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Die Kirche und die Erkenntnisse der Humanwissenschaften


rorro
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Hallo zusammen.

 

des Öfteren wird ja von "Erkenntnissen der Humanwissenschaften" gesprochen, denen sich die Kirche nicht verschließen dürfe.

 

Leider habe ich trotz Nachfrage (zumindest bislang) hier im Forum keine Quelle einer Studie oder experimenteller Untersuchung bekommen, so daß ich mir diese Erkenntnisse mal genauer anschauen könnte und wie und warum sich daraus ggf. kirchliche Handlungsanleitungen ableiten ließen.

 

Auch Bischöfe sprechen von diesen "Erkenntnissen", ohne daß ich da jemals - mag an mir liegen - eine wirkliche Referenzangabe habe finden können.

 

Kann mir da jemand weiterhelfen? Ich kann mir kaum vorstellen, daß von so klugen Leuten nur eine unbelegte Behauptung weitergetragen wird (das meine ich nicht ironisch). Und der eine oder die andere hier im Forum hat sich mit dieser Fragestellung vieleicht schon etwas profunder auseinandersgesetzt (wovon ich ausgehe, wenn das vehement vertreten wird).

 

Danke schön.

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Das Prinzip ist uralt: wenn es zur Lehre der Kirche passt werden "wissenschaftliche" Erkenntnisse adaptiert ("Onaniediskurs", 1770ff.).

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vor 9 Stunden schrieb rorro:

Kann mir da jemand weiterhelfen?

In medizinischen Fachzeitschriften kannst du das z.B. nachlesen. Die einschlägigen Erkenntnisse werden, davon gehe ich zumindest auch, auch in kirchlichen Krankenhäusern berücksichtigt. Gibt es Anhaltspunkte dafür, dass die Kirche irgendwo wissenschaftliche Erkenntnisse nicht berücksichtigt? 

Edited by Merkur
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Am 17.9.2022 um 12:30 schrieb gouvernante:

Wenn Du ein bisschen spezifischer werden könntest...

Zur Frage "Prenatal Androgen Effects on Gender Development" empfehle ich Dir: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4681519/table/T2/?report=objectonly

 

Danke, genau darum geht es mir - um konkrete Studienbelege. Nur verweist Dein Link bloß auf eine Tabelle, die ohne Kontext - sprich den ganzen Artikel - nicht gut einzuordnen ist. Wie heißt denn der Artikel genau? Zu dem Stichwort "Prenatal Androgen Effects on Gender Development" findet man bei Google Scholar recht viel und die meisten Artikel zu diesem Thema inkl. einer Metastudie beziehen sich hauptsächlich auf Mädchen mit CAH (congenital adrenal hyperplasia, angeborene Nebennierenhyperplasie, was zu einem Übermaß an Produktion von Geschlechtshormonen führt, insbesondere Testosteron). Inwiefern jetzt eine Erkrankung bspw. die moralische Bewertung der Gendertheorie verändern müsse (die von ganz anderen Voraussetzungen ausgeht), ist mir noch nicht klar.

Edited by rorro
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Gibt es eigentlich mehr als vier Himmelsrichtungen?

Und warum geht man nicht davon aus, dass die Verwendung der angestammten Begriffe „Nord, Süd, Ost und West“ Teil einer falschen Ideologie ist, die unbedingt zu ändern ist?

Wie ist es mit einem binären Computercode, oder der Einteilung von Dipolen nach - und +?
Warum gilt speziell die binäre Einteilung der Geschlechtsentwicklung plötzlich als wissenschaftlich problematisch und wann kann oder sollte die Gesellschaft aus außerwissenschaftlichen Gründen eine Änderung verlangen?

Edited by Shubashi
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Marcellinus
vor 14 Stunden schrieb rorro:

Inwiefern jetzt eine Erkrankung bspw. die moralische Bewertung der Gendertheorie verändern müsse (die von ganz anderen Voraussetzungen ausgeht), ist mir noch nicht klar.

 

Menschen sind Primaten mit zwei Augen, zwei Ohren, einer Nase, zwei Armen und zwei Beinen. Alle diese Eigenschaften haben eine konkrete Funktion, und trotzdem gibt es Menschen, denen die eine oder andere Eigenschaft fehlt, ohne daß sie deswegen weniger Menschen wären. 

 

Die zwei Geschlechter haben eine konkrete Funktion bei der Vermehrung von Lebewesen, nicht drei und nicht eines, sondern zwei, und wir nennen sie männlich und weiblich. Weitere biologische Geschlechter gibt es bei der geschlechtlichen Fortpflanzung nicht, obwohl es natürlich einzelne Menschen gibt, die weder das eine noch das andere sind, und trotzdem Menschen. 

 

Soziale Geschlechterrollen sind davon zu unterscheiden, aber auch da nicht unabhängig von den biologischen. Was dagegen im Moment von Aktivistenden versucht wird, ist einfach nur ein Ausdruck von vielen einer um sich greifenden allgemeinen Verwirrung, in deren Windschatten einige versuchen, ihr Glück zu machen. 

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