass ihr Gott der universelle Töpfer ist, würden sie alle die Werke dieses Töpfers schützen und bewahren. Das wäre die logisch zwingende Konsequenz. Der Naturschutz-, der Tierschutz- und der Menschenschutz-Gedanke müsste dann logisch zwingend bei allen Theisten das Wichtigste sein.

 

Doch welche Religion hat die Natur, die Tiere und die Mitmenschen wirklich als das Wichtigste auf ihre Fahnen geschrieben?

 

Das Gegenteil ist mehrheitlich der Fall:
 

In Sidi Ifni, marokkanische Provinzstatt südlich von Agadier, wo ich mehrere Jahre lebte, hat die Müllhalde in Küstennähe. Regnet es in Strömen, dann reißt das Wasser den Müll in den Atlantik. Letzte Station der Müllentsorgung ist also das Meer.

 

In den Freitagsgebeten wird dort aber das Hohelied über den Islam gesungen. Wie hoch erhaben der Islam über allen anderen Religionen stehen würde.

 

So machen sich aber nicht nur Muslime etwas vor, was die Alltagspraxis widerlegt.

 

So führt man auch hier Diskussionen "Verhältnis von Christentum und Judentum". Und alle meinen letztlich ähnlich über die jeweils andere Religion oder Sichtweisen erhaben zu sein. Die wirkliche Gemeinsamkeit - die Natur, die Tiere und Mitmenschen - kommt da nicht vor.

 

Darum hatte bis heute keine Religion wirklich eine Vorreiterfunktion in Naturschutz, Tierschutz, Arbeitnehmerschutz usw. Die Religiösen dienten und dienen mehrheitlich dem Gott dieser Welt - dem Geld.

 

Religion ist daher Geschwafel auf hohem Niveau aber letztlich ohne Relevanz für die Praxis.

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vor 6 Stunden schrieb Higgs Boson:

Nachdem man genau das jahrhunderte lang den Juden vorgeworfen hat, dass sie ihre eigene Bibel nicht verstehen, ist das irgendwie nicht ungewöhnlich.

 

Aber wenn man ein schiefes Bild lange genug betrachtet, hängt es irgendwann gerade, oder?

 

Also ich werfe den Juden gar nichts vor, auch die Kirche tut das glücklicherweise nicht mehr (man lese die Stellungnahme der Theolog. Kommission dazu, die die jüdische Interpretation für natürlich möglich und kohärent hält).

 

Doch natürlich basiert das Christentum nicht nur auf dem Judentum, es behauptet sogar, dass Jesus der erhoffte Messias Israels sei. Zwar auch mehr als das, aber eben auch das. Dass dieser Messias die erwartete Stellenbeschreibung nicht so erfüllt wie gehofft, bedeutet nicht, dass er es nicht ist. 

Wie gesagt, Seine Wege sind nicht unsere.

Und auch dass etwas nachträglich erst verstanden/interpretiert wurde, besagt nicht dass es falsch ist - ist dem Judentum ja auch nicht fremd in seiner Geschichte.

Das Ganze steht und fällt für uns mit der Auferstehung, wie schon der vielgeschmähte Paulus erkannte (der nicht die Bibel fälschte, sondern die Gottesknechtzitate bei Jesaja in Jesus erfüllt sah, was Du auch weißt - er nahm unsere Schuld auf sich und durch seine Wunden sind wir geheilt).

 

Ich habe Dir nur drei Juden genannt, die in Christus die Erfüllung der Hoffnung Israels sahen. Eine davon ging als Nonne in den Tod in vollem Bewusstsein für ihr Volk.

Es wird weitere geben und gegeben haben.

 

Wenn Du meinst den Tenach besser verstanden zu haben als diese (ein anderer immerhin Großrabbiner gewesen), und nicht nur anders, dann herzlichen Glückwunsch.

 

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Higgs Boson
Posted (edited)
vor einer Stunde schrieb rorro:

 

Also ich werfe den Juden gar nichts vor, auch die Kirche tut das glücklicherweise nicht mehr (man lese die Stellungnahme der Theolog. Kommission dazu, die die jüdische Interpretation für natürlich möglich und kohärent hält).

 

Doch natürlich basiert das Christentum nicht nur auf dem Judentum, es behauptet sogar, dass Jesus der erhoffte Messias Israels sei. Zwar auch mehr als das, aber eben auch das. Dass dieser Messias die erwartete Stellenbeschreibung nicht so erfüllt wie gehofft, bedeutet nicht, dass er es nicht ist. 

Wie gesagt, Seine Wege sind nicht unsere.

Und auch dass etwas nachträglich erst verstanden/interpretiert wurde, besagt nicht dass es falsch ist - ist dem Judentum ja auch nicht fremd in seiner Geschichte.

Das Ganze steht und fällt für uns mit der Auferstehung, wie schon der vielgeschmähte Paulus erkannte (der nicht die Bibel fälschte, sondern die Gottesknechtzitate bei Jesaja in Jesus erfüllt sah, was Du auch weißt - er nahm unsere Schuld auf sich und durch seine Wunden sind wir geheilt).

 

Ich habe Dir nur drei Juden genannt, die in Christus die Erfüllung der Hoffnung Israels sahen. Eine davon ging als Nonne in den Tod in vollem Bewusstsein für ihr Volk.

Es wird weitere geben und gegeben haben.

 

Wenn Du meinst den Tenach besser verstanden zu haben als diese (ein anderer immerhin Großrabbiner gewesen), und nicht nur anders, dann herzlichen Glückwunsch.

 

 

Nur dass der Gottesknecht kein bisschen auf Jesus passt.

Oder hatte er beispielsweise Nachkommen? Nach seinem Leiden? Ich meine richtige Kinder und Kindeskinder? Denn das ist das, war hier gemeint ist.
Sein Grab war nicht bei den Gottlosen, sondern laut NT das von Josef von Arimatäa.

 

Es passt, sogar mit allen anderen Gottesknechtstellen, aber nicht auf Jesus.

 

Sicher, es gab und gibt jederzeit Juden, die konvertieren. Doch sie gehen immer vollständig im Christentum auf und verlieren damit ihre Wurzeln.  Die Kinder des Großrabbiners sind heute keine Juden mehr, sondern bestenfalls Katholiken. Ob man das für gut oder schlecht hält, es ist in keinem Fall jüdisch kohärent. Um es mit Jesaja zu sagen, seine Nachkommen sind dem Gottesknecht verloren gegangen.

 

Selbstverständlich darfst Du, um es mit des Propheten Worten auszudrücken, auf Deinem Weg sehen und in die Irre gehen: der Gottesknecht ist das Volk Israel, die, die sprechen sind die, die genau das nicht einsehen wollten. Sie erkennen ihren Irrtum, wenn der Messias kommt und der Weltfrieden ausgebrochen ist.

 

Einmal Jesaja lesen und dabei die Jesusbrille absetzen.

 

Es war eine Offenbarung.

 

Ich werde Dich nicht überzeugen können. Aber vielleicht bringt Dich die Tatsache zum Nachdenken, dass keiner unserer großartigen Theologys hier Jesus im Tenach sieht.

 

Ihre Argumente sind nicht Deine Argumente.

 

Mich würde sowas nachdenklich stimmen.

 

Edited by Higgs Boson
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Higgs Boson
vor einer Stunde schrieb Gerhard Ingold:

Darum hatte bis heute keine Religion wirklich eine Vorreiterfunktion in Naturschutz, Tierschutz, Arbeitnehmerschutz usw. Die Religiösen dienten und dienen mehrheitlich dem Gott dieser Welt - dem Geld.

 

Du verwechselst Religion und Politik.

Theorie und Praxis.

Dein Fehler.

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Marcellinus
vor 5 Stunden schrieb rince:

Die Frage, auf die die Antwort "42" ist, lautet bekanntlich: „Wie viel ist neun multipliziert mit sechs?“

 

9 * 6 = 42

 

Was der Beweis dafür ist, dass das ganze Universum wahrscheinlich doch von einem Rudel Irrer regiert wird.

 

Eine bessere und plausiblere Erklärung zum mir bekannten Teil des Universums habe ich bisher noch nicht gelesen oder gehört.

 

„Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau rausfindet, wozu das Universum da ist und warum es da ist, dann verschwindet es auf der Stelle und wird durch etwas noch Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt. Es gibt eine andere Theorie, nach der das schon passiert ist.“

– Das Restaurant am Ende des Universums, Vorwort

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Gerhard Ingold
vor 47 Minuten schrieb Higgs Boson:

 

Du verwechselst Religion und Politik.

Theorie und Praxis.

Dein Fehler.

 

Ganzheitliche Sicht soll ein Fehler sein?

 

Religion, Philosophie und Ideologie sollen zu Früchten führen. Und wenn sie keine guten Früchte bringen, sind sie wertlos.

Gute Früchte sind nicht religiöse Pflichtenethik sondern eine teleologische Ethik, die allen Menschen zugute kommt.

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Marcellinus
vor 7 Minuten schrieb Gerhard Ingold:
vor 58 Minuten schrieb Higgs Boson:

Du verwechselst Religion und Politik.

Theorie und Praxis.

Dein Fehler.

 

Ganzheitliche Sicht soll ein Fehler sein?

 

Ja, und sei es auch nur deshalb, weil es so etwas wie eine „ganzheitliche Sicht“ nicht gibt. Alles, was wir sehen und denken, wird begrenzt durch unseren grundsätzlichen und nicht zu beseitigenden Mangel an Informationen, Zeit und kognitiven Fähigkeiten. 

 

vor 7 Minuten schrieb Gerhard Ingold:

Religion, Philosophie und Ideologie sollen zu Früchten führen. Und wenn sie keine guten Früchte bringen, sind sie wertlos.

 

Da aber Religionen, Philosophien und Ideologien vorgeben, bestimmen zu können, was „gute Früchte“ sind, hast du hier einen klassischen Zirkelschluß. 

 

vor 7 Minuten schrieb Gerhard Ingold:

Gute Früchte sind nicht religiöse Pflichtenethik sondern eine teleologische Ethik, die allen Menschen zugute kommt.

 

Ethik ist der akademische Versuch, rationale Begründungen für Moral zu finden. Da solche Versuche zwangsläufig daran scheitern, daß sich Gefühle (denn nichts anderes sind Moralen) nicht rational begründen lassen, sondern man am Ende immer bei einem Dogma oder in Ratlosigkeit landet, kann man vor Ethik nur warnen. ;)

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Higgs Boson
vor 16 Minuten schrieb Gerhard Ingold:

Ganzheitliche Sicht soll ein Fehler sein?

 

Der Fehler ist nicht die ganzheitliche Sicht, sondern dass die Politiker nicht die Theologie sind. Das hatten wir doch schon in einem anderen Thread.

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Gerhard Ingold
vor 2 Minuten schrieb Marcellinus:

 

Ja, und sei es auch nur deshalb, weil es so etwas wie eine „ganzheitliche Sicht“ nicht gibt. Alles, was wir sehen und denken, wird begrenzt durch unseren grundsätzlichen und nicht zu beseitigenden Mangel an Informationen, Zeit und kognitiven Fähigkeiten. 

 

 

Da aber Religionen, Philosophien und Ideologien vorgeben, bestimmen zu können, was „gute Früchte“ sind, hast du hier einen klassischen Zirkelschluß. 

 

 

Ethik ist der akademische Versuch, rationale Begründungen für Moral zu finden. Da solche Versuche zwangsläufig daran scheitern, daß sich Gefühle (denn nichts anderes sind Moralen) nicht rational begründen lassen, sondern man am Ende immer bei einem Dogma oder in Ratlosigkeit landet, kann man vor Ethik nur warnen. ;)

 

Ich empfinde Deine Gedanken hier Nihilismus pur.

 

Die sieben Grundgedanken Jesus haben für mich auch nach der Entmythologisierung eine große Bedeutung für die Natur, die Tier und Mitmenschen.

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Gerhard Ingold
vor 4 Minuten schrieb Higgs Boson:

 

Der Fehler ist nicht die ganzheitliche Sicht, sondern dass die Politiker nicht die Theologie sind. Das hatten wir doch schon in einem anderen Thread.

 

Wer jüdischer, christlicher, islamischer usw. Theologe ist, hat aus meiner Sicht die Pflicht, Menschen zur Natur, den Tieren und Mitmenschen hinzuführen. Machen sie das nicht, dann ist Theologie dummes Geschwätz.

 

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Marcellinus
vor 39 Minuten schrieb Gerhard Ingold:

Ich empfinde Deine Gedanken hier Nihilismus pur.

 

Das ist dein Problem, nicht meins. Es gibt keine absoluten, positiven Gewißheiten (negative Gewißheiten gibt es durchaus). Nihilismus ist das nur für die, ausschließlich schwarz-weiß denken.

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Gerhard Ingold
vor 2 Minuten schrieb Marcellinus:

 

Das ist dein Problem, nicht meins. Es gibt keine absoluten, positiven Gewißheiten (negative Gewißheiten gibt es durchaus). Nihilismus ist das nur für die, ausschließlich schwarz-weiß denken.

 

Das ist nicht mein Problem sondern das Problem für Kinder und Kindeskinder. Wenn negative Gewissheiten obsiegen, dann können mir die Kinder nur leid tun.

 

Positive Gewissheiten gibt es nur, wenn wir als Einzelpersonen schützend und bewahrend leben.

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Marcellinus
vor 14 Minuten schrieb Gerhard Ingold:

Das ist nicht mein Problem sondern das Problem für Kinder und Kindeskinder. Wenn negative Gewissheiten obsiegen, dann können mir die Kinder nur leid tun.

 

Das ist das Problem jeder Generation. Du mißverstehst mich hier übrigens. "Negativ" hat nichts mit Moral zu tun. Eine bekanntesten negativen Gewissheiten ist zB, daß die Erde sicher keine Scheibe ist.

 

vor 14 Minuten schrieb Gerhard Ingold:

Positive Gewissheiten gibt es nur, wenn wir als Einzelpersonen schützend und bewahrend leben.

 

Nö. Tut mir leid, aber Menschen leben nun mal nicht als Einzelpersonen. Menschen bilden Gesellschaften, und obwohl die aus nichts als aus eben diesen Menschen, und deren Beziehungen und Abhängigkeiten bestehen, haben wir bisher nicht auch nur eine Ahnung, wie diese Beziehungen und Abhängigkeiten aussehen sollten, und vor allem, wie man da hin kommt. Alle vermeintliche positiven Gewissheiten, wie das zu erreichen sei, haben sich als Irrtümer erwiesen. 

 

Du kannst als Einzelperson noch so "schützend" und "bewahrend" leben wollen (was ich, nebenbei gesagt, für Floskeln halte), wenn die Zahl der Menschen nicht in kürzester Zeit sinkt (wonach es nicht aussieht, im Gegenteil), dann wird es nichts mit dem Bewahren, und mit dem Schützen auch nicht. Auch das wieder eine negative Gewissheit: wir wissen zwar nicht, wie diese Welt sich entwickeln wird, aber daß sie nicht so bleibt, wie sie ist, das ist gewiß.

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Gerhard Ingold
vor 1 Minute schrieb Marcellinus:

 

Das ist das Problem jeder Generation. Du mißverstehst mich hier übrigens. "Negativ" hat nichts mit Moral zu tun. Eine bekanntesten negativen Gewissheiten ist zB, daß die Erde sicher keine Scheibe ist.

 

 

Nö. Tut mir leid, aber Menschen leben nun mal nicht als Einzelpersonen. Menschen bilden Gesellschaften, und obwohl die aus nichts als aus eben diesen Menschen, und deren Beziehungen und Abhängigkeiten bestehen, haben wir bisher nicht auch nur eine Ahnung, wie diese Beziehungen und Abhängigkeiten aussehen sollten, und vor allem, wie man da hin kommt. Alle vermeintliche positiven Gewissheiten, wie das zu erreichen sei, haben sich als Irrtümer erwiesen. 

 

Du kannst als Einzelperson noch so "schützend" und "bewahrend" leben wollen (was ich, nebenbei gesagt, für Floskeln halte), wenn die Zahl der Menschen nicht in kürzester Zeit sinkt (wonach es nicht aussieht, im Gegenteil), dann wird es nichts mit dem Bewahren, und mit dem Schützen auch nicht. Auch das wieder eine negative Gewissheit: wir wissen zwar nicht, wie diese Welt sich entwickeln wird, aber daß sie nicht so bleibt, wie sie ist, das ist gewiß.

 

Leider muss ich Dir hier zustimmen. Ist logisch nachvollziehbar.

 

1920 gab es ca. 2 Milliarden Menschen, ca. 1970 gab es ca. 4 Milliarden und bald haben wir 8 Milliarden Menschen. Gleichzeitig nimmt überall die Versteppung zu. In Tropenländern werden die Menschen flüchten müssen. Ca. 50 °C schafft der menschliche Körper nur, wenn die Luftfeuchtigkeit tief ist. Wir werden immer mehr Land an das Meer verlieren. Usw. usf.

 

Gleichzeitig erlebe ich überall missionierende Muslime, Christen usw., die den Schund-Müll, der Milliarden Tote verursacht hat, als Heilmittel verkaufen.

 

Einst las ich das AT jährlich einmal und das NT jährlich dreimal und das bis zum 40sten Altersjahr. Verdummende, nichts-nützende Zeit. Hier und in vielen religiösen Foren gibt es viele solche Menschen, die ähnlich verdummende theologische Bücher lesen.

 

Dennoch glaube ich, dass Jesus als Mensch-Wesen mit der Nächstenliebe, Barmherzigkeit, Versöhnlichkeit, dem Gewaltverzicht, der Armutsüberwindung, dem Schwächstenschutz und der Feindeslieb Grundgedanken formuliert hat, die ein Gegengewicht gegen die vernichtenden Fakten sein könnten.

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vor 4 Stunden schrieb Higgs Boson:

 

Nur dass der Gottesknecht kein bisschen auf Jesus passt.

Oder hatte er beispielsweise Nachkommen? Nach seinem Leiden? Ich meine richtige Kinder und Kindeskinder? Denn das ist das, war hier gemeint ist.
Sein Grab war nicht bei den Gottlosen, sondern laut NT das von Josef von Arimatäa.

 

Es passt, sogar mit allen anderen Gottesknechtstellen, aber nicht auf Jesus.

 

Sicher, es gab und gibt jederzeit Juden, die konvertieren. Doch sie gehen immer vollständig im Christentum auf und verlieren damit ihre Wurzeln.  Die Kinder des Großrabbiners sind heute keine Juden mehr, sondern bestenfalls Katholiken. Ob man das für gut oder schlecht hält, es ist in keinem Fall jüdisch kohärent. Um es mit Jesaja zu sagen, seine Nachkommen sind dem Gottesknecht verloren gegangen.

 

Selbstverständlich darfst Du, um es mit des Propheten Worten auszudrücken, auf Deinem Weg sehen und in die Irre gehen: der Gottesknecht ist das Volk Israel, die, die sprechen sind die, die genau das nicht einsehen wollten. Sie erkennen ihren Irrtum, wenn der Messias kommt und der Weltfrieden ausgebrochen ist.

 

Einmal Jesaja lesen und dabei die Jesusbrille absetzen.

 

Es war eine Offenbarung.

 

Ich werde Dich nicht überzeugen können. Aber vielleicht bringt Dich die Tatsache zum Nachdenken, dass keiner unserer großartigen Theologys hier Jesus im Tenach sieht.

 

Ihre Argumente sind nicht Deine Argumente.

 

Mich würde sowas nachdenklich stimmen.

 

 

Es wäre schön, wenn Du weniger apodiktisch auftreten würdest, wie ich bereits gesagt hatte. 

Was wie wann mit welcher Bibelstelle überzeitlich gemeint ist, liegt nicht in Deinen Händen. Niemand muss das so sehen wie Du, um nicht blöd dazustehen. So macht das nicht wirklich Freude.

 

Du meinst die Christen irren.

Ja und?

 

Und nachdenklich stimmt mich die Meinung der Kirche, damit habe ich genug zu tun. Da sind ein paar Theologen nicht so interessant wie 2000 Jahre Geistesgeschichte.

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Higgs Boson
vor 3 Stunden schrieb Gerhard Ingold:

 

Wer jüdischer, christlicher, islamischer usw. Theologe ist, hat aus meiner Sicht die Pflicht, Menschen zur Natur, den Tieren und Mitmenschen hinzuführen. Machen sie das nicht, dann ist Theologie dummes Geschwätz.

 

Und wie soll er das machen? Der Papst hat es mit einer Enzyklika versucht. Von meinen Religionslehrerys habe ich ähnliches gehört, habe auch das in meinen Kindergottesdiensten weitergegeben.

 

Aber was soll so ein Lehry machen, wenn die Schülys das dann nicht umsetzen?

 

Prügelstrafe androhen?

Höllenfeuer?

Exkommunikation?

 

Ich glaube das mit Theorie und Praxis hast Du immer noch nicht kapiert.

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Gerhard Ingold
Gerade eben schrieb Higgs Boson:

 

Und wie soll er das machen? Der Papst hat es mit einer Enzyklika versucht. Von meinen Religionslehrerys habe ich ähnliches gehört, habe auch das in meinen Kindergottesdiensten weitergegeben.

 

Aber was soll so ein Lehry machen, wenn die Schülys das dann nicht umsetzen?

 

Prügelstrafe androhen?

Höllenfeuer?

Exkommunikation?

 

Ich glaube das mit Theorie und Praxis hast Du immer noch nicht kapiert.

Natürlich sind Theorie und Praxis zwei paar Schuhe. Das merkt jeder Mensch, der selbstkritisch ist, ständig in seinem eigenen Leben. Das hat selbst Paulus richtig erfasst: "Das Gute, das ich will, tue ich nicht" (Röm. 7,19ff.) So haben auch die guten Grundgedanken Jesus Schiffbruch erlitten.

 

Das merken vermutlich auch die Theologen, Philosophen und Ideologen. Darum weichen sie auf theoretische Höhenflüge aus. Das ist einfacher. 

 

Das ist nicht etwa herablassend gemeint. Jede Person merkt das, wenn sie sich wirklich den inneren Widersprüchen stellt. Aber ich komme nicht auf die Schlussfolgerung, die Paulus im Römerbrief gemacht hat. Vielmehr ist es tägliche Arbeit gegen die bellenden Hunde im Keller.

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